Yasmine Ghata

 3.3 Sterne bei 9 Bewertungen

Lebenslauf von Yasmine Ghata

Wie in TausendundeineNacht: Der 1975 geborenen Schriftstellerin wurde das Schreibtalent geradezu in die Wiege gelegt, denn sie ist die Tochter der französischen Autorin libanesischen Ursprungs Vénus Khoury-Ghata. Sie hat in Paris Kunstgeschichte studiert und widmete sich im Rahmen ihrer Arbeit vor allem der Kunst des Islam. Ihr Debütroman „La Nuit des calligraphes“ aus dem Jahr 2004 wurde in 13 Sprachen übersetzt und erschien 2007 in Deutschland unter dem Titel „Die Nacht der Kalligraphen“. Ihr erster Roman wurde inspiriert vom Leben ihrer Großmutter väterlicherseits und bescherte ihr den Preis des Prinzen Pierre aus Monaco, den Grinzane Cavour Preis in Italien und den Kadmos Preis aus dem Libanon. Protagonistin Rikkat übt sich in der Kalligraphie, also im Schönschreiben, obwohl dies zu ihrer Zeit eine von Männern dominierte Kunst war. Schön wie im Märchen erzählt die französische Autorin die Geschichte ihrer türkischen, emanzipierten Großmutter.

Alle Bücher von Yasmine Ghata

Yasmine GhataDie Târ meines Vaters
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Die Târ meines Vaters
Die Târ meines Vaters
 (4)
Erschienen am 06.03.2009
Yasmine GhataLange hatte ich Angst in der Nacht
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Lange hatte ich Angst in der Nacht
Lange hatte ich Angst in der Nacht
 (4)
Erschienen am 26.03.2018
Yasmine GhataDie Nacht der Kalligraphen
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Die Nacht der Kalligraphen
Die Nacht der Kalligraphen
 (1)
Erschienen am 18.08.2008
Yasmine GhataThe Calligraphers' Night
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The Calligraphers' Night
The Calligraphers' Night
 (0)
Erschienen am 30.07.2007

Neue Rezensionen zu Yasmine Ghata

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Rezension zu "Lange hatte ich Angst in der Nacht" von Yasmine Ghata

Teils packend, aber auch teils fragwürdig
Nadezhdavor 2 Monaten

Ich bin zwiegespalten, was meine Meinung zu dem Buch betrifft.


Die Geschichte von Arsènes Flucht und der Rolle, die sein Koffer dabei (und auch später) für ihn spielt, hat mich sehr bewegt und wird mich sicher auch noch eine Weile beschäftigen. Hier hätte ich mir jedoch mehr Tiefe und mehr Details gewünscht, auch an früherer Stelle im Buch ein paar mehr dezente Hinweise auf die Hintergründe des Genozids in Ruanda. Weniger Interesse hatte ich an der Geschichte vom Tod von Suzannes Vater und der Bedeutung dieser Wohnung; dies lag jedoch u.a. an den (vom Lektorat übersehenen?) Wiederholungen, die dazu führen, dass Suzanne meiner Wahrnehmung nach in diesem Strang penetrant um sich selbst und ihren Verlust kreist.


Problematisch finde ich zum einen, dass diese beiden Verlustgeschichten auf eine Weise miteinander verflochten werden, die sie ebenbürtig oder zumindest vergleichbar erscheinen lassen soll - zumindest kann dieser Eindruck durchaus entstehen. Hier findet meiner Ansicht nach allerdings eine Verhöhnung der Opfer eines Völkermordes statt, wenn ihr vollständiger Verlust von Familie und Heimat, der aus irrem Hass entstanden ist und die Betroffenen ihrer kompletten Identität zu berauben droht, mit einem Schicksalsschlag gleichgestellt wird, der sicher auch tragisch ist, aber im Leben halt leider vorkommt.


Die Erzählweise wirft zum anderen bei mir vor allem die Frage auf, wozu die Autorin den Anschein erweckt, aus zwei Perspektiven zu schreiben - und dafür extra diese ungewöhnliche Du-Form bemüht - , um dann faktisch doch beide Handlungsstränge nur aus Suzannes Perspektive zu beleuchten. Auch hier kreist mir das Buch einfach zu sehr um Suzanne, während die eigentlich spannende Figur für mich Arsène ist.


Fazit: Dies ist sicher ein Buch, über das ich noch länger nachdenken werde, da mir das Bild vom Jungen im Koffer sehr nahegegangen ist. Gleichzeitig finde ich, dass die Autorin hier viele Chancen nicht genutzt hat, mehr aus der Idee zu machen, indem sie einfach die Schwerpunkte anders gewählt hätte - mehr Arsène und weniger Suzanne.

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Rezension zu "Lange hatte ich Angst in der Nacht" von Yasmine Ghata

Ist ok aber nicht mehr
Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Monaten

Das Buch:
Arsènes Kindheit endet an dem Tag, an dem ihm seine Großmutter fortschickt. Ein hastig gepackter Koffer, kein Blick zurück: Für den achtjährigen Jungen beginnt die Flucht von Ruanda nach Europa. Im fernen Paris wächst er heran, findet neue Eltern, geht zur Schule und kommt doch nie an. Bis er der Schriftstellerin Suzanne begegnet, die ihre eigene Heimatlosigkeit in den Augen des Jungen gespiegelt sieht. Endlich bricht Arsène sein Schweigen, und im Erzählen verbinden sich für ihn Vergangenheit und Zukunft.  Quelle Amazon


Die Autorin: 
Yasmine Ghata, geboren 1975, ist eine französische Schriftstellerin und Kunsthistorikerin. Sie arbeitete in einer auf islamische Kunst spezialisierten Pariser Galerie und unterrichtet heute Kreatives Schreiben an Schulen. Ihr erster Roman »Die Nacht der Kalligraphen« wurde in 13 Sprachen übersetzt und von der Presse hoch gelobt. Mit »Lange hatte ich Angst in der Nacht« erscheint sie erstmals im Diana Verlag. Quelle Amazon


Das Buch ist sehr dünn, was erstmal nichts heissen muss. Cover fand ich sehr schön und passend zum Titel. Ich bekam das Buch als Leseexemplar für eine Leserunde netterweise zur Verfügung gestellt und es war in 2 Abschnitte geteilt. Was auch völlig ok war für ein so kurzes Buch.

Die Geschichte klingt recht rührend und dramatisch, war aber nicht wie erwartet. Trotzdem ganz ok. Nur nichts Besonderes. Das Thema an sich ist gut gewählt, es geht um den Völkermord in Ruanda, man hätte hier sicherlich extrem viel draus machen können. Leider ist es in einem Stil geschrieben, der für mich nicht ganz so einfach zu lesen war, vieles ist in der Du-Form geschrieben, damit kam ich anfangs nicht so zurecht. Ich musste mich schon konzentrieren, im Bus z.B hätte ich so ein Buch nicht lesen können. Das Thema hat mich sehr berührt, trotzdem kam beim Lesen kein richtiges Gefühl auf. Für andere bestimmt ein ganz tolles Buch, ich glaube für mich war es einfach zu trocken und schlicht erzählt, mir fehlte auch die wörtliche Rede, diese kommt kaum vor. Vieles sind einfach nur Gedanken. Wer ein ganz gut beschriebenes, ruhiges Buch sucht, der ist hiermit sicher gut bedient.

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Shaaniels avatar

Rezension zu "Lange hatte ich Angst in der Nacht" von Yasmine Ghata

Ganz ok...
Shaanielvor 7 Monaten

🌚🕊️Rezensionsexemplar🕊️🌚
-Bloggerportal Randomhouse -

🕊️😖🌚Lange hatte ich Angst in der Nacht🌚😖🕊️

Autorin: Yasmine Ghata
Verlag: Diana
Preis: 18€, Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
Seiten: 160 Seiten
ISBN: 978-3-453-29199-7
Erscheinungsdatum: 26.03.2018

3 Von 5 Sternen ⭐⭐⭐

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Inhaltsangabe:
Entnommen von: www.randomhouse.de
Arsènes Kindheit endet an dem Tag, an dem ihm seine Großmutter fortschickt. Ein hastig gepackter Koffer, kein Blick zurück: Für den achtjährigen Jungen beginnt die Flucht von Ruanda nach Europa. Im fernen Paris wächst er heran, findet neue Eltern, geht zur Schule und kommt doch nie an. Bis er der Schriftstellerin Suzanne begegnet, die ihre eigene Heimatlosigkeit in den Augen des Jungen gespiegelt sieht. Endlich bricht Arsène sein Schweigen, und im Erzählen verbinden sich für ihn Vergangenheit und Zukunft.
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Weitere Informationen:
https://www.randomhouse.de/Autor/Yasmine-Ghata/p615275.rhd
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https://www.randomhouse.de/Buch/Lange-hatte-ich-Angst-in-der-Nacht/Yasmine-Ghata/Diana/e517588.rhd
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https://www.randomhouse.de/Verlag/Diana-Verlag/31000.rhd
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https://www.lovelybooks.de/autor/Yasmine-Ghata/
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https://www.lovelybooks.de/autor/Yasmine-Ghata/Lange-hatte-ich-Angst-in-der-Nacht-1506155672-w/
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Hey ihr Süßen 💕
Ich habe gerade dieses wirklich sehr sehr dünne Buch beendet. Es ist mit denen knapp 154 Seiten Story mehr als winzig und das für sage und schreibe 18!Euro. Die Geschichte an sich fand ich ganz ok, aber für mich persönlich war diese nichts besonderes. Natürlich war der Völkermord in Ruanda, mehr als grausam und darf nicht vergessen werden. Dennoch finde ich war dieses Buch etwas für zwischen durch, dennoch möchte besonderes oder berührendes. Aber das ist natürlich, jedem selbst überlassen. Dennoch kann ich die 5 Sternen Bewertungen, nicht ganz nachvollziehen. Es ist ein interessantes Unterhaltungsbuch, aber leider nicht mehr. Gute Story, aber für mich grauenvolle Umsetzung. Die Perspektive, hat mir so gar nicht gefallen, denn der Leser wird mit *Du* angesprochen und das war so gar nicht mein Fall.
Wichtig Geschichte, aber mehr auch nicht.
Vielen lieben Dank an den Verlag.
Lieben Gruß
Sonja/Shaaniel

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