York Hovest Hundert Tage Tibet

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Inhaltsangabe zu „Hundert Tage Tibet“ von York Hovest

Im Jahr 2011 begleitete der Fotograf York Hovest den Dalai Lama während seines Deutschlandbesuchs. Bei dieser Begegnung gab er ihm das Versprechen, sein Land zu porträtieren und der Welt zu zeigen, wie es dort heute aussieht. Nach einer einjährigen Vorbereitung für diese fast unmögliche Reise machte sich York Hovest auf eine atemberaubende Expedition: Hundert Tage lang war er in Tibet unterwegs — zu Fuß, auf dem Motorrad und mit dem Auto. Immer wieder wagte er sich in schwer zugängliches und verbotenes Terrain, in das Besucher nur selten vordringen. Dieses Unterfangen gelang nur mit der tatkräftigen Hilfe der Tibeter, die ihn an ihrem Leben teilhaben ließen und ihm großes Vertrauen entgegenbrachten. York Hovest begleitete sie zu geheimen Orten, gelangte bei minus 30 Grad in 6000 Meter Höhe an die Grenzen seiner physischen Belastbarkeit und die seiner Kameraausrüstung. In eindrucksvollen Bildern fängt er nicht nur die erhabene Landschaft ein, sondern mit ergreifenden Porträts tibetischer Nomaden und Mönche auch die Seele dieses geheimnisvollen Landes.

Wunderschöne Eindrücke

— AnniDSC
AnniDSC

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  • Es war einmal ein Versprechen...

    Hundert Tage Tibet
    ForeverAngel

    ForeverAngel

    28. October 2014 um 17:18

    Einst schrieb  York Hovest einem Mann einen Brief und gab ihm ein Versprechen. Dieser Mann war niemand anderes als der Dalai Lama. Er versprach ihm, eines Tages in sein Land zu reisen und alles, was es ausmacht, fotografisch festzuhalten. Er versprach, die Bilder eine ganz besondere Geschichte erzählen zu lassen. Vielleicht glaubte der Dalai Lama ihm. Vielleicht nicht. Doch eins steht fest:  York Hovest hielt sein Versprechen. Viel Geld und noch mehr Zeit steckte in seiner Reise, doch schließlich gelang ihm, was zuvor unmöglich erschien: er bannte Tibet in all seiner Pracht, mit all seinen beeindruckenden Facetten, mit seiner Natur, seinen Menschen, seiner Religion, seiner Geschichte auf Fotografien. Er hat es trotz aller Hindernisse geschafft, Orte zu erkunden, die den meisten anderen Menschen verborgen und verwehrt bleiben und vor allem ist es ihm gelungen, seine tiefe Faszination für dieses Land in seinen Fotos wiederzugeben. Wo die landschaftlichen Fotos begeistern und den Atem rauben, berühren die Porträts von einzelnen Personen und die bewegenden Aufnahmen von Menschen, die weiter den Weg ihrer Tradition gehen, selbst wenn das bedeutet, mitten auf einer viel befahrenen Straße zu laufen. "Kritische" Fotos, die Tibet auch von seiner anderen Seite zeigen, die beispielsweise das Militär zeigen, fehlen. Leser, die einen vollständigen Bildband vor sich haben möchten, mag das stören. Andere vielleicht nicht. Das ist eine Frage der Prioritätensetzung bei diesem Bildband.  (Die Reise mag etwas weniger unmöglich und seine Leistung etwas weniger beeindruckend erscheinen, wenn man an den Sponsor denkt, der sie ihm finanziert hat.) In 100 Tage Tibet erzählt  York Hovest von den Strapazen, die er auf sich genommen hat. Von der mehrfachen Konfrontation mit dem Gesetz, von dem Kampf gegen Naturgewalten, von dem Erkunden der eigenen Grenzen. Von den Menschen, denen er begegnet ist, und die bleibenden Eindrücke, die diese hinterlassen haben. Von der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft, die ihm widerfahren ist. Von den Menschen, ohne deren Hilfe er diesen Bildband niemals hätte machen können. In seinen Berichten, die nicht so wirkungsvoll sind wie seine Fotos, erzählt er vor allem von seinen Anstrengungen, von den sportlichen Aktivitäten während des Aufenthalts in Tibet. Das Schriftbild ist schön dezent, sodass die Fotos wirken können, ohne von verspieltem Layout überschattet zu werden. Letztendlich sprechen seine Fotos für sich, aber die Texte helfen manches Mal zu verstehen, woher die Gefühle stammen, die auf den Fotos zu sehen und zu spüren sind. Nicht immer hat mich interessiert, was er geschrieben hat, oftmals habe ich die Bilder lieber selbst sprechen lassen, aber manches Mal waren die Informationen in seinen Texten sehr interessant.  100 Tage Tibet befasst sich vor allem mit den schönen Facetten des Landes und überzeugt besonders durch eindrucksvolle Naturaufnahmen. Der Stil der Fotografien ist etwas gewöhnungsbedürftig, vielleicht wurde auch ein Filter verwendet. Einerseits passt er teilweise hervorragend zu den Motiven, andererseits hätte ich mir manchmal unbearbeitete Bilder gewünscht. Aber das ist Geschmackssache. Schön ist, dass das Versprechen, das  York Hovest dem Dalai Lama gegeben hat, den Bildern noch etwas mehr Tiefe verleiht und dass es sich wie ein vielleicht nicht sichtbarer, aber spürbarer roter Faden durch die Fotos zieht.  Trotz des einen oder anderen Kritikpunktes ist es ein schöner, gelungener Bildband über Tibet und seine Einwohner.  ~*~ National Geographic ~*~ 220 Seiten ~*~ ISBN: 978-3-86690-411-8 ~*~ Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag ~*~ 45,00€ ~*~ Oktober 2014 ~*~   (c) Books and Biscuit

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  • Intensiver bildlicher Einblick in Land, Leben und Menschen

    Hundert Tage Tibet
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    29. September 2014 um 13:36

    Intensiver bildlicher Einblick in Land, Leben und Menschen Nepal, Zentraltibet, Südtibet, Westtibet, Nordtibet, das sind die großen Regionen, denen York Hovest in diesem exzellenten Bildband detailliert und aus vielfachen Perspektiven heraus nachgeht. Ein gebeuteltes Land, in der Vergangenheit teils drakonisch von China „gleichgeschaltet“, bis in die Gegenwart hinein ein sensibles Thema mit Reibungen und Unterdrückung versehen. „Ich bin froh, dass York Hovest….in der Lage war…..diese außergewöhnlichen Bilder von unserem Volk, unserer Kultur und unserer Landschaft zu machen“. So schreibt es der Dalai Lama im Vorwort und nimmt damit treffend vorweg, was Hovest gelungen ist. Ein kleiner Bildausschnitt von einem betenden Mönch, der Nachwuchs im Tragetuch, wunderbare schwarz-weiß Aufnahmen von der „Stadt der Götter“, Lhase mit dem großartigen Potala-Palast neben Landschaftspanoramen von Seen, Steppe, Himalaya und, immer wieder, Bildausschnitte verschiedenster Form vom „kora“, der Haltung der Pilger und dem Weg der Pilger, vermischt mit Eindrücken vom ganz normalen Alltag, all das ergibt ein vielflächiges Bild eines Landes, das an Kultur, Religion, Landschaft und Menschen ebenso vielfaches bietet. Ein Bild des (selten) wolkenlosen Gipfels des Mount Everest führt den Leser auch emotional an die Bedeutung des Begriffes „Dach der Welt“, einer „weißen Wunderwelt in der Einsamkeit“, die sich in Westtibet bis über den Horizont heraus erstreckt. Aber auch eisfreie Zonen, Geysire und heiße Quellen finden sich in fremdartig wirkenden Landschaften wieder, nicht breit bekannte Seiten Tibets, die York Hovest in Bild und Text ausführlich vorstellt. Wie auch Namtso, den welthöchsten Salzwassersee. „Diese nahezu unberührte und einmalige Natur beherbergt ein Volk, dessen Gastfreundschaft und Freundlichkeit fast genauso ausgeprägt sind, wie der tief in ihm verwurzelte Buddhismus. All dies, Landschaft, Natur, Menschen, Religion, Ortschaften und, immer wieder, ganz besondere, mit Ausstrahlung versehene Gebäude, findet der Betrachter in hoher Qualität und „durch sich sprechenden“ Bildern im Buch Seite für Seite. So bietet der Fotoband ein echtes Erlebnis und tiefe Einblicke in ein Land mit gebeutelter Bevölkerung, das alle Mühe hat, seine eigenständige, mehr als 1000 Jahre alte Kultur zu bewahren. Eine sehr empfehlenswerte Lektüre.

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