Yrsa Sigurdardottir SOG

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Inhaltsangabe zu „SOG“ von Yrsa Sigurdardottir

Zwölf Jahre nach dem Tod und der Vergewaltigung eines Mädchens wird eine Zeitkapsel in Reykjavik gehoben. Darin enthalten: 10 Jahre alte Briefe von Schülern, die beschreiben, wie sie sich Island im Jahre 2016 vorstellen. Darunter findet sich noch etwas anderes: eine unheimliche Botschaft, die akribisch genau die Initialen von zukünftigen Mordopfern auflistet. Kurz danach werden zwei abgetrennte Hände in einem Hot Tub in der Stadt treibend gefunden. Doch noch hat keiner eine Vermisstenanzeige bei der Polizei gestellt. Schon bald taucht die erste verstümmelte Leiche auf, dicht gefolgt von einer zweiten, und es ist klar, dass die Botschaft aus der Zeitkapsel ernst zu nehmen ist. Ein Fall für Kommissar Huldar, der sich beweisen muss: von seinen Leitungsaufgaben entbunden, wird er von den meisten seiner früheren Untergegebenen gemieden, die Beziehung zur Kinderpsychologin Freyja ist ebenfalls ruiniert, was er zu reparieren hofft, indem er sie in die jetzigen Ermittlungen mit einbezieht ...

Auch der zweite Band hat mich überzeugt - absoluter LeseSOG mit nur minimalen Schwächen!

— Janna_KeJasBlog
Janna_KeJasBlog

Yrsa ist mit dem zweiten Buch zu meiner Lieblingautorin gekrönnt worden!

— buchernarr
buchernarr

sehr spannend

— Vindoe50
Vindoe50

spannender Islandthriller, sehr unterhaltsam, aber nichts für Zartbesaitete

— susehost
susehost

Sehr spannendes Buch

— karin66
karin66

Spannung wachsender Thriller

— Rebecca1120
Rebecca1120

Kommissar Huldar ermittelt...

— mannomania
mannomania

Ein guter neuer Fall für Kommissar Huldar und die Psychologin Freya, auf deren nächste Zusammenarbeit ich sehr gespannt bin.

— misery3103
misery3103

Beste Unterhaltund

— HexeLilli
HexeLilli

Weiter geht es mit Huldar, Ersa und Freya. Und natürlich mit einem neuen Fall. Ein Islandkrimi vom Feinsten.

— omami
omami

Stöbern in Krimi & Thriller

Oxen. Das erste Opfer

Sehr spannend und aufregend; macht neugierig auf die folgenden zwei Bände

Leserin3

Kreuzschnitt

Bogart Bull ist ein Kommissar, den ich gerne weiter begleiten möchte und auf dessen nächstes Abenteuer irgendwo in Europa ich gespannt bin.

misery3103

Durst

NEsbo knüpft mit diesem Thriller wieder an alte Stärke an. Mehr oder weniger die Fortsetzung von "Koma"

hundertwasser

In ewiger Schuld

Ich bin mega begeistert. Habe das Buch innerhalb von einer Nacht durchgelesen, weil es so spannend war.

elohweih

The Girl Before

Spannend, jedoch ziemlich sprunghaft und teilweise schleppend geschrieben.

Lina-Mit-Ell

Böse Seelen

Anders als die bisherigen Bücher der Reihe - aber sehr gut und spannend

Thommy28

  • Rezensionen
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  • Anspruchsvoll!

    SOG
    Igela

    Igela

    19. September 2017 um 16:24

    2004 wird in Reykjavik die 8 jährige Vaka Orradottir vermisst und kurz darauf tot aufgefunden. Der Mörder, ein Familienvater, wird verhaftet und inhaftiert. 12 Jahre später,wird eine Zeitkapsel,in der Briefe ehemaliger Schüler versiegelt wurden, gehoben. In dem damaligen Projekt, das mit einer Schulklasse in Amerika durchgeführt wurde, mussten die Schüler aufschreiben, wie sie sich ihr Land, ihre Stadt ,in 10 Jahren vorstellen. Ein Aufsatz fällt aus dem Rahmen, denn er enthält eine Liste mit den Initialen möglicher Todesopfer.Kurz darauf taucht das erste Opfer auf und Kommissar Huldar, der nach dem letzten Fall degradiert wurde, muss sich und seinen Vorgesetzten beweisen , dass er immer noch Leistung erbringt. Wieder führt ihn der neue Fall ins Kinderhaus zu der Psychologin Freyja und gemeinsam machen sie sich an die Aufklärung des Verbrechens, das sie auch zum Fall der 8 jährigen ermordeten Vaka führt. Dies ist der zweite Fall von Huldar und Freyja und meiner Meinung nach ganz klar eine Fortsetzung, obwohl der Fall in sich abgeschlossen ist . Vor allem die privaten , aber auch beruflichen Probleme von Huldar und Freyja , gehen in "Sog" nahtlos weiter. Ich denke, es ist von Vorteil das erste Buch "DNA" gelesen zu haben, gerade um die Degradierung und die privaten Schwierigkeiten zu verstehen. Immer wieder wird Bezug genommen und ich kann mir nicht vorstellen, dass man folgen kann, wenn man diese Details nicht kennt. Der Prolog sagt schon einiges aus! Es geht um Kinder und ich kann mir vorstellen, dass es gerade für sensible Leser in der Beziehung zu brutal sein könnte. Der Plot, die Idee der Zeitkapsel ,empfand ich als wahnsinnig einfallsreich und toll. So zieht sich diese Idee auch wie ein roter Faden durch das ganze Buch und entwickelt sich zu einer spannenden Story. Die Autorin verlangt einiges vom Leser. Die nicht geläufigen Namen, die vielen Personen und ihre Geschichten , die verschiedenen Erzählstränge sind eine Herausforderung und verlangen konzentriertes Lesen. Dies ist definitiv keine Geschichte, die man "nebenher" liest. Als mühsam habe ich empfunden, dass die nicht geläufigen Namen so gewählt wurden,dass sie Ähnlichkeiten  aufweisen. Zwei für die Story wichtige Personen heissen zum Beispiel "Pröstur" und "Porvaldur". Schade wurde hier nicht differenzierter gewählt. Dafür ist der Schreibstil klasse und ich mag die Mischung von Ermittlungen und Privatem, die die Autorin gewählt hat. Privates zwischen Huldar und Freyia wird zwar zeitweise etwas ausschweifend und pubertär. Ihr Balz und Liebesgerangel ist dennoch amüsierend. Als etwas nervig empfand ich das Kompetenzgerangel zwischen Huldar und seiner Chefin, die in "DNA" noch eine Kollegin war. Ein guter Thriller, der spannend ist und wohl noch mitreissender, wenn das sortieren der (zu) vielen Figuren nicht wäre.In dem Bereich hätte etwas abgespeckt werden dürfen.

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  • Schmerz verjährt nicht

    SOG
    Janna_KeJasBlog

    Janna_KeJasBlog

    18. September 2017 um 19:51

    Endlich ist er da, der von mir langersehnte Folgeband! „DNA“ konnte mich im vergangenen Jahr vollkommen überzeugen und dieses Buch steht seinem Vorgänger in keinster Weise nach. Die Fälle selbst sind in beiden Büchern in sich abgeschlossen und stehen somit nicht in Verbindung zueinander. Es gibt einen wirklich kurzen aber sehr guten Einblick der privaten Entwicklungen und so kann dieser 2. Band auch für sich allein gelesen werden – es wäre jedoch wirklich schade um die gelungene Geschichte die Euch dann entgehen würde! Da die Autorin Yrsa Sigurdardóttir ihren Protagonisten, neben den Ermittlungen, viel Raum gibt, bauen in diesem Fall die beiden Bücher aufeinander auf. Somit lassen sich Spoiler zu Band 1 und den beiden Protagonisten Huldar und Freyja nicht gänzlich vermeiden. Durch den Klappentext ist deutlich herauszulesen das die folgenden Ereignisse und Fälle miteinander verbunden sind. Dies mindert jedoch nicht die Spannung beim Lesen, da sich die ersten Verknüpfen bereits am Anfang ergeben. 2004 Vaka wartet frierend auf ihren Vater. Nachdem sich der Schulhof immer mehr leert, ist sie glücklich eine Mitschülerin zu entdecken. Es war Vakas Idee zu dem Mädchen zu gehen um telefonieren zu können, das Mädchen wirkte jedoch entsetzt. Nur schnell telefonieren, dann ist sie zu Hause, doch das unheimliche Gefühl in diesem fremden Haus erdrückt sie fast. Kurz darauf wird sie von ihren Eltern als ‚Vermisst‘ gemeldet. 2016 Eine zehn Jahre alte Zeitkapsel mit der Ankündigung einer Mordserie findet sich auf Huldars Schreibtisch wieder. Die Opfer sind nur mit ihren Initialen erwähnt. Zeitgleich findet sich ein abgetrenntes Hände-Paar im Hot Tub (Whirlpool) eines Mannes. Wie auch im ersten Band, arbeiten Huldar (Polizist) und Freyja (Psychologin) eher ungewollt zusammen – zu mindestens wenn man Freyja fragen würde. Das Verhältnis der beiden ist zu Beginn sehr angespannt. bei ihrem ersten gemeinsamen Fall bekleideten beiden noch Führungsposition, dies änderte sich nach der Aufklärung in Band 1 und sie wurden degradiert. Während Huldar sich damit abgefunden hat und gar nicht allzu unglücklich darüber ist, wirft Freyja ihm diesen beruflichen Umstand vor. Das anfänglich – doch eher schwer erarbeitete Knistern zwischen ihnen – ist einem fast noch größeren Graben wie bei ihrem ersten beruflichen Aufeinandertreffen gewichen. Doch die Zeit für Vorwürfe und Groll ist nicht gegeben – zu viele Fragen wirft die Morddrohung auf. Und je mehr Freyja und Huldar sich in diesen Ermittlungen einarbeiten, je undurchsichtiger wird es. Keiner weiß etwas, niemand hat etwas gesehen und gehört. Die einzigen Dokumente und Unterlagen die Antworten hätten geben können, sind nicht existent. Dies erzeugte eine hohe Spannung beim Lesen, wirft Fragen auf, die mich für ihre Antworten durch die Seiten fliegen ließen. Ja, der Titel „SOG“ ist Leseprogramm, denn das Buch erzeugt einen regelrechten LeseSOG. Nach und nach ich erhielt ich Antworten und glaubte zu wissen, welche Fäden zusammen gehören. In diesem Glauben befürchtete ich schon eine Auflösung die nachvollziehbar, aber nicht überwältigend ist – weit gefehlt! Es gab einen klitzekleinen Hinweis, dieser jedoch wurde mir erst bewusst, als die Auflösung schwarz auf weiß vor mir stand. Was ich an der Autorin bewundere ist ihre Kunst der Andeutung! Weder die Morde, noch der Leichenfund werden detailliert beschrieben. Und doch stellt sich direkt das eigene Kopfkino ein. Die Autorin lässt ihre Protagonisten, ihre Empfindungen, sprechen – das Gefühl der Übelkeit, dem unangenehmen Geruch. Im Groben wird genannt um welchen Tötungsakt es sich handelt, der Rest wird der Fantasie des Lesers überlassen. Und diese entstehen zu lassen, ohne zu beschreiben, darin versteht sich Yrsa Sigurdardóttir. Wieder einmal ein Thriller ohne sich überholende Szenen oder zwanghaftem Spannungsbogen – sehr zu meiner Freude. Der Fall selbst überzeugt! Die Ermittlungen zogen mich in ihren Bann und ich empfand es mehr als angenehm keine Action vorzufinden. Dafür hätte es ein bisschen weniger Baldur sein dürfen – Freyjas Bruder muss leider sinnbildlich dafür herhalten. Mir war es, ähnlich wie im ersten Band, stellenweise zu ausführlich. Eine Charakter-Skizzierung ist mir ebenso wichtig wie wohl jedem Leser – diese machen die Protagonisten lebendig. Hier jedoch geht es vielmehr um die Lebensumstände, als um eine Entwicklung und so hätte es für mich persönlich etwas knapper ausfallen dürfen. Wobei ich ehrlich gestehen muss, das es amüsant war zu lesen, wie Huldar von einem Fettnäpfchen ins nächste stampft. Sein neuer Kollege Gudlaugur (die isländische Schreibweise ist im Buch zu finden, was ich sehr schön und authentisch finde) war mir bereits zu Beginn sympathisch und ich würde mir wünschen ihn auch in den hoffentlich zukünftig kommenden Bänden wieder anzutreffen. Wie dem Klappentext zu entnehmen ist, wird eines der Opfer missbraucht und im späteren Verlauf verstärkt sich ein ganz bestimmter Verdacht immer mehr. Die Autorin verzichtet gänzlich auf eine Beschreibung und doch könnten bestimmte Szenen beim Lesen triggern! Besonders die spätere Zusammenführung der einzelnen Puzzleteile hatte für mich eine ganz eigene Intensität. Das Schweigen, der Zusammenhalt, das Augen verschließen ist leider viel zu Nahe an der Realität …Ebenso konnte der Epilog mich nochmals einnehmen – nicht gestellte Fragen erhalten eine Antwort und erzeugen Gänsehaut. "Aber niemand fragte, was passiert sei."(S. 391) | © Janna von www.KeJas-BlogBuch.de |  

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  • Yrsa ist mit dem zweiten Buch zu meiner Lieblingautorin gekrönnt worden!

    SOG
    buchernarr

    buchernarr

    18. September 2017 um 17:29

    Bereits mit Dna hat es Yrsa Sigurdadóttir geschafft mich mit ihrem Schreibstil und dem einzigartigen Plott zu überzeugen. Dies hat sich auch in ihren aktuellen Thriller Sog nicht geändert. In Gegensatz, auch hier konnte ich das Buch kaum aus den Händen lassen. Bei „Sog“ handelt es sich nämlich um den zweiten Fall für den sympatischen Kommissar Huldar. Nach seiner Degradierung im Dienst beschäftigt er sich in diesem Fall mit einer Art Zeitkapsel, wo die Kinder in Island aufgeschrieben haben wie sie sich das Leben in zehn Jahren vorstellen. Eines der Kinder jedoch hat nach mysteriöser Art und Weise einige Personen aufgelistet, die in den folgenden Jahren ermordet wurden. Als Huldar beginnt Leichen aufzuspüren, fängt er an eine Verbindung zu der Nachricht aus der Zeitkapsel herzustellen. Kinderpsychologin Freya und Huldars ehemalige Freundin ist als Ratgeberin wieder mit von der Partie. Wer den ersten Band noch nicht gelesen hat kommt auch so gut in die Geschichte rein, da es sich um in sich abgeschlossene Fälle handelt. Man wird aber mit Sicherheit so begeistert sein von dem Buch dass der erste Band auch ohne Zweifel folgen wird. Somit empfehle ich die Reihenfolge doch zu behalten um die privaten Teile der Geschichte chronologisch richtig zu lesen.

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  • Im Sog der Rache

    SOG
    amena25

    amena25

    18. September 2017 um 14:09

    Wie auch im Vorgängerband ,,DNA“ werden in ,,Sog“ brutale und grausame Morde begangen, die in der Form im beschaulichen Island normalerweise nicht vorkommen. Auch hier spielt die Vergangenheit eine wichtige Rolle. In Reykjavik wird eine Zeitkapsel mit Schüleraufsätzen gehoben. Die Schüler beschrieben im Jahre 2006 darin, wie sie sich Island im Jahr 2016 vorstellen. Neben kindlichen Wünschen und Vorstellungen findet sich auch ein verstörender Text, der den Tod von 6 Personen vorhersagt. Allerdings werden nur Initialen genannt, weswegen die Polizei den Brief zunächst nicht besonders ernst nimmt. Als dann allerdings in einem Hot Tub zwei abgeschnittene Hände gefunden werden und es kurz darauf einen weiteren Toten gibt, wird die Polizei aktiv. Kommissar Huldar, der nach dem letzten Fall degradiert worden ist und nun seine frühere Kollegin Erla als Chefin hat, sieht eine Chance, sich durch diesen Fall rehabilitieren zu können. Außerdem bietet sich so für ihn die Möglichkeit, die Kinderpsychologin Freyja in den Fall einzubinden und so den Kontakt zu ihr wieder aufzunehmen. Seit dem letzten Fall zeigt sie ihm die kalte Schulter, dennoch ist Huldars Interesse an ihr nach wie vor groß. Die Brutalität der Morde, die auf Racheakte schließen lassen, wird etwas aufgelockert durch Huldar und Freyja, die wie Katz und Maus umeinander herumschleichen. Huldar mit all seinen Fehlern und Schwächen hat einen ganz besonderen Charme. Über seine beruflichen Misserfolge grämt er sich nicht besonders, auch seiner früheren Kollegin Erla gönnt er den Chefposten. Allerdings hat er weiterhin mit ihren Annäherungsversuchen zu kämpfen und tritt in fast jedes Fettnäpfchen, das sich irgendwo auftut. Freyja dagegen hat mit ihrem nicht  existierenden Privatleben zu kämpfen und kümmert sich um ihren Bruder im Gefängnis, der allerdings nicht besonders unter dieser Situation zu leiden scheint. ,,Sog“ ist wie auch der Vorgängerband sehr unterhaltsam, absolut spannend und zieht den Leser in seinen Bann. Yrsa Sigurdardóttir versteht ihr Handwerk meisterhaft!

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  • Sehr gelungene Fortsetzung

    SOG
    sChiLdKroEte

    sChiLdKroEte

    18. September 2017 um 11:28

    Nach seinem letzten Fall wurde Kommissar Huldar von seinen Leitungsaufgaben entbunden und muss wieder ganz unten anfangen. Die meisten seiner früheren Untergebenen meiden ihn. Auch die Beziehung zu der Kinderpsychologin Freya ist gescheitert. Bei der Arbeit muss er niedere Aufgaben verrichten. So bekommt er es mit einer unheimlichen Botschaft aus einer Zeitkapsel zu tun. Schüler sollten 2006 aufschreiben, wie sie sich Island und das Leben dort in zehn Jahren vorstellen. Eins der Kinder listete Initialen von Personen auf, die 2016 nicht mehr leben würden. Kurz darauf werden in Reykjavik zwei abgetrennte Hände aufgefunden. Die Herkunft ist unklar. Dann wird eine Leiche gefunden, schon bald darauf eine zweite. Huldar wird klar, dass die Nachricht aus der Zeitkapsel ernst zu nehmen ist. Bei „Sog“ handelt es sich nach „DNA“ um den zweiten Fall für Kommissar Huldar. Auch bei diesem zieht er wieder die Kinderpsychologin Freya als Beraterin hinzu. Da es sich um einen abgeschlossenen Fall handelt, ist es durchaus möglich, dieses Buch zu lesen, ohne den Vorgänger zu kennen. Um die privaten Verstrickungen und den Grund für Huldars Degradierung zu verstehen, ist es aber schon ratsam, ihn gelesen zu haben. Die Geschichte beginnt mit dem zwölf Jahre vor der eigentlichen Handlung spielenden Prolog direkt spannend. Ein achtjähriges Mädchen verschwindet, nachdem sie mit zu einer Klassenkameradin nach Hause ging, m dort zu telefonieren. Zu Beginn der Handlung gibt es einen kurzen Spannungseinbruch, aber spätestens nach dem Auffinden der abgetrennten Hände, ist sie wieder da und bleibt während der gesamten Geschichte erhalten. Die Verbindung zum Prolog ist zunächst unklar, wird aber im Verlauf der Handlung ersichtlich. Es gab immer wieder Hinweise auf mögliche Täter, aber erst am Ende hatte ich eine konkrete Vermutung, die sich dann auch mehr oder weniger bestätigte. Die Charaktere von Huldar und Freya sind interessant. Beide haben ihre Macken und Fehler. Freya ist recht sympathisch. Sie wurde ebenfalls degradiert und hat damit zu kämpfen. Huldar wollte die Leitungsposition nie und ist nicht böse darum diese los zu sein, Dass er wieder ganz unten anfangen muss und von seinen Kollegen gemieden wird, stört ihn aber schon. Er ist ein guter Ermittler, aber nicht immer sympathisch. Ich mag ihn dennoch und habe ihn gerne bei den Ermittlungen begleitet. Yrsa Sigurdardóttirs Schreib- und Erzählstil haben mir sehr gefallen. Die Geschichte ist flüssig geschrieben und lässt sich flott lesen. Einzig über die isländischen Namen bin ich das ein oder andere Mal gestolpert. Die Handlung ist logisch aufgebaut und die Auflösung am Ende schlüssig. Der zweite Band der Reihe um Kommissar Huldar und Kinderpsychologin Freya, „Sog“, hat mir, genau wie der erste, sehr gut gefallen. Es handelt sich um einen spannenden, inhaltlich gar nicht aus der Hand legen. Ich hoffe sehr auf weitere Fälle für die beiden und freue mich sehr darauf.

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  • Geheimnis der Zeitkapsel

    SOG
    Anett_Heincke

    Anett_Heincke

    18. September 2017 um 11:00

    Das Buch hat mir sehr gefallen. Es ist eine recht komplexe Geschichte, beginnend 2004, wo  die achtjährige Varka vergebens vor der Schule auf ihren Vater wartet. Nachdem sie zu einer Mitschülerin nach Hause gegangen ist, um zu telefonieren, wird sie vermisst. Weiter geht es mit der Gegenwart  und dem Fund einer Zeitkapsel in einer Schule und der Vorhersage, dass 2016  jemand sechs Personen töten wird. Nachdem Hulder nach einem schief gegangenen Einsatz von seinem sehr kurzen Chefposten degradiert wurde, muss er sich mit der Zeitkapsel befassen.  Inzwischen werden zwei abgetrennte Hände in einem Garten gefunden. Erla, die neue Chefin, übernimmt die Ermittlungen. Ein Zusammenhang mit der Drohung in der Kapsel wird noch nicht gesehen. Hulder findet den Schreiber. Pröstur, seine Schwester Sigrun und auch die Mutter verhalten sich merkwürdig. Freyja aus dem Kinderhaus wird von Hulder zur Mitarbeit gebeten. Diese hat wegen Hulders Fehler auch ihren Posten als Leiterin verloren und ist nicht gut auf ihn zu sprechen. Aber ihre Arbeit macht sie toll. Bei Pröstur’s Überprüfung stellt sich heraus, dass es keinerlei Unterlagen in mehreren Behörden über ihn gibt, obwohl er eine Vorgeschichte hat. Es wird noch ein Toter in einem Parkhaus gefunden, Menschen verschwinden, ein Sarg und abgetrennte Füße tauchen auf. Im Laufe des Buches werden komplizierte Zusammenhänge aufgedeckt, die alle mit der Vergangenheit von Pröstur und seiner Familie zu tun haben.  Durch diese komplizierten Verwicklungen und auch durch die fremden isländischen Namen musste ich mich beim Lesen schon ziemlich konzentrieren. Der Schreibstil war zum Glück nicht so schwierig und es ließ sich alles gut lesen. Am Ende war es eine sehr bedrückende und schlimme Familiengeschichte bzw. zwei Familiengeschichten.  Und das Ende vom Ende war noch einmal überraschend. Das Cover gefällt mir, sagt aber eher nichts über das Buch aus.

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  • sehr spannend

    SOG
    Vindoe50

    Vindoe50

    18. September 2017 um 10:16

    Das Buch beginnt mit Vaka, einem kleinen Mädchen in Island, das nicht von der Schule abgeholt wird. Sie geht mit einem Mädchen aus der Nachbarschaft mit nach Hause, um dort zu telefonieren, aber das endet tragisch. 2016: Kommissar Huldar ist nicht mehr Chef der Mordkmmission. Nach seinem letzten Fall ist er in Ungnade gefallen und degradiert worden. Er bekommt nur noch Unwichtiges zu tun. Derzeit sucht er nach einem ehemaligen Schüler, der vor 10 Jahren im Rahmen eines Schulprojektes einen Brief in eine Zeitkapsel gegeben hat, in welchem er für 2016 diverse Morde vorhersagt. Geht heute von dem Jungen eine Gefahr aus? Huldar wendet sich an Freya. Sie ist Psychologin am Kinderhaus. Im letzten Buch hatte sie einen Mann erschießen müssen, als sie mit Huldar  zusammengearbeitet hat. Und da ist auch noch der One Night Stand, den sie mit Huldar hatte. Er hat das gründlich vermasselt und sie hat eigentlich keine Lust, wieder auf ihn zu treffen. Aber es gibt auch noch einen aktuellen Fall, in dem Huldar unbedingt mitarbeiten will, da er Zusammenhänge vermutet. Es werden nach einer anonymen Nachricht in einem Garten abgetrennte Hände gefunden und der Grundstücksbesitzer kurz darauf ermordet.... Lange tappt die Polizei im Dunkeln. Nur Huldar sieht einen Zusammenhang und bemüht sich, im Team wieder akzeptiert zu werden. Erla, eine ehemalige Kollegin, ist nun seine Vorgesetzte. Sie gibt nicht viel auf das, was Huldar zu den Ermittlungen beitragen will. Zunächst! Ich fand das Buch sehr spannend. Manchmal aber auch recht brutal. Die Schilderungen der Opfer sind recht drastisch. Mir haben auch die Charaktere der Protagonisten gefallen, die die Autorin glaubhaft dargestellt hat. Überhaupt kann man sich alles sehr gut bildlich vorstellen, manchmal ein wenig zu gut. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe es an zwei Tagen verschlungen. Hoffentlich kommt bald ein neuer Band aus der Reihe heraus, den ich dann sicher auch wieder lesen werde.

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  • spannender Islandthriller

    SOG
    susehost

    susehost

    18. September 2017 um 08:51

    Island 2016. Nach seinem letzten Fall wurde Kommissar Huldar degradiert. Huldar leidet darunter, von seinen Kollegen geschnitten zu werden und nicht mehr in vorderster Reihe in der Mordkommission zu sein. Er bekommt nur noch das zugeteilt, zu dem andere keine Lust haben. Seine ehemalige Kollegin Erla ist nun seine Chefin. Im Augenblick ist Huldar damit beschäftigt, einen Schüler zu finden, der vor 10 Jahren Morde vorhergesagt hat. Alle Schüler sollten damals beschreiben, wie sie sich die Zukunft Islands vorstellen, die Aufsätze wurden in eine Zeitkapsel gegeben und nun wieder hervorgeholt. Der Schulleiter hat die Polizei benachrichtigt, als er von den seltsamen Mordvorhersagen las. Der Schüler hatte nur die Initialen der Namen derer genannt, die 2016 sterben würden. Leider war der Aufsatz anonym.  Und es gab einen Aufsatz mehr als Kinder in der Klasse. Hulda nimmt Kontakt auf zu Freya, der Psychologin vom Kinderhaus, um ihre Meinung dazu zu erfahren, ob der Junge von damals heute ein gefährlicher Serienkiller sein könnte. Auch Freya hat, nachdem sie im letzten Fall Huldars mitgeholfen hatte und einen Mann erschoss, jobmäßig noch unter den Geschehnissen zu leiden. Auf Huldar ist sie nicht gut zu sprechen. Huldar versucht, sich neben der Suche nach dem Schüler von damals in einen aktuellen Fall einzubringen, wo nach einer anonymen Nachricht abgeschnittene Hände in einem Whirlpool gefunden wurden. Kurz darauf wird der Besitzer des Grundstücks ermordet.... Ich hatte schon den Vorgängerband DNA gelesen, man kann das Buch aber gut als eigenständigen Band lesen. Der Schreibstil der Autorin ist mitreißend und sie versteht es, die Figuren mit ihren unterschiedlichen Charakteren zum Leben zu erwecken. Ich fand es z.B. sehr unterhaltsam, wie die Autorin Huldar dargestellt hat, einen Kommissar mit Ecken und Kanten, nikotinsüchtig, grantig, aber wenn er sich in etwas verbissen hat, genial. Sein Verhältnis zu Freya ist schwierig, da hat er einiges vermasselt. Im Vorgängerband war er mir nicht sehr sympathisch, aber inzwischen mag ich ihn. Auch Freya ist mir sympathisch, eine taffe Frau, kompetent und engagiert im Job, nur privat nicht gerade glücklich. Hin- und hergerissen ist ihr Verhältnis zu Huldar, mit dem sie ein One Night Stand verbindet.  Die Krimihandlung ist interessant, etwas düster, aber in sich schlüssig und die Geschichte ist gut aufgebaut, so dass es wirklich schwer fällt, das Buch aus der Hand zu legen. Das Buch fand ich durchweg spannend, die Morde und Beschreibungen der Opfer aber recht brutal. Schonungslos wird die jeweilige Situation beschrieben, das ist nichts für Zartbesaitete.  Einige Passagen fand ich aber auch recht humorig. Ein wenig Schwierigkeiten hatte ich manchmal mit den isländischen Namen, die teilweise sehr ähnlich waren, z.B. Gudmundur, Huldars alter Chef, und Gudlaugur, ein neuer Kollege. Man merkt aber auch sonst, dass die Handlung in Island spielt, was ich interessant fand. Für mich war SOG rundum gelungen und freue mich auf weitere Bände aus der Reihe.  

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  • Die Zeit holt sie ein...

    SOG
    CabotCove

    CabotCove

    18. September 2017 um 08:11

    „DNA“ setzt den Anfang zu einer neuen Reihe um Kommissar Haldur und Psychologin Freyja und den Thriller fand ich schon sehr gut, aber mit „SOG“ (Originaltitel Sogið = Drosselung/isländisch) hat Yrsa Sigurdardottir nochmal „eine Schippe drauf gelegt“ ! Sie hat wieder einmal einen Thriller geschaffen, der spannender nicht sein könnte. Ich habe schon mehrere ihrer Bücher (auch mit anderen Protagonisten, wie z. Bsp. der Rechtsanwältin Dora Gudmundsdottir) und sie hat mich nie enttäuscht. Wie ich das auch schon mehrfach in meinen Rezensionen schrieb, habe ich „meine liebe Not“ mit den meisten nordischen Autoren, die mir einfach entweder mit viel zuvielen Personen aufwarten (gut, das macht Stephen King auch...) oder aber teilweise echt langatmig schreiben (die Erfahrung habe ich halt gemacht...), doch diese Autorin (wie auch Jo Nesbo) ist eine angenehme „Ausnahme von der Regel“ ! Ein kleines Mädchen wird vergewaltigt und ermordet – ein grausameres Verbrechen kann man sich kaum vorstellen... Vor 12 Jahren wurde in einer Schule eine Zeitkapsel vergraben, die nun gehoben wird. Viele Schüler haben aufgeschrieben, wie sie sich Island dann zukünftig im Jahr 2016 vorstellen. Doch einer der Briefe fiel aus der Reihe: eine unheimliche Botschaft, die akribisch genau die Initialen von zukünftigen Mordopfern auflistet. Kurz danach werden zwei abgetrennte Hände in einem Whirlpool eines Staatsanwalts in der Stadt treibend gefunden. Doch noch hat keiner eine Vermisstenanzeige bei der Polizei gestellt... Schon bald taucht die erste verstümmelte Leiche auf, dicht gefolgt von einer zweiten, und es ist klar, dass die Botschaft aus der Zeitkapsel ernst zu nehmen ist... Kommissar Huldar von der Kripo Reykjavik übernimmt den Fall und bekommt so die Chance sich gleich auf mehreren Ebenen zu beweisen: von seinen Leitungsaufgaben entbunden, wird er von den meisten seiner früheren Untergegebenen gemieden, die Beziehung zur Kinderpsychologin Freyja ist ebenfalls ruiniert, was er zu reparieren hofft, indem er sie in die jetzigen Ermittlungen mit einbezieht ... Die Beziehung zwischen Huldar und Freyja nimmt wieder einen großen Teil der Geschichte ein. Im Grunde stört mich sowas eigentlich immer, aber hier passt es irgendwie sehr gut zur Handlung und „rundet“ sie meines Empfindens nach noch prima ab. Die Spannung baut sich vielleicht nicht nervenzerfetzend stark auf, steigt aber stetig an und man kann sich der Geschichte einfach nicht entziehen, so dass die 448 Seiten wieder sehr schnell ausgelesen waren. Jetzt heißt es wieder warten – auf den nächsten Fall von Huldar (und Freyja ?)..!

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  • Gefährliche Zeitkapsel

    SOG
    Lesemone

    Lesemone

    18. September 2017 um 08:07

    In einem fesselnden Schreibstil zieht die Autorin den Leser in den SOG des Buches hinein. Was anfänglich mit langweiligen Ermittlungen des degradierten Huldar beginnt, entwickelt sich nach und nach in eine verworrene Story. Die Autorin spannt ihre Leser sehr auf die Folter, da die Auflösung nicht näher kommt, sondern mit jeder Leiche alles noch komplizierter wirkt. Erst nach und nach werden die Verbindungen zueinander hergestellt und dadurch bleibt es bis zum Schluss spannend. Zwischen der Handlung wird noch die Beziehung zwischen Huldar und Freyja beleuchtet, da die beiden in dem aktuellen Fall wieder einmal zusammenarbeiten müssen und dadurch Zeit miteinander verbringen. Auch wenn man den Vorgängerband DNA nicht gelesen hat, kommt man mit der „nebensächlichen“ Beziehung zwischen den beiden Protagonisten gut klar, denn die aufzuklärenden Fälle sind immer in sich abgeschlossene Handlungen. Mir waren im Verlauf des Buches manche Stellen zu ausufernd erzählt, da hätte sich die Autorin etwas kürzer fassen können. Trotzdem fand ich das Buch spannend bis zum Ende und dank der sehr fesselnden Schreibweise der Autorin kam keine Langeweile auf.

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  • SOG Yrsa Sigradottir

    SOG
    karin66

    karin66

    18. September 2017 um 07:35

              Das Cover und der Titel des Buches haben sofort meine Aufmerksamkeit erweckt. Da ich von dem Autor schon DNA gelesen habe und total begeistert war, hatte ich dementsprechend hohe Erwartungen daran.Der Schreibstil ist wie gewohnt spannend und angenehm zu lesen. Ich konnte das Buch immer nur schwer zur Seite legen. Die einzelnen Personen sind vortrefflich gewählt.Zur Geschichte, in einer Zeitkapsel werden nach 10 Jahren Kinderaufsätze gefunden. Unter den Aufsätzen befindet sich auch einer ohne genannten Verfasser, der Namen von zukünftigen Mordopfern als Initialen, enthält. Kurz danach werden in einem Hot Tube zwei abgetrennte Hände gefunden. Kommissar Huldar ist nun gefragt, gibt es eine Verbindung zwischen den zwei Ereignissen.Ein bis zum Schluss spannender Thriller, den ich sehr gerne gelesen habe. Ich kann das Buch wärmstens empfehlen, es hat mir unterhaltsame Lesestunden geschenkt.        

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  • Aufregend7 bis zur letzten Seite

    SOG
    Nalik

    Nalik

    18. September 2017 um 03:24

    Dieses Buch hat es echt in sich. Während am Anfang erst mal nicht so viel passiert und man erst einma die Hauptdarsteller kennenlernt entwickelt es sich im Laufe des Lesens zu einem echten Pageturner. Zudem entwickelt sich das Buch in eine ganz andere Richtung wie erwartet uns das Ende hatmich wirkich überrascht. Zum Inhalt möchte ich nicht viel verraten, denn bei einem Krimi wäre das für die Spannung echt schade. Die Geschichte dreht sich um eine Zeitkapsel die geborgen wird und in dieser befindet sich ein Brief mit Initialen von möglichen Opfern. Als dann zwei abgetrennte Hände gefunden werden ist das Team um Kommisar Huldar in höchster Alarmbereitschaft. Für mich war es das erste Buch der Autorin aber definitiv nicht mein letztes, da es für mich ein wirklich guter gelungener spannender Krimi war.

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  • Spannung im Isländischen Winter

    SOG
    yesterday

    yesterday

    17. September 2017 um 21:14

    Auch beim Nachfolger zu "DNA" spielt Yrsa Sigurdardottir ihre Stärken aus: subtiler Grusel, blutige Taten und ein scheinbar immer leicht verbraucht aussehender Kommissar Huldar prägen die Krimi-Handlung. Was man bemängeln kann ist, dass Huldars private Probleme (diesmal nicht nur mit der Psychologin Freya) wieder sehr viel Raum einnehmen, die Ermittlungen aber nicht weiter stören. Hier wäre Potential, das Buch zu kürzen. Huldar, der "dank" des vergangenen Falls die Mordabteilung nicht mehr leitet, bekommt zu Beginn eine scheinbar unwichtige Aufgabe zugeteilt. Eine Schule meldete sich wegen eines Zettels, auf dem angeblich Morde für das aktuelle Jahr vorausgesagt wurden. Absehbar: daraus entwickelt sich natürlich Größeres und der Zettel stellt tatsächlich das Bindeglied einer Reihe von kreativen wie bestialischen Morden dar. Sowohl die Polizei als auch die teilweise wieder assistierende Freya (ebenso wieder mit viel Privatem vertreten) brauchen etwas lange, um bestimmte Zusammenhänge zwischen Zeugenaussagen, Taten und Beobachtungen herzustellen. Zusätzlich erschwert wird ihnen ihre Arbeit dadurch, dass im Archiv der Polizei, der Staatsanwaltschaft und anderer Behörden fast alle Unterlagen zu einem alten (und nun wieder interessanten) Fall einfach verschwunden sind. Damals wurde ein mutmaßlicher und später tatsächlich inhaftierter Kinderschänder freigesprochen. Huldar darf nun in mühevoller Kleinarbeit die Seilschaften hinter dem damaligen Verfahren aufdecken, um auch die aktuellen Fälle zu lösen. Spannung gibt es auf dem Weg dahin definitiv genug, der kalte Isländische Winter schafft die richtige Atmosphäre. "Sog" ist Programm, der Thriller lässt sich schnell lesen, auch wenn er kein komplett durchgehender Pageturner ist. Für Fans nordischer Spannungsliteratur aber auf jeden Fall eine Empfehlung.

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  • Spannung wachsender Thriller

    SOG
    Rebecca1120

    Rebecca1120

    17. September 2017 um 19:33

    Zehn Jahre alte Briefe mit Todesvoraussagen von einem  Jugendlichen ist der aktuelle Fall vom degradierten Kommissar Huldar. Er fühlt sich aufs Abstellgleis gestellt und ahnt noch nicht, dass sich dies zu einem aktuellen, brisanten wie brutalen Fall entwickelt…Die Geschichte beginnt eher unspektakulär mit dem Brief eines Schülers, der während des Projekts „Zeitkapsel“ vor 10 Jahren vergraben wurde. Daraus entwickelt die Autorin aber einen spannenden Thriller, bei dem immer mehr Bezüge zu aktuellen Morden und dem Verschwinden von Personen gefunden werden. Am Anfang habe ich mich mit dem Buch etwas schwer getan nicht nur wegen der ungewohnten Namen. Vielfach wird in meinen Augen zu sehr auf unwesentliche Details eingegangen. Aber nach dem ersten Drittel kam dann die Handlung und mit ihr die Spannung in Fahrt. Ab da war das Weiterlesen ein MUSS.Die Hauptfigur Huldar fand ich nicht so sympathisch, da er zwar ein guter, beharrlicher Ermittler ist, aber den Frauen gegenüber eher wie ein Elefant im Porzellanladen auftritt. Er weiß zwar was richtig wäre, schiebt dies aber immer vor sich her, wodurch Konflikte vorprogrammiert sind. Meine Sympathie gehörte Pöstur. Dieser Junge/Mann war  und ist noch immer frustriert, aber doch nur, weil er von allen Erwachsenen bisher nur enttäuscht wurde. Ein Wunder , das er seelisch nicht mehr verwundet wurde. Ich habe mich mit dem Buch gut unterhalten gefühlt und kann es allen Thriller-Fans empfehlen. Von mir gibt’s 4 Lese-Sterne.

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  • Gelungene Fortsetzung

    SOG
    AnnaMagareta

    AnnaMagareta

    17. September 2017 um 19:30

    „SOG“ ist nach „DNA“ der zweite Band der Autorin Yrsa Sigurdardóttir mit Kommissar Huldar und Psychologin Freyja. Das Buch lässt sich aber auch ohne Vorkenntnisse aus dem ersten Band lesen und verstehen. In Reykjavik wird eine 10 Jahre alte Zeitkapsel  mit Briefen von Schülern gefunden. In diesen beschreiben sie das Jahr 2016 und in einem Aufsatz befinden sich mehrere Mordankündigungen. Nachdem die ersten Leichen gefunden werden, hat Kommissar Huldar einen neuen Fall. Gemeinsam mit Psychologin Freyja beginnt er zu ermitteln….  Wie auch im ersten Band „DNA“  beschreibt die Autorin ihre Charaktere sehr individuell und  lebendig.  Durch wechselnde Perspektiven erhält man einen guten Überblick. Auch das Gefühlsleben  der verschiedenen Personen kann man dadurch gut nachvollziehen.  Die Probleme der Ermittler – insbesondere die von Kommissar Huldar – bleiben dem Leser nicht verborgen, so dass das Buch mehr als nur Spannung und einen Thriller bietet.  Die Spannung beginnt langsam und steigt nach dem ersten Drittel stetig an, so dass ich das Buch irgendwann gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Ereignisse sind grausam aber nicht blutig und auch auf zu viele Einzelheiten wird verzichtet. Während man sich anfangs noch fragt, wie die Ereignisse zusammenpassen, laufen nach und nach alle Fäden zusammen und bis zum Schluss werden alle wichtigen Geschehnisse aufgeklärt, so dass es zu einem runden und schlüssigen Ende kommt.  Durch 35 recht kurze Kapitel und den eingängigen Schreibstil von Yrsa Sigurdardóttirist das Buch schnell und leicht zu lesen. Mich hat der zweite Fall von mit Kommissar Huldar und Psychologin Freyja gefesselt und bei ihrem dritten Fall bin ich gerne wieder dabei.

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