Yasushi Inoue Das Jagdgewehr

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Inhaltsangabe zu „Das Jagdgewehr“ von Yasushi Inoue

<p>Mit einem Jagdgewehr »auf dem wunderlich einsam wirkenden Rücken des Jägers«, der seinen Weg durchs Gebirge zieht, fängt alles an. Fasziniert von diesem Bild, schreibt ein Dichter das Gedicht <em>Das Jagdgewehr</em>. Der einsame Jäger liest das Gedicht in seiner »Jägerzeitung«, erkennt sich selbst in den Zeilen wieder und schreibt dem Dichter, genauer: Er schickt ihm die Abschiedsbriefe dreier Frauen, die sein Leben bestimmten: seiner Frau, seiner Geliebten und deren Tochter. Aus drei Perspektiven erzählen diese Briefe die Geschichte seines Lebens, die Geschichte einer verbotenen Liebe, die in Wirklichkeit eine Geschichte der Einsamkeit ist.</p>

Sehr kurz, aber gut geschrieben. Hätte gerne mehr gelesen.

— BuchHans
BuchHans

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  • Rezension zu "Das Jagdgewehr" von Yasushi Inoue

    Das Jagdgewehr
    marcelsarman

    marcelsarman

    Ein einsamer Jäger streift traurig und still durch die japanischen Wälder. Wie kommt es zu dieser Einsamkeit und Stille, die diesen Mann umgeben? Inoue versucht diese sGeheiminis durch einige Briefe zu klären, die an den Jäger gerichtet sind. Die Briefe stammen von drei Frauen, die im Leben des Mannes eine maßgebliche Rolle gespielt haben: seine Frau, seine Geliebte und deren Tochter. Durch die Darstellung aus drei unterschiedlichen Perspektiven werden die Ereignisse aufgeklärt. Die jahrelang geheim gehaltene Liebe zwischen dem Jäger und seiner Geliebten führt schließlich zu einem dramatischen Ereignis. Bewertung: Die Sprache in der die Briefe verfasst sind ist ebenso umständlich wie bildhaft. Einige Ausdrücke sind schon sehr merkwürdig. Zwei kleine Beispiele sind: ich rechte - für ich habe Laub zusammengefegt Kollegblock - Collegeblock, Schreibblock Das Buch ist durch seinen ungewöhnlichen Aufbau und seine blumige ,für Europäer ungewöhnliche, Sprache durchaus lesenswert, allerdings sind einige sprachliche Ungereimtheiten nicht zu überlesen: 3 Sterne.

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    Sabine17

    Sabine17

    19. October 2014 um 17:48
  • Rezension zu "Das Jagdgewehr" von Yasushi Inoue

    Das Jagdgewehr
    Marcus_Krug

    Marcus_Krug

    09. April 2012 um 23:55

    Ein unbekannter Dichter wird gebeten, ein Gedicht für eine japanische Jagdzeitung zu schreiben. In den Zeilen erkennt sich ein Mann wieder und schickt dem Dichter Briefe von drei Frauen, damit dieser sieht, wie genau er die Gefühle des im Gedicht beschriebenen Mannes erahnt hat. Die Briefe stammen von der Frau des Jägers, von dessen Geliebter und deren Tochter. Alle drei Frauen konfrontieren den Mann/Jäger in den Briefen, die den Haupteil des Buches darstellen, mit einem "Verbrechen", was vor dreizehn Jahren begann und mit dem Tod der Geliebten endet. Obwohl der Autor in diesen Briefen die drei Frauen zu Wort kommen läßt und somit die Geschichte des "Verbrechens" aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet, will der Funke auf knapp hundert Seite nicht überspringen. Man kann trotz der Schilderungen nicht erahnen, wer dieser Mann war und was er empfunden hat. Auch fällt es schwer, einen Bezug zu dem Jäger im Gedicht "Jagdgewehr" herzustellen. Eine nette Lektüre für Zwischendurch. Mehr nicht.

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  • Rezension zu "Das Jagdgewehr" von Yasushi Inoue

    Das Jagdgewehr
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. December 2009 um 22:01

    Alles begann mit einem Gedicht: Der namenlose Ich-Erzähler veröffentlicht ein Gedicht namens "Das Jagdgewehr" und bekommt kurz darauf einen vermeintlichen Leserbrief, in dem sich der Jäger wiedererkennt. Dieser schickt ihm wenige Tage später drei Abschiedbriefe: von seiner Frau, seiner Geliebten und deren Tochter. Die Briefe offenbahren dem Dichter die Beziehung des Mannes, Misugi genannt, zu diesen drei Frauen - eine Geschichte von Untreue, Liebe und abgrundtiefer Einsamkeit. Yasushi Inoues Kurzgeschichte "Das Jagdgewehr" wirkt durch die klare Sprache und die Darstellung der Briefe, die bei dem Dichter eingehen und zu diesen er keinen wirklichen Bezug zu haben scheint. Jedoch kann er sich dadurch erklären, weshalb er bei der Gestalt des Jägers, dessen Anblick ihn zu dem Gedicht inspiriert hatte, das Gefühl verspürte, dass sein Rücken mit dem Gewehr über der Schulter eine gewisse Einsamkeit verkörperte. Alles in allem regt dieses Buch zum Nachdenken an, was eigentlich die wahre, aufrichtige Liebe ist und ob es falsch wäre, für diese nicht auch einige Grenzen zu überschreiten.

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  • Rezension zu "Das Jagdgewehr" von Yasushi Inoue

    Das Jagdgewehr
    Gruenente

    Gruenente

    13. November 2009 um 12:49

    Ein Buch, dass man an einem Nachmittag gelsen hat. Es handelt von einem Autor, von dem ein Gedicht in einer Jagdzietung abgedruckt wurde. Nach einigen Monaten meldet sich ein Mann, der glaubt, dass er der Jäger ist von dem die Rede war. Um seine damalige Gemütsverfassung zu erklären, schickt er en paar Tage später drei Briefe, die er von drei Frauen bekommen hat, die sich alle gegenseitig kannten. Mit jedem Brief ändert sich das Bild, das man von den Geschehnissen die darin beschreiben werden hat. Das Buch ist sehr schön geschrieben und tiefsinnig. FÜr mich auch sehr jeapanisch (nach meinen Vorstellungen von Japan). Zum Beisiel Menschen, die eine halbe Stunde lang eine Vase betrachten... Die Protagonisten sind alle aus der Oberschicht und können sich solche Meditationen leisten. Das Buch ist schon fast 60 Jahre alt, in der Sprache aber nicht veraltet. Also ein echter Klassiker1

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  • Rezension zu "Das Jagdgewehr" von Yasushi Inoue

    Das Jagdgewehr
    Lesebienchen

    Lesebienchen

    19. February 2009 um 13:11

    "Das Jagdgewehr" ist eine sehr leise, aber einfühlsame Erzählung übder die Liebe, die zu Recht als Klassiker der japanischen Literatur gilt.
    In 3 Briefen und somit aus 3 verschiedenen Perspektiven wird das Leben und die Liebe des Mannes Misugis illustriert. Seine Frau, seine Geliebte und deren Tochter schildern in ihren Briefen ihre Gefühle, Leidenschaften und Ängste.

  • Rezension zu "Das Jagdgewehr" von Yasushi Inoue

    Das Jagdgewehr
    la_marite

    la_marite

    27. August 2007 um 08:50

    Am Ende wartet der Tod. Ein glückliches Leben, heißt es, zu lieben odergeliebt zu werden? Kann Glück erleben, wer der Einsamkeit sichverschreibt?Inoue erzählt mittels dreier Briefe das Leben einesoffensichtlich erfolgreichen Mannes, der aufgrund eines Gedichtes in einerJagdzeitschrift sich angeregt fühlt, sein nicht-offensichtliches Lebenpreis zu geben. Die Tochter seiner gerade verstorbenen Geliebten nimmtklaren, verständnisvollen Verstandes Abschied von ihm. Seine Frau reißt ihnnüchterner Worte in Stücke, seine Geliebte gesteht ihm, dass sie ihn nichtgeliebt habe und offenbart ihm per Brief kurz vor ihrem Tode ihr wahresIch. Nicht grausam ist diese Geschichte, kein Schlag ins Gesicht deseigentlichen Protagonisten. Tragisch mutet der Umstand an, dass er sichseines Verbrechens an seiner Frau bewusst war, von Beginn an und seineGeliebte diesen Umstand mit ihm zu teilen gewillt war, da sie sich geliebtfühlte und beide mehr als 10 Jahre bar jeden Zweifels ihre Beziehung – esist nicht Liebe, seine zwar, aber nicht ihre – versteckten undschlussendlich seine Frau von Beginn an davon wusste. Seine Abscheu vor ihrmacht ihn einsam in der Zeit seiner Affäre, das Bekenntnis seinerGeliebten vor ihrem Tode beraubt ihn wohl des bis dahin währenden Haltes,erst aber die Verquickung aus Versteckspiel für eine Liebe, die keine war,und dem kalten Bekenntnis, das Verteckspiel war duch und durch unnötig,kommt einem Koma gleich. Plötzlich sind die schwierigsten Jahre nicht nurihres Zaubers, sondern auch noch ihrer Substanz beraubt. Ein Fluss, in demkein Wasser fließt. Ein weißes Flußbett. Wo einst Wasser war, herrschteinsame Dürre der Verlassenheit.Für alle Verlassenen und Verlassenden,Liebenden und Geliebten. Keine großen Worte, aber größte Präzision über das Einsamsein.

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  • Rezension zu "Das Jagdgewehr" von Yasushi Inoue

    Das Jagdgewehr
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. July 2007 um 22:15

    Was sollte man wohl über diese kleine Büchlein schreiben? Eine Chronik einer verbotenen Liebe in drei Briefen. Ein und das selbe “Verbrechen” stets aus einem anderen Blickwinkel. Drei Briefe die gleichsam Erzählen aber auch einen Bruch, einen Abschied dem Lesenden gegenüber beinhalten. Die Nichte die sich von ihrem Onkel abwendet da sie zwar nicht die ganze Tragweite der Tragödie erfasst aber dennoch erkennt das es nicht des rechtens war. Die Ehefrau die mittels ihres Briefes ihr scheiden vom Manne, also dem Leser, bekundet weil sie um die Liebschaft wusste und sich außer Stande sieht die Lügen weiter aufrecht zu erhalten. Die Geliebte die sich in ihrem Brief von ihrem Geliebten verabschiedet um ihm noch einmal ihr wahres Gesicht zu zeigen bevor in einigen Stunden der Tod in ihr Haus eintritt. Still, ruhig, ja man möchte schon fast sagen mit japanischer Zurückhaltung wird die Erzählung dem Leser näher gebracht. Die Teile der Geschichte fügen sich Stück für Stück bis sie ein ganzes ergeben. Ein Raum der auf den ersten Blick nur karg und dürftig eingerichtet scheint kann jedoch bis auf das kleinste Detail auf das Wohlbefinden des Betrachters abgestimmt sein. Nicht um zu betrachten sitzt der Leser in diesem Raum sondern um ein Stück weit Teil dieses Raumes zu werden… Eine klare Empfehlung.

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