Yishai Sarid Limassol

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Inhaltsangabe zu „Limassol“ von Yishai Sarid

Ein Agent des israelischen Geheimdienstes zwischen allen Fronten. Zerrissen zwischen zarter Zuneigung zu einer möglichen Staatsfeindin, der Schriftstellerin Daphna, und der Treue zu seinem Land. Er gilt als Kampfmaschine und Verhörspezialist, muss foltern und töten. Wie menschlich kann er bei seiner Mission also bleiben? Schon bald wird er so weit in die Ereignisse hineingezogen, dass sein Weltbild immer mehr ins Wanken gerät – bis er irgendwann selbst nicht mehr weiß, auf welcher Seite er eigentlich steht. Auf Zypern in Limassol muss er sich entscheiden …

kein Thriller, aber ein gut geschriebenes Buch über Israel, den Geheimdienst und das Leben im heiligen Land.

— Anja_Lev
Anja_Lev

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    Limassol
    Duffy

    Duffy

    01. April 2015 um 11:33

    Ein Agent des israelischen Geheimdienstes mit dem Spezialgebiet Verhör muss schon ein rechter harter Hund sein, denn er muss foltern können, notfalls auch töten. So einer ist die Hauptfigur dieses Romans, doch er gerät in die Zwickmühle, als er Symphatie für eine Schriftstellerin, die als mögliche Staatsfeindin in Betracht kommt, entwickelt. Denn die hat auch Kontakte und Probleme, zum Beispiel mit ihrem drogensüchtigen Sohn. Der Agent wird immer weiter in Dinge verwickelt, die ihn in Widerstreit mit seiner Mission, das Land zu schützen und seinen Gefühlen stürzen. Wie wird er sich, wenn es hart auf hart kommt, entscheiden? Sarid hat ein Buch geschrieben, das nicht nur spannend und glaubhaft ist, sondern man kann es auch als mutig bezeichnen, denn der Stoff ist brisant. Ohne große Übertreibungen schildert er die besondere Lage, in der man sich als Staatsdiener im Geheimdienst ausgesetzt sieht und beschreibt auch noch die Situation in Israel im Allgemeinen. Unbedingt empfehlenswert.

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  • Spannender Einblick in einen Konfliktherd

    Limassol
    Monsignore

    Monsignore

    01. March 2014 um 18:18

    Ein höchst gelungener Politthriller aus den Niederungen des Nahen Ostens. Und der Autor dürfte wissen, wovon er schreibt, er war Nachrichtenoffizier, Staatsanwalt und arbeitet heute als Rechtsanwalt in Jerusalem. Sein "Held" ist Verhörspezialist und hat kein Problem mit Folter und Tötung. Doch der neue Auftrag des israelischen Geheimdienstes bringt ihn zwischen die Fronten. Undercover im Gaza-Streifen, findet er Zuneigung für eine angebliche Staatsfeindin. Diese Frau soll ihn zu seinem eigentlichen Ziel führen, einem palästinensischen Terroristen. Als er ihm auf Zypern nahe kommt, weiss er schon nicht mehr, was richtig und was falsch ist. Einer der besten Politthriller, die ich bislang gelesen habe. So ganz nebenbei wird hier ein Weltbild auf den Kopf gestellt und es wackelt nie der moralische Zeigefinger. Kein Buch für Gutmenschen - ein Buch für Menschen, die Einblick in einen verfahrenen Konfliktherd nehmen wollen.

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  • Rezension zu "Limassol" von Yishai Sarid

    Limassol
    Misteringreen

    Misteringreen

    25. August 2012 um 10:28

    Wunderbar! Ich bin begeistert! Ein verstörender Polithriller geschrieben in einer wunderbar schönen poetischen Sprache. Was mich besonders am Roman begeistert hat, ist, wie Sarid die Zerrissenheit seines Protagonisten beschreibt: Der Ich-Erzähler wird aufgerieben zwischen seinem Agentenjob und seinen Pflichten als Familienvater, denen er kaum nachkommen kann, hin und her gezogen zwischen Lust und Liebe, Wahrheit und Lüge, Pflicht und Mitgefühl, Respekt und Verachtung.

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  • Rezension zu "Limassol" von Yishai Sarid

    Limassol
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    25. July 2011 um 17:12

    Dieser Roman des ehemaligen Nachrichtenoffiziers der israelischen Armee und heutigen Rechtsanwaltes Yishai Sarid führt den von der ersten Seite an gebannten Leser hinein in eine Welt, in der der Terror und die Gewalt alltäglich geworden sind. In einer im Verlauf des Buches immer bedrückender werdenden Geschichte begleitet er seine Protagonisten einen Sommer lang von Jerusalem über Tel Aviv bis nach Limassol auf Zypern. Der ich - erzählende israelische Geheimdienstler ist seit Jahren auf die Aufdeckung von Selbstmordattentaten spezialisiert. Seine Schilderungen des Innenlebens des israelischen Geheimdienstapparates, die Verhöre und die verzweifelten Versuche von ihm und seinen Kollegen, sich nicht der Gewalt ihrer Gegner anzupassen ("Für Juden gelten Menschenrechte", sagt sein orthodox-gläubiger Chef einmal) und dennoch immer wieder keine andere Möglichkeit zu haben, wollen sie Attentate verhindern, sind harter Tobak. Das, was vor Jahren vielleicht als "Szenario der tickenden Bombe" als Ausnahme zeitweise die Folterdebatte unter den Juristen nach 9/11 bestimmte, in Israel ist das alltägliche Normalität. Und das vorliegende Buch ist ein literarisches Zeugnis von der einzigen Demokratie im Nahen Osten und seiner reichen Kultur. Das Ausmaß an Korruption, an Gewalt und Verzweiflung ist hier auch nicht größer als etwa in anderen westlichen Ländern. Unser Erzähler erhält eines Tages einen Geheimauftrag. Über die Schriftstellerin Daphna soll er einen Kontakt herstellen zu einem todkranken Dichter im Gazastreifen, dessen Sohn wahrscheinlich einen verheerenden Anschlag plant. Er gibt sich aus als Investmentbanker, der für ein eigenes Buch bei Daphna sozusagen Stunden in Literatur nehmen will. Mit jedem Besuch bei ihr fühlt er sich zu der beeindruckenden Schriftstellerin näher hingezogen und gerät über seinen Auftrag mehr und mehr in Zweifel. Dennoch gelingt es ihm, das Vertrauen des alten Dichters zu erschleichen, der seinem radikalen Sohn vorschwärmt, endlich habe er einmal einen Juden kennen gelernt, dem man vertrauen könne, was die israelischen Geheimdienstler in der Abhörzentrale zu Lachstürmen hinreißt. Als die Handlung sich im zypriotischen Limassol zuspitzt, steht der Erzähler vor der schwersten Entscheidung seines Lebens.... Eine der wichtigsten Botschaften des Buches ist, dass der Terrorismus denen, die ihn bekämpfen schon längst seine Logik aufgezwungen hat. Doch es gab auch andere Zeiten, die vor allen Daphna immer wieder beschwört und die sich wie Strahl der Hoffnung auf eine andere Zukunft durch das Buch ziehen. Zeiten, in denen Israelis nach Gaza an den Strand fahren konnten oder palästinensische Dichter in Tel Aviv Lesungen veranstalteten. "Eines Tages fallen die Zäune, und wir werden vereint sein", sagt Daphna zum Ich-Erzähler, was auf diesen nicht ohne Eindruck bleibt. Übrigens auch nicht auf den von diesem Buch beeindruckten Rezensenten.

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  • Rezension zu "Limassol" von Yishai Sarid

    Limassol
    fima

    fima

    30. June 2010 um 18:09

    Ein schnell zu lesendes aber doch sehr lesenswertes und spannendes Buch. Ein bisschen Kenntnis der aktuellen Situation in Israel wäre für die Lektüre dieses Buches sicher nützlich. Der Held, privat gescheitert und beruflich in der Sackgasse, verstrickt sich in ein Labyrinth aus Pflichterfüllung, Liebe und Sinnsuche. Beim Lesen dieses Buches hat sich für mich auch die Frage gestellt ob der Zweck die Mittel heilige. Die für mich selbst etwas verstörende Antwort darauf war, dass es kein eindeutiges NEIN war. Das Ende ist zwar etwas platt, doch zeigt es aber auch die schwierige Situation im Nahen Osten.

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  • Rezension zu "Limassol" von Yishai Sarid

    Limassol
    bücherelfe

    bücherelfe

    06. June 2010 um 22:03

    Der Ich-Erzähler, israelischer Geheimdienstler und Familienvater kämpft mit allen Mitteln darum, Selbstmordattentate zu verhindern. Verdächtige zu foltern, sieht er als notwendiges Übel an; wenn er auf anderem Weg nicht zu den nötigen Informationen kommt, dann muss es eben sein. Dass einer beim Verhör stirbt, kann passieren. Beim Auftrag, einen vermeintlichen Terroristen zu erwischen, passiert es. Er erschleicht sich das Vertrauen zweier Angehöriger und verstrickt sich emotional. Und plötzlich weiss er nicht mehr, was richtig und was falsch ist. Fazit: Ein verstörender Politthriller. Absolut lesenswert.

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