Yoko Ogawa Hotel Iris

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Inhaltsangabe zu „Hotel Iris“ von Yoko Ogawa

Die geheimnisvolle Welt der Ogawa – virtuos und rätselhaft, erotisch und voller Abgründe Die junge Mari führt mit ihrer Mutter ein kleines Hotel an der Küste. Eines Tages macht sie die Bekanntschaft eines Gastes, eines deutlich älteren, eigenartig faszinierenden Mannes. Sie folgt ihm auf eine einsame Insel, wo er an der Übersetzung eines Romans arbeitet, dessen Heldin ein grausames Ende findet – genau wie seine eigene Frau Jahre zuvor. Mari verstrickt sich immer tiefer in eine dunkle Beziehung mit ihm, voller Erniedrigung, Schmerz und Lust. Als sie und der Neffe des Mannes sich näherkommen, droht die Situation zu eskalieren. 'Dieses Buch ist sehr eigen – und sehr gut. Es führt uns tief hinein in ein geheimnisvolles, fesselndes Universum, das ebenso bezaubernd wie furchteinflößend ist.' The Times Literary Supplement

Eine schockierende Liebesgeschichte!

— Kerstin_Westerbeck
Kerstin_Westerbeck

Eine etwas ungewöhnliche, aber interessante Liebe

— tination
tination

Für das Ende braucht man starke Nerven !

— divergent
divergent

Schockierend, beklemmend und doch genial erzählt.

— vielleser18
vielleser18

Sprachlich fast teilnahmslos erzählt, fesselt die Geschichte mit Dramatik und verstörender Abhängigkeit Maris.

— sommerlese
sommerlese

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  • Eine Überraschung von Yoko Ogawa...

    Hotel Iris
    zwischen_meinen_zeilen

    zwischen_meinen_zeilen

    12. March 2017 um 17:40

    Ähm ja, das war eine schnelle, einsaugende, verstörende Lektüre. Auch wenn der Klappentext eine dunkle Begierde verspricht, hatte ich das nicht erwartet. Besonders nicht von Yoko Ogawa! Ok, im „Museum der Stille“ gibt es einen Frauenmörder und es sterben Menschen, aber diese Beziehung ist schon krass. Wobei es ihr ja gefällt, also schon in Einverständnis geschieht. Die Sprache ist wie immer schön, die Beobachtungen kleiner Dinge besonders. 

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  • Eine etwas ungewöhnliche, aber interessante Liebe

    Hotel Iris
    tination

    tination

    21. September 2016 um 21:52

    Das Buch: Die siebzehnjährige Mari arbeitet im Hotel ihrer Mutter. Meist an der Rezeption. Und da bekommt sie so einiges von den Eigenarten der Gäste mit. So auch, als mitten in der Nacht eine Hure ein Hotelzimmer verlässt – verfolgt von Rufen eines Mannes. Und dieser Mann geht Mari nicht mehr aus dem Kopf. Und so kommt es wie es kommen musste: Mari und der Mann, der Übersetzer, fangen heimlich ein Verhältnis an. Und dieses überschreitet viele Grenzen im Leben von Mari…Fazit: Mari ist jung. Und verliebt sich in einen alten Mann. Da rücken die Geschehnisse im Hotel Iris schnell in den Hintergrund. Denn tatsächlich ist diese „Liebe“ zwischen beiden weitaus reizvoller als das übliche Hotelleben in einem Küstenort. Denn schon alleine der Altersunterschied kann durchaus creepy erscheinen. Doch hat man das erst einmal hinter sich, wird es noch wilder: „50 Shades of Grey“ lässt grüßen! Aber dies soll jetzt auf keinen Fall abwertend klingen. Die Autorin schafft es durchweg die Anziehung zwischen Mari und ihrem Übersetzer niveauvoll und bedacht herüberzubringen.Es bleibt somit ein Buch über die Liebe. Und zeigt einige Facetten der Liebe und zeigt auch, was Träumerei, Besessenheit oder Anziehung ist. Denn ob Mari den Übersetzter wirklich liebt, weiß sie selbst nicht. Aber diese Anziehung beider ist auch eine Form der Liebe. Und so kann diese Story nur tragisch enden. Und auch das hat Ogawa gut hinbekommen, obwohl ein paar Seiten dann doch gut getan hätten.Trotzdem bleibt durchweg ein kleiner fader Beigeschmack zurück. Denn dieses Buch spielt mit den Grenzen der Gesellschaft. Und das kommt auch beim Leser an. Natürlich ist dies gewollt und Ogawa hat auch dies gut darstellen können. Dadurch kommen aber alle Figuren ein wenig zu negativ herüber, als sie eigentlich sein sollten. Aber das ist Kritik auf hohem Niveau.Zusammenfassend ist dieses Buch empfehlenswert. Absolut kein Vergleich zu dem oben genannten Buch. Niveauvoll, schüchtern, leise, attraktiv und begehrenswert. So ist dieses Buch.https://booksoftination.wordpress.com/2016/09/21/yoko-ogawa-hotel-iris/

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  • Hotel Iris

    Hotel Iris
    divergent

    divergent

    09. August 2016 um 09:31

    Titel: Hotel IrisOriginaltitel: Hoteru Airisisu Autor: Yoko OgawaSeitenanzahl: 223Genre: RomanVerlag: Aufbau Taschenbuch Mari ist 17 und arbeitet in dem Hotel von ihrer Mutter als Rezeptionistin.Als sie eines Tages einem sehr viel älteren Mann begegnet, der in ihrem Hotel absteigt, ist Mari von Anfang an sehr fasziniert von dem fast 50 Jahre älteren Mann. Sie lernt den Mann, einen Übersetzer besser kennen und zwischen ihnen entwickelt sich eine ungewöhnliche Beziehung die für Mari gut und schlecht zugleich ist. Mari steckt immer mehr in diese Beziehung rein bis es zu einer Eskalation kommt... Ich fand die Geschichte von Anfang an sehr interessant erzählt. Auch der Schreibstil der Autorin ist flüssig und angenehm zu lesen. Doch ich hatte mit dieser doch nicht ganz alltäglichen Beziehung von Mari und dem sehr viel älteren Mann schon so meine Probleme. Alleine was der Mann alles mit Mari macht ist ziemlich verstörend zu lesen. Was ich mich ja immer gefragt habe war, weshalb sie nicht schreiend davon gelaufen ist und immer wieder zu dem Mann zurückgekehrt ist. Eine solche Beziehung ist doch für so ein junges Mädchen auf die Dauer nicht gesund.Ich muss der Geschichte einen Punkteabzug geben, wegen dem Ende! Das Ende ist schon ziemlich heftig zu lesen und nichts für schwache Nerven. Klar ahnt man, dass irgendwas schlimmes passieren muss, aber mit dem was dann passiert, habe ich so nun auch nicht gerechnet! Einen weiteren Punkteabzug gibt es für diese verstörende Beziehung. Ich hab schon damit gerechnet, dass die Beziehung von Mari und dem Übersetzer anders sein wird, doch mit Sadomaspchismus und Erniedrigungen habe ich so natürlich auch nicht gerechnet. Wer kein Problem mit solchen Themen hat, kann ruhig zu dem Buch greifen! Das ist so ein typisches Beispiel für einen Roman, der einfach polarisiert. Die Einen werden diesen Roman mögen - die Anderen nicht. Ein sehr ungewöhnlicher Roman, der nicht schlecht ist, nur leider nicht so mein Fall war. Aber der Erzählstil der Autorin ist wirklich sehr gelungen und lesenswert! 3 von 5 Sternchen!

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  • "Hotel Iris"

    Hotel Iris
    zauberblume

    zauberblume

    07. August 2016 um 21:39

    "Hotel Iris" ist das erste Buch, das ich von der bekannten japanischen Autorin Yoko Ogawa gelesen habe. Die Geschichte: Die junge Mari macht eines Tages die Bekanntschaft eines deutlich älteren, faszinierenden Mannes. Sie folgt ihm auf eine einsame Insel, wo er an der Übersetzung eines Romans arbeitet, dessen Heldin ein grausames Ende findet – genau wie seine eigene Frau Jahre zuvor. Mari verstrickt sich immer tiefer in eine dunkle Beziehung mit ihm, voller Schmerz, aber auch voller Lust. Doch dann droht die Situation zu eskalieren. Zu Beginn hatte ich etwas Schwierigkeiten in die Geschichte reinzukommen. Sie liest sich doch etwas anders als meine bisherig gelesenen Bücher. Ich kann Mari nicht verstehen, was sie an dem alten Mann findet, ist es die sexuelle Anziehungskraft? Es ist doch alles absurd und unvorstellbar. Mari ist dem alten Mann direkt hörig. Irgendwie war ich beim Lesen der Geschichte unruhig, so richtig begeistert hat mich das ganze nicht. Das Cover ist für mich ganz in Ordnung. Wirkt melancholisch und passt zum Ganzen. Ich vergebe für dieses Lektüre 4 Sterne

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  • Schockierend, beklemmend und doch genial erzählt.

    Hotel Iris
    vielleser18

    vielleser18

    05. August 2016 um 11:34

    Mari ist 17. Die Mutter ist herrschsüchtig, dominant, gängelt Mari jede Minute. Lässt ihr keinen Freiraum. Maris Vater erging es ähnlich, er flüchtete in den Alkohol und kam ums Leben als Mari 8 Jahre war. Dennoch sind Maris besten Kindheitserinnerungen diejenigen, in denen ihr Vater und ihr Großvater eine Rolle spielten. Als ein wesentlich älterer Mann, der ihr Großvater hätte sein können, im Hotel Iris, dem Hotel ihrer Familie, nachts einen lautstarken Streit mit einer Prostituierten bekommt, der eskaliert, ist Mari nicht abgeschreckt, sondern fasziniert. Als sie ihm kurze Zeit später zufällig wiederbegegnet, entwickelt sich zwischen diesen beiden ungleichen Personen eine Beziehung der ganz besonderen Art. Mari lässt sich von ihm demütigen, sado-maso Spiele beflügeln ihre Lust. Immer weiter hinein gerät sie in den Strudel der fast unerklärlichen Anziehung zu diesem alten Mann........ 223 Seiten, die durch die ganz besondere Erzählweise der japanischen Autorin Yoko Ogawa schnell gelesen sind. Faszinierend, wie sich das Geschehen langsam aufbaut, der Strudel, in den sich Mari verfängt, sie immer mehr an den Abgrund treibt. Erzählt wird in der Rückblende aus der Sicht von Mari, nüchtern berichtet sie, schonungslos und der Autorin gelingt es in die Haut der jungen, unbedarften, unerfahrenen und von der Dominanz der Mutter geprägten Protagonistin zu schlüpfen. Auch wenn man sich nicht mit ihr identifizieren kann, ja teilweise abgeschreckt von ihr ist, hat mich die Geschichte gefesselt. Die weiteren Protagonisten bleiben in ihrer Art weitgehend im Dunkel - was ihre Beweggründe waren, was ihre Vergangenheit, ihre Gefühle betrifft. Dies zeichnet sich schon an ihren fehlenden Namen ab - die Mutter, der Übersetzer, der Neffe, die Zugehfrau, namenlos, schattenlos und nur durch die Wahrnehumung von Mari dargestellt. Viele Szenen dunkler Begierde gehen unter die Haut, schrecken ab, beunruhigen, sind aber dennoch irgendwie nüchtern und gefühllos beschrieben, so dass sie bizarr und mit der ausdrucksstarken Schreibweise der Autorin dennoch lesbar und ertragbar sind. Fazit: Ein gut gezeichnetes Psychogramm eines jungen Mädchens, das in einen dunklen Strudel aus Lust, Begierde und Schmerz gerät. Schockierend, beklemmend und doch genial erzählt.

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    • 8
  • Sprachliches Meisterwerk und faszinierend verstörend...

    Hotel Iris
    Ayda

    Ayda

    31. July 2016 um 16:30

    Lesehighlight 2016 5 Rosen 🌹🌹🌹🌹🌹 "Mir war,als wäre er eine vom Fluß der Zeit unberührte Erscheinung,jenseits von Vergangenheit und Gegenwart,deren Existens auf dem Treppenabsatz im Hotel Iris ihren Ursprung hatte." (Auszug aus dem Buch) Inhalt: In der Geschichte geht es um die 17 jährige Mari, die mit ihrer herrischen Mutter ein Hotel namens Iris führt. Neben Zimmerpflege und Küchenarbeit ist Mari vor allem für die Rezeption zuständig. Eines Tages streiten sich ein Mann und eine Frau, sie beschimpft ihn und wir erfahren schnell, dass die Frau eine Prostituierte ist. Der Mann hingegen ist sehr still und verlässt ebenfalls zügig das Hotel. Mari ist sofort fasziniert von diesem Unbekannten,obwohl er weitaus älter als sie ist. Als sie in den nächsten Tagen Einkäufe für die Mutter erledigen muss, trifft sie in zufällig in der Innenstadt und auch er erkennt sie sofort. Er, der das ganze Buch über, "Der Übersetzer" genannt wird, übersetzt derzeit ein Buch vom russischen, dessen Hauptprotagonistin stirbt, genaus so wie seine Frau vor vielen Jahren. Zwischen der jungen und aufgeweckten Mari und ihm entwickelt sich schnell eine Art Beziehung und sie macht sich auf den Weg auf die Insel wo der Mann lebt,ohne zu ahnen auf was sie sich einlässt... Meine Meinung: Ich kann schon vorab sagen,ich habe das Buch an 1,5 Tagen verschlungen. Mich hat die Geschichte von der ersten Seite ab so gefesselt,dass ich garnicht mehr aufhören konnte zu lesen. Dieser Schreibstil ist so grandios, dass neben der interessanten Geschichte vor allem dieser Aspekt mich sehr sehr begeistern konnte. Weiterhin erleben wir hier eine sehr außergewöhnliche Beziehung zwischen einer so jungen Frau und einem Mann, der ihr Vater oder sogar Großvater sein könnte. Aber neben dem Altersunterschied, ist es viel mehr die Obsession und Begierde,die sie so schnell für sich verspüren. Mari ist ein sehr sympathisches und emotionales Mädchen, dass mir sehr ans Herz gewachsen ist. Es gibt auch Szenen,die ich doch schon sehr heftig fand, dass sie sowas erlebt oder über sich ergehen lässt. Ihre Mutter ist sehr autoritär und egoistisch, an das Wohlergehen ihrer Tochter ist sie weniger interessiert,bis sie eines Tages nicht mehr zurückkommt... "Alle deine Besucher kommen heimlich,stimmt´s? Ja, da hast Du recht. Wenn sie sich verraten, versinken sie mitsamt der Insel im Meer." (Auszug aus dem Buch ) Ein Buch,das mich schockieren und gleichzeitig begeistern konnte. Sprachlich auf einem hohen Niveau erzählt uns Ogawa die Begierde und Obsession, die sich zwischen Mari und dem Übersetzer entwickelt. Ich habe es sehr gerne gelesen und möchte dem Buch 5 Sterne geben! Autorin: Yoko Ogawa, geboren 1962, gilt als eine der wichtigsten japanischen Autorinnen der Gegenwart. Für ihr umfangreiches Werk wurde sie mit zahlreichen namhaften Literaturpreisen ausgezeichnet. Sie lebt mit ihrer Familie in der Präfektur Hyogo. Im Aufbau Taschenbuch sind ihre Romane „Das Geheimnis der Eulerschen Formel“, „Das Museum der Stille“, „Schwimmen mit Elefanten“ und „Liebe am Papierrand“ lieferbar. (Quelle: www.aufbau-verlag.de)

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  • Stößt ab und fesselt dennoch

    Hotel Iris
    sommerlese

    sommerlese

    21. July 2016 um 17:44

    Der Roman "*Hotel Iris*" wurde von der japanischen Autorin "*Yoko Ogawa*" 1996 geschrieben. 2016 erscheint die deutsche Übersetzung im "*Aufbau Taschenbuch Verlag*". Die junge Mari leidet unter ihrer herrischen Mutter und macht die Bekanntschaft eines deutlich älteren Mannes. Er wohnt auf einer einsamen Insel, wo er als Übersetzer arbeitet. Sie nehmen eine dunkle Beziehung auf, er schreibt ihr faszinierende Briefe, die für Mari nach sehnsüchtiger Liebe klingen. Bis die Situation schliesslich eskaliert. Dieses Buch zog mich magisch in einen Lesesog. Auch wenn ich Maris Gefühle für den alten Übersetzter nicht verstehen kann und einige Szenen mir ekelhaft und abschreckend erscheinen, wollte ich dennoch wissen, wie die Geschichte ausgeht. Außerdem fasziniert mich die Ausdruckskraft der Erzählweise Ogawas. Die knappe, einfache und doch voller Sinnlichkeit fesselnde Sprache ist ein einziger Lesegenuss. Dabei beschreibt dieses Buch echte Tabuthemen - Sado-Masochismus und Sexualität zwischen Partnern mit hohem Altersunterschied. Hier erkennt man die beiden verlorenen Seelen. Da sind die zwei Seiten des alten Mannes und Maris Sehnsucht nach Liebe, die sie ihm entgegen bringt. Denn in seinen Briefen zeigt er sich voll verzehrender Liebe nach ihr, besucht sie ihn in seinem Haus, ist er der Bestrafer. Er will sich vergewissern, ob es ihn noch gibt. Sie geniesst die neu erweckte Lust und ein Leben neben ihrer Rolle als Tochter und Arbeitskraft. Die perversen sexuelle Neigungen drücken den Schmerz beider Figuren aus, es wird aber niemals anzüglich oder obszön. Hier schafft Yoko Ogawa es, die unverständliche Zuneigung Maris auszudrücken. Der Erzählstil in einer zurückgenommenen, knappen, fast kargen Sprache wirkt wie eine Beobachterrolle. Das erweckt einen kargen traurigen Eindruck, die Aussicht auf die herrische Mutter oder den kranken Alten, wo ist hier Hoffnung? Ist es wirklich eine Liebesbeziehung oder fliehen hier zwei verlorene Seelen vor ihrem tristen Alltag? Ein Roman, der abschreckt und dennoch fesselt, weil man lesen möchte, wie die Figuren enden.

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  • Challenge: Literarische Weltreise 2016

    Euphoria
    Ginevra

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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    • 1702
  • Der alte Mann und das Mädchen

    Hotel Iris
    Stefan83

    Stefan83

    02. November 2013 um 17:49

    Pendragon, Arche, Ariadne/Argument, Liebeskind – im Meer der großen deutschsprachigen Verleger sind es oftmals die vermeintlich Kleinen, welche mit einem zwar übersichtlichen, aber stets erlesenen Programm zu überzeugen wissen. Und besonders letztgenannter hat sich in den vergangenen Jahren zu einer sicheren Bank für mich gemausert. Was bei Liebeskind erscheint, das kann, so zumindest meine Erfahrung, nicht nur bedenkenlos gekauft, sondern auch stets mit Vergnügen gelesen werden. Dennoch hat es lange gedauert, bis Yôko Ogawa in mein Bücherregal gewandert ist. Geschuldet ist diese Zurückhaltung einer allgemeinen Skepsis was japanische Literatur angeht. Das Land der aufgehenden Sonne und des Lächelns ist mir seit jeher etwas suspekt, seine Kultur so sehr und auf eine gewöhnungsbedürftige Art und Weise von der unseren verschieden, dass sich mein Interesse an ihm in Grenzen hält. Der lieben Frau Susanne Fink, Verantwortliche für Presse und Öffentlichkeitsarbeit bei Liebeskind, ist es zu verdanken, dass ich dennoch einen Versuch gestartet habe: „Hotel Iris“ war ihre Empfehlung, meine erste Ogawa und, auch wenn das Leseerlebnis aufgrund der Thematik doch irgendwie zwiespältig ausfällt, wohl nicht meine letzte. Kurz zur Handlung: Zusammen mit ihrer Mutter führt die 17-jährige Mari das titelgebende „Hotel Iris“ in einem kleinen Badeort an der japanischen Küste. Ein wenig einträglicher und zuweilen eintöniger Job. Zumindest bis zu dem Abend, wo sie Zeugin eines lautstarken Streits zwischen zwei Gästen wird. Ein älterer Herr und eine offensichtlich zutiefst schockierte Prostituierte, die vor seinen sexuellen Neigungen Reißaus nehmen will. Gegen ihren Willen ist Mari beeindruckt von diesem mysteriösen Mann, der trotz seiner abartigen Wünsche Würde und Eleganz ausstrahlt. Und damit genau das verkörpert, was „Hotel Iris“ seit langer Zeit verloren hat. Als sie ihn wenige Tage später in der Stadt wiedersieht, spricht sie ihn an und folgt ihm kurzerhand mit einer Fähre auf eine kleine Insel. Hier, zurückgezogen von den Menschen, arbeitet der Mann an der Übersetzung eines russischen Romans, an dessen Ende die Heldin der Geschichte ein gewaltsames Ende findet. Genau wie seine eigene Frau Jahre zuvor. Mari ist gleichermaßen abgestoßen und fasziniert. Hat der Mann seine Frau gar selbst getötet? Wäre er zu so etwas fähig? Von der Neugier getrieben, verbringt sie immer mehr Zeit mit ihm. Stets eingeladen durch einen liebevollen Brief, dem in seinem Haus auf der Insel die Demütigung folgt. Gefesselt und unfähig zur Flucht, lässt sich Mari auf dieses Spiel aus Bestrafung und Lust ein, bis sie eines Tages hinter sein Geheimnis kommt... und aus dem Spiel ernst wird. Sado-masochistische Praktiken, sexuelle Beziehungen zwischen sehr jung und sehr alt – nein, thematisch wäre „Hotel Iris“ kein Roman gewesen, der mit mir gemeinsam die Buchhandlung meines Vertrauens verlassen hätte. Die Neigung, den eigenen Körper verletzten zu wollen und daraus auch noch Befriedigung zu ziehen, ist mir zutiefst suspekt, wenngleich sie hier äußerst anschaulich und nachvollziehbar geschildert wird. Im Mittelpunkt stehen zwei Charaktere, welche zwar viele Lebensjahre trennen, die aber beide auf ihre Art und Weise einsam, auf der Suche nach einer verwandten Seele sind. Besonders Mari hadert mit der wenig erfüllenden Arbeit im Hotel, lässt sich immer mehr hängen und gibt sich dabei kaum Mühe, ihre Unzufriedenheit zu verbergen. Gerade diese innere Unruhe ist es, welche sie in die Arme des Mannes treibt. Er verkörpert den drastischen Gegensatz zum Hier und Jetzt, holt Mari aus der Tristesse des Alltags. Gleichzeitig ist es eine Rebellion gegen die Zwänge des Hotels und die allgegenwärtige Mutter. Während sie hier lediglich gebraucht wird, will der Übersetzer sie – und alles von ihr. Es ist dieses ihr entgegengebrachte Verlangen, dass den schmerzhaften Prozess des Erwachsenwerdens in Gang setzt – aber auch letztlich die Schattenseiten dieser Entwicklung schmerzlich spürbar werden lässt. Für den Leser ist diese Verwandlung Maris mitunter schwer zu ertragen. Ogawa schreibt zwar nicht obszön, aber doch klar und mitunter eiskalt sachlich. Sie geht weit über die üblichen Andeutungen hinaus und wird selbst in den intimsten Momenten konkret, wobei sich das voyeuristische Potenzial dieser Szenen in Grenzen hält. Letztlich war es aber diese knappe, gefühlskalte Sprache, die „Hotel Iris“ zu einem lohnenden Leseerlebnis gemacht hat. Mit einem anderen thematischen Hintergrund könnte in Zukunft aus dem soliden Vergnügen eventuell sogar Begeisterung werden. Andere Titel der Autorin werden jedenfalls in Bälde auf meinen Merkzettel wandern. Insgesamt ist „Hotel Iris“ ein drastisch-klarer, ungekünstelter „Coming-of-Age“-Roman. Schwer verdaulich, hart, aber auch eindringlich und nachwirkend. Einmal mehr hat der Liebeskind-Verlag hier einen guten Riecher bewiesen.

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  • Rezension zu "Hotel Iris" von Yoko Ogawa

    Hotel Iris
    emeraldeye

    emeraldeye

    15. June 2010 um 17:19

    Der Verlag: Die siebzehnjährige Mari führt zusammen mit ihrer Mutter ein bescheidenes Hotel in einem Badeort an der Küste. Eines Abends wird sie Zeugin eines heftigen Streits zwischen zwei Gästen, einem älteren Herrn und einer Prostituierten. Mari ist tief beeindruckt von der Würde und der Eleganz des Mannes, dem seine Begleiterin abartige sexuelle Neigungen vorhält. Als sie den Mann einige Tage später in der Stadt wiedersieht, macht sie seine Bekanntschaft und folgt ihm auf eine unbewohnte Insel, wo er zurückgezogen lebt. Seit Jahren arbeitet er dort an der Übersetzung eines russischen Romans, dessen Heldin ein gewaltsames Ende findet, genau wie seine eigene Frau Jahre zuvor. Während Yoko Ogawa in "Der Ringfinger" nur Andeutungen über die Art der sexuellen Beziehung zwischen ihrer Heldin und einem Mann macht, wird sie im zwei Jahre später veröffentlichen "Hotel Iris" sehr konkret. Wieder geht es um ein Mädchen, das nicht weiß, was es vom Leben erwarten soll und sich deshalb treiben läßt. Dies bedeutet in der Hauptsache, ihrer Mutter zu gehorchen und ihre Tage im Hotel zu verbringen und zu arbeiten. Mari spürt eine latente Unruhe und Unzufriedenheit, sie verabscheut ihre Mutter, vermißt ihren toten Vater und kann sich doch nicht entscheiden, etwas zu verändern. Stattdessen läßt sie zu, dass ein Mann ihr Leben verändert, auf eine sehr drastische, für sie jedoch zumindest am Anfang lustvolle Art und Weise. Indem sie sich dem "Übersetzer" unterwirft, rebelliert sie gleichzeitig, wenn auch heimlich, gegen ihre alles bestimmende Mutter. Ihr Selbstbewußtsein wächst mit dem Wissen, dass der Übersetzer nicht ohne sie sein kann. Seine Liebesbriefe machen sie stolz und glücklich. Sie traut sich sogar, die Freundin ihrer Mutter zu erpressen und den Neffen des Übersetzers zu verführen. Eines Nachmittags, sie ist gerade bei bei dem Übersetzer auf seiner Insel, zieht ein Sturm auf und sie kann nicht mehr zurück nach Hause..... Wenn man so will, könnte man "Hotel Iris" als einen im wahrsten Sinne des Wortes "schmerzhaften" Coming-of-age- und/oder Emanzipationsprozeß beschreiben. Das wird mit Sicherheit nicht allen LeserInnen gefallen, auch meine Begeisterung hielt sich in Grenzen, aber Yoko Ogawa hat es trotzdem geschafft, mich mit ihrer klaren, sachlichen Sprache in ihren Bann zu ziehen. Mari ist am Ende des Romans eine andere, mutigere Person geworden. Zwei Sätze reichen aus, um dies deutlich zu machen. "Auch als mein Haar nachgewachsen war, frisierte mich meine Mutter nicht mehr. Irgendwann war die Flasche mit dem Kamelienöl ausgetrocknet."

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  • Rezension zu "Hotel Iris" von Yoko Ogawa

    Hotel Iris
    gecko

    gecko

    02. August 2007 um 12:21

    Der Roman ist sehr düster und zu Beginn nicht sonderlich spannend. Trotzdem
    entwickelt und entfaltet sich die Geschichte, auch wenn man sich erst
    hinein lesen muss.