Yoko Ogawa Das Ende des Bengalischen Tigers

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Inhaltsangabe zu „Das Ende des Bengalischen Tigers“ von Yoko Ogawa

Eine Frau möchte zum zehnten Geburtstag ihres Sohnes, der vor Jahren durch einen tragischen Unfall ums Leben kam, in einer Konditorei zwei Erdbeertörtchen kaufen. Doch als sie den Laden betritt, kommt niemand, um sie zu bedienen. Die zierliche Konditorin steht mit dem Telefonhörer am Ohr hinten in der Küche und weint stumm vor sich hin. Einige Jahre zuvor bekommt eine Schriftstellerin von einer alten Witwe, bei der sie zur Untermiete wohnt, eine Karotte geschenkt, die einer menschlichen Hand ähnelt. Sogar die Lokalnachrichten interessieren sich für die merkwürdige Karotte. Doch kurz darauf macht die Polizei im Gemüsegarten der Witwe einen grausigen Fund. Was hat eine Mutter, die ihr Kind verloren hat, mit einer alten Witwe zu tun, deren Mann vor Jahren unter mysteriösen Umständen verschwunden ist? Welche Verbindung gibt es zwischen einer Schriftstellerin, die regelmäßig bis spät in die Nacht arbeitet, und einer Konditorin, die als Mädchen in ein ehemaliges Postamt eingebrochen war? Yōko Ogawa spinnt ein feines Netz von Geschichten, die in einer rätselhaften Welt spielen. Alle Figuren folgen ihrem eigenen unergründlichen Schicksal, und doch kreuzen sich ihre Wege, während sie wie im Traum an den Abgründen des Lebens entlangwandeln.

Elf morbide Kurzgeschichten lose miteinander verknüpft. Nicht jede zugänglich, aber schlicht und schön, sodass zuweilen das Herz aussetzt.

— Phliege

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  • sicher ganz toll

    Das Ende des Bengalischen Tigers

    Petruscha

    15. March 2014 um 09:12

    YO hat scheinbar eine Vorliebe fürs Berühren anderleuts Innereien. Mmh, oder ist das nur ein schockierender Kunstgriff in einem Kunstroman für Lesende, die sich besonders literarisch hochstehend fühlen? Nun ja, YO wurde mit zig Preisen überhäuft, ist also eine ganz tolle und wie so oft bei Supertalenten, bedeutet mir ihr Geschriebenes gar nichts. Liegt sicher an mir. Ich habe mich in den Beschreibungen des Scheiterns der Leute nicht verloren sondern gelangweilt. Gewalttätigkeiten können sinnvoll, mitunter sogar witzig sein oder eben einfach nur oft, wie hier. Ich habe die Ausleihe des kleinen Büchleins mehrmals verlängern lassen müssen und es nur fertig gelesen um die nun langsam mal anfallenden Strafgebühren von 2,50€ zu sparen.

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  • Rezension zu "Das Ende des Bengalischen Tigers" von Yoko Ogawa

    Das Ende des Bengalischen Tigers

    Lax

    01. September 2011 um 10:40

    Elf miteinander verwobene Geschichten über den Tod, Trauer und schmerzvolle Liebe finden sich in dem Band „Das Ende des Bengalischen Tigers.“ „Meine Erinnerungen sind ausschließlich Geschichten des Todes“, sagte eine der Figuren in „Das Ende des Bengalischen Tigers“, von Yoko Ogawa. Und der Tod ist in jeder der elf Geschichten spürbar. Sei es in einer Ausstellung über Folterwerkzeuge oder wenn eine Mohrrübe einer menschlichen Hand ähnelt, ein Bengalischer Tiger seine letzten Atemzüge in den Armen seines Pflegers macht oder die auf einer Straße verstreuten Tomaten. „Er wurde zerquetscht. Wie pürierte Tomaten.“ Die Geschichten beginnen harmlos, driften manchmal ab ins Groteske oder Surreale und steigern sich ins Unfassbare. Wie bei Haruki Murakami sind es oft Alltagsgeschichten, in denen die Protagonisten in ungewöhnliche Situationen geworfen werden. In der Geschichte „Anprobe für ein Herz“, stellt ein Mann Taschen jeglicher Art her. Eines Tages betritt eine Frau seinen Laden, die eine besondere Tasche benötigt. Sie trägt nämlich ihr Herz nicht im Körper sondern Außen. Der Mann verliebt sich, nicht in die Frau, aber in das verwundbare Herz und stellt eine besonders schöne und schützende Tasche her. Doch die Frau will die Tasche nicht mehr, da sie sich das Herz wieder in den Körper hineinoperieren lassen will. Der Mann möchte das Herz aber wenigstens einmal in seiner ihm zugedachten Tasche sehen und besucht die Frau im Krankenhaus mit einem Messer in der Hand. „Eine grausame, aber schöne Vorstellung.“ Die Geschichten von Ogawa werden meist nicht chronologisch erzählt, immer wieder gibt es Einschübe aus der Vergangenheit, oder Sprünge in den Handlungen. Deshalb sind diese Geschichten sind nicht für ungeduldige schnelle Leser. Ogawas Geschichten verlangen Aufmerksamkeit und Zeit. Zudem sind die Geschichten gespickt mit ekligen Details, die Ogawa gerne benutzt. „Wie schön sie sind, die Schimmelpilze.“ Das besondere an diesem Band ist die Verknüpfung der Geschichten miteinander. Manchmal ist es nur eine Kleinigkeit, wie Kiwis oder ein Kühlschrank, an anderen Stellen sind es die Figuren, die aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden und somit ein anderes, genaueres Verständnis ermöglichen. „Sie gibt den hauchfeinen Spielen der menschlichen Psyche einen zarten aber durchdringenden Ausdruck“, sagte der japanische Schriftsteller Kenzaburo Oe über Ogawa. Es waren unter anderem seine Werke, die sie zum Schreiben inspiriert haben. Yoko Ogawa gilt als einer der wichtigsten japanischen Autorinnen in Japan.

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