Yasunari Kawabata

 4.1 Sterne bei 79 Bewertungen
Autor von Ein Kirschbaum im Winter, Schneeland und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Yasunari Kawabata

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Ein Kirschbaum im Winter

Ein Kirschbaum im Winter

 (20)
Erschienen am 01.10.1990
Schneeland

Schneeland

 (16)
Erschienen am 10.11.2011
Die schlafenden Schönen

Die schlafenden Schönen

 (15)
Erschienen am 26.07.2004
Kyoto

Kyoto

 (7)
Erschienen am 01.10.2011
Die Rote Bande von Asakusa

Die Rote Bande von Asakusa

 (4)
Erschienen am 22.09.1999
Handtellergeschichten

Handtellergeschichten

 (2)
Erschienen am 01.12.1998
Jahrhundert-Edition: Tausend Kraniche

Jahrhundert-Edition: Tausend Kraniche

 (1)
Erschienen am 01.01.1991

Neue Rezensionen zu Yasunari Kawabata

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AylinsBuchstundes avatar

Rezension zu "Die schlafenden Schönen" von Yasunari Kawabata

Die schlafenden Schönen von Yasunari Kawabata
AylinsBuchstundevor 5 Jahren

Ein Mann an der Schwelle zum Alter wird von einem Freund eingeführt in ein Freudenhaus besonderer Art. Es ist für alte Männer bestimmt und bietet junge Frauen im Tiefschlaf an. Eguchi verbringt - in kürzer werdenden Abständen - mehrere Nächte in diesem Haus neben immer anderen jungen Frauen und Mädchen, die zurückhaltend und genau, sinnlich und diskret beschrieben werden. Eine jede ist anders. Eine jede weckt andere Phantasien, andere Erinnerungen an Frauen, die Eguchi in seinem Leben gekannt hat, an die eigene Ehefrau und die Töchter, an Geliebte, an Bekanntschaften einer Nacht ... Am Schluss kommt es zu einer tödlichen Komplikation. Mit seinem Roman hat der Nobelpreisträger Kawabata (1899-1972) nichts anderes getan, als die ebenso ungewöhnliche wie einfache Grundsituation festzuhalten, einprägsam zu machen - und damit zu überhöhen zu einer Geschichte von Liebe und Tod, von Jugend und Alter, von Männern und Frauen.

Ich muss sagen, dass ich sehr überrascht war als meine Mutter mir den Inhalt dieses Buches beschrieben hat, ich fands irgendwie interessant und musste es lesen. Der Schreibstil, fand ich war sehr schön, man hatte teilweise das Gefühl, das Geschehen vorort zu beobachten. Ich habe diesem Buch 4 Sterne gegeben, weil ich das Thema sehr interessant fand, man hat beim lesen jedoch immer das Gefühl, dass etwas ganz besonderes oder spannendes passiert, was dann aber leider nicht der fall ist. Ich fand es interessant das oft aus Eguchi´s Perspektive erzählt wurde, was dem Leser dadurch noch deutlicher gemacht hat, was er jedesmal gedacht und gefühlt hat, wenn er neben eines der Mädchen lag.

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Perkers avatar

Rezension zu "Schneeland" von Yasunari Kawabata

Unbeschreiblich
Perkervor 6 Jahren

Diese Geschichte hinterlässt beim Lesen einen eigenartigen Zauber. Man kann der Handlung nicht gerecht werden, wenn man sie einfach nacherzählt. Was sich in diesem Buch zwischen einem Geschäftsmann aus Tokyo und einer käuflichen Frau in einem abgelegenen Kurort abspielt, ist eine subtile aber zum Scheitern verurteilte Liebesgeschichte. Dialoge, Beschreibungen und auch die Kunst des Übersetzers, das anspruchsvolle Werk des japanischen Nobelpreisträgers in dieser meisterhaften Weise in deutscher Sprache wiederzugeben, machen die Lektüre zum echten Genuss.

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dzaushangs avatar

Rezension zu "Ein Kirschbaum im Winter" von Yasunari Kawabata

Rezension zu "Ein Kirschbaum im Winter" von Yasunari Kawabata
dzaushangvor 9 Jahren

Yasunari Kawabatas Roman Ein Kirschbaum im Winter erzählt von der Nachkriegszeit in Japan. Auch in Japan ist durch den großen Krieg vieles von den alten Traditionen und Moralvorstellungen durcheinander geraten und in Frage gestellt. Insbesondere die Stellung des Mannes in Gesellschaft und Familie ist, nach verlorenem Krieg, stark ins Wanken geraten.
Shingo Ogata, sechzig Jahre alt, will sich eigentlich nur an den Früchte seines langen Lebens erfreuen. Doch nur allzu deutlich werden ihm jetzt seine Grenzen als Mann, als Oberhaupt der Familie leidvoll vor Augen geführt, überschlagen sich die Ereignisse in seiner Familie. Er flüchtet deshalb auch immer öfter in eine Traumwelt, in der das Alte noch Bestand hat, das Schöne und das Vergangene.
Nichts scheint er mehr ausrichten zu können, das Schicksal seiner Familie gestalten zu können gelingt nicht mehr. Die Ehen seiner zwei Kinder sind gescheitert oder stehen auf der Kippe. Die Sorge um die Kinder, die sich nicht so verhalten wie er es erwartet, ja, die noch nicht einmal das Leben leben, das sie sich selbst erhoffen, lastet schwer auf ihm. Ob sein Leben ein Erfolg war oder nicht, hängt für ihn aber davon ab, ob das Eheleben der Kinder ein Erfolg ist oder ein Fehlschlag.
In einer sich verändernden Welt sieht Ogata sich an seinem Lebensabend mit Themen wie Scheidung, Ehebruch, mit unehelichen Kindern, Abtreibung, Drogenabhängigkeit und Selbstmord konfrontiert. Es scheint keinen Ausweg zu geben, die Familie scheint an den Belastungen zu zerbrechen.
Ein Kirschbaum im Winter ist ein wunderbarer, leiser und einfühlsamer Roman über das Schicksal von Menschen im gesellschaftlichen Umbruch. Das Alte ist noch nicht ganz vergangen, verliert aber mehr und mehr an Wirkkraft, das Neue zeigt sich in ersten Umrissen vermag aber dem Leben des Einzelnen in Familie und Gesellschaft noch keinen neuen Halt zu geben. Die Kunst liegt darin, in und an dieser Orientierungslosigkeit nicht zu zerbrechen.

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