Yukio Mishima

 4.2 Sterne bei 89 Bewertungen
Autor von Geständnis einer Maske, Nach dem Bankett und weiteren Büchern.

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Bekenntnisse einer Maske
Erscheint am 13.11.2018 als Hardcover bei Kein & Aber.

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Yukio MishimaGeständnis einer Maske
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Geständnis einer Maske
Geständnis einer Maske
 (20)
Erschienen am 03.10.1985
Yukio MishimaNach dem Bankett
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Nach dem Bankett
Nach dem Bankett
 (14)
Erschienen am 28.01.2002
Yukio MishimaDie Brandung
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Die Brandung
Die Brandung
 (2)
Erschienen am 01.01.1959
Yukio MishimaNach dem Bankett. Roman.
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Nach dem Bankett. Roman.
Yukio MishimaBekenntnisse einer Maske
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Bekenntnisse einer Maske
Bekenntnisse einer Maske
 (0)
Erschienen am 13.11.2018
Yukio MishimaUnter dem Sturmgott
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Unter dem Sturmgott
Unter dem Sturmgott
 (6)
Erschienen am 01.10.1994
Yukio MishimaDer Tempelbrand
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Der Tempelbrand
Der Tempelbrand
 (6)
Erschienen am 01.05.1994
Yukio MishimaSchnee im Frühling
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Schnee im Frühling
Schnee im Frühling
 (6)
Erschienen am 01.09.1995

Neue Rezensionen zu Yukio Mishima

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Rezension zu "Geständnis einer Maske" von Yukio Mishima

Rezension zu "Geständnis einer Maske" von Yukio Mishima
Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren

Geständnis einer Maske ist die Erzählung des inzwischen erwachsenen Kochan, der auf seine Kindheit und sein frühes Erwachsenenalter zurückblickt. Schon früh, so stellt er nun fest, entwickelte eine Faszination für Männer. Seine kränkliche Konstitution und die Erziehung durch seine Großmutter machen ihn zu einem zurückgezogenen Jungen. Mit der Zeit bemerkt er, dass seine Neigungen alles andere als gewöhnlich sind. Um nicht aufzufallen, versucht er sich den Umständen zum Trotz in die Gesellschaft einzupassen.
Mishimas Roman ist eine erstaunlich ehrliche Schilderung über das Leben eines Homosexuellen, umso mehr, da zumindest Abschnitte autobiographisch daherkommen. Verständlich und nachvollziehbar beschriebt er die Ängste, die Notwendigkeit zur Verstellung, die gleichzeitige Sehnsucht wie auch die Ablehnung, zu sein wie alle anderen. Trotz der persönlichen Umstände ist die Einfühlungsgabe des Autors, die Schilderung der (eigenen) Emotionen bemerkenswert. Besonders die zunehmende Entfremdung des Erzählers von sich selbst, die Entfernung von seinem eigentlichen Ich zugunsten des Eindrucks eines gewöhnlichen Menschen ist in aller Deutlichkeit dargestellt und reicht damit über das Thema der Homosexualität hinaus zu einer generellen Beschreibung des menschlichen Gruppentriebs und der Ablehnung von Andersartigkeit.
So beeindruckend aber auch Mishimas psychologische und philosophische Ausführungen daherkommen, so dürftig ist hier seine Erzählkunst. Die Handlung wird schlichtweg vernachlässigt. Zum Teil ensteht eher der Eindruck eines Aufsatzes, als der eines tatsächlichen Romans bzw. der einer Novelle. Dabei ist die dargestellte Handlung keineswegs so uninteressant; die Beziehung, die der Erzähler schließlich zu einer Frau entwickelt, hat durchaus das Zeug zu einer wirklich tragischen Geschihte. Mishima aber behandelt sie praktisch im Vorbeigehen, kümmert sich relativ wenig um seine einzelnen Charaktere. Zum Teil entsteht so der Eindruck eines Dozenten; statt die Geschehnisse für sich sprechen zu lassen, wird ein guter Teil der Interpretation vom Erzähler vorweggenommen. Ohne Zweifel hätte hier ein wirklich großer Roman entstehen können, hätte der Autor sich zum Teil etwas zurückgehalten und stattdessen die Handlung in den Vordergrund gerückt. Inhaltlich bleibt so ein von der Aussage überzeugendes, in der Ausführung aber keineswegs herausraugendes Werk.
Sprachlich bleibt Mishima unauffällig, was aber keine Kritik sein soll; der Roman liest sich flüssig, es gibt keine wilden Experimente. Die teilweise Holprigkeit ist zweifellos der Übersetzung geschuldet, (denn kein Autor dieser Klasse ist so offensichtlich unbeholfen in der sprachlichen Gestaltung; falls doch, hätte zumindest das Lektorat geschlampt) welche, wie so oft bei japanischen Romanen, ärgerlich ist. Das Japanisch keine Sprache ist, die man ohne weiteres in eine andere übertragen kann, ist bekannt; gerade deshalb wäre es aber wünschenswert, dass eine größere Anpassung stattfindet. Was im Original elegant klingen mag, bleibt im Deutschen trotzdem eine Wiederholung; ein wenig mehr Fingerspitzengefühl würde helfen.
Geständnis einer Maske ist also ein durchaus lesenswerter Roman, insbesondere für jene, die sich mit der Thematik beschäftigen. Auch für Mishima-Interessierte ist dieses Werk ein autobiographisches Zeugnis, das nicht vernachlässigt werden darf. Für jeden Leser bietet sich darüberhinaus eine beklemmende Schilderung des menschlichen Zwangs zur Uniformität. Um aber in die Reihe der wirklichen Meisterwerke aufgenommen zu werden, fehlt es, zumindest in meinen Augen, an Erzählkunst.

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Rezension zu "Geständnis einer Maske" von Yukio Mishima

Rezension zu "Geständnis einer Maske" von Yukio Mishima
Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren

Dieses Buch kann durchaus als eine Art Psychogramm eines Außenseiters gelten. Der Ich-Erzähler bemerkt bereits in dem Rückblick auf seine Kindheit, dass er homosexuelle Veranlagungen besitzt und beschließt, dies hinter einer Maskerade der Normalität zu verstecken. Bald schon freundet er sich mit dem Mädchen Sonoko an, doch trotzdem sind seine heimlichen Phantasien weiterhin präsent.
Eindringlich und zugleich analytisch beschreibt Mishima die Innensicht des Erzählers, welcher in Kriegszeiten eine sehr große Sehnsucht nach dem Tod verspürt, zugleich aber auch selbst zu feige ist, einem nahen Tod ins Auge zu blicken. Der Kontakt zu anderen Geschlecht wird als befremdlich und zugleich sehr distanziert beschrieben, während der Protagonist nicht davor zurückschreckt, seine geheimen, zum Teil auch gewaltätigen Gelüste in aller Sorgfalt zu durchdenken und seinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Hierbei wirkt der Schreibstil für einen Roman der Nachkriegszeit auffallend poetisch; so füllt der Autor seine Beschreibungen und Analysen mit bildreichen, wenngleich auch häufig destruktiven Metaphern.
Ein Roman, ausgestaltet mit poetischer Kraft und autobiografischen Bezügen zu Mishimas Person selbst, den ich Kennern japanischer Literatur ans Herz legen möchte.

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JimmySalarymans avatar

Rezension zu "Gesammelte Erzählungen" von Yukio Mishima

Rezension zu "Gesammelte Erzählungen" von Yukio Mishima
JimmySalarymanvor 7 Jahren

Heute wird er (vor allem hierzulande) als faschistoider Reaktionär verkannt, aber natürlich ist das wieder nur eine dieser selbstreflexiven deutsch-dumpfen Empfindungen. Mishima Yukio ist vor allem erst mal eins: Ein verdammt guter Schriftsteller.
Klar, er ist Japaner, und huch, die sind ja anders als wir! und huch, die denken und handeln auch manchmal anders als wir! So dürfte es dem euro-zentristischen Leser dann gehen, wenn er ein Buch von Misihima in der Hand hält. Als Autor hat er es geschafft, die Spannungsfläche zwischen Tradition und Moderne zu erfassen, diesen Moment, in dem alles auseinanderzubrechen droht. Natürlich versteht das in einer vollkommen abgesättigten Konsumgesellschaft fast kein Schwein mehr, weil alle nur noch nach dem nächsten Starbucks brüllen. Wer jedoch einen Gang zurückschalten kann und auch mal gepflegt über den Tellerrand schauen möchte, sollte mal ein Blick in eines seiner Bücher riskieren.

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