Yrsa Sigurdardottir DNA

(193)

Lovelybooks Bewertung

  • 177 Bibliotheken
  • 13 Follower
  • 5 Leser
  • 117 Rezensionen
(97)
(69)
(19)
(6)
(2)

Inhaltsangabe zu „DNA“ von Yrsa Sigurdardottir

Er schlägt erbarmungslos zu. Wie aus dem Nichts. Zuerst trifft es eine junge Familienmutter nachts in ihrer Wohnung in Reykjavik. Einzige Zeugin ist ihre siebenjährige Tochter, die wider Erwarten den Angriff übersteht. Als wenig später eine zweite Frau unter ähnlich brutalen Vorzeichen ihr Leben verliert, steht die Polizei vor einem Rätsel. Kommissar Huldar, der die Ermittlungen leitet und sich erstmals in einem so wichtigen Fall beweisen muss, hat darüber hinaus ein weiteres Problem. Er ist gezwungen, mit der Psychologin Freyja zusammenzuarbeiten, mit der er vor kurzem nach einer Kneipentour unter falschen Angaben die Nacht verbracht hat. Währenddessen beschließt ein junger Amateurfunker, auf eigene Faust zu ermitteln, nachdem ihn kryptische Botschaften zu den beiden Opfern erreichen. Dass er sich damit selbst in Gefahr bringt, kann er nicht wissen.

Sehr spannend und fesselnd. Konnte mich auf jeden Fall überzeugen!

— Buecherseele79

Unheimlich aber gut geschrieben.

— dicketilla

Dunkel, böse, überraschend!

— Mlle-Facette

Wieklich sehr spannend, ich konnte es heute kaum aus der Hand legen - den Schluss fand ich überraschend, ein "uups - der war's dann wohl"..

— Sonnenschein12

Startet ruhig, begeistert mit Charakterstudien und überzeugt insgesamt

— Laberladen

Yrsa Sigurdardottir schreibt wunderbar ... 👍👍👍

— mona77

Nette Geschichte, etwas abstrakt und die Polizeiarbeit ist in Frage zu stellen

— X-tine

Stöbern in Krimi & Thriller

Durst

Großartiger Krimi als Fortsetzung einer großartigen Krimi-Reihe

soetom

Im Traum kannst du nicht lügen

"Spannend und mitziehend bis zum Schluss"

classique

Niemals

Band 2 der spannenden Thriller-Trilogie um eine ungewöhnliche Heldin.

Baerbel82

Geheimnis in Rot

Sehr guter Krimi in klassischen britischen Stil der 30er, wer Sherlock Holmes und Hercule Poirot mag wird Colonel Halstock ebenfalls lieben!

MangoEisHH

Dafür musst du sterben

Auch der 5. Teil kommt nicht mehr an die ersten 3 Bände heran. Leider erst ab der Mitte spannend und für mich teilweise verwirrend.

Buchwurm05

Crimson Lake

Nach der Eden-Trilogie ist "Crimson Lake" der Auftakt zu einer neuen Reihe, die hoffentlich schnell weitergeht!

RubyKairo

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Vernarbte Seelen

    DNA

    dicketilla

    20. October 2017 um 10:38

    Sie sind 1, 3 und 4 Jahre, Geschwister die verwahrlost aufgefunden wurden. Eigentlich wollte man sie gemeinsam in eine Familie vermitteln, nachdem, was sie erlebt hatten, aber meist wollten sie nur das Mädchen. Der Dreijährige zeigte  seiner kleine Schwester gegenüber eine auffällige Fürsorge, seinem älterer Bruder umgab nur Gleichgültigkeit. Sie wurden getrennt vermittelt.So beginnt der Prolog.Jahre später.Elisa wird von ihrer Tochter Margret geweckt, die einen Mann im Haus gesehen hat. Sie glaubt ihrer Tochter nicht, da diese oft in ihrer Fantasiewelt lebt.Doch das Grauen holt sie auf bestialische Weise ein.Später werden ihre Söhne verstört auf der Straße von der Nachbarin aufgefunden.Kommissar Huldar und sein Mitarbeiter Rikharour finden die Frau misshandelt vor. Unvorstellbar, was sich der Täter für ein perfides Werkzeug gewählt hatte.Margret wird unter dem Bett entdeckt, wird zu einer wichtigen Zeugin, die den Mörder anscheinend gesehen hatte, alles miterlebte.Freyja, Leiterin des Kinderhauses, eine Einrichtung des Jugendamtes, soll das Mädchen befragen.Als sich Huldar und Freyja begegnen, erkennen sie in ihm den Mann wieder, mit dem sie einst eine Nacht verbrachte, sich mehr davon erhofft hatte, er aber am Morgen verschwand. So gestaltet sich die Zusammenarbeit etwas frostig.Und da gibt es noch Karl, der einst adoptiert wurde. Einzelgänger, Funkamateur, der davon träumt einmal eine Geheimsprache zu entschlüsseln. Seine Mutter war gerade verstorben, und sein Bruder Arnar interessierte sich nicht für ihn. Plötzlich entdeckt er einen Zahlensender, der sein Leben beeinflusst, zur eigenen Gefahr wird.Bald geschehen weitere Morde, nach einem bestialischen Muster.Yrsa Sigurdardottir ist eine Meisterin des packenden Thrillers. Schon nach der Schilderung des ersten Mordes, dachte ich, was erwartete mich als Leser wohl noch. Sie gestaltet eine psychologische Mischung, die die Gefühlswelt des Lesers auf eine Achterbahnfahrt bringt, aber auch für kleine Pausen sorgt, man wieder zu Atem findet.Die Charaktere sind dargestellt, dass man schnell in deren Gedankenwelt eintaucht. Sie schreibt nicht reisserisch, sondern gibt Stück für Stück die grausigen Details preis.Schickt den Leser auf eine falsche Spur, um ihm am Ende überrascht, entsetzt, fast schon sprachlos macht. Meisterhaft!Sie wurde mit dem isländischen Krimipreis ausgezeichnet, und zurecht.

    Mehr
  • Konnte mich komplett überzeugen!

    DNA

    Buecherseele79

    19. October 2017 um 12:59

    Eine Frau wird brutal ermordet in ihrem Zuhause aufgefunden und die einzige Zeugin ist die kleine Tochter die sich während des Verbrechens unter dem Bett versteckt hatte.Doch noch sehr verwirrt und verängstigt ist sie kaum zu einer Aussage bereit.Kommissar Haldur wird nicht zum ersten Mal als leitender Ermittler eingeteilt er muss auch mit der Psychologin Freyja zusammenarbeiten...sie hatten mal eine Nacht zusammen verbracht inder Haldur Freyja erzählte er wäre Schreiner...so ist ihr erstes Zusammentreffen beruflich eher unterkühlt.Auf der anderen Seite bekommt der junge Amateurfunker Karl kryptische Botschaften die sein Interesse anregen und er will alles tun um herauszufinden was diese Botschaften zu bedeuten haben... und somit bekommt Karl nicht mit in welche Gefahr er sich selbst begibt.Denn der Mörder hat noch lange nicht genug und will jeden Schuldigen auf seinem Rachefeldzug zerstören...Ein Buch welches mich wirklich komplett überzeugen konnte und den Titel Thriller nicht umsonst trägt.Der Schreibstil war von Beginn an flüssig, leicht verständlich und konnte mich recht schnell packen.Die Protagonisten hat die Autorin sehr facettenreich und toll herausgearbeitet, gerade Haldur und Freyja gefallen mir als Ermittlerteam sehr gut, auch wenn die Lüge von Haldur die Zusammenarbeit sehr erschwert.Es war eine angenehme "Ablenkung" wenn die zwei ihre Probleme miteinander  hatten, es wirkte aber nie übertrieben oder erzwungen.Die Taten sind hier sehr brutal und grausam beschrieben, ab und dann musste ich das Buch kurz zur Seite legen(und das will was heissen!) weil der Täter sich dieser Einfachheit der Dinge angenommen hatte und somit ein Gänsehautgefühl erzeugt wurde.Alle Hoffnung liegen auf der Aussage des Mädchens welches hier sehr überzeugend dargestellt wird und mit der ein oder anderen kurzen Aussage auch für Verwirrung, neue Ansätze und dunkle Geheimnisse sorgte die Haldur aufspüren musste.Das Ende an sich hat mich komplett von den Socken gehauen, es war absolut unerwartet, ich hatte den Täter nie auf dem Schirm und musste bis zum Ende hin raten wer der Täter und vor allem was sein Motiv sein könnte.Das Ende hat auch keinerlei Fragen offengelassen, alles wurde schlüssig und lückenlos aufgeklärt und erläutert und somit ist dies ein Thriller der mich wirklich erstmal sprachlos in seiner Genialität zurückgelassen hat.Ich spreche für diesen Thriller und diese Autorin eine klare Leseempfehlung aus!

    Mehr
  • ungemein spannend

    DNA

    mistellor

    26. September 2017 um 16:08

    Der Roman "DNA" von Yrsa Sigurdardottir ist ein ungemein spannendes Buch, welches sowohl Thrillerelemente als auch Krimielemente enthält.Es ist der erste Roman, den ich von Yrsa Sigurdardottir gelesen habe und ich bin begeistert.Der kompromissloser Schreibstil ist ein bisschen ungewöhnlich, aber sehr gut zum Lesen. Ihr gelingt es in kurzen, klaren Sätzen eine Atmosphäre zu schaffen, in die der Leser sofort eintauchen. Ebenso gut gelingen ihr die Charakter der Protagonisten zu beschreiben, schon nach wenigen Sätzen glaubt der Leser die Personen persönlich zu kennen.Der Inhalt des Buches ist, wie oben schon erwähnt, sehr spannend. Die Thrillerelemente waren für mich schon fast am Ende der Erträglichkeit. Für jeden, der sich die Handlungen mit den Opfern in der Fantasie  stellt, kann nur angeekelt und erschrocken sein.Der Plot ist logisch, sinnvoll und sehr spannend. Erst gegen Ende wird eine sehr überraschende Lösung angeboten, bei der sich der Leser erst einmal an den Kopf faßt und ungläubig den Kopf schüttelt. Schnell gelingt es aber der Autorin diese Lösung dem Leser dann als begreifbar und durchaus verständlich zu machen.Ich habe dieses Buch sehr genossen, auch weil ich als Großstadtkind sowohl die Landschaft, dass jeder jeden irgendwie zu kennen scheint und das doch deutlich langsamere Tempo von Island und den Isländern ein wenig bewundert und beneidet habe. Und beeindruckt hat mich die den Menschen zugewandte Haltung der Isländer, die alle nicht "verkorksten oder irren" Protagonisten aufwiesen. Da die Autorin selbst Isländerin ist, gehe ich davon aus, dass dies wahrscheinlich der Realität entspricht.Ich denke, ich werde Island in meine Reisepläne aufnehmen.Das Buch bekommt von mir 5 verdiente Sterne.

    Mehr
  • Startet ruhig, begeistert mit Charakterstudien und überzeugt insgesamt

    DNA

    Laberladen

    13. September 2017 um 19:13

    Darum geht’s: Eine junge Mutter wird in ihrem eigenen Haus zu Tode gefoltert, die kleine Tochter bleibt unterm Bett unentdeckt. Eine Nachricht des Täters, die nur aus Zahlen besteht, können die Polizisten nicht entschlüsseln. Umso wichtiger ist, was das Kind gesehen hat. Als das Mädchen unter Aufsicht der Psychologin Freyja befragt werden soll, erlebt Kommissar Huldar eine unangenehme Überraschung, denn er kennt die Psychologin schon – er hat sich nach einem One Night Stand heimlich aus ihrem Schlafzimmer geschlichen und nie wieder gemeldet, nachdem er ihr eine falsche Identität vorgelogen hatte. Nun muss er mit ihr zusammenarbeiten. So fand ich’s: Ein actiongeladener Thriller mit hohem Tempo und Helden a la James Bond ist „DNA“ nun wirklich nicht. Dafür sind die beiden Hauptpersonen, der Polizist Huldar und die Psychologin Freyja, auch gar nicht geeignet. Huldar ist eher Ermittler-Nachwuchs, der nur dadurch in die erste Reihe gespült wurde, weil die erfahreneren Kollegen in Misskredit geraten sind. Da er noch nie eine Mordermittlung geleitet hat, ist seine Weste weiß, aber die Verantwortung ist neu für ihn und er muss sich erst in die Rolle hineinfinden. Freyja hat sich erst kürzlich von ihrem Lebensgefährten getrennt und hütet erst einmal Wohnung und den Hund ihres Bruders, so lange er im Gefängnis ist. Ihren Platz im Leben scheint sie noch nicht gefunden zu haben, allerdings wirkt sie in ihrem Job sehr engagiert und kompetent. Und zwischen den beiden Protagonisten hängt dieser One Night Stand, bei dem Huldar eine falsche Identität vorgegeben hat und sich Freija mehr erhoffte, immer noch in der Luft. Die Autorin schafft es, die handelnden Personen lebendig werden zu lassen, nicht nur in dem, was sie tun, sondern auch ihr Gefühlsleben wird nachvollziehbar und greifbar gemacht. Das führt zu einem eher ruhigen Erzählton, aber ihre sehr genaue Beobachtung der Menschen und ihre Fähigkeit, sie alle individuell und allzu menschlich vor dem inneren Auge der Leser erscheinen zu lassen, hat mir sehr gut gefallen. Für manche Fans von eher actionreicheren Thrillern mag besonders der erste Teil vielleicht etwas zu ruhig sein, doch mich hat die Geschichte mit den menschlichen Aspekten richtig gut unterhalten. Und im Laufe der Erzählung zieht die Spannung auch weiter an. Das Thema Eltern / Kinder taucht in Varianten immer wieder im Buch auf und mehr als eine Person erzählt ihre Familiengeschichte, die selten genug harmonisch perfekt verlaufen ist. Die Morde sind grausam und skurril, aber nicht blutig. Man tappt lange im Dunkeln und obwohl ich mich die ganze Zeit gefragt habe, wie die Personen wohl zusammenhängen, wer der Täter ist und was ihn motiviert, bin ich nicht annähernd drauf gekommen. Die Auflösung hat mir vor Überraschung den Mund offen stehen lassen, weil ich damit nun wirklich nicht gerechnet hatte, obwohl sie schlüssig und auch glaubwürdig war. Ganz besonders hat mir gefallen, wie deutlich man merkte, dass das Buch in Island spielt. Die Besonderheiten einer so kleinen Gemeinschaft, die insgesamt nur aus ca. 340.000 Menschen besteht und in der man üblicher Weise mit dem Vornamen auskommt, wurden immer wieder eingestreut und erzeugten eine besondere Atmosphäre. Der nächster Band „Sog“ erscheint am 18. September und auch diesen zweiten gemeinsamen Fall für Huldar und Freija werde ich sicher schnellstens lesen, denn sowohl die beiden Personen als auch die Art und Weise, wie die Autorin sie lebendig werden lässt und einen packen kann, hat mich komplett überzeugt.

    Mehr
  • Kommissar Huldar und Psychologin Freyja - 1. DNA

    DNA

    PoldisHoerspielseite

    29. August 2017 um 09:15

    Kommissar Huldar wird zu einem äußerst brutalen Mord gerufen, bei dem eine junge Mutter grausam zugerichtet wurde. Als einzige Zeugin hat ihre kleine Tochter die Tat beobachten können. Doch wegen des schweren Traumas kann sie nur wenig weiterhelfen. Als dann die Psychologin Freyja an dem Fall mitarbeiten soll, entstehen einige unangenehme Situationen für den Ermittler, den kurz zuvor haben die beiden eine gemeinsame Nacht verbracht...Mit „DNA“ hat die isländische Autorin Yrsa Sigurdardóttir ihren neuen Roman auf den Markt gebracht, und dieser dreht sich nicht über ihre Romanfigur Dora, sondern ist der erste Teil einer neuen Romanserie. Gleich zu Anfang braucht man sehr starke Nerven, denn der Mord wird sehr explizit und detailgenau beschrieben. Das geht für mich deutlich über die Grenze des guten Geschmacks hinaus und wirkt, als wolle die Autorin einfach mit Grausamkeiten schockieren – der Einstieg in die Handlung hat mir also nicht allzu gut gefallen. Der Hauptteil beinhaltet dann leider auch einige Längen, was ich bei der Autorin schon einige male beobachtet habe. Die Handlung gerät dann ins Stocken und kommt nur schwer wieder in Gang. Doch hier gibt es auch einige starke Momente, die den Leser in die Irre führen und die Spannung steigern. Zudem ist der Aufbau sehr gelungen und kommt ohne Stolpersteine oder Kommissar Zufall aus, alles wirkt logisch und nachvollziehbar. Lange Zeit gelingt es der Autorin auch, die Identität des Mörders im Verborgenen zu halten, erst im Nachhinein erkennt man die eingestreuten Hinweise. Ergänzend zu dem eigentlichen Fall kommt noch die sehr spezielle Beziehung zwischen den beiden Hauptcharakteren, die versuchen müssen, trotz ihrer sehr persönlichen Vorgeschichte professionell zusammenzuarbeiten. Huldar kommt dabei auch gut zur Geltung und wird mit einigen Ecken und Kanten beschrieben, während Freyja insgesamt recht blass bleibt und keine sehr präsente Aura entwickelt. Die sprachliche Verwendung unterscheidet sich stark von den Vorgängerromanen der Autorin, wirklich teilweise fragmenthafter, was einige Passagen nicht gerade leicht lesbar macht.DNA hat Licht- und Schattenseiten. Einem gelungenen Plot und sehr nachvollziehbar erzählten Mittelteil stehen unnötige Grausamkeiten gegenüber, die mich fast vom Weiterlesen abgebracht hätten – hier hat die Autorin deutlich übertrieben. Und auch einige langwierige Passagen und eine nicht immer flüssige Sprache erschweren manchmal das Weiterkommen. So bleibt leider nur ein solider Eindruck der sonst recht sicheren Autorin.

    Mehr
  • Teils spannend, teils etwas zu langatmig, überraschendes Ende

    DNA

    Federfee

    28. August 2017 um 11:17

    Ich bin immer auf der Suche nach guten Krimi- und Thrillerreihen. Dies ist der 1. Band einer neuen Serie um Kommissar Hulda.Es fängt spannend an - so, wie jetzt modern mit einem Prolog, der einem beim weiteren Lesen immer wieder in den Sinn kommt und wo man sich fragt, ob eine der handelnden Personen dort vorkam. Die Spannung kann im weiteren Verlauf nicht ganz aufrecht erhalten werden; manche Szenen sind einfach zu langatmig erzählt.Aber die Personen sind vielschichtig und dreidimensional mit Ecken und Kanten und allzu Menschlichem.Das Ende war dann etwas überraschend und vielleicht auch etwas unwahrscheinlich, aber so ist das bei vielen Krimis und Thrillern. Manche sind einfach nur gute Unterhaltung. Ich werde auf jeden Fall den bald erscheinenden 2. Band der Reihe lesen.

    Mehr
    • 3
  • Serienmorde in Island

    DNA

    SalanderLisbeth

    04. July 2017 um 15:36

    Diese Tür ist sonst nie geschlossen. Elísa geht auf die Tür zu, langsam und vorsichtig. Ihre Zehen kleben auf dem kalten Parkett, und die Angst wächst mit jedem Schritt. Sie legt ein Ohr an die weiße Tür. Zuerst ist nichts zu hören, doch dann schreckt sie zurück. In der Küche werden Stühle gerückt. Was tun? Ihr Körper will zurück ins Bett kriechen und sich die Decke über den Kopf ziehen. Der nächtliche Besucher wird sicher bald aus der Küche herauskommen. Ihr Hab und Gut könnte Elísa nicht gleichgültiger sein. Der Einbrecher soll ruhig alles nehmen, was er will, wenn er sich bloß schnell aus dem Staub macht. Auszug Seite 24 In Reykjavik dringt nachts ein Mann in ein Familienhaus ein und überfällt eine dreifache Mutter. Während die beiden Söhne in ihrem Zimmer eingesperrt sind, muss die 7jährige Tochter versteckt unter dem Bett miterleben, wie ihre Mutter brutal ermordet wird. Das traumatisierte Mädchen wird daraufhin in einem Kinderhaus von der Psychologin Freyja und ihrem Team behutsam befragt. Als einzige Tatzeugin schwebt die kleine Margrét eventuell auch in Gefahr. Da die Polizei in Reykjavik momentan Probleme mit ihrer derzeitigen Führungsebene hat, übernimmt der bis dahin unerfahrene Huldar erstmals die Leitung eines Mordfalls. Die Zusammenarbeit gestaltet sich schwierig, denn Freyja und Huldar kennen sich von einem kürzlich stattgefundenen One-Night-Stand. Dass Huldar sich als Tischler Jonas ausgab und am anderen Morgen einfach kommentarlos verschwand, verbessert die Stimmung nicht grade. Aber für persönliche Befindlichkeiten ist eigentlich gar keine Zeit, denn es geschieht ein weiterer Mord. Eine allein lebende, pensionierte Biologielehrerin wird auf ähnlich unvorstellbar grausame Weise getötet. An beiden Tatorten findet die Kripo schwer deutbare Zahlenbotschaften. Obwohl die Ermittlungen auf Hochtouren laufen, können die Beamten weder Hinweise auf ein Motiv noch auf Gemeinsamkeiten zwischen den Mordfällen entdecken. Und dann ist da noch Karl, ein junger Hobby-Funker, der kryptische Zahlenfolgen von einem isländischen Sender empfängt. Diese dubiosen Botschaften scheinen etwas mit den Morden und mit ihm zu tun zu haben und so beginnt Karl auf eigene Faust zu recherchieren. Der aktuellen Handlung wird ein Prolog vorangestellt, in dem ca. dreißig Jahre zuvor drei Geschwister durch das Jugendamt zu ihrem eigenen Schutz in unterschiedliche Familien untergebracht werden sollen. Aufgrund einer schrecklichen, nicht näher beschriebenen Familientragödie sollen die zukünftigen Adoptiveltern zum Schweigen über die Herkunft der Kinder verpflichtet werden. Das beschauliche Island gilt seit Jahren laut Global Peace Index als die friedlichste Nation der Welt. Und waren es nicht die Isländer, die im letzten Sommer durch ihre besonders herzliche Art die ganze Fußball-Europameisterschaft in Frankreich geprägt haben? Dann frage ich mich, was in dem Kopf der Autorin vorgeht, die auch Kinderbücher schreibt und sich solch finstere Geschichten ausdenkt. Dass ein kleines Mädchen mitansehen muss, wie ihre Mutter zu Tode gefoltert wird, war für mich schon starker Tobak und am Rande des Erträglichen. Warum muss es eigentlich in Krimis und Thrillers immer perverser zugehen, der Trend zu immer bestialischeren Morden gehen? Die Autorin erspart dem Leser zwar allzu genaue Beschreibungen der widerlichen Details, aber trotzdem hatte ich im Kopfkino grauenhafte Bilder und verstörende Szenen vor Augen. Der Anfang ist wirklich nichts für schwache Nerven, brutal, aber auch gut erzählt. Der Autorin gelingt es hervorragend, eine spannende, beklemmende Atmosphäre zu kreieren. Vielleicht hat es mich auch so angefasst, weil der Mörder die Frauen in ihren eigenen vier Wänden überfällt, in denen man sich ja eigentlich sicher und geborgen fühlen sollte. Den Fokus legt Yrsa Sigurdardóttir in ihrem flüssig geschriebenen Reihenauftakt auf einen genial konstruierten und intelligenten Plot. Sie nimmt sich auch viel Zeit, ihre Figuren dem Leser vorzustellen, trotzdem bleiben ihre Beschreibungen für mich nur an der Oberfläche, zum Beispiel erfährt man, dass Huldar sich das Rauchen abgewöhnt und ständig Nikotinkaugummis kaut. Einen großen Raum nehmen seine Frauengeschichten ein. Aber da DNA der Auftaktband zu einer neuen Serie um den Kriminalkommissar Huldar und die Kinderpsychologin Freyja sein soll, lernen wir die Charaktere bestimmt noch besser kennen. Ich sehe bei beiden durchaus Entwicklungspotential. Die privaten Kinkerlitzchen zwischen ihnen lockern den düsteren Stoff ein wenig auf, auch wenn es die Handlung ein ums andere Mal etwas verschleppt. Am genauesten wird noch das Innenleben von Karl beleuchtet. Seit seine Adoptivmutter verstarb, fühlt sich der junge Chemiestudent, der nur zwei enge Freunde hat, sehr einsam. Auch zu seinem Bruder hat er keine enge Beziehung und seit dieser im Ausland lebt, kaum noch Kontakt. Sein großes Hobby ist der Amateur-Funk, den er mit großem Equipment im Keller betreibt. Das aus verschiedenen Perspektiven erzählte Handlungsgeflecht ist voller Überraschungen und Wendungen, an einigen Stellen etwas konstruiert. So ist es zum Beispiel unwahrscheinlich, dass ein Nerd wie Karl die seltsamen Zahlenfolgen eher entschlüsselt als die Experten von der Kripo. Die Auflösung hat mich als versierten Krimileser dann wirklich überrascht. Man vermutet die ganze Zeit, dass die Mordserie mit den Geschehnissen in der Vergangenheit zusammen hängt, aber auf die Lösung wäre ich nie gekommen, obwohl die Hinweise da waren und es auch logisch und konsequent aufgelöst wird. Trotz der angesprochenen Kritikpunkte empfand ich einen großen Lesegenuss. Ein absoluter Hingucker war für mich das aufwendig gestaltete Cover, das das Grauen des Thrillers gut wiedergibt. Auf weißem Grund prangen über Namen und Buchtitel zwei Streifen erhabenes, mit Blutspritzern versehenes Isolierband. Yrsa Sigurdardóttir wurde 1963 geboren. Die studierte Bauingenieurin übt ihren Beruf weiter aus. Auch als 2005 ihr erster Kriminalroman um die Anwältin Dora Gudmundsdottir erscheint. Eine Reihe, die sich auch in Deutschland großer Beliebtheit erfreut. In vielen ihrer Bücher ist ihre Affinität für das Mystische zu spüren.

    Mehr
  • DNA - eher schwach

    DNA

    Pokerface

    03. July 2017 um 13:49

    Zum Buch: Er schlägt erbarmungslos zu. Wie aus dem Nichts. Zuerst trifft es eine junge Mutter nachts in ihrer Wohnung in Reykjavik. Einzige Zeugin ist ihre siebenjährige Tochter, die wider Erwarten den Angriff überlebt. Als wenig später eine zweite Frau unter ähnlich brutalen Vorzeichen ihr Leben verliert, steht die Polizei vor einem Rätsel. Kommissar Haldur, der die Ermittlungen leitet und sich erstmals in einem so wichtigen Fall beweisen muss, hat darüber hinaus ein weiteres Problem. Er ist gezwungen, mit der Psychologin Freyja zusammenzuarbeiten, mit der er vor kurzem nach einer Kneipentour unter falschen Angaben die Nacht verbracht hat - er behauptete, ein Zimmermann aus den Westfjorden zu sein. Währenddessen beschließt ein junger Amateurfunker, auf eigene Faust zu ermitteln, nachdem ihn kryptische Botschaften zu den beiden Opfern erreichen. Dass er sich damit selbst in Gefahr bringt, kann er nicht wissen. Meine Meinung: Zu Beginn des Buches wirklich spannend geschrieben, aber dann langsam abflauend. Leider wird es, je weiter man kommt, ziemlich unglaubwürdig und verworren. Die Idee war super und der Anfang auch. Aber irgendwie bin ich danach nicht mehr richtig in das Buch bzw. die Geschichte gekommen. Den Amateurfunker Karl konnte ich nun überhaupt nicht verstehen und bin mit seinem Charakter und seinen Einstellungen so gar nicht warm geworden. Der One-Night-Stand des Kommissars mit der Psychologin, über den er sich dann gedanklich immer wieder ereifert hat und sich im Prinzip nicht getraut hat, mal ein offenes Wort mit ihr zu reden. Auch nicht wirklich nachvollziehbar. Leider hatte ich auch des Öfteren mit den Namen so meine Schwierigkeiten und war daher gezwungen, ein paarmal zurückzublättern, was mir irgendwie auch nicht gepasst hat. Das Motiv eh unverständlich und dann die Auflösung des Falls - nun ja *hüstel*. Um sich hier etwas zusammen zu reimen, als Kommissar, muss man eigentlich schon Superman sein. Auch wenn sich jetzt alles negativ anhört, so war das Buch nicht gänzlich schlecht. Aber es war halt einfach nur mittelmäßig. Nicht mehr. Leider. Ich hatte mir viel mehr von dem Buch versprochen und bin nun ein wenig enttäuscht.

    Mehr
  • Guter Serienstart - aber ohne aus der Masse des Genres massiv herauszuragen

    DNA

    Thommy28

    18. June 2017 um 13:03

    Einen kleinen Einblick in das Geschehen gibt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:Der Plot hat mir insgesamt gesehen gut gefallen. Die Rahmenbedingungen - ein Ermittler mit persönlichen Problemen - dagegen war nun nicht wirklich neu. Die Protagonisten wurden allerdings gut und plastisch dargestellt.Leider hat mir die etwas uninspirierte, einfache Schreibweise nicht so gut gefallen.  Dazu kamen trockene und wenig geschliffene Dialoge. Auch eine Menge unnötiger Wiederholungen und Handlungslängen haben den Lesespass gemindert. Dadurch hat das Buch erheblich an Tempo eingebüsst. Es hatte aber doch einige herausragende Spannungsmomente und auch - zumindest gegen Schluss - überraschende Wendungen. Insgesamt ein gutes Buch das den Leser - in der Hoffnung auf eine Steigerung - durchaus auf einen Nachfolger neugierig macht. Mit einer guten Portion "Vorschusslorbeeren" habe ich mich zu einem vierten Stern durchringen können.

    Mehr
  • Nahegehender Island-Thriller

    DNA

    BookfantasyXY

    03. June 2017 um 22:38

    Die kleine siebenjährige Margrét muss miterleben wie ihre Mutter Elísa im eigenen Schlafzimmer zu Tode gefoltert wird. Margréts Brüder können durch das Kinderzimmerfenster fliehen. Eine Nachbarin findet die Brüder morgens in der Früh vor dem Haus. Daraufhin stellt sich heraus, was wirklich passiert ist. Während Elísa umgebracht wurde, befand sich der Familienvater Sigvaldi auf einer Dienstreise im Ausland. Die Psychologinnen Silja und Freyja kümmern sich nach der schrecklichen Tat um Margrét, die traumatisiert ist. Freyja kümmert sich die folgenden Tage weiterhin um Margrét mit der Unterstützung des Polizeikommissars Huldar. Die Experten diskutieren, ob Margrét in einem Kinderhaus besser aufgehoben wäre als im Elternhaus. Die Großeltern sind dagegen, solange der Familienvater noch nicht zu Hause ist. Es stellt sich heraus, dass Margrét nicht nach Hause will. Somit wird entschlossen, dass Margrét bei Freyja zu Hause einzieht. Und dann wird die nächste Frau tot aufgefunden. Sie wurde auf derselben Art und Weise umgebracht wie Elísa. Und dann werden Zahlencodes bei Elísa gefunden. Diese Codes finden auch andere Personen. Was will der Serienmörder mit den Codes aussagen? Yrsa Sigurdardóttir erzählt in ihrem Thriller ungeschönt die brutale Vorgehensweise eines Serienmörders. Die Abgrenzung zwischen der kindlichen Psyche und der Erwachsenenpsyche kann man gut erkennen. Margrét als Zeugin wirkt authentisch, die man beschützen möchte. Da in diesem Thriller parallel das Leben der Brüder Karl und Arnar erzählt wird, kommt dadurch Spannung in die Geschichte, weil man erfahren möchte wie nun die Brüder – gerade Karl, der mit seiner Art wie ein Außenseiter wirkt, was wiederum manchmal Eigenschaften von Tätern ist – mit dem Tod der Frauen im Zusammenhang stehen. Sigvaldi, die Großeltern und Margréts Brüder wirken eher als Randfiguren. Besonders interessant sind die Figuren Freyja und Huldar, weil man sie in ihrer dienstlichen und privaten Rolle beobachten kann. Man kann so viel verraten, dass sie beiden sich privat schon einmal begegnet sind, bevor Elísa umgebracht wurde. Dieser Thriller zieht einen in Bann. Wer gerne nordische Krimis oder Thrillers liest, wird mit dem Auftakt-Thriller von Yrsa Sigurdardóttir um die Figuren Freyja und Huldar gut unterhalten. Es ist kein blutiger, aber ein emotional grausam erzählter Thriller. Die Thrillerleserschaft kommt auf ihre Kosten. Man kann hoffen, dass der zweite Fall für Freyja und Huldar genauso gut wird. Denn Psychologin und Kommissar sind ein gutes Gespann für gute Thriller.

    Mehr
    • 5
  • DNA von Yrsa Sigurdardottir

    DNA

    killerprincess

    03. June 2017 um 01:35

    Klappentext (lt. Lovelybooks) Er schlägt erbarmungslos zu. Wie aus dem Nichts. Zuerst trifft es eine junge Familienmutter nachts in ihrer Wohnung in Reykjavik. Einzige Zeugin ist ihre siebenjährige Tochter, die wider Erwarten den Angriff übersteht. Als wenig später eine zweite Frau unter ähnlich brutalen Vorzeichen ihr Leben verliert, steht die Polizei vor einem Rätsel. Kommissar Huldar, der die Ermittlungen leitet und sich erstmals in einem so wichtigen Fall beweisen muss, hat darüber hinaus ein weiteres Problem. Er ist gezwungen, mit der Psychologin Freyja zusammenzuarbeiten, mit der er vor kurzem nach einer Kneipentour unter falschen Angaben die Nacht verbracht hat. Währenddessen beschließt ein junger Amateurfunker, auf eigene Faust zu ermitteln, nachdem ihn kryptische Botschaften zu den beiden Opfern erreichen. Dass er sich damit selbst in Gefahr bringt, kann er nicht wissen. Meinung Ich weiß gar nicht, ob ich schonmal eine in Island spielende Geschichte gelesen habe. In erster Linie merkt man das wohl an den Namen, die in diesem Fall aber ganz annehmbar waren. Also gerade die Protagonisten konnte ich namentlich gut auseinanderhalten. Das Buch fängt mit einem spannenden Prolog an, bei dem drei junge Geschwister, die scheinbar schreckliches erlebt haben, getrennt werden, weil nicht alle zusammen in eine Pflegefamilie kommen können. Danach erlebt der Leser den Mord an einer Mutter, was bei mir ziemlich Gänsehaut erzeugt hat. Gerade auch die Mordwaffen sind in diesem Buch sehr makaber. Ziemlich eklig, aber es wird nicht zu krass und wiederholt darüber gesprochen, von daher war es noch ganz gut erträglich. Protagonist Huldar fand ich ganz angenehm: mehr oder weniger zufällig bekommt er diese Position und muss sich da erst noch etwas einfinden. Erschwerend beim Fall kommt hinzu, dass er mit der Psychologin Freyja zusammenarbeiten muss, mit der er ein One Night Stand hatte und ohne ein Wort sich morgens rausgeschlichen hat. So richtig konnte ich mit dieser kleinen Geschichte nichts anfangen. Vielleicht sollte es einfach bloß zwei Protagonisten geben, die an dem Fall arbeiten, aber auch irgendwie noch anders verbunden sind. Wie das im nächsten Teil der Reihe weitergehen wird, kann ich mir noch nicht vorstellen. Neben den beiden genannten Protagonisten kommt noch ein dritter hinzu: Karl ist Amateurfunker und stößt zufällig auf Hinweise zu den Morden, von denen er aber lange Zeit gar nicht weiß, wie wertvoll sie sind. Gerade die Perspektive von Karl hat mich gewundert, weil ich seine Rolle in dem Fall lange Zeit nicht so richtig verstanden hatte. Erschwerend kam hinzu, dass er mir im Gegensatz zu Huldar und Freyja nicht so sympathisch war. Beim Fall kommt es relativ wenig zu richtigen Ermittlungen. Huldar und sein Team tappen eigentlich nur im Dunkeln und reagieren nur auf die neuen Aktionen des Mörders. Das fand ich etwas schade. Bei Thrillern mag ich es, wenn ich mitraten kann, wer der Mörder ist. Dabei darf es aber auch nicht zu einfach und offensichtlich sein. In DNA ist das eigentlich gar nicht so richtig möglich, bzw. Wird man ganz gut auf eine falsche Fährte gelockt, um am Ende ziemlich überrascht zu sein. FazitEin ganz guter Thriller, ziemlich spannend, der von mir 4 Sterne bekommt. Für 5 fehlte mir etwas mehr Ermittlungsarbeit, statt Einblicke in das Leben von Huldar und Freyja. Sowie auch ein leicht anders gestaltetes Ende.

    Mehr
  • Spannender Island-Thriller

    DNA

    mareike91

    02. June 2017 um 13:27

    Inhalt:Eine Frau wird mitten in der Nacht in ihrem Bett brutal ermordet. Ihre siebenjährige Tochter, die sich unter dem Bett versteckt hielt, musste alles mit anhören. Sie erzählt der Polizei, dass weitere Opfer folgen werden. Und tatsächlich wird kurz darauf eine weitere Frau brutal in ihrer Wohnung ermordet. Kommissar Huldar ist mindestens genauso überrascht wie seine Kollegen, als er den Fall übernehmen soll. Und dann muss er auch noch mit der Kinderpsychologin Freya zusammenarbeiten, die nach einer gemeinsamen Nacht gar nicht gut auf ihn zu sprechen ist. Kann er den Mörder stoppen, bevor er erneut zuschlägt?Meine Meinung:DNA ist der Auftakt zu einer neuen isländischen Thriller-Reihe um Kommissar Huldar und Kinderpsychologin Freya. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr. Er ist direkt, düster, spannend und fesselnd, wodurch sich das Buch sehr gut und flüssig lesen lässt. Geschickt legt sie falsche Fährten und gibt dem Leser die Möglichkeit, selber mitzurätsel und die nach und nach ans Licht kommenden Puzzleteile zusammenzufügen. Der Plot ist gut durchdacht und durchgehend spannend. Durch die unterschiedlichen, sich abwechselnden Perspektiven ist der Leser den Ermittlern um einige Informationen voraus, dennoch bleibt es bis zum Schluss spannend und Täter und Motiv geben sich erst spät zu erkennen.Huldar und Freya haben mir als Protagonisten sehr gut gefallen. Für Huldar ist dies sein erster großer Fall, den er übernehmen darf, weshalb er unter großem Druck steht. Er ist ein Mann mit Ecken und Kanten, Fehlern und Schwächen, der mir im Laufe des Buches gerade deshalb sympathisch geworden ist. Freya hingegen mochte ich von Anfang an. Sie ist ein Charakter, mit dem ich mich sehr gut identifizieren kann, weswegen sie mir im Laufe des Buches ans Herz gewachsen ist. Auch die anderen Charaktere haben viel Tiefe und sind überzeugend. Sei es die Tochter des ersten Opfers, die schreckliches miterleben musste, oder der Hobbyfunker Karl, dessen Rolle in dem Ganzen bis kurz vorm Ende vollkommen unklar ist. Das Privatleben der Protagonisten, inbesondere die Spannung zwischen den beiden, spielt eine wichtige Rolle im Buch, dennoch werden die Ermittlungen nicht zu stark davon überschattet. Meiner Meinung nach hat die Autorin ein gutes Gleichgewicht gefunden.Das Ende ist sehr spannend und hat mir gut gefallen. Die Auflösung ist zwar überraschend und schockierend, aber nicht unglaubwürdig. Gleichzeitig bleiben insbesondere was das Privatleben der Protagonisten betrifft, ein paar Fragen offen, auf deren Klärung im nächsten Teil der Reihe schon sehr gespannt bin.Fazit:Spannend, überraschend und absolut fesselnd - ein toll erzählter Thriller, der für Gänsehaut sorgt und Lust auf mehr macht. Absolute Leseempfehlung!

    Mehr
  • Spannender Island-Thriller und Auftakt einer neuen Reihe

    DNA

    Seehase1977

    19. May 2017 um 19:15

    Eine junge Mutter wird nachts in ihrem Schlafzimmer auf brutale Weise ermordet. Einzige Zeugin ist ihre siebenjährige Tochter. Kurze Zeit später wird eine zweite Leiche gemeldet, die Art und Weise wie die Frau sterben musste, lässt auf den gleichen Täter schließen. Kommissar Huldar, der erstmals die Leitung eines Mordfalls übernimmt, steht vor einem Rätsel. Es gibt weder Hinweise auf ein Motiv, noch auf Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Frauen. Zusammen mit der Kinderpsychologin Freyja versucht er, das kleine Mädchen zu befragen.Währenddessen empfängt der junge Amateurfunker Karl kryptische Botschaften über sein Funkgerät. Was er noch nicht ahnt, die Signale senden ihm Hinweise zu den beiden ermordeten Frauen…Meine Meinung:„DNA“ von Yrsa Sigurdardóttir ist der Auftakt einer neuen Thriller-Reihe. Ich war anfangs skeptisch, ob mir dieses Buch wirklich gefallen würde, denn mit nordischen Kriminalromanen oder Thrillern stehe ich normalerweise auf Kriegsfuß. Doch dieser Thriller hat mich wirklich überrascht.Schon der Prolog macht definitiv Lust auf mehr und die dort bereits angedeutete Spannung zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. Die beiden Mordfälle, die Kommissar Huldar aufzuklären hat, sind äußerst brutal und scheinbar ohne Motiv. Dass ein kleines Mädchen miterleben muss, wie ihre Mutter von dem Täter zu Tode gefoltert wird, sorgt zusätzlich für Dramatik. Die Autorin lockt den Leser gekonnt auf verschiedene Fährten, bringt neue Theorien ins Spiel und ließ mich, was den Täter angeht, absolut im Dunklen tappen und sorgt außerdem für fesselnde Hochspannung. Das er- und auflösende, absolut überraschende Ende schlägt dann geschickt den Bogen zum Prolog, so dass keine offenen Fragen zurückbleiben.Yrsa Sigurdardóttir hat hier meines Erachtens starke Charaktere erschaffen. Das kleine Mädchen, die trotz ihrem furchtbaren Erlebnis doch eine kleine Persönlichkeit ist und durchaus Stärke zeigt, hat mir sehr gut gefallen und ich habe sie gleich ins Herz geschlossen. Kommissar Huldar wirkte auf mich eher etwas zurückhaltend, wie jemand der seine Gefühle nicht richtig zeigen kann, aber dennoch selbstbewusst durchs Leben geht, auch wenn ihm die Leitung seines ersten Mordfalls doch unter einen gewissen Druck setzt. Die Protagonisten machten auf mich allesamt einen glaubhaften und authentischen Eindruck.Mein Fazit:Obwohl ich normalerweise mit nordischen Thrillern so meine Probleme habe, hat mich „DNA“ von Yrsa Sigurdardóttir allerdings überrascht und überzeugt. Gut durchdacht, facettenreich, mit viel Dramatik, Hochspannung und Brutalität, hat dieses Buch alles, was einen packenden und fesselnden Thriller ausmacht. Ich bin gespannt, was den Leser im nächsten Teil erwartet. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für alle Thrillerfans mit guten Nerven.

    Mehr
    • 2
  • Solider Auftakt einer neuen Reihe

    DNA

    AnjaSc

    16. May 2017 um 19:19

    Inhalt: Im Prolog schildert die Autorin, wie über das Schicksal von drei Geschwistern entschieden wird. Auch wenn zu Beginn nicht klar ist, welchen Bezug die Kinder zu dem Buch haben, wird dieses Geheimnis gelüftet. Ziemlich schnell gibt es den ersten wirklich gruseligen Mord im sonst (für uns) so beschaulichen Island. Aber mit dem Mord alleine ist es nicht getan, unter dem Bett des Mordopfers finden die Polizisten die kleine und völlig verstörte Tochter. Kommissar Huldar und die Psychologin Freya übernehmen den Fall und beginnen die Ermittlungen. Die Zusammenarbeit der beiden gestaltet sich als schwierig, denn Freya und Huldar hatten ein Date, bei dem der Kommissar falsche Angaben zu sich gemacht hat. Die Spannung dieser beiden Protagonisten ist daher schon vorprogrammiert, denn wer möchte schon gerne mit seinem "One-Night-Stand" zusammenarbeiten. Freya versucht mit Hilfe des Kindes Informationen zu bekommen, die bei der Lösung des Falles helfen sollen. Die Ermittlungen verlaufen sehr schleppend und scheinen nirgendwo hinzuführen. Dann passiert ein zweiter Mord und eigentlich treten die Ermittler weiter auf der Stelle, denn es scheint keinerlei Verbindung zwischen den Opfern zu geben. Dann gibt es noch Karl den Amarteurfunker und was haben die merkwürdigen Zahlenreihen mit dem Fall zu tun, die er empfängt? Fazit: Der Schreibstil von Yrsa Sigurdardóttir ist geradlinig, gut und sie schafft es doch sprachlich eine düstere Atmosphäre zu schaffen. Das Buch liest sich flüssig und lässt auch Raum für eigene Spekulationen. Die Fall wird aus verschiedenen Perspektiven geschildert und dadurch bekommt man als Leser einen guten Gesamteindruck der Geschichte, aber die Puzzlestücke finden nur langsam ihren Platz. Die Autorin legt viel Wert auf die Entwicklung der Personen und die kriminalistischen Ermittlungen. Stück für Stück entwickelt sie ihren Plot, baut alles logisch und strukturiert auf. Mir persönlich war es zeitweilig etwas zuviel mit der Beschreibung der Hauptfiguren, deren Innenleben so exakt durchleuchtet wurde, dass ich gelegentlich dachte: weniger wäre mehr gewesen. Durch diese Beschreibungen, hat das Buch leider auch ein paar Längen, die der Spannung nicht gut tun. Das Ende ist kein "Knall" sondern eine langsame und überzeugende Auflösung des Falles und besticht durch seine logische Konsequenz. Huldar war für mich in diesem Buch kein Sympathieträger, aber gemocht habe ich ihn trotzdem auch die Zusammenarbeit mit der Psychologin Freya. Auch wenn ich die Längen oben erwähnt habe, ist DNA ein solider Auftakt einer neuen Serie, den ich gerne gelesen habe. Von mir gibt es 4 von 5 Punkten für DNA mit einer Leseempfehlung für alle, die einen ruhigen und gut durchdachten Thriller lesen möchten, der auch ohne gruselige Beschreibungen auskommt.

    Mehr
  • Spannend bis zur letzten Seite.

    DNA

    pinucchia

    15. May 2017 um 06:32

    Spannend bis zur letzten Seite.Klappentext von Amazon:Die neue große isländische KrimiserieEr schlägt erbarmungslos zu. Wie aus dem Nichts. Zuerst trifft es eine junge Familienmutter nachts in ihrer Wohnung in Reykjavik. Einzige Zeugin ist ihre siebenjährige Tochter, die wider Erwarten den Angriff übersteht. Als wenig später eine zweite Frau unter ähnlich brutalen Vorzeichen ihr Leben verliert, steht die Polizei vor einem Rätsel. Kommissar Huldar, der die Ermittlungen leitet und sich erstmals in einem so wichtigen Fall beweisen muss, hat darüber hinaus ein weiteres Problem. Er ist gezwungen, mit der Psychologin Freyja zusammenzuarbeiten, mit der er vor kurzem nach einer Kneipentour unter falschen Angaben die Nacht verbracht hat. Währenddessen beschließt ein junger Amateurfunker, auf eigene Faust zu ermitteln, nachdem ihn kryptische Botschaften zu den beiden Opfern erreichen. Dass er sich damit selbst in Gefahr bringt, kann er nicht wissen.Über den Autor:Infos über den Link;https://de.wikipedia.org/wiki/Yrsa_Sigur%C3%B0ard%C3%B3ttirYrsa Sigurðardóttir beendete 1983 das Gymnasium Menntaskólinn ì Reykiavik und begann anschließend ein Bauingeieur-Studium an der Hàskòli Ìslands, das sie 1988 als Bachelor of Science abschloss. Sie setzte das Studium an der Concordia University in Montreal fort und erwarb 1997 den akademischen Grad des Master of Science. Heute wohnt sie mit ihrem Mann und zwei Kindern in Seltjarnarnes bei Reykiavik und arbeitet als Ingenieurin amKàrahnjùka-Staudamm im Osten Islands. Hier schreibt sie seit 1998 in ihrer Hütte an ihren Büchern."Story und eigene Meinung"Huldar hat mich von der ersten Seite an begeister. Seine Gefühlswelt und seine Art zu denken, hat mich schon sehr faziniert. Freyja mit der er "Ungewollt" zusammen arbeiten muß, ist auch eine sehr starke Persönlichkeit, die ich ganz schnell ins Herz geschlossen habe. Ich war auch total perplext festzustellen, dass dieses Buch der Auftakt einer Serie wird. Beim Klappentext lesend "Im Buch", mußte ich auch festellen das ein Druckfehler vorhanden ist, "Kommissar Huldar wird zu Haldur", so das ich echt am Überlegen war, wie er den nun den wirklich heißt. Aber diese Frage hat sich nach kurzer Zeit auch gelöst. :)An und für sich, war die Story bis zu den letzten Seiten spannend, bis zu letzt habe ich gedacht: "Ähm nun, wer ist den nun den der Mörder?, es sind ja nur noch ein paar Seiten, es kann doch nicht SO zuende gehen."Ich wurde Gott sein dank erlöst und die bekanntgabe kam dann auch. :)Ich freue mich schon jetzt auf Band 2 und werde definitiv diese Story weiter lesen, ich liebe Thriller wo man mitfiebern kann. Von mir ganze 5 Sterne und eine Empfehlung zum lesen, ihr werdet es sicherlich nicht bereuen. :)

    Mehr
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks