Yasunari Kawabata

 4,1 Sterne bei 86 Bewertungen
Autor von Ein Kirschbaum im Winter, Schneeland und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Yasunari Kawabata

Yasunari Kawabata (1899-1972), in Osaka als Arztsohn geboren, studierte englische und japanische Literatur und wurde 1926 mit seiner ersten längeren Erzählung Die Tänzerin von Izu über die Grenzen Japans hinaus bekannt. 1968 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Im Carl Hanser Verlag sind erschienen: Tausend Kraniche (Roman, 1956), Schneeland (Roman, 1957), Kyoto oder Die jungen Liebenden in der alten Kaiserstadt (Roman, 1965), Die Tänzerin von Izu (Erzählung, 1968), Ein Kirschbaum im Winter (Roman, 1969), Schönheit und Trauer (Roman, 1988), Handtellergeschichten (1990) und Der Blinde und das Mädchen (Neue Handtellergeschichten, 1999).

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Yasunari Kawabata

Cover des Buches Ein Kirschbaum im Winter (ISBN: 9783423112970)

Ein Kirschbaum im Winter

 (20)
Erschienen am 01.10.1990
Cover des Buches Schneeland (ISBN: 9783518240052)

Schneeland

 (18)
Erschienen am 10.11.2011
Cover des Buches Die schlafenden Schönen (ISBN: 9783518396858)

Die schlafenden Schönen

 (17)
Erschienen am 26.07.2004
Cover des Buches Kyoto (ISBN: 9783942656399)

Kyoto

 (9)
Erschienen am 01.10.2011
Cover des Buches Die Rote Bande von Asakusa (ISBN: 9783458169697)

Die Rote Bande von Asakusa

 (4)
Erschienen am 22.09.1999
Cover des Buches Handtellergeschichten (ISBN: 9783446152601)

Handtellergeschichten

 (2)
Erschienen am 01.12.1998
Cover des Buches Jahrhundert-Edition: Tausend Kraniche (ISBN: B002CHBFE4)

Jahrhundert-Edition: Tausend Kraniche

 (1)
Erschienen am 01.01.1991

Neue Rezensionen zu Yasunari Kawabata

Cover des Buches Die schlafenden Schönen (ISBN: 9783518396858)Doris_Schroeders avatar

Rezension zu "Die schlafenden Schönen" von Yasunari Kawabata

Schlafende Mädchen und alternde Männer
Doris_Schroedervor 9 Monaten

Sollte jemand in dieser Lese-Community über Sexismus in der Literatur promovieren, hier ist ein geeignetes Buch. ABER…. es ist auch ein Buch vom Nobelpreisträger der Literatur. Kawabata scheint genauso verwundert, über die Ereignisse im Hotel der schlafenden Schönen wie die Leser*innen. Sehr junge Mädchen nehmen Schlafmittel, übernachten in einem Hotel für Geld, und alternde Männer können eine Nacht neben ihnen liegen. Kein Sex, nur noch einmal neben einem jungen Mädchenkörper liegen. Eguchi, der diesen Service mehrfach in Anspruch nimmt, bewundert weiße Hälse, feingliedrige Finger, langgeschnittene Augen und macht sich Sorgen. Sorgen übers Altern, über die Mädchen, über seinen Ruf. Aber er geht trotzdem immer wieder hin. Poetische Erinnerungen über Tempelbesuche zu einer 400-jahre alten Kamelie wechseln ab mit Visionen von Adlern mit bluttriefender Beute im Schnabel. Das Buch scheint auf einen Tod hinauszulaufen. Ist es der Tod von Eguchi? Der Tod eines noch älteren Kunden? Der Tod eines Mädchens? Die Leser*innen warten unter zunehmendem Druck, aufgebaut vom Meister der japanischen Literatur: Yasunari Kawabata.

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Cover des Buches Schneeland (ISBN: 9783518240052)andreakwatengs avatar

Rezension zu "Schneeland" von Yasunari Kawabata

Ein absolutes Leseerlebnis
andreakwatengvor 10 Monaten

Schneeland ist ein leises, fast zärtliches Buch über die Begegnung eines Geschäftsmannes und einer Geisha in den verschneiten Bergen Japans. Dies ist ein wunderbares Buch mit faszinierenden Beschreibungen und Dialogen. Nicht umsonst hat Kawabata den Nobelpreis gewonnen. Eines der absoluten Highlights in meiner Bücherei.

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Cover des Buches Kyoto (ISBN: 9783942656399)Helen13s avatar

Rezension zu "Kyoto" von Yasunari Kawabata

Ein Klassiker der modernen japanischen Literatur
Helen13vor einem Jahr

Dieser bewegende Roman ist ein Klassiker der modernen japanischen Literatur. Es bleibt ein zeitloses für immer ein beeindruckendes Werk, das von Andeutungen und Unausgesprochenem lebt. Wir lesen über Kyoto der Nachkriegszeit des 2. Weltkriegs. Amerikanisierung im Geschmack der Stoffe und Ausstattung mancher Häuser zieht ein. In der folgenden  aufstrebenden Zeit der sechziger Jahre sind die vielen Feste in Kyoto Rahmenhandlung  und Kulissen für die Hauptcharaktere die ihre Rollen ähnlich  einem traditionellen Theaterstück einnehmen. 

Das Textilhaus Satoro und die Weberfirma Otomo stehen sich gegenüber. Die halberwachsenen Kinder der Häuser kennen sich und sind Freunde. Die Tochter des Textilhauses ist ein Findelkind und ein Zwilling, wie sich herausstellt. Nun wird eine Brücke von der Stadt zur gewaltigen und geliebten Natur Japans eine Verbindung der Zwillingstochter zu ihrer Schwester. Diese lebt als Holzfällertochter in Kyotos Norden, den Bergen. Das Mystische in der Beziehung der Zwillingsschwestern, in ihrem Sich-wieder-finden, ihre so lange unbewusst vermisste Liebe zueinander, die Einsamkeit des Menschen, wird von Kawabata meisterlich und subtil vermittelt.  

Die Geschichte enthält viele japanische Elemente wie das Geisha - Leben und Geschehen in Teehäusern. In deren Radius bewegt sich gern der Chef des Textilhauses.

Obwohl der Roman in einer Periode spielt, die inzwischen über 60 Jahre her ist, bleibt die Relevanz der ewigen Themen der Menschheit die der Autor anspricht zeitlos und wird allgemeingültig vermittelt. Liebe, Religion, Verlassenheit, Familienzugehörigkeit, Verbindung zur Natur als Gegensatz zur fortschreitenden Technisierung der Welt wird hier durch die eindrucksvolle sublime Sprache Kawabatas gezeigt. 

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