Yejide Kilanko Der Weg der Töchter

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Inhaltsangabe zu „Der Weg der Töchter“ von Yejide Kilanko

Morayo wächst mit ihrer geliebten Schwester in einer modernen nigerianischen Familie auf. Sie erlebt das Erwachsenwerden behütet, aber voller Tabus. Als Bros T, der charmante Cousin der Mädchen, in der Familie aufgenommen wird, ist Morayo zunächst begeistert, dann aber überfordert, als Bros T sie nachts bedrängt ... Ein dichtes Netz des Schweigens legt sich über das Haus, und das Mädchen erfährt von ihren Eltern keinen Trost. Es wird eine Odyssee, aus der sie stark und voller Zukunftspläne hervorgeht. Ein mutiges, mitreißendes Romandebüt über eine Kindheit in Nigerias Millionenstadt Ibadan.

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  • Der Weg der Töchter

    Der Weg der Töchter
    HeikeM

    HeikeM

    22. April 2013 um 08:48

    Morayo ist ein lebenslustiges Mädchen. Als sie 5 Jahre alt war, kam ihre Schwester zur Welt, sie war von Albinismus betroffen. Beide wuchsen behütet im Schoß einer eng zusammenhaltenden großen Familie im nigerianischen Ibadan auf. Die Zeit verging und Morayo wurde langsam zur Frau, war den Kinderschuhen aber noch nicht ganz entwachsen. Die Eltern nahmen ihren Neffen, Bros T. in die Familie auf, da seine Mutter mit dem schwierigen Halbwüchsigen nicht mehr zurechtkam. Eines Nachts schlich er sich in Morayos Bett, bedrängte und missbrauchte sie, dieses Mal und immer wieder. Als Morayo endlich den Mut fand und ihr Problem mit dem Cousin ansprach, wurde ihr die Schuld an den Vorfällen zugewiesen. Einzig bei ihrer Tante Morenike fand sie Verständnis und Trost… Der Leser begleitet Morayo von über 25 Jahre und erlebt ihre Entwicklung vom kleinen Mädchen hin zur selbstbewussten jungen Frau. Obwohl die Familie äußerlich recht weltoffen wirkt, ist sie noch eng verstrickt in traditionelle Ansichten und Konventionen, die Morayo nach den Übergriffen ihres Cousins hart treffen. Der Autorin ist es sehr gut gelungen, das Leben in dieser Großfamilie zu beschreiben. Man taucht in das Leben in der afrikanischen Großstadt ein, lernt die Familienmitglieder mit allen ihren guten und schlechten Eigenschaften und das sie umgebende Netzwerk von Freunden und Nachbarn kennen. Yejide Kilanko erzählt sehr persönlich, einfühlsam, warmherzig und in einer äußerst lebendigen Sprache. Die der Autorin eigene Kenntnis des Landes, seiner Besonderheiten und Traditionen werden auf jeder Seite des Romans spürbar und sorgen für eine atmosphärisch dichte Stimmung. So werden letztlich auch moralische Fragen aufgeworfen, die überall auf der Welt ihre Berechtigung haben. Letztlich zeigt es aber deutlich auf, welchen Herausforderungen sich junge Frauen in Nigeria stellen müssen, die ihren eigenen Weg gehen wollen. „Der Weg der Töchter“ ist ein wirklich beeindruckendes Debüt der in Kanada mit nigerianischen Wurzeln lebenden Autorin. Man darf auf weitere Romane von Yejide Kilanko gespannt sein. Ihr Erstling ist ausgesprochen beeindruckend und nachhallend. Es bescherte mir eine sehr angenehme und interessante Lesezeit. Ich empfehle es sehr gern weiter.

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  • Nigerianisches Familienleben heute.

    Der Weg der Töchter
    Clari

    Clari

    07. April 2013 um 12:05

    Hier wird die Geschichte eines mutigen, aufgeweckten und neugierigen kleinen Mädchens in Nigeria erzählt.   Sie wächst in einer lauten, freundlichen und lebhaften Großfamilie in Ibadan/Nigeria auf. Der Vater ist Geschäftsmann und viel unterwegs. Es geht der Familie wirtschaftlich gut. Sie bewohnt ein hübsches großes Haus. Im Verwandtenkreis nimmt man Anteil an einander und hilft sich gegenseitig. Morayo und ihre kleine Schwester Eniayo sind zwei fröhliche Kinder, die erfolgreich die Schule besuchen. Später werden sie sogar studieren.   Die Ereignisse umfassen den Zeitraum zwischen 1982 bis 2007. Das unbeschwerte Leben für Morayo endet sehr plötzlich, als der     Cousin Tayo, genannt Bros T, in die Familie aufgenommen wird. Seine Mutter, eine von vielen Verwandten, hat um Hilfe gebeten, weil sie mit ihrem verzogenen Sohn nicht mehr fertig wurde. Er stellt den Frauen nach, lügt, ist ein Flegel und nicht sehr erfolgreich in seinen schulischen Leistungen.   Morayo wächst inzwischen zum Teenager heran. Sie ist hübsch und gut mit ihrem Schulfreund Kachi befreundet. Ist nicht sogar erste Liebe mit im Spiel?   Wie bei allen Völkern der Erde ist die Pubertät eine aufregende Zeit. Morayo und Kachi pflegen eine zugleich zärtliche aber zurückhaltende Beziehung. Kachi zieht eines Tages mit seiner Familie fort aus Ibadan. Er und Morayo erleben die erste schmerzliche Trennung ihres Lebens.    Als Bros T in der Schule bessere Leistungen erbringt, versöhnt sich Morayos Vater mit ihm und erkennt ihn zunehmend an. Außerhalb des Hauses verkehrt er jedoch in anrüchigen Kneipen mit ebenso anrüchigen Freunden. Dann beginnt er Morayo nachzustellen und wird zudringlich. Morayo findet sich daraufhin verfemt und abseits der Familie wieder. Das glückliche Familienleben ist zu Ende. Sie trägt ihr Leid lange alleine, bis sie bei einer älteren Cousine mit ähnlichen Erfahrungen Unterstützung findet.   Die Annäherung des brutalen Cousins an Morayo zeigt in ihren tragischen Auswirkungen das ganze Maß weiblicher Unterdrückung, von dem Frauen hier wie anderswo betroffen sind. Man glaubt nicht dem Opfer sondern misst diesem eine Mitschuld zu. Morayo hat einen langen Irrweg vor sich. Ihre Beziehungen zu Männern bleiben für lange Zeit gestört.   Yejide Kilanko ist eine feinsinnige und sensible Beobachterin. Sie ist selbst in Nigeria geboren und aufgewachsen. Ihre Geschichte zeugt von ausdrücklicher Kenntnis über des Leben, Lieben und Aufwachsen in Nigeria.   Mit ihrer aufrüttelnden Erzählung macht sie sich zur Sprecherin der unterdrückten Frauenwelt in ihrem Heimatland. Atemlos folgt man dem Schicksal Morayos, das erst über Umwege und zahlreiche Stolpersteine zu einem guten Ende führt. Wütend begreift man, wie verstörend für ein Mädchen die Verständnislosigkeit der Eltern sein muss. Aus dem verschreckten jungen Mädchen wird später eine kämpferische Frau, die sich nicht unterkriegen lässt.    In ihrem breit angelegten Familienepos einer nigerianischen Familie erfährt man viel über die Riten und Geflogenheiten in dem Land.    Heiraten und Kinderkriegen sind auch hier noch erstrebenswerte Ziele für Eltern mit ihren Kindern. In den aufgeklärten und gebildeten Kreisen aber ist Berufstätigkeit durchaus erwünscht.   Die Autorin gewährt uns mit ihrer Familiengeschichte einen umfassenden Blick in ihr Land. Hier kämpfen Aufklärung und Vergangenheit noch um die Vormacht mit einander.

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  • Niegerianisches Familienleben

    Der Weg der Töchter
    Clari

    Clari

    20. March 2013 um 14:26

    Nigerianisches Familienleben heute.   Hier wird die Geschichte eines mutigen, aufgeweckten und neugierigen kleinen Mädchens in Nigeria erzählt.   Sie wächst in einer lauten, freundlichen und lebhaften Großfamilie in Ibadan/Nigeria auf. Der Vater ist Geschäftsmann und viel unterwegs. Es geht der Familie wirtschaftlich gut. Sie bewohnt ein hübsches großes Haus. Im Verwandtenkreis nimmt man Anteil an einander und hilft sich gegenseitig. Morayo und ihre kleine Schwester Eniayo sind zwei fröhliche Kinder, die erfolgreich die Schule besuchen. Später werden sie sogar studieren.   Die Ereignisse umfassen den Zeitraum zwischen 1982 bis 2007.   Das unbeschwerte Leben für Morayo endet sehr plötzlich, als der     Cousin Tayo, genannt Bros T, in die Familie aufgenommen wird. Seine Mutter, eine von vielen Verwandten, hat um Hilfe gebeten, weil sie mit ihrem verzogenen Sohn nicht mehr fertig wurde. Er stellt den Frauen nach, lügt, ist ein Flegel und nicht sehr erfolgreich in seinen schulischen Leistungen.   Morayo wächst inzwischen zum Teenager heran. Sie ist hübsch und gut mit ihrem Schulfreund Kachi befreundet. Ist nicht sogar erste Liebe mit im Spiel? Wie bei allen Völkern der Erde ist die Pubertät eine aufregende Zeit. Morayo und Kachi pflegen eine zugleich zärtliche aber zurückhaltende Beziehung. Kachi zieht eines Tages mit seiner Familie fort aus Ibadan. Er und Morayo erleben die erste schmerzliche Trennung ihres Lebens.    Als Bros T in der Schule bessere Leistungen erbringt, versöhnt sich Morayos Vater mit ihm und erkennt ihn zunehmend an. Außerhalb des Hauses verkehrt er jedoch in anrüchigen Kneipen mit ebenso anrüchigen Freunden. Dann beginnt er Morayo nachzustellen und wird zudringlich. Morayo findet sich daraufhin verfemt und abseits der Familie wieder. Das glückliche Familienleben ist zu Ende. Sie trägt ihr Leid lange alleine, bis sie bei einer älteren Cousine mit ähnlichen Erfahrungen Unterstützung findet.   Die Annäherung des brutalen Cousins an Morayo zeigt in ihren tragischen Auswirkungen das ganze Maß weiblicher Unterdrückung, von dem Frauen hier wie anderswo betroffen sind. Man glaubt nicht dem Opfer sondern misst diesem eine Mitschuld zu. Morayo hat einen langen Irrweg vor sich. Ihre Beziehungen zu Männern bleiben lange gestört.   Yejide Kilanko ist eine feinsinnige und sensible Beobachterin. Sie ist selbst in Nigeria geboren und aufgewachsen. Ihre Geschichte zeugt von ausdrücklicher Kenntnis über des Leben, Lieben und Aufwachsen in Nigeria. Mit ihrer aufrüttelnden Erzählung macht sie sich zur Sprecherin der unterdrückten Frauenwelt in ihrem Heimatland. Atemlos folgt man dem Schicksal Morayos, das erst über Umwege und zahlreiche Stolpersteine zu einem guten Ende führt. Wütend begreift man, wie verstörend für ein Mädchen die Verständnislosigkeit der Eltern sein muss. Aus dem verschreckten jungen Mädchen wird später eine kämpferische Frau, die sich nicht unterkriegen lässt.    In ihrem breit angelegten Familienepos einer nigerianischen Familie erfährt man viel über die Riten und Geflogenheiten in dem Land.    Heiraten und Kinderkriegen sind auch hier noch erstrebenswerte Ziele für Eltern mit ihren Kindern. In den aufgeklärten und gebildeten Kreisen aber ist Berufstätigkeit durchaus erwünscht.   Die Autorin gewährt uns mit ihrer Familiengeschichte einen umfassenden Blick in ihr Land. Hier kämpfen Aufklärung und Vergangenheit noch um die Vormacht mit einander.  

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  • Rezension - Der Weg der Töchter

    Der Weg der Töchter
    GlamourGirl80

    GlamourGirl80

    20. March 2013 um 13:38

    Morayo wächst in der Millionenstadt Ibadan in Nigeria auf. Ihre Kindheit verbringt sie in einem Elternhaus mit Eltern denen es finanziell nicht schlecht geht und die fest verankerte, teilweise noch sehr traditionelle moralische Vorstellungen und Werte haben. Morayo und ihre kleine Schwester Eniayo haben ein sehr enges Verhältnis und Morayo beschützt sie, wo sie nur kann. Beide wachsen sehr behütet auf. Doch als Morayo vergewaltigt wird und von ihren Eltern nicht den Rückhalt und die Unterstützung bekommt die sie brauchen würde, entwickelt sich Morayo's Leben in eine Richtung, die den hohen Erwartungen ihrer Familie nicht gerecht werden kann und die auch sie selber sehr belastet. Morayo findet Kraft und Halt bei ihrer Aunty Moreniko, die mit 15 ebenfalls vergewaltigt wurde und deren Sohn daraus entsprungen ist. Während Morayo ihre eigenen Ansichten und Werte entwickelt und zu einer selbständigen Frau heranwächst, trifft sie auf ihren ersten festen Freund aus Kindestagen. Nachdem sie sich erneut aus den Augen verlieren, tritt er ein weiteres Mal in ihr Leben. Vielleicht kann er ihr die Liebe und das Verständnis geben das Morayo schon lange herbeisehnt und alles wendet sich doch noch zum Guten. Als ich "Der Weg der Töchter" von buecher.de erhalten habe um es als "Buchflüsterer" zu lesen und zu rezensieren, war ich nicht wirklich begeistert. Das Buch hätte ich mir niemals selber ausgesucht, da mich der Klappentext so gar nicht angesprochen hat. Doch natürlich wollte ich dem Buch eine Chance geben und ich bin froh, dass ich das getan habe. Schon die ersten Seiten haben mich in ihren Bann gezogen. Vor meinem geistigen Auge sind Bilder entstanden von Morayo, ihrere Familie und ihrem Leben und ich hatte das Gefühl beim Lesen "dabei zu sein". Kilanko schreibt sehr eindringlich und als Leser kann man sich dieser Story nicht entziehen. Morayo's Geschichte ist traurig, erschütternd und beklemmend und auf der anderen Seite so voller Hoffnung und auch voller Liebe. Für mich war es leicht der Geschichte zu folgen und mit Morayo mitzufühlen, Verständnis für sie aufzubringen und sie ins Herz zu schliessen. Die Umstände und Werte in / mit denen Morayo aufwächst scheinen so fremd, unverständlich, teilweise realitätsfern für unseren Kulturkreis und Kilanko hat es dennoch geschafft meine Denkweise zu durchbrechen und dem Geschehen im Buch zunächst erstmal wertfrei zu begegen. Selbstverständlich habe ich mir dazu meine eigenen Gedanken gemacht, habe meine Meinung dazu und finde viele Umstände schrecklich und falsch...aber durch Kilanko's Art zu schreiben war es mir möglich die Situation mit Morayo's Augen zu betrachten. Meiner Meinung nach eine absolut hohe Kunst, wenn man seinen Lesern so etwas ermöglichen kann. Ganz besonders faszinierend ist hierbei, dass "Der Weg der Töchter" Kilanko's Debütroman ist! Für die Dauer des Buches bin ich in ein Leben und eine Welt eingetaucht die mir einerseits sehr fremd sind und andererseits so intensiv und eindringlich nahegebracht wurden, dass ich doch mitten drin war. "Der Weg der Töchter" ist eine Geschichte die berührt und fesselt. Eine Geschichte die von eindrucksvollen Charakteren lebt und von Anfang bis Ende absolut fasziniert. Auch wenn man bei diesem Buch vielleicht denken mag, dass das Genre oder die Story nicht in das für einen selber "übliche Leseschema" passt, kann ich nur empfehen ihm eine Chance zu geben. Von mir gibt es eine absolute Lese-Empfehlung! Das Buch erhält von mir 5 von 5 Sternen. http://www.glamour-buecherregal.de/

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  • Rezension zu "Der Weg der Töchter" von Yejide Kilanko

    Der Weg der Töchter
    christin_rotte

    christin_rotte

    03. March 2013 um 17:59

    Dieses Buch habe ich von buecher.de als „Buchflüsterer“ zum vorablesen erhalten. Das Cover und der Klappentext haben mich nicht angesprochen und ich dachte schon ich müsste mich durch diesen Roman quälen. Aber weit gefehlt. Die Geschichte beginnt im Jahr 1982 in Ibadan einer nigerianischen Großstadt. Morayo und ihre fünf Jahre jüngere Schwester Eniayo, die als Albino zur Welt gekommen ist, wachsen in gut situierten Familienverhältnissen auf, in denen es aber gilt die energischen Regeln der Eltern zu beachten. Da ihr Vater als Pharmavertreter und die Mutter als Schneiderin viel zu tun haben, kümmert sich Aunty Adunni um die Beiden. Alle drei kümmern sich sehr liebevoll aber auch mit viel Strenge um die Mädchen. Morayo ist langsam in dem Alter wo Jungs interessanter werden und so dauert es nicht lang bis sie sich in ihren Klassenkameraden Kachi verliebt. Eines Tages beschließen Kachis Eltern jedoch wegzuziehen und die beiden verlieren sich aus den Augen. Es gibt aber noch zwei Tanten die in diesem Buch eine sehr große Rolle spielen. Zum einen, Aunty Tope, deren Sohn Tayo, genannt Bros T, nur Unfug im Kopf hat und dem es an väterlicher Führung fehlt. Als dieser bald darauf in Morayos Familienhaus einzieht, ist es mit der gutbehüteten Kindheit vorbei. Tayo vergewaltigt Morayo eines Nachts, die daraufhin nicht mehr weiß was sie tun soll. Zum anderen gibt es noch Tante Morenike, die als 15 jähriges Mädchen ebenfalls vergewaltigt wurde und damals kurz darauf ein Kind gebar. Morayos Verhältnis zu ihr war schon immer gut und wird durch die gemeinsame Erfahrung noch gefestigt. So gelingt es Morenike im Laufe der Zeit ihrer Nichte über dieses schlimme Geschehen hinweg zu helfen. Man begleitet die kleine Morayo auf dem Weg zum erwachsen werden und durchlebt mit ihr gemeinsam die grausamen und schönen Momente ihres Lebens. Kilanko ist es gelungen mich in eine völlig fremde Welt zu entführen. Morayos Leben wurde so anschaulich beschrieben, dass man das Gefühl bekam an ihrem Familienleben teil zu haben. Die Wertvorstellungen und auch die Stellung der Frau im Allgemeinen haben mir aufgezeigt wie gut wir es in Deutschland eigentlich haben. Und doch musste ich, als Mutter einer kleinen Tochter an einigen Stellen heftig schlucken, denn eine Vergewaltigung passiert auch hier zu Lande ca. 50.000-mal im Jahr. So hat die Autorin nicht nur auf die Probleme in ihrem Geburtsland aufmerksam gemacht, sondern genau den Nerv der Zeit getroffen und geschickt dieses heikle Thema in Angriff genommen. Das einzige Manko des Buches waren für mich die vielen Fremdwörter für Gegenstände, Personen und Handlungen, die ich nicht gut beschrieben fand und mir somit ein Teil der Geschichte verloren ging. Dies hat dem Buch aber nichts an seiner Herzenswärme genommen und ich hatte es trotz der 383 Seiten, für meine Verhältnisse schnell durchgelesen. Tine

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