Youn In-Wan

 4.4 Sterne bei 120 Bewertungen
Autor von Defense Devil 1, Defense Devil 3 und weiteren Büchern.

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Cover des Buches Defense Devil 19783551794710

Defense Devil 1

 (43)
Erschienen am 29.09.2011
Cover des Buches Defense Devil 39783551794734

Defense Devil 3

 (24)
Erschienen am 31.01.2012
Cover des Buches Defense Devil 79783551794772

Defense Devil 7

 (18)
Erschienen am 02.10.2012
Cover des Buches Defense Devil, Band 99783551794796

Defense Devil, Band 9

 (15)
Erschienen am 29.01.2013
Cover des Buches Defense Devil 109783551794802

Defense Devil 10

 (14)
Erschienen am 19.03.2013
Cover des Buches Defense Devil Doppelpack 1-29783551712943

Defense Devil Doppelpack 1-2

 (3)
Erschienen am 22.03.2016

Neue Rezensionen zu Youn In-Wan

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Rezension zu "Defense Devil 10" von Youn In-Wan

Eine Reise zwischen Dämonen- und Menschenwelt, mit guten und bösen Dämonen, Priestern, einer Prise Strafverteidigung, Humor und Fanservice - ein bunter Mix, der in der Mitte etwas schwächelt und mehr Potential gehabt hätte
Vera_Hallstroemvor einem Monat

„Defense Devil“ Band 1-10 von Yang Kyung-Il (Art) & Youn In-Wan (Story)


Grundidee & Setting:

Der Dämonenprinz Kucabara wurde aufgrund seiner Gutmütigkeit und wegen seinem Interesse an den Menschen aus der Dämonenwelt verbannt und seiner Kräfte beraubt. Gefangen in „Event Horizon“, der Grenzwelt zwischen Menschen- und Dämonenwelt, helfen er und sein Untergebener Bichura dort gestrandeten Seelen, deren Schuld beziehungsweise Unschuld nicht sicher ist. Als ihr „Anwalt“ (Defense Devil) schließt er Verträge mit ihnen ab, wenn er von ihrer Unschuld überzeugt ist, damit sie in die Menschenwelt zurückkehren können, falls er ihren „Fall“ gewinnt. Dabei fällt ihm auf, dass immer öfter Todesgötter Einfluss auf die Entwicklungen der Menschenwelt nehmen, was nach dem Gesetz der Dämonenwelt eigentlich strengstens untersagt ist. Während er einer Seele nach der anderen hilft, ihre Unschuld zu beweisen, erkennt er langsam, wie weit diese Verschwörung reicht und das der Dämon, der schuld an seiner Verbannung war, die Fäden hinter dem Ganzen zieht.

Die Story ist ein Mix aus Fantasy, Action, Witz und Fanservice (sprich sexy in Szene gesetzte knapp bekleidete Charaktere). Letzteres ignoriere ich beim Mangaka längst, da es sich in jedem seiner Werke wiederholt. Immerhin hat das keinen Einfluss auf die Handlung an sich und begeistert den ein oder anderen männlichen Leser vielleicht – schade dass „Shonen“ immer noch auf diese ausgerichtet ist, obwohl es von allen Geschlechtern gelesen wird.

Zeichnungen & Storytelling:

Die Zeichnungen befinden sich auf dem gewohnt hohen, extrem detaillierten Niveau, hier weiß der Mangaka nicht nur die Umgebung, sondern auch die Charaktere (vor allem in Kämpfen) meisterhaft in Szene zu setzen. Auch an den Schattierungen und Effekten gibt es nichts zu bemängeln.

Handlungsaufbau:

Anfangs ist die Handlung nach Kucabaras Fällen aufgeteilt und wir begleiten ihn als Anwalt der Dämonenwelt. Das zieht sich aber nur bis zur Hälfte des zweiten Bandes, dann begreift Kucabara langsam die Reichweite es Ganzen, er erfährt mehr über die Beweggründe der Todesgötter, trifft religiöse Priester, die Dämonen jagen und töten. Dabei trifft er auch auf Idamaria, eine „Jüngerin“ Gottes mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, hinter denen noch mehr zu stecken scheint. Von da an wird es für ihn schwieriger zwischen Feind und Freund zu unterscheiden und auch seine neuen Verbündeten stehen ihm misstrauisch gegenüber.

Als er sich mit Bichura und Idamaria zu einer Rettungsmission in die Dämonenwelt aufmachen soll, entwickelt sich alles doch anders als gedacht und es wird zu der von Kucabara lang ersehnten Rückkehr, bei der er Rache an seinem jüngeren Bruder Legato nehmen will, der für seine Verbannung verantwortlich ist.
Die folgenden Kapitel, die in der Dämonenwelt handeln, empfand ich leider großteils als Filler. Die drei durchqueren die verschiedenen Höllen der Dämonenwelt, in denen die Sünder bestraft werden, bestehen Aufgaben, besiegen Gegner nach Gegner und finden neue Verbündete – was sich schon fast wie eine Quest in einem RPG gelesen hat.
Erst ab dem achten Band findet sich der rote Faden wirklich wieder, die Handlungsstränge laufen ineinander und langsam werden die Motive der verschiedenen Charaktere deutlich. Bis es dann zu einem überraschendem, besser durchdachten und sehr actionreichen Finale mit allerhand Wendungen kommt. Hier wurde das Spannungstief zum Glück überwunden.

Charaktere:

Kucabara wirkt zuerst wie der typische naive, etwas dumme aber gutmütige Shonen-Protagonist mit verborgenen Kräften. Allerdings lässt er immer wieder durchblicken, dass er tatsächlich schlau ist und es wirkt, als ob er sich manchmal absichtlich verstellen würde. Dennoch hat mir bei ihm das gewisse Etwas gefehlt, er ist zu blind in jede Gefahr gelaufen, hat mir zu selten nachgedacht.
Bichura übernimmt für ihn den Part des Untergebenen, der für seinen Herren mitdenkt und und sich um ihn sorgt. Oft konnte ich ihn nur zu gut verstehen, versucht er doch langsamer an die Sache heranzugehen und ist weniger impulsiv und nicht so naiv. Dafür ist er umso treuer und nicht weniger gutherzig als sein Herr, auch wenn er es nur ungern zugibt.
Idamaria, die auch noch Protagonistin ist, war über weite Strecken sehr anstrengend und zickig. Zwar ist ihre Abneigung den Dämonen gegenüber absolut verständlich, aber Kucabara unterscheidet sich so sehr von den wirklich „Bösen“, dass es selbst ein Blinder erkennen würde und hilft ihr teils unter Einsatz seines Lebens. Dafür hat mir bis zum Schluss einfach die Dankbarkeit gefehlt, zwar merkt man, dass sie seine Hilfe dringend nötig hat, aber sie blieb mir über weite Teile zu gleichgültig, blass und wurde zu oft nur von ihrem Hasse auf die Dämonen angetrieben.

Die Nebencharaktere sind da weitaus interessanter. Es gibt mehr als nur einen, der von den Bösen zu den Guten wechselt und fast mehr zum Fortschreiten der Geschehnisse beiträgt als die Protagonisten. Und auch der anfangs durch und durch böse wirkende Antagonist hat tiefer gehende Beweggründe, während vermeintliche Verbündete ebenfalls etwas anderes sind als sie vorgeben. Bei drei dieser Charaktere wurde sehr gute Arbeit geleistet, wie ich sagen kann.

Fazit:


Das anfängliche Setting von „Defense Devil“ hat mich stark angesprochen, es schien mal etwas Neues zu sein, das ich so noch nicht gelesen habe. Schlussendlich war diese namensgebende Arc aber sehr kurz und ging dann in eine eher typische Heldengeschichte über, bis das Finale die gesamte Handlung noch einmal auf den Kopf stellte und mich aus dem Spannungstief herausholte.
Während die Hauptcharaktere mir teils zu flach geblieben sind, habe ich einige interessante Nebencharaktere entdeckt, die das Ganze noch mal gesteigert haben.

Insgesamt vergebe ich wegen dem Spannungstief in der Mitte leider nur 3,6 Sterne, denn man hätte die gesamte Story meiner Meinung nach entweder auf weniger Bände abkürzen könnnen oder die Handlung anders gestalten müssen.

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Rezension zu "Defense Devil, Band 9" von Youn In-Wan

Eine Reise zwischen Dämonen- und Menschenwelt, mit guten und bösen Dämonen, Priestern, einer Prise Strafverteidigung, Humor und Fanservice - ein bunter Mix, der in der Mitte etwas schwächelt und mehr Potential gehabt hätte
Vera_Hallstroemvor einem Monat

„Defense Devil“ Band 1-10 von Yang Kyung-Il (Art) & Youn In-Wan (Story)


Grundidee & Setting:


Der Dämonenprinz Kucabara wurde aufgrund seiner Gutmütigkeit und wegen seinem Interesse an den Menschen aus der Dämonenwelt verbannt und seiner Kräfte beraubt. Gefangen in „Event Horizon“, der Grenzwelt zwischen Menschen- und Dämonenwelt, helfen er und sein Untergebener Bichura dort gestrandeten Seelen, deren Schuld beziehungsweise Unschuld nicht sicher ist. Als ihr „Anwalt“ (Defense Devil) schließt er Verträge mit ihnen ab, wenn er von ihrer Unschuld überzeugt ist, damit sie in die Menschenwelt zurückkehren können, falls er ihren „Fall“ gewinnt. Dabei fällt ihm auf, dass immer öfter Todesgötter Einfluss auf die Entwicklungen der Menschenwelt nehmen, was nach dem Gesetz der Dämonenwelt eigentlich strengstens untersagt ist. Während er einer Seele nach der anderen hilft, ihre Unschuld zu beweisen, erkennt er langsam, wie weit diese Verschwörung reicht und das der Dämon, der schuld an seiner Verbannung war, die Fäden hinter dem Ganzen zieht.

Die Story ist ein Mix aus Fantasy, Action, Witz und Fanservice (sprich sexy in Szene gesetzte knapp bekleidete Charaktere). Letzteres ignoriere ich beim Mangaka längst, da es sich in jedem seiner Werke wiederholt. Immerhin hat das keinen Einfluss auf die Handlung an sich und begeistert den ein oder anderen männlichen Leser vielleicht – schade dass „Shonen“ immer noch auf diese ausgerichtet ist, obwohl es von allen Geschlechtern gelesen wird.

Zeichnungen & Storytelling:


Die Zeichnungen befinden sich auf dem gewohnt hohen, extrem detaillierten Niveau, hier weiß der Mangaka nicht nur die Umgebung, sondern auch die Charaktere (vor allem in Kämpfen) meisterhaft in Szene zu setzen. Auch an den Schattierungen und Effekten gibt es nichts zu bemängeln.

Handlungsaufbau:

Anfangs ist die Handlung nach Kucabaras Fällen aufgeteilt und wir begleiten ihn als Anwalt der Dämonenwelt. Das zieht sich aber nur bis zur Hälfte des zweiten Bandes, dann begreift Kucabara langsam die Reichweite es Ganzen, er erfährt mehr über die Beweggründe der Todesgötter, trifft religiöse Priester, die Dämonen jagen und töten. Dabei trifft er auch auf Idamaria, eine „Jüngerin“ Gottes mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, hinter denen noch mehr zu stecken scheint. Von da an wird es für ihn schwieriger zwischen Feind und Freund zu unterscheiden und auch seine neuen Verbündeten stehen ihm misstrauisch gegenüber.

Als er sich mit Bichura und Idamaria zu einer Rettungsmission in die Dämonenwelt aufmachen soll, entwickelt sich alles doch anders als gedacht und es wird zu der von Kucabara lang ersehnten Rückkehr, bei der er Rache an seinem jüngeren Bruder Legato nehmen will, der für seine Verbannung verantwortlich ist.
Die folgenden Kapitel, die in der Dämonenwelt handeln, empfand ich leider großteils als Filler. Die drei durchqueren die verschiedenen Höllen der Dämonenwelt, in denen die Sünder bestraft werden, bestehen Aufgaben, besiegen Gegner nach Gegner und finden neue Verbündete – was sich schon fast wie eine Quest in einem RPG gelesen hat.
Erst ab dem achten Band findet sich der rote Faden wirklich wieder, die Handlungsstränge laufen ineinander und langsam werden die Motive der verschiedenen Charaktere deutlich. Bis es dann zu einem überraschendem, besser durchdachten und sehr actionreichen Finale mit allerhand Wendungen kommt. Hier wurde das Spannungstief zum Glück überwunden.

Charaktere:

Kucabara wirkt zuerst wie der typische naive, etwas dumme aber gutmütige Shonen-Protagonist mit verborgenen Kräften. Allerdings lässt er immer wieder durchblicken, dass er tatsächlich schlau ist und es wirkt, als ob er sich manchmal absichtlich verstellen würde. Dennoch hat mir bei ihm das gewisse Etwas gefehlt, er ist zu blind in jede Gefahr gelaufen, hat mir zu selten nachgedacht.
Bichura übernimmt für ihn den Part des Untergebenen, der für seinen Herren mitdenkt und und sich um ihn sorgt. Oft konnte ich ihn nur zu gut verstehen, versucht er doch langsamer an die Sache heranzugehen und ist weniger impulsiv und nicht so naiv. Dafür ist er umso treuer und nicht weniger gutherzig als sein Herr, auch wenn er es nur ungern zugibt.
Idamaria, die auch noch Protagonistin ist, war über weite Strecken sehr anstrengend und zickig. Zwar ist ihre Abneigung den Dämonen gegenüber absolut verständlich, aber Kucabara unterscheidet sich so sehr von den wirklich „Bösen“, dass es selbst ein Blinder erkennen würde und hilft ihr teils unter Einsatz seines Lebens. Dafür hat mir bis zum Schluss einfach die Dankbarkeit gefehlt, zwar merkt man, dass sie seine Hilfe dringend nötig hat, aber sie blieb mir über weite Teile zu gleichgültig, blass und wurde zu oft nur von ihrem Hasse auf die Dämonen angetrieben.

Die Nebencharaktere sind da weitaus interessanter. Es gibt mehr als nur einen, der von den Bösen zu den Guten wechselt und fast mehr zum Fortschreiten der Geschehnisse beiträgt als die Protagonisten. Und auch der anfangs durch und durch böse wirkende Antagonist hat tiefer gehende Beweggründe, während vermeintliche Verbündete ebenfalls etwas anderes sind als sie vorgeben. Bei drei dieser Charaktere wurde sehr gute Arbeit geleistet, wie ich sagen kann.

Fazit:

Das anfängliche Setting von „Defense Devil“ hat mich stark angesprochen, es schien mal etwas Neues zu sein, das ich so noch nicht gelesen habe. Schlussendlich war diese namensgebende Arc aber sehr kurz und ging dann in eine eher typische Heldengeschichte über, bis das Finale die gesamte Handlung noch einmal auf den Kopf stellte und mich aus dem Spannungstief herausholte.
Während die Hauptcharaktere mir teils zu flach geblieben sind, habe ich einige interessante Nebencharaktere entdeckt, die das Ganze noch mal gesteigert haben.

Insgesamt vergebe ich wegen dem Spannungstief in der Mitte leider nur 3,6 Sterne, denn man hätte die gesamte Story meiner Meinung nach entweder auf weniger Bände abkürzen könnnen oder die Handlung anders gestalten müssen.

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Rezension zu "Defense Devil 7" von Youn In-Wan

Eine Reise zwischen Dämonen- und Menschenwelt, mit guten und bösen Dämonen, Priestern, einer Prise Strafverteidigung, Humor und Fanservice - ein bunter Mix, der in der Mitte etwas schwächelt und mehr Potential gehabt hätte
Vera_Hallstroemvor einem Monat

„Defense Devil“ Band 1-10 von Yang Kyung-Il (Art) & Youn In-Wan (Story)


Grundidee & Setting:


Der Dämonenprinz Kucabara wurde aufgrund seiner Gutmütigkeit und wegen seinem Interesse an den Menschen aus der Dämonenwelt verbannt und seiner Kräfte beraubt. Gefangen in „Event Horizon“, der Grenzwelt zwischen Menschen- und Dämonenwelt, helfen er und sein Untergebener Bichura dort gestrandeten Seelen, deren Schuld beziehungsweise Unschuld nicht sicher ist. Als ihr „Anwalt“ (Defense Devil) schließt er Verträge mit ihnen ab, wenn er von ihrer Unschuld überzeugt ist, damit sie in die Menschenwelt zurückkehren können, falls er ihren „Fall“ gewinnt. Dabei fällt ihm auf, dass immer öfter Todesgötter Einfluss auf die Entwicklungen der Menschenwelt nehmen, was nach dem Gesetz der Dämonenwelt eigentlich strengstens untersagt ist. Während er einer Seele nach der anderen hilft, ihre Unschuld zu beweisen, erkennt er langsam, wie weit diese Verschwörung reicht und das der Dämon, der schuld an seiner Verbannung war, die Fäden hinter dem Ganzen zieht.

Die Story ist ein Mix aus Fantasy, Action, Witz und Fanservice (sprich sexy in Szene gesetzte knapp bekleidete Charaktere). Letzteres ignoriere ich beim Mangaka längst, da es sich in jedem seiner Werke wiederholt. Immerhin hat das keinen Einfluss auf die Handlung an sich und begeistert den ein oder anderen männlichen Leser vielleicht – schade dass „Shonen“ immer noch auf diese ausgerichtet ist, obwohl es von allen Geschlechtern gelesen wird.

Zeichnungen & Storytelling:


Die Zeichnungen befinden sich auf dem gewohnt hohen, extrem detaillierten Niveau, hier weiß der Mangaka nicht nur die Umgebung, sondern auch die Charaktere (vor allem in Kämpfen) meisterhaft in Szene zu setzen. Auch an den Schattierungen und Effekten gibt es nichts zu bemängeln.

Handlungsaufbau:

Anfangs ist die Handlung nach Kucabaras Fällen aufgeteilt und wir begleiten ihn als Anwalt der Dämonenwelt. Das zieht sich aber nur bis zur Hälfte des zweiten Bandes, dann begreift Kucabara langsam die Reichweite es Ganzen, er erfährt mehr über die Beweggründe der Todesgötter, trifft religiöse Priester, die Dämonen jagen und töten. Dabei trifft er auch auf Idamaria, eine „Jüngerin“ Gottes mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, hinter denen noch mehr zu stecken scheint. Von da an wird es für ihn schwieriger zwischen Feind und Freund zu unterscheiden und auch seine neuen Verbündeten stehen ihm misstrauisch gegenüber.

Als er sich mit Bichura und Idamaria zu einer Rettungsmission in die Dämonenwelt aufmachen soll, entwickelt sich alles doch anders als gedacht und es wird zu der von Kucabara lang ersehnten Rückkehr, bei der er Rache an seinem jüngeren Bruder Legato nehmen will, der für seine Verbannung verantwortlich ist.
Die folgenden Kapitel, die in der Dämonenwelt handeln, empfand ich leider großteils als Filler. Die drei durchqueren die verschiedenen Höllen der Dämonenwelt, in denen die Sünder bestraft werden, bestehen Aufgaben, besiegen Gegner nach Gegner und finden neue Verbündete – was sich schon fast wie eine Quest in einem RPG gelesen hat.
Erst ab dem achten Band findet sich der rote Faden wirklich wieder, die Handlungsstränge laufen ineinander und langsam werden die Motive der verschiedenen Charaktere deutlich. Bis es dann zu einem überraschendem, besser durchdachten und sehr actionreichen Finale mit allerhand Wendungen kommt. Hier wurde das Spannungstief zum Glück überwunden.

Charaktere:

Kucabara wirkt zuerst wie der typische naive, etwas dumme aber gutmütige Shonen-Protagonist mit verborgenen Kräften. Allerdings lässt er immer wieder durchblicken, dass er tatsächlich schlau ist und es wirkt, als ob er sich manchmal absichtlich verstellen würde. Dennoch hat mir bei ihm das gewisse Etwas gefehlt, er ist zu blind in jede Gefahr gelaufen, hat mir zu selten nachgedacht.
Bichura übernimmt für ihn den Part des Untergebenen, der für seinen Herren mitdenkt und und sich um ihn sorgt. Oft konnte ich ihn nur zu gut verstehen, versucht er doch langsamer an die Sache heranzugehen und ist weniger impulsiv und nicht so naiv. Dafür ist er umso treuer und nicht weniger gutherzig als sein Herr, auch wenn er es nur ungern zugibt.
Idamaria, die auch noch Protagonistin ist, war über weite Strecken sehr anstrengend und zickig. Zwar ist ihre Abneigung den Dämonen gegenüber absolut verständlich, aber Kucabara unterscheidet sich so sehr von den wirklich „Bösen“, dass es selbst ein Blinder erkennen würde und hilft ihr teils unter Einsatz seines Lebens. Dafür hat mir bis zum Schluss einfach die Dankbarkeit gefehlt, zwar merkt man, dass sie seine Hilfe dringend nötig hat, aber sie blieb mir über weite Teile zu gleichgültig, blass und wurde zu oft nur von ihrem Hasse auf die Dämonen angetrieben.

Die Nebencharaktere sind da weitaus interessanter. Es gibt mehr als nur einen, der von den Bösen zu den Guten wechselt und fast mehr zum Fortschreiten der Geschehnisse beiträgt als die Protagonisten. Und auch der anfangs durch und durch böse wirkende Antagonist hat tiefer gehende Beweggründe, während vermeintliche Verbündete ebenfalls etwas anderes sind als sie vorgeben. Bei drei dieser Charaktere wurde sehr gute Arbeit geleistet, wie ich sagen kann.

Fazit:

Das anfängliche Setting von „Defense Devil“ hat mich stark angesprochen, es schien mal etwas Neues zu sein, das ich so noch nicht gelesen habe. Schlussendlich war diese namensgebende Arc aber sehr kurz und ging dann in eine eher typische Heldengeschichte über, bis das Finale die gesamte Handlung noch einmal auf den Kopf stellte und mich aus dem Spannungstief herausholte.
Während die Hauptcharaktere mir teils zu flach geblieben sind, habe ich einige interessante Nebencharaktere entdeckt, die das Ganze noch mal gesteigert haben.

Insgesamt vergebe ich wegen dem Spannungstief in der Mitte leider nur 3,6 Sterne, denn man hätte die gesamte Story meiner Meinung nach entweder auf weniger Bände abkürzen könnnen oder die Handlung anders gestalten müssen.

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