Yasmina Khadra The Attack

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Inhaltsangabe zu „The Attack“ von Yasmina Khadra

Ammine, a surgeon in a Jerusalem hospital, struggles to cope with the bodies of victims of a suicide bombing in a Jerusalem restaurant. When the police pin responsibility of the suicide attack on Ammine's wife, he is at first baffled and angry. But his feelings turn to confusion and sorrow when he discovers his wife was indeed behind the attack.

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    The Attack

    bibliotaph

    03. March 2016 um 10:30

    Yasmina Khadra ist das Pseudonym des algerischstämmigen Mohammed Moulessehoul. Er lebt und arbeitet seit einigen Jahren in Frankreich. Dr Amin Jaafari ist ein israelischer Araber, der in Tel Aviv lebt und als erfolgreicher Chirurg in einem großen Krankenhaus arbeitet. Er und seine Ehefrau Sihem leben in einer Villa in einem schönen Stadtviertel, sie haben viele jüdische Freunde und scheinen erfolgreich integriert zu sein.  Zu Beginn des Romans wartet Amin während seiner Schicht im Krankenhaus auf eine Nachricht seiner Frau, die die letzten Tage Verwandte außerhalb von Tel Aviv besucht hat. Dann gibt eine Explosion in einem Schnellrestaurant, es gibt viele Verletzte und Tote, darunter auch Kinder. Nachdem Amin die Patienten versorgt hat, erhält er eine schockierende Nachricht: Siehe befindet sich unter den Todesopfern und die Polizei vermutet aufgrund ihrer Verletzungen, dass sie diejenige war, die die Bombe am Körper trug. Amin weißt das natürlich von sich, er kann sich nicht vorstellen, dass seine geliebte Ehefrau eine Selbstmordattentäterin sein könnte. Nach tagelangem Verhör auf der Polizeiwache kann er wieder nach Hause gehen, da ihm keine Beteiligung an dem Anschlag nachgewiesen werden kann. Die Polizei weiß nur, dass Sihem nicht zu ihrer Familie gefahren ist, sondern in Betlehem den Bus verließ und von einem Auto dort abgeholt wurde. Als er heimkehrt,  findet er sein zu Hause verändert vor: Es wurde inzwischen nicht nur von der Polizei durchsucht, sondern auch die Fenster wurden von Vandalen zerbrochen und Beschimpfungen an die Wände gesprüht. Er ist aber so lethargisch, dass er den Zustand ignoriert - Amin weigert sich noch immer, die Tat seiner Frau zu akzeptieren. Er hat ihr alles gegeben, sie haben sich ein gemeinsames Leben in Wohlstand erarbeitet und sie wirkte auf ihn immer glücklich und zufrieden. Als er jedoch im Briefkasten einen Brief von Sihem findet, in dem sie die Tat gesteht, ist er schockiert. Er will das Haus verlassen, wird aber von einem wütenden Mob, der vor seinem Haus steht, verprügelt. Kim, seine ehemalige Geliebte und jetzige Kollegin gewährt ihm Unterschlupf. Der vor kurzem noch beliebte Chirurg wird nicht nur von Fremden angefeindet, seine Reputation leidet auch - ein Kollege im Krankenhaus hat die Belegschaft überzeugen können, dass es nicht gut wäre, würde er wieder zu seiner Arbeit zurück kehren. Kim fährt mit ihm zu ihrem Großvater, einem ehemaligen Auschwitzhäftling, um Amin wieder etwas auf die Spur zu bringen. Doch Amin möchte herausfinden, was seine Frau dazu gebracht hat, so viele Menschen in den Tod zu schicken und beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln.  Ich bin vielleicht mit zu großen Erwartungen an dieses Buch heran gegangen, ich hatte gehofft, einen Einblick in das Leben eines Menschen zu bekommen, das sich nach dem Selbstmordattentat des Partners von Grund auf verändert. Dies ist nur am Rande geschehen, die Anfeindungen, die er sowohl von israelischer als auch von arabischer Seite erfährt, werden nur oberflächlich erzählt. Die Geschichte wird aus Amins Perspektive wiedergegeben, was dazu führt, dass alle anderen Charaktere des Romans blass und leer bleiben, selbst Sihem wird nur als schön und gut beschrieben. Das Problem ist, dass auch Amin seltsam farblos ist und ich seine Gedanken bezüglich des Selbstmordattentats von Sihem nicht nachvollziehen kann. Es beschäftigt ihn  nur am Rande, dass seine Frau zahlreiche Menschen getötet oder verletzt hat, es macht ihm größere Sorgen, dass Sihem die Islamisten ihm vorgezogen hat „It makes me very angry that she preferred a set of fundamentalists to me“. Zu einem späteren Zeitpunkt ist aber auch das vergessen, denn es verletzt ihn anscheinend mehr, dass es den Anschein hat, dass seine Frau mit einem anderen Mann hintergangen hat. Dies alles führt dazu, dass ich zu keiner Person des Romans eine Beziehung aufbauen konnte und ich noch nicht mal ansatzweise Empathie empfinden konnte. Die Beweggründe von Sihem werden nur ansatzweise dargestellt und Amins Sichtweise auf sie und Trauer wirken auf mich einfach nur konstruiert und oberflächlich. Dieses Buch wäre wesentlich interessanter zu lesen gewesen, wenn man Amins Leben nach dem Anschlag realistischer dargestellt worden wäre- ein ehemals erfolgreicher und anerkannter Muslim in Israel, der von einem Moment zum anderen zu einem geächteten wird, hätte mich mehr überzeugt. Der Schreibstil des Romans ist einfach zu lesen und zu verstehen, manche Gedanken sind auch durchaus interessant, wie zum Beispiel die Aussage von Kims Großvater, der am Meer lebt „One should always look at the sea. It’s a mirror that can’t lie. Among other things, looking at it has taught me to stop looking behind me. Before, everytime I looked over my shoulder, I found my old sorrows and my old ghosts, still intact.“ Hätte Amin vielleicht länger auf das Meer gesehen, dann hätte mir dieser Roman besser gefallen. 

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