Yu Hua

 4 Sterne bei 53 Bewertungen
Autor von Brüder, Der Mann, der sein Blut verkaufte und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Schreie im Regen

Neu erschienen am 28.11.2018 als Taschenbuch bei FISCHER Taschenbuch.

Alle Bücher von Yu Hua

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Brüder

Brüder

 (24)
Erschienen am 05.04.2012
Der Mann, der sein Blut verkaufte

Der Mann, der sein Blut verkaufte

 (11)
Erschienen am 01.01.2005
Leben!

Leben!

 (9)
Erschienen am 07.08.2008
Die sieben letzten Tage

Die sieben letzten Tage

 (5)
Erschienen am 27.04.2017
Schreie im Regen

Schreie im Regen

 (0)
Erschienen am 28.11.2018
To Live: A Novel

To Live: A Novel

 (1)
Erschienen am 18.12.2007
Brothers

Brothers

 (1)
Erschienen am 21.01.2010
Boy in the Twilight

Boy in the Twilight

 (1)
Erschienen am 07.10.2014

Neue Rezensionen zu Yu Hua

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anenas avatar

Rezension zu "Leben!" von Yu Hua

Ein Landleben in China
anenavor 2 Monaten

Yu Hua schildert in knappen Worten das Leben von Fugui, einem Mann, der auf dem Lande in China wohnt, und dessen Leben ein ständiges Auf und Ab erfährt.  Die Geschichte beginnt etwa mit der Kapitulation der Japaner 1945 und hat viele interessante historische Details. Sehr lesenswert, wenn man sich für chinesische Kultur interessiert, allerdings auch sehr traurig. Der Roman wurde von Zhang Yimou verfilmt.

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Igelas avatar

Rezension zu "Die sieben letzten Tage" von Yu Hua

Gesellschaftskritische Story in China!
Igelavor einem Jahr

Yang Fei stirbt mit 41 Jahren und befindet sich eine Woche lang am "Ort der Unbegrabenen". Er denkt über sein Leben nach…seine Kindheit, die er als Findling bei seinem liebevollen Ziehvater Yang Jinbiao verbracht hat, und seine Liebe zu Li Qing. Er trifft aber auch andere Tote, die ebenfalls auf ihr Begräbnis warten und entdeckt dabei, dass nicht immer alles so ist, wie es in der Zeitung steht.


Skurril ist das Wort, das mir spontan eingefallen ist, als ich den Klappentext von diesem Buch las. Diese Geschichte ist ohne Zweifel skurril und man muss sich ohne Vorbehalte darauf einlassen . In dieser Story werden Tote zu Schnäppchenjägern, Skelette sitzen auf dem Boden und spielen "Go" gegeneinander und man schmunzelt doch ab und zu ob all den Kuriositäten vor dem Bestattungsinstitut.

 Doch die Geschichte um Yang Fei ist noch viel mehr. In der Provinz Chinas wird er unter speziellen Umständen, die für mich etwas unwahrscheinlich sind, geboren. Und wächst bei seinem Ziehvater auf. Die Beziehung zwischen Vater und Sohn hat mich tief berührt und zieht sich durch das ganze Buch. 

Man findet jedoch auch eine ironische Seite:  wie die Bürokratie, die sogar das Sterben diktiert. Gesellschaftskritisch die thematisierte Geburtenregelung und die Staatspolitik Chinas . Ebenfalls die Klassenunterschiede, die sogar noch nach dem Tod im Wartesaal des Todes, wabern. VIP Toter oder Normalsterblicher. Der Sarg und die Beerdigungszeremonie bringt es ans Licht! 

Das Buch ist auch Satire…ein Hoch auf die chinesische Arbeitsmoral , Prestigeobjekte und Genauigkeit!

Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten. Gerade die Dialoge, sind gefühlsarm und knapp. Seitenweise und dies vor allem in den Erinnerungen fehlt die direkte Rede und so wird die Ich Perspektive Yangs zu einer Erzählung. Trotzdem hat die Geschichte einen unheimlichen Sog, dem ich nicht ausweichen konnte.

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, mit leisen Untertönen erzählt der Autor eine gesellschaftskritische und unterhaltsame Story!

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killmonotonys avatar

Rezension zu "Die sieben letzten Tage" von Yu Hua

Rezension: Die sieben letzten Tage
killmonotonyvor einem Jahr

Surreal, komisch und äußerst charmant erzählt Yu Hua in „Die sieben letzten Tage“ die Geschichte von Yang Fei. Dieser ist allerdings bei Beginn des Buches bereits tot – die Handlung umfasst die erste (und letzte?) Woche als Toter und ermöglicht dem Leser, in die gesamte Vergangenheit Yang Feis zu blicken. Yang Fei, einst ein Findelkind, wurde liebevoll von Yang Jinbao groß gezogen, der ihm eine wahnsinnig liebevolle Kindheit schenkte, seitdem er ihn auf den Zugschienen liegend gefunden und gerettet hat. Sein Leben lang steckt Yang Jinbao zurück, um Yang Fei eine möglichst gute Kindheit zu ermöglichen, er erlaubt es sich nicht einmal, sich zu verlieben. Liebevoll erinnert sich Yang Fei zurück an die Zeit seiner Kindheit, seines Erwachsenwerdens, und der Geschichte vom Medienrummel, der ausbricht, als seine biologische Mutter versucht, ihn zu finden. „Das Schienenkind“ Yang Fei erinnert sich in den sieben Tagen nach seinem Tod jedoch nicht nur an Kindheit und Jugend, sondern auch an seine erste Liebe, die ihn später wegen einem Anderen verließ.

Im Reich der Toten angekommen, findet Yang Fei sich zunächst im Bestattungsinstitut wieder, doch da er sich um Lebzeiten weder um Grab noch Urne gekümmert hat, kann er sich nicht verbrennen lassen. Trostlos wandert er weiter und trifft in der nebligen Zwischenwelt nicht nur seine ehemalige Frau Li Qing, sondern auch seine Ziehmutter und andere Menschen, mit deren Leben er auf die eine oder andere Weise in Berührung gekommen ist. Sei es das Kind, dem er vergünstigt Nachhilfe geben sollte, das mitten in Trümmern einer ohne Vorwarnung eingerissene Wohnsiedlung seine Hausaufgaben macht und auf seine Eltern wartet, oder der Restaurantbesitzer, bei dem er viele Male schon gespeist hat, und in dessen Restaurant Yang Fei auch sein Leben gelassen hat: All diesen Menschen begegnet er in der Totenwelt, da diese auch kürzlich aus dem Leben geschieden sind. Doch eine Person scheint sich vor ihm zu verstecken, so gut er auch sucht: Sein Ziehvater Yang Jinbao, der über Nacht Yang Feis Haus verlassen hat; vom Krebs geschwächt und möglicherweise bereits tot. Yang Fei wünscht sich nichts sehnlicher, als von seinem Vater Abschied zu nehmen und Antworten darauf zu bekommen, warum dieser plötzlich verschwunden ist…

„Wer ein Grab hat, hat eine letzte Ruhestätte, wer keins hat, bekommt das ewige Leben. Was ist Ihrer Meinung nach besser?“

Die vollständige Rezension findet ihr auf meinem Blog: http://killmonotony.wordpress.com

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