Yehuda Bauer Der Tod des Schtetls

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Inhaltsangabe zu „Der Tod des Schtetls“ von Yehuda Bauer

Das Schtetl war »eine kleine Civitas Dei«, wie Manès Sperber schrieb, ein untergegangenes Paradies, ein ausgelöschter Sehnsuchtsort. In den »Städtlein« Galiziens, Weißrußlands und der Ukraine lebten die Juden wie aus der Zeit gefallen: in bitterster Armut, größter Religiosität und in der Tradition der Vorfahren, aber ohne den Druck zur Assimiliation wie im übrigen Europa. Pogrome bedrohten das Schtetl schon im 19. Jahrhundert, doch erst die Nazis vernichteten im Zweiten Weltkrieg die Schtetl und ihre Einwohner. Yehuda Bauer, der große Erforscher der Shoah, ruft uns die untergegangene Welt des jüdischen Lebens in Osteuropa in Erinnerung. Er erzählt ohne Verklärung von den Lebensumständen im Schtetl, von den sozialen Widersprüchen, den Schicksalen der einzelnen. Anhand exemplarischer Betrachtungen einzelner Orte zeigt er die Umstände der Auslöschung nach dem Einmarsch der Deutschen. Er beschreibt die verzweifelten Rettungsversuche, die Flucht in die Wälder und den jüdischen Widerstand. Yehuda Bauer gibt Einblick in das jüdische Leben in Osteuropa vor und während der Shoah, er bewahrt die Welt des Schtelts vor dem Vergessen.

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  • Yehuda Bauers Buch wird dazu beitragen dass die Welt des Schtetls nicht vergessen wird

    Der Tod des Schtetls
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    19. June 2013 um 09:20

      Yehuda Bauer, der Autor des vorliegenden Buches über die von den Nazis vernichtete Welt der osteuropäischen Siedlungen und „Städtchen“ der Juden, ist  ein israelischer Historiker und emeritierter Professor für Holocaust-Studien an der Hebräischen Universität in Jerusalem. Er gilt weltweit als einer der bedeutendsten Erforscher der Shoah, der massenhaften und industriemäßig durchgeführten Vernichtung der Juden und ihrer Lebenswelt.   In dem vorliegenden Buch lässt er dieses Schtetl, eine „kleine civitas dei“, wie Manes Sperber sie nannte, wieder auferstehen. Was viele Leser der Bücher von Isaac B. Singer u.v.a. aus deren Romanen ansatzweise kennen, wird hier in seiner ganzen Breite beschrieben. Die „Städtlein“, wie die jüdischen Bewohner sie nannten, in Galizien, Weißrussland und der Ukraine waren Wohnorte der Juden, die bis weit in das 20 Jahrhundert aus der Zeit gefallen schienen. Der Tradition ihrer Vorfahren verpflichtet, lebten sie dort in oft bitterer Armut und tiefer Religiosität, jedoch  lange Zeit ohne politischen und gesellschaftlichen Druck zur Assimilation wie die Juden in anderen Teilen Europas.   Neben einer ausführlichen und unsentimentalen Beschreibung der Lebensumstände im Schtetl mit seinen sozialen Widersprüchen und den Schicksalen der Einzelnen widmet sich Yehuda Bauer auch der Frage,  warum sich manche Schtetl gegen die Deportationen wehrten und andere sich ohne Gegenwehr ihrem Schicksal ergaben. Und er kommt zu einer für einen klassischen Historiker wenig befriedigenden Antwort:   „In Situationen außerordentlicher Belastung, die genozidale Situationen zweifellos sind, kann es sein, dass die Reaktionen der Opfer nicht von Traditionen, nicht von wirtschaftlichen, gesellschaftlichen oder anderen Faktoren bestimmt sind, sondern von den drei Elementen Charakter, Zufall und Glück, die wir sonst kaum in Betracht ziehen, wenn wir historische Ereignisse zu erklären versuchen.“   Yehuda Bauers Buch wird neben vielen Romanwerken jüdischer Schriftsteller, die im Schtetl aufgewachsen sind, dazu beitragen dass die untergegangene Welt des Schtetls nicht vergessen wird.

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