Hass gelernt, Liebe erfahren

von Yassir Eric 
4,8 Sterne bei11 Bewertungen
Hass gelernt, Liebe erfahren
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Buchperlentauchers avatar

Lebensgeschichte eines Mannes, der vom fanatischen Muslim zum überzeugten Christen wurde.

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Yassirs Geschichte ist nicht nur bewegend und beeindruckend, sondern klingt noch lange in einem nach.

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Inhaltsangabe zu "Hass gelernt, Liebe erfahren"

Von Kindesbeinen an wurde er darauf getrimmt, Ungläubige zu verachten und für Allah zu kämpfen. Stark zu sein, sich dem Clan gegenüber solidarisch zu zeigen und die Nachfolge seines Vaters anzutreten, der einer der führenden Politiker des Landes war. In einer solchen Welt ist kein Platz für Zweifel, Fragen oder gar schwache Momente.

Umso bemerkenswerter ist die Geschichte von Yassir Eric. Aufgewachsen im Nordsudan, findet er beim Versuch, seinen zum Christentum konvertierten Onkel wieder auf den "rechten Pfad" des Islam zu lenken, selbst zum Glauben an Jesus. Yassir Eric muss fliehen, wird in seiner Heimat für tot erklärt. In Deutschland beginnt er ein neues Leben. Hier lernt er Werte wie Freiheit und Gleichberechtigung schätzen, die er früher verachtete. Sein Credo: Es braucht einen längst überfälligen, kritischen Dialog der Kulturen und Religionen. "Wir müssen Konflikte offen benennen und lösen, nur so ist ein friedliches Miteinander möglich."

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783863341770
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:244 Seiten
Verlag:adeo Verlag
Erscheinungsdatum:28.08.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Martinchens avatar
    Martinchenvor 5 Monaten
    Unbedingt lesen

    ""Wer den islamischen Terrorismus bekämpfen will, muss herausfinden, wer oder was die Terroristen prägt. In der Koranschule, der Moschee und zu Hause wurde ich dazu erzogen, zu hassen. Ich schaute auf Andersgläubige herab und war bereit, sie zu töten. Als ich vile zu spät merkte, dass ich mir dabei selbst schadete, wurde meine Welt auf den Kopf gestellt..."

    Yassir Eric konvertiert zum Christentum, wird von seiner Familie für tot erklärt und muss aus dem Nordsudan fliehen. In Deutschland beginnt er ein neues Leben. Sei Buch ist wegweisend für alle, die an einem kritischen Dialog über den Islam interessiert sind." - soweit der Klappentext.

     

    Das Cover, in dunklen Tönen gehalten, zeigt das Foto des Autors. In starkem Kontrast dazu der weiße Einband. Private Fotos in der Mitte des Buches verdeutlichen das Geschriebene. Ein Lesebändchen vervollständigt die hochwertige Ausstattung.

     

    Yassir Eric, 1972 im Nordsudan geboren, war militanter Islamist und verachtete Christen und Juden. Heute ist er evangelischer Theologe und leitet das Europäische Institut für Migration, Integration und Islamthemen (EIMI). Er hält Vorträge, veranstaltet Seminare und bildet Integrationsbegleiter aus. (Quelle: Klappentext).

     

    Der Autor schreibt seine Lebensgeschichte in einem sehr flüssigen und gut lesbaren Stil. Er schreibt sehr persönlich, aber auch sachlich. Der Leser wird von der ersten Seite an in seinen Bann. Yassir Eric macht sehr deutlich, wie die Erziehung im Islam abläuft. Der Besuch der Koranschule ist alles andere als ein Zuckerschlecken. Die Clans halten zusammen, Ehen werden innerhalb der Großfamilie geschlossen. Eigene Meinungen sind nur dann erlaubt, wenn sie mit der des Familienoberhaupts übereinstimmen.

    Seine Anfänge in Deutschland beschreibt der Autor teilweise sehr humorvoll. Dinge, die für uns selbstverständlich sind, sind es für jemanden, der von einem anderen Kontinent kommt, nicht. So kommt es zu Missverständnissen, aber auch zu interessanten Begegnungen, die ihm weiterhelfen.

     

    Es ist erstaunlich, dass jemand, der unter diesen Umständen aufgewachsen ist, sich radikal zum christlichen Glauben bekennt, sehr wohl wissend, welche Folgen es für ihn haben wird. Wobei Yassir Eric wohl doch gehofft hat, dass sein Vater ihn nicht verstoßen wird. Ein sehr persönlicher Brief am Ende des Buches zeigt deutlich, dass Yassir Eric seinen Vater vermisst.

     

    Die 17 Kapitel sind in weitere Abschnitte unterteilt. Dort, wo es sinnvoll ist, ergänzt Yassir Eric seine Geschichte mit zusätzlichen Informationen und Erläuterungen. Diese sind in einem anderen Schriftbild deutlich abgesetzt. Diese Zusatzerklärungen sind sehr hilfreich, kann das Erlebte noch besser verstanden und eingeordnet werden.

     

    Yassir Eric äußert seine eigene Meinung zu wichtigen Punkten, die er argumentativ gut belegt. So finden sich im Anhang "Neun Impulse zur Diskussion", in denen er seine Überzeugungen zusammenfasst.  

     

    Eine Karte mit den wichtigsten Orten im Sudan im vorderen Einband und ein Glossar ergänzen den Text .

     

    Fazit: Dieses Buch sollte jeder lesen, unabhängig von seiner religiösen Ausrichtung, insbesondere aber diejenigen, die mit Flüchtlingen arbeiten. Es gewährt Einblicke in die Gefühls- und Gedankenwelt der Muslime und ermöglicht ein neues Verständnis.

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    Buchperlentauchers avatar
    Buchperlentauchervor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Lebensgeschichte eines Mannes, der vom fanatischen Muslim zum überzeugten Christen wurde.
    Wie ein Kind zum radikalen Muslim wird

    Dieses Buch sollte jede Person lesen, die mit muslimischen Flüchtlingen arbeitet oder sich für den Islam interessiert. Eric Yassier wuchs im Sudan auf. Er lernte als kleiner Junge Juden und Christen zu hassen. So sehr, dass er als Jugendlicher mit Kollegen auf einen gleichaltrigen Christen einen Mordanschlag verübte. 


    Sein geliebter Onkel, er nennt ihn Vater, gilt als fanatischer Verfolger von Mitgliedern anderer Religionen. Eric, damals hatte er noch einen muslimischen Namen, bewunderte ihn deshalb. Plötzlich erfährt die Familie, dass dieser Onkel Christ geworden ist. Dieses Erlebnis und Erfahrungen mit Menschen, die er nicht gekannt, aber in Gedanken gehasst hat, bringt ihn zum Nachdenken. 

    Wie Wende bringt die wundersame Genesung eines schwer kranken Angehörigen. Christen hatten im Spital für den Kranken gebetet.
    Als Konvertit lebte Eric nun in Lebensgefahr und muss nach Deutschland flüchten. 

    Eric Yassir hat eine klare Meinung zu Fragen der Flüchtlingspolitik. 

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    TrustInTheLords avatar
    TrustInTheLordvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Yassirs Geschichte ist nicht nur bewegend und beeindruckend, sondern klingt noch lange in einem nach.
    uneingeschränkte Leseempfehlung für jeden!

    Inhalt

    Yassir Eric gewährt dem Leser einen tiefen Einblick in sein Leben und das vieler anderer Araber:
    Yassir wächst im Sudan, umgeben von einem konservativen, extremistischen Islam, auf. Bereits als Kind wird er von einem Tag auf den anderen in eine weit entfernte Koranschule gebracht, die mit Strenge und Lieblosigkeit die Kindern den Koran auswendig lernen lässt. Viele Ereignisse in dieser Zeit prägen ihn stark und als er nach Hause zurückkehren darf, ist er innerlich kein Kind mehr. Die schweren Jahre haben ihn erwachsen werden lassen und ihn in seiner extremistischen Meinung gestärkt. Und so ist es nicht verwunderlich, dass all sein Hass sich auf seinen christlichen, südsudanesischen Mitschüler – Zakaria – richtet. Yassir ist in und mit einer lebensfeindlichen Gesellschaft aufgewachsen. Die Tötung von Ungläubigen – und dazu zählt jeder, der nicht genau den gleichen islamischen Glauben oder die entsprechende Stammeszugehörigkeit besitzt – ist eine gute Tat im Sinne Allahs. Der Tod bzw. der Mord eines Ungläubigen ist sogar eine sehr gute Tat. Ist es da noch verwunderlich, dass Yassir in diesem Glauben seinen Mitschüler Zakaria mit einigen Freunden auflauert und zu Tote prügelt? Er möchte Allah gefallen und in den Himmel kommen. Und dafür tut er alles, was aus seiner Sicht und aus der Sicht seiner Verwandtschaft nötig ist.
    Doch nachdem sich Yassirs geliebter, kritisch denkender Onkel zum Christentum bekehrt und daraufhin von der Familie ausgestoßen wird, ändert sich Yassirs Leben von einem Moment auf den anderen grundlegend …


    Meine Meinung


    Ich selbst bin in einer christlichen Familie aufgewachsen und entscheide mich immer wieder neu dazu, Jesus nachzufolgen. Doch Yassir hat mich trotz der gegensätzlichen Prägungen und Lebensumstände mit in seine Welt genommen. Während jeder Zeile konnte ich mich in ihn hineinversetzten; konnte verstehen, wieso er so gedacht und gehandelt hat, wie er es getan hat; konnte verstehen, wie sich seine frühkindlichen Prägungen auf ihn ausgewirkt haben.
    Immer wieder unterbricht er seine biographischen Berichte und kommentiert die Ereignisse und seine Handlungen aus seiner heutigen, christlichen Sicht. Diese typographisch abgesetzten Erläuterungen tragen auch sehr zum Verständnis der ganzen Situation bei.

    Ich habe dieses Buch geradezu verschlungen. Es ließ in mir wieder ganz neu das Verständnis für Muslime und arabisch geprägte Menschen wachsen. Diese Menschen sind so ganz anders aufgewachsen, haben teilweise komplett unterschiedliche Prägungen und Werte erfahren.

    Yassir berichtet auch über seine ersten Jahre in Deutschland; wie schwer für ihn zum Teil die Eingliederung war. Gerade für uns Selbstverständlichkeiten wie Mülltrennen und diesen in die richtige Tonne – und nicht in die des Nachbars – zu werfen, erweisen sich für Yassir als Herausforderungen. Wie ihm geht es momentan vielen Menschen, die nach Deutschland geflüchtet sind. Menschen, die in einer ganz anderen Kultur und Werteordnung aufgewachsen sind. Yassirs Geschichte hat mir auch neues Verständnis für all die Flüchtlinge gebracht, neue Erkenntnisse, wie mein Umgang mit ihnen sein sollte und wie ich ihnen helfen kann. Diese Erkenntnisse erlangte ich vor allem dadurch, dass Yassir mich als Leser direkt angesprochen hat. Denn besonders in diesen Kapiteln wendet er sich oft aus seiner heutiger Sicht an den Leser. Er beschreibt und erklärt, welche Maßnahmen und Hilfen für Araber in Deutschland wirklich hilfreich sind und welche nicht. Viele gut gemeinte Hilfen erfüllen nicht ihren Zweck, weil sie an der falschen Stelle ansetzen. Dieser Teil von Yassirs „Ansprachen“ an den Leser haben mir besonders gefallen und sind für alle in Deutschland lebende Menschen wichtig zu wissen – nicht nur für Christen oder Muslime.


    Gestaltung


    Das Buch ist sehr edel gestaltet. Der schwarze Schutzumschlag umhüllt das weiße Hardcover mit dem weißen Lesebändchen. Auf dem Vorsatzpapier ist eine Karte des Sudans und von dessen angrenzenden Ländern abgedruckt. Ungefähr in der Mitte des Buchs befinden sich einige Fotoseiten, die durch den schwarzen Hintergrund sehr edel wirken und die Bilder perfekt zur Geltung bringen.


    Fazit

    Hass gelernt. Liebe erfahren ist ein so gewaltiges Buch, dass jeder gelesen haben sollte – egal ob Christ, Muslim oder Atheist. Denn Yassir beschreibt seine Jahre im Sudan und später in Deutschland so nachvollziehbar, dass man sich unglaublich gut in ihn hineinversetzen kann. Dieses Verständnis für unsere arabischen Mitmenschen ist absolut notwendig, um einen gegenseitig respektvollen Umgang pflegen zu können – einen Umgang der Grenzen der Missverständnisse aus dem Weg räumt und Platz für gegenseitige Wertschätzung schafft.
    Dieses Buch ist aber nicht nur deshalb auch für Menschen, die in der Flüchtlingsarbeit tätig sind, von unglaublichem Wert. Denn Yassir erzählt auch von seinen ersten Jahren in Deutschland; was ihm schwer fiel und was seiner Meinung nach anders gehandhabt werden sollte, um die Eingliederung der Flüchtlinge in die deutsche Gesellschaft und in unser Wertesystem zu ermöglichen.
    Er gewährte mir viele Einblicke in seine Gedanken- und Gefühlswelt, die in mir ein ganz neues Verständnis für Araber, Muslime und Flüchtlinge ermöglicht haben. Ich kann dieses Buch jedem uneingeschränkt empfehlen!

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    Maerchentraums avatar
    Maerchentraumvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Ein tolles Buch, das die Sicht weitet und tolle Anregungen zum Nachdenken gibt. :)
    Ein tolles Buch, das tolle Anregungen zum Nachdenken gibt

    Cover:
    Das Cover gefällt mir gut - passend zu einer Biografie. :) Und der weiße Einband war auch total schön und passt zu der Schriftfarbe auf dem Cover. :)

    Inhalt:
    Der Schreibstil ist wirklich toll -total packend und interessant geschrieben. Das Lesen macht einfach Spaß. :)

    Auch inhaltlich ist das Buch unglaublich interessant. Toll fand ich vor allem, dass er sich nicht an diese politische Korrektheit hält, sondern klipp und klar anspricht, wo die Probleme liegen, dass es eben nicht so ist, dass Gewalt nichts mit dem Islam zu tun hat und dass er viel zum besseren Verständnis beiträgt und dabei gleichzeitig überlegt, wie man daran etwas ändern kann. 

    Seine Geschichte ist wirklich interessant und auch wie er zum Glauben gefunden hat und diesen mittlerweile lebt. Ich hatte zuvor schon ein Interview bei "Mensch Gott" gesehen, in dem er auch schon ein bisschen davon erzählt hat und da fand ich ihn auch schon sehr sympathisch, weswegen ich dann auch noch interessierter am Buch war. 

    Toll fand ich auch, dass er zwischen seinen Erzählungen zu seiner Lebensgeschichte die Geschehnisse reflektiert und auch Erklärungen abgibt - das hilft sehr, einiges viel besser zu verstehen. 

    Die Bilder in der Mitte des Buches fand ich auch total schön und interessant. Und das Lesebändchen war eine tolle Zusatzbeigabe. :)

    Am Schluss gibt es noch eine Zusammenfassung seiner wichtigsten Punkte/Impulse, die er den Menschen bezüglich des Islams noch mit auf den Weg geben möchte - das ist wirklich eine sehr gute Idee und so kann man da jederzeit noch einmal reinschauen. 

    Fazit:
    Insgesamt ein sehr interessantes und bewegendes Buch, das auch viele schreckliche Dinge aufzeigt, keine Angst davor hat Wahrheiten, Probleme und Gefahren anzusprechen, die Sicht weitet, zum besseren Verständnis beiträgt, gleichzeitig reflektiert und Verbesserungsvorschläge gibt - und das alles neben seiner Erzählung über sein Leben.

    Ein wirklich gelungnes Buch, das ich jedem weiter empfehlen kann!
    5 Punkte mit Sternchen :)

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    buchfeemelanies avatar
    buchfeemelanievor 10 Monaten
    ein berührendes und nachdenklich machendes Buch

    Das Coverbild finde ich gut, den Titel sehr passend.

    Zu Beginn erfahren wir, wie Yassir aufgewachsen ist. Gehorsam, Drill und Hass auf andersgläubige waren an der Tagesordnung. Gerade ein Mann muss stark und unnachgiebig sein. Für uns eine völlig andere Welt.

    Umso erstraunlicher, dass er als junger Mann es wagt diese Welt zu hinterfragen und sich auf die böse Welt einzulassen.

    Obwohl ich zu Beginn auch geschockt von seinen Handlungen war, war er mir doch recht schnell sympathisch. Er schildert einen gefährlichen und mutigen Weg, wo es kein zurück mehr gibt.

    Obwohl  es ein christliches Wer ist erfährt man viel vom Alltag der Menschen, ihren Traditionen und Wertvorstellungen. Gerade auch die Beschreibungen der Kindheit haben mir gut gefallen.

    Seht gut fand ich auch die Rückblicke, die er auf damalige Ereignisse gibt. Hier sieht man, wie er sich selbst hinterfragt hat und sich verändert hat.

    Durch sein Wissen und seine Erfahrungen ist er Ansprechpartner für andere Migranten.

    Fazit: Ein Werk, welches zum Nachdenken anregt.

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    zessi79s avatar
    zessi79vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Unheimlich interessantes und bewegendes Buch
    Unheimlich interessantes und bewegendes Buch

    Inhaltsangabe: 

    Von Kindesbeinen an wurde er darauf getrimmt, Ungläubige zu verachten und für Allah zu kämpfen. Stark zu sein, sich dem Clan gegenüber solidarisch zu zeigen und die Nachfolge seines Vaters anzutreten, der einer der führenden Politiker des Landes war. In einer solchen Welt ist kein Platz für Zweifel, Fragen oder gar schwache Momente. 

    Umso bemerkenswerter ist die Geschichte von Yassir Eric. Aufgewachsen im Nordsudan, findet er beim Versuch, seinen zum Christentum konvertierten Onkel wieder auf den "rechten Pfad" des Islam zu lenken, selbst zum Glauben an Jesus. Yassir Eric muss fliehen, wird in seiner Heimat für tot erklärt. In Deutschland beginnt er ein neues Leben. Hier lernt er Werte wie Freiheit und Gleichberechtigung schätzen, die er früher verachtete. Sein Credo: Es braucht einen längst überfälligen, kritischen Dialog der Kulturen und Religionen. "Wir müssen Konflikte offen benennen und lösen, nur so ist ein friedliches Miteinander möglich."  

    Meinung:  

    Normalerweise lese ich keine religiöse 
    Bücher, aber dieses Buch hat mich sofort angesprochen und ich musste es einfach lesen. Und ich habe es absolut nicht bereut.  

    Das Buch hatte mich bereits ab der ersten Seite gepackt und ich wollte das Buch nicht mehr zur Seite legen. Der Schreibstil hat mir gefallen und das Buch lies sich flüssig lesen.  

    Zu Beginn des Buches war ich geschockt unter welchen krassen Bedingungen Yassir aufgewachsen ist. Dann war ich überrascht was Yassir dazu bewogen hat, seinen Glauben zu wechseln. Zuletzt konnte ich nur staunen, wie sich Yassir heute für andere Menschen einsetzt und wie er sich doch positiv entwickelt hat, ich muss echt meinen Hut ziehen.  

    Das Buch erzählt aber nicht nur Yassir's Lebensgeschichte, sondern regt auch unheimlich zum Nachdenken an.  

    Selten hat mich ein Buch so berührt. Ich habe unheimlich viel gelernt und sehe manche Dinge jetzt anders als vor dem Lesen des Buches.  

    Fazit:  

    Super interessantes Buch, das zum Nachdenken anregt. Mich hat das Buch tief berührt. Kann es nur weiter empfehlen.

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    Luthien_Tinuviels avatar
    Luthien_Tinuvielvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine sehr bewegende Lebensgeschichte vom Saulus zum Paulus.
    Sehr bewegendes Lebenszeugnis eines tapferen Mannes, nicht nur für Christen lesenswert

    Yassir Erics Lebensgeschichte ist einfach nur berührend und für uns Europäer schier unfassbar.


    Zum Inhalt: Yassir wird als einziger Sohn einer streng muslimischen Famile geboren und wächst unter dem strengen Regiment seines Vaters und Großvaters in einer wohlhabenden Familie im Nordsudan auf. Er wird streng erzogen und zum treuen Muslim erzogen, bis er eines Tages ein einschneidendes Erlebnis erfährt, das seine Ansichten komplett auf den Kopf stellt und ihn zu einer radikalen Umkehr bewegt.


    Mehr möchte ich gar nicht zum Inhalt verraten.


    Yassirs Erzählstil ist sehr fesselnd und bemerkenswert und bewahrt dennoch die nötige Sachlichkeit. Er schafft es nach wie vor, sich sehr genau in sein kindliches Selbst zurückzuversetzen und seine damaligen Wahrnehmungen und Einstellungen zu schildern. Sehr gelungen finde ich auch, dass das Buch aus zwei Perspektiven seine Biographie schildert. In der Hauptperspektive versetzt sich Yassir immer in seine Person zu der damaligen Zeit. Dabei gelingt es ihm gekonnt, diese Ansichten von seinem heutigen reflektierten Selbst zu trennen und nicht bereits hier wertend über sein damaliges Umfeld zu urteilen.
    Die zweite Perspektive findet sich immer wieder in eingeschobenen Absätzen, in denen er seine damaligen Erlebnisse von seinem heutigen Wissenstand her reflektiert und bewertet. Hierdurch bleibt es dem Leser weitgehend möglich, während des Hauptstrangs selbstständig zu werten und sich seine eigenen Gedanken zu machen. Zwar wird auch hier teils mehr teils weniger Yassirs heutige Einstellung deutlich, jedoch wird diese dem Leser nicht zwangsläufig die ganze Zeit aufgedrängt und es bleibt diesem überlassen, Yassir zuzustimmen oder eben auch nicht.


    Das Buch eignet sich nicht nur für Christen, die etwas über Glaubenserlebnisse anderer oder Yassirs Organisation lesen wollen, sondern auch sehr gut für andere, die aus christlich-europäischer Kulturperspektive heraus einen Blick auf die islamische Kultur im Nordsudan werfen wollen und versuchen wollen, zumindest Teile dieser Kultur zu verstehen. Auch lohnt sich das Buch sehr für Leute, die mit Flüchtenden arbeiten wollen/ bereits arbeiten, da Yassir in einigen Kapiteln sehr deutlich seine Gefühle schildert, als er das erste Mal nach Deutschland kam und mit einer vollkommen neuen Kultur konfrontiert wurde. Er hilft dabei, Flüchtende in ihrem Verhalten besser zu verstehen und gibt Anregungen, wie man diesen bei der Integration möglicherweise am Besten helfen könnte.


    Alles in allem ist "Hass gelernt, Liebe erfahren" eine sehr persönliche, aber auch in weiten Teilen sehr bewegende Autobiographie über das Leben eines außergewöhnlichen, mutigen Mannes.

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    strickleserls avatar
    strickleserlvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Die bewegende Geschichte einer Verwandlung, von jemandem der voller Hass ist, zu jemandem, der seinen Feinden hilft
    Alles verloren, für den größten Schatz

    Yassir Eric wächst in einem wohlhabenden Elternhaus in Nordsudan auf. Als einziger Sohn soll er später eine führende Rolle in seinem Clan einnehmen. Als kleiner Junge wird er in eine weit entfernte Koranschule gebracht, in der er zwei Jahre bleiben muss um den Koran auswendig zu lernen. Besonders schlimm für ihn ist, dass niemand ihm erklärt hat warum er dort hin soll, und wie lange er bleiben wird. Das ist typisch für die Familien in seinem Clan, der Vater lenkt das Leben aller Familienangehörigen. Ob es um Religion, Ausbildung oder Partnersuche geht, Yassir ist nicht gewohnt eigene Entscheidungen zu treffen.


    Als sein geliebter Onkel zum Christentum konvertiert, beschäftigt er sich mit der Person Jesus. Zum ersten Mal stellt er den Islam in Frage, erhält aber vom Iman keine befriedigenden Antworten auf seine Fragen. Nach einiger Zeit findet er selbst zum Glauben an Jesus. Als seine Familie davon erfährt, verliert er alles. Sein Vater wirft ihn hinaus und er verliert alle Rechte als Sohn der Familie, sogar seinen Namen. In der Zeitung sieht er seine Todesanzeige. Da nicht nur er selbst in Gefahr ist, sondern auch die Menschen um ihn herum, muss er schließlich den Sudan verlassen. 


    Er findet ein neues Zuhause in Kenia. Dort lernt er auch seine deutsche Frau kennen. Seit vielen Jahren lebt er nun in Deutschland. Neben seiner Tätigkeit als Dozent, leitet er das Europäische Institut für Migration, Integration und Islamthemen.


    Das Buch selbst, mit Einband und Lesezeichen, macht einen hochwertigen Eindruck. Die Fotos sind eine gute Ergänzung, ebenso wie die Erklärungen der arabischen Begriffe. Etwa ein Drittel des Buchs beschreibt seine Kindheit und Jugend. Im zweiten Drittel geht es um seine ersten Jahre als Christ und seine Anfangszeit in Deutschland. Dann werden viele Jahre seines Lebens übersprungen, und schließlich beschreibt er seine Reisen der letzten Jahre, die ihn zum Teil in Gebiete führen, die von dem IS erobert wurden. Das Buch schließt mit grundsätzlichen Gedanken über Islamismus und Integration. 


    Yassirs Geschichte ist sehr bewegend. Er kennt die arabische Kultur sehr gut, und seine Erklärungen helfen Migranten zu verstehen. Neben der nüchternen Beschreibung seiner Erlebnisse, reflektiert er immer wieder über den Ursprung seines Hasses auf Andersgläubige, für ihn damals Ungläubige. Dieser Hass ging so weit, dass er bereit war zu töten. Er zeigt auf, wie die Bereitschaft zur Gewalt im Namen der Religion genährt werden kann, und was eine Gesellschaft tun muss, um das zu verhindern.


    Fazit: Yassir Eric kann nicht anders; er gibt alles auf, was ihn bisher definiert hat – denn in der Person Jesus erkennt er die Wahrheit. Er erlebt wie sein Hass sich in Liebe verwandelt. Ein bewegendes Buch für alle, die gerne Lebensgeschichten lesen, die sich für die islamische Welt interessieren, oder die Flüchtlinge in unserem Land besser verstehen und willkommen heißen wollen.


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    waldfee1959s avatar
    waldfee1959vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein hochaktuelles Buch und durch die persönliche Lebensgeschichte von Yassir Eric praktisch und tief berührend.
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    Anna_Schmitzs avatar
    Anna_Schmitzvor 4 Monaten

    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Arwen10s avatar
    Wieder ein Buch zu einem aktuellen Thema, das gerade im adeo Verlag erschienen ist. Ich danke dem Verlag für die Unterstützung der Leserunde.

    Hass gelernt, Liebe erfahren Yassir Eric





    Zum Inhalt:


    "Wer den islamistischen Terrorismus bekämpfen will, muss herausfinden, wer oder was die Terroristen prägt. In der Koranschule, der Moschee und zu Hause wurde ich dazu erzogen, zu hassen. Ich schaute auf Andersgläubige herab und war bereit, sie zu töten. Als ich viel zu spät merkte, dass ich mir dabei selbst schadete, wurde meine Welt auf den Kopf gestellt."

    Yassir Eric konvertiert zum Christentum, wird von seiner Familie für tot erklärt und muss aus dem Nordsudan fliehen. In Deutschland beginnt er ein neues Leben. Sein Buch ist wegweisend für alle, die an einem kritischen Dialog über den Islam interessiert sind.


    Hier geht es zur Leseprobe:

    https://www.gerth.de/index.php?id=details&sku=835177


    Yassir Eric

    war militanter Islamist und verachtete Christen und Juden. Heute ist der gebürtige Nordsudanese evangelischer Theologe und ruft zu einem respektvollen Umgang mit Muslimen auf. Als Konvertit von seiner Familie enterbt, weiß er, wie wichtig Toleranz und Religionsfreiheit sind. Kulturelle und religiöse Verständigung sind sein Lebensprojekt: Als Leiter des Europäischen Instituts für Integration, Migration und Islamthemen (EIMI) bildet er Integrationsbegleiter aus. Außerdem reist er regelmäßig in den Nahen Osten, um sich für Menschenrechte und die Glaubensfreiheit von Minderheiten einzusetzen.






    Falls ihr eines der 5 Exemplare gewinnen wollt, bewerbt euch bis zum 06. Oktober 2017, 24 Uhr hier im Thread mit der Antwort auf die Frage: Warum möchtet ihr mitlesen  ?





    Wichtige Hinweise zu eurer Bewerbung:



    Ein Gewinn verpflichtet innerhalb von ca 4 Wochen nach Erhalt des Buches zum Austausch in der LR mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte sowie zur Veröffentlichung einer Rezension, die möglichst breit gestreut werden soll.
    Bewerber mit privatem Profil , erwiesene Nichtleser , sowie jene ohne Rezensionen werden nicht berücksichtigt.


    Bitte beachtet, dass es sich hierbei um eine CHRISTLICHE LESERUNDE handelt, das Buch ist in einem christlichen Verlag erschienen und so spielen christliche Werte eine wichtige Rolle.

    Ich freue mich auf eure Bewerbungen.

    Wer mit einem eigenen Exemplar bei dieser Leserunde mitlesen möchte, ist natürlich herzlich willkommen.


    ACHTUNG : ES GIBT EIN NEUES BEWERBUNGSVERFAHREN VON LOVELYBOOKS. NUR WER SICH UNTER BEWERBUNG EINTRÄGT KANN NACHHER AUSGEWÄHLT WERDEN !!! BEI MIR FUNKTIONIERT DAS MIT DEN ADRESSEN NICHT: ICH BRAUCHE VON DAHER DIE ADRESSEN NACH DER AUSLOSUNG !!

    NACH 3 TAGEN VERFÄLLT DER GEWINN; WENN ICH KEINE ADRESSE ERHALTE. ES ERFOLGT KEIN ANSCHREIBEN DER GEWINNER VON MIR !!





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