Yasemin Schreiber Pekin Pischmisch Tavuk: Der Zwischenfall Dobrowsky

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Inhaltsangabe zu „Pischmisch Tavuk: Der Zwischenfall Dobrowsky“ von Yasemin Schreiber Pekin

Die junge Ärztin Agnes d’Estrées meldete sich im Jahr 1991 in der psychiatrischen Praxis von Frau S. Der Anlass ist ein bevorstehendes Bewerbungsgespräch beim Chefarzt der gynäkologischen Abteilung des Provinzkrankenhauses in Blumenthal. Just in jener Abteilung, in der sich fünf Jahre zuvor ein Zwischenfall ereignet hatte, an dem sie nicht ganz unschuldig war. Nervös setzte sich Frau d’Estrées in den Sessel mir gegenüber. Ich lächelte und nickte ihr beruhigend zu. „Nennen Sie mich bitte Agnes“, sagte sie. „Nennen Sie mich Frau S.“, rutschte es mir heraus. Ich fasste mich an die Stirn. Tolle Vorstellung. Am liebsten hätte ich mir eine Ohrfeige verpasst. Ich lächelte und nickte, während sie mich mit gerunzelter Stirn anschaute. „Ich fühle mich wie ein gekochtes Huhn“, begann sie. Ich merkte, dass ich immer noch nickte und hörte damit auf. Sie lächelte verlegen. „Ein Freund von mir nennt es pischmisch tavuk. Es ist ein türkisches Sprichwort. Ein Huhn wird gejagt, geköpft und gerupft, bevor es gekocht wird. Wenn sich ein Mensch so fühlt, als wäre er schlimmer dran als das Huhn, nennt er ihn ein gekochtes Huhn. Pischmisch tavuk.“ Pischmisch tavuk, ja? Ich massierte meine Schläfen. Agnes holte tief Luft. „Ich möchte Ihnen meine Lebensgeschichte erzählen. Seit Tagen spult sich alles in meinem Kopf immer und immer wieder ab. Ich kann einfach nicht abschalten.“ Sie zögerte. „Bleibt das aber auch ganz sicher zwischen uns?“, fragte sie unsicher. Aber ja, klar. Warum glauben die Leute alle bloss, ihr Leben sei so interessant, dass man ein Buch darüber schreiben möchte. „Egal, was ich Ihnen erzähle?“ Ich hatte mir immer gewünscht, jemand würde mir vom Giftmord an ihrem Ehemann berichten. Oder sonst irgendetwas Spannendes. Ich versicherte ihr, dass kein Wort davon jemals bekannt würde. Sie entspannte sich ein wenig. 1986 stellte der neue, gynäkologische Belegarzt Hermann Dobrowsky, vom weiblichen Personal und dem homosexuellen Verwalter geliebt, aber von seinen Kollegen gehasst, den trägen Spitalalltag durch seine rücksichtslose Art auf den Kopf. Mitten in diesem intriganten Geschehen machte die Unterassistentin Agnes ihre ersten beruflichen Erfahrungen. Sie erzählt der Psychiaterin die zurückliegenden Geschehnisse aus der Sicht der verschiedenen Protagonisten: als gynäkologischer Chefarzt Dr. Koller, dem Oberarzt Lindemann, Assistenzarzt Egon d’Estrées, Physiotherapeutin Elfie, Hebamme Schwester Rosa, aber auch aus der Perspektive von Hermann Dobrowsky und aus ihrer eigenen. Die Psychiaterin Frau S., selbst mit ihrer Scheidung und Geldproblemen beschäftigt, welche sie in verschiedenen Casinos zu lösen versucht, vermutet bei Agnes eine multiple Persönlichkeitsstörung. Sie kann sich der Faszination der Geschichte jedoch nicht entziehen und solidarisiert sich zunehmend mit ihrer Patientin. Auch kann Frau S. es nicht lassen, die intrigenreiche, rasante Geschichte aufzuschreiben. So entsteht ein Roman aus einem Krankenhaus, in dem jeder nach seinen eigenen Regeln spielt und versucht, die Kante des Teppichs nicht zu heben, unter den sie ihre Fehler und Intrigen gewischt haben. Ein Stück Literatur zum Schmunzeln, mit einer sympathischen Hauptfigur in einem Leben voller Missgeschicke, Fehltritte, absurder und brenzliger Situationen. Die Handlung fesselt und die Art, wie das „Problem Dobrowsky“ gelöst wird ist so ungewöhnlich wie logisch. Der Roman ist ein Hochgenuss für jeden, der schon einmal in einem Krankenhaus gearbeitet hat oder medizinische Erfahrungen machen musste.

Ein Buch aus vielen Perspektiven!

— LarryCoconarry

Ein guter Schreibstil und ungewöhnliche Charaktere: Was will man mehr?!

— Traubenbaer

Anges Krankenhausalttag

— Mattder

Klinikalltag mit tiefschwarzem Humor!

— mabuerele

"Eine Geschichte die im Liegen erzählt wird" ;0)

— classique

Mehr oder weniger erst gemeinte Beschreibung des Krankenhausalltags in Deutschland, man möchte dort nicht Patient sein

— Beate29

Ein schräges Buch mit verrückten Geschichten aus deutschen Arztpraxen und Krankenhäusern, über skurrile Ärzte, Schwestern und Patienten

— Tulpe29

Ungewöhnlich!

— Doreen_Klaus
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  • Kurweiliges, amüsantes Buch!

    Pischmisch Tavuk: Der Zwischenfall Dobrowsky

    LarryCoconarry

    15. January 2018 um 20:04

    Schon auf den ersten Seiten merkt man, dass die Geschichte von der Psychotherapeutin Frau S. (grandioses Wortspiel) und ihrer Patientin Agnes eine ganz besondere ist. Agnes wendet sich an die Therapeutin, um eine Angelegenheit zu besprechen. Dabei erzählt sie aus nahezu jeder Perspektive der beteiligten Personen. Da ich Bücher, die aus unterschiedlichen Sichtweisen erzählt werden, sehr mag, war ich sofort begeistert über diese Idee, eine einzige Person aus verschiedenen Perspektiven erzählen zu lassen. Pekin versteht es den Leser zu unterhalten und es vergeht kaum ein Kapitel, in dem man nicht lachen muss. Ich war etwas enttäuscht über das Ende, dass förmlich nach einer Fortsetzung schreit. (Mich beschäftigt immer noch die Frage wer dieser Psychologe im Krankenhaus ist, wenn dort doch gar keiner arbeitet! )

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  • Rezension für "Pischmisch Tavuk"

    Pischmisch Tavuk: Der Zwischenfall Dobrowsky

    Traubenbaer

    06. January 2018 um 01:25

    "Pischmisch Tavuk- Der Zwischenfall Dobrowsky" von Yasemin Pekin ist ein kurzweiliger und unterhaltsamer Roman über den Klinikalltag.Agnes sucht Hilfe bei einer Psychotherapeutin. In ihrer Therapie berichtet sie von ihrer Arbeit als Ärztin und den Erlebnissen im Klinikalltag. Besonders ein Name fällt dabei besonders oft: Der, ihres Kollegen Dobrowsky. Das Buch ist sehr unterhaltsam geschrieben. Besonders gut haben mir die Personenbeschreibungen, der einzelnen Charatere gefallen. Jede von ihnen hat ihre Stärken und auch Schwächen. Das macht sie sehr realistisch. Zudem sind sie alle so skurril, dass man sie einfach lieb haben muss. Am besten hat mir die Hauptfigur, also Agnes, gefallen: Sie ahmt während den Therapiesitzungen einzelne Personen und ihre Sprechweisen nach. Das ist sehr unterhaltsam und witzig zu lesen. Auch die Handlung ist lustig. Durch unvorhergesehene Wendungen bleibt es auch spannend.Mir hat der Roman sehr gefallen und ich kann ihn nur jedem, der etwas Kurzweiliges und Unterhaltsames sucht, empfehlen.

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  • Leserunde zu "Pischmisch Tavuk: Der Zwischenfall Dobrowsky" von Yasemin Schreiber Pekin

    Pischmisch Tavuk: Der Zwischenfall Dobrowsky

    ladyliest

    Pischmisch Tavuk bedeutet im Türkischen gekochtes Huhn. Es wurde gejagt, geköpft und gerupft, bevor es gekocht wurde. Es gibt Tage, da fühlt man sich wie ein solches Huhn. So wird das „geflügelte“ Wort im Volksmund gebraucht.Liebe Leserinnen und LeserIch möchte Euch mein Buch „Pischmisch Tavuk - Zwischenfall Dobrowsky“, das im Juli 2016 erschienen ist, vorstellen und 10 Gratisexemplare verschenken. Ich freue mich auf Leserinnen und Leser, die das Buch mit mir diskutieren und es dann vielleicht auch rezensieren möchten. Diesen Sommer veröffentlichte ich die Fortsetzung: Pischmisch Tavuk 2, Zwischenfall Haiti. Beide sind bei amazon sowohl als kindle ebook und auch als Taschenbuch erhältlich. Die Bücher sind in sich abgeschlossen. Ich schreibe gerade den dritten Teil.Ich versuche, so oft ich kann, bei euch zu sein. Wenn mal nicht, bin ich mit Herzblut, viel Liebe und Sinn für Humor in meiner Sprechstunde und melde mich danach wieder bei euch.Es ist meine erste Leserunde. Mit reichlich Herzflattern, schon fast -flimmern, bin ich gespannt auf die gemeinsame Erfahrung mit euch und freue mich auf eure Meinungen. Als unabhängige Autorin ohne Unterstützung eines Verlages im Hintergrund organisiere ich alles selbst und es braucht deshalb vielleicht mal etwas Geduld eurerseits.Wenn ihr an der Verlosung teilnehmen wollt, überlegt bitte mal, wie ihr den letzten Satz zu Ende bringen würdet:Kennst Du diese Situation: Du sitzt vor deinem Arzt, oder deiner Therapeutin und fühlst Dich wie ein gerupftes Huhn. Das Leben hat Dich so richtig durchgeschüttelt. Du bist gerade dabei, deine peinlichsten Geheimnisse zu erzählen und eine kleine Stimme in deinem Kopf fragt plötzlich …Oder:Schreibt einen Kommentar, warum euch das Buch interessiert.Zum Inhalt:Die junge Ärztin Agnes zieht das Chaos an wie ein Magnet. Sie stolpert von einem Missgeschick ins nächste, als sie ihre ersten beruflichen Erfahrungen in einem Krankenhaus macht. Die Folgen sind fatal und Agnes sucht Rat bei der Psychotherapeutin Frau S. Während sie erzählt, steigert sich Agnes so sehr in ihre Geschichte, dass sie in die Rollen der verschiedenen Personen schlüpft. So erfahren wir auch die Perspektive des grantigen Chefarztes, der seinen einstigen besten Freund und jetzigen Rivalen Dobrowsky die Pest an den Hals wünscht, des Oberarztes, dem mal etwas so Peinliches passiert ist, dass man es gar nicht wissen möchte, der alten Nonne und Hebamme, die wenn es sein muss, auch mal ein Bein amputiert, des zerstreuten Assistenzarztes, der Saxophon spielend und versehentlich Drogen probierend durchs Leben geht. Auch der Schurke der Geschichte, der intrigante Doktor Dobrowsky, der alle in die Pfanne haut, kommt zu Wort. Die Psychiaterin Frau S. schreibt alles fleissig mit, während ihre Gedanken gelegentlich zu ihrer Scheidung und zu ihren Geldproblemen, welche sie in Spielcasinos zu lösen versucht, abschweifen. Genauso logisch wie unvermeidlich kommt es am Schluss, wie es kommen muss. Der Zwischenfall Dobrowsky wird radikal gelöst.Eine Leseprobe könnt ihr für das kindle direkt bei amazon herunterladen. Auf meiner homepage www.schreiberry.ch steht sie euch als pdf oder epub Datei zur Verfügung.Eure Yasemin Schreiber Pekin

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    • 104
  • Gerupftes Huhn

    Pischmisch Tavuk: Der Zwischenfall Dobrowsky

    BlueVelvet

    04. December 2017 um 12:12

    Ich bin durch den außergewöhnlichen Namen auf das Buch bzw. auf die Leserunde gestoßen. Pischmisch Tavuk bedeutet soviel wie gerupftes Hühnchen oder Huhn. Den Vergleich finde ich gar nicht so schlecht, ich fühle mich an schlechten Tagen nämlich genau so! Agnes d'Estrées ist eine etwas verwirrte Dame die bei ihrer Therapeutin Frau S. sitzt und ihre Geschichte erzählt. Dabei schlüpft sie immer wieder glaubhaft in alle Rollen von denen sie erzählt, was auf eine multiple Persönlichkeitsstörung schließen lässt. Aber auch Frau S. hat ihre eigene Geschichte die wir im Buch ebenfalls erfahren werden - und auch die ist sehr außergewöhnlich.Der Klinikalltag wirkt sehr skurill und verworren, was den Leser aber sehr an das Buch fesselt. Ich persönlich wollte dauernd wissen wie es weiter geht, vermutlich durch den schnellen Wechsel und die vielen Persönlichkeiten und Geschichten. Die Gestaltung finde ich sehr ansprechend und ausgefallen. Der Schreibstil ist fesselnd, klar und intensiv. Die Charaktere wirken sehr lebendig und symphatisch. Ich kann eine klare Empfehlung aussprechen!

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  • Anges Erlebnise in Krankhausalttag

    Pischmisch Tavuk: Der Zwischenfall Dobrowsky

    Mattder

    30. November 2017 um 17:22

    Habe das Buch hier gewonnen danke dafür.Anges geht zur Psychiaterin und erzählt ihr Erlebnisse aus der Sicht der Einzeln Ärzte so das Psychiaterin denkt das sie Multipitäte Persönlichkeit hat. Alle Affären die sie hat den Ärzten und alle Fehler die sie haben werden haarklein erzählt. Die Krankheiten werden genau erzählt so das schon fast Ekellich   ist.  Die einzelnen Personen sind hinten in Buch aufgesichtet   so das man sie sehen mit wen man es zu tunen hat nette Idee. Alles in allen ein nettes Buch das man es gut lesen kann.

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  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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    • 1685
  • Wie das Leben so spielt

    Pischmisch Tavuk: Der Zwischenfall Dobrowsky

    mabuerele

    25. November 2017 um 21:06

    „...Im Klartext, der Mann hatte keine Ahnung vom echten Leben. Weder beruflich, noch privat...“ Wir schreiben das Jahr 2016. In der Praxis der Psychotherapeutin Frau S. hat sich Frau Agnes angemeldet. Die Sprechstundenhilfe Frau Meier erinnert sich noch gut an die erste Begegnung mit Frau Agnes. Es war 1991. In dieses Jahr wechselt jetzt die Geschichte. Frau Agnes gibt an, Ärztin zu sein. Sie kommt in die Praxis, weil sie nicht weiß, ob sie zu einem Bewerbungsgespräch nach Blumenthal gehen solle. Die Hintergründe dafür erzählt sie nun der Therapeutin. Sie hatte als junge Ärztin 1986 ihre erste Stelle in Blumenthal. Die Autorin hat einen amüsanten Gegenwartsroman über ein Stück Klinikalltag geschrieben. Allerdings würde ich nach dem Lesen des Romans diese Klinik niemanden empfehlen. Die Geschichte wird zunächst von Frau S. Erzählt. Auffallend ist der ungewöhnliche Aufbau des Romans. Frau Agnes versteht es, in unterschiedliche Rollen zu schlüpfen und aus deren Sicht das Geschehen dazustellen. Dazu gehört auch, dass mir ein Einblick in das Vorleben der Protagonisten gewährt wird. Ab und zu spielt Frau Agnes aber ihren eigenen Part. Mit dem Namen des Protagonisten wechselt auch der Schriftstil .Frau Agnes gibt jedem eine eigene Sprache und ein persönliches Auftreten. Da wäre zunächst Dr. Dobrowsky. Er sammelt Frauen wie andere Briefmarken. Sein lockerer und leichter Umgangston kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass er extrem ehrgeizig ist und Niederlagen nicht wegstecken kann. Dann grenzt sein Humor an Boshaftigkeit. Dr. Koller, der Chef der Abteilung, mag Massenveranstaltungen nicht. Er wirkt kalt und emotionslos. Natürlich gibt es dafür Ursachen, die ihn geformt haben. Dr. Egon ist Agnes` Bruder. Ihn interessiert sein Altsaxophon mehr als die Arbeit. Ab und an blitzt bei ihm feiner Humor auf. Der einzige sympathische Charakter ist die Ordensschwester Rosa. Sie geht in ihrem Beruf auf. Notfalls betreut sie mehrere Geburten gleichzeitig und im Alleingang. Außerdem gibt sie dabei einem der Ärzte, der zu einer plötzliche Hausgeburt gerufen wurde, noch telefonisch Hinweise, wie er vorzugehen hat und was er beachten muss. Diese Szene war für mich die schönste im ganzen Buch. Mit dem Eingangszitat charakterisiert Agnes Dr. Lindemann. Auch der hat keine weiße Weste. Die Beschreibung von Operationen, Behandlungen und Arztvisiten ist von tiefschwarzem Humor durchzogen. Arme Patienten! Intrige, Neid, Missgunst und Karrierestreben durchziehen die Geschichte. Doch es gibt einen weiteren Handlungsstrang, bei dem ich mich kurz fassen werde. Frau S. ist nicht immer eine aufmerksame Zuhörerin. Oft schweifen ihre Gedanken zu eigenen Problemen ab. Sie lebt in Scheidung. Ihr Ex-Mann ist ein besonderes Herzchen. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Ich habe mich köstlich amüsiert.

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    • 5
  • Ausgefallene Charaktere, gute Unterhaltung

    Pischmisch Tavuk: Der Zwischenfall Dobrowsky

    juttahammer

    15. November 2017 um 17:01

    Wer kennt das nicht: man fühlt sich wie ein gerupftes Huhn - Pischmisch tavuk -denn das Leben hält nicht immer nur Schönes bereit.Ein solches gerupftes Huhn, Agnes d'Estrées, sitzt bei Frau S. auf der Therapiecouch und erzählt ihre Geschichte. Dabei schlüpft sie überzeugend in die Rollen der einzelnen Personen, Ärzte, Schwestern, Angestellte eines Krankenhauses, so dass die Therapeutin eine multiple Persönlichkeit vermutet.Die Geschichten sind ausgefallen, hoffentlich frei erfunden und fördern die unmöglichsten menschlichen Verwirrungen zutage. Einmal festgelesen ist man neugierig, wie sich dieses Beziehungsgeflecht auflösen mag, das Ende ist überraschend aber letztlich doch wohl die passende Lösung. Sehr gut gefallen hat mir auch die Tatsache, dass auch die Therapeutin selbst so ihre eigene skurrile Geschichte hat.Den Schreibstil fand ich etwas verworren, dadurch dass immer wieder andere Personen erzählen und diese Wechsel auch innerhalb eines Kapitels vorkommen können. Am Ende des Buches ist eine Übersicht der einzelnen Charaktere, die mir geholfen hat nicht den Überblick zu verlieren. Insgesamt ein solider Lesestoff, den ich als lockere, nette Unterhaltung gerne weiterempfehle. Ich werde mir den ersten Teil (Zwischenfall Haiti) ebenfalls vorknöpfen.

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  • "Ich fühle mich wie ein gekochtes Huhn"...

    Pischmisch Tavuk: Der Zwischenfall Dobrowsky

    classique

    14. November 2017 um 10:13

    Der Roman Pischmisch Tavuk ("Ich fühle mich wie ein gekochtes Huhn"), hat 17. Kapitel auf ca. 203 Seiten. Kurzer Plot: Psychologin Frau S. (steht für Freud) hat einen "Notfalltermin"...Agnes d`Estrees ist die neue Patientin, ihre Stimmungsschwankungen sind so wechselhaft wie ihr Leben.Agnes will unbedingt ihre/eine Geschichte erzählen, von "Dr. Herrmann Dobrowsky", einem Gynäkologen, von denen es zwei Arten von Typen gibt, der "väterliche Typ" und der "Frauenheld"...Frau S. hört nur halbherzig der Geschichte zu, ihr Ex - Mann, Gerald, will Unterhalt, und sie denkt darüber nach, wie sie ihren Scheidungsanwalt bezahlen soll...Agnes kommt nun regelmäßig/unregelmäßig in ihre Therapiestunde und nimmt dabei immer die Perspektive anderer Beteiligten an... dabei gleicht sie sich den jeweiligen Personen an. Ihre Stimme und ihre Körperhaltung ändert sich... Frau S. findet das anfangs sehr befremdlich und gruselig... die erste gedankliche Diagnose... "Persönlichkeitsstörung"...Aber auch Agnes fürchtet sich ein wenig vor Frau S., sie macht immer so ein finsteres Gesicht...Was hat es also mit Herrn Dr. Herrmann Dobrowsky auf sich?Mein Fazit: Eine Lektüre mit einem sehr hohen Unterhaltungsfaktor... einem witzig, frechen Schreibstil. Beim Lesen muss man oft "Schmunzeln"... Eine Geschichte die mit einem Augenzwinkern erzählt wird. Besonders gut gefallen haben mir die Zeichnungen am Schluss des Buches, damit haben die Figuren ein "Gesicht" bekommen.4. Sterne!  

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  • Dumm gelaufen

    Pischmisch Tavuk: Der Zwischenfall Dobrowsky

    Beate29

    14. November 2017 um 07:00

    Diese Geschichte über Ärzte, Patienten und den täglichen Wahnsinn hinter verschlossenen Krankenhaustüren ist unterhaltsam und schräg. Sie hat einen ganz eigenen, manchmal schwarzen Humor. Die vielen Erlebnisse des Personals mit gestörten Patienten prägen es früher oder später sehr. Man möchte dort nicht Patient sein, aber Arzt auch nicht, glaube ich. Aus dem Stoff könnte sicher auch ein guter Film werden. Mal ganz anders als die üblichen Arztserien.  Ich bin gespannt.

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  • Auch als Arzt hat man es nicht leicht

    Pischmisch Tavuk: Der Zwischenfall Dobrowsky

    Doreen_Klaus

    07. November 2017 um 18:58

    Pischmisch Tavuk bedeutet so viel wie gerupftes und gekochtes Huhn und wenn man sich so fühlt, dann ist das mehr als übel für den Betreffenden.Nach der Lektüre weiß ich auch warum die Protagonistin Agnes sich so fühlt. Dieses aberwitzige Chaos, das sie ihr Leben nennt , lässt gar nichts anderes zu.Agnes erzählt ihrer Psychotherapeutin aus ihrem Leben, und selbst diese hat ähnliches noch nicht gehört. Kann einem Menschen sowas tatsächlich passieren? Wahrscheinlich schon, zum Übel aller Beteiligten.Die Beteiligten, die Belegschaft eines Provinzkrankenhauses, schlittern von einer Absurdität in die Nächste. Ich kann nur hoffen nie ihre medizinische Hilfe zu benötigen. Vollkommen überforderte Assistenzärzte, unter der Fuchtel sich gegenseitig mobbender Oberärzte. Jeder hat was mit Jedem. Es gibt Haschischkekse, Liebeskummer, Eifersucht, weinseelige Partys. Mittendrin die Patienten und eine Krankenschwester, die als Einzige weiß was zu tun ist.Alle diese Figuren sind aktiv beteiligt am Zwischenfall Dobrowsky und dieser Zwischenfall top Alles.Das Lesen war teils etwas verwirrend, da Agnes beim Erzählen in die jeweilige Rolle der Person schlüpft und diese quasi selbst sprechen lässt. Das Springen zwischen den einzelnen Personen fordert vom Leser einiges an Aufmerksamkeit. Ist man aber etwas in die Geschichte eingetaucht wird es leichter. Die Personen sind super karikartiert, jeder Charakterzug wird dargestellt und ergibt ein stimmiges Bild der Person.Das Buch ist voll mit schwarzem Humor. Wer Gefallen an peinlichen Situationen hat, es amüsant findet wenn Andere von einem Fettnäpfchen ins nächste stolpern, ist mit diesem Buch gut beraten. Nichts für Leser die einen Ernsthaften Tatsachenbericht erwarten. Ich hoffe doch für Dr. Dobrowsky, dass es sich nicht um einen Tatsachenbericht handelt.

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  • Der tägliche Wahnsinn

    Pischmisch Tavuk: Der Zwischenfall Dobrowsky

    Tulpe29

    06. November 2017 um 06:41

    Geschichten, die der oft aufregende Krankenhausalltag schreibt, sind in diesem Buch enthalten. Auch in manchen Arztpraxen geht es verrückt zu, teilweise zumindest. Das oft überforderte  Personal wie die auch die verschiedenen Patienten haben so ihre eigenen Methoden, mit all dem Wahnsinn drinnen und draußen umzugehen.Manche Begebenheit könnte sich so oder ähnlich tatsächlich mal abgespielt haben, denn fast nichts ist unmöglich in der Welt der sogenannten Halbgötter in Weiß. Sehr lustige, aber auch haarsträubende Situationen werden erzählt. Aber man lebt auch nicht ganz ungefährlich in ihrer Nähe. denn die meisten Leute sterben doch heutzutage im Krankenhaus, oder?Ein ungewöhnliches Buch mit interessanten Einblicken in den turbulenten Klinikalltag, immer mit einem  gewissen Augenzwinkern, versteht sich.

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