Yoko Ogawa Das Geheimnis der Eulerschen Formel

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Inhaltsangabe zu „Das Geheimnis der Eulerschen Formel“ von Yoko Ogawa

Eine Frau wird die Haushälterin eines Mathematikprofessors, der jeden Tag aufs Neue vergisst, wer er ist. Eine bezaubernde Geschichte über Freundschaft und Verlust - und über die Poesie der Zahlen. Seit einem geheimnisvollen Unfall währt das Kurzzeitgedächtnis eines Professors nicht länger als achtzig Minuten. Eine neue Haushälterin gewinnt sein Vertrauen, auch ihren zehnjährigen Sohn schließt er ins Herz. Über die faszinierende Welt der Mathematik kommen sie einander näher, und mit jeder neuen Gleichung, mit jedem neuen Zahlenrätsel entstehen zwischen ihnen Bande, die stärker sind als der Verlust der Erinnerung - bis die Schwägerin des Professors dem ein Ende setzt.

Diese Geschichte ist etwas Besonderes. Ein stilles, schön erzähltes Buch mit viel Tiefgang.

— mesu
mesu

Einfach nur schön

— Marie1971
Marie1971

Sehr ruhiges Buch, aber in seiner ruhe sehr Bewegend.

— Finesty22
Finesty22

Wunderschön!

— Mareia
Mareia

Eine sehr liebevolle Sicht auf die Mathematik und die Bedeutung von Freundschaft.

— Glanzleistung
Glanzleistung

Die Schönheit der Zahlen und wie es Menschen zueinander bringt. Sehr schönes Buch, toller Schreibstil. In einem Rutsch gelesen

— Federzauber
Federzauber

Ich habe dieses Buch von der ersten Seite an geliebt und gehofft, dass es nicht zu schnell zu Ende ist! Einfach wunderschön!

— Petris
Petris

Liebenswerte Geschichte - aber man muss Mathematik mögen!

— Morgaine1976
Morgaine1976

Poetisch, schön und anders!

— buchjunkie
buchjunkie

Dieser Roman macht einen nachdenklich.

— sechmet
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  • So ein tolles Buch, sehr lesenswert

    Das Geheimnis der Eulerschen Formel
    mesu

    mesu

    07. January 2017 um 09:56

    Ein Mathematikprofessor der nur mit Hilfe von angeklebten Notizzetteln sein Leben meistern kann, da sein Gedächnis nach achtzig Minuten nichts mehr speichern kann. Die Haushälterin und ihr Sohn, dem der Professor sehr zugetan ist, bereichern sein Leben und es entwickelt sich eine lebenslange Freundschaft. Der Schreibstil der Autorin ist ruhig und sehr schön. Die Geschichte ist wunderbar geschrieben und sehr, sehr lesenswert

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  • Einfach nur schön

    Das Geheimnis der Eulerschen Formel
    Marie1971

    Marie1971

    15. May 2016 um 22:56

    Die hohe Kunst der Mathematik hält den Professor am Leben. Denn alle 80 Minuten beginnt dieses neu für ihn. Und für seine Umwelt. Yoko Ogawa brilliert auch mit diesem Buch. Wie bereits bei " Schwimmen mit Elefanten" bin ich vollkommen im Bann von dieser hochsensiblen, unspektakulären, feinfühligen Art, Dinge zu sehen die so vielen unentdeckt bleiben und in Worte zu fassen auf eine Art, die vielen unerreichbar bleibt. Es ist jedesmal wie in eine andere Welt tauchen, in eine die die Sinne schärft und die Gefühle sensibler werden lässt. Als ob sich eine Tür öffnet in ein Leben aus dem es kein Zurück mehr gibt. Denn notgedrungen verliebt man sich in diese Beobachtungsgabe und Schreibkunst und das ist auch gut so. Denn sie bereichert ungemein, sie macht das Lesen farbenfroher und zu einer absoluten Lebensdroge für denjenigen, der die Geschichte hinter der Geschichte für sich entdecken kann. Dieses Lesen macht süchtig nach mehr. Ogawa's Schreibstil ist noch filigraner als der anderer asiatischer Autoren. Und der Hintergrund ist jeweils ein sehr spezifischer, vom Schach bis zur Mathematik. Ich werde wohl nie mehr Zahlen mir ansehen können ohne an dieses Buch zu denken, an die hohe Kunst der Mathematik. Es hat mich gelehrt, dass auch Zahlen inspirieren können und ihre Abstraktheit etwas sehr emotionales haben kann. Die Welt der Primzahlen hat sich mir neu geöffnet wie auch die der mathematischen Formeln. Wenn man dieses Buch mit dem Herzen liest kann man seine wahre Geschichte entdecken. Es ist eine wunderbare Geschichte über Liebe und auch Freundschaft, die auch die schlimmsten Schicksalsschläge überleben kann. Absolut lesenswert!

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  • Märchenhaft

    Das Geheimnis der Eulerschen Formel
    Samtpfote

    Samtpfote

    23. April 2016 um 00:11

    Meine Meinung: Ich hatte vor der Lektüre dieses Buches ziemlich gemischte Gefühle, da sich mein Mathematikverständnis in Grezen hält. Ich bin irgendwo nach dem zweiten, vielleicht aber auch erst nach der ersten Hälfte des dritten Jahres im Gymnasium stehen geblieben. Und irgendwann konnte ich mir auch Sprüche wie: "aber Musik ist doch einfach nur höhere Mathematik, da solltest du doch Mathe gut verstehen" nicht mehr hören und ich konterte nicht selten eher mässig mit: "ja eben, es ist höhere Mathematik, weshalb ich eure niedrigen Berechnungen gar nicht verstehen muss". Totaler Schwachsinn, klar, aber irgendwann hat man alle Sprüche gehört und irgendwann hatte man die Nase voll. Und trotzdem fiel mir dieses Buch in einer Buchhandlung vor mehr als einem Jahr auf. Ich wollte aber nicht schon wieder ein Buch kaufen und da ich nie nur ein Buch alleine kaufen kann, liess ich es dann doch ganz bleiben. Als ich dann aber mit einer sehr, sehr guten Freundin zusammen das Bücherbrocki in Bern ausräumte, musste das Buch einfach in meine Tasche wandern. Das Cover lächelte mich seit dem Einzug bei mir an, während es auf einem Stapel in meiner Wohnung lag. Und genau so magisch, wie das Cover, war dann tatsächlich auch das Buch. Ich habe ein paar wundervolle, lehrreiche und amüsante Stunden mit "Das Geheimnis der Eulerschen Formel" verbracht und dabei einige Male gestaunt, gelacht und mich gefreut. Ich habe nämlich jede einzelne in diesem Buch enthaltene mathematische Gleichung und Ausführung verstanden. Handlung und Schreibstil: Eine alleinerziehende Mutter arbeitet als Haushälterin bei einem ehemaligen Mathematikprofessor, dessen Gedächtnis seit einem Autounfall vor einigen Jahren nur noch gerade achtzig Minuten dauert. Jeden Tag muss sich die Haushälterin erneut vorstellen und jeden Tag muss sie das Vertrauen des Professors gewinnen. Dies gelingt deutlich besser, als sie ihm von ihrem Sohn erzählt und diesen dann eines Tages auch zur Arbeit mitbringt. Der Professor verändert sich von diesem Tag an zu einem offenen und höflichen Menschen und in einer zauberhauft erzählten Geschichte, bringt er seiner neuen kleinen Familie, die er nach achtzig Minuten Abwesenheit wieder vergisst, die Geheimnisse der Mathematik näher. Das klingt kitschig, ist es aber nicht. Denn Yoko Ogawa gelingt es, diese eigentlich so traurige Geschichte von einem einsamen und unverstandenen Mann, von einer sitzen gelassenen Mutter und von einem klugen und interessierten Sohn so zu erzählen, dass wir uns und unsere Liebsten immer wieder in der Handlung entdecken. Die Sprache konzentriert sich dabei auf kleine und feine Details, die das Leben erst spannend und die Geschichte wirklich lebendig machen und es ist eine Freude, in diese Sprache einzutauchen und sich am Leben der drei Protagonisten zu beteiligen. Ausserdem schafft es Ogawa mit einer bemerkenswerten Sachlichkeit und trotzdem sehr geduldig und schrittweise schwierigste mathematische Probleme für den Leser verständlich darzulegen und sie wird so ein wenig zum Professor selber, der nie belehrend, sondern einfach nur voller Freude an der Sache sein unglaubliches Wissen teilt und geduldig jede noch so dämliche Frage beantwortet. Meine Empfehlung: Dieses Buch lege ich euch allen wirklich ans Herz. Wenn ich es verstanden habe, versteht es jeder. Und es geht eigentlich auch gar nicht nur um das Verständnis von Mathematik. Es geht vielmehr um eine magische Geschichte mit drei liebenswürdigen Protagonisten und um eine Faszination für Zahlen, die einfach immer wieder geteilt werden will und muss. Zusätzliche Infos: Autorin: Yoko Ogawa Gebunden mit Schutzumschlag: 256 Seiten Sprache: Deutsch Originalsprache: Japanisch Übersetzt von: Sabine Mangold Verlag: Liebeskind ISBN 978-3-935890-88-5

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  • Leserunde zu "Liebe am Papierrand" von Yoko Ogawa

    Liebe am Papierrand
    aufbauverlag

    aufbauverlag

    Wir laden euch zur virtuellen Leserunde ein und möchten euch die Gelegenheit geben, die zarte Welt der Yoko Ogawa kennenzulernen. Yoko Ogawa, geboren 1962, gilt als eine der wichtigsten japanischen Autorinnen der Gegenwart. Für ihr umfangreiches Werk wurde sie mit zahlreichen namhaften Literaturpreisen ausgezeichnet. Im Aufbau Taschenbuch sind ihre Romane „Das Geheimnis der Eulerschen Formel“, „Das Museum der Stille“ und „Schwimmen mit Elefanten“ erschienen. „Sinnlich und kurios wie Murakami. Wunderbar!“ Stern Yoko Ogawa - Liebe am Papierrand Der Klang der Liebe Eine junge Frau, die ein rätselhaftes Ohrenleiden hat, lernt einen Stenographen kennen. Sie fühlt sich auf geheimnisvolle Weise zu ihm hingezogen, und da das Reden mit ihm ihre Ohren zu heilen scheint, bittet sie ihn, ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. Dank seiner Aufzeichnungen beginnt sie die Rätsel ihrer Vergangenheit zu verstehen. Doch schon bald muss sie erkennen, dass der Stenograph nur eine begrenzte Menge Papier zur Verfügung hat … -> Zur Leseprobe Mehr Informationen und Extras gibt es auf www.aufbau-verlag.de/liebe-am-papierrand.html -- Jetzt bewerben! Bewerbt euch im Unterthema "Bewerbung/Ich möchte mitlesen", indem ihr bis zum 15.10. folgende Frage beantwortet: Warum möchtet ihr "Liebe am Papierrand" lesen? Wir freuen uns auf euch und einen regen Austausch! Euer Team vom Aufbau Verlag * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlich haben.

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    • 395
  • Schön geschrieben

    Das Geheimnis der Eulerschen Formel
    BerndSchoder

    BerndSchoder

    19. September 2015 um 22:23

    Schön geschrieben von der Autorin. Ein Buch in das man sich richtig fallen lassen kann.

  • Einmalig!

    Das Geheimnis der Eulerschen Formel
    Mareia

    Mareia

    02. August 2015 um 14:03

    Der Schreibstil Erzählt aus der Ich-Perspektive ist dieses Buch etwas ganz besonderes. Yoko Ogawa schreibt so vielseitig und unterschiedlich, aber dennoch zielgerichtet, dass es geradezu ein Genuss ist in die Welt des Mathematikprofessors einzudringen. Auf diese wahrscheinlich einmalige Weise gelingt es ihr nicht nur Mathematikinteressierten zu erreichen und sie zudem zu unterhalten, sondern ebenso jene, die mit diesem Themengebiet normalerweise nicht viel am Hut haben. Das zu schaffen ist wirklich nicht einfach, doch die einfachen und interessanten Erläuterungen sind sehr gut eingebracht und machen so einen eindrucksvollen Gesamteindruck. Die Handlung Eine Haushälterin (Name unbekannt, sie erzähl nur die gesamte Geschichte) erhält über ihre Vermittleragentur eine neue Anstellung. - Bei einem ganz besonderen "Patienten". Der Mathematikprofessor, für den sie arbeiten soll, hat vor Jahren bei einem Unfall einen Gehirnschaden erlitten und kann sich von der Sekunde an alles nur 80 Minuten lang merken. Was davor war ist gesamtheimlich, wie es immer war. Auch wenn es ihr schwer fällt ihn zu verstehen, finden die Haushälterin und er nach und nach einen Zugang zueinander. Und das über die Welt der Zahlen... Dabei muss man aber nicht denken, dass es somit nur ein Buch für jene ist, die sich ebenfalls hierfür begeistern können. Im Gegenteil: Auch die Haushälterin ist nicht gerade ein Mathe-Genie, dennoch lernt auch sie, wie schön Mathematik sein kann. Die Charaktere Die Haushälterin ist eine noch recht junge Mutter. Sie zieht ihren zahnjährigen Sohn alleine auf und hält sich mit ihren Jobs über Wasser. Ihr Sohn, Root, ist der einzige mit einem Namen in dem Buch, wobei dies auch nicht sein richtiger Name ist, sondern nur der, den ihm der Professor gab, weil sein Schädel so flach ist, wie ein Wurzelzeichen. Er teilt mit dem Professor v.a. seine Liebe zu dem Baseballteam der Hanshin Tigers. Neben diesem Interesse ist die größte Leidenschaft des Professors aber natürlich die Mathematik. Insbesondere Primzahlen und Zahlenbeziehungen haben es ihm angetan und verehrt er geradezu. Fazit Das Geheimnis der Eulerschen Formel ist ein wirklich tolles Buch über Freundschaft, Zusammenhalt und die Welt der Mathematik. Doch es geht noch weit darüber hinaus! Und ich bin wirklich der festen Überzeugung, dass es auch erklärten Mathe-Hassern gefällt! (Deshalb werde ich es nach den Ferien auch meiner Freundin geben :D). Also eine ganz ganz klar Empfehlung!

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  • Im siebten Zahlenhimmel

    Das Geheimnis der Eulerschen Formel
    Glanzleistung

    Glanzleistung

    27. July 2015 um 09:23

    Klappentext:Ein alter Mathematikprofessor, dessen brillante Karriere nach einem geheimnisvollen Unfall ein abruptes Ende fand, lebt zurückgezogen auf dem prächtigen Anwesen seiner Schwägerin. Seit seinem Unfall währt sein Kurzzeitgedächtnis nur mehr achtzig Minuten, danach kann er sich an nichts mehr erinnern. Acht Haushälterinnen hat seine Schwägerin bislang eingestellt und jede schon nach kurzer Zeit wieder entlassen. Aber mit Nummer neun wird alles anders. Rasch gewinnt sie das Vertrauen des Professors, der auch ihren zehnjährigen Sohn sofort ins Herz schließt. Einfühlsam führt der Professor die beiden in die faszinierende Welt der Mathematik ein. Und mit jeder neuen Gleichung, mit jeder neuen Formel entstehen zwischen ihnen Bande, die stärker sind als der Verlust der Erinnerung – bis die Schwägerin des Professors dem ein plötzliches Ende setzt. Die Haushälterin des Professors hat am 20. Februar Geburtstag, auf seiner Uhr ist eine 284 eingraviert. Mittels dieser Zahlen erklärt der Professor, dass 220 und 284 befreundete Zahlen sind und dass diese äußerst selten vorkommen. Diese und ähnliche Beispiele machen das Besondere an diesem Buch aus. Man wundert sich, ist verblüfft, lässt sich mitreißen und ist gleichzeitig völlig fasziniert von der ungewöhnlichen Freundschaft zwischen einem 64-jährigen Mathematikprofessor und seiner Haushälterin. Trotz seines fehlenden Erinnerungsvermögens freut sich der Professor stets wie ein kleines Kind wenn der Sohn der Haushälterin nach der Schule vorbeikommt. Er tauft ihn Root, weil sein Kopf so flach wie ein Wurzelzeichen ist. Obwohl die Personen im Buch alle keine Namen bekommen, sind sie doch sehr intensiv und tiefgründig beschrieben, voller Herzenswärme, Wünschen und Sehnsüchten. Selbst die etwas merkwürdig anmutende Schwägerin des Professors bekommt am Ende menschliche Züge. Der Schreibstil ist einfach und schlicht und voller wunderbarer Parabeln. Eine poetische Ode an die Zahlen. Das Cover wirkt verwischt und schlicht und auch die Farbe fängt die Stimmung des Buches gut auf, leise und doch kräftig in seiner Aussage. Fazit: Yoko Ogawa holt mit diesem zauberhaften Meisterwerk längst verloren geglaubte Werte zurück. Freundschaft, Verständnis und Rücksichtnahme bekommen eine ganz neue Bedeutung. Besonders und empfehlenswert. Nicht nur für Baseball- und Mathematikfreunde.   Schönste Stelle: „Weil der Kühlschrank als Seriennummer eine Primzahl besaß, schloss ich das Gerät sofort in mein Herz. Er wirkte auf einmal würdevoll, kompromisslos und erhaben.“

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  • Märchenhaft und unaufgeregt

    Das Geheimnis der Eulerschen Formel
    Leseratz_8

    Leseratz_8

    Ein brillanter Mathematikprofessor lebt zurückgezogen im Gartenhaus seiner Schwägerin, allein und nur in seiner mathematischen Welt. Der Grund: seit einem Verkehrsunfall im Jahr 1975 lebt er in dieser Zeit, denn sein Kurzzeitgedächtnis währt nur 80 Minuten. Um etwas zu erinnern, benutzt er kleine Notizzettel, die er sich an seinen Anzug klebt. Die Haushälterinnen kommen und gehen und immer wenn der Professor jemanden kennen lernen muss, flüchtet er in die Welt der Zahlen. Als er seine neue Haushälterin kennen lernt, fragt er sie nach Schuhgröße und Telefonnummer, diese Zahlen bilden den Einstieg in ein Gespräch über die Schönheit von Zahlen. Die beiden gewöhnen sich aneinander und als der Professor erfährt, dass seine Haushälterin einen zehnjährigen Sohn hat, der nach der Schule und während sie arbeitet, allein zu Hause ist, fordert er sie auf den Jungen in das Gartenhaus zu holen. Dann beginnt sich zwischen den Dreien eine besondere Beziehung zu entwickeln. Der Roman beschreibt auf stille und märchenhafte Weise das Leben der Drei, ihre Versuche mit dem Problem des Professors umzugehen und voll gegenseitiger Rücksichtnahme Zeit miteinander zu verbringen. Die Haushälterin kommt ihren Pflichten nach, aber gleichzeitig lernt sie viel über Zahlen und Mathematik. Der Professor löst mathematische Rätsel aus speziellen Zeitschriften und ist während dieser Zeiten nicht ansprechbar. Hat er die Lösung gefunden, nimmt er sich Zeit und beginnt Gespräche mit dem Sohn und der Haushälterin. Es ist ein unaufgeregtes Leben, ein ruhiges Gleiten, nur im Hintergrund, wie ein Schatten, die Schwägerin des Professors. Der Stil der Autorin ist so, wie ich mir das alte Japan vorstelle, ruhig, reduziert aber voller kleiner versteckter Andeutungen. Ich habe das Buch sehr genossen. Meiner Meinung nach muss man sich einlassen und einlassen wollen, dann kann man sich gefangen nehmen lassen und etwas ganz Besonderes erleben. Fazit: Dieser Roman ist eine poetische Parabel auf die wesentlichen Dinge des Lebens, nicht Geld, nicht Erfolg sondern menschliche Nähe und Wärme, Verständnis für den Anderen und bietet alltägliche Wunder, von denen viele Menschen insgeheim träumen.

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    • 2
    disadeli

    disadeli

    24. May 2015 um 12:55
  • Die Schönheit der Mathematik

    Das Geheimnis der Eulerschen Formel
    msmedlock

    msmedlock

    31. January 2015 um 15:00

    Normalerweise stehen Bücher wie dieses für alle Ewigkeiten in meinem Regal, ohne dass es jemals eine Chance hätte, von mir gelesen zu werden, weil ich mich mit dieser Art von Literatur eher langweile. Dieses Buch aber ist anders. Die Autorin hat mich mit diesem Roman überrascht. Sie erzählt die ganze Geschichte rund um den Professor, die Erzählerin und ihren Sohn mit einer großen Sanftheit, obwohl ich am Ende des Buches nichts weiter als Traurigkeit empfunden habe. Eine Traurigkeit, weil die ganze Geschichte einfach gezeigt hat, dass das Leben eben nicht aus Einhörnern, Regenbögen und Ritten in den Sonnenuntergang gemacht ist. Es war einfach real, ohne dabei Brutalität oder hilflose Ohnmacht zu brauchen, wie man es vielleicht aus einem Jodie Picoult-Roman oder Nicholas Sparks-Buch kennt. Und trotzdem hat mich die Geschichte und die Liebe und Freundschaft hinter der ganzen Realität sehr berührt. Was die ganzen mathematischen Erklärungen und Formeln angeht, die in diesem Buch auf jeder zweiten Seite zu finden sind, halte ich es wie John Green, der im Nachwort zu seinem Buch "An abundance of Katherines" geschrieben hat: "Ich war nie besonders gut in Mathematik, aber mich fasziniert die Idee von Mathematik.". Daher hatte ich keinerlei Probleme damit, dass die Autorin so viele Gleichungen und Formelsätze eingebracht hat. Ich hatte sogar das Gefühl, die Beziehung zwischen dem Professor und der Erzählerin noch besser zu verstehen. Und wenn ich mir auch unsicher bin, ob ich jetzt öfter zu einem Buch dieser Art oder zu einem anderen Werk der Autorin greifen werde, ich bin doch froh um dieses Buch in meinem Regal.

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  • Der kleine Aljechin

    Schwimmen mit Elefanten
    Sabine17

    Sabine17

    In diesem Buch geht es um einen japanischen Jungen und das Schachspiel. Der Junge wächst mit seinem kleinen Bruder bei seinen Großeltern in eher ärmlichen Verhältnissen auf. Bei der Geburt werden seine zusammengewachsenen Lippen getrennt und Haut von der Wade als Ersatz eingepflanzt. Daher wachsen auf seiner Unterlippe Haare wie auf der Körperhaut. Dadurch ist der Junge wortkarg und wird zum Außenseiter. Seine einzigen Freunde sind ein toter Elefant, der auf einem Kaufhausdach gelebt hat und das Mädchen Miira, das angeblich in dem schmalen Spalt zwischen seinem und dem Nachbarhaus stecken geblieben ist und nun dort herumgeistert. Doch eines Tages lernt er einen sehr dicken Mann kennen, der mit seinem Kater in einem ausrangierten Bus lebt. Er bringt dem Jungen das Schachspiel bei und bemerkt dessen besondere Begabung. Doch leider backt und isst er für sein Leben gern Süßes und wird immer dicker und stirbt schließlich. Der Junge spielt nur begnadet Schach, wenn er unter dem Schachbrett sitzt und nur zum Stellen seiner Figuren auftaucht. Da dies von der „normalen“ Schachwelt nicht akzeptiert wird, landet er schließlich in einem Schachcomputer, der aussieht wie der berühmte russische Schachspieler Aljechin. Weil er nur mit Mühe in den Computer passt, weigert der Junge sich schließlich zu wachsen.   Dieses ist mein erstes Buch von der japanischen Autorin. Ihr Schreibstil hat mir sehr gefallen. Er ist sehr ruhig und bildhaft. Frau Ogawa arbeitet mit vielen Metaphern und ihre Geschichte ist sehr surreal. Ich mag so etwas und konnte in das Buch richtig eintauchen. Genauso wie der Junge in das Schachspiel. Ich kenne vom Schach nur die Grundregeln, aber das hat das Leseverständnis nicht negativ beeinflusst.   Man muss sich auf diese besondere Welt und ihre bildhafte Darstellung einlassen, dann wird man sich für dieses Buch begeistern können. Leider ist das in unserer Leserunde nicht allen gelungen.   Fazit: eines meiner Highlights in diesem Jahr.

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    • 11
  • Mathematik verbindet…

    Das Geheimnis der Eulerschen Formel
    sechmet

    sechmet

    15. December 2014 um 17:30

    Achtzig Minuten - so lange hält das Gedächtnis eines Mathematik-Professors seit einem tragischen Unfall. So lebt er nun auf dem Anwesen seiner Schwägerin. Eine schwierige Aufgabe für die neue Haushälterin. Denn jeden Morgen hat der Professor sie wieder vergessen. Trotz allem schließt er seine neue Haushälterin und ihren zehnjährigen Sohn ins Herz. Über die Mathematik bauen sie sich langsam eine Bindung auf. Sehr zum Unmut der Schwägerin, welche dieser zarten Bindung ein Ende setzt... Die Autorin schafft mit ihren Protagonisten in diesem Roman eine Welt, die schön und gleichzeitig auch bedrückend ist. Denn zum einen haben die einzelnen Figuren so viel Tiefe, dass man mit allen mitleidet, mitfiebert. Aber zum anderen ist da das bedrückende, dass der Professor immer nach Achtzig Minuten sein Gedächtnis verliert und einzig seine Liebe zur Mathematik dabei dieser Beschränkung nicht unterliegt. Und dann ist da noch der kleine Sohn der Haushälterin, den der Professor sofort in sein Herz schließt. Alles in allem eine wunderschöne Geschichte. Leider hat sie mich nicht ganz so sehr gefesselt, aber dennoch ein toller Roman. Nicht unbedingt das richtige Buch für zwischendurch, aber wenn man die Zeit hat sich voll und ganz auf diesen Roman einzulassen, macht er sicherlich viel Spaß.

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  • Eine Liebeserklärung an die Mathematik

    Das Geheimnis der Eulerschen Formel
    simone_richter

    simone_richter

    Eine Frau wird als Haushälterin für einen Professor eingestellt, der jeden Tag in 80 Minuten alles Neue vergisst. Nur sein Langzeitgedächtnis vor 1975 funktioniert. In diesem Jahr hat er damals nach einem Unfall sein Kurzzeitgedächtnis verloren. Auf dem Anwesen, wo der Professor lebt, lebt auch seine Schwägerin, die keine Auskunft über den Unfall gibt und auch sonst sehr unsympathisch scheint. Aber zwischen dem alten Mann, der Haushälterin und ihrem Sohn, den der Professor liebevoll Root nennt, ob seiner Kopfform, die der eines Wurzelzeichens entspricht, entwickelt sich ein Vertrauensverhältnis. Dem Professor sein Anzug ist mit Merkzetteln übersät, damit er das Wichtigste nicht vergisst und sich darauf besinnen kann. Zu Dritt entdecken sie die Welt der Mathematik und mit Wärme schildert Yoko Ogawa die freundschaftliche Beziehung zwischen ihnen mit einer Einführung in diverse Formeln und Fachbegriffe - diese werden wunderbar anrührend und leicht erklärt. Ein harmonisches Buch, dass die unerkannte Beziehungen zwischen Menschen und Dingen und der Natur erkundet mit Einblick in Formeln und Gesetze mit der man als Leser auf eine warmherzige Entdeckungsreise geht. Ein Punkt Abzug für mich, da der Plot noch vertiefender sein könnte und enige Geheimnisse doch nicht stringend gelüftet wurden.

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    • 2
  • schöne Lektüre für Zwischendurch

    Das Geheimnis der Eulerschen Formel
    Bücherwurm

    Bücherwurm

    30. August 2014 um 22:18

    Der Roman "Das Geheimnis der Eulerschen Formel" der Japanerin Yoko Ogawa erzählt von einem alten Mathematikprofessor, einem Genie seiner Zeit, der nach einem schweren Schädel-Hirn-Trauma sein Gedächtnis verlor.  Seit diesem Unfall löscht das Gehirn das Kurzzeitgedächtnis vollständig nach genau 80 Minuten. Der Professor behilft sich zwar mit Zetteln, die am Anzug befestigt sind, nichtsdestotrotz hat die Schwägerin große Probleme eine Haushälterin einzustellen, die mit dieser besonderen Fehlleistung klar kommt. Das Buch ist warmherzig erzählt, liest sich spannend und flüssig. Allerdings muss man als Leser bereitwillig die Fantasie der Autorin akzeptieren, was mich beim Lesen mehr und mehr irritierte. Ich habe oft intensiver darüber nachgedacht, ob das Buch nicht gar gewinnen würde, wäre der Inhalt plausibler und ehrlicher, kann aber nicht leugnen, dass ich voll Spannung gefesselt war, auf einen Knall wartete, der dann aber nicht kam. 3 Sterne für ein Buch, das schön zu lesen war, mich aber nicht restlos überzeugte. Die Begeisterung für Mathematik, diese Faszination der Formeln und Zahlen schwappte nicht über, einfach, weil ich schon bessere Bücher gelesen habe. Sehr interessant die Ausflüge in den Baseball, auch hier hat mich das Fieber immer noch nicht gepackt. Das hätte man bestimmt besser machen können!

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  • Selbst für Mathehasser geeignet!

    Das Geheimnis der Eulerschen Formel
    RoteChiliSchote

    RoteChiliSchote

    "Ein alter Mathematikprofessor, dessen Karriere nach einem geheimnisvollen Unfall ein abruptes Ende fand, lebt zurückgezogen auf dem prächtigen Anwesen seiner Schwägerin. Seit seinem Unfall währt sein Kurzzeitgedächtnis nur mehr achtzig Minuten, danach kann er sich an nichts mehr erinnern. Acht Haushälterinnen hat seine Schwägerin bislang für ihn eingestellt und jede schon nach kurzer Zeit wieder entlassen. Aber mit Nummer neun wird alles anders. Rasch gewinnt sie das Vertrauen des Professors, der auch ihren zehnjährigen Sohn sofort ins Herz schließt. Einfühlsam führt der Professor die beiden in die faszinierende Welt der Mathematik ein. Und mit jeder neuen Gleichung, mit jeder neuen Formel entstehen zwischen ihnen Bande, die stärker sind als der Verlust der Erinnerung - bis die Schwägerin des Professors dem ein plötzliches Ende setzt ..." - Amazon Produktbeschreibung Es macht mich immer noch stutzig, dass ausgerechnet ich dieses Buch gelesen habe, denn ich bin wirklich überhaupt kein Mathe Fan. Aber ich bereue es ganz und gar nicht. Dieses Buch hat mir die Schönheit der Mathematik ein wenig näher gebracht. Die Autorin schafft es mit einem leisen, zarten und sehr einfühlsamen Schreibstil, einem Zahlen geradezu poetisch zu beschreiben. So spricht der Professor von befreundeten Zahlen, Zwillingszahlen und über das immer wieder aufkommende Wurzelzeichen, welches unendlich vielen Zahlen ein schützendes Dach über dem Kopf bietet. Die Charaktere des Buches, welche aus der Haushälterin, ihrem Sohn, dem Professor und seiner Schwägerin bestehen, werden nicht mit Namen versehen, was die Fantasie beflügeln kann. Der Professor nennt den Sohn der Haushälterin Root, welcher der einzig genannte Name bl Der Charakter des Professors war mir von Anfang an sehr sympathisch. Wie stark muss ein Mensch sein, der alle 80 Minuten aufs Neue feststellen muss, dass sein Gedächtnis ihn verlassen hat. Die Person wird zwar als leicht ungepflegt und verwuselt dargestellt, aber auch das passt ins Gesamtbild eines Mathematik Professors der völlig verrückt nach seinem Fach ist. Außerdem gefällt mir die unheimliche Bescheidenheit des Professors, der gerne an mathematischen Preisrätseln von Zeitungen teilnimmt und oft schon gewonnen hat, aber auf den Gewinn keinen Wert legt, sondern viel mehr darauf die Aufgabe in einer möglichst schönen Form zu lösen. Auch die Protagonistin ist ein liebenswerter Charakter. So bewahrt sie immer die Nerven, egal wie oft der Professor Erklärungen wiederholt, die sie schon einmal von ihm hörte. Wahrscheinlich ist dass ihr Schlüssel zum Professor und sicher auch, dass sie sich von seiner Auffassung der Mathematik mitreißen lässt. Etwas gewöhnungsbedürftig mögen die häufigen Ausführungen von japanischen Baseballspielen und deren Spielern sein. Mir war nicht bewusst, dass Japan so eine Baseballnation ist. Aber auch hier wird Baseball mit Mathematik verbunden. Vermisst habe ich eine nähere Ausführung der Eulerschen Formel. Plötzlich taucht sie auf, scheint zu schlichten und ist der Protagonistin von großer Bedeutung. Den Zusammenhang zwischen der Formel und der Rührung und dem Halt den die Formel der Haushälterin gibt, habe ich allerdings überhaupt nicht verstanden. Schade drum. Alles in allem ein schönes, seichtes Buch für zwischendurch. Was mir von diesem Buch im Gedächtnis bleiben wird, ist die poetische Beschreibung der Gleichungen, Formeln und Zahlen. Mein Bild von der Mathematik wurde jedenfalls ein bisschen verschönt!

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    • 3
    BrittaRoeder

    BrittaRoeder

    03. June 2014 um 14:02
  • Rezension: Das Geheimnis der Eulerschen Formel - Yoko Ogawa

    Das Geheimnis der Eulerschen Formel
    Hikari

    Hikari

    Das Geheimnis der Eulerschen Formel der japanischen Autorin Yoko Ogawa ist ein schönes und berührendes Buch. Die Sprache ist auf der einen Seite eher schlicht und ruhig, aber auf der anderen Seite dennoch oder gerade deswegen eindringlich und schön. Die Protagonisten bilden der Professor, ein älteres Mathematikgenie, der aufgrund eines Unfalls sein Gedächtnis verloren hat und eine Haushälterin, die neu bei ihm anfängt. Zwischen den beiden bildet sich, trotz der erschwerten Umstände, eine zarte Freundschaft. Ein dritter wichtiger Charakter bildet der Sohn der jungen Haushälterin - sie ist 28, ihr Sohn ist 10. Zu dritt bestreiten sie eine Reise über die Mathematik und das Leben an sich. Auch für Menschen, die mit der Wissenschaft der Zahlen einfach nichts anfangen können - wie ich es auch einer bin - entfaltet sich die Schönheit der Mathematik dennoch in diesem Buch. Sie ist eine Gleichung für das, was die drei Charaktere miteinander verbindet und trennt. Die Formeln und Aussagen sind wunderbar in die Geschichte eingewebt und ergeben so ein großes Ganzes, zur Not kann man sicher aber auch über das ein oder andere Förmelchen hinweglesen ;) Ich fand es aber wirklich interessant und einige der Fakten waren für mich völlig neu - auch die Art und Weise, wie man Mathematik poetisch und schön betrachten kann. Das Buch entwickelt mit dem eigenen Stil auch eine ganz besondere Sogwirkung und Lesefluss. Es liest sich angenehm und leicht, trotz des doch eher ernsteren Themas. Ein wirklich schönes Buch.

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    • 3
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