Yui Spallek

 3,5 Sterne bei 2 Bewertungen
Autorenbild von Yui Spallek (©Yui Spallek)

Lebenslauf von Yui Spallek

Ich schreibe bereits seit meiner Teenagerzeit. Angefangen mit Fanfiction, um kurz darauf eigene Geschichten zu erfinden. An Fantasie mangelte es mir dabei bis heute nie.

Im Moment schreibe ich hauptsächlich im Bereich Gay-Literature, bin aber auch dem Fantasy-Genre gegenüber nicht abgeneigt. Da ich absoluter Japan-Fan bin, spielen meine Geschichten oft im Land der aufgehenden Sonne und ich bin auch immer wieder auf Anime/Manga-Convention anzutreffen.

Alle Bücher von Yui Spallek

Cover des Buches Mit Leib und Leben (ISBN: 9783863617479)

Mit Leib und Leben

 (2)
Erschienen am 21.02.2019
Cover des Buches Mit Leib und Leiden (ISBN: 9783863618438)

Mit Leib und Leiden

 (0)
Erschienen am 16.08.2020

Neue Rezensionen zu Yui Spallek

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Cover des Buches Mit Leib und Leben (ISBN: 9783863617479)79yvis avatar

Rezension zu "Mit Leib und Leben" von Yui Spallek

Ich bin zwiegespalten
79yvivor 2 Jahren

Ein Debut zu lesen, finde ich immer extrem spannend. Es sind Geschichten, die meist schon lange im Kopf herumspuken, bis sie überhaupt den Weg auf das Papier und letztendlich in den Buchhandel finden. Die erste eigene Veröffentlichung ist somit immer etwas ganz Besonderes für den Autor. „Mit Leib und Leben“ ist so ein Erstlingswerk.

Leider muss ich als allererstes etwas los werden, was mich maßlos geärgert hat. Hier dürfte sich aber vor allem der Verlag angesprochen fühlen. Anscheinend legt Himmelstürmer keinen großen Wert auf ein ordentliches Lektorat, denn sofern das Buch eines durchlaufen hat, ist dieses nur rudimentär ausgefallen. Man stolpert beim Lesen laufend über Fehler. Ich spreche hier nicht von einer Hand voll im ganzen Text, sondern von Schnitzern jeglicher Couleur (Rechtschreibung, Interpunktion, Grammatik), auf gefühlt jeder zweiten Seite. Dem zahlenden Leser gegenüber, der für das eBook stolze 16 Euro hinblättert, empfinde ich das wirklich als eine Frechheit!

Nun aber zur eigentlichen Story. Der Erzählung um Shun und Suwa merkt man an, dass es sich um ein Debut handelt. Meiner Meinung nach, ist hier handwerklich noch deutlich Luft nach oben, vor allem was die Gedankenwelt des personellen Erzählers betrifft. Sein Gegenüber wird oft mit „der Ältere“, „der Jüngere“, „der Blonde“, „der Kleinere“ bedacht. Etwas, dass mich beim Lesen irre macht, da mir im realen Leben ja auch nicht „Ahh … der dunkelblond-grau Melierte ist zu Hause“ durch den Kopf geht, wenn mein Angetrauter durch die Haustür kommt. Und trotzdem konnte ich der Geschichte durchaus Positives abgewinnen. Yui Spallekt hat darin ihre Liebe zu Japan mit einfließen lassen. Es erwartet einen eine völlig andere Kultur, was durch das Thema Yakuza (japanischen Mafia) noch einmal gesteigert wird.

Shun, als Sohn eines Yakuza Oberhauptes, eigentlich hineingeboren in diese Welt, befindet sich dennoch außen vor und versucht mit allen Mitteln ein Teil der „Familie“ zu werden. Warum sein Vater sich dagegen stäubt, kann ich gut verstehen. Er will ihn schützen, weswegen Shun nach einem missglücken Anschlag auf seinen Vater auch einen persönlichen Leibwächter zur Seite gestellt bekommt. Für Shun eine weitere Einschränkung seiner nur knapp bemessenen Freiheiten. Mit Suwa als ständigen Schatten wird seine Suche nach Antworten bezüglich Internas der Yakuza schier unmöglich. Es dauert eine Weile, bis Shun begreift, dass er mit Suwa einen loyalen Mann hinter sich stehen hat. Der, wenn er es mit seinem Schutzauftrag vereinbaren kann, Shuns Wissbegier toleriert, manchmal sogar unterstützt und so werden die beiden zu einem eingeschworenen Team. Es bleibt nicht aus, dass sie sich auch auf zwischenmenschlicher Ebene annähern, was vor allem Suwa, in dieser Welt der strengen Regeln und festgelegten Abläufe, in Bedrängnis bringt.

Ich fand es spannend mitzuerleben, wie sich das Zusammenspiel zwischen Shun und Suwa entwickelt, wie zwei so unterschiedliche Charaktere auf einen Nenner kommen. Shun mit seiner naiven, behüteten Neugier und Suwa, unnahbar und darauf gedrillt, seine Aufgabe zu erfüllen. Leider wird die Story anfangs nur aus Shuns Sicht erzählt und wechselt erst im letzten Drittel des Buches zu Suwa, denn ich hätte gerne erfahren, wie der Lebwächter seinen Schützling zu Beginn wahrgenommen hat. Die Erklärungen zum Aufbau und den Hierarchien innerhalb der Yakuza, sowie die einzelnen Kampszenen fand ich gut und verständlich umgesetzt. Ich hoffe wirklich, dass der zweite Teil der Geschichte mich zusätzlich zum Inhalt dann auch qualitativ zu überzeugen vermag, denn das Potential ist sicherlich vorhanden. 

So leid es mir tut, und so fasziniert ich von der Grundidee von „Mit Leib und Leben“ auch bin, kann ich dem Buch aufgrund seiner Umsetzung bzw. des Preis/Leistungsverhältnisses nur eine sehr eingeschränkte Leseempfehlung aussprechen. Wer sich an den von mir genannten Defiziten nicht stört erhält einen Einblick in eine völlig andere Welt, wer dagegen Wert auf einen ungetrübten Lesefluss legt, sollte die Finger davon lassen. Ein Fall für die Rubrik „Geschmackssache“.

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Cover des Buches Mit Leib und Leben (ISBN: 9783863617479)Yuuras avatar

Rezension zu "Mit Leib und Leben" von Yui Spallek

Der Sturkopf und sein Samurai
Yuuravor 2 Jahren

Shun Fukagawa will endlich dazu gehören, er will endlich Teil der Yakuza sein, dessen Oberhaupt sein Vater ist. Doch obwohl er dessen leiblicher Sohn ist wird er mit seinen 21 Jahren noch immer nicht in die Sitten, Bräuche und vor allem Geschäfte eingeweiht. So schleicht er sich jedes Mal in die Treffen, um zumindest etwas mit zu bekommen. Doch bei einem Attentat auf seinen Vater kommt er selbst zwischen die Fronten und was dann geschieht, kann er selbst kaum glauben. Das Oberhaupt der Yakuza stellt ihm doch tatsächlich einen Leibwächter zur Seite, der ihm auf Schritt und Tritt folgen soll, was Shun natürlich so gar nicht passt. Doch was ihm noch viel mehr missfällt, ist die Tatsache, dass sein Leibwächter Takeo Suwa interessanter zu sein scheint, als er es wahrhaben will.

Mein erster Gedanke war, als ich anfing dieses Buch zu lesen, war, dass ich einen Manga über Yakuza in der Hand halte. Vieles erinnerte mich daran, ein Manga nur in Romanform. Doch genau das hat mich letztendlich so gefesselt. Durch den sehr umfangreichen, detaillierten, bildhaften und ausführlichen Schreibstil zaubert die Autorin eine wahre Flut an Bildern vors Auge, besonders bei den Kampfszenen hat man das Gefühl einen in Wort gefassten Actionfilm zu folgen. Leider kommt man dadurch doch hin und wieder durcheinander. Die Kämpfer drehen und wirbeln so viel hin und her, dass man einen verknoteten Charakter vor Augen hat ;). Doch die Autorin schweift nie unnötig ab und überhäuft einen mit zu viel Details und Einzelheiten, so dass keine ausschweifenden Beschreibungen langweilen.

Dennoch entwickelt sich erst alles im Laufe der Zeit, besonders die Beziehung zwischen Shun und seinem Samurai. Shuns Faszination an Suwa wächst mit der Zeit, doch warum genau, ist nicht immer wirklich nachvollziehbar, doch es ist wohl Tatsache, dass Suwa als einziger immer zu ihm hält, ihn immer begleitet und immer für ihn da ist, selbst in den dunkelsten Stunden. Er ist treu und zuverlässig und macht hin und wieder Dinge, mit denen selbst Shun nicht gerechnet hat. Suwa strahlt von Anfang an eine faszinierende, kühle, distanzierte Aura aus, die man sogar beim Lesen spüren kann, doch sie nicht abweisend, eher diszipliniert. Doch auch jemand wie Suwa hat seine Schwachstelle ;). Mir fehlte dennoch ein bisschen mehr Input seitens Shun, warum genau er Gefühle für Suwa entwickelt hat.
Im Laufe der Geschichte ändert sich auch mit einem Mal die Perspektive, erst erzählt uns Shun die Geschichte und seine Sichtweise auf die Dinge, doch ungefähr ab dem letzten Drittel wechselt es plötzlich zu Suwa. Leider hat die Autorin das nicht gekennzeichnet, sodass man erst etwas rauskommt und nicht ganz versteht, warum Shun plötzlich so anders denkt. Doch man merkt schnell, dass es nun Suwa ist, der uns die Geschichte erzählt. Hier allerdings fehlt dann mehr Hintergrund von Suwa, er bleibt in der Hinsicht recht kurz, ein wirklich tiefgründiger Einblick in beide Charaktere kann so nicht gänzlich stattfinden, besonders bei Suwa. Doch das Lesevergnügen nimmt dadurch nicht ab, denn man verfolgt am intensivsten die Entwicklung der Beziehung.

Shun ist eher das genaue Gegenteil von Suwa, trotz seiner Volljährigkeit, ist er gerade im Bezug auf die Geschäfte der Yakuza naiv und ist sich dem vollem Ausmaße der Belange dieser Vereinigung nie wirklich bewusst. Für ihn ist das alles eher ein großes Abenteuer, an dem er unbedingt beteiligt sein möchte, doch durch einen missglückten Zwischenfall wird ihm erstmalig bewusst, was wirklich hinter dem Ganzen steckt. Bei ihm wird eine Entwicklung am stärksten wahrgenommen. Durch mehrere Vorfälle wird Shun sich der Ernsthaftigkeit bewusst und auch durch Suwas Zuwendung wird er stärker und selbstbewusster.

Am meisten jedoch hat mich an dieser Geschichte die langsam entwickelnde Beziehung zwischen Suwa und Shun gefesselt. Manch einem mag dies zu lange dauern, doch ich für meinen Teil habe das ganze mit Spannung und flatterndem Herzen verfolgt. Gerade kleinen Momenten schenkt die Autorin ihren angemessenen und notwendigen Raum, sodass auch kleine Gesten ihre Bedeutung haben. Ich fand die sich eher langsam entwickelnde Beziehung zwischen den beiden fesselnd und habe sie mit Spannung verfolgt.

Die Autorin hat sich ausführlich über Kampfszenen informiert und soweit wie es möglich war über die Yakuza recherchiert, was bei so einem heiklem Thema natürlich ein paar Schwierigkeiten mit sich bringt. Deswegen hat sie sich hier auch ein paar Freiheiten genommen, dennoch ist alles sehr authentisch und realistisch und wirkt nicht übermäßig an den Haaren herbeigezogen. Auch muss man um alles zu verstehen, keine Japanologie studieren oder sich überwiegend mit japanischen Traditionen oder dergleichen auskennen. Unbekannte Begriffe wurden in den Fußnoten erklärt, sodass man beim Lesen nicht ins Stocken gerät oder Schwierigkeiten beim Verständnis bekommt. Durch die Verwendung der originalen Bezeichnungen wird die Geschichte authentischer und lässt einen besser in die Welt abtauchen.

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