Yeon Somin

 4,1 Sterne bei 19 Bewertungen

Lebenslauf

Yeon Somin wird als aufstrebendes literarisches Talent in Korea gehandelt. Sie arbeitet als freiberufliche Drehbuchautorin für große Fernsehsender in ihrem Land. Seit Beginn ihrer Karriere als Romanautorin wurde sie mehrfach ausgezeichnet. 2022 erhielt sie den renommierten Korea New Writer's Award für ihr ersten Roman Lazy Kinko. Jeongmin töpfert das Glück ist ihr internationales Debüt, das in Korea sofort ein Bestseller wurde und sich über Nacht in über 20 Länder verkaufte. In ihrer Freizeit findet Yeon Somin Entschleunigung in der Kunst des Töpferns.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Yeon Somin

Cover des Buches Jeongmin töpfert das Glück (ISBN: 9783570105566)

Jeongmin töpfert das Glück

(19)
Erschienen am 13.11.2024

Neue Rezensionen zu Yeon Somin

Cover des Buches Jeongmin töpfert das Glück (ISBN: 9783570105566)
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Rezension zu "Jeongmin töpfert das Glück" von Yeon Somin

AgnesM
Jeongmin töpfert das Glück

Jeongmin ist 30 Jahre alt und steht kurz vor dem Zusammenbruch. Der Druck, die ständige Hetze und der Verlust jeglicher Freude an ihrer Arbeit lassen sie eines Tages alles hinschmeißen. Ohne Plan, ohne Ziel, zieht sie sich in ihre Wohnung zurück. Erst zufällig entdeckt sie bei einem Spaziergang die kleine Töpferei, deren warme Atmosphäre sie sofort anzieht. Die Besitzerin lädt sie auf einen Kaffee ein. Eine kleine, aber entscheidende Geste. Aus dieser Begegnung entsteht nicht nur eine zarte Freundschaft, sondern auch der Impuls, wieder etwas mit den eigenen Händen zu schaffen.

Im Töpferkurs begegnet Jeongmin Menschen aus allen Lebensphasen & jeder von ihnen mit einer eigenen Geschichte. Besonders zu Gisik fühlt sie sich hingezogen und nach dem Kurs beginnt sich zwischen ihnen eine Nähe zu entfalten.

Doch wer hier Spannung, große Dramen oder Wendungen erwartet, wird enttäuscht oder vielmehr angenehm überrascht. "Jeongmin töpfert das Glück" ist kein Roman, der mit lauten Ereignissen fesselt, sondern einer, der sich leise entfaltet. Seite um Seite begleitet man Jeongmin auf ihrem Weg zurück zu sich selbst. Ein Weg, der nicht spektakulär, aber zutiefst menschlich ist.

Das Töpfern wird zum Sinnbild für das Leben selbst: Es verlangt Geduld, Hingabe und die Bereitschaft, Fehler zu akzeptieren. Scherben müssen nicht weggeworfen werden & können Teil von etwas Neuem werden. So wie der Ton auf der Drehscheibe immer wieder geformt werden kann, so kann auch das eigene Leben neu gestaltet werden.

Ich liebe koreanische Belletristik, weil sie es schafft, das Alltägliche mit einer besonderen Zärtlichkeit zu betrachten. Dieses Buch ist dafür ein wunderbares Beispiel. Die Sprache ist ruhig und poetisch, die Figuren sind glaubwürdig und fein gezeichnet. Jede von ihnen trägt etwas Echtes in sich wie z.B. Verletzlichkeit, Hoffnung, Zweifel.

Was mich besonders berührt hat, ist die Botschaft des Buches: Heilung geschieht nicht im Eiltempo. Sie braucht Zeit, Geduld und Menschen, die uns verstehen. "Jeongmin töpfert das Glück" erinnert uns daran, wie wichtig es ist, Teil einer Gemeinschaft zu sein, die uns auffängt, wenn wir uns selbst verloren haben.

Cover des Buches Jeongmin töpfert das Glück (ISBN: 9783570105566)
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Rezension zu "Jeongmin töpfert das Glück" von Yeon Somin

Ninasan86
Ein tolles Buch, um die Zeit wirklich wahrzunehmen und zu nutzen

Eine Geschichte, die in mir noch immer nachhallt, da auch ich einige Situationen kenne.
Jeongmin erfährt das, was vielen von uns widerfahren ist: sie arbeitet mit viel Herzblut, schaut nicht auf die Zeit, achtet auch nicht auf sich oder ihre Bedürfnisse und dann - ja, dann ist es zu spät. Sie spürt Erschöpfung. Sie ist müde. Und ausgebrannt. Und sucht in allem einen Sinn. Sie reicht die Kündigung ein, doch auch dann will sich die Abgeschlagenheit nicht abstellen. Sie zieht sich zurück und wird Eremit in der eigenen Wohnung. Doch irgendwann reicht’s und sie bricht aus. Vielleicht findet sie ihn in dem kleinen Töpferladen, den sie bei einem Spaziergang entdeckt und zunächst für ein Café hält. Die Gerüche, die getöpferten Waren und auch die Frauen dort strahlen eine besondere Energie aus, die ihr fehlt und sie magisch anzieht.

Dieser Roman beinhaltet keine Geschichte mit spannenden Handlungsbögen und Wendungen. Du wirst nicht am Lesen gehalten, weil du unbedingt wissen musst, wie es weitergeht. Du schlägst Seite um Seite um und liest weiter, weil du dich in der Geschichte wiederfindest und gemeinsam mit der Protagonistin einen Weg suchst, wieder glücklich zu werden und zu dir selbst zu finden.

Sie tut dies, indem sie mit dem Töpfern anfängt. Das Töpfern zu erleben erfordert Geduld, aber auch Aufmerksamkeit und vor allen Dingen viel Zeit. Was Jeongmin jedoch auch lernt ist, dass auch Dinge, die scheinbar kaputt sind, Risse haben oder nicht gelungen sind, wieder neu verwendet und somit zu etwas Neuem gestaltet werden können.

Ich selbst habe auch schon vor Jahren einen Töpferkurs besucht und kann somit voll und ganz nachempfinden, wie es ist, in diese Ruhe reinzukommen. Töpfern hat etwas Meditatives an sich und hat auch mir sehr gut gefallen - nicht so gut wie das Malen, aber trotzdem sehr gut.

Dieses Buch ist daher ein Buch, das langsam gelesen wird und bei dem man in Gedanken auch am Töpfern und Innehalten ist. Ein tolles Buch, um die Zeit wirklich wahrzunehmen und zu nutzen oder sich zu überlegen, wie man selbst nicht in dieses Hamsterrad gerät und immer wieder Pausen einlegt.

Cover des Buches Jeongmin töpfert das Glück (ISBN: 9783570105566)
M

Rezension zu "Jeongmin töpfert das Glück" von Yeon Somin

magdas_buecherwelt
Für alle, die sich fürs Töpfern begeistern

Das wunderschöne goldene Cover hat es mir angetan, es zählt zu den schönsten in meinem Regal! Beim Aufschlagen des Buches sieht man Keramikgeschirr, eine Blumenvase und eine sich streckende Katze vor glänzendem, blaugrünen Hintergrund, einfach wunderschön! Doch leider hält das Buch nicht, was das Cover verspricht.

Jeongmin, 30, ist Autorin beim Fernsehen und ausgebrannt. Sie kündigt fristlos ihren Job und verkriecht sich in ihrer Wohnung. Eines Tages entdeckt sie beim Spaziergang die kleine Töpferei SOYO. Johee, die Inhaberin, bittet sie auf einen Kaffee herein, die beiden Frauen sind einander sympathisch, und Jeongmin meldet sich zu einem Töpferkurs an.

Beim Töpfern lernt sie viele Menschen verschiedenen Alters kennen. Sie fühlt sich zu Gisik hingezogen, beim Mittagessen nach dem Kurs lernen sie sich näher kennen. Gisik empfiehlt ihr ein Frucht-Sahne-Sandwich, Gimbap und Tteokbokki.

Bald kümmert sich Jeongmin um den Social Media-Auftritt der Töpferei. Mit ihrer Erfahrung als Autorin fallen ihr lustige und inspirierende Texte zu den Beiträgen ein, und schon bald steigt die Zahl der Follower, es gehen vermehrt online Bestellungen ein, und Kunden kommen vorbei, um Produkte zu erwerben.

Leider bin ich mit Jeongmin nicht warm geworden. Ich hatte Schwierigkeiten, die Personen aus der Töpferei auseinanderzuhalten und mir ihre Namen zu merken: Juran, Sota, Jun, Yery, Hyoseok, Jihye…

Auch die sich anbahnende Romanze konnte mich nicht berühren. Als Gisik vorschlägt, dass Jeongmin zu ihm zieht, haben sich die beiden zwar oft zum Essen getroffen, sich jedoch nicht einmal geküsst.

Ich empfehle das hochwertig ausgestattete Buch Leser*innen, die sich für die Keramikkunst und das Töpfern interessieren oder denjenigen, die einen Bezug zu Korea oder Seoul haben.

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