Yrsa Daley-Ward

 4.4 Sterne bei 12 Bewertungen

Lebenslauf von Yrsa Daley-Ward

Die Instagram-Poetin: Yrsa Daley-Ward wurde 1989 in Nordengland geboren. Sie hat westindische und westafrikanische Wurzeln und arbeitet als Model, Schauspielerin und Schriftstellerin. In ihren Zwanzigern hatte sie Schwierigkeiten, als Model in London die Miete zu bestreiten, weswegen sie eines Tages nach Südafrika flog und dort drei Jahre lang lebte. In Kapstadt erregt sie erstmals auch mit ihren Gedichten Aufsehen, während sie weiterhin als Model arbeitet. Auf Instagram veröffentlicht sie kurze Gedichte, in denen sie sich mit Themen wie Rasse, Weiblichkeit, Identität, Selbstliebe und Mentaler Gesundheit beschäftigt. Ihre Gedichtsammlung „bone“ wird 2014 zunächst im Selfpublishing veröffentlicht, 2017 von Penguin Books mit zusätzlichen Gedichten neu aufgelegt. 2018 folgte Daley-Wards Autobiografie „The Terrible“, die auch ins Deutsche übersetzt wurde und 2019 unter dem Titel „Alles, was passiert ist“ erschien. Bereits 2013 veröffentlichte sie jedoch ihr erstes Buch, die Kurzgeschichtensammlung „On Snakes and Other Stories“. Daley-Ward identifiziert sich als schwarze LGBTQ-Aktivistin und Feministin. Ihr Schreiben beeinflusst die Leben zahlreicher Menschen.

Alle Bücher von Yrsa Daley-Ward

Alles, was passiert ist

Alles, was passiert ist

 (12)
Erschienen am 12.04.2019

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Rezension zu "Alles, was passiert ist" von Yrsa Daley-Ward

Wie man den Schmerz in Poesie verwandelt
Irmi_Bennetvor einem Tag

Manch einer wird Yrsa Daley Ward aus den Social Media kennen, denn als Instagram Dichterin ist sie schon lange sehr bekannt. 

Nun hat sie einen Teil Ihrer Lebensgeschichte in einem Buch veröffentlicht, im Original passender mit dem Titel "The terrible".

Yrsa wächst in sehr einfachen Verhältnissen in einer Kleinstadt in Nordengland auf. 
Das Schreckliche, das ihr passiert ist, beginnt mit dem Missbrauch des Freundes der Mutter, da ist Yrsa noch ein Kind, noch nicht einmal in der Pubertät. Ihre Mutter, eine Krankenschwester, die sich Tag und Nacht in zwei Schichten abrackern, um ihre drei unehelichen Kinder durchzubringen, entscheidet daraufhin, dass Yrsa bei den Großeltern besser aufgehoben ist. Bei den streng gläubigen Großeltern fühlt Yrsa sich nicht zuhause. Auch als ihr kleiner Bruder Roo ebenfalls dorthin abgeschoben wird, ist das kein Trost für das junge Mädchen, die unter der Strenge und den Verboten leidet. 

Mit siebzehn entflieht sie diesem öden Leben mit Hilfe von Alkohol, wahllosem Sex, Drogen, Parties und falschen Freunden. Obwohl sie eine überaus gute Schülerin ist, beschliesst sie, nicht zu studieren, sondern als Model zu arbeiten. In Wahrheit gerät sie aber völlig aus der Bahn und zerstört sich systematisch selbst. Beziehungen scheitern, Männer benutzen sie. Depressionen und Antriebslosigkeit gepaart mit Drogen und Alkohol lassen das Mädchen tiefer fallen, als man sich vorzustellen vermag. Auch ihr geliebter kleiner Bruder gerät auf die schiefe Bahn, die Mutter erkrankt und Yrsa sieht hilflos zu.

Der Wendepunkt:  Yrsa versucht, sich zurück ins Leben zu kämpfen und wandert nach Südafrika aus, wo sie als Model Erfolg hat. Doch die Vergangenheit wirft ihre Schatten auch auf das neue Leben in Kapstadt.

Yrsa schildert ihre Erlebnisse mal lyrisch, mal episch aber immer eindringlich. Vieles liest man zwischen den Zeilen, das wirklich Schreckliche muss nicht schwarz auf weiss auf Papier gedruckt sein, um es zu begreifen. 

Ein Buch, dessen trauriger bis schrecklicher Inhalt nachdenklich stimmt und dessen Sprache unglaublich schön ist. Ein Parodoxon, das es wert ist, gelesen zu werden.


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Rezension zu "Alles, was passiert ist" von Yrsa Daley-Ward

Autobiographie ganz anders
marpijevor einem Tag

Yrsa Daley-Ward zusammen mit jüngeren Brüder  wächst bei ihrer strengläubigen  Großeltern, weil ihre Mutter ist alleinerziehend und mit die Kinder überfordert. Da ist noch ein älter Brüder, aber der ist schon in der Armee gegangen, jeder Kind hat andere Vater und die Mutter hat immer ein Freund zu Hause. Ja, ganz normale Kindheit  war das bestimmt nicht, zu Hause hat Unordnung geherrscht und den Kinder war alles erlaubt, in großen Kontrast zu den Haus von die Großeltern hier war alles streng und muss nach Regel laufen, ist eigentlich kein Wunder dass das junge Mädchen Probleme mit sich selbst hat und stürzt sich danach in der große Welt wo Drogen, Sex und falsche Freunde hat sie schnell gefunden.....


Traurige Geschichte über erwachsen werden und alleine auf sich gestellt sein, ohne Unterstützung von die Familie, obwohl sie nach der so sehnt.
Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig , mehr poetisch als episch, und vielleicht darum kann ich nicht ganz warm mit diese Buch sein. Die Protagonistin bleibt in die Ferne, ich kann keine Symphatie zu ihr entwickeln, ich bleibe einfach bis zum Ende kalt.

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Rezension zu "Alles, was passiert ist" von Yrsa Daley-Ward

Sich in Worte fallen lassen...
vigvor 3 Tagen

Letzte Woche schon habe ich diese Buch beendet und schaffe es erst jetzt in Worte zu fassen, was dieses Buch meiner Meinung nach ausmacht. Nicht etwa, weil ich keine Zeit gehabt hätte, sondern weil ich das Gelesene erst einmal verdauen musste. Der Titel bereitet den Leser an sich schon ganz gut auf den Inhalt vor, denn Yrsa Daley-Ward schreibt wirklich über "Alles, was passiert ist". Für mich, wohlbehütet aufgewachsen in einer deutschen Kleinstadt, war das Buch wie ein Tor zu einer anderen Welt und nein, wir befinden uns hier definitiv nicht im Fantasy-Genre! Das Buch regte mich zum Nachdenken an, zeigt was Glück, Leid, Freude und Liebe im Leben bedeutet, ohne dabei in hochphilosophische Sphären abzuschweifen. Es ist ein Gesamtkunstwerk, in welchem die Autorin leicht leserliche Wahrheiten des Lebens verpackt. Wer Lust hat sich in Wörter und Gedanken fallen zu lassen, dem kann ich diese Buch wärmstens empfehlen! 

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Autoren oder Titel-Cover
Dies ist die Geschichte von Yrsa Daley-Ward. Sie erzählt uns alles, was passiert ist. Auch die schrecklichen Dinge. Und die gab es weiß Gott. Sie erzählt uns von ihrer Kindheit im Nordwesten Englands, von ihrer wunderschönen, aber mit dem Leben hadernden Mutter Marcia, von deren Freund Linford, mit dem man mal Spaß, aber noch öfter Ärger hat, und von ihrem kleinen Bruder Roo, der sich in den Sternen am Himmel die ganze Welt ausmalt.
Sie erzählt vom Aufwachsen und davon, wie es ist, die Macht und Unheimlichkeit der eigenen Sexualität zu entdecken, von dunklen Stunden voller bunter Pillen und Pülverchen und von Begegnungen mit den falschen Leuten. 
Ja, sie erzählt vom Schmerz. Aber auch vom Glück.

»Wenn man Yrsa Daley-Ward liest, hält man die reine Wahrheit in Händen. Ihr Buch schwitzt und atmet vor unseren Augen, es ist ein herrliches lebendiges Wesen.« Florence Welch, Florence and the Machine

»Ein umwerfendes Buch voller lyrischer Kraft.« New York Times

Hier zur Leseprobe:  https://www.aufbau-verlag.de/media/Upload/leseproben/9783351050672.pdf

Über Yrsa Daley-Ward 

Yrsa Daley-Ward ist Feministin, Model, Autorin und Dichterin. Sie hat westindische und afrikanische Wurzeln. Ihre Mutter ist aus Jamaika, der Vater aus Nigeria, aufgewachsen ist sie aber bei ihren frommen Großeltern in der nordenglischen Kleinstadt Chorley. Ihren ersten Gedichtband veröffentlichte sie als Selfpublisher, er verkaufte sich über 20 000 Mal. Inzwischen ist sie ein Liebling der Kritiker und Leser. Sie lebt in London und Los Angeles. „Ich erzähle Geschichten“, sagt sie, „von Stärke und von Dunkelheit.“ Alles, was passiert ist ist ihr erstes Buch auf Deutsch. Auf Instagram veröffentlicht sie als @yrsadaleyward ihre kurzen, poetischen Texte.

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