Yasmin Alinaghi Huhnquerruder

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Inhaltsangabe zu „Huhnquerruder“ von Yasmin Alinaghi

"Vermeintliches Unglück entpuppt sich im Rückblick häufig als wahrhaftes Glück.« Ein chinesischer Koch, der im Sado-Maso Outfit das Dessert auspeitscht, verhilft dem Langzeitstudenten Ferro zu seinem überfälligen Universitätsabschluss. Der Komapatientin Katrin beschert er das Abenteuer ihres Lebens. Gemeinsam bejubeln sie die Präsidentschaftswahl von Nelson Mandela, begegnen Jassir Arafat zum Tee und betrauern den Tod von Lady Di. Vor allem überbringen sie dem Indianer Walapai ein lang vergessenes Relikt seiner Kindheit. Skurril, detailverliebt und witzig - ein bizarrer Blick auf Schauplätze und Ereignisse der letzten fünf Jahrzehnte. Eine bisschen Indiana Jones, ein wenig Heinz Erhardt, etwas Grzimek und vor allem eine spannende Spurensuche. Nach dem Motto: Wer suchet (und irrt), der findet (nur anders).
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  • Unterhaltsam und eine tolle Reise!

    Huhnquerruder
    starling

    starling

    20. December 2016 um 10:05

    Während seiner Nachtdienste stößt der Dauerstudent Ferro bei einer neuen Patientin auf ein geheimnisvolles Buch, welches sofort seine Aufmerksamkeit erregt. Da er die Besitzerin dazu nicht befragen kann, da sie im Koma liegt, fängt er an das Buch zu lesen und seine Geschichte zu ergründen. Das Buch wurde vor vielen Jahren von einem Indianerjungen auf Reisen geschickt, um von vielen Orten der Welt und verschiedenen Menschen Geschichten aufzunehmen.   Ferro wird mit nach Indien, Venezuela, Südafrika und in die Tschechische Republik genommen und noch viele weitere Orte und von überall liest er Geschichten, die so nichts miteinander zu tun haben. Doch wie sind sie in dieses Buch gekommen? Was ist der Sinn dieser Sammlung?   Aber zum Glück bekommt er noch die Möglichkeit die Besitzerin des Buches zu fragen und sich zusammen mit ihr auf den Ursprungsort des Buches machen zu können. Wir er alle  Antworten erhalten?   Huhnquerruder – was für ein Name. Allein dieser Name hat mich schon so neugierig gemacht, dass ich dieses Buch lesen musste. Und wenn es nicht dieser Name gewesen wäre, so doch bestimmt das Cover, welches ebenso bunt und verrückt ist wie der Titel Diese scheinbar unzusammenhängenden Geschichten aus aller Welt, dazwischen immer wieder die Erlebnisse von Ferro, machen dieses Buch zu einem kurzweiligen, sehr unterhaltsamen Lesegenuss. Zur Beruhigung sei gesagt, auch der Name löst sich auf, eines der für mich lustigsten und unterhaltsamsten Kapitel, die ich seit langem gelesen habe!   Es ist ein Buch, was ganz anders ist, al viele Bücher die ich sonst lese, denn es ist kein Liebesroman, aber eigentlich auch keine Reisebeschreibung – aber ein Buch muss ja auch nicht immer in eine Kategorie passen. Und vielleicht deshalb, hat es mich so gut unterhalten. Ferro ist schon ein sehr eigener Typ, ohne feste Ziele im Leben. Aber auf seine Art habe ich ihn von der ersten Seite an gemocht.   Überhaupt habe ich bei dem Buch gelacht, geträumt und mich einfach nur sehr gut unterhalten gefühlt.  

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  • Wirklich gutes Buch

    Huhnquerruder
    nana_fkb

    nana_fkb

    05. September 2016 um 12:35

    Der Titel war für mich am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig So konnte ich erstmal überhaupt nicht nachvollziehen, was es damit auf sich hat. Doch im Laufe des Buches wird das dann natürlich aufgeklärt. Das nur am Rande. Das Lesen dieses Buches hat mir wirklich Spaß gemacht. Alinaghi hat es geschaut, mehrere zeitliche Stränge so gut zu verflechten, dass man einfach neugierig ist, wie es weitergeht und das Buch gar nicht weglegen möchte. Der Hauptcharakter Ferro arbeitet neben seinem Studium im Mainzer Krankenhaus und beaufsichtigt nachts die Komapatienten. Bei der neuen Patientin Katrin findet er ein Buch, was ihn sofort in seinen Bann zieht. Auch wenn er anfangs noch nicht weiß, was es damit auf sich hat. Es enthält unterschiedlichste Geschichten aus den vergangenen 50 Jahren. Von Nacht zu Nacht blättert er das Buch durch und erhält dadurch viele facettenreiche Einblicke in den Alltag der Menschen, die die Geschichten in das Buch geschrieben haben. Es ist sozusagen eine Art Wanderbuch durch die Geschichte. Was Ferro aber am meisten interessiert: wie kommt dieses Buch letztlich zu Katrin? Und wie hängen die anderen Geschichten miteinander in Verbindung? Es ist spannend und vor allem lustig zu lesen, wie sich nach und nach die Puzzlestücke dieses Romans zusammenfügen und wie Ferro es schafft, den roten Faden und die unterschiedlichen Akteure zuzuordnen. Während dieser Zeit wächst im Katrin immer weiter ans Herz. Er kann selbst nicht richtig nachvollziehen, wie das passieren konnte, da sie durch ihren Zustand gar nicht interagieren können. Aber sie fasziniert ihn und er möchte unbedingt wissen, wie ihre Geschichte lautet und ob sie es in dieses Buch schafft. Das Buch ist wie gesagt in mehrere Zeitstränge unterteilt, was es anfangs etwas verwirrend gemacht hat, wo man aber dann doch recht schnell reingefunden hat. Da ist zum Einen die Gegenwart, in der Ferro das Buch bei Katrin findet. Dieser Zeitstrang wechselt sich von Kapitel zu Kapitel mit einer Geschichte des Buches aus der Vergangenheit ab. Diese Idee hat mir wirklich gut gefallen. Denn so kann man nach und nach erfahren, wo das Buch gerade ist, welche Abenteuer oder auch Alltäglichkeiten die aktuellen Besitzer durchleben. Und letztlich finden alle Stränge zusammen und begeben sich sozusagen gemeinsam auf die Reise. Was mir besonders gefallen hat ist der Wortwitz im Buch und auch die teilweise wirklich sehr komischen und ehrlichen Geschichten des Wander-Buches. Es hat Spaß gemacht zu verfolgen, wo das Buch gerade ist. Dabei wird vor allem klar, dass die Autorin großen Wert auf die detaillierte Beschreibung der einzelnen Ortschaften gelegt hat. Sie scheint wirklich sehr viel rumgekommen zu sein in der Welt. Denn dieses Buch spielt nicht nur im beschaulichen Mainz, sondern auch unter anderem in Afrika, Frankreich und Italien.

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