Yoko Ogawa Liebe am Papierrand

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Inhaltsangabe zu „Liebe am Papierrand“ von Yoko Ogawa

Der Klang der Liebe Eine junge Frau, die ein rätselhaftes Ohrenleiden hat, lernt einen Stenographen kennen. Sie fühlt sich auf geheimnisvolle Weise zu ihm hingezogen fühlt, und da das Reden mit ihm ihre Ohren zu heilen scheint, bittet sie ihn, ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. Dank seiner Aufzeichnungen beginnt sie die Rätsel ihrer Vergangenheit zu verstehen. Doch schon bald muss sie erkennen, dass der Stenograph nur eine begrenzte Menge Papier zur Verfügung hat … “Tauchen Sie ein in Ogawas Welt!" The New York Times Book Review Eine junge Frau mit einer rätselhaften Ohrenkrankheit lernt einen Stenographen kennen. Die beiden kommen sich näher, und er berichtet ihr von der dunklen Vergangenheit des Hauses, in dem sie sich getroffen haben. Es gehörte einer Fürstenfamilie, deren kleiner Sohn einst vom Balkon stürzte. Jahrelang lag das Kind schwerverletzt in einem der Zimmer, in das der Fürst unzählige Blumen pflanzen ließ, da der Duft der Blüten das Leid des Jungen linderte. Auch die Frau meint den Duft des längst verblühten Jasmins wahrzunehmen. Sie bittet den Stenographen, fortan ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben, wobei das Reden mit ihm ihre kranken Ohren zu heilen scheint. Mit seiner Hilfe vermag sie, ihre Erinnerungen zu entwirren. Doch schon bald erkennt sie, dass sie ihn zu verlieren droht … Ein zauberhafter Roman über eine außergewöhnliche Liebe und die Macht unserer Erinnerungen. „Yoko Ogawa verfügt über eine wunderbare Sprache.“ FAZ „Sinnlich und kurios wie Murakami. Wunderbar!“ Stern “Das Universum der Yoko Ogawa ist voller einzigartiger Sätze, so sanft, als streichelte man den Rücken einer Katze.“ Libération

Eine schöne, ungewöhnliche Geschichte.

— denise_86

Ein wunderschöner Roman der mich staunend und nachdenklich zurückließ.

— AnnMan

Die Autorin erschafft mit Worten Magie. Manchmal tritt dafür jedoch die Handlung ein wenig auf der Stelle.

— anushka

Ein sanfter Roman über die Vergänglichkeit der Liebe

— Svenjas_BookChallenges

Tolle Story, die Wirklichkeit und Fiktion vereint, dennoch mit kleinen Schwächen.

— Helli

Eine gute Idee, blasse Charaktere und sprachlich nicht ihr bestes Werk.

— Orisha

Dieser Roman hallt nach! Eine poetische Liebeserklärung an die Besonderheit all unserer Sinne!

— Edelstella

Ein wunderschönes Buch, dass mich in die Welt des bewussten leisen Hören gebracht hat. Wundervoll geschrieben, leise, still und ruhig.

— Federzauber

Erinnerungen, mögliche Traumsequenzen (Interpretation!) und Realität mit einer wunderschönen, poetischen Sprache verwoben - top :)

— paevalill

schon sehr speziell, mystisch-märchenhaft bzw. psychologisch zu deuten, aber es bleibt alles etwas rätselhaft

— Arizona

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    Liebe am Papierrand

    AnnMan

    03. April 2016 um 09:24

    Der erste Eindruck, eine spannende, verworrene, magische Liebesgeschichte mit viel Poesie und Philosophie hat sich bestätigt.Ich muss gestehen das ich das Buch auf jeden Fall noch einmal lesen muss, denn ich glaube das man noch viel mehr herausziehen kann, je öfter man in die Geschichte eintaucht.Wie nicht anders zu erwarten (ich lese gerne japanische Literatur vom aufbau Verlag), hat das Buch mich in seinen Bann gezogen. Die Szenen hatten alle etwas Magisches, was sich dann mir der Auflösung am Ende auch erklärte und irgendwie auch nicht. (deswegen das mehrfache Lesen)Es gibt viele tolle Stellen, ganze Zitate, die einen über das eigene Leben und die Liebe nachdenken lassen. So anders formuliert als von "westlichen" Autoren und doch vertraut.Die bildliche Sprache, die in japanischen Romanen so charakteristisch ist, lässt einen nicht mehr los und die Welt mit ganz anderen Augen sehen. Die Sprache, die Ogawa verwendet ist poetisch und doch verständlich. 

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  • Lesechallenge im Februar zu "Zwei für immer" von Andy Jones

    Zwei für immer

    Marina_Nordbreze

    Liebe auf den ersten Blick - Und was kommt danach? Zwei Menschen lernen sich kennen, sie verstehen sich gut, sehr gut sogar. Aus Freundschaft wird Liebe. Aus dem Liebespaar wird ein Ehepaar und irgendwann eine Familie. So läuft das Leben meistens ab. Doch was, wenn man die meisten der Schritte zur Familie einfach überspringt? Kann man eine Familie gründen, obwohl man den Partner noch gar nicht richtig kennt? In unserer Lesechallenge im Februar versuchen wir dieser Frage nachzugehen. Ob uns Andy Jones in "Zwei für immer" eine Antwort darauf liefern kann?  Mehr zum Buch: "Ich liebe dich, Ivy. Ich finde dich klug und witzig und schön … Doch bist du die Richtige? Oder bist du nur noch hier, weil du schwanger bist? Ich hoffe, dass alles gut ausgeht, aber die Wahrheit ist: Ich weiß es nicht." Als er Ivy begegnet, ist Fisher wie vom Blitz getroffen, und bald ist er sich sicher, dass aus der Sache etwas werden könnte. Noch weiß keiner der beiden, dass die Entscheidung über ihre Zukunft längst gefallen ist: Ivy ist schwanger. Doch während das neue Leben in Ivy heranwächst, muss sich Fisher um seinen schwer erkrankten Freund El kümmern. Und Ivy und Fisher sind immer noch damit beschäftigt, sich kennenzulernen. Denn es ist eine Sache, sich zu verlieben – miteinander zu leben ist eine ganz andere Geschichte … >> Hier geht es zur Leseprobe Mehr zum Autor: Andy Jones lebt mit seiner Frau und seinen zwei kleinen Mädchen in London. Tagsüber arbeitet er in einer Werbeagentur, am Wochenede und furchtbar früh am Morgen schreibt er. Eigentlich sollte "Zwei für immer" ein richtiges Männerbuch werden - dass dabei nun ein Liebesroman herausgekommen ist, hat ihn selbst ziemlich überrascht. Gemeinsam mit Rütten & Loening vergeben wir 50 Exemplare von "Zwei für immer" unter allen, die uns über den blauen "Jetzt bewerben" - Button* verraten, warum sie dieses Buch unbedingt lesen möchten. Jede Woche stellen wir euch eine neue Aufgabe, die es zu lösen gilt. Wer bis zum Ende der Lesechallenge am meisten Punkte gesammelt hat, gewinnt den Hauptpreis der Lesechallenge im Februar: Eine romantische Magic Box "Zeit zu Zweit" von mydays.de. Auch die Plätze 2-10 erhalten einen Preis und gewinnen jeweils ein romantisches Buchpaket von Rütten & Loening / Aufbau Verlag. Alle, die mit ihrem eigenen Exemplar an der Lesechallenge teilnehmen möchten, sind natürlich herzlich willkommen! Ihr könnt jederzeit in die Challenge einsteigen. Die Frist für die Bearbeitung der Aufgaben in der Lesechallenge im Februar ist der 13.03.2016 - d.h. alle Aufgaben müssen bis einschließlich diesen Datums vollständig bearbeitet sein, damit sie in die Punktewertung miteinfließen. Bitte beachtet, dass es in dieser Challenge zudem einige Spezialaufgaben geben wird, die jeweils nur an einem einzigen Tag erfüllt werden können. Regelmäßiges Vorbeischauen in der Challenge lohnt sich also! * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von vier Wochen nach Erhalt des Buches sowie zum Schreiben einer Rezension. Bitte beachtet, dass wir Gewinne nur innerhalb Europas und nur einmal pro Haushalt verschicken.

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    • 2292
  • Literarisch gesehen sehr wertvoll, inhaltlich nicht meine Geschichte. :/

    Liebe am Papierrand

    TheLastUnicorn_

    13. December 2015 um 12:22

    Eine junge Frau hat medizinische Probleme mit ihren Ohren, als sie dann einen Stenographen kennenlernt scheint sie nicht nur eine plötzliche Faszination für ihn und ganz besonders für seine Hände zu empfinden, sondern auch ihr leiden scheint ein bisschen weniger zu sein wenn sie bei ihm ist. Die junge Frau bittet den Stenographen darum, ihre Geschichte aufzuschreiben. Und während sie ihm von ihrem Leben erzählt und sich nun allen Ereignissen stellen und aufbarbeiten muss, verliebt sie sich in ihn, ohne zu wissen, dass nur eine begrenzte Zeit auf die beiden wartet... Gestaltung: Das Cover finde ich wunderschön, rein vom Motiv her aber auch von dem was es ausstrahlt, es ist so zart und verletzlich und irgendwie passt es sehr gut zu dem Buch. Meinung: Yoko Ogawa stand schon seit längerer Zeit auf meiner to-read Liste, allein die Klappentexte ihrer Bücher klingen immer interessant, außergewöhnlich und sanft. Von daher wollte ich auch dieses Buch unbedingt lesen und auch wenn es dann ganz anders war als erwartet und ich nicht zu 100% begeistert werden konnte, so werde trotzallem weitere Versuche mit der Autorin wagen, denn in vielerlei Hinsicht war das hier trotzallem genau meins. Japanische Literatur ist für mich immer noch ein bisschen neu, erst in diesem Jahr hab ich mich zum ersten Mal bewusst mir ihr auseinander gesetzt und auch wenn ich bisher nicht allzu viel aus dieser Region gelesen habe, so hatte ich schon das Gefühl feststellen zu können, dass sie ganz eigen ist. Irgednwie it sie sanft, leise und zart und es braucht bei ihr nicht viel tamtam um Emotionen auf den Punkt zu bringen und das gefällt mir persönlich sehr gut, von daher werde ich mich auch liebend gerne weiterhin mit ihr auseinandersetzen. Das ist auch das was mich an diesem Buch so fasziniert hat, die Autorin braucht nur ganz wenig um Spannung aufzubauen, in den alltäglichsten Szenen aus dem Leben der Protagonistin schafft die Autorin es all das zu vermitteln was unter der oberfläche brodelt. Ihr (Ex-)Ehemann schneidet ihr das Haar und jegliche Anspannung die zwischen ihnen herrscht, ist bei jedem Schnitt auch für den Leser bemerkbar. Und die Autorin muss darauf nicht einmal explizit drauf hinweisen. Unterschwellig gibt es hier also sehr viel zu entdecken und das war für mich wirklich toll, vor allem weil die Autorin zu den Protagonisten eine gewisse Distanz wahrt und ich mir teilweise wie ein Eindringling vorkam, der diese Szenerie gerade gar nicht hätte mitbekommen dürfen, das hatte für mich seinen Reiz mus ich sagen. Womit ich dann leider meine Probleme hatte war so ein bisschen die Geschichte selbst, als ich den Klappentext las hatte ich natürlich meien Vorstellungen von dem wie sie voranschreiten könnte und was es sich mit dieser eigenartigen Beziehung der beiden auf sich hat. Letztendlich nahm das Buch dann da einen Lauf der mir rein persönlich einfach nicht so zugesagt hatte und der mich dann wiederum auch nicht so fest packen konnte wie ich selbst es gewollt hatte. Aber letztendlich ist das eine reine Geschmacksfrage, was es mir auch ein bisschen schwer macht zu erläutern warum es mir nicht gefallen hat, dass dieses Werk literarisch gesehen trotzallem sehr viel erfüllt und einfach gut ist, kann ich dann wiederum sehr wohl erkennen. Was ich an dem Buch mochte, mir in dem Fall aber einiges erschwert hat war, dass man sich schon die Zeit für jede einzelne Szene nehmen muss, denn häufig sagen sie mehr als man denkt, es fordert den Leser also ein bisschen was ab und generell finde ich das imemr sehr schön und interessant. In einem Buch das rein inhaltlich dann nicht so gefällt ist es dann aber eher hinderlich. Fazit: Bei einem Buch bei dem ich erkenne, dass es in vielerlei Hinsicht wirklich gut ist, es Aufgrund der Geschichte (die reien Geschmackssache ist) bei mir aber nicht fruchten konnte, ist es für mich immer sehr schwer eine Rezension zu schreiben. Das Buch hat viel von dem was ich bei einem guten Buch erwarte und dafür zolle ich der Autorin meinen respekt und bin neugierig auf weitere Bücher der Autorin, Aber rein vom Verlauf der Geschichte war das hier einfach nicht ganz meins.

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  • Vom Versuch Töne in Worte zu fassen

    Liebe am Papierrand

    Orisha

    Eine junge Frau die an einem Ohrenleiden erkrankt. Ein junger Stenograph - Y - der ihren Leidensweg niederschreibt. Und ein Neffe, der gar nicht mehr Neffe ist. Als die namenlose Hauptprotagonistin an einem Ohrenleiden erkrankt, wird sie gebeten, zusammen mit anderen Patienten an einem Artikel über Ohrenkrankheiten mitzuwirken. In einer kleinen Interviewrunde trifft sie auf Y. Sie ist sofort fasziniert von ihm. Von seinen Händen, von seinem Können: Worte in wenigen Sekunden zu erfassen und niederzuschreiben. Sie sucht seinen Kontakt und eine zarte Freundschaft beginnt, die ihr helfen soll, zurück in den Alltag zu finden und ihre Krankheit zu bekämpfen. Mein zweiter Ogawa Roman war wiederum anders, als ich erwartet hatte. Anders ist dabei nicht nur in Bezug auf die Geschichte und deren Verlauf zu lesen, auch entwickelte sich meine Einstellung zu diesem Buch in eine andere Richtung als ich zunächst annahm. So frisch das Buch auch begann, so schnell verlor sich die Geschichte leider in der Beschreibung des Alltäglichen. Zwar hat mir die Idee des Stenographen, der Töne in Worte verwandelt gut gefallen - und allein dafür hat sich Ogawa schon einen der drei Sterne verdient - aber die Idee bleibt eben blass und ist nicht wirklich rund. Das liegt vor allem an den Hauptprotagonisten. Während ich Sie und Y nicht wirklich greifen konnte, ist es Hiro, ihr "Ex-"Neffe, der die Geschichte irgendwie noch trägt. Auch sprachlich entwickelt sich der Roman ziemlich rasant ins kitischige. Während einige Beschreibungen wunderbar daherkommen, überspitzt Ogawa selbige an anderen Stellen so sehr, dass es meinen Geschmack nicht mehr getroffen hat. Dennoch war das Buch unterhaltsam und daher vergebe ich solide drei Sterne. Fazit: Eine gute Idee, blasse Charaktere und sprachlich nicht ihr bestes Werk.

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    • 2
  • Leserunde zu "Liebe am Papierrand" von Yoko Ogawa

    Liebe am Papierrand

    aufbauverlag

    Wir laden euch zur virtuellen Leserunde ein und möchten euch die Gelegenheit geben, die zarte Welt der Yoko Ogawa kennenzulernen. Yoko Ogawa, geboren 1962, gilt als eine der wichtigsten japanischen Autorinnen der Gegenwart. Für ihr umfangreiches Werk wurde sie mit zahlreichen namhaften Literaturpreisen ausgezeichnet. Im Aufbau Taschenbuch sind ihre Romane „Das Geheimnis der Eulerschen Formel“, „Das Museum der Stille“ und „Schwimmen mit Elefanten“ erschienen. „Sinnlich und kurios wie Murakami. Wunderbar!“ Stern Yoko Ogawa - Liebe am Papierrand Der Klang der Liebe Eine junge Frau, die ein rätselhaftes Ohrenleiden hat, lernt einen Stenographen kennen. Sie fühlt sich auf geheimnisvolle Weise zu ihm hingezogen, und da das Reden mit ihm ihre Ohren zu heilen scheint, bittet sie ihn, ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. Dank seiner Aufzeichnungen beginnt sie die Rätsel ihrer Vergangenheit zu verstehen. Doch schon bald muss sie erkennen, dass der Stenograph nur eine begrenzte Menge Papier zur Verfügung hat … -> Zur Leseprobe Mehr Informationen und Extras gibt es auf www.aufbau-verlag.de/liebe-am-papierrand.html -- Jetzt bewerben! Bewerbt euch im Unterthema "Bewerbung/Ich möchte mitlesen", indem ihr bis zum 15.10. folgende Frage beantwortet: Warum möchtet ihr "Liebe am Papierrand" lesen? Wir freuen uns auf euch und einen regen Austausch! Euer Team vom Aufbau Verlag * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlich haben.

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    • 395
  • eine sehr sanfte Geschichte

    Liebe am Papierrand

    Weltverbesserer

    22. November 2015 um 22:57

    „Liebe am Papierrand“ ist ein sprachlich äußerst sanfter Roman. Yoko Ogawa findet immer wunderbar ruhige und sanfte Worte um zu beschreiben, was die Charaktere tun und empfinden. Zur Geschichte: Eine junge Frau (deren Namen man während des ganzen Buchs nicht erfährt) hat ein Ohrenleiden und begibt sich darauf hin in eine Klinik. In der Klinik erfährt sie dann von ihrem Mann dass er sie verlassen wird, da er sich in eine andere Frau verliebt hat. Als sie entlassen wird, soll sie mit ein paar anderen Patienten, die auch ein Ohrenleiden haben oder hatten ein Interview darüber geben. Dort lernt sie den Stenographen Y kennen. Sofort fallen ihr seine wunderschönen Hände auf und sie erinnert sich an ihre erste Jugendliebe. Y und die junge Frau treffen sich, damit er ihre Lebensgeschichte aufschreibt. Doch das Papier ist knapp und so ist die junge Frau gezwungen, sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Mein Fazit: Die Sprache ist wundervoll und ich habe mir auf fast jeder Seite ein Zitat markiert, nur an Spannung fehlt es dem Roman etwas. Es ist nicht so, dass die Geschichte langweilig ist, aber vielleicht liegt es auch daran, dass die Sprache so „leise“ und ruhig ist und ich als Leser daher das Gefühl hatte, es geht nicht so richtig voran. Wenn Sprache es schafft, so zu berühren, dann ist das auch eine großartige Übersetzungsleistung! Daher auch ein Kompliment an die unglaublich feinfühlige Übersetzung. ACHTUNG SPOILER: Auch dass ein großer Teil der Handlung nicht real zu sein gewesen scheint, hat meine Freude über das Buch etwas gedämpft, weil es für mich keine klare Grenze zwischen Realität und Traum oder Erinnerung gibt, wenn ich die Geschichte Revue passieren lasse. Alles in allem aber eine gute Unterhaltung.3,5 Sterne. Danke dass ich an der Leserunde teilnehmen durfte.

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  • Die Magie der Worte

    Liebe am Papierrand

    anushka

    20. November 2015 um 23:05

    Die namenlose Erzählerin leidet an einem mysteriösen Ohrenleiden. Erst im Gespräch mit dem Stenographen Y lassen die Ohrengeräusche nach und so beginnt sie, ihm ihre Lebensgeschichte zu diktieren. Doch der Papiervorrat ist endlich und die Protagonistin muss sich ihrer Vergangenheit stellen, will sie eine Chance auf Heilung haben. Wie bereits bei den anderen Büchern Ogawas haftet auch diesem ein Hauch von Surrealismus an. Das beginnt beim merkwürdigen Ohrenleiden und reicht bis zur überraschenden Wendung am Ende des Buches. Auch wenn der Inhalt außergewöhnlich anmutet, ist es doch vor allem die Sprache, die dieses Buch von der Masse abhebt. Sofort ist man gefangen von der zarten, federleichten Poesie und einer Sprache, die nahezu zerbrechlich wirkt. Die Protagonistin kann aufgrund ihrer Ohren Geräusche kaum ertragen und der Autorin ist es gelungen, dem Buch die entsprechende Stille zu verleihen. Ein großer Fokus liegt in diesem Buch auf den Händen des Stenographen, die ein fantastisches Eigenleben entwickeln. So viele philosophische Gedanken hat sich der normale Leser bislang sicherlich selten über Finger und Hände gemacht. Irritierend fand ich, dass die Geschichte so allgemeingültig gehalten ist und beispielsweise die Personen sehr selten als eindeutig japanisch beschrieben werden. Bis auf ein paar spezifische, kulturbedingte Verhaltensweisen könnte dieses Buch überall spielen. Die wunderbare Sprache dieses Buches hat letztlich die Geschichte auch über einige Längen hinweggetragen. Das angekündigte Diktieren der Lebensgeschichte beginnt erst recht spät und der Leser erhält nur wenig Einblick in diese Texte, die zudem wenige neue Erkenntnisse bergen. Auch kommen zwischendurch Passagen auf, die wenig Handlung bergen. Insgesamt hat mich dieses Buch beeindruckt, vor allem aufgrund der Sprache und wie leicht die Autorin diese so gestalten kann, dass sie fast schon eine Haptik bekommt. Sprachlich wirkt das Buch an keiner Stelle bemüht. Und auch die leichte Surrealität fügt dem Buch einen Hauch Magie hinzu. Manchmal kann nur leider die Handlung (bzw. der Mangel daran) nicht ganz überzeugen.

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  • Buchverlosung zu "Liebe am Papierrand" von Yoko Ogawa

    Liebe am Papierrand

    PrinzessinAurora

    Hallo ihr Lieben,

    vor kurzem habe ich Liebe am Papierrand gelesen und bin von dem Buch nach wie vor begeistert. Deshalb verlose ich auf meinem Blog ein Exemplar davon.

    Wenn ihr mitmachen wollt, dann schaut doch hier vorbei:
    http://buchstabenmagie.blogspot.de/2015/11/gewinnspiel-liebe-am-papierrand-von.html

    Ich freue mich schon über zahlreiche Teilnehmer :)

    Alles Liebe,
    Sophie von Buchstabenmagie

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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    • 8480
  • Ein wunderbar sanfter Roman zum Träumen und Wohlfühlen

    Liebe am Papierrand

    Svenjas_BookChallenges

    17. November 2015 um 18:48

    Der nebulöse Klappentext hat mich wirklich neugierig auf Liebe am Papierrand gemacht und außerdem habe ich vorher noch nie etwas von einer japanischen Schriftstellerin gelesen. Deswegwen bin ich völlig vorbehaltlos an das Buch herangegangen und wurde überrascht. Ich hatte eine leichte Liebesgeschichte, eventuell mit fantastischen Elementen, erwartet, aber das istLiebe am Papierrand ganz und gar nicht. Vielmehr geht es um die Psyche, darum, wie die eigene Vergangenheit die Gegenwart beeinflusst und wie man sie richtig verarbeitet und deutet. Ogawas Protagonistin ist eine junge Frau, über die man als Leser nicht viel mehr erfährt, als dass sich ihr Mann gerade von ihr getrennt hat und dass sie einmysteriöses Ohrenleiden hat. Erzählt wird aus der Ich-Perspektive der jungen Frau. Dennoch ist man ihr nicht wirklich nahe, da weder ihr Name noch ihr Alter noch der Ort oder die Zeit der Handlung aufgedeckt werden. Normalerweise stört mich das bei einem Roman, weil es das Ganze so anonym und körperlos macht. BeiLiebe am Papierrand wirkte dieses Verfahren aber nicht fehl am Platz, sondern im Gegenteil genau richtig. Es erzeugt eine Art Allgemeingültigkeit und sorgt auch dafür, dass die Geschichte mysteriöser und nebulöser wirkt, als sie tatsächlich ist. Die junge Frau wird praktisch zu einem Symbolbild, mit dem man sich genau deshalb identifizieren kann, weil sie gesichts- und körperlos ist - sie könnte praktisch jeder sein. Da auch der Ort und die Zeit nicht genannt werden, kann die Geschichte sozusagen überall spielen und daher auch die eigene sein. Die einzigen Namen, die man erfährt, sind der ihres Neffen Hiro und der des Stenographen. Interessant ist allerdings, dass der Stenograph stets nur "Y" genannt wird und es nicht klar ist, ob er tatsächlich so heißt oder die junge Frau ihn einfach in Ermangelung eines anderen Namens so nennt.  Ys Wesen ist jedenfalls genauso mysteriös wie sein Name. Auch über ihn erfährt man wenig - alles, was man wissen muss, ist, dass er ein sehr fähiger Stenograph ist und dass er der jungen Frau dabei hilft, ihre mysteriösen und störenden Ohrgeräusche zu deuten und ihnen auf den Grund zu gehen. Dabei kommen sich die beiden näher, aber das spürt man als Leser eher unterschwellig. Es ist eine sehr zarte, irgendwie zerbrechliche Liebe, die von Anfang an endlich ist. Das symbolisieren die Blätter des Stenographen, die umso weniger werden, desto öfter sich Y und die junge Frau treffen. Hin und wieder hat man das Gefühl, dass Y gar nicht wirklich existiert, sondern eher so eine Art Fantasiefreund ist, der der jungen Frau durch eine schwere Zeit hilft. Auch manche Orte scheinen aufzutauchen und wieder zu verschwinden, mal stolpert man über sie, mal findet man sie nicht wieder. Das hat mir beim Lesen irgendwie gefallen, denn das lässt die Handlung doch etwas fantastisch wirken und verleiht ihr gleichzeitig eine gewisse Ruhe. Ogawas Schreibstil passt sehr gut zur nebulösen, aber ruhigen Handlung.Sie erzeugt mit ihrer Sprache Bilder, die einen träumen lassen, zum Beispiel von einem bitterkalten Tag im Winter, an dem der weich fallende Schnee alle Geräusche verschluckt und eine gespenstische Stille über die Stadt legt. Irgendwie treibt man beim Lesen von Seite zu Seite, was mir sehr gut gefallen hat. Trotzdem hätte ich mir hier und da vielleicht ein bisschen mehr Action und auch ein wenig mehr Aufklärung gewünscht. Obwohl die Ungewissheit und die Geheimnisse sowie die offenen Fragen natürlich auch ihren Reiz haben und den Roman zweifelsohne zu etwas ganz Besonderem machen. Fazit: Liebe am Papierrand von Yoko Ogawa ist nicht wie erwartet eine schnulzige Liebesgeschichte, sondern ein ungewöhnlich zarter Roman darüber, wie man mit seiner Vergangenheit fertig wird und wie man sie (bewusst und unterbewusst) verarbeitet. Die Handlung ist sehr rätselhaft und nebulös, hat mir aber im Großen und Ganzen sehr gut gefallen. Ich mochte es, dass die Protagonistin nicht näher beschrieben wird, denn so konnte ich sie mir ganz nach meinen Vorstellungen ausmalen. Ich konnte mich während des Lesens einfach treiben lassen, denn der Roman hat irgendwie eine gewisse Ruhe auf mich ausgestrahlt. Hier und da hätteich etwas mehr Informationen zwar begrüßt, aber insgesamt mochte ich es, dass man über vieles im Dunkeln gelassen wird. Liebe am Papierrand ist eine ganz außergewöhnliche Liebesgeschichte und daher möchte ich dem Aufbau Verlag für das Rezensionsexemplar danken.

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  • Liebe am Papierrand von Yoko Ogawa

    Liebe am Papierrand

    Helli

    14. November 2015 um 22:36

    Liebe am Papierrand von Yoko Ogawa Buch:     Der Klang der Liebe Eine junge Frau, die ein rätselhaftes Ohrenleiden hat, lernt einen Stenographen kennen. Sie fühlt sich auf geheimnisvolle Weise zu ihm hingezogen fühlt, und da das Reden mit ihm ihre Ohren zu heilen scheint, bittet sie ihn, ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. Dank seiner Aufzeichnungen beginnt sie die Rätsel ihrer Vergangenheit zu verstehen. Doch schon bald muss sie erkennen, dass der Stenograph nur eine begrenzte Menge Papier zur Verfügung hat …   Autor:     Yoko Ogawa, geboren 1962, gilt als eine der wichtigsten japanischen Autorinnen der Gegenwart. Für ihr umfangreiches Werk wurde sie mit zahlreichen namhaften Literaturpreisen ausgezeichnet. Sie lebt mit ihrer Familie in der Präfektur Hyogo. Im Aufbau Taschenbuch sind ihre Romane „Das Geheimnis der Eulerschen Formel“, „Das Museum der Stille“ und „Schwimmen mit Elefanten“ lieferbar. Quelle: http://www.aufbau-verlag.de/index.php/autoren/yoko-ogawa-a01   Meinung:     Yoko Ogawa präsentiert dem Leser ihren Roman, Liebe am Papierrand. Die Autorin hat mich überrascht, sowohl mit ihrem Schreibstil als auch mit ihren Protagonisten. Der Schreibstil ist blumig und bildhaft, sodass man sich alles gut vorstellen kann. Dafür fand ich die Protagonisten blass, sie Namenlos, er nur als Y gerufen. Die Story hat mich sehr berührt, die um eine junge Frau handelt, die an einem Ohrenleiden erkrankt ist, was starke Schmerzen verursacht. Y, ein Stenograph, den sie in einer Gruppe kennen lernt, der Worte in Musik wandeln kann. Wird aus ihnen ein Paar? Kann er ihr helfen?   Fazit:     Tolle Story, die Wirklichkeit und Fiktion vereint, dennoch mit kleinen Schwächen. Wer der poetischen japanischen Literatur verfallen ist, wird hier bestens bedient.     Meine Bewertung:   Ich vergebe           ★★★★

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  • Poetische Sinnentfaltung und Vergangenheitsbewältigung!

    Liebe am Papierrand

    Edelstella

    07. November 2015 um 20:00

    Der Roman wirkt schon zart und behutsam durch sein Cover. Im Mittelpunkt und vordergründig erscheint der Jasmin und er überlagert sogar das Bild der jungen Frau etwas, wie ein Duft, der sie umweht. Im Vergleich zur Blüte ist sie kleiner dargestellt. Sie denkt nach blickt zurück, jedenfalls scheint es so, wenn auch ihr Gesicht nicht zu sehen ist. Die Farbe ist cremig-milchig und dadurch wirkt alles etwas ätherisch. Wunderbar ist die Sprache der Autorin von der 1.Zeile an: bildhaft intensiv. Sie aktiviert all meine Sinne und ich bin neben der jungen Frau, nachdem sie nach ihrem 1. Krankenhausaufenthalt zu einem Gespräch in ein Hotel geladen wird. Sie wird mit 2 anderen Personen, die auch ein Ohrenleiden haben von einem Redakteur einer Gesundheitszeitschrift zu ihrer Krankheit befragt. Sie nimmt neben dem Stenographen Platz, es ist Y. Sie ist von der ersten Minute von seinen Händen fasziniert, die förmlich synchron zu den Schilderungen der Kranken, die Worte aufsaugen und niederschreiben können. Eigentlich gibt es auch noch ein Aufnahmegerät. Aber so ist alles schwarz auf weiß festgehalten. Die Betrachtungen der Hände von Y, das gestörte, verwirrende Hören einer Kranken mit Ohrgeräuschen, der Schreck, wenn ein Löffel hart auf den Teppichboden trifft, das alles im etwas milchigen Licht der Sonnenstrahlen sind Momentaufnahmen einer jungen Frau, die gerade wieder auf ihren Beinen steht und Fuß zu fassen sucht. In ruhiger, rücksichtsvoll zärtlicher und umarmender Sprache führt uns die Autorin an die Seite der Protagonistin, die mit Hilfe des Stenographen Y ihre Vergangenheit erkennt, ganz langsam, nachdem ihr sichtbar gemacht wird was sie nicht hören und fühlen kann. Manchmal sind ja nicht nur die Ohren betroffen sondern die Seele ist auch verschlossen. Und manchmal wecken Gerüche, z. B. der Jasmin, Bilder und Träume....Nur die Unterstützung durch den Freund hat Grenzen.... Wir werden durch Realität, Traumsequenzen und Rückblicke geführt, mitunter verschwimmen hier die Grenzen und wir können unsere ganzen ureigenen Schlüsse ziehen. Ich habe das Buch zweimal gelesen und werde es ein 3., 4., 5,. und bestimmt weiteres Mal lesen und ich bin sicher, diese begnadete Schriftstellerin wird mir die Augen noch ein Stück weiter öffnen. Sie hat schon alle meine Sinne aufgeweckt und sensibilisiert und mich wird dieser Roman bestimmt in nächster Zeit nie ganz loslassen. Ein wunderbarer Lesegenuß. Es war mein 1. Buch der Autorin, die anderen stehen auf der Wunschliste. Hier kann ich nur 5 Sterne vergeben.

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  • Ruhig, poetisch, surreal

    Liebe am Papierrand

    Jashrin

    Nach längerem Krankenhausaufenthalt lernt eine junge Frau bei einer Gesprächsrunde einen Stenographen kennen. Nach einigen Treffen bittet sie ihn, ihre Geschichte aufzuschreiben. Sie erzählt von ihrem Ohrenleiden, ihren Erinnerungen und Gefühlen und die beiden verbringen viel Zeit miteinander. Doch was geschieht, wenn sie ihre Geschichte erzählt hat oder sein Block kein unbeschriebenes Blatt mehr enthält? Da ich die Autorin bisher gar nicht kannte, war ich wirklich gespannt, was mich erwartet. Yoko Ogawas Sprache ist wunderschön und poetisch. Fast so, als würde man etwas Zerbrechliches oder Flüchtiges in den Händen halten, so dass man es nie wirklich festhalten kann. Die Geschichte hat mich von Anfang an gefangen genommen. Vor allem die Stille, die die Autorin irgendwie immer wieder greifbar macht, hat mich sehr fasziniert. Überhaupt ist es insgesamt ein sehr stilles und ruhiges Buch. Action sucht man vergebens, dennoch wird es nie langweilig. Dies ist vor allem dem wunderbaren Stil zu verdanken. Vieles wirkt surreal und ich war mir oft nicht sicher, was real ist und was nicht. Eigentlich bin ich jemand, der sehr interessiert ist an den Namen der Charaktere und ob diese eine Bedeutung haben. Hier allerdings muss ich gestehen, dass mir ist erst im zweiten Kapitel aufgegangen ist, dass man gar nicht erfährt, wie die Ich-Erzählerin heißt. Nur der Neffe Hiro wird tatsächlich beim Namen genannt. Auch der Stenograph trägt nur den Namen „Y“. Dies ist auch einer der wenigen kleinen Kritikpunkte, die ich habe. Ich bin immer mal wieder über Y's Namen, wenn man den Buchstaben so nennen will, gestolpert. Der einzelne Buchstabe hat mich manchmal aus dem Konzept gebracht. Ich rätsele immer noch, ob der Buchstabe für etwas Bestimmtes steht, dass sich mir lediglich nicht erschlossen hat. Ansonsten gibt es ein paar Dinge, die für mich sehr unklar blieben oder nicht immer ganz nachvollziehbar waren. Allerdings muss ich auch sagen, dass mich die Erklärungen zwar sehr interessieren würden, aber durch die Art der Geschichte und die Sprache kann ich es trotzdem einfach so als Fakt hinnehmen, wie es erzählt wird. Das allein macht das Buch schon einzigartig. Das Ende des Buches kam etwas schnell für mich. Vor allem ist es jedoch ein unerwartetes, mysteriöses Ende, das sehr stimmig ist und wunderbar zum gesamten Buch passt. Insgesamt ein zauberhaftes Buch, das für mich immer noch nicht ganz greifbar ist, dass mich aber die ganze Zeit über mit seiner Sprache gefangen hielt.

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    • 2
  • Ein Schmuckstück aus der magischen Welt Japans!

    Liebe am Papierrand

    Petris

    Vorfreude: Als ich diesen Roman auf LB entdeckte, dachte ich zuerst, es wäre ein neuer Roman der Autorin. „Das Geheimnis der Eulerschen Formel“ und „Schwimmen mit Elefanten“ hatten mich sehr begeistert, also musste ich unbedingt mitmachen. Erster Leseeindruck: Von der ersten Zeile an zog mich die Sprache in ihren Bann, Sätze wie: „Die säuberlichen, mit Filzstift geschriebenen Zeichen stürzten bis in die Tiefe meiner Seele, blieben dort liegen und gefroren zu Eis.“ (S. 38) ließen mich schaudern vor lauter Freude an so wunderbarem Sprachgebrauch. Auch das Thema, Hörschwierigkeiten, sprach mich sofort an. Ich bin selber sehr lärmempfindlich und oft klingt Musik stunden- und tagelang in meinen Ohren nach, sehr viel von dem Erzählten konnte ich gut nachvollziehen. Y und Hiro: Ist Y nun eine reale Person oder nicht? Meine Meinung dazu wandelte sich während des Lesens ständig. Ich mag dieses Spiel mit Realitäten, vor allem, wenn es wie bei Ogawa stets schlüssig und immer genau an der Grenze bleibt. Hiro ist dazu ein wunderbarer Gegenpol, präsent, ganz klar und eine sehr sympathische Figur. Handlung: Die Hauptfigur des Romans, deren Namen wir nie erfahren, wodurch sie das ganze Buch hindurch auf eine gewisse Weise ungreifbar bleibt, hat Hörschwierigkeiten. Es kommt immer wieder zu Rückfällen. Bei einer Runde für ein Gesundheitsmagazin lernt sie den Stenopgraphen Y kennen, von dessen Händen die Protagonistin von Beginn an fasziniert ist. Er kann ihr helfen, indem er, während sie erzählt, ihre Erinnerungen mitstenographiert und dann für sie verwahrt. Dabei kommen sie sich näher, die Anziehung wird stärker. Résumé: Ein wunderschönes, sehr angenehm zu lesendes Buch, allerdings haben mir die „Eulersche Formel“ und „Schwimmen mit Elefanten“ noch besser gefallen. Sie waren noch reifer, noch vielschichtiger und in ihrem Tanz am Rande der Realität noch schlüssiger. Nachdem ich inzwischen weiß, dass „Liebe am Papierrand“ ein früheres Werk der Autorin ist, auch nicht weiter verwunderlich! Für alle die poetische Sprache, japanische Literatur und das Spiel mit Realität/Surrealität lieben, ein heißer Tipp!

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    • 3

    Petris

    07. November 2015 um 10:47
  • In die Welt des bewussten leisen Hören

    Liebe am Papierrand

    Federzauber

    05. November 2015 um 13:04

    Yoko Ogawa hat es wieder geschafft, ein wundervolles Buch zu schreiben, über eine Protagonistin, die an einem Ohrenproblem leidet und die Begegnung eines Stenographen mit magisch, schönen Fingern. Verworrene Geräusche, Gedanken, Gefühle und Begegnungen. Zwischen Realität und Illusion. Das Buch hat mich von der ersten Seite an, eingesogen in einer sehr leisen, stillen, melodiösen und melancholischen Welt, in der das Hören eine große Rolle spielt und die Geräusche bewusster wahrgenommen werden.Der Sog war so stark, dass ich selber als Leserin, empfindliche Ohren bekam und bei lauten Geräusche zucken musste. Dies hat mich sehr beeindruckt, da bisher kein Buch solch Reaktion von mir auslösen konnte. Die stille, ruhige, sehr poetische Schreibweise, war unglaublich feinfühlig, zart und zerbrechlich. Es konnte mich komplett in seinem Bann ziehen und einen gewissen Zauber ( den ich an Bücher so liebe) in mir auslösen. Das Buch ist unglaublich stark und zugleich so zart gewesen... " Das Rauschen des Regens klang so nah, als regnete es in meinen Ohren. Als wären mein Trommelfell, der Bodengang und die Ohrknöchelchen schon durchweicht. " (61) Ich beneide die Autorin dafür, wie sie es schafft über so abstrakte bestimmte Gebiete (wie die Mathematik in " das Geheimnis der Eulerschen Formel) oder seltsame Organe (wie in diesem Buch, das Ohr) das Besondere, die Schönheit und die Ästhetik herauszukitzeln. Dazu gehört sehr großes Können. Einzig und allein, das Ende hat mich ein wenig verwirrt. Es war mir plötzlich zu schnell und nicht aufgeklärt genug. Einige Fragen blieben mir noch offen, die ich gerne noch beantwortet gehabt hätte. Deshalb habe ich einen kleinen halben Punkt abgezogen. Trotzdem eine volle Leseempfehlung! Eine wundervolle Autorin, die ich allen ans Herz lege!!! Note: 4,5/5

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