Seelen im Eis

von Yrsa Sigurdardottir 
3,7 Sterne bei173 Bewertungen
Seelen im Eis
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (105):
Filzblumes avatar

Für mich sehr spannungsreich und mit unterschwelligen Gruselfaktor..

Kritisch (19):
eulenmamas avatar

Nicht ganz meins, obwohl ich Islandkrimis und Thriller mag, konnte mich leider nicht begeistern.

Alle 173 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Seelen im Eis"

Der neue Thriller von Islands Bestsellerautorin Yrsa Sigurdardóttir

'Nervenzerreißende Spannung…Es ist gar nicht so leicht, eine gute Geistergeschichte zu schreiben. Aber diese hier ist noch besser als 'Geisterfjord''. Frettabladid Newspaper

'Genial – ein Fest für alle Liebhaber von guter Spannungsliteratur!' Morgunbladid

''Seelen im Eis' ist noch stärker und kraftvoller als 'Geisterfjord' und bestätigt, dass Yrsa eine erstklassige Schriftstellerin ist.' Sigurjon Sighvatsson, Gewinner der Goldenen Palme für seinen Film 'Wild at Heart' und Regisseur der beiden Filme 'Geisterfjord' und 'Seelen im Eis'.

'Ein Chiller-Thriller, den man nicht alleine nach Einbruch der Nacht lesen sollte!' The Times

'Yrsa Sigurdardóttir kann wirklich Spannung erzeugen – genauso gut wie Stephen King.'

The Independent

Ist jetzt also der Tag der Abrechnung gekommen?

Als Óðinn den mysteriösen Tod zweier Jungen in einem Erziehungsheim untersucht, tun sich Abgründe auf. Je tiefer er gräbt, umso mehr gibt es Parallelen zu seinem Leben. Hat der viel zu frühe Tod seiner Frau etwas damit zu tun? Während er noch verzweifelt nach Antworten sucht, scheint etwas Bedrohliches immer näher zu kommen…

Yrsa Sigurdardóttir hat einen gespenstisch gruseligen und unglaublich spannenden Thriller geschrieben, den man nur bei verriegelten Türen und Fenstern lesen sollte.

Eiskalt, gespenstisch und fesselnd: Dieser Thriller ist wirklich nichts für schwache Nerven

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596195336
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:368 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:23.10.2013
Das aktuelle Hörbuch ist am 23.10.2013 bei Argon erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Filzblumevor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Für mich sehr spannungsreich und mit unterschwelligen Gruselfaktor..
    Seelen im Eis

    Fischer Verlag 2013
    „Als Óðinn den mysteriösen Tod zweier Jungen in einem Erziehungsheim untersucht, tun sich Abgründe auf. Je tiefer er gräbt, umso mehr gibt es Parallelen zu seinem Leben. Hat der viel zu frühe Tod seiner Frau etwas damit zu tun? Während er noch verzweifelt nach Antworten sucht, scheint etwas Bedrohliches immer näher zu kommen…“ Der Thriller hat 2 Handlungsstränge zwischen denen gewechselt wird. In einem untersucht Óðinn, Mitarbeiter bei der staatlichen Kontrollbehörde die Aufzeichnungen seiner plötzlich verstorbenen Kollegin Roberta. Die hat die Missstände in einem Erziehungsheim für Jugendliche unter die Lupe genommen, ob an den Unfall zweier Jungen, die dort ansässig waren, Ungereimtheiten gibt. Der andere Handlungsstrang führt uns in das Jahr 1974. in das Erziehungsheim Krókur. Das Ehepaar Veigar, der Heimleiter und Lilja, seine Frau führen das Heim sehr herzlos und streng. Als eines Tags ein Neuzugang in das Heim kommt, verändern sich die Dinge, als die junge Aldís, eine Mitarbeitern, die sonst den Kontakt mit den Jungs und den Arbeitern des Heims meidet, gezwungenermaßen Kontakt mit einem der Heimkindern aufnimmt.
    Die Autorin hat sich ein schwieriges Thema für ihren Thriller gegriffen, dieses meisterhaft umgesetzt. Ihre Figuren haben Tiefgang. Lange ist nicht klar, wie sich alles entwickelt, und am Ende überrascht sie den Leser wieder einmal.
    Mir hat dieser Roman wegen seiner emotionalen Tiefe gefallen.
    Die Spannung wird gehalten, bis zum Schluß. Der Thriller ist nicht so rasant wie manche andere, eher ruhig, wie das Leben dort, aber nicht ohne Nervenkitzel. 4,5 Sterne für diesen isländischen Thriller.

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    Lesebegeistertevor 9 Monaten
    ....Super..-.

    Das Buch beginnt mit dem Ende!!! Odinn ist seit kurzem allein erziehender Vater. Seine Frau hat ihr Leben mit einem Sturz aus dem Fenster beendet. In der Arbeit bei der staatlichen Kontrollbehörde, übernimmt Odinn den Fall seiner verstorbenen Kollegin. Dieser Fall hat Dilja so sehr beschäftigt, dass sie daran zerbrochen ist. Zwei Burschen sind in einem Erziehungsheim gestorben. Aber warum?? Auch Odinn geht dieser Fall sehr nahe. Ich finde dieses Buch sehr spannend, düster und auch ein bisschen gruselig. Kapitel für Kapitel erfährt man, was damals Schreckliches passiert ist. Mein erstes Buch von dieser Autorin aus Island. Ein Tipp von mir: Lesen Sie dieses Buch erst dann, wenn Sie sicher sind, dass alle Fenster und Türen verschlossen sind!!!

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    Aleshanees avatar
    Aleshaneevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: 3.5 Sterne: Nicht schlecht, aber ich hatte mir doch etwas mehr Spannung versprochen ...
    Es hat nicht alles gepasst, trotzdem war es sehr fesselnd zum lesen

    Nachdem gelungenen "Geisterfjord" wollte ich unbedingt mehr von der Autorin lesen - hatte mir hier aber definitiv mehr erwartet.

    Die Spannung hat leider oft gefehlt und es war auch nicht gruselig oder nervenaufreibend! Die beiden Handlungsstränge aus der Gegenwart und der Vergangenheit waren allerdings gekonnt aufeinander aufgebaut und ich hab doch mitgefiebert, wie diese beiden Geschichten zusammenhängen könnten.

    Óðinn war für mich ein eher unspektakulärer Charakter. Er arbeitet in einer staatlichen Kontrollbehörde in Island und kümmert sich erst seit kurzem um seine 11jährige Tochter Rún. Schon kurz nach ihrer Geburt hatten Óðinn und seine damalige Frau Lárá gemerkt, dass sie nicht zusammenpassen. Er hat es sich nach der Trennung recht einfach gemacht und ist sich seiner Vaterrolle nur ab und zu an den Wochenenden für kurze Eisdielenbesuche oder ähnlichem nicht wirklich gerecht geworden.
    Jetzt jedoch, nachdem Lárá zu Tode kam, bleibt ihm nichts anderes übrig und er hat sich mit seiner neuen Rolle arrangiert. Ich würde sogar sagen, dass er sich sehr große Mühe gibt und er damit einige Pluspunkte bei mir gesammelt hat. Ansonsten ist er aber nicht so ganz zu durchschauen - ein recht einfach gestrickter Mann, der ein einfaches Leben ohne große Schwierigkeiten allem anderen vorzieht. Trotzdem haben seine Passagen oft die Neugier geweckt, weil einige überraschende Wendungen eingetreten sind, mit denen ich nicht gerechnet hatte.

    Die zweite Perspektive, aus der erzählt wird, ist die von Aldís. Sie hat 1974 in dem besagten Erziehungsheim gearbeitet und so erfährt man Parallel zu Óðinn Nachforschungen, was wirklich damals passiert ist. Gerade hier gibt es spannende Momente und den Versuch, eine gruselige Atmosphäre zu erzeugen - bei mir kam sie nur dieses Mal leider gar nicht an. Mag sein, dass das an meiner momentanen Stimmung liegt ... aber der Nervenkitzel hat mir hier einfach komplett gefehlt.

    Dazu kommt, dass hier die Handlung oft konstruiert aufgebaut war und einiges durchschaubar bzw. nicht so ganz schlüssig. Darüber hab ich zwar hinweggesehen, da ich mich einfach von der Spannung treiben lassen wollte - die aber leider zwischendurch eben auch nachgelassen hat. Soweit, dass ich manche Stellen gerne überflogen hätte, ABER trotzdem so fesselnd, dass ich auf jeden Fall wissen wollte, was dahintersteckt. Ja ich weiß, das widerspricht sich, aber so war mein Gefühl beim Lesen.
    Daran ist auch der Prolog am Anfang schuld, denn hier erfährt man, wie die Geschichte endet - natürlich ohne viel zu verraten, wie es dazu kam und das hatte ich beim Lesen doch immer wieder im Hinterkopf und hat die Neugierde hoch gehalten.
    Der Schreibstil an sich war flüssig und detailliert, so dass man sich alles super vorstellen konnte, ohne sich zu sehr in unwichtigem zu verlieren.

    Zum Ende hin hats mich dann aber doch wieder so richtig gepackt, auch wenn einige Auflösungen schon vorher offensichtlich waren. Dafür gabs am Schluss nochmal eine sehr bittere Überraschung, mit der ich nicht gerechnet hatte.

    Fazit 3.5 Sterne

    © Aleshanee
    Weltenwanderer

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    NiWas avatar
    NiWavor 2 Jahren
    Isländischer Schauerroman

    Óðinn beginnt notgedrungen ein neues Leben mit seiner Tochter gemeinsam. Nachdem seine Ex-Frau gestorben ist, muss er sich um sein Kind kümmern und nimmt daher einen neuen Job in einer Behörde an. Doch als er sich gerade in das Untersuchungsmaterial über ein Erziehungsheim einarbeitet, häufen sich die mysteriösen Ereignisse und nicht nur Óðinn kriegt es mit der Angst zutun …

    Óðinn muss in seinem neuen Job die Zustände eines längst geschlossenen Erziehungsheims untersuchen. Wurde damals alles korrekt gehandhabt? Oder haben sich hier - wie in vielen anderen Einrichtungen - Dramen abgespielt? Beim Unfalltod zweier Jungen kommen bei ihm erhebliche Zweifel und allmählich eine Gänsehaut auf.

    Der Roman wird auf zwei Zeitebenen erzählt. An vorderster Stelle sind Óðinn und seine Tochter Rún, die das gemeinsame Leben entdecken. Man befindet sich mit ihnen mitten in einer Umbruchphase. Neue Wohnung, neuer Job, neues Leben. Denn nun darf er nicht nur jedes zweite Wochenende Vater spielen, sondern wird durch den frühen Tod seiner Ex-Frau zur vollen Verantwortung gezogen. Die Sorgen um seine Tochter Rún und die damit einhergehenden Veränderungen machen ihm zu schaffen und noch dazu trägt sich Unheimliches in seiner Umgebung zu.

    Der zweite Erzählstrang ist in den 70er-Jahren in genau diesem Erziehungsheim angesiedelt, das Óðinn in der Gegenwart untersucht. Hier begleitet man das junge Mädchen Aldís durch die Ereignisse und auch hier stellt sich beim Lesen Gruselstimmung ein.

    Der ganze Thriller ist in einem unheimlich düsteren und bedrückenden Stil geschrieben. Alltagshandlungen nehmen erheblichen Raum ein und ganz gemächlich baut sich Spannung auf. Dabei empfinde ich die Bezeichnung „Thriller“ jedoch als übertrieben, passender ist meiner Meinung nach eher das Etikett Gruselroman.

    Denn gruselig war es allemal, auch wenn es an typischen Schreckmomenten fehlt. Denn Óðinn beobachtet merkwürdige Begebenheiten, die ihn langsam an seinem Verstand zweifeln lassen.

    Ein düsteres, winterliches Ambiente zieht sich über alle Seiten. Egal ob man mit Aldís in den 70er-Jahren im Heim sauber macht oder mit Óðinn verzweifelt versucht eine Beziehung zu seiner Tochter aufzubauen - die Stimmung ist drückend und deprimierend. Außerdem weiß man schon im Vorhinein wie es ausgehen wird. Zumal das Ende von der Autorin gleich auf den ersten Seiten präsentiert wird, was mir trotzdem sehr gut gefallen hat.

    Ich bin lange nicht drauf gekommen, was hinter der Geschichte steckt. Im Nachhinein betrachtet war es offensichtlich, doch während des Lesens hatte ich niemals das Gefühl, dass die Handlung vorhersehbar ist. Das Ende - das richtige Ende - hatte definitiv einen Wow-Effekt parat, weil es meiner Meinung nach böse und speziell eingefädelt war. Zwar bleiben einige Fragen offen, mit denen ich aber gut leben und mich auf einen weiteren Island-Thriller freuen kann.

    Yrsa Sigurdardóttir erzählt ganz ohne Klischees, dafür mit einem Händchen für eine düster-drückende Atmosphäre. Die Autorin hat mich bereits zum zweiten Mal überzeugt und mir mit ihren Schreibkünsten schaurig-schöne Lesestunden beschert.

    Für Leser, die das unterschwellige Frösteln mögen, im düsteren Zusammenspiel von Winter und Schicksal Spannung finden, und sich gern auf eine Geistergeschichte einlassen, ist „Seelen im Eis“ auf jeden Fall sehr empfehlenswert.

    Kommentare: 13
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    WildRosevor 3 Jahren
    Hält nicht, was es verspricht

    Eins vorweg: Dieses Buch soll zwar ein Thriller sein, für mich aber konnte es diesen Anspruch nicht erfüllen. Ein paar gruselige Beschreibungen sollen wohl für einen Gänsehaut-Effekt sorgen, aber zumindest ich wurde davon nicht weiter berührt. Auch sonst fehlen für mich die Elemente, die ein Buch zu einem Thriller machen. Ich finde vielmehr, dass es sich bei "Seelen im Eis" um eine Kombination aus Krimi und Familiengeschichte handelt, leider um eine nicht allzu gelungene.
    Die zwei Punkte vergebe ich dafür, dass sich das Buch recht flüssig liest und die Geschichte durchaus Potenzial hat. Leider hat der Aufbau des Buches keine Spannung zugelassen. So wird, um ein Beispiel zu nennen, immer dann ein neues Kapitel aus einer anderen Sichtweise begonnen, wenn gerade etwas Spannendes zu passieren droht. Liest man aber etliche Seiten später, was der vermeintliche Knalleffekt, die vermeintliche überraschende Wendung gewesen ist, dann ist man meistens enttäuscht. Durch die Andeutungen der Autorin kann man sich leider vieles schon früher denken, als es tatsächlich aufgeklärt wird, und ist dementsprechend wenig davon beeindruckt.
    Hinzu kommt, dass aus der eigentlichen Geschichte um das Erziehungsheim Krokur, recht wenig gemacht wird. Ich fand die Beschreibung der dortigen Ereignisse eher träge, sie konnten mich nicht mitreißen und erschienen mir auch etwas unrealistisch.
    Kurz gesagt: Dieses Buch muss man nicht unbedingt gelesen haben.

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    Minjevor 3 Jahren
    Erziehungsheim

    "Seelen im Eis" von Yrsa Sigurdardottir erschien 2013 als Fischer Taschenbuch. 2012 erschien das Original in Reykjavik.

    Der Thriller spielt in Reykjavik zur gegenwärtigen Zeit und in Krokur, einem Erziehungsheim für schwererziehbare Jugendliche (Januar bis März 1974).

    Odinns Leben verändert sich. Seine Ex Frau stirbt, seine Tochter Run kommt zu ihm und er nimmt eine neue Arbeitsstelle an. An der Arbeitsstelle übernimmt er das Projekt einer verstorbenen Kollegin. Dieses Projekt beinhaltet, einen Bericht anzufertigen bezüglich Krokur. Kam es dort zur Anwendung von Gewalt? Kam es zu bleibenden Schäden? Besteht ein Anrecht aus Entschädigung?
    Wird Odinn der Belastung gewachsen sein? Er selbst und seine Tochter trauern. Dazu eine verantwortungsvolle Aufgabe....
    Und was passierte damals in Krokur? Aldis (ein Mädchen) arbeitet dort. Sie kommt dahinter, das Briefe und Süßigkeiten nicht weitergeleitet werden. Heimlich gelangt sie an die Briefe. Jeder der Briefe ist geöffnet, wurde also vom Heimleiterehepaar gelesen. Sie lernt dort Einar kennen , einen Jugendlichen, der schon etwas zu alt für Krokur ist. Sie wird schwanger von ihm. Und verlässt Krokur. Wenn Aldis 1974 noch jung war....dann lebt sie noch. Kennt sie Odinn womöglich?????

    Thema: Trauer. Der unterschiedliche Umgang mit Trauer, sowohl bei Odinn las auch Run. Bei der Heimleiterin und bei Ardis. Aus Trauer kann Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit entstehen. Aber auch Wut.

    Das Buch ist spannend geschrieben. Dadurch, das ein Ausschnitt des Endes an den Anfang gestellt wird, wird man ein wenig irregeführt.
    Das Ende selbst gefällt mir persönlich nicht ganz. Ich denke, die sich daraus ergebenden Konsequenzen für Run sind nicht gut.
    Das Buch ist lebendig geschrieben, ich habe es tatsächlich an einem Tag durchgelesen.
    Ich hätte gerne mehr gewusst über die Heimleiterin. Man erfährt nur von ihrem "Unglück" , wie sie sich verhält und wie sie später ist. Doch- war sie vielleicht schon immer ein hässlicher Mensch? Oder kam das wirklich durch dies Ereignis?
    Schade, dass immer wieder Gegner von Kinderpsychologen auftauchen. Missfällt mir.

    Fazit: Geisterfjord hat mir besser gefallen. Das Buch ist zwar gut, aber ich habe mir etwas mehr Nervenkitzel erhofft.

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    jasbrs avatar
    jasbrvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Leider kein überzeugender Thriller...
    Leider kein überzeugender Thriller...


    Leider konnte mich dieses Buch gar nicht überzeugen. Ich habe aufgrund des Untertitels "Island-Thriller" wirklich mit einem richtigen Thriller gerechnet und ging somit auch mit ganz anderen Erwartungen an das Buch. Hätte ich gewusst, dass es auch Mystery-Elemente enthält, hätte ich es wahrscheinlich gar nicht erst in die Hand genommen, da das nicht mein Fall ist.

    Es ist kein klassischer Thriller mit einem Mörder und der Aufklärung der Morde, was ich am Anfang auch spannend fand. Dann tauchten aber immer mehr Mystery-Elemente auf, mit denen ich gar nichts anfangen konnte. Besonders doof fand ich es, dass der Autor zwar anfangs diese Elemente einbaut, aber sie dann im Laufe des Buches total vernachlässigt. Das ist für mich nicht konsequent und ich habe mich mehrmals beim Lesen gefragt, was diese dann überhaupt für einen Sinn hatten. Gegruselt habe ich mich nicht.

    Der Aufbau des Buches ist an sich nicht schlecht, da es - abwechselnd in den Kapiteln - einmal aus dem heute und einmal aus dem Jahr 1974 erzählt. Leider gibt es aber auch hier meiner Meinung nach Schwächen. Die beiden Handlungsstränge sind nämlich bis knapp vor Ende des Buches nur oberflächlich miteinander verknüpft. Hier hätte meines Erachtens schon viel früher eine Verknüpfung stattfinden müssen, dann so hatte ich mehr als einmal den Eindruck, ich würde gerade zwei unterschiedliche Bücher parallel lesen.

    Auch der Anfang des Buches konnte mich gar nicht fesseln. Ich habe ca. 40 Seiten gelesen, dann lag es erst mal ein paar Wochen auf dem Nachttisch, weil andere Bücher interessanter waren. Dann habe ich es schließlich doch noch einmal in die Hand genommen, um dem Buch eine Chance zu geben. Aber weder die Entwicklung im Buch noch der Schluss konnten mich überzeugen. Zwischendrin hatte es spannende Momente, die leider aber schnell wieder abflauten. Auch die vielen Zufälle im Buch haben mir gar nicht gefallen. An sich war es mir einfach zu konstruiert und unrealistisch - vor allem der Schluss, den ich einfach nur daneben und überhaupt nicht nachvollziehbar fand.

    Ich denke nicht, dass ich mich nochmal an diesen Autor heranwage...

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    AnnaChis avatar
    AnnaChivor 4 Jahren
    Düster und beklemmend

    Das Buch ist geprägt von einer unheilvollen und dunklen Atmosphäre. Es beginnt mit einer Szene, bei der zwei Menschen in einem Auto an Auspuffgasen zu ersticken drohen... . Zwei Geschichten, eine aus den 70er Jahren, eine aus der Gegenwart, werden erzählt.

    Odinn recherchiert die Lebensverhältnisse in einem Jungenheim und den mysteriösen Tod zweier Jungen dort in den 70er Jahren, zunächst von Amtes wegen, aber mehr und mehr bestimmt von einer Neugier, die Wahrheit zu erfahren. Ohne zu ahnen, dass die damaligen Ereignisse sein Leben in der Gegenwart bestimmen und zerstören werden.

    Der Thriller enthält "Mystery-Elemente", die mich normalerweise eher nerven, die aber im Gesamtzusammenhang gut passen. - Am interessantesten aber fand ich die Schilderung der Lbensverhältnisse in einem isländischen Kinderheim in den 70er Jahren, die den Leser in ihrer Primitivität und Rückschrittlichkeit das Fürchten lehren.

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    walli007s avatar
    walli007vor 4 Jahren
    Eisiges Island

    Vor kurzem erst ist Odinns Ex-Frau bei einem Sturz aus dem Fenster ums Leben gekommen. Ein tragischer Unfall befindet die Polizei. Um sich gut um seine 11jährige Tochter kümmern zu können, nimmt Odinn eine andere Tätigkeit auf. In der Behörde ist die Tätigkeit zwar etwas öde, aber regelmäßig. Als eine Kollegin plötzlich stirbt, übernimmt Odinn ihre letzte Untersuchung, die sie nicht mehr abschließen konnte. Dabei geht es um die Vorgänge vor fast 40 Jahren in einer Art christlicher Besserungsanstalt für Jungen. Damals kamen zwei Jugendliche auf ungewöhnliche Weise ums Leben. Auch damals wurde die Sache als Unfall deklariert.


    Odinn ahnt nicht, welch unheilvolle Entwicklung er in Gang setzt. Nach dem Tod seiner Frau, sind er und seine Tochter noch lange nicht fertig mit der Trauer. Fast scheint der Geist Laras sie zu verfolgen. Beide schlafen schlecht und haben Albträume. Die Untersuchung verschlimmert die Sache beinahe noch, denn in der Unterlagen seiner Kollegin findet Odinn mehr Ungereimtheiten als vermutet.


    Voller düsterer Spannung liest sich dieser Roman wie ein Suspense-Thriller. Die Dunkelheit des nordischen Winters färbt die Bilder der Vorstellung schwarz-weiß. Dazu passend die niedergedrückte Stimmung Odinns und seiner Tochter. Auch wenn man vielleicht früh ahnt durch den Prolog noch bestärkt, welche Richtung ein Teil des Unheils nehmen wird, so ist man über andere Wendungen doch überrascht und bestürzt über die kleinbürgerliche Enge, die zu Ereignissen führt, die sich niemand jemals wünschen kann. Ein grausam packendes Buch, mit dem die Autorin ihre Leser nicht schont.

    3,5 Sterne

    Kommentare: 5
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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren
    Unheimlich und mysteriös

    Nach "Geisterfjord" mein zweites Buich der Autorin. Ich bereue, noch nicht mehr von ihr gelesen zu haben...

    Wieder beschreibt die Autorin perekt die unheimliche Grundstimmung der Geschichte. Seite für Seite wird es mysteriöser und spannender. Eine tragische Geschichte rund um ein kleines Mädchen, dessen Vater und ein "Erziehungsheim". Wie alles zusammenhängt bleibtlange im verborgenen. Den Schluss finde ich genial, passt wunderbar und man fantasiert, wie es wohl weitergehen könnte...

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Eltragalibross avatar



    In 10 Challenges haben sich dieses Jahr mehr als 700 Teilnehmer unseren herausfordernden Aufgaben gestellt! Wie jedes Jahr haben wir vom LovelyBooks-Team am Ende des Jahres nun die Aufgabe den Gewinner auszulosen, der nicht nur an einer oder mehreren Challenges sein Durchhaltevermögen erprobt hat, sondern der mit einer Portion Glück aus unserem reichlich gefüllten Loskorb gefischt wurde!
    Es hat uns viel Spaß gemacht, euch durch die Challenges zu begleiten und zu sehen, wie kreativ und einfallsreich ihr unsere Aufgaben gelöst habt! Danke für eure große Teilnahme und euer großartiges Engagement für die Lesechallenges aus 2013!


    GLÜCKWUNSCH, LESEFIEBER!

    Lesefiebers avatar
    Letzter Beitrag von  Lesefiebervor 4 Jahren
    Ja, versuche es gerade...! 😉
    Zum Thema
    DieBuchkolumnistins avatar
    Es wird immer früher dunkel und kalt, sehr kalt. Die perfekte Umgebung für unseren November Titel der Lesechallenge 2013 - "Seelen im Eis" von Yrsa Sigurdardóttir:

    Ist jetzt also der Tag der Abrechnung gekommen?
    Als Óðinn den mysteriösen Tod zweier Jungen in einem Erziehungsheim untersucht, tun sich Abgründe auf. Je tiefer er gräbt, umso mehr gibt es Parallelen zu seinem Leben. Hat der viel zu frühe Tod seiner Frau etwas damit zu tun? Während er noch verzweifelt nach Antworten sucht, scheint etwas Bedrohliches immer näher zu kommen…
    Leseprobe


    Bereits mit "Geisterfjord" konnte die isländische Autorin Yrsa Sigurdardóttir die Leser begeistern, ihr Schreibstil verursacht Gänsehaut pur! Auch ihr neuester Thriller versetzt die Kritiker wieder in Begeisterung und wir sind gespannt, ob es Euch ebenso gehen wird! Gemeinsam mit dem Fischer Verlag vergeben wir 50 Leseexemplare von "Seelen im Eis" für die Lesechallenge, für die Ihr Euch bis zum 10. November bewerben könnt! Wer alle Aufgaben erfolgreich bestanden hat und ganz oben auf dem Punktethron landet, der erhält einen KOBO GLO E-Reader sowie für den 2.-10. Platz jeweils ein großes Buchpaket aus dem Fischer Verlag.


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    danzlmoidls avatar
    Letzter Beitrag von  danzlmoidlvor 5 Jahren
    Mein E-Reader ist jetzt auch gekommen! Vielen lieben Dank!!!
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    Pressestimmen

    Wer Island-Krimis mag, kommt an diesem Roman nicht vorbei.

    Wie kaum eine andere versteht sie es meisterhaft, Atmosphäre zu schaffen, gruselig, unheimlich, beängstigend, irrational, beklemmend, böse.

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