Yewande Omotoso Die Frau nebenan

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Inhaltsangabe zu „Die Frau nebenan“ von Yewande Omotoso

Das Geschenk einer späten Freundschaft – eine wichtige neue Erzählstimme aus Afrika Hortensia und Marion sind Nachbarinnen. Eine ist schwarz, eine weiß. Beide blicken auf beeindruckende Karrieren zurück. Ihre gegenseitige Abneigung pflegen sie mit viel Eifer, aber was wissen sie wirklich voneinander? „Yewande Omotoso bietet aufregende neue Einsichten. Das ästhetische und politische Engagement in ihrem Roman ist sichtbar in dem tiefen Mitgefühl, das sie ihren Heldinnen entgegenbringt. Obwohl sie deren Ansichten, Verfehlungen und heimliche Sehnsüchte kompromisslos offenlegt, erzählt sie in ihrer wunderschönen, fast heiteren Sprache von dem Recht auf einen individuellen Lebensentwurf unabhängig von Herkunft und Hautfarbe.“ Chris Abani, Autor von „Graceland“ "Yewande Omotoso erinnert an Nadine Gordimer. Sie untersucht die Geographie der Nähe, die die großen Kräfteverhältnisse im Kleinen abbildet." Times Literary Supplement "Voller Charme und verspielter Energie - und doch lauert die Geschichte der Kolonialherrschaft und der Sklaverei im Hintergrund." Herald Scotland

humorvoll und pointiert geschrieben!

— Mira20
Mira20

Sehr EINDRUCKSVOLL und absolut LESENSWERT ist dieser zweite Roman der bereits mehrfach ausgezeichneten Südafrikanerin Yewande Omotoso.

— Sigismund
Sigismund

Eine liebenswürdige Geschichte zweier schrulliger Damen und ihrer Vergangenheit im südafrikanischen Kapstadt. http://irveliest.wordpress.com

— Irve
Irve

Interessante Stimme aus Afrika mit zwei älteren Damen, die es wirklich "drauf" haben ...

— passionelibro
passionelibro

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  • Eine skurrile Geschichte in bissig lockerem Ton

    Die Frau nebenan
    himbeerbel

    himbeerbel

    08. August 2017 um 10:57

    In „Die Frau nebenan“ erzählt Yewande Omotoso von den Nachbarinnen Marion und Hortensia, die beide die 80 überschritten haben und auf beeindruckende Karrieren zurückblicken können. Hortensia ist die einzige Schwarze in dem wohlhabenden Viertel Katterijn in Kapstadt und hat bei den regelmäßigen Eigentümerversammlungen Gelegenheit auf ihre Widersacherin zu treffen, der sie ansonsten aus dem Weg zu gehen weiß.„Die anderen Mitglieder kannten die Rivalität zwischen den beiden und lehnten sich nur zu gern zurück, um dem Schauspiel seinen Lauf zu lassen. Es war bekannt, dass die beiden Frauen nicht nur eine Hecke teilten, sondern auch eine gesunde Abneigung füreinander hegten; beides kultivierten sie mit einem Elan, der nicht recht zu ihrem fortgeschrittenen Alter passen wollte.“ (S. 17)Und so beginnt das Buch mit den Streitereien der beiden Frauen, die keine Gelegenheit auslassen, um einander ihre Missbilligung zu zeigen. Die Spanne reicht von kleinen Piesackereien und Schrulligkeiten, die einen schmunzeln lassen, bis hin zu Aktionen und Aussagen, die ihre tiefe Verbitterung zeigen und derer man recht bald überdrüssig wird. Doch gerade noch rechtzeitig erfolgen im eigentlichen Handlungsverlauf der Geschichte Rückblenden, die Hortensia und Marion zu lebendigen vielschichtigen Charakteren werden lassen. Die Autorin erschafft unsympathische Protagonistinnen, mit denen man zwar nicht so recht warm wird, denen man jedoch ein gewisses Maß an Verständnis entgegen bringen kann, weil man erkennt, dass das Leben diesen Frauen Ecken und Kanten beigebracht und sie zu den komplexen eigenwilligen Menschen geformt hat, zu denen sie schließlich geworden sind.„Hortensia setzte ein Lächeln auf. Sie hatte gelernt, dass – besonders in Kapstadt – eine lächelnde Schwarze in ihrer offensichtlichen Harmlosigkeit eine gefährliche Waffe darstellte. Ein Köder, mit dem man Leute anlockte, während man ihre Schwachstellen auslotete.“ (S. 114)Ein Schaden an Marions Haus und Hortensias Unfähigkeit mit Pflegediensten zu kooperieren sorgt dafür, dass Marion vorübergehend zu Hortensia zieht. Das zwingt die Frauen zu unwillkommener Nähe. Ihre Gespräche sind temperamentvoll, doch sie erkennen in der anderen auch etwas Vertrautes. Beide haben harte Verluste und Ungerechtigkeiten erfahren. Oft genug waren auch ihre eigenen Entscheidungen falsch. Mit dem Mut zur Wahrheit und der Kraft der neu gewonnenen Freundschaft stellen sie sich den großen Fragen des Lebens.Doch der Weg dorthin ist nicht gerade einfach und so erfährt man duch die Rückblicke auch einiges über die Apartheid und ihre Auswirkungen auf schwarze und weiße Menschen allgemein, aber auch im Besonderen auf Marion und Hortensia in ihrem wohlhabenden Vorort, wo seinerzeit Schwarze aufgrund ihrer Hautfarbe enteignet wurden und Weiße zu Spottpreisen ihre Grundstücke kaufen konnten. Auch Hortensias Ehe mit einem weißen Mann stieß auf Probleme, während Marions Umgang mit Schwarzen nicht immer einwandfrei war.„Die Frau nebenan“ ist eine skurrile Geschichte in bissig lockerem Ton, die auf das Leben zweier starker Frauen zurückblicken und ein Stück weit Apartheid gestern und heute erleben lässt, die aber auch zeigt, dass es nie zu spät für Annäherungen ist.Die Autorin Yewande Omotoso, in Barbados geboren, wuchs in Nigeria auf. Anfang der neunziger Jahre zog sie mit ihrer Familie nach Südafrika. Ihr erster Roman „Bom Boy“ wurde mit dem South African Literary Award für Debütautoren ausgezeichnet. Sie lebt in Johannesburg, wo sie als Architektin und Designerin arbeitet.

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  • Feinfühlig und pointiert!

    Die Frau nebenan
    Mira20

    Mira20

    29. May 2017 um 10:29

    Marion und Hortensia wohnen bereits ein halbes Leben nebeneinander und sind sich in einem Punkt einig: Sie können sich nicht ausstehen! Sie unterscheiden sich in allem. Hortensia ist schwarz, Marion dagegen weiss. Hortensia hat keine Kinder, Marion dagegen vier! Als Hortensias Mann Peter stirbt, kommt Dynamik ins nachbarschaftliche Leben. Obwohl über 80 beschliesst Hortensia, ihr Haus einer grösseren Renovation zu unterziehen. Dabei kommt es zu einem folgenschweren Unfall……Humorvoll und bissig erzählt die Autorin vom Leben zweier unterschiedlichen Frauen. Bald ahnt der Leser, dass die zwei Damen zwar sehr verschiedene Hintergründe mitbringen, dass aber beide auch mit grossen Enttäuschungen klarkommen mussten. Und wie es halt oft ist, nicht auf die Äusserlichkeiten kommt es schlussendlich an, sondern der innere Wert zählt.Sehr differenziert hat die Autorin die Charaktere der alten Damen zerpflückt und gewährt so dem Leser einen vielfältigen Blick in deren Inneres. Unterhaltend wechseln die Perspektiven und sowohl Vergangenes wie Gegenwärtiges hat dabei seinen Platz. So fügt sich bald ein ganzes Bild zusammen. Das Buch ist spannend und kurzweilig. Es gibt ein vor und ein nach dem Unfall, für beides hat sich die Autorin Zeit gelassen.Da der Unfall ein Kernpunkt der Geschichte ist, war ich eher überraschst, dass dieses Ereignis erst in der Mitte des Buches stattgefunden hat. Aber es passt so perfekt.Der Schreibstil der Autorin ist vielfältig und farbig. Sie geht auf ausgewählte Details ein, nimmt diese Themen auch immer wieder auf, dabei schweift sie aber nie ab. Das Buch liest sich sehr flüssig.Von mir eine unbedingte Leseempfehlung!

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    • 2
  • Eindrucksvoll und eindringlich

    Die Frau nebenan
    Sigismund

    Sigismund

    29. April 2017 um 08:20

    Sehr EINDRUCKSVOLL ist der im März 2017 auf Deutsch erschienene zweite Roman "Die Frau nebenan" der bereits mehrfach ausgezeichneten Südafrikanerin Yewande Omotoso. Wie eine ihrer zwei Protagonistinnen auf Barbados geboren und in Nigeria aufgewachsen, verarbeitet die 37-jährige Autorin in der Romanhandlung einfühlsam eigene Erfahrungen im Zusammenleben zwischen Schwarz und Weiß, den Wunsch nach Annäherung nach der Rassentrennung in Kapstadt sowie deren emotionale Schwierigkeiten nach Jahrzehnten der gelebter Apartheid, die unterschwellig noch vorhanden ist. Dies zeigt sich am Beispiel der beiden Nachbarinnen Marion (weiß) und Hortensia (schwarz), beide vom Leben enttäuscht und verbittert, beide sich gegenseitig ablehnend. Und doch finden beide in der nach außen geleugneten Erkenntnis vieler Gemeinsamkeiten am Ende zur Freundschaft und gegenseitigem Trost. Für deutsche Leser ohne Kenntnis der südafrikanischen Altagsprobleme mag dieser Roman vielleicht schwerer nachzuvollziehen sein (mit der Übersetzung ins Deutsche bewies der List-Verlag durchaus Mut), doch auch ohne das Wissen um die Post-Apartheid-Problematik bleiben in den beiden über 80-jährigen Nachbarinnen zwei interessante Frauen-Charaktere, deren mentale und körperliche Annäherung in kleinen Schritten (Marion kämmt am Ende ihrer verhassten Nachbarin Hortensia das Haar) sehr eindrucksvoll beschrieben wird. Dieser anspruchsvolle und den Leser fordernde Roman ist absolut LESENSWERT.

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  • *+* Yewande Omotoso: "Die Frau nebenan" *+*

    Die Frau nebenan
    Irve

    Irve

    27. April 2017 um 08:43

    Willkommen in Kapstadt! Wir sind zu Besuch in Katterijn, einem wohlhabenden Vorort der Stadt – genauer gesagt lernen wir zwei ältere, zänkische Damen kennen, Hortensia und Marion. Marion studiert gerne ihre Nachbarn, sie ist schrecklich neugierig und auf Klatsch und Tratsch aus. Aber wer will es ihr verdenken? Ihr Leben war einmal bunt und aufregend, nun ist es grau und eintönig. Sie war verheiratet und hatte vier Kinder – von denen heute keines mehr etwas von ihr wissen will -, und war im Beruf sehr erfolgreich. Sie, die Architektin, stets voller Ideen, konnte ihrer Kreativität nachgeben, konnte sich aktiv ihren Ideen widmen. (Die Besprechung ist meinem LitBlog "Irve liest" entnommen.) Heute ist sie zur Untätigkeit verdammt, und was noch schlimmer ist, Hortensia und nicht Marion selbst wohnt in ihrem „Baby“ – dem ersten Haus, das sie komplett entworfen hat und an dem sie nach wie vor hängt! Das ist bitter und erklärt vielleicht ein stückweit die Hassliebe, die seitens Marion die Verbindung zur Nachbarin befeuert. Hortensia hingegen hat für solche Sentimentalitäten nichts übrig. Sie ist die einzige Schwarze im Viertel. Hortensia, die in ihrem ganzen Leben immer wieder diverse Wechselwirkungen durch ihre Hautfarbe erlebte, welche sie in manchen Bereichen abhärteten und stählten, hat für andererleuts Probleme nicht viel übrig. Umso erstaunlicher mutet es an, als sie Marion, deren Haus durch eine unglückliche Fügung vorübergehend unbewohnbar wird, anbietet, zu ihr zu ziehen. Marion nimmt aus mehrerlei Gründen diese Chance wahr. Wer jetzt glaubt, dass die beiden Damen endlich zur Vernunft kommen und ihr immer wieder aufblitzendes Kriegsbeil begraben könnten, liegt falsch. Auch hier wird der skurrile, sorgsam ausbaldowerte Zickenkrieg der „Over-Eighties“ auf ebenso hohem wie traurigem Niveau weitergeführt. Hin und wieder scheint die Einsamkeit jedoch so groß zu sein, dass die Frauen sich gegenseitig ein kleines Stückchen öffnen.Trotz aller Schmunzelei, die einem die Erzählung manchmal entlockt, ist leider auch eine große Bitterkeit und Verletztheit spürbar. Die Berichterstattung über die Kultivierung ihrer Feindfreundschaft verläuft abwechselnd. In das aktuelle Geschehen mischen sich viele Rückblicke. Die Leben der beiden Frauen ziehen im Laufe des Romans nach und nach etappenweise an ihnen vorbei, wodurch der Leser sich ein gutes Bild von den beiden Hauptcharakteren machen und sie recht gut kennenlernen kann. Der Roman bezieht sich aber nicht nur explizit auf die beiden Nachbarinnen, sondern stellt etwas abstrahiert durch diese spezielle Personifizierung des Rassenproblems die teils massiven Schwierigkeiten in vielen Bereichen der schwarzen Bevölkerung Südafrikas dar, die – blickt man auf die Wurzeln des Kontinents zurück – eigentlich die viel größeren Rechte haben müsste. Diese Kulturversprengung wird aufgegriffen, wenn immer wieder kleine geschichtliche Einschübe in den Roman eingeflochten werden. Inhalt Hortensia und Marion sind Nachbarinnen. Eine ist schwarz, eine weiß. Beide blicken auf beeindruckende Karrieren zurück. Beide sind seit kurzem Witwe. Ihre gegenseitige Abneigung pflegen sie mit so viel Eifer, dass man ihnen die achtzig Jahre nicht anmerkt. Aber was wissen sie wirklich voneinander? Als Marions Haus durch einen Baufehler unbewohnbar wird, muss sie vorübergehend zu Hortensia ziehen. Das zwingt die Frauen zu unwillkommener Nähe. Aus ihren temperamentvollen Gesprächen entwickelt sich eine lebhafte Debatte. Bald tauschen sie gemeinsame Erinnerungen aus. Sie haben beide harte Verluste und Ungerechtigkeiten erfahren. Oft genug waren auch ihre eigenen Entscheidungen falsch. Mit dem Mut zur Wahrheit und der Kraft der neu gewonnenen Freundschaft stellen sie sich den großen Fragen im Leben. Autorin Yewande Omotoso, geboren in Barbados, ist in Nigeria aufgewachsen und 1992 mit ihrer Familie nach Südafrika gezogen. Ihr Debüt Bom Boy gewann den South African Literary Award First Time Author Prize und stand auf der Short List für den South African Sunday Times Fiction Prize. Sie lebt in Johannesburg, wo sie als Architektin, Designerin und Autorin arbeitet. Quelle: Ullstein Buchverlage

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  • Zwei Leben voller Einsamkeit

    Die Frau nebenan
    lesefreude_book

    lesefreude_book

    26. March 2017 um 20:38

    Hortensia und Marion leben Tür an Tür. Beide haben eine beeindruckende Karriere zurückgelegt. Eine ist schwarz und eine weiße. Die gegenseitig emsig gepflegte Abneigung nährt die Beziehung der beiden alten Damen. Hortensia wurden in ihrem Leben als schwarze Frau (mit einem weißen Mann) viele Steine in den Weg gelegt. Selbst in Südafrika ist sie die einzig Schwarze in einem Viertel lauter Weißer. Hortensia ist eine wahre Kämpferin und lehnt es strikt ab Schwächen zu zeigen. Dadurch hat sie allerdings auch Schwierigkeiten Menschen zu vertrauen und Nähe zu zulassen. Marion ist eine ausgiebige Beobachterin. Dabei interessiert sie vor allem das Leben der Nachbarn. Wenn gleich Marions Leben auf den ersten Blick nach einem behütendem, leichtem Reichenleben aussieht, hat sie mit ungeahnten Herausforderungen zu kämpfen. „Die Frau nebenan“ wird von einer unglaublichen Traurigkeit und Einsamkeit getragen. Nach dem Tod ihrer Männer haben die beiden Frauen niemanden mehr und zerren an ihrer Beziehung der gegenseitigen Abneigung. Yewanda Omotoso zeigt wie Vereinsamung funktioniert. Und dennoch habe ich mich immer wieder gefragt wie es soweit kommen konnte. Schließlich sorgten beide Frauen ihr Leben lang dafür, dass sie nun im Alter alleine. Der Schreibstil ist schwer und traurig – beinahe eine Wut auf das Leben und die Ungerechtigkeiten. Dennoch hinterliegt dem Leben der beiden vereinsamten Frauen eine bewusste Entscheidung. Eine bewusste Entscheidung für das Leben in der Einsamkeit und der Resignation. Langsam, viel zu langsam war mir das Buch an manchen Stellen. Zwar zeigt dies die Trostlosigkeit sehr deutlich, führt aber auch zu einem Ansatz von Langeweile. Hoffnungslosigkeit mit einem kleinen Lichtschimmer. Großes Unverständnis meinerseits wie man sich für ein solches Leben entscheiden kann. Zu viele Freuden und Glücksmomente bietet das Leben jeden Tag. Und dennoch treffen leider viele Menschen eine Entscheidung für ein einsames trostloses Leben.

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  • Zwei unterschiedliche Frauen in Afrika

    Die Frau nebenan
    Mrs_Nanny_Ogg

    Mrs_Nanny_Ogg

    25. March 2017 um 21:53

    Hortensia und Marion sind Nachbarinnen in einem kleinen Vorort von Kapstadt. Beide könnten nicht unähnlicher sein und doch verbindet die beiden alten Frauen etwas miteinander. Hortensia, schwarz, klein, schlank und zäh, scheint verbittert und böse zu sein, viele zittern vor ihren hämischen Kommentaren. Einst war sie eine gefeierte Textildesignerin. Ihr Mann Peter ist soeben verstorben und hinterlässt ihr eine bislang unbekannte Tochter. Marion, weiß, Mutter von vier Kindern, die nichts mehr mit ihr zu tun haben wollen, einst erfolgreiche Architektin, muss mit den Schulden ihres verstorbenen Ehemannes umgehen lernen. Auch sie muss erst lernen, ihr verhärtetes Herz zu öffnen. Beide Frauen haben sich scheinbar nichts zu sagen, zumindest laufen ihre Dialoge am Gartenzaun zunächst ins Leere, dann wirft sie das Schicksal zusammen. Nach einem Bauunfall, bei dem sich Hortensia das Bein bricht und Marion vor den Trümmern ihres Hauses steht, zieht Marion in Hortensias Haus. Erst scheint es katastrophal zu werden, zu hartherzig ist Hortensia mit ihrem Gast, zu unsicher und verwirrt ist Marion, die sich mit der Zeit Gedanken über ihre Kindheit, über ihr Verhältnis zu Schwarzen und über ihr Leben macht. Dann öffnen sich die beiden Frauen langsam, ob sie sich auch verstehen werden? Der Erzählstil ist interessant. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Hortensia und Marion erzählt, immer wieder gibt es Rückblicke in beider Vergangenheit. Man merkt die mühevollen Annäherungsversuche von Marion an Hortensia, die immer wieder ins Leere laufen, oft bleiben die Dialoge unvollständig, hängen im luftleeren Raum. Man kann sich durchaus in die Personen einfühlen, die plötzliche Öffnung von Hortensia gegen Ende des Romans kam für mich dennoch überraschend. Der Roman wirkt auf mich noch ein wenig unrund, einige Szenen und Dialoge sind wie abgerissen, und obwohl ich von der Sprache und  der Idee begeistert bin, möchte ich deswegen nur drei Sterne vergeben.

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  • Kunterbunte Regenbogen Challenge 2017

    Regenbogentänzer
    BlueSunset

    BlueSunset

    ACHTUNG! DIES IST EINE CHALLENGE UND KEINE VERLOSUNG ODER LESERUNDE! 
 ES GIBT KEINE BÜCHER ZU GEWINNEN!  Kunterbunte Regenbogen Challenge 2017 Ein neues Jahr bricht an und wir wollen es bunt und farbenfroh machen. Wie auch in den letzten Jahren, wird jeder Monat einer anderen Farbe gewidmet. Auch die Zusatzaufgaben kommen wieder zum Einsatz, jedoch in etwas anderer Form als bisher.  Die Regeln Jeden Monat steht eine andere  Farbe im Vordergrund. 
Lest dazu ein Buch, dessen Cover vorrangig in der vorgegebenen Farbe gehalten ist. Dabei gilt als Richtwert etwa 2/3 des Covers sollen in dieser Farbe sein. Die Farbbücher müssen im Monat der entsprechenden Farbe gelesen werden, sonst zählen sie nicht.    Es gibt noch  Zusatzaufgaben, die ihr in Kombination mit dem „Farbbuch“ lösen könnt. Diese Aufgaben sind (im Gegensatz zum Vorjahr) von Anfang bekannt und können beliebig mit den Farben kombiniert werden. Jede Zusatzaufgabe darf nur einmal gelöst werden!  Es gibt 13 Zusatzaufgaben, von denen ihr (logischerweise) nur maximal 12 lösen könnt (jeden Monat ein Buch). Warum ich 13 Aufgaben stelle? Weil ihr so etwas mehr Entscheidungsfreiraum habt.  Die Zusatzaufgaben MÜSSEN in Kombination mit einem Farbbuch gelesen werden - Lest ihr ein Buch, das nur die Zusatzaufgabe erfüllt, zählt dies leider nicht.  Zusatzaufgaben dürfen nachträglich nicht getauscht werden! Einmal gelöst, ist die Aufgabe aus dem Spiel.  Es gelten für diese Challenge alle Bücher, die mehr als 100 Seiten haben (es gilt immer die von euch gelesene Ausgabe).  Punkte  Für jedes  Farbbuch, das im richtigen Monat gelesen wurde gibt es  1 Punkt.  Für jede  Zusatzaufgabe, die in Kombination mit einem Farbbuch gelesen wurde gibt es noch  +1 Punkt.  Somit kann man im Monat maximal 2 Punkte bekommen.  BEISPIEL April: Grün  Ich lese „Zeitenzauber - Die goldene Brücke“ von Eva Völler.  Damit bekomme ich 1 Punkt für die Farbe.  Zusätzlich erfüllt es das Kriterium „Von einer Frau geschrieben“. Dafür erhalte ich ebenfalls 1 Punkt.  Damit habe ich im April insgesamt 2 Punkte gesammelt.  FARBEN Januar : Bunt Februar : Weiß März :  Gelb April : Grün Mai: Metallic / Glitzer Juni : Blau Juli : Lila / Violett August : Rosa / Pink September : Rot Oktober : Orange November : Braun Dezember : Schwarz ZUSATZAUFGABEN 1 ) Ein Buch, das verfilmt wurde. 2) Ein Buch, das mehr als 550g wiegt. 3) Ein Buch mit einem Tier oder einer Pflanze auf dem Cover. 4) Ein Buch, das in Afrika, Asien oder Südamerika spielt. 5) Ein Buch mit Feuer oder Wasser auf dem Cover oder im Titel.  6) Ein Buch, dessen Autor mindestens 3 weitere Bücher veröffentlicht hat.  7) Ein Buch mit einer Zahl im Titel. 8) Ein Buch eines Autors, von dem du noch nichts gelesen hast. 9) Ein Buch, das vor 1950 erstmalig erschienen ist. 10) Ein Buch, das einen Preis gewonnen hat (nennt den Preis). 11) Ein Buch, das von einer Frau geschrieben wurde. 12) Ein Klassiker  13) Ein Buch, das der zweite Teil einer Reihe ist WIE MACHE ICH MIT?  Erstellt einen Sammelbeitrag im Unterforum „Sammelbeitrag“ (BITTE NICHT UNTER „Bewerbung“!)  Schickt mir den Link zum Sammelbeitrag bitte in einer Nachricht!  Lest fleißig eure Bücher und sammelt Punkte! Tragt diese anschließend in euren Sammelbeitrag ein. Ihr könnt jederzeit in diese Challenge einsteigen, könnt aber nur ab dem aktuellen Monat mitmachen.  Noch Fragen?  Dann stellt diese gerne bei „Fragen & Antworten“. Antworten zu bereits gestellten Fragen werde ich dort im ersten Beitrag sammeln.  Seid ihr euch unsicher, ob euer Buch die Farbvorgabe erfüllt? Dann schaut im entsprechenden Thema nach. Dort tummeln sich viele liebe, hilfsbereite Menschen, die euch gerne weiterhelfen.  In den Monatsthemen könnt ihr euch zudem auch gerne über die Zusatzaufgaben, etc. austauschen.  Alles klar?  Dann freue ich mich, dass ihr dabei seid und wünsche euch ein farbenfrohes Jahr 2017!  Teilnehmerliste:  Aramara ban-aislingeach BeEe26 BlueSunset  booksvillavintage _Buchliebhaberin_ Car_Pe ClaraOswald Code-between-lines EnysBooks Gutti93 janaka  Johanna_Jay  Joo117 josie28 JulesWhetherther Kady katha_strophe kleinechaotin Kodabaer Kuhni77 LadySamira091062 lesebiene27 LostHope2000 louella2209 LubaBo mareike91  Mirijane MissSnorkfraeulein Mrs_Nanny_Ogg Nelebooks  papaverorosso PMelittaM Ponybuchfee QueenSize  sansol ScheckTina SomeBody StefanieFreigericht stebec sursulapitschi Talathiel Vucha zhera

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  • LovelyBooks Literarische Weltreise 2017

    Reise um die Welt
    Ginevra

    Ginevra

    Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr (wieder) Lust auf eine literarische Weltreise im Jahr 2017? Dann lasst uns gemeinsam durch 21 verschiedene Lese- Regionen reisen! Die Aufgabe besteht darin... - 12 Bücher in einem Jahr zu lesen; - Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen); - Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen. - Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen; - Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen; - Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen, dabei sind 2 Kurzmeinungen erlaubt. - Eure Beiträge werde ich verlinken; - Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich; - Genre und Erscheinungsjahr sind egal: - Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt! Diese Challenge eignet sich für Neuerscheinungen aller Kategorien, um den SuB endlich mal weiter abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren. Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlost Lovelybooks am Ende des Jahres ein kleines Buchpaket! Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Viele tolle Tipps und Empfehlungen findet ihr auf der Seite der LIterarischen Weltreise 2016:  https://www.lovelybooks.de/autor/Lily-King/Euphoria-1117239512-w/leserunde/1210564360/ Dann wünsche ich uns allen... Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездки Счастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! - 旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。- Gute Reise! TeilnehmerInnen: ambermoonArgentumverde Arietta Aleida ban-aislingeach Bellis-Perennis Beust black_horse britta70 buchjunkie Buchraettin Buecherwurm Caroas carathisCaro_LesemausChattysBuecherBlog Code-between-lines Cornelia_RuoffCorsicana CosmoKramer danielamariaursula Elke elmidi faanie fasersprosse Fjordi Florenca Fornika Gela_HK Gelinde Ginevra Gruenente gst Gwendolina haberland86 Hamburgerin hannelore259 Harlequin histeriker Hortensia13 Igela Igelchen Isador Jari jeanne1302 lehmasLeonoraVonToffieFee leselea lesebiene27 lieberlesen21 Jisbon JuliB kingofmusic kleinechaotin krimielse LibriHolly Luiline marpije miss_mesmerized monerlnaninka Nelebooks  niknak Nisnis paevalill Pagina86 papaverorosso parden peedee Petris PMelittaM postbote saku Schlehenfee schokoloko29 seschat Sikal StefanieFreigericht sursulapitschi TanyBee TraubenbaerulrikerabeValabe vanessabln vielleser18 wandablue waschbaerin Wedma Wermoewe Wichellawidder1987 WollyYolande

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    • 1166
  • Komödie mit Biss und Tiefgang

    Die Frau nebenan
    sursulapitschi

    sursulapitschi

    08. March 2017 um 06:58

    Dieses Buch erinnert ein wenig an „Gute Geister“ von Kathryn Stockett. Es sollte ein Bestseller werden und den Film möchte ich auf jeden Fall sehen. Hortensia und Marion leben in Katterijn bei Kapstadt, eine Siedlung für Reiche, Privilegierte. Sie sind Nachbarinnen, kultiviert, wohlhabend, Künstlerinnen, jenseits der 80 und pflegen seit  Jahrzehnten ihre Feindschaft. Hortensia ist schwarz und Marion weiß, aber das ist es nicht allein, was sie trennt. Als Hortensias Ehemann stirbt, gerät ihr wohl geordnetes Leben aus den Fugen. Auch Marion hat mit nie geahnten Problemen zu kämpfen.Zunächst meint man in einer Art Vorstadt-Komödie gelandet zu sein. Es ist köstlich, wie sich die zwei alten Damen schikanieren. Sie nehmen kein Blatt vor den Mund, der Sarkasmus trieft, die Bosheit ist schon fast Tradition. Dann blickt man zurück. Marion und Hortensia haben Gründe dafür, verbitterte alte Damen geworden zu sein. Ein wenig verwirrt es beim Lesen. Immer wieder springt das Geschehen in ihre Kindheit oder die Zeit, als sie studiert haben und ihre Männer kennenlernten. Auch ihre Ehen verliefen nicht so glücklich wie sie sich es mal vorgestellt hatten. Auf den ersten Blick ist liest man hier die Geschichte zweier Frauen in Südafrika, was zuerst amüsiert, dann aber allmählich tiefer geht und hinter die Kulissen blickt. Mit fortschreitender Handlung werden immer mehr Themen werden aufgerollt, subtil aber präsent. Die Apartheid wirkt noch immer nach, selbst wenn sie eigentlich abgeschafft wurde. Dafür bekommt man hier ganz nebenbei mehrere Fallstudien, die nachdenklich machen. Selbst Marion kommt ins Grübeln.Es erzählt auch von Träumen, Zielen und Selbstverwirklichung und zeigt, dass das Leben manchmal andere Pläne hat als man selbst. Es zeichnet ein Bild vom Älterwerden und macht auch Mut, Mut zur Ehrlichkeit und Mut den Tatsachen ins Auge zu blicken, selbst wenn es hier und da zwickt. „Die Frau nebenan“ macht Spaß, berührt und wirft viele wichtige Fragen auf, ganz nebenbei ohne zu moralisieren. Es besticht durch trockenen Humor und wunderbare Sprache. Für mich war es ein Zufallsfund und ein Glücksfall. Unbedingte Leseempfehlung.

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