Yrsa Sigurdardottir

 4.1 Sterne bei 1.918 Bewertungen
Autorin von Geisterfjord, DNA und weiteren Büchern.
Yrsa Sigurdardottir

Lebenslauf von Yrsa Sigurdardottir

Vilborg Yrsa Sigurðardóttir wurde am 24. August 1963 in Island geboren. Die Autorin besuchte das Gymnasium und beendete es schließlich 1983 erfolgreich. Diesem Abschluss folgte ein Bauingenieursstudium, welches sie 1988 ebenfalls erfolgreich abgeschlissen hat. 2005 erschien ihr erster Kriminalroman in Deutschland unter dem Namen "Das letzte Ritual". Heute wohnt sie mit Mann und zwei Kindern bei Reykjavík und arbeitet als Ingenieurin.

Alle Bücher von Yrsa Sigurdardottir

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Geisterfjord

Geisterfjord

 (345)
Erschienen am 09.10.2012
DNA

DNA

 (282)
Erschienen am 09.10.2017
Das letzte Ritual

Das letzte Ritual

 (223)
Erschienen am 12.09.2016
SOG

SOG

 (162)
Erschienen am 18.09.2017
Das gefrorene Licht

Das gefrorene Licht

 (178)
Erschienen am 12.09.2016
Seelen im Eis

Seelen im Eis

 (178)
Erschienen am 23.10.2013
Todesschiff

Todesschiff

 (113)
Erschienen am 21.11.2012
Das glühende Grab

Das glühende Grab

 (103)
Erschienen am 01.12.2008

Zu den Naturwundern Islands mit...

Yrsa Sigurðardóttir wurde von der Times zu einer der besten Kriminalautoren der Welt gewählt und ihre Bücher wurden in über 30 Länder verkauft. Das Schreibtalent ist tief in ihrer DNA verankert. Denn bei nur 320.000 Bürger und 400 Mitgliedern im isländischen Schriftstellerverband verfügt der Inselstaat am Polarkreis nicht nur über die größte Autoren-Dichte, sondern liefert auch mit acht gekauften Büchern pro Kopf und Jahr sowie 25 Verlagen und 32 Buchstaben europäische Spitzenwerte. "DNA", so heißt auch der Auftaktroman zu ihrer Krimiserie um die Psychologin Freyja und Kommissar Huldar von der Kripo Reykjavík. Neben dem Schreiben ist Yrsa Sigurðardóttir als leitende Ingenieurin für Islands größtes Bauwerk und Europas größtes Kraftwerkprojekt, den Kárahnjúkar-Damm, tätig. Wir durften mit der Autorin, die für ihren morbiden Sinn für Humor bekannt ist und Zahlen und Fakten der Feenwelt vorzieht über ihr größtes Laster, den isländischen Nobelpreisträger Halldór Laxness und ein Date mit Scarlett O'Hara sprechen...

Liebe Yrsa, vielen Dank für deine Zeit. Was ist für dich das schönste Feedback von Lesern?

Ich mag es sehr, Leser*innen bei meinen Lesungen und Signierstunden zu treffen. Es ist ein tolles Gefühl, wenn Menschen dir erzählen, dass sie deine Bücher mögen, egal ob persönlich, auf Blogs oder in Online-Rezensionen. Ich bin immer ziemlich traurig, negative Kommentare zu lesen, weil ich wie die meisten Autor*innen möchte, dass die Leser Freude an meinen Büchern haben. Aber auch das ist natürlich Teil meines Jobs. Ich muss akzeptieren, dass man es nicht immer allen recht machen kann.

Gibt es ein Genre außer Krimi, das dich als Autorin reizt?

Ich bin ein großer Fan von Horror-Literatur und werde ganz sicher noch einmal einen Horror-Roman im Stil von "Geisterfjord" schreiben. Falls ich einmal müde vom Krimi-Schreiben werde, schreibe ich vielleicht ein apokalyptisches Buch.

Wann kommen dir die besten Ideen?

Kurz vor dem Einschlafen. Ich bewahre aus diesem Grund ein kleines Notizbuch neben dem Bett auf, da ich mich sonst morgens nie an diese Ideen erinnere.

Welche Musik hörst du beim Schreiben?

Ich habe eine spezielle Playlist mit Liedern, die mir gefallen. Es ist eine Sammlung bestehend aus Liedern aus verschiedenen Perioden in meinem Leben, so dass die Auswahl nicht wirklich stilistisch konsistent ist. Manche klingen eher melancholisch, andere peppig, aber alle diese Songs sind wirklich gut - meiner Meinung nach.

Hast du ein Lieblingswort?

"Bergmál" - es bedeutet Echo und ist aus zwei Worten zusammengesetzt: "berg", was auch auf Isländisch Berg bedeutet und "mál", was Sprache bedeutet. Folglich bedeutet Echo auf Isländisch: Sprache der Berge.

Welchen anderen Job würdest du gerne für einen Tag ausüben?

Ich wäre gerne Polizistin für einen Tag. Vorzugsweise an dem einen Tag im Jahr, an dem es in Island einen Mord gibt.

Wie prokrastinierst du am liebsten?

Ich spiele "Kakuro" und "Bubbles" und browse im Internet nach Schuhen.

Was ist deine Nervennahrung beim Schreiben?

Ich mag Instant-Ramen-Nudeln und Eier. Nicht besonders aufregend. Und ich trinke zwei Liter Pepsi Max am Tag.

Kannst du uns eine gute Fernsehserie empfehlen?

Die isländische Serie "Ófærð" (Trapped - Gefangen in Island) kann ich nur empfehlen. Sie ist wirklich super.

Welches Buch verschenkst du gerne?

Einen Gedichtband mit dem Titel "Stúlka" (Mädchen), der eine Sammlung von Gedichten weiblicher isländischer Poetinnen aus verschiedenen Epochen enthält.

Wohin sollten wir unbedingt einmal reisen und welches Buch sollte uns begleiten?

Wirklich jeder sollte mindestens einmal Island sehen. Das Buch "Sjálfstætt Fólk" (Sein eigener Herr) unseres Literaturnobelpreisträgers Halldór Laxness eignet sich perfekt zum Lesen, während man hier ist.

Was ist dein Seelentier?

Der Polarfuchs

Gibt es etwas, das du gerne lernen würdest?

Ich würde liebend gerne Vertragsrecht studieren.

Hast du eine Schwäche oder heimliche Leidenschaft?

Mein großes Laster ist das Rauchen.

Zu guter Letzt: Welche Buchfigur würdest du gerne treffen und was würdet ihr unternehmen?

Ich würde gerne Scarlett O'Hara aus "Vom Winde verweht" treffen. Ich würde mit ihr shoppen gehen.

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Yrsa Sigurdardottir

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Rezension zu "Nebelmord" von Yrsa Sigurdardottir

Gruselige Spannung aus Island
Alaisvor 14 Stunden

Eine Familie kommt nach einem Urlaub mit Haustausch nach Hause und muss feststellen, dass dort irgendetwas ganz und gar nicht stimmt … Eine Polizistin, deren Mann nach einem Selbstmordversuch in einem hoffnungslosen Zustand im Krankenhaus liegt, begibt sich auf Spurensuche … Eine Hubschrauberbesatzung, die vier Menschen, die auf einer winzigen Felseninsel im Meer Wartungsarbeiten durchführen und Fotos aufnehmen sollten, wieder abholen soll, erwartet ein Bild des Grauens …
Bei diesem Buch muss man ein wenig aufpassen: Die Autorin springt nicht nur zwischen verschiedenen Handlungssträngen hin und her, sondern auch in der Zeit. Dennoch hat mich dieser Roman sehr schnell voll und ganz in seinen Bann gezogen. Immer wieder tragen in ihm unheimliche Momente zum weiteren Spannungsaufbau bei. Besonders am Anfang hatte ich dadurch manchmal sogar fast den Eindruck einer Gruselgeschichte – für mich ein sehr willkommener Gruselfaktor, der diesem Thriller etwas Außergewöhnliches verleiht. Übernatürliches ist in dieser Geschichte jedoch nicht im Spiel – das unheimlichste Wesen auf der Erde ist und bleibt wohl doch der Mensch …
Die Romanfiguren und Orte werden sehr lebendig geschildert, sodass sich alles gut vorstellen lässt. Was ich jedoch immer wieder schade finde, ist, wenn wie hier Katzen in Krimis auch von den sie angeblich liebenden Menschen so schlecht behandelt werden – dass der Kater der Haustauschfamilie mit nur einer Katzentoilette auskommen muss (normalerweise lautet die Formel: Anzahl der Katzentoiletten = Anzahl der Katzen + 1) geht ja gerade noch, aber der arme Kerl muss auch noch ein Glöckchen tragen. Dabei sind Katzen extrem geräuschempfindlich - und das Jagen von Vögeln ist wohl kaum moralisch verwerflicher als das Essen von in Massentierhaltung gequälten Tieren durch Menschen. Leider ist es aber auch durchaus realistisch, dass selbst eine intelligente Familie wie die des Katers es nicht für nötig hält, sich näher mit den Bedürfnissen einer Katze zu beschäftigen ...
Aber zurück zu der eigentlichen Erzählung: Ich fand sie unglaublich spannend, konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen und habe mich so gegruselt, dass ich abends dann sogar ein wenig Angst hatte, allein durch die halbdunkle Wohnung zu gehen ...

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Rezension zu "DNA" von Yrsa Sigurdardottir

Spannend
ManuelaBevor 24 Tagen

Mit ihrem Buch DNA hat die Autorin Yrsa Sigurdardóttir einen spannenden Thriller geschrieben der mich bereits nach wenigen Seiten in den Bann gezogen hat. Zwei Frauen werden brutal ermordet und der junge Kommissar Huldar bekommt überraschend diese Fälle um den Mörder zu finden.

Die Charaktere werden sorgfältig und mit Tiefe dargestellt und die Gedankengänge von Huldar tragen zur weiteren Information des Lesers bei. Bis zum Schluss war mir der wahre Täter unbekannt und die Tatmotive sind überraschend. Die Spannungsbögen sind durchgehend gut gesetzt und halten den Leser bei der Geschichte. Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar. Ein Thriller bei dem ich unbedingt wissen wollte wie es mit der Eingangssequenz zusammen hängt.

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Rezension zu "Seelen im Eis" von Yrsa Sigurdardottir

Hm ...
Amilynvor einem Monat

Nach dem Tod seiner Exfrau muss sich Wochenendpapa Odinn einen neuen Job suchen, um seine Tochter allein großziehen zu können. Er wird mit den Untersuchungen eines Jugendheims betraut, in dem in den Siebzigerjahren zwei Jungen ums Leben kamen.


Geisterfjord von Yrsa Sigudardóttir war vor ein paar Jahren ein Buch, das mir beim Lesen praktisch die Schuhe ausgezogen hat vor Spannung und auch vor Angst. Nicht weniger habe ich mir von Seelen im Eis versprochen, doch Seelen im Eis war für mich in keinster Weise gruselig. Nicht einmal spannend.

Obwohl Klappentext, beigelegtes Lesezeichen und die Autorin selbst sich redlich bemühen, dem Roman eine unheimliche oder zumindest eine mysteriöse Note zu geben, gelingt es einfach nicht. Diese Aspekte, die Sigudardóttir immer wieder einstreut - sei es durch wehende Vorhänge, aus dem Keller tönendes Kinderlachen, nächtliche Beobachtungen oder Andeutungen über den Tod -, sind meiner Meinung nach vollkommen unnötig und dazu auch noch misslungen. 

Die Geschichte spielt zum einen in der heutigen Zeit, in der Odinn die Umstände in einem Jugendheim für straffällig gewordene minderjährige Jungen klären muss, damit entschieden werden kann, ob den Bewohnern im Nachhinein Schadenersatz zusteht. Zum anderen erleben wir auch die Geschichte im Winter 1974 in diesem Heim, in dem zwei der Jugendlichen ums Leben gekommen sind, erzählt aus der Sicht der Putzfrau Aldís. 

Bis zu dem Zeitpunkt, an dem sich die Zusammenhänge zwischen Vergangenheit und Gegenwart verknüpfen, plätschern beide Geschichten gemächlich vor sich hin, immer wieder durch bemühte Gruseleffekte gespickt, die mich nicht in die entsprechende Stimmung versetzen konnten. Zudem wirkten sowohl der erwachsene Odinn als auch die ca. 18jährige Aldís unsagbar naiv, bis hin zu regelrecht dumm auf mich. Mit beiden konnte ich so gut wie gar nichts anfangen.

Wäre ich nicht auf Spotify auf das Hörbuch (ordentlich vorgelesen von Daniel Drewes) gestoßen, hätte ich es wohl nicht zu Ende geschafft.

Irgendwann ab der Hälfte schafft es die Autorin dann auch, die Kapitelenden wenn nicht spannend aber zumindest interessant zu gestalten, so dass man immerhin im Kern daran denkt, es weiterlesen (bzw. -hören) zu wollen. Zwar entwickelt sich nichts bei den Hauptfiguren, doch die unnötigen übernatürlich anmutenden Gruselelemente legen sich, es wird mehr mit der eigentlich schon genügend unheimlichen isländischen Winteratmosphäre gespielt, und die Zusammenhänge lichten sich so langsam.

Aber obwohl die Zusammenhänge auch zusammengepasst haben, wollten sie in meinen Augen kein rechtes Bild ergeben. Es war wie zwei Puzzleteile, die zwar ineinander passen, aber nur mit Mühe. Die Auflösung empfand ich schließlich als relativ unbefriedigend und mit der Erkenntnis, dass die Hälfte von dem, was im Buch alles stattgefunden hat, nicht hätte vorkommen müssen.

Fazit: Ich hatte natürlich komplett andere Erwartungen an das Buch, doch ich kann normalerweise auch gut damit umgehen, wenn das Ergebnis in eine ganz andere Richtung geht. Wenn es denn spannend ist oder wenigstens gut gemacht. Das ist hier nicht der Fall. Zudem konnte ich zu den Figuren keinerlei Sympathie oder auch nur Verständnis empfinden. Alles in allem ist es leider ein Buch dieser sonst wirklich empfehlenswerten Autorin, das ich nicht empfehlen kann und bekommt von mir 2**.

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Gespräche aus der Community

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Letzter Beitrag von  LovelyBooks-Uservor einem Jahr
Grönland ist natürlich gemeunt
Zum Thema



In 10 Challenges haben sich dieses Jahr mehr als 700 Teilnehmer unseren herausfordernden Aufgaben gestellt! Wie jedes Jahr haben wir vom LovelyBooks-Team am Ende des Jahres nun die Aufgabe den Gewinner auszulosen, der nicht nur an einer oder mehreren Challenges sein Durchhaltevermögen erprobt hat, sondern der mit einer Portion Glück aus unserem reichlich gefüllten Loskorb gefischt wurde!
Es hat uns viel Spaß gemacht, euch durch die Challenges zu begleiten und zu sehen, wie kreativ und einfallsreich ihr unsere Aufgaben gelöst habt! Danke für eure große Teilnahme und euer großartiges Engagement für die Lesechallenges aus 2013!


GLÜCKWUNSCH, LESEFIEBER!

Letzter Beitrag von  Lesefiebervor 4 Jahren
Ja, versuche es gerade...! 😉
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Yrsa Sigurdardottir wurde am 23. August 1963 in Reykjavík (Island) geboren.

Community-Statistik

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von 30 Lesern aktuell gelesen

von 27 Lesern gefolgt

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