Yrsa Sigurdardottir

 4.1 Sterne bei 2.012 Bewertungen
Autorin von Geisterfjord, DNA und weiteren Büchern.
Autorenbild von Yrsa Sigurdardottir (©Lilja Birgisdóttir)

Lebenslauf von Yrsa Sigurdardottir

Die Thrillerqueen vom Polarkreis: Vilborg Yrsa Sigurðardóttir wurde am 24. August 1963 in Island geboren. Die Autorin besuchte das Gymnasium und beendete es schließlich 1983 erfolgreich. Diesem Abschluss folgte ein Bauingenieursstudium, welches sie 1988 ebenfalls erfolgreich abgeschlissen hat. 2005 erschien ihr erster Kriminalroman in Deutschland unter dem Namen "Das letzte Ritual". Heute wohnt sie mit Mann und zwei Kindern bei Reykjavík und arbeitet als Ingenieurin.

Alle Bücher von Yrsa Sigurdardottir

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Buchformat:
Cover des Buches Geisterfjord (ISBN:9783596512683)

Geisterfjord

 (354)
Erschienen am 09.10.2012
Cover des Buches DNA (ISBN:9783442715756)

DNA

 (298)
Erschienen am 09.10.2017
Cover des Buches Das letzte Ritual (ISBN:9783442714407)

Das letzte Ritual

 (232)
Erschienen am 12.09.2016
Cover des Buches SOG (ISBN:9783442756643)

SOG

 (184)
Erschienen am 18.09.2017
Cover des Buches Das gefrorene Licht (ISBN:9783442714414)

Das gefrorene Licht

 (183)
Erschienen am 12.09.2016
Cover des Buches Seelen im Eis (ISBN:9783596195336)

Seelen im Eis

 (183)
Erschienen am 23.10.2013
Cover des Buches Todesschiff (ISBN:9783596194933)

Todesschiff

 (118)
Erschienen am 21.11.2012
Cover des Buches Das glühende Grab (ISBN:9783596181407)

Das glühende Grab

 (106)
Erschienen am 01.12.2008

Zu den Naturwundern Islands mit...

Yrsa Sigurðardóttir wurde von der Times zu einer der besten Kriminalautoren der Welt gewählt und ihre Bücher wurden in über 30 Länder verkauft. Das Schreibtalent ist tief in ihrer DNA verankert. Denn bei nur 320.000 Bürger und 400 Mitgliedern im isländischen Schriftstellerverband verfügt der Inselstaat am Polarkreis nicht nur über die größte Autoren-Dichte, sondern liefert auch mit acht gekauften Büchern pro Kopf und Jahr sowie 25 Verlagen und 32 Buchstaben europäische Spitzenwerte. "DNA", so heißt auch der Auftaktroman zu ihrer Krimiserie um die Psychologin Freyja und Kommissar Huldar von der Kripo Reykjavík. Neben dem Schreiben ist Yrsa Sigurðardóttir als leitende Ingenieurin für Islands größtes Bauwerk und Europas größtes Kraftwerkprojekt, den Kárahnjúkar-Damm, tätig. Wir durften mit der Autorin, die für ihren morbiden Sinn für Humor bekannt ist und Zahlen und Fakten der Feenwelt vorzieht über ihr größtes Laster, den isländischen Nobelpreisträger Halldór Laxness und ein Date mit Scarlett O'Hara sprechen...

Liebe Yrsa, vielen Dank für deine Zeit. Was ist für dich das schönste Feedback von Lesern?

Ich mag es sehr, Leser*innen bei meinen Lesungen und Signierstunden zu treffen. Es ist ein tolles Gefühl, wenn Menschen dir erzählen, dass sie deine Bücher mögen, egal ob persönlich, auf Blogs oder in Online-Rezensionen. Ich bin immer ziemlich traurig, negative Kommentare zu lesen, weil ich wie die meisten Autor*innen möchte, dass die Leser Freude an meinen Büchern haben. Aber auch das ist natürlich Teil meines Jobs. Ich muss akzeptieren, dass man es nicht immer allen recht machen kann.

Gibt es ein Genre außer Krimi, das dich als Autorin reizt?

Ich bin ein großer Fan von Horror-Literatur und werde ganz sicher noch einmal einen Horror-Roman im Stil von "Geisterfjord" schreiben. Falls ich einmal müde vom Krimi-Schreiben werde, schreibe ich vielleicht ein apokalyptisches Buch.

Wann kommen dir die besten Ideen?

Kurz vor dem Einschlafen. Ich bewahre aus diesem Grund ein kleines Notizbuch neben dem Bett auf, da ich mich sonst morgens nie an diese Ideen erinnere.

Welche Musik hörst du beim Schreiben?

Ich habe eine spezielle Playlist mit Liedern, die mir gefallen. Es ist eine Sammlung bestehend aus Liedern aus verschiedenen Perioden in meinem Leben, so dass die Auswahl nicht wirklich stilistisch konsistent ist. Manche klingen eher melancholisch, andere peppig, aber alle diese Songs sind wirklich gut - meiner Meinung nach.

Hast du ein Lieblingswort?

"Bergmál" - es bedeutet Echo und ist aus zwei Worten zusammengesetzt: "berg", was auch auf Isländisch Berg bedeutet und "mál", was Sprache bedeutet. Folglich bedeutet Echo auf Isländisch: Sprache der Berge.

Welchen anderen Job würdest du gerne für einen Tag ausüben?

Ich wäre gerne Polizistin für einen Tag. Vorzugsweise an dem einen Tag im Jahr, an dem es in Island einen Mord gibt.

Wie prokrastinierst du am liebsten?

Ich spiele "Kakuro" und "Bubbles" und browse im Internet nach Schuhen.

Was ist deine Nervennahrung beim Schreiben?

Ich mag Instant-Ramen-Nudeln und Eier. Nicht besonders aufregend. Und ich trinke zwei Liter Pepsi Max am Tag.

Kannst du uns eine gute Fernsehserie empfehlen?

Die isländische Serie "Ófærð" (Trapped - Gefangen in Island) kann ich nur empfehlen. Sie ist wirklich super.

Welches Buch verschenkst du gerne?

Einen Gedichtband mit dem Titel "Stúlka" (Mädchen), der eine Sammlung von Gedichten weiblicher isländischer Poetinnen aus verschiedenen Epochen enthält.

Wohin sollten wir unbedingt einmal reisen und welches Buch sollte uns begleiten?

Wirklich jeder sollte mindestens einmal Island sehen. Das Buch "Sjálfstætt Fólk" (Sein eigener Herr) unseres Literaturnobelpreisträgers Halldór Laxness eignet sich perfekt zum Lesen, während man hier ist.

Was ist dein Seelentier?

Der Polarfuchs

Gibt es etwas, das du gerne lernen würdest?

Ich würde liebend gerne Vertragsrecht studieren.

Hast du eine Schwäche oder heimliche Leidenschaft?

Mein großes Laster ist das Rauchen.

Zu guter Letzt: Welche Buchfigur würdest du gerne treffen und was würdet ihr unternehmen?

Ich würde gerne Scarlett O'Hara aus "Vom Winde verweht" treffen. Ich würde mit ihr shoppen gehen.

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Yrsa Sigurdardottir

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Rezension zu "DNA" von Yrsa Sigurdardottir

gelungener Reihenauftakt
Aorghievor 11 Tagen

In Reykjavik wird eine junge Familienmutter auf bizarre Weise zu Tode gefoltert. Die einzige Zeugin ist die siebenjährige Tochter Margret. Sie hat die Tat unter dem Bett versteckt miterlebt.

Der Fall geht an den jungen Kommissar Huldar, seine älteren Kollegen habe sich mit unlauteren Arbeitsmethoden ins Out geschossen. Es ist Huldars erster Fall als leitender Ermittler. Dementsprechend überfordert ist er. Zum Glück gibt es Nikotinkaugummis.

Die Tochter des Opfers und einzige Zeugin ist schwer traumatisiert und Huldar wendet sich an das, auf schwierige Fälle spezialisierte, Kinderhaus. Psychologin Freyja soll mit dem Mädchen über die Tatnacht sprechen.

Zu Huldars großem Unglück ist er Freyja schon einmal begegnet. Die beiden hatten einen One Night Stand. Allerdings hat er sich als Tischler Jonas ausgegeben und hat ihre Wohnung nach dem Beischlaf heimlich verlassen. Entsprechend kühl begegnet Freyja dem Kommissar. Es ist zu hoffen, dass die privaten Verwicklungen der Beiden nicht die Ermittlungen behindern.  Auch bei der Befragung der kleinen Margret kommen sie nicht wirklich weiter.

Und die kryptischen Zahlencodes die der Täter am Tatort hinterlassen hat kann die Polizei, trotz Hilfe von Interpol nicht entziffern. 

Man kann sagen die Polizei tappt im Dunkeln, da gibt es auch schon ein weiteres Opfer.

Eine pensionierte Lehrerin. Wie beim ersten Mord hinterlässt der Täter Zahlencodes am Tatort. 

Nebenbei verfolgen wir die Geschickte des selbstmitleidigen Losers Karl mit seinen  nichtsnutzigen Freunden. Die Hobbyfunker sind auf einen mysteriösen Sender gestoßen der Zahlencodes durchgibt. Unter anderem Karls ID Nummer. Und die ID Nummern der beiden Mordopfer…

Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt flüssig. Obwohl der Thriller anfangs eher langsam erzählt wird ist er immer spannend und überrascht mit einem unerwarteten Ende. 

Sowohl Freyja als auch Huldar sind nachvollziehbar und sympathisch. Letzterer obwohl er ein ziemlicher Hallodri ist. 

Auch der in Selbstmitleid zerfließende Karl ist bei genauer Betrachtung gar kein so schlecht Kerl. 

Alles in allem ein gelungener und empfehlenswerter Thriller. 

Ich werde auch die anderen Bücher der Reihe lesen. 

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Rezension zu "SOG" von Yrsa Sigurdardottir

Fesseln bis zur letzten Seite
AmaraSummervor 11 Tagen

Meine Meinung

„SOG“ ist der zweite Fall für Kommissar Huldar und Psychologin Freyja. Nachdem Huldar seinen ersten Fall als Chef vergeigt hat, wurde er von seinen Vorgesetzten ans Ende der Hackordnung degradiert und muss sich nun mit Fällen rumärgern, denen sonst niemand nachgehen will. So bekommt er einen möglicherweise besorgniserregenden Aufsatz aus einer Zeitkapsel auf den Tisch, indem ein unbekannter Schüler droht Menschen zu ermorden. Die Polizei nimmt diesen Aufsatz zunächst alles andere als ernst und so bleibt er an Huldar hängen. Bis plötzlich die ersten Leichen auftauchen.

Nach aktuellem Stand (2019) besteht die Reihe mittlerweile aus fünf Bänden, von denen bisher drei ins Deutsche übersetzt wurden. Ich habe die Reihe mit dem dritten Band begonnen und weil mir dieser gut gefallen hat, wollte ich auch die beiden Vorgängerbände lesen. Nach dem ich vom ersten Band ein bisschen enttäuscht war, hatte ich Hoffnung, dass mir der zweite Band mehr zusagt und dies ist glücklicherweise auch eingetreten. Kurz gesagt ich fand ihn genial!

Dank der Tatsache, dass ich die Reihe mit dem dritten Band begonnen hatte, hatte ich natürlich Vorwissen, dass mich theoretisch gespoilert hat. Praktisch hat mich das weder gestört noch hat es der enormen Spannung einen Abbruch getan. Mir hat es sogar das Lesen in gewisser Weise erleichtert, denn ich konnte mich dank meinem Vorwissen bezüglich der Personenentwicklung der Protagonisten voll und ganz auf den Kriminalfall konzentrieren und so konnte ich das Buch umso mehr genießen.

Ein Störfaktor, der meinen Genuss bisweilen geschmälert hat, ist die Atmosphäre innerhalb der Polizei. Zwischen Huldar und seinen Kollegen herrscht, die meiste Zeit ein wirklich miese Arbeitsklima und das hat, mich irgendwann nur noch genervt. [SPOILER! - Leider entwickelt sich dieser Zustand im dritten Band kein Stück weiter.] Von daher hoffe ich sehr, dass sich die Charaktere in den beiden folge Bänden (Band 4 & 5) zu einem besseren weiterentwickeln werden.

Was das Verhalten von Huldar und Freyja angeht, so fand ich es im ersten Band noch halbwegs ertragbar. Zum Ende der Geschichte hatte ich also ernsthaft die Hoffnung, dass sich dieser Zustand im zweiten Band dahingehend entwickeln könnte, dass sie mir irgendwann sympathisch werden. Leider war dies aber überhaupt nicht der Fall. Viel mehr ist das Gegenteil eingetreten, denn spätestens nach dem ersten Drittel gingen mir die beiden gehörig auf die Nerven und ihr absolut nicht nachvollziehbares Verhalten war extrem anstrengend. Die Hoffnung das ich mit den beiden irgendwann noch mal warm werde habe ich mittlerweile aufgegeben.

Im ersten Band hatte ich mit dem Kriminalfall leider so meine Schwierigkeiten. Daher hatte ich mir vorgenommen den zweiten Band komplett ohne Erwartungen zu lesen und das war eine sehr gute Entscheidung. Zwar tappt die Polizei mal wieder relativ lange im Dunkeln gegen Ende des Buches kommt aber ordentlich Action auf und so konnte ich das Buch keine Sekunde mehr aus der Hand legen. Ebenfalls gleich geblieben sind die etlichen Einzel Fälle, die zum Schluss ein stimmiges Gesamtbild ergeben. Ja mir geisterten im Verlaufe der Handlung ein Menge Fragen durch den Kopf am Ende wurden diese aber glücklicherweise alle beantwortet.

Fazit

Mit „SOG“ ist der Autorin eine grandiose und spannungsgeladene Fortsetzung gelungen, die ich keine Sekunde aus der Hand legen konnte. Wie bereits im ersten Band ist der Kriminalfall alles andere als harmlos und wer ein Problem mit besonders heimtückischen und brutalen Mordmethoden hat, der sollte von dieser Reihe wohl besser die Finger lassen. Für alle anderen gilt lesen, denn wer dieses Buch angefangen hat, den lässt es nicht mehr los. Definitiv eine klare Leseempfehlung!

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Rezension zu "SOG" von Yrsa Sigurdardottir

SOG es geht weiter
jackdeckvor 14 Tagen

Mehrere bestialische Morde erschüttern die Ermittler in Reykjavík. Zudem scheint es, als hätte ein Schüler diese Morde bereits vor mehr als zehn Jahren geplant und die Initialen der zukünftigen Opfer in einem Aufsatz erwähnt, der bei einem Schulprojekt in eine Zeitkapsel gesteckt wurde und jetzt wieder aufgetaucht ist. Außerdem fragen sich Huldar und Freyja, ob der vor 12 Jahren durchgeführte Mord an einem 8-jährigen Mädchen etwas mit den Taten zu tun haben kann, denn just wurde ihr Vergewaltiger und Mörder nach 2/3 der Haftstrafe wegen guter Führung entlassen.

Eine exquisite und absolut spannende Geschichte, die man so gar nicht glauben möchte. Gibt es solche Menschen wirklich? Man möchte sich gedankliche in die einzelnen Personen hinein versetzen, aber das ging nicht immer gut. Recht und Gesetz - hier in der Geschichte nur sehr verschwommen wahrzunehmen. Diese Geschichte besirzt zwei Handlungsstränge, welche später zusammen fließen. Ich konnte ihnen von Anfang an folgen. Fast bis zum Ende hatte ich einen anderen Täter vor Augen und wurde dadurch etwas überrascht das die Geschichte so zu Ende geht. Es passt zum Inhalt der Geschichte.
Sämtliche Tatorte wurden plastisch und anschaulich dargestellt, manches sprachlich angedeutet, sodass ich meine Fantasie spielen lassen konnte.

Ich freue mich auf einen weiteren Fall mit diesen Protagonisten.

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Gespräche aus der Community

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1 Beiträge
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Letzter Beitrag von  LovelyBooks-Uservor 2 Jahren
Grönland ist natürlich gemeunt
Zum Thema



In 10 Challenges haben sich dieses Jahr mehr als 700 Teilnehmer unseren herausfordernden Aufgaben gestellt! Wie jedes Jahr haben wir vom LovelyBooks-Team am Ende des Jahres nun die Aufgabe den Gewinner auszulosen, der nicht nur an einer oder mehreren Challenges sein Durchhaltevermögen erprobt hat, sondern der mit einer Portion Glück aus unserem reichlich gefüllten Loskorb gefischt wurde!
Es hat uns viel Spaß gemacht, euch durch die Challenges zu begleiten und zu sehen, wie kreativ und einfallsreich ihr unsere Aufgaben gelöst habt! Danke für eure große Teilnahme und euer großartiges Engagement für die Lesechallenges aus 2013!


GLÜCKWUNSCH, LESEFIEBER!

43 Beiträge
Letzter Beitrag von  Lesefiebervor 5 Jahren
Ja, versuche es gerade...! 😉
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Yrsa Sigurdardottir wurde am 23. August 1963 in Reykjavík (Island) geboren.

Community-Statistik

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auf 262 Wunschlisten

von 33 Lesern aktuell gelesen

von 31 Lesern gefolgt

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