Yassin Musharbash

 4.1 Sterne bei 74 Bewertungen
Autor von Radikal, Jenseits und weiteren Büchern.
Autorenbild von Yassin Musharbash (© Annika Langosch, Fotodesign Lichtblick)

Lebenslauf von Yassin Musharbash

Hinter den Kulissen des Terrorismus: Yassin Musharbash, 1975 geboren, ist ein deutscher Schriftsteller und Journalist. In seiner Studienzeit für Arabistik und Politologie begann Musharbash für viele renommierte Zeitungen als Journalist zu arbeiten an. Unter Anderem für die taz, Jordan Times und die Neue Osnabrücker Zeitung. 

Mittlerweile ist Yassin Musharbash Redakteur bei Spiegel online befasst sich besonders mit Terrorismus und aktuellen Geschehnissen in der arabischen Welt. 

2006 gab er sein Debüt als Autor mit seinem Roman »Die neue Al-Qaida. Innenansichten eines lernenden Terrornetzwerks«. Für diesen und für seine folgenden Werk wurde der Autor mit dem Preis des Journalistenverbands und dem Nannen Preis ausgezeichnet.

Alle Bücher von Yassin Musharbash

Cover des Buches Radikal (ISBN: 9783462043389)

Radikal

 (61)
Erschienen am 17.08.2011
Cover des Buches Jenseits (ISBN: 9783462053425)

Jenseits

 (9)
Erschienen am 07.11.2019
Cover des Buches Radikal (ISBN: 9783899033199)

Radikal

 (2)
Erschienen am 09.08.2011

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Rezension zu "Jenseits" von Yassin Musharbash

Der Aussteiger
walli007vor 3 Monaten

Seit Jahren ist Gent Sassenthin nicht mehr er selbst, den Selbstmord seiner Zwillingsschwester  konnte er nicht ertragen. Die besorgten Eltern fanden keinen Zugang mehr zu ihm. Nach einem Besäufnis lernte Gent  Abu Karim kennen, der ihm den Islam nahebringt. Schließlich konvertiert Gent und verschwindet zum IS. Dort ist er später als Arzt bekannt. Titus Brandt, ein Sozialarbeiter, der Aussteiger betreut, kümmert sich auch um Gents Eltern. Als Gents Mutter eine seltsame email erhält, ist er sehr aufgeregt. Sollte das ein Zeichen sein, dass Gent gewillt ist, auszusteigen. Es ist das erste Lebenszeichen des jungen Mannes seit langer Zeit.


Sozialarbeiter, Eltern, Geheimdienste, Journalisten und europäische IS-Kämpfer. Wie kann das alles zusammenpassen? Wie kann ein junger Mensch da rein geraten? Natürlich muss es besonders schlimm sein, wenn die Zwillingsschwester sich umbringt, wenn alles seinen Sinn verliert, das Studium keinen Nutzen hat. Aber wieso kann dann einer daherkommen und etwas als erstrebenswert hinstellen und wieso ist ein anderer dann so unreflektiert, dass er einfach überläuft. Möglicherweise ist es schwierig dafür echtes Verständnis aufzubringen. Eher schon dafür, dass jemand feststellt, dass Töten wohl doch nicht das Richtige ist. Doch kann man so einem glauben, dass er aussteigen will.


Die Gier der Journalisten nach der Story, das Schweigen des Sozialarbeiters und die Beamtenseelen der Mitarbeiter des Verfassungsschutzes, die Schläue der IS Oberen. Daraus formt sich eine Geschichte, die sehr spannend ist, die in Teilbereichen allerdings fremd bleibt und die in den Bereichen, die verständlich sind, durch das Versagen derer geprägt,von denen man eigentlich mehr Durchblick erhofft hätte. So eine Welt mag man sich kaum vorstellen, es ist sehr ernüchternd allerdings auch glaubwürdig. Es ist nicht schön, aber so könnte es laufen. Auch wenn nicht jeder Teil der Handlung wirklich durchschaubar erscheint und einige Passagen sogar Widerwillen auslösen, so ist man doch gefesselt von der Darstellung einer sehr fremden Welt.

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Rezension zu "Radikal" von Yassin Musharbash

Gefährlicher Fanatismus
Rose75vor einem Jahr

Lutfi Latif gilt als Vorzeigemuslim und wird als Abgeordneter der GRÜNEN  in den Bundestag gewählt.    Mit diesem Amt befördert er sich in das Fadenkreuz verschiedener Strömungen.

Die einen sehen in ihm einen Verräter des Islam und dem wahren Glauben und andere  befürchten eine Islamisierung.    Es geht soweit,  bis er bei einem Bombenattentat ums Leben kommt.

Ein privates Ermittlerteam geht einer heißen Spur nach und wird mit gefährlichem Fanatismus, von gegensätzlichen Seiten, konfrontiert.

In diesem Buch, das 2011 veröffentlicht wurde, wird das Thema Islam und Auslegung des Korans sehr vielfältig bearbeitet und man bekommt interessante Perspektiven.

Der Sprecher Stephan Schad hat mir sehr gut gefallen. Ich konnte ihm gut folgen. 


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Rezension zu "Jenseits" von Yassin Musharbash

Jenseits
Amerdalevor 3 Jahren

Nachdem mich vor einigen Jahren „Radikal“, der Debütroman des Autors, so sehr begeisterte, dass er es sogar in die Top 3 meines Lesejahres 2011 schaffte. Umso begeisterter war ich von der Ankündigung des neuen Romans Jenseits, in dem sich Musharbash auch wieder mit einem hochaktuellen Thema auseinandersetzt.

Und das auf sehr kluge Weise. Erzählt wird von und aus verschiedenen Blickwinkeln auch über Gent, der sich dem IS angeschlossen hat. Eine Situation, in und mit der keiner wirklich glücklich ist. Seine Eltern sowieso nicht, die Sicherheitsbehörden nicht, die Sozialarbeiter und Ausstiegshelfer nicht, Gents Muslimlehrer nicht – aber auch Gent nicht so richtig. Eine komplexe, konfliktreiche Mischung.

Man merkt, wie gründlich der Autor sich mit der Thematik auseinandergesetzt schon allein daran, dass jeder der Blickwinkel sehr überzeugend, realistisch und glaubwürdig wirkt. Und natürlich interpretiert führt jeder Blickwinkel auch zu einer unterschiedlichen Interpretation der Situation, eine eindeutige Wahrheit gibt es nicht, sondern eher viele sich widersprechende Wahrscheinlichkeiten. Und aus diesen unterschiedlichen Interpretation entwickeln sich Reaktionen. So nimmt die Handlung schnell Fahrt auf und wird auch bis zum Ende nichts an Tempo und Spannung verlieren. Und als Leser hoffte man auf ein gutes Ende, weiß aber selbst nicht genau wie das aussehen soll. Eine einfache Rückkehr in das ’normale‘ Leben kann es für gent kaum geben, aber Alternativen sind auch schwer vorstellbar.

Aber trotz allem, ist der Funke nicht ganz über gesprungen. Ich fand den Roman spannend und interessant und ohne Zweifel auch ein guter Beitrag zu aktuellen Diskussionen. Aber ganz gefangen nehmen konnte er mich nicht, es war immer eine Distanz da, auch wenn ich nicht sagen konnte warum. Vielleicht ging es mir einfach, wie so ziemlich jedem im Buch: trotz aller Erklärungsversuche kann ich einfach Gent beim besten Willen nicht verstehen.
Aber der Roman will – und kann – auch gar keine Antworten liefern. Darum ging es meinem Empfinden nach auch gar nicht.

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