Yongey Mingyur Rinpoche

 4.3 Sterne bei 7 Bewertungen
Autor von Buddha und die Wissenschaft vom Glück, Auf dem Weg und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Yongey Mingyur Rinpoche

Tibetanischer Lehrer und Wegweiser: Yongey Mingyur Rinpoche wurde 1975 in Nepal geboren und wurde mit 17 Jahren zum bislang jüngsten tibetischen Meditationsmeister. Diesen Weg ebnete bereits sein Vater, der ihn in die tibetische Tradition des Meditierens einführte.

Obwohl sehr traditionell, ist Yongey Mingyur Rinpoche auch der modernen Wissenschaft nicht abgewandt. Die Begegnung mit dem Biologen und Bewusstseinsforscher Francisco Varela entfachte sein Interesse, da er selbst unter schweren Angststörungen litt. Durch Meditationstechniken überwand er diese und erreichte bei neurologischen Messungen seiner Gehirnaktivität bislang nie gesehene Werte.

Er schrieb bereits zwei internationale Bestseller und lebt derzeit als Exiltibeter in Indien.

Neue Bücher

Auf dem Weg

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Neu erschienen am 27.12.2019 als Hardcover bei btb.

Alle Bücher von Yongey Mingyur Rinpoche

Cover des Buches Buddha und die Wissenschaft vom Glück (ISBN:9783442217793)

Buddha und die Wissenschaft vom Glück

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Erschienen am 10.04.2007
Cover des Buches Heitere Weisheit (ISBN:9783442338696)

Heitere Weisheit

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Erschienen am 07.12.2009
Cover des Buches Auf dem Weg (ISBN:9783442758265)

Auf dem Weg

 (1)
Erschienen am 27.12.2019
Cover des Buches Werde ruhig wie ein tiefer See (ISBN:9783641103460)

Werde ruhig wie ein tiefer See

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Erschienen am 16.11.2015
Cover des Buches Joyful Wisdom (ISBN:9780553824445)

Joyful Wisdom

 (0)
Erschienen am 05.07.2011

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Yongey Mingyur Rinpoche

Neu

Rezension zu "Auf dem Weg" von Yongey Mingyur Rinpoche

Auf dem Weg, die eigenen Grenzen auszuloten und auszudehnen
thursdaynextvor 12 Tagen

Ich bin ja so die typisch westliche Glückssucherin und Weiterentwicklungsbegeisterte, egal ob Yoga, Schoki oder Waldgehen, Hauptsache, es tut mir in dieser Situation und diesem Moment gut. Es muss nur in mein atheistisches Weltbild passen und wissenschaftlich logisch, weitgehend ohne esoterischen Schnickschnack daherkommen. So kam ich auch zu meinem Lieblingsguru Brad Warner, der es übrigens hassen würde, als Guru bezeichnet zu werden, wenn er noch hassen könnte, denn da ist er schon längst locker drüber weg. Schreibt der erleuchtete  ZEN Meister doch ausdrücklich, dass wir keinem Guru folgen sollten. Was mich nie gestört hat, ich habe seine Bücher verschlungen und so begeistert wie halbherzig verinnerlicht, dass es mir immer wieder guttut nachzulesen. Allzu leicht frisst einen der Alltag und da ist ein wenig Seelestreicheln und Blickwinkel neu ausrichten immer wohltuend. Man kann den Buddhismus in fast allen seinen Erscheinungsformen als Nichtreligion mit Erleuchtungscharakter sehen, jegliche Perspektive steht einem allezeit frei und da ich mit Religion so gar nichts anfangen kann abgesehen von der Evolution und dem Urknall, und höhere Wesen für mich eher Elefanten und Giraffen und ab und an noch überzeugende Intellektuelle sind (yupp, es ist die Höhe, nothing else!)  und er mit wirklich lebenspraktischen Haltungen, Tipps und Tricks aufwartet, gönne ich mir ab und an ein wenig Auffrischung meines Geistes. Darunter fällt auch so etwas wie das Buch, mit dem meine Mitstreiterin „daslesendesatzzeichen“ kürzlich reüssierte. Eine GutTuChallenge halte ich für eine probate Idee, das eigene Glück zu forcieren und zu maximieren, zumal der Beginn eines neuen Jahres dazu bestens geeignet ist. Schon das Autofahren ist ja ein Gradmesser für die psychische Befindlichkeit und eignet sich trefflich zur Innenschau. Schimpfe ich lautstark über den Schleicher, Drängler, Kamikazepilot und Nichtblinker (Leute, blinken ist so einfach und besonders im Kreisverkehr ein echter Verkehrsflussbeschleuniger!) und erwische mich dabei, dann ist davon auszugehen, dass so ein wenig abgewandeltes Meditieren/Yoga, Waldspaziergang, ich nenne es gerne „Nabelschau“, angebracht ist.

 Zum Innenansichtkomplettcheck eignet sich auch das Buch des nepalesischen Yongey Mingur Rinpoche, der um aus der Komfortzone zu entweichen, „die Tibeter nennen das „Öl ins Feuer gießen“, bei uns heißt es eher, dem inneren Schweinehund entgegentreten, zwecks spiritueller Weiterentwicklung aus seinem Kloster flüchtet und sich mit 150 Dollar in der Tasche auf den Weg, macht dem Ziel näherzukommen. Auch für ihn gilt: „Der Weg ist das Ziel“. Seinen „Bodyscan“ habe ich prompt in mein Einschlafritual übernommen. Es funzt bestens.

Yongey Mingur Rinpoche mag keine lautstarken Menschenansammlungen, ist verwöhnt aufgewachsen, genießt hohes Ansehen und hat sich nie mit den alltäglichen Kleinigkeiten herumschlagen müssen, da er einer Linie tibetischer Mönche und Lehrmeister entstammt, die ihm von fühester Kindheit an den Weg vorgezeichnet und geebnet haben. Spiritualität ist sein Leben, er bricht bewusst und heimlich aus, um zu erleben, wieweit er mit seinem bisher erworbenen spirituellen Bewusstsein mit den Widrigkeiten die da harren mögen standhält. Das liest sich sehr authentisch, denn der Gute neigt zu nörgeliger Grübelei, kriegt aber immer wieder die Kurve, um mit ihn belastenden Situationen zurechtzukommen und lässt dabei en passant einige Weisheiten fallen. Witzigerweise ist er tatsächlich auf der Suche nach sich selbst: „Wer ist Mingur Rinpoche“, bei einem so anerkannten Lehrmeister hätte ich erwartet, dass er da schon vor einiger Zeit, er ist Mitte 30, selbst dahintergekommen wäre, aber offensichtlich sind bedeutende Buddhismuslehrmeister auch nur Menschen. 😉

Wie immer beim Buddhismus, geht es um das Loslösen vom Leid, wozu man sich des eigenen Sterbens immerzu bewusst sein sollte, um loslassen zu können. Seine „Ego-Suizid-Mission“ ist streckenweise sehr düster, denn die Sterblichkeit und Entropie, das Annehmen, die Bewusstmachung des Lebensendes ist Dreh- und Angelpunkt dieser Philosophie. Das kann bei uns Westlerinnen durchaus Abwehrgefühle hervorrufen, mir ist ein straighter „Guru“ auch lieber als ein über die miesen Umstände und Gerüche am Bahnhof quengelnder, doch Obacht, es sind etliche Perlen für die eigene Weiterentwicklung in diesem Buch zu finden und urteilen sollte Mensch ja auch nicht vorschnell. Viele wertvolle Gedankengänge und Lebensweisheiten, Anregungen zu Übungen und Selbstreflexionsgelegenheiten gibt für die Lesebegleiterinnen des Rinpoche zu entdecken, es lohnt sich durchaus, ihn auf seinem Weg zu begleiten, sich Ideen herauszusuchen, es ist für jede/n etwas dabei und seien es nur die pittoresken Straßen- und Landschaftsszenen, die hier vor dem geistigen Auge entstehen. „Auf dem Weg – Die Reise zum wahren Sinn des Lebens“ hat absolut das Potential sein Leben positiv zu verändern und sei es nur, anhand der Fesstellung, dass Nörgeln und Quengeln einen nicht weiterbringt, echt jämmerlich wirkt und auch weise Lehrmeister nicht davor gefeit sind. Natürlich steckt mehr dahinter, so hat es eine gewisse Grandezza wie uneitel Yongey Mingyur Rinpoche sich darstellt, damit verdeutlicht, dass Schwächen überwunden werden können und wie das möglich ist. Daher kann ich „Auf dem Weg“ guten Gewissens weiterempfehlen, würde interessierten Neulingen in der Materie und weniger konservativen Menschen aber unbedingt raten, sich zuvor mit Brad Warners bisher 3 auf deutsch erschienenen ZEN Büchern zu befassen. Sie sind spaßiger und uns hedonistischen Westlern ein gutes Stück näher. Hier findet ihr ein Interview mit Mr. Hardcore ZEN über sein neues Buch. lohnt sich schon wegen des Ausblicks auf seine hochkarätige Bücherwand 😉




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Rezension zu "Buddha und die Wissenschaft vom Glück" von Yongey Mingyur Rinpoche

Unterzieht meine Lehren einer gründlichen Überprüfung und nehmt sie nicht einfach guten Glaubens an.
R_Mantheyvor 5 Jahren

In unserem Kopf schwirrt fast immer eine Vielzahl von Gedanken umher. Manchmal sind es so viele, dass wir in kurzer Zeit ganze Filme in uns ablaufen sehen. Wir neigen dazu, diesen Filmen zu folgen. Sie führen uns entweder in die Vergangenheit zurück oder beschwören eine mögliche Zukunft. Lassen wir uns also von unserer Gedankenwelt mitnehmen, dann wandeln wir in einer virtuellen Welt, die es zudem nur in unserem Kopf gibt. Unser Verstand hat auf diese Weise die Kontrolle über uns übernommen. Und weil wir es nicht anders kennen, glauben wir, das müsse so sein. Nur manchmal, wenn wir zum Beispiel vom Sport erschöpft, aber befriedigt sind, dann stellt sich ein seltsames Wohlgefühl ein. Dann schweigt vielleicht einmal kurz das Kopfkino und unser wahrer Geist tritt hervor. Er ist ungewohnt ruhig und klar.

Dies ist eigentlich der Zustand, in dem wir immer sein sollten, den wir aber kaum noch kennen. Buddha und seinen Nachfolgern verdanken wir es, dass der Weg zurück in diesen Zustand nicht vergessen wurde. Der Buddhismus ist keine Religion, auch wenn dies für viele so aussieht, sondern eine sehr praktische Lebenshilfe, um wieder zu uns und zu innerer Stabilität und Glück zurückzufinden.

In diesem Buch beschreibt ein wirklicher Meister des tibetischen Buddhismus die Lehre Buddhas in einer seltenen Klarheit, wie sie nur jemand hat, der weiß, wovon er spricht. Buddhas Lehre ist Praxis und nichts anderes. Wir müssen nichts glauben und niemanden anbeten, sondern lediglich das für uns tun, was Buddha einst vorschlug. Und es funktioniert. Yongey Mingyur Rinpoche selbst ist dafür nur eines von unzähligen Beispielen.

Er war als Kind sehr zurückhaltend und scheu, bekam Angstzustände in der Umgebung anderer Menschen. Als buddhistischer Lehrmeister half ihm sein Vater aus dieser Bedrängnis, indem er ihn bereits als Zwölfjährigen in die buddhistische Meditation einführte. Natürlich hatte Yongey Mingyur Rinpoche wie alle Menschen am Anfang seine Schwierigkeiten, den Anweisungen zur Meditation zu folgen. Denn statt weniger Gedanken kommen zunächst mehr, weil man wahrscheinlich erstmals bewusst zusieht, wie sie aus dem Nichts entstehen und wieder vergehen, wenn man ihnen nicht folgt.

Doch eines Tages sah Yongey Mingyur Rinpoche, dass seine Ängste nichts Substantielles besitzen. Genau wie Gedanken kommen und gehen sie, wenn man sich nicht mitreißen läßt. Deshalb kann man sie sogar nutzen und als Meditationsobjekt verwenden. Dass dem Autor dieses Erlebnis zum ersten Mal in jungen Jahren widerfuhr, ist ein großes Glück nicht nur für ihn, sondern auch für die Leser seiner Bücher. Denn Yongey Mingyur Rinpoche lernte danach bereits als junger Mensch die westliche Zivilisation und ihre Probleme kennen, begann mit Neurologen zusammenzuarbeiten und im Westen die buddhistische Meditation zu lehren. Diese Erfahrungen ermöglichten es ihm, die Lehren Buddhas in einer seltenen Klarheit und losgelöst von einer für westliche Ohren nicht wirklich verständlichen und erst nach Buddha erschaffenen Begriffswelt wiederzugeben.

Insbesondere befreit dieses Buch seine Leser von verkrampften Vorstellungen über die buddhistische Meditation. Man muss nicht abgeschirmt von der Außenwelt stundenlang eine weiße Wand anstarren, sondern kann im Alltag auch viele Male täglich für nur wenige Minuten meditieren, ohne dass andere dies überhaupt bemerken. Allein schon wegen dieser praktischen Botschaft ist das Buch sehr empfehlenswert.

Es ist in drei Teile gegliedert. Im ersten Teil (DIE BASIS) erklärt Yongey Mingyur Rinpoche, warum Meditation funktioniert und wohin sie uns führt. Er erzählt dabei über seine Begegnungen mit Neurologen und deren wissenschaftlicher Erklärung der Funktionsweise von beständiger Meditation und ihrer bemerkenswerten Resultate. Yongey Mingyur Rinpoches Gehirnaktivität bei der Meditation erreichte übrigens bei wissenschaftlichen Messungen vorher noch nie beobachtet Werte.

Im zweiten Teil (DER PFAD) erklärt uns Yongey Mingyur Rinpoche wie und wann man meditieren sollte. Dabei werden nicht nur verschiedene Techniken vorgestellt, sondern auch erklärt, dass man nichts erzwingen sollte. Denn je mehr man das versucht, umso mehr Widerstand wird sich regen. Diese Anleitungen sind das Beste, was ich je über die buddhistische Praxis gelesen habe.

Im letzten Teil (DIE FRUCHT) beschreibt Yongey Mingyur Rinpoche, was mit uns passieren wird, wenn wir beständig üben. Beständige Meditation führt nicht nur zu einem nie vorher gekannten inneren Zustand des Glücks und der Gelassenheit. Wissenschaftliche Studien beweisen darüber hinaus auch eine verbesserte Arbeit des Immunsystems.

Fazit.
Das ist eines der klarsten Bücher über den Buddhismus, das ich kenne. Es erklärt Buddhas Lehren in einer Sprache, die wir verstehen und reduziert sie auf ihren Kern, so wie sie einst von Buddha selbst erkannt und erklärt wurden: Jeder solle lernen, sein eigenes Potential zu erkennen und zu nutzen, indem er zur Klarheit und Ruhe seines eigenen Geistes zurückfindet.

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