Yasar Kemal Memed-Romane

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Inhaltsangabe zu „Memed-Romane“ von Yasar Kemal

In den abgelegenen Dörfern am Rande des anatolischen Taurusgebirges herrscht der Grundbesitzer Abdi Aga. Der Boden ist so elend, dass fast nur Disteln auf ihm wachsen. Und von jeder Ernte fordert der Aga zwei Drittel. Memed, der Bauernsohn, hat seinen Hass auf sich gezogen. Er wird zur Flucht in die Berge gezwungen. Aus dem schmächtigen, ängstlichen Knaben wird ein Räuber, Rebell und Rächer des Volkes. Auf ihn hoffen die Bauern, vor ihm verbarrikadieren sich die Grundherren in ihren Häusern.Im Kampf gegen den Aga hat Memed schließlich alles verloren: seine Mutter, seine Braut, den fruchtbaren Acker, den die Bauern ihm nach der Amnestie bereithalten. Aber von dem Tag an, an dem die Rache an Abdi Aga vollzogen ist, brennen die Bauern jedes Jahr die Disteln nieder, säen das Korn in die Asche und führen die Ernten in die eigenen Scheunen. Und bei dem Freudenfest vor dem Pflügen erscheint auf dem Berg, hinter dem Memed verschwunden ist, eine Feuerkugel.

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  • Rezension zu "Memed-Romane" von Yasar Kemal

    Memed-Romane
    dubh

    dubh

    01. November 2008 um 21:25

    Yaşar Kemal, 1923 in der Provinz Adana geboren, gehört wohl zu den bedeutendsten zeitgenössischen Schriftstellern der Türkei. Außerdem ist er immer ein kritischer Beobachter seines Landes u.a. in Bezug auf die Wahrung der Menschenrechte, was ihm nicht nur einmal - von Seiten des türkischen Staates - übelgenommen wurde. Seinen Roman "Memed mein Falke" veröffentlichte er bereits 1955 - seitdem bekam er zahlreiche internationale Auszeichnungen für sein Werk, so zum Beispiel den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 1997. Memed ist ein einfacher Bauernjunge, der aus Wut und Verzweiflung gegen den diktatorischen Großgrundbesitzers seines Dorfes aufbegehrt, seine Geliebte, die einen anderen heiraten soll, entführt und als Flüchtiger versteckt leben muss. Kemals Roman, eine Art tükische Robin-Hood-Story, wurde schon bald zu einer Legende: in den türkischen Kaffeehäusern wurde Memeds Geschichte vorgelesen, wandernde Sänger erzählten sie nach... Yaşar Kemal kann großartig erzählen! Alleine die Landschaft der Çukurova, die fruchtbare Tiefebene zwischen Taurusgebirge und Meer, beschreibt er seitenweise so wunderschön, dass sie vor dem geistigen Auge entsteht. Memed und sein Leben schildert er voller Leidenschaft, die Verhältnisse der Dorfbevölkerung unter ihrem Patriarchen, dem Großgrundbesitzer, so drückend und voller alltäglicher Details, dass man die äußerst harten Bedingungen fast nachfühlen kann... Ich weiß nicht, wie oft ich "Memed mein Falke" gelesen habe, fünf-, sechsmal?! Bei manchen Passagen glaube ich, die Zeilen schon fast beim Lesen mitsprechen zu können und doch, ja, ich werde dieses Buch noch öfter als einmal lesen - weil mich die Erzählfreude einfach umwirft und die gelungene Sozialkritik, die Form, mit der Yaşar Kemal diese an uns LeserInnen heranträgt, einfach unglaublich gelungen ist. "Memed mein Falke" ist ein Buch, das mich auch nach mehrfachem Lesen immer noch berührt. Diese Schuber-Ausgabe der kompletten Memed-Romane ("Memed mein Falke"; "Die Disteln brennen. Memed II"; "Das Reich der Vierzig Augen. Memed III"; "Der letzte Flug des Falken. Memed IV") ist diesen Herbst beim Unionsverlag erschienen. Man möchte meinen, pünktlich zur Buchmesse mit dem Schwerpunktthema Türkei. Sicherlich, aber vielleicht ja auch, um nochmal auf dieses tolle Werk aufmerksam zu machen und die Fans gleichermaßen zu bedienen... Zu den Fortsetzungen so viel: ich musste einfach wissen wie es mit Memed weitergeht, deshalb hab ich mir natürlich damals auch die weiteren Teile besorgt. Zugegebenermaßen ist der erste Teil auch der allerbeste - der zweite ist durchaus noch ziemlich gut, Teil drei hat dann in meinen Augen etwas deutlicher nachgelassen, aber was soll´s: für "Memed mein Falke" würde ich noch ganz anderes in Kauf nehmen.

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