Gespenstisches Island

von Yrsa Sigurdardóttir 
3,8 Sterne bei4 Bewertungen
Gespenstisches Island
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Zwei Geschichten in einem ebook. Zweimal Island und zurück

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Inhaltsangabe zu "Gespenstisches Island"

Zwei Island-Thriller in einem E-Book: "Geisterfjord" und "Seelen im Eis" "Geisterfjord" - Ein menschenleeres Dorf im Nordwesten von Island: Drei junge Leute werden in einem maroden Sommerhaus von seltsamen Geräuschen und Erscheinungen in Angst und Schrecken versetzt. "Seelen im Eis" - Draußen tobte der Sturm und schlug noch heftiger gegen die Fenster als zuvor. Um keinen Preis der Welt wollte Odinn zum Fenster schauen, er spürte, dass von dort etwas Bedrohliches näherkam.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783104904245
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:621 Seiten
Verlag:FISCHER digiBook
Erscheinungsdatum:26.01.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    c_awards_ya_sins avatar
    c_awards_ya_sinvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Zwei Geschichten in einem ebook. Zweimal Island und zurück
    Zweimal Island und zurück

    in diesem ebook sind die beiden Bücher 'Seelen im Eis' und 'Geisterfjord' der isländischen Autorin Yrsa Sigurdardottir enthalten.

    Beide Geschichten überzeugen durch ihre atmosphärische Dichte und bringen den Leser in das raue Klima Islands. Wer jedoch auf große Schockmomente eines typischen Thrillers wartet kommt nicht ganz auf seine Kosten. Wem ein leichtes Schauern genügt, der wird mit den Geschichten um das alte Erziehungsheim und dem Haus am Fjord aber zufrieden sein und sich gut unterhalten fühlen.

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    Fornikas avatar
    Fornikavor einem Jahr
    Zwei Schauerromane in düsterer Atmosphäre

    In diesem Ebook findet man zwei Bücher der isländischen Autorin Sigurdardottir: „Seelen im Eis“ und „Geisterfjord“. In Ersterem geht es um die düstere Vergangenheit eines Erziehungsheimes für straffällig gewordene Jugendliche, im zweiten Buch um ein altes, schicksalbehaftetes Haus an einem einsamen Fjord. Beiden gemein ist die Tatsache, dass es sich zwar minimal gruseln lässt, der große Schocker aber ausbleibt. Die Autorin schafft eine gute Atmosphäre, fängt die Kälte und Rauigkeit Islands sehr gut ein. Man greift als Leser automatisch nach der warmen Kuscheldecke ; ) Wirklich zum Nägelkauen gruselig sind die Geschichten jedoch nicht, es gibt kleine „Horror“-elemente, die allerdings nicht wirklich zum Fürchten sind, sodass der altmodische Begriff „Schauerroman“ dem Ganzen wahrscheinlich noch am ehesten gerecht wird.

    Die Autorin entwirft recht ansprechende Charaktere, trifft jedoch nicht immer den Ton. Da kommt z.B. ein junges Mädchen durch seine Sprechweise viel zu erwachsen rüber usw. Diese kleinen Unstimmigkeiten stören nicht groß, fallen aber doch auf. Ebenso die nicht immer logischen Zusammenhänge. Trotzdem fühlte ich mich durch beide Romane ganz ordentlich unterhalten, denn die Autorin versteht es schon ihre Geschichten spannend zu erzählen. „Geisterfjord“ hat mir etwas besser gefallen, man kann aber durchaus beiden Geschichten mal eine Chance geben. (3,5 Sterne)

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    MikkaGs avatar
    MikkaGvor 2 Jahren
    Thriller? Jein.


    Auf dem Cover werden die Bücher als 'Island-Thriller' angekündigt, ich persönlich würde sie aber nicht diesem Genre zuordnen. Von einem Thriller (ohne Zusätze wie 'Mysterythriller') erwarte ich mir eine Geschichte, die nicht nur nervenzerfetzende Hochspannung erzeugt, sondern auch in unserer realen Welt so oder so ähnlich geschehen könnte, und das ist hier zumindest nicht vollständig gegeben.


    Womit ich keineswegs sagen möchte, dass die Bücher schlecht sind - nur, dass beim Leser falsche Erwartungen geweckt werden könnten, denn hier handelt es sich in meinen Augen vielmehr um einen atmosphärischen Schauerroman mit subtilem Horror ("Geisterfjord") und ein beklemmendes Drama ("Seelen im Eis"), jeweils mit nur wenigen typischen Thriller-Elementen.


    'Geisterfjord':


    Die Spannung ist eher eine unterschwellige, sie nährt sich aus Paranoia, Verzweiflung, Depression. Die Emotionen der Charaktere, die ihrer eigenen Wahrnehmung immer weniger vertrauen, werden immer düsterer, und ihre zunehmende Angst kann sehr ansteckend sein - wenn der Leser sich darauf einlässt, sie auf diesem Weg zu begleiten. Irgendwann hatte ich ständig das Gefühl, einen Blick über die Schulter werfen zu müssen, um sicher zu gehen, dass nichts Bedrohliches hinter mir steht...


    Das ist für mich klassischer Horror, der nichts damit zu tun hat, wie viele Liter Blut man aus einer Geschichte quetschen oder in wie viele Teile man eine Leiche zerstückeln kann! Und ja, manches war vielleicht ein wenig zu sehr aus dem Standard-Fundus des Horror-Genres entnommen, wie die eiskalten bleichen Finger, die sich um den Hals einer Protagonistin legen, das schaurige Heulen des Windes oder die ständig knarzenden Bodenbretter... Aber mir gefiel die Geschichte auch gerade deshalb, weil sie eigentlich an ein Lagerfeuer gehört, wo man sich wohlig gruseln kann!


    Das Ganze steht und fällt in meinen Augen damit, ob man für ein paar Stunden seine Skepsis an den Nagel hängen und nicht zu sehr auf Logik oder Schlüssigkeit beharren kann.


    Die Geschichte wird auf zwei Erzählebenen und Handlungsorte aufgeteilt, und man fragt sich als Leser die ganze Zeit, ob und wie das Ganze am Schluss zusammenlaufen wird. Natürlich werde ich das hier noch nicht verraten, aber komplett glücklich war ich mit der Auflösung nicht... Denn auch eine Geschichte mit paranormalen Elementen muss für mich in sich schlüssig und logisch aufgeklärt werden!


    Die Charaktere fand ich durchaus interessant und gut geschrieben, auch wenn der ein oder andere etwas unterkühlt daherkommt und sich dem Leser sozusagen emotional nicht öffnet.


    "Seelen im Eis":


    Die Geschichte ist unglaublich clever aufgebaut, so dass man als Leser erst im Rückblick vollends begreift, wie sich die ganzen Puzzleteilchen zu einem schlüssigen Bild zusammensetzen - und zumindest mir ging es so, dass ich mit der Auflösung überhaupt nicht gerechnet hätte, sie aber großartig fand.


    Die Spannung baut sich langsam auf und ist eher ein stetes Schwelen als ein flammendes Inferno. Ich wollte wissen, wie alles zusammenhängt: was damals in diesem Erziehungsheim, in dem zwei Jungen starben, passiert ist, ob Óðinns Ex-Frau ermordet wurde oder gesprungen ist... Aber vor allem fieberte ich mit den persönlichen Dramen der Protagonisten mit, und das hatte wenig mit Thrill zu tun, dafür aber viel mit Atmosphäre und stimmigen Charakteren.


    Zu Óðinn und Aldís baute ich schnell eine wesentlich engere Bindung auf als zu den Charakteren in "Geisterfjord".


    Beide Bücher:


    Obwohl mir der Schreibstil an sich sehr gut gefiel, hatte ich den Eindruck, dass die Übersetzung etwas holprig ist, wodurch Sätze gelegentlich sogar leicht merkwürdig klingen - da wird der Desktop eines Computer zum Beispiel mit "Schreibtisch" übersetzt. Aber die Autorin baut eine wunderbar dichte, oft gruselige Atmosphäre auf, die meines Erachtens auch in der Übersetzung immer noch wirken kann.


    Fazit:
    "Island-Thriller" steht drauf, aber was man bekommt, sind ein stimmungsvoller Schauerroman und ein packendes Drama. Die im Sammelband enthaltenen Romane "Geisterfjord" und "Seelen im Eis" sind sehr unterschiedlich, eins haben sie jedoch gemeinsam: Atmosphäre wird ganz groß geschrieben, die typischen Thriller-Elemente sucht man hingegen vergebens. 


    Nachdem ich mich erstmal von sämtlichen Erwartungen verabschiedet hatte, gefielen mir die Bücher dennoch sehr gut, wobei ich "Seelen im Eis" logischer und in sich schlüssiger fand als "Geisterfjord".

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    kitty4s avatar
    kitty4vor einem Jahr

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