Yoko Ogawa Der Ringfinger

(5)

Lovelybooks Bewertung

  • 5 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(2)
(3)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Der Ringfinger“ von Yoko Ogawa

Ein junges Mädchen aus der Provinz findet Arbeit im Labor von Herrn Deshimaru. Dieser hat sich darauf spezialisiert, von den guten und schlechten Erinnerungen seiner Kunden ein Präparat herzustellen: die Knochen eines Vogels, eine kaum sichtbare Narbe auf der Wange eines Mädchens, winzige Pilze, die in der Ruine eines abgebrannten Hauses gefunden wurden, die Töne einer Partitur. Das Labor ist in einem ehemaligen Mädchenwohnheim untergebracht, bis auf Herrn Deshimaru halten sich nur noch zwei ältere Damen in dem verlassenen Gebäude auf. Von diesen erfährt das Mädchen, daß alle bisherigen Assistentinnen von Herrn Deshimaru nach und nach spurlos verschwunden sind.

Stöbern in Romane

Die Frau im hellblauen Kleid

Fazit: 5***** von mir für diese gut erfundenen und sehr realistischen Biographien der Protagonistinnen, die mich in den Bann gezogen haben.

vipfoto

Fever

Überzeugende Dystopie

laraelaina

Die Hauptstadt

Ein Plädoyer für ein einiges Europa

laraelaina

Die Melodie meines Lebens

Wenn man gerne das Leben aus verschiedenen Blickwinkeln sieht und gerne in das Leben anderer Menschen schaut, ist es genau das Richtige.

Franzi100197

Dann schlaf auch du

Ein packender, dramatischer und zugleich erschütternder Roman! Nur das Ende fand ich ein wenig "enttäuschend".. Ansonsten sehr zu empfehlen!

Nepomurks

Wie der Wind und das Meer

berührender und tragischer Roman der Nachkriegszeit. Das Buch lässt keinen kalt.

Maximevm

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Der Ringfinger" von Yoko Ogawa

    Der Ringfinger

    emeraldeye

    15. June 2010 um 15:45

    Der Verlag: Ein junges Mädchen aus der Provinz findet Arbeit im Labor von Herrn Deshimaru. Dieser hat sich darauf spezialisiert, von den guten und schlechten Erinnerungen seiner Kunden ein Präparat herzustellen: die Knochen eines Vogels, eine kaum sichtbare Narbe auf der Wange eines Mädchens, winzige Pilze, die in der Ruine eines abgebrannten Hauses gefunden wurden, die Töne einer Partitur... Das Labor ist in einem ehemaligen Mädchenwohnheim untergebracht, bis auf Herrn Deshimaru halten sich nur noch zwei ältere Damen in dem verlassenen Gebäude auf. Von diesen erfährt das Mädchen, dass alle bisherigen Assistentinnen von Herrn Deshimaru nach und nach spurlos verschwunden sind. Das Mädchen arbeitet schon fast ein Jahr im Labor des Herrn Deshimaru, sie ist viel allein und langweilt sich immer öfter. Eines Abends bittet ihr Arbeitgeber sie um ein Gespräch und nichtsahnend folgt sie ihm in das ehemalige Schwimmbad des Mädchenwohnheims. Er schenkt ihr ein paar schwarze Schuhe mit großen Schleifen, die perfekt passen und die das Mädchen nie wieder ausziehen möchte. Herr Deshimaru zieht sie ihr selbst an und berührt sie dabei, wie sie noch nie berührt worden ist. Es bleibt nicht bei dem einen Treffen.... Fast ein Märchen, das Yoko Ogawa, die als eine der wichtigsten Vertreterinnen der zeitgenössischen japanischen Literatur gilt, mit "Der Ringfinger" geschrieben hat. Aber eben nur fast. Es scheint ein Merkmal der japanischen Literatur zu sein, dass sich unter der in sich stimmigen, glatten Oberfläche einer alltäglichen Geschichte immer noch etwas anderes, oft etwas Unberechenbares, Dunkles befindet, dass sich langsam aber unaufhaltsam seinen Weg bahnt. Und irgendwann die Alltäglichkeit ad absurdum führt. Das zeigt sich oft nicht in schockierenden Ereignissen, sondern in fast nebensächlichen kleinen Veränderungen und Gesten. Manchmal scheint es sich nur um Missverständnisse oder Versehen zu handeln, durch die das Leben der Protagonisten in eine andere Richtung gelenkt wird. Mit angenehm schlichten, doch treffsicher gesetzten Worten beschreibt Yoko Ogawa aus der Sicht des Mädchens, wie sich die Beziehung zwischen ihr und diesem rätselhaften Mann, dessen Motive ungenannt bleiben, entwickelt. Es könnte so etwas wie Liebe sein, aber es bleibt den LeserInnen überlassen, die angedeuteten Gefühle so zu interpretieren. Vieles bleibt offen in "Der Ringfinger", aber auf eine Art, die entspannt und zum Nachdenken anregt.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks