Yosef Simsek Im falschen Paradies

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Inhaltsangabe zu „Im falschen Paradies“ von Yosef Simsek

Yosef Şimşek wird in Deutschland geboren. Seine arabisch-türkischstämmigen Eltern sind Ende der 1980er Jahre als Flüchtlinge aus dem Libanonkrieg nach Deutschland gekommen und haben Asyl erhalten. Ab dem Alter von etwa sechs Jahren gewinnt eine neue Dimension in seinem Leben die Oberhand: Fast täglich wird er von seinem Vater oder einem seiner älteren Brüder physisch wie psychisch gezüchtigt, weil er „kein richtiger Mann“ sei. Schwuchteln und Weicheier, die mit Kuscheltieren und Barbies spielen, haben in seinem Haus nichts zu suchen, so das strenggläubig homophobe Credo seines Vaters. Diese Art der „Erziehung“ hinterlässt ihre Spuren und Yosef wird immer mehr zum Außenseiter, zum Problemkind in Schule und Lebensumfeld, wird quasi zum unintegrierbaren Mitglied der Gesellschaft - gefangen in einem kulturellen Teufelskreislauf, zieht eins das andere nach. Als Yosef 14 Jahre alt ist, greift er in seiner Verzweiflung zum vermeintlich letzten Mittel und erstattet bei der Polizei Anzeige gegen seinen Vater. Die Folgen sind fatal: als Konsequenz wird die Familie in einer Nacht- und Nebelaktion in die Türkei abgeschoben. Die nachfolgenden Jahre werden für den Jungen zur Hölle. Aber Yosef lässt sich nicht unterkriegen und wird Jahr für Jahr selbstbewusster. Langsam, aber stetig löst er sich aus dem Teufelskreis, der ihn seit frühester Kindheit gefangen hält. Er beginnt als Fotomodel zu arbeiten und verfolgt seinen Traum, eines Tages Modedesigner zu werden, konsequent weiter. Aufgewachsen in zwei Kulturkreisen, die konträrer nicht sein könnten, versteht der Autor sein bewegendes und zugleich schonungslos direkt geschriebenes Buch auch als Apell und Manifest für Toleranz und Verständnis zwischen den Kulturen.

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    Im falschen Paradies
    Melody80

    Melody80

    13. May 2016 um 17:11

    Diese Biografie erzählt den Lebensweg von Yussuf "Yosef Simsek" , der mit seiner Familie aus dem kriegsgebeutelten Libanon ins "sichere" Deutschland zieht. Dort ist Yosef hin- und her gerissen zwischen den unterschiedlichen Kulturen. Überforderung bemerkt man aber nicht nur bei Yosef, auch andere Familienmitglieder, wie z. B. die Mutter reagieren oftmals völlig widersprüchlich und vollkommen irrational. Das Aufeinanderprallen zweier gegensätzlicher Kulturen bekommt der Leser hier präsentiert und ich musste so oft während des Lesens den Kopf schütteln, wegen fehlender Kommunikation und Missverständnissen. Das Buch hat mir gut gefallen und hat mir die Augen geöffnet, wie das Leben zwischen 2 Kulturen verlaufen kann und welche Diskrepanzen daraus entstehen können, aber nicht müssen.Mein FazitEine durchaus interessante Biografie, die ich gerne gelesen habe.

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  • Ein unglaublich tolles Buch

    Im falschen Paradies
    Saruna

    Saruna

    14. March 2016 um 21:59

    Da ich bei der Veranstaltung von Yosef Simseks Buch „Im falschen Paradies“ im Thalia Basel mithelfen darf(findet am 15.3.2016 statt!), wollte ich mich etwas schlau machen. Deshalb habe ich zu dem Buch gegriffen. Der Titel erscheint beim Riverfield Verlag und hat dementsprechend ein wunderschönes Cover. Die Schutzumschläge sind immer sehr aufwändig gestalten, das gefällt mir sehr. Die Biografie ist eindrücklich und ernüchternd, aber gleichzeitig so unschuldig geschrieben. Ich war sofort in Simseks Bann und wollte unbedingt herausfinden wie er seine Kindheit überstanden hat und zu dem wurde, der er heute ist. Das Buch liess mich echt nicht mehr los und ich habe es in wenigen Stunden verschlungen. Was dieser Mensch bereits in sehr jungen Jahren durchmachen musste ist erschreckend und ich habe regelrecht mit ihm gelitten, mit ihm mit gefiebert und auf ein happy End gehofft. Ein Buch, welches mich nicht nur zum Nachdenken anregte, sondern auch eine wunderschöne Botschaft mit auf meinem eigenen Lebensweg gibt.

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