Yoko Ogawa

 4 Sterne bei 454 Bewertungen
Autorenbild von Yoko Ogawa (©)

Lebenslauf von Yoko Ogawa

Yoko Ogawa wurde 1962 geboren und gilt als eine der wichtigsten japanischen Autorinnen der Gegenwart. Für ihr umfangreiches Werk wurde sie mit zahlreichen namhaften Literaturpreisen ausgezeichnet. Sie lebt mit ihrer Familie in der Präfektur Hyogo.

Neue Bücher

Das Geheimnis der Eulerschen Formel

 (177)
Erscheint am 18.08.2020 als Hardcover bei Aufbau TB.

Alle Bücher von Yoko Ogawa

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Cover des Buches Das Geheimnis der Eulerschen Formel9783746637631

Das Geheimnis der Eulerschen Formel

 (177)
Erscheint am 18.08.2020
Cover des Buches Schwimmen mit Elefanten9783746630809

Schwimmen mit Elefanten

 (67)
Erschienen am 05.12.2014
Cover des Buches Liebe am Papierrand9783746631233

Liebe am Papierrand

 (46)
Erschienen am 12.10.2015
Cover des Buches Zärtliche Klagen9783746634371

Zärtliche Klagen

 (34)
Erschienen am 17.08.2018
Cover des Buches Hotel Iris9783746632216

Hotel Iris

 (36)
Erschienen am 18.07.2016
Cover des Buches Das Museum der Stille9783746630069

Das Museum der Stille

 (33)
Erschienen am 09.12.2013
Cover des Buches Der Herr der kleinen Vögel9783954380503

Der Herr der kleinen Vögel

 (15)
Erschienen am 24.08.2015
Cover des Buches Das Ende des Bengalischen Tigers9783954380374

Das Ende des Bengalischen Tigers

 (17)
Erschienen am 02.06.2014

Neue Rezensionen zu Yoko Ogawa

Neu

Rezension zu "Das Ende des Bengalischen Tigers" von Yoko Ogawa

extrem atmosphärische Geschichten
letusreadsomebooksvor einem Monat

Das Ende des Bengalischen Tigers, welches in der englischen Übersetzung den kürzeren und deutlich anders anmutenden Titel Revenge trägt, vereint elf extrem atmosphärische Kurzgeschichten: eine Frau kauft in einer Bäckerei Törtchen für ihren verstorbenen Sohn zum Geburtstag, eine alte Dame hütet in ihrem Garten ein dunkles Geheimnis, eine Schriftstellerin verliert langsam den Verstand, eine Affäre endet mehr als verhängnisvoll und ein Täschner fühlt sich von dem offen liegenden Herzen einer Kundin angezogen.

Yoko Ogawas „Roman in elf Geschichten“, wie es so schön auf dem deutschen Cover heißt, hatte für mich nichts besonders romanhaftes. Ein wenig erinnert das Konzept an David Mitchells Werke Der Wolkenatlas, Chaos oder Die Knochenuhren, da auch hier die einzelnen Erzählungen sehr gelungen miteinander verknüpft werden. Die Bäckerei aus der ersten Geschichte taucht später noch einmal auf, genauso wird die weinende Konditorin in einer späteren Erzählung zur Nebenfigur. Eine Geschichte beeinflusst die andere, alles ist, mal in geringem Maße, mal stärker, miteinander verbunden. Dass für mich kein Roman-Gefühl entstanden ist, ist allerdings überhaupt nicht negativ. Die herausragenden Kurzgeschichten ergänzen sich perfekt, durch jede folgende wird die vorher gelesene noch etwas klarer, Hintergründe werden aufgedeckt und vorschnell gewonnene Eindrücke relativiert oder gänzlich umgekehrt.

Drei der Geschichten sind im Gegensatz zu den restlichen sehr harmlos und dienen eher als Verbindungsstücke – so auch die titelgebende Story der deutschen Ausgabe. Sie sind immer noch gut, bei ihnen fehlte mir jedoch der Überraschungseffekt, der sich bei allen anderen Geschichten einstellt. Oftmals gibt es erst auf der letzten Seite oder gar im letzten Abschnitt einer Erzählung eine grausame, makabere Wendung. Sobald man dies zum ersten Mal erlebt hat, wartet man regelrecht darauf, dass es erneut passiert. Ogawas Geschichten sind alle kühl wie der Nachtwind in einer dunklen, verlassenen Gasse, der einen erschauern lässt. Man spürt auf jeder Seite, dass das Böse gleich hinter der nächsten Ecke lauert.

Manche der obskuren Ereignisse haben mich an Ray Bradburys Werke, insbesondere seine Kurzgeschichten, erinnert. Auch Liebhaber der Gothic Fiction dürften mit diesem Buch hier auf ihre Kosten kommen. Mich persönlich hat es sehr beeindruckt, dass Das Ende des Bengalischen Tigers von derselben Frau verfasst wurde, die auch Das Geheimnis der Eulerschen Formel schrieb. Diesen Roman las ich vor einigen Jahren und konnte ihm leider nur das Prädikat „ganz nett“ geben. Doch die harmlose, vor sich hinplätschernde Geschichte über einen Professor, dessen Kurzzeitgedächtnis nicht mehr funktioniert und seine neue Haushälterin, die es sich mit ihrem Sohn zur Aufgabe gemacht hat, die harte Schale des alten Mannes zu knacken, hat nichts mit den dunklen, brutalen Kurzgeschichten gemein – glücklicherweise.

Yoko Ogawas Stories Das Ende des Bengalischen Tigers haben mir zwar nicht das Gefühl eines Romans vermittelt, dennoch ergeben sie gemeinsam ein stimmiges Ganzes. Die elf Geschichten sind nicht nur durch ihre dunkle, mörderische und skurrile Thematik gekonnt verbunden, sondern auch durch verschiedene Figuren und Schauplätze, die immer wieder auftauchen. Durch dieses Buch konnte ich eine völlig andere, mir bisher unbekannte Seite der japanischen Autorin entdecken, die zur Zeit mit ihrem neuen Roman The Memory Police auf der Short List des International Booker Prize steht – und davon lese ich nur allzu gerne mehr!

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Rezension zu "Schwimmen mit Elefanten" von Yoko Ogawa

Burreal und berührend
Lilli33vor 3 Monaten

Taschenbuch: 318 Seiten


Verlag: Aufbau Taschenbuch (5. Dezember 2014)


ISBN-13: 978-3746630809


Originaltitel: Neko wo Daite Zô to Oyogu


Übersetzung: Sabine Mangold


Preis: 9,99 €


auch als E-Book erhältlich




Surreal und berührend




Inhalt:


Der Junge wurde mit einer Missbildung der Lippen geboren. Deshalb wird er von anderen Kindern gehänselt. Seine einzigen Freunde sind ein toter Elefant, ein imaginäres Mädchen und ein toter Busfahrer. Nach und nach wird sich dieser Freundeskreis auch auf lebende Menschen erweitern, allen voran ein ehemaliger Busfahrer, der den Jungen das Schachspielen lehrt. In diesem findet er eine erhabene Schönheit und eine ganze Welt.




Meine Meinung:


Selten gibt Yoko Ogawa ihren Figuren Namen, so auch hier. Der Junge wird stets „der Junge“ genannt, auch als er schon längst erwachsen ist. Das mag einem seltsam erscheinen, aber eigentlich passt es hier ganz gut, denn der Junge beschließt im Alter von elf Jahren, nicht mehr weiterzuwachsen. 




Mir gefällt Yoko Ogawas kraftvoller Schreibstil sehr gut. Sie entführt einen damit in eine fremde Welt und bringt sie einem nahe. Obwohl die Geschehnisse zum Teil recht unrealistisch sind, kann man sich gut in die Handlung hineinfühlen. Besonders die Gedanken des Jungen werden detailliert dargestellt.




Wer mit dem Schachspiel überhaupt nicht vertraut ist, wird hier möglicherweise außen vor bleiben und dem Roman nichts abgewinnen können. Denn Schach dominiert hier alles, das Brett, die Figuren, die Spielzüge. In all dem gibt es so viel zu entdecken. Das Schachspiel wird als eine Sinfonie beschrieben, ein Kunstwerk, die Spielzüge als verschlungene Muster. Ich bin leider nicht so ein begnadeter Schachspieler wie der Junge, aber ab und zu spiele ich. Und so konnte ich leicht nachvollziehen, was der Junge darin sieht.




Mich konnte die Autorin mit diesem Werk bezaubern und berühren. 




★★★★★

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Rezension zu "Liebe am Papierrand" von Yoko Ogawa

Stenografiertes Ohrenleiden
Bibliomaniavor 5 Monaten

Dies ist bereits das sechste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe. Sofort nimmt einen sie Sprache wieder gefangen, die so zärtlich und leise daherkommt und eine schöne Geschichte entfaltet. Gegen Ende kommt sogar die so oft erwähnte Vermischung von Realität und Traum wie bei Murakami auf.

Eine junge Frau leidet unter einer Ohrerkrankung. Immer wieder muss sie in die HNO-Klinik, um sich die entsprechenden Medikamente zu holen. Dort lernt sie einen Stenographen kennen, der einen Artikel über Ohrenleiden erfassen soll. Sofort ist sie von seinen Händen wie magisch angezogen und kann fortan an fast nichts anderes mehr denken. Sie beginnen sich zu treffen und die Welt der Frau gerät in einen unaufhörlichen Strudel.

Das Unwirkliche kommt leider erst sehr spät, aber es ist eine schöne Geschichte, die einen ebenso im Winter einschließt, wie der Plot größtenteils im Winter spielt. Wenn alles mit Schnee bedeckt ist, klingen Schritte und die ganze Natur genauso gedämpft, wie ich es mir bei einem Ohrenleiden auch vorstelle. Alles ist etwas dumpf, aber durch die Augen ganz klar. Alles ist vorsichtig bedeckt und lässt nicht alles an sich heran. Das ist das schöne am Schnee. Und so schafft es auch Ogawa das Ohrenleiden in etwas zu verwandeln, das plötzlich gar nicht mehr so schlimm ist. Auch wenn das Verhältnis zum Stenographen etwas eigenartig bleibt, habe ich das Buch gerne gelesen. Es hat mir nicht so gut gefallen, wie die letzten beiden („Zärtliche Klagen“ und „Der Herr der kleinen Vögel“), dennoch bleibe ich dieser Autorin auf jeden Fall treu und freue mich auf weitere Geschichten aus ihrer Feder.

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Zärtliche Klagenundefined
Autoren oder Titel-CoverDer Klang des Cembalos drang in die Tiefen meines Herzens vor. Langsam füllte er jene Finsternis, wo weder Licht noch Sprache hingelangten.

Auf der Flucht vor ihrem untreuen Ehemann zieht sich die Kalligrafin Ruriko in ein Landhaus in den Bergen zurück. Dann begegnet sie ihrem Nachbarn Nitta, einem Pianisten, der in Gegenwart anderer nicht mehr zu spielen vermag und nun Cembalos baut, sowie seiner Assistentin. Obwohl Ruriko spürt, dass zwischen Nitta und der jungen Frau unsichtbare Bande bestehen, fühlt sie sich zu ihm hingezogen, und es entspinnt sich eine zarte Dreiecksbeziehung.

Über Yoko Ogawa
Yoko Ogawa, geboren 1962, gilt als eine der wichtigsten japanischen Autorinnen der Gegenwart. Für ihr umfangreiches Werk wurde sie mit zahlreichen namhaften Literaturpreisen ausgezeichnet. Sie lebt mit ihrer Familie in der Präfektur Hyogo.Bei atb liegen von ihr vor: „Das Geheimnis der Eulerschen Formel“, „Das Museum der Stille“, „Schwimmen mit Elefanten“, „Liebe am Papierrand“, „Hotel Iris“ und „Der Herr der kleinen Vögel“.

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185 BeiträgeVerlosung beendet
Cover des Buches Liebe am Papierrandundefined

Wir laden euch zur virtuellen Leserunde ein und möchten euch die Gelegenheit geben, die zarte Welt der Yoko Ogawa kennenzulernen.

Yoko Ogawa, geboren 1962, gilt als eine der wichtigsten japanischen Autorinnen der Gegenwart. Für ihr umfangreiches Werk wurde sie mit zahlreichen namhaften Literaturpreisen ausgezeichnet. Im Aufbau Taschenbuch sind ihre Romane „Das Geheimnis der Eulerschen Formel“, „Das Museum der Stille“ und „Schwimmen mit Elefanten“ erschienen.

„Sinnlich und kurios wie Murakami. Wunderbar!“ Stern

Yoko Ogawa - Liebe am Papierrand

Der Klang der Liebe

Eine junge Frau, die ein rätselhaftes Ohrenleiden hat, lernt einen Stenographen kennen. Sie fühlt sich auf geheimnisvolle Weise zu ihm hingezogen, und da das Reden mit ihm ihre Ohren zu heilen scheint, bittet sie ihn, ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. Dank seiner Aufzeichnungen beginnt sie die Rätsel ihrer Vergangenheit zu verstehen. Doch schon bald muss sie erkennen, dass der Stenograph nur eine begrenzte Menge Papier zur Verfügung hat …

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397 BeiträgeVerlosung beendet
Cover des Buches Liebe am Papierrandundefined

Hallo ihr Lieben,

vor kurzem habe ich Liebe am Papierrand gelesen und bin von dem Buch nach wie vor begeistert. Deshalb verlose ich auf meinem Blog ein Exemplar davon.

Wenn ihr mitmachen wollt, dann schaut doch hier vorbei:
http://buchstabenmagie.blogspot.de/2015/11/gewinnspiel-liebe-am-papierrand-von.html

Ich freue mich schon über zahlreiche Teilnehmer :)

Alles Liebe,
Sophie von Buchstabenmagie

3 BeiträgeVerlosung beendet

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