Yossi Ghinsberg Dem Dschungel entkommen

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Inhaltsangabe zu „Dem Dschungel entkommen“ von Yossi Ghinsberg

Auf seiner Reise durch Bolivien trifft Yossi Ghinsberg auf Marcus und Kevin, die wie er als muchileros, als Backpacker, unterwegs sind. Alle drei suchen das wahre Abenteuer und entschließen sich zu einer Expedition in den Dschungel am bolivianischen Oberlauf des Amazonas. Mit Karl, der seit längerer Zeit im Land lebt, finden sie anscheinend den idealen Führer. Aber schon bald erweisen sich Karls Künste als Dschungelführer als gefährlich lückenhaft. Kevin und Yossi beschließen, alleine auf dem Rio Tuichi in die Zivilisation zurückzukehren. Doch durch einen furchtbaren Unfall werden auch Yossi und Kevin auseinandergerissen. Ohne Messer und Feuerzeug, mit spärlichem, halbverfaultem Proviant beginnt Yossis dreiwöchige Odyssee durch die grüne Hölle.

Anfänglich ist das Buch etwas langatmig. Dann wird es auf einmal unwahrscheinlich spannend und man fiebert mit.

— ***Chrissy***
***Chrissy***

Umbedingt lesen!

— Skadi
Skadi
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  • Rezension zu "Dem Dschungel entkommen" von Yossi Ghinsberg

    Dem Dschungel entkommen
    ***Chrissy***

    ***Chrissy***

    15. July 2012 um 16:47

    Yossi Ghinsberg tourt als Backpacker durch Südamerika. Auf seiner Reise lernt er die beiden Freunde Marcus und Kevin, die ebenfalls mit dem Rucksack auf dem Rücken unterwegs sind kennen. Die Drei beschließen eine Expedition durch den Dschungel am bolivianischen Oberlauf des Amazonas zu unternehmen. Sie wollen den Urwald erleben, mit dem Floß über den Río Tuichi fahren und ein Indianerdorf besuchen. Karl, der sich im Dschungel auskennt, soll dabei ihr Führer sein. Der Reisebericht "Dem Dschungel entkommen" beginnt sehr langatmig und schleppend. Ghinsberg beschreibt recht ausführlich die Zeit vor dem Dschungelabenteuer, wie sich die vier Männer kennen lernen und wie es zur Dschungelwanderung kommt. Als es dann endlich losgeht wird ziemlich schnell deutlich, dass die Gruppe weniger mit der gnadenlosen Wildnis zu kämpfen hat, als mit sich selbst und den zwischenmenschlichen Beziehungen. Streit, Grüppchenbildung, Lästerei und Besserwisserei sind die Folge. Aufgrunddessen trennt sich die Gruppe. Während Karl und Marcus zurück laufen, fahren Kevin und Yossi auf ihrem Floß weiter den Tuichi hinunter. Dieses Experiment ist von vornherein ganz klar zum Scheitern verurteilt. Durch einen Unfall werden die beiden getrennt. Von nun an steht Yossi allein im Dschungel. Der Überlebenskampf beginnt. Und von nun an ist das Buch auch extrem spannend. Yossi hat nicht nur mit giftigen Tieren und gefährlichen Jaguaren zu kämpfen. Auch Krankheit, Hunger und mangelnde Ausrüstung lassen seine Situation immer aussichtloser werden. Als Leser leidet man richtig mit. Immer wieder fragt man sich, ob man den zahlreichen Gefahren selbst auch hätte trotzen können. Schließlich ist Yossi selbst auch nur ein Gringo. Während des Lesens fängt man an, alle Dinge, die man im alltäglichen Leben so hat, wertzuschätzen. Leider wurde ich mit dem Protagonisten und Autor Yossi Ghinsberg nicht so richtig warm. Er war mir sogar geradezu unsympathisch. Er überschätzt sich ständig selbst, handelt unüberlegt und zelebriert den Drogenkonsum auf unsinnige Weise. Dennoch ist das Buch mitreißend und für jeden Abenteuerfan zum Lesen geeignet. Yossi schildert seine Erlebnisse sehr bildreich und flüssig. Man kann sich gut in ihn hineinversetzen.

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  • Rezension zu "Dem Dschungel entkommen" von Yossi Ghinsberg

    Dem Dschungel entkommen
    Skadi

    Skadi

    30. July 2009 um 22:14

    „Wenn das große Abenteuer zum Überlebenskampf wird.... Auf der Suche nach der unberührten Wildnis entschließen sich die jungen Backpacker Yossi, Marcus und Kevin zu einer Expedition in den Dschungel Boliviens. Doch durch einen dramatischen Floßunfall am Oberlauf des Amazonas werden die Freunde auseinandergerissen. Ganz auf sich allein gestellt, ohne Messer und mit spärlichem Proviant irrt Yossi durch die grüne Hölle, in quälender Ungewissheit, ob er und seine Freunde überleben werden.“ (Klappentext) Wer sich auf die gefährliche Reise begeben möchte und starke Nerven hat, sollte sich sofort gemütliche trockene Wollstrümpfe anziehen und mit diesem Buch beginnen. Ich habe mich noch nie zuvor in eine Erzählung so hineinversetzen können. Sie wirkt so real und wirklich, als wäre man hautnah dabei. Dem Leser erscheint ein dermaßen greifbares Bild vor Augen, dass er nicht mehr so einfach loslassen kann. Er hofft, leidet und freut sich. Er schüttelt sich die Feuerameisen vom Körper, hält die Luft an wenn er mit untertaucht, blickt dem Jaguar in die Augen und erfreut sich an seinen eigenen (diesmal realen) trockenen und gesunden Füßen. Der Abenteurer Yossy Ghinsberg versteht sich darauf, das Erlebte in diesem Buch widerzugeben. Er stellt sich dabei nicht als erfahrenen Held dar, sondern schildert auch die heiklen unerfreulichen Zwischenfälle, die diese Reise erst zu einer wahren Tortour machten, bis ins kleinste Detail. Wer sich ein noch genaueres Bild machen möchte, kann sich diesen Buchtrailer anschauen: http://video.yahoo.com/watch/3635035/10018542

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