Yoko Ogawa Schwimmbad im Regen

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Inhaltsangabe zu „Schwimmbad im Regen“ von Yoko Ogawa

Eine junge Frau bringt ihren Cousin in einem Studentenwohnheim unter. In der Folgezeit versucht sie vergeblich, ihn dort anzutreffen. Vom Hausmeister erfährt sie, dass die übrigen Studenten das Heim meiden, seitdem einer ihrer Kommilitonen unter mysteriösen Umständen verschwunden ist. Ein Mädchen leidet unter den Allüren, dem Heißhunger und den Übelkeitsanfällen ihrer schwangeren Schwester. Als sie eines Tages eine Tüte mit pestizidbehandelten Grapefruits geschenkt bekommt, beschließt sie, für ihre Schwester aus den Früchten Marmelade zu kochen. Der Anblick einer Schulküche in der Abenddämmerung erinnert einen Mann daran, wie er als Kind in der Schule schwimmen lernte. Immer wenn es regnete, hatte er den Eindruck, als wimmelte es im Becken von zahllosen kleinen Fischen, die gierig nach ihm schnappten. 'Schwimmbad im Regen' vereint drei preisgekrönte Erzählungen, mit denen Yoko Ogawa in ihrem Heimatland den literarischen Durchbruch schaffte. Heute zählt sie in Japan zu den wichtigsten Autorinnen ihrer Generation. Mit ihrer präzisen, subtilen Sprache schafft Yôko Ogawa Welten zwischen Realität und Imagination, die von beunruhigender Fremdartigkeit sind und voller naiver Gewalt.

Drei sehr eigentümliche Geschichten der talentierten Japanerin.

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    Schwimmbad im Regen
    Zen-Cola

    Zen-Cola

    01. October 2014 um 16:24

    Mit dem frühen Erzählband »Schwimmbad im Regen« gelang Yoko Ogawa bereits vor einigen Jahren in Japan der Durchbruch. Darüber hinaus wurde ihr für die hier enthaltene Kurzgeschichte »Tagebuch einer Schwangerschaft« der Akutagawa-Preis verliehen. Mittlerweile braucht sie sich vor Szenegrößen wie Haruki Murakami ohnehin nicht mehr zu verstecken. Im knappen Erzählband »Schwimmbad im Regen« lassen sich neben der titelgebenden Geschichte zwei weitere finden: »Das Wohnheim« sowie das bereits erwähnte »Tagebuch einer Schwangerschaft«. In »Das Wohnheim« geht es um eine junge Frau, die für ihren - ihr eigentlich entfremdeten - Cousin eine Unterkunft für das Studium besorgen soll. Daher fragt sie in ihrem alten Wohnheim an; es scheint sich jedoch einiges verändert zu haben, seit sie dort lebte. / Im »Tagebuch einer Schwangerschaft« zeichnet eine ebenfalls junge Frau die Schwangerschaft ihrer launischen Schwester auf und hinterfragt deren Beziehung zu ihrem Verlobten. Von Hungerlaunen ihrer Schwester genervt, kocht sie ihr Marmelade aus Pestizid belasteten Grapefruits. / Das »Schwimmbad im Regen« lässt in einem älteren Mann, der stets mit seinem Kind unterwegs ist, unschöne Erinnerungen an seine Schulzeit aufleben. In ihrer Schulzeit hat Yoko Ogawa mit Interesse die frühen Werke Murakamis gelesen. Und wenngleich ihr Stil sehr eigen ist, so lassen sich zumindest in »Das Wohnheim« einige Parallelen in der Beschreibung zu Murakamis »Naokos Lächeln« nicht leugnen; verstärkt wird das durch dieselbe Übersetzerin, die ihre Sache hier sehr ordentlich macht: Ursula Gräfe (wenngleich hier zwei Übersetzerinnen am Werk waren). Die Sprache des Buches ist, wie in allen Werken Ogawas, sehr knapp und wenig umständlich. Dennoch bleiben die Geschichten sehr verschlüsselt, sehr symbolisch und immer hintergründig geheimnisvoll, teils morbid, teils alltäglich und bizarr in einem. Bildliche Assoziationen gehen häufig in die subtil-eklige Richtung, dazu wirken die Beschreibungen allesamt recht steril, was eine angenehm passende Mischung ergibt. Allerdings muss man offene, größtenteils nur angedeutete und unvollständige Enden mögen, um an diesem Erzählband Gefallen finden zu können. Mich konnte »Schwimmbad im Regen« überzeugen, aber - im Gegensatz zu ihren anderen Werken - nicht begeistern. Mit Sicherheit nicht das stärkste ihrer Werke, aber dennoch unbedingt lesenswert. Als Einstieg ins Schaffen der Autorin würde ich jedoch »Das Ende des Bengalischen Tigers« (Ein Roman aus Kurzgeschichten) empfehlen.

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