Yasar Kemal Memed mein Falke

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Inhaltsangabe zu „Memed mein Falke“ von Yasar Kemal

In den abgelegenen Dörfern am Rande des anatolischen Taurusgebirges herrscht der Grundbesitzer Abdi Aga. Der Boden ist so elend, dass fast nur Disteln auf ihm wachsen. Und von jeder Ernte fordert der Aga zwei Drittel. Memed, der Bauernsohn, hat seinen Hass auf sich gezogen. Er wird zur Flucht in die Berge gezwungen. Aus dem schmächtigen, ängstlichen Knaben wird ein Räuber, Rebell und Rächer des Volkes. Auf ihn hoffen die Bauern, vor ihm verbarrikadieren sich die Grundherren in ihren Häusern.Im Kampf gegen den Aga hat Memed schließlich alles verloren: seine Mutter, seine Braut, den fruchtbaren Acker, den die Bauern ihm nach der Amnestie bereithalten. Aber von dem Tag an, an dem die Rache an Abdi Aga vollzogen ist, brennen die Bauern jedes Jahr die Disteln nieder, säen das Korn in die Asche und führen die Ernten in die eigenen Scheunen. Und bei dem Freudenfest vor dem Pflügen erscheint auf dem Berg, hinter dem Memed verschwunden ist, eine Feuerkugel.

Eine Offenbarung! Ein Buch der Hoffnung und des Widerstands.

— ekoepping

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  • Ein Buch der Hoffnung und des Widerstands

    Memed mein Falke

    ekoepping

    23. April 2017 um 18:23

    Ich konnte es kaum aus der Hand legen. Wie ironisch, dass Kemal den höchsten Kulturpreis der Türkei im Jahr 2008 ausgerechnet in Anwesenheit von Recep Tayyip Erdoğan erhalten hat... Aber vielleicht ist auch das Anlass zu Hoffnung: dass der Widerstand gegen das Unrechtsregime dort weiter blüht und gedeiht.

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  • Rezension zu "Memed, mein Falke" von Yasar Kemal

    Memed mein Falke

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. February 2010 um 13:13

    Ich habe mich auch an diesen "Nationalepos" herangewagt. Thematisch fallen mir solche Geschichten eher schwer. Es scheint in einer ganz anderen Welt zu spielen, und v.a. wirkt es stets so, als sei es eine Geschichte des tiefsten Mittelalters. Schlimm wird es also dann, wenn man sich vor Augen führt, dass die Geschichte im 20. Jahrhundert spielt. Da verhungern Menschen, werden von Großgrundbesitzern unterdrückt und erschlagen, da gibt es Zwangsehen und Blutrache. Und wenn man ein wenig weiter denkt, dann merkt man eben auch, dass das schockierende nicht ist, dass es im 20. Jahrhundert spielt, sondern dass das alles Themen sind, die auch im 21. Jahrhundert noch eine Rolle spielen. Den Stil fand ich teilweise etwas anstrengend - nicht, weil die Sprache kompliziert war, sie war mir eher zu simpel und damit fast etwas langweilig. Von den menschlichen Abgründen, die aufgezeigt wurden, halte ich nicht viel - weder vom Gebaren des Abdi Aga noch von Memeds "Auge um Auge"-Taktik. Vielleicht hätte das Buch größere Beachtung verdient (ich weiß, es wurde geehrt und übersetzt), aber eben nicht nur in Bezug auf die Sozialkritik, die zweifelsohne und sehr eindringlich dargestellt wird, sondern auch in Bezug auf die Einstellungen aller Beteiligten.

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  • Rezension zu "Memed, mein Falke" von Yasar Kemal

    Memed mein Falke

    dubh

    11. June 2008 um 08:47

    Yaşar Kemal, 1923 in der Provinz Adana geboren, gehört wohl zu den bedeutendsten zeitgenössischen Schriftstellern der Türkei. Außerdem ist er immer ein kritischer Beobachter seines Landes u.a. in Bezug auf die Wahrung der Menschenrechte, was ihm nicht nur einmal - von Seiten des türkischen Staates - übelgenommen wurde. Seinen Roman "Memed mein Falke" veröffentlichte er bereits 1955 - seitdem bekam er zahlreiche internationale Auszeichnungen für sein Werk, so zum Beispiel den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 1997. Memed ist ein einfacher Bauernjunge, der aus Wut und Verzweiflung gegen den diktatorischen Großgrundbesitzers seines Dorfes aufbegehrt, seine Geliebte, die einen anderen heiraten soll, entführt und als Flüchtiger versteckt leben muss. Kemals Roman, eine Art tükische Robin-Hood-Story, wurde schon bald zu einer Legende: in den türkischen Kaffeehäusern wurde Memeds Geschichte vorgelesen, wandernde Sänger erzählten sie nach... Yaşar Kemal kann großartig erzählen! Alleine die Landschaft der Çukurova, die fruchtbare Tiefebene zwischen Taurusgebirge und Meer, beschreibt er seitenweise so wunderschön, dass sie vor dem geistigen Auge entsteht. Memed und sein Leben schildert er voller Leidenschaft, die Verhältnisse der Dorfbevölkerung unter ihrem Patriarchen, dem Ağa (= Großgrundbesitzer), so drückend und voller alltäglicher Details, dass man die äußerst harten Bedingungen fast nachfühlen kann... Ich weiß nicht, wie oft ich "Memed mein Falke" gelesen habe, fünf-, sechsmal?! Bei manchen Passagen glaube ich, die Zeilen schon fast beim Lesen mitsprechen zu können und doch, ja, ich werde dieses Buch noch öfter als einmal lesen - weil mich die Erzählfreude schlicht und ergreifend umwirft und die Sozialkritik, die Form, mit der Yaşar Kemal diese an uns LeserInnen heranträgt, einfach unglaublich gelungen ist. "Memed mein Falke" ist ein Buch, das mich auch nach mehrfachem Lesen immer noch berührt.

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