Yngra Wieland Der Tanz der Schäfflerin

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Inhaltsangabe zu „Der Tanz der Schäfflerin“ von Yngra Wieland

Eine historische Geschichte von Verrat, Verlust, Hoffnung und Liebe - München im Jahre 1634 – Jakoba, die Tochter des Schäfflermeisters Wilhelm Neuburg, erlebt als kleines Mädchen den Schäfflertanz nach einer Bedrohung durch die Pest als überwältigendes Ereignis. Fortan hat sie keinen sehnlicheren Wunsch, als einmal diesen traditionellen Tanz der Fassmacher mitzutanzen. Doch dies ist ausschließlich den Gesellen der Zunft erlaubt. Als in München erneut die Pest ausbricht, überredet Jakoba ihren Vater dazu, den Schäfflertanz wieder aufleben zu lassen, um den Menschen Mut zu machen, wie es schon ihre Ahnen taten. Unerlaubt beobachtet sie, wie die Gesellen proben, übt im Geheimen die Schritte und Abfolgen. Doch die boshafte Bäckerstochter Agnes, die es auf Jakobas Verlobten Quirin abgesehen hat, verrät sie. Für ihr lästerliches Verhalten wird die Schäfflertochter der Hexerei bezichtigt. Jakoba bleibt schließlich nichts anderes übrig als zu fliehen. Auf der Flucht lernt sie den Schäfflergesellen Sylvester kennen, der mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen hat. Gemeinsam beschließen sie, Jakobas Traum vom Tanz der Schäffler wahr werden zu lassen. Koste es, was es wolle... Yngra Wieland eröffnet den Lesern mit ihrer tragischen und mitreißenden Geschichte um die Heldin Jakoba faszinierende Einblicke in die Tradition der Schäffler und das Leben in München im siebzehnten Jahrhundert. Mit einem Vorwort von Christian Baumann (Fachverein der Schäffler Münchens)

Die Schäfflerin

— Dominique1502
Dominique1502

Sehr gelungene Reise in die Vergangenheit

— Alrauna
Alrauna

Tradition, Leben, Leid und Liebe in München des 17. Jahrhunderts, sehr gut recherchiert

— MissNorge
MissNorge

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  • Die Schäfflerin

    Der Tanz der Schäfflerin
    Dominique1502

    Dominique1502

    18. October 2016 um 22:48

    Der Tanz der Schäflerin Yngra Wieland **** Sterne Jakoba ist die Tochter eines Schäfflermeisters. Da ihre Mutter früh gestorben ist, hat sie die Rolle dieser übernommen. Da es keinen Sohn in der Familie gibt, soll Jacoba heiraten. Doch Quirin ist so gar nicht Jacobas Geschmack. Er ist grob und hat keine hohe Meinung von Frauen. Im Dorf ist wieder die Pest ausgebrochen. Die Menschen verstecken sich in ihren Häusern, sind schlecht drauf und haben nicht mehr viel Hoffnung. Als damals schon einmal die Pest ausgebrochen ist, haben die Schäffler ihren Schäfflertanz aufgeführt um den Menschen wieder ein wenig Frede und Hoffnung zu geben. Es hat damals geholfen. Jacoba überredet ihren Vater, dies zu wiederholen. Sie ist von dem Tanz so fasziniert, das sie am liebsten selber mit tanzen würde. Doch das ist nur den Schäfflern vorbehalten. So begnügt sie sich damit, sich in einem Nebenraum zu verstecken und heimlich die Proben zu beobachten. Doch sie wird dabei erwischt und soll in ein Kloster gebracht werden um da auf ihren Prozess zu warten. Auf dem Weg dorthin flieht Jacoba und ab da ist nichts mehr wie es war Sie ist allein und dem rauen Leben ausgesetzt. Sie ist nicht darauf vorbereitet, was sie nun da draußen erwartet. Das Buch ist gut geschrieben. Der Schreibstil ist klar und man kann allem gut folgen. Bei der Geschichte geht es um Mut, Familie und auch darum, sich mal über Regeln hinweg zu setzen. Das man manchmal Menschen vertrauen muss, die man kaum kennt. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, das Buch zu lesen. 

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  • Ein tolles Buch

    Der Tanz der Schäfflerin
    Anja_Ar

    Anja_Ar

    10. July 2016 um 09:44

    Vorweg muss ich sagen, ich lese sehr gerne historische Romane.Ich finde es sehr interessant zu lesen wie die Menschen früher gelegt haben,welche Probleme sind ihnen im Alltag begegnet etc.Dieses Buch hat mir total gefallen. Innerhalb kürzester Zeit hatte ich es durch, leider....Ich kenne ein weiteres Buch der Autorin, welches in einem ganz anderen Genrezuhause ist. Yngra Wieland hat viele Facetten und das gefällt mir besonders gut.Das Cover vermittelt mir etwas düsteres und geheimnisvolles, aber es signalisiert mir auchLies mich :-)Jakoba hat sich direkt in mein Herz geschlichen, was dazu führte dass ichmit ihr mitgelitten habe. Ich habe Seite um Seite mit ihr und der Geschichtemitgefiebert, gelacht, gehofft und vieles mehr.Es geht um alles was zum Leben eines Menschen dazu gehört. Liebe, Leid, Schmerz,Gier und das Streben nach Macht.Aber auch darum nicht aufzugeben und für das was einem wichtig ist zu kämpfen.In diesem Buch lernt der Leser Menschen aus dem 16. Jahrhundert kennen.Wo waren ihre Ängste, Sorgen Wünsche?Ich hätte nix gegen eine Fortsetzung bzw um weitere historische Romane dieser Autorin :-)

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  • Ein spannender Sprung in die Vergangenheit

    Der Tanz der Schäfflerin
    Alrauna

    Alrauna

    23. June 2016 um 09:03

    Das Buch hat mich restlos begeistert. Es geht um das alltäglich Leben im 16. Jahrhundert, um machtbesessene, geldgierige Kirchenmänner, Verrat, Liebe und Leid. Aber auch darum, jemanden beizustehen und gegen seine eigenen dunklen Geister der Vergangenheit zu kämpfen. Die Geschichte um Jakoba und Sylvester hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen. Der Schreibstil ist flüssig und bildlich. Ich fühlte mich ganz in die Zeit hineinversetzt. Ich habe mit Jakoba gelacht, geweint und gelitten. War von manchen Grausamkeiten der Zeit entsetzt. Sylvester hat als Kind unglaublich schlimmes erlebt und ist trotzdem zu einem tollen Mann geworden. Er hat mich von seiner Art total  fasziniert. In dem Buch war meiner Ansicht nach alles vertreten, was für mich einen guten historischen Roman ausmacht. Es erzählt vom alltäglichen Leben der Armen, aber auch der Reichen. Vom Einfluss der Kirche und ihren Machenschaften. Dem oft ausweglosen Kampf gegen Krankheiten, hier zum Beispiel die Pest. Es werden die Widrigkeiten beschrieben, mit denen die Menschen tagein und tagaus kämpfen mussten. Aber auch die Menschlichkeit bleibt nicht auf der Strecke. Es wurde sehr facettenreich geschrieben. 

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  • Leben, lieben und leiden im 17. Jahrhundert

    Der Tanz der Schäfflerin
    MissNorge

    MissNorge

    23. January 2016 um 11:18

    Jakoba, die Tochter eines Schäfflers (Fasshersteller) lebt in München während die Pest ausbricht. Um den Menschen wieder Lebensmut und Fröhlichkeit zurück zu bringen, überredet sie ihren Vater den Zunfttanz der Schäffler wieder aufleben zu lassen. Da aber nur Männer diesen Tanz aufführen dürfen, lässt sich Jakoba was einfallen um mit abgeschnitten Haaren und in der traditionellen Schäfflertracht nicht als Mädchen aufzufallen. Nur einmal möchte sie mittanzen. Doch beim Auftritt erkennt Anni, die von Jakoba im Spital betreut wurde, sie wieder und schreit dies hinaus. Jakoba´s Verstoß gilt als Entweihung des Tanzes und sie wird als Hexe in den unterirdisch liegenden Hexenturm eingesperrt. Doch mit Hilfe gelingt ihr die Flucht. Auf dieser lernt sie Sylvester kennen, der eigentlich selbst genug mit sich und der Verarbeitung seines Lebens im grausamen Waisenhaus zutun hat. Doch er will Jakoba helfen zu beweisen, das sie keine Hexe ist. Eindringlich und beklemmend beschreibt Yngra Wieland die Zeit des Pestausbruchs, die vielen Toten, die tagelang Dahinsiechenden und das einfache Leben der normalen Bürger. Man leidet förmlich mit Jakoba, die einem sofort zu Beginn des Buches ans Herz wächst. Leider kommen auch die gemeinen Charaktere nicht zu kurz, die einem beim Lesen schonmal zur Weißglut treiben können und somit auch als sehr gut beschrieben in der Geschichte ihr Unwesen treiben. Beängstigend beim Lesen sind auch die Gräueltaten, die Foltermethoden und der Umgang mit Frauen, die einfach benutzt und missbraucht wurden. Aber das kann man leider nicht beschönigen, denn es gehörte zur damaligen Zeit und wurde in die Geschichte mit eingeflochten. Wer einen historischen Roman, mit gut recherchierten Fakten, mit Liebe, Spannung, Verrat und Tradition mag, kommt mit diesem Buch voll auf seine Kosten.

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