Jenseits

von Yassin Musharbash 
4,2 Sterne bei6 Bewertungen
Jenseits
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Engel. Teufel. Engel. – Brandaktuell, top recherchiert und spannend

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Inhaltsangabe zu "Jenseits"

Dschihadisten aus Deutschland – der neue hochaktuelle Politthriller von Yassin Musharbash.
Will der junge IS-Kämpfer Gent wirklich aussteigen? Nach seinem hoch gelobten Roman 'Radikal' legt Yassin Musharbash nun einen Politthriller vor, der kaum aktueller sein könnte: Wie überfordert sind die Sicherheitsbehörden? Wie sollen wir umgehen mit den Terroristen aus der Mitte unserer Gesellschaft? Und vor allem: Was passiert eigentlich in deren Köpfen?Gent Sassenthin, abgebrochener Medizinstudent aus Berlin, eher intelligent, eher schüchtern, eher kompromisslos, ist einer von Hunderten deutschen Dschihadisten, die sich der Terrorgruppe 'Islamischer Staat' angeschlossen haben. In Rakka, der syrischen Hauptstadt des 'Kalifats', amputiert er Dieben die Hände. Doch plötzlich, nach Monaten der Funkstille, meldet er sich bei seinen Eltern. Will Gent Sassenthin aussteigen? Und was sind die Informationen wert, die er anbietet? Die Botschaft aus dem Kalifat setzt eine Kettenreaktion in Gang. Die Journalistin Merle Schwalb vom 'Globus' wittert die größte Geschichte ihrer Karriere. Der Verfassungsschützer Sami Mukhtar im Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrum in Berlin hofft auf den Fall, an dem er sich endlich beweisen kann. Der Sozialarbeiter Titus Brandt von der Beratungsstelle 'Amal' behält ein gefährliches Geheimnis zu lange für sich. Was passiert, wenn alle das Richtige wollen – aber nichts so ist, wie es scheint?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783462050462
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum:07.09.2017

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    Amerdales avatar
    Amerdalevor einem Jahr
    Jenseits

    Nachdem mich vor einigen Jahren „Radikal“, der Debütroman des Autors, so sehr begeisterte, dass er es sogar in die Top 3 meines Lesejahres 2011 schaffte. Umso begeisterter war ich von der Ankündigung des neuen Romans Jenseits, in dem sich Musharbash auch wieder mit einem hochaktuellen Thema auseinandersetzt.

    Und das auf sehr kluge Weise. Erzählt wird von und aus verschiedenen Blickwinkeln auch über Gent, der sich dem IS angeschlossen hat. Eine Situation, in und mit der keiner wirklich glücklich ist. Seine Eltern sowieso nicht, die Sicherheitsbehörden nicht, die Sozialarbeiter und Ausstiegshelfer nicht, Gents Muslimlehrer nicht – aber auch Gent nicht so richtig. Eine komplexe, konfliktreiche Mischung.

    Man merkt, wie gründlich der Autor sich mit der Thematik auseinandergesetzt schon allein daran, dass jeder der Blickwinkel sehr überzeugend, realistisch und glaubwürdig wirkt. Und natürlich interpretiert führt jeder Blickwinkel auch zu einer unterschiedlichen Interpretation der Situation, eine eindeutige Wahrheit gibt es nicht, sondern eher viele sich widersprechende Wahrscheinlichkeiten. Und aus diesen unterschiedlichen Interpretation entwickeln sich Reaktionen. So nimmt die Handlung schnell Fahrt auf und wird auch bis zum Ende nichts an Tempo und Spannung verlieren. Und als Leser hoffte man auf ein gutes Ende, weiß aber selbst nicht genau wie das aussehen soll. Eine einfache Rückkehr in das ’normale‘ Leben kann es für gent kaum geben, aber Alternativen sind auch schwer vorstellbar.

    Aber trotz allem, ist der Funke nicht ganz über gesprungen. Ich fand den Roman spannend und interessant und ohne Zweifel auch ein guter Beitrag zu aktuellen Diskussionen. Aber ganz gefangen nehmen konnte er mich nicht, es war immer eine Distanz da, auch wenn ich nicht sagen konnte warum. Vielleicht ging es mir einfach, wie so ziemlich jedem im Buch: trotz aller Erklärungsversuche kann ich einfach Gent beim besten Willen nicht verstehen.
    Aber der Roman will – und kann – auch gar keine Antworten liefern. Darum ging es meinem Empfinden nach auch gar nicht.

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    seschats avatar
    seschatvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein durchweg fesselnder Thriller über einen deutschen Dschihadisten, der aufhorchen lässt und brillant aufbereitet wurde.
    Brandaktueller Thriller

    Der Journalist und Autor Yassin Musharbash hat mit "Jenseits" einen brandaktuellen Thriller herausgebracht, der von der Radikalisierung eines deutschen Medizinstudenten und dessen Folgen für Familie, Gesellschaft und Staat erzählt.

    Spannend und mit viel Sachverstand lässt der Autor den Leser nicht nur hinter die Kulissen des "Islamischen Staats", sondern auch in die Strukturen und Wirkmechanismen der medialen Öffentlichkeit und der deutschen Überwachungsdienste (BfV und GTAZ) blicken.
    Es ist schon frappierend, wie wenig der Normalsterbliche von diesen Zusammenhängen und Nachrichten letztendlich erfährt.

    Die Geschichte um Gent Sassenthin aus Mecklenburg-Vorpommern, der nach einer exzessiven Trauer- und Drogenphase zum Islam konvertiert und sich radikalisiert, ist ein Beispiel von vielen. Wie fanatisch der einstige Medizinstudent und ausgebildete Sanitäter seine neue Religion auslegt und sich der Terrorgruppe des "Islamischen Staats" anschließt, ist erschreckend und stimmt sehr nachdenklich. Darüber hinaus fand ich es mehr als makaber, dass er entgegen des hippokratischen Eides in Syrien Amputationen bei Gegnern des IS vornahm - harter Tobak, aber sicher alles andere als haltlos.

    Musharbashs Geschichte lebt von den temporeichen Szenen- und Perspektivwechseln. Eben noch durfte man dem Verfassungsschützer Sami und der Journalistin Merle über die Schulter schauen, sogleich lernt man die perfiden Machverhältnisse des Kalifats kennen. 

    Darüber hinaus schafft es der Autor, sich auch sprachlich in seine verschiedenen Protagonisten hineinzudenken. Egal ob Pressenachrichten, Geheimdienstmitteilungen oder terroristische Bekennerschreiben, Musharbash trifft stets den richtigen und damit ungemein realistischen Ton.

    Inhaltlich hat mich die Tatsache überrascht, dass jede der handelnden Personen ein Stück vom fetten „Terrorismuskuchen“ abhaben wollte und dies am liebsten noch vor all den anderen. Die Sensationsgier und die Aussicht auf eine gute Geschichte ließen selbst die ausgefuchstesten Journalisten und Geheimdienstler blind werden. Auch die interessante Schuldfrage wurde vom Autor vielschichtig betrachtet. Plottechnisch hat Musharbash das sich abzeichnende, tragische Ende effektvoll klimaktisch inszeniert.

    FAZIT
    Ein durchweg fesselnder Thriller über einen deutschen Dschihadisten, der aufhorchen lässt und brillant aufbereitet wurde. Der programmatische Titel und der Buchinhalt bilden eine explosive Einheit.

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    Baerbel82s avatar
    Baerbel82vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Besser als jedes Sachbuch!
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    Nisniss avatar
    Nisnisvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Engel. Teufel. Engel. – Brandaktuell, top recherchiert und spannend
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    Anna_Schmitzs avatar
    Anna_Schmitzvor 3 Monaten
    Unas avatar
    Unavor 7 Monaten

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