Yuna Stern Nr. 799

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Inhaltsangabe zu „Nr. 799“ von Yuna Stern

Seit sie in jener fremdartigen Anstalt zum ersten Mal die Augen aufgeschlagen hat, weiß sie nicht mehr, wer sie ist, woher sie kommt, was sie dorthin geführt hat. Sie ist zur Nummer geworden, zur Siebenhundertneunundneunzig. Sie sagen ihr, sie sei gestorben, aber sie kann sich an keinen Autounfall erinnern. Sie sagen ihr, sie solle vergessen, aber sie weiß, dass sie einen Weg zurück finden muss. Nur eine Person kommt ihr merkwürdig bekannt vor: die Nummer Achthundert, der Junge mit den graublauen Augen. Irgendwas stimmt mit diesem Ort nicht und irgendwie ist er der Schlüssel zu all ihren Erinnerungen …

Interessante Story, die leider ein wenig unter dem Schreibstil leidet.

— lexana
lexana

Dieses Buch war am Anfang sehr gut, hat aber leider am Ende nach gelassen. Sehr schade.

— Davaria
Davaria
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  • Irreführende Beschreibung, aber das Ende versöhnt

    Nr. 799
    lexana

    lexana

    12. June 2016 um 18:16

    Mit diesem ebook liebäugelte ich schon eine ganze Weile. Der Klappentext schien auf eine sehr interessante Dystopie oder auf einen futuristisch angehauchten Thriller hinzudeuten. Also kaufte ich es mir und las es gestern Abend in einem Rutsch durch, so dass ich euch heute direkt davon berichten kann. #799 von Yuna Stern Verlag: IMPRESS Carlsen Buchform: epub, 132 Seiten Erschien am: 2013 Altersempfehlung: ab 14 Jahre ISBN: 978-3-646-60029-2 Preis: € 2,99 Irreführende Inhaltsangabe Inhalt Seit sie in jener fremdartigen Anstalt zum ersten Mal die Augen aufgeschlagen hat, weiß sie nicht mehr, wer sie ist, woher sie kommt, was sie dorthin geführt hat. Sie ist zur Nummer geworden, zur Siebenhundertneunundneunzig. Sie sagen ihr, sie sei gestorben, aber sie kann sich an keinen Autounfall erinnern. Sie sagen ihr, sie solle vergessen, aber sie weiß, dass sie einen Weg zurück finden muss. Nur eine Person kommt ihr merkwürdig bekannt vor: die Nummer Achthundert, der Junge mit den graublauen Augen. Irgendwas stimmt mit diesem Ort nicht und irgendwie ist er der Schlüssel zu all ihren Erinnerungen… Meine Meinung Cover und Beschreibung dieses ebooks sprachen mich komplett an. Ich finde die Gestaltungen der Impress Cover sowieso allgemein sehr gelungen bis auf sehr wenige Ausnahmen. Für mich als Dystopie Fan kam zudem noch die Beschreibung dazu. Ein kompletter Glücksgriff dachte ich, zumal der Preis von €2,99 auch unschlagbar scheint. Gut, vielleicht sind 132 Seiten nicht soooo viel, aber reine ebooks halten sich ja teilweise bei der Seitenzahl eh in Grenzen. Als ich #799 begann, war ich überzeugt, eine Dystopie zu lesen, schnell wurde mir jedoch klar, dass es sich um etwas anderes handelte. Vielleicht kann man weitläufig Dystopie dazu sagen. Ja, indirekt mag es das sein, aber ich hätte diesen Begriff nicht wirklich in der Beschreibung dieses Buches verwendet, schon gar nicht als erstes, so wie es der Verlag bei seinen Schlagwörtern tut. Vielmehr handelt es sich um eine Mischung aus Fantasy und Drame und um das Leben nach dem Tod. Hannah oder wie sie in Zukunft genannt werden soll, Nr. Siebenhundertneunundneunzig, ist gestorben und landet nicht im Jenseits, im Himmel oder gar der Hölle, nein, sie ist auf einer Zwischenebene und versteht die Welt nicht mehr. Sie und Nr. Achthundert sollen zu Überführern ausgebildet werden, ein angebliches Privileg im Leben nach dem Tod, doch Hannah sieht das alles etwas anders und kann sich auch noch an ihr Leben vor dem Tod erinnern, was eigentlich nicht möglich sein sollte. Doch ist sie damit nicht allein. Um nicht zu viel zu verraten, Hannah rebelliert und nicht nur sie. Doch ihre Rebellion und ihr Ausbruch aus der „Anstalt“ haben andere Hintergründe wie gedacht und ließen mich sehr überrascht zurück. Vielleicht war es nicht das schönste Ende, vielleicht nicht das, was viele erwartet haben, aber ich fand es tatsächlich bald das Beste am Buch, weil es so bitter und so unerwartet war. Dieses Buch ist nichts für Liebhaber von Happyends oder für Menschen, die auf einen eher anspruchsvolleren Schreibstil stehen. Ich liebe Jugendbücher, NewAdult oder All-Ager. Oftmals zieht das auch einen eher umgangssprachlicheren Stil mit sich, an den man sich gewöhnen muss. Manchmal war mir das in diesem Buch jedoch zu viel des Guten. Fazit Eine durchwachsene Geschichte, die mich inhaltlich irreführte, aber mit dem Ende wieder etwas versöhnt hat. Der Schreibstil ist teilweise sehr umgangssprachlich, aber man gewöhnt sich dran. Man sollte sich genau überlegen, ob man auf Geschichten über das Leben nach dem Tod steht, die kein Happyend vorweisen können Ich gebe #799 3 von 5 Sternen

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  • Komm mit in eine andere Welt ...

    Nr. 799
    ConnyZ.

    ConnyZ.

    15. May 2014 um 17:10

    Schon lang ruht dieses E-Book auf meinem Reader und durch die Challange zu den Carlsen Impress Titeln war nun „#799“ meine erste Wahl. Yuna Stern erzählt auf 132 Seiten, über ein junges Mädchen, dass ihr Leben nach dem Tod ganz anders erlebt, als es bisher angenommen wurde. Am 7.November 2013 hat diese Geschichte der Verlag herausgebracht. Festgeschnallt und ohne Erinnerung wacht # 799 in einer gleißend hellen Welt auf. Sie ist Tod und doch geht es für sie weiter, denn sie wurde als Überbringer auserwählt und soll von nun an die verstorbenen Seelen auf ihrer Reise leiten. Immer wieder erscheinen Szenen aus ihrem Leben, die sie schockieren und welche sie eigentlich nicht besitzen darf … Was passiert nach dem Tod? Yuna Stern macht sich mit ihrer Geschichte darüber Gedanken und führt ihre Leser in eine gänzlich andere Richtung, als andere Literatur bisher berichtet hat. Ihre Figuren müssen die Schulbank drücken und lernen dabei wie sie die Seelen der verstorbenen in eine neue Richtung leiten können. Aus der Sicht von # 799 wird eine Geschichte erzählt, die zum einen fasziniert, zum anderen aber auch alles in ihrer Welt nicht real erscheinen lässt. Jeder Überbringer hat eine Nummer und bekommt seinen früheren Namen gesagt. # 799 ist Hannah und bei einem Autounfall gestorben. Sie erzählt von den komischten Figuren, die in dieser neuen Welt auftauchen und an welche Regeln sie sich fortan zu halten hat. Besonders aber # 800 hat es ihr angetan. Sein früherer Name war David und jeder warnt sie davor mit ihm in Kontakt zu kommen. Ein wahrer Draufgänger und Unruhestifter, dennoch hat er eine Seite die Hannah sehr mag und ihr so vertraut vorkommt. Mit den beiden zusammen lernt der Leser noch weitere Figuren kennen und ihre Geschichten. Immer wieder ist man sehr distanziert zu Hannah und ihre tiefe Unsicherheit macht auch vor dem Leser nicht halt. Besonders wenn sie ihre kleinen Rückblicke ereilen, die kein ganzes Bild ergeben, sondern nur lückenhaft ihr dargestellt werden, ist man sofort mit verwirrt. Keiner darf solche Rückblicke erleben, Hannah hat sie aber und versucht sie zu verstecken. David ist die Figur, welche ich sehr mochte. Er zeigt offen, was er von seinem Schicksal hält und das er sich diesem keineswegs so einfach beugen wird. Auch sind seine Gefühle zu Hannah schnell offenbart, denn er lässt sich nicht in die Regeln drängen, die das System vorgibt. Yuna Stern versucht auch genau alles aus dieser Welt zu erklären und die Gefühle zu übermitteln, welche ihre Figuren ereilen. Vielleicht geht diese Geschichte noch weiter, denn das Ende lässt auf vieles hoffen. „# 799“ von Yuna Stern bringt den Leser in eine Welt nach dem Tod und zeigt, wie es ihrer Protagonistin bei ihrer neuen Aufgabe ergeht. Rezension auf dem Blog: http://dieseitenfluesterer-unserbuchblog.blogspot.de/2014/05/799-nummer-siebenhundertneunundneunzig.html

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  • leider gings nur abwärts

    Nr. 799
    DasBuchmonster

    DasBuchmonster

    08. December 2013 um 19:07

    Als Hanna aufwacht, ist alles anders, als sie es in Erinnerung hatte. Sie erwacht in einem sterilen Raum mit Menschen, die sie untersuchen und keine Rücksicht auf ihre Privatsphäre nehmen. Hanna hat keinerlei Erinnerungen mehr, sie weiß noch nicht einmal, wie sie heißt. Man nennt sie Nummer 799. Bald schon wird Hanna aufgeklärt, dass sie bei einem Autounfall gestorben ist. Sie ist tot. Ihre Seele und ihr Körper werden dazu genutzt andere Seelen ins Licht zu führen. Das soll ihre Aufgabe sein und man wird sie in einem strengen Regime unterrichten. Die anderen gehören und gehorchen zu diesem Apparat. Bis auf einer. Nummer 800 ist ein Rebell und bald schon empfindet Hanna mehr für ihn als je für jemand anderem. Doch Hannas Erinnerungen kommen zurück,  und das darf nicht sein. Es beginnt ein gefährliches Spiel. Meinung: Das Cover ist wieder mal genial, ein richtiger Blickfänger, man denkt sofort an den Himmel oder an Engel, die Nummer und der Titel verleihen dem Buch einen dystopischen Charakter, was mit dem Inhalt des Buches durchaus kompatibel ist. Der Einstieg ist gut gelungen, er ist sowohl spannend als auch mysteriös. Man wird von vornherein mit dem Tod von Hanna konfrontiert, das hätte man noch etwas spannender machen können indem man dieses Geheimnis in die Länge zieht. Hanna ist einem erstmal nicht so sympathisch genauso wie David, der Rebell. Sie sind etwas zu kämpferisch und ihre Handlungen sind mir zu extrem, mal will sich Hanna dem System absolut fügen, mal stellt sie sich auf die Barrikaden. Spätestens bei dem Durchgang der Regeln in der "Anstalt" ist meine Euphorie rapide gesunken. Die Regeln sollten doch eigentlich bedrohlich auf einen wirken, sodass sie ernst zu nehmend sind. Stattdessen werden sie mit Naivität und Witz aufgelistet, das waren nicht meine Erwartungen. Dann fing es an, dass mir immer mehr aufgefallen ist,dass das Buch des öfteren sehr kindlich auf mich wirkte, ja an manchen Stellen sogar roh. Die Charaktere haben zu oberflächlich gehandelt. Das ist natürlich für die ernste Thematik nicht ganz so gut gewesen. Manchmal kamen mir auch zweifel über die Schlüssigkeit der Handlungen. Warum schaut Hannah in ihre Krankenakte um eine Karte der "Anstalt" zu finden? Und wird auch noch fündig? Das letztere könnte der Wille des Arztes gewesen sein, zugegeben, aber dennoch ist der Antrieb dieser Handlung für mich unlogisch. Das Ende wiederum hat mir von der Storyline sehr gut gefallen, es bleibt vieles offen, was ich an der Stelle als notwendig empfinde. Leider war es mir auch da von der Ausführung etwas roh.  Also mein Fazit: tolle Story, packender Anfang, doch dann sinkt die Qualität der Ausführung, sehr schade.ich habe lange überlegt (und danach noch ein paar Bücher gelesen) um mir klar zu werden, wie ich das Buch bewerte. Ich habe mich für schwache 3 Sterne entschieden und würde mich über ein Remake des Buches freuen, da die Idee schon eine sehr gute war, das Buch muss nur noch so gut geschrieben sein wie anfangs. 

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  • nicht alles 100 % schlüssig aber dennoch gar nicht mal so schlecht

    Nr. 799
    Manja82

    Manja82

    08. December 2013 um 17:29

    Kurzbeschreibung: Seit sie in jener fremdartigen Anstalt zum ersten Mal die Augen aufgeschlagen hat, weiß sie nicht mehr, wer sie ist, woher sie kommt, was sie dorthin geführt hat. Sie ist zur Nummer geworden, zur Siebenhundertneunundneunzig. Sie sagen ihr, sie sei gestorben, aber sie kann sich an keinen Autounfall erinnern. Sie sagen ihr, sie solle vergessen, aber sie weiß, dass sie einen Weg zurück finden muss. Nur eine Person kommt ihr merkwürdig bekannt vor: die Nummer Achthundert, der Junge mit den graublauen Augen. Irgendwas stimmt mit diesem Ort nicht und irgendwie ist er der Schlüssel zu all ihren Erinnerungen … (Quelle: Impress) Meine Meinung: Als Hannah aufwacht befindet sie sich in einem merkwürdigen Raum. Dort erfährt sie das sie tot ist, bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Doch sie ist etwas Besonderes und soll eine Überführerin werden. Diese sind dafür zuständig Seelen ins Licht zu befördern. Allerdings kann man nur ein Überführer werden, wenn man sich an sein früheres Leben nicht mehr erinnern kann. Und genau da liegt Hannahs Problem, sie hat Erinnerungsfetzen. Und als sie Nr. 800 trifft weiß sie auch wieder was Liebe ist … Das Buch „Nr. 799“ stammt aus der Feder der jungen Autorin Yuna Stern. In ihrem Roman entführt die Autorin ihre Leser in ein Leben nach dem Tod. Die Protagonistin Hannah stirbt im Alter von 17 Jahren bei einem Autorunfall. Doch sie stirbt nicht wirklich, sondern erwacht in einer Anstalt. Dort soll sie zwei Stufen durchlaufen um eine Überführerin zu werden. Hannah, oder wie sie in der Anstalt künftig nur noch genannt wird, Nr. 799 ist ein sympathisches Mädchen. Teilweise ist sie etwas stur, doch das scheint normal zu sein für Mädchen in ihrem Alter. Sie sollte sich nicht an ihre früheres Leben erinnern können, kann es aber. Hannah kümmert sich im Verlauf sehr rührend um die kleine Mia und als sie ihr entrissen wird, ist es schon sehr berührend. Diese Gefühle sind für den Leser nachvollziehbar. David, oder auch Nr. 800, ist ein richtig gut aussehender Rebell. Besonders wendet er sich gegen die strengen Regeln der Anstalt. Er kümmert sich um Hannah und steht ihr zur Seite. Beide Charaktere waren für mich zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig. So auch die Liebesgeschichte, die sich zwischen Hannah und David entwickelt. Sie kommt überraschend, wirkt aber relativ überzeugend. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut lesbar. Sie beschreibt die Anstalt anschaulich und vorstellbar. Ich habe das Buch im einem durchgelesen. Die Handlung selber ist recht spannend. Die Idee hinter der Geschichte ist neuartig und interessant. Allerdings hätte ich es besser gefunden wenn das Buch ein paar Seiten mehr gehabt hätte. Es wirkt etwas gedrungen, wenn auch nicht wirklich übereilt. Man ist von Beginn an mitten im Geschehen. Es wirkt aber nicht alles wirklich zu 100 % schlüssig. Das Ende ist interessant gestaltet. Allerdings werden nur ein paar der offenen Fragen wirklich beantwortet. Vieles aber bleibt offen und verwirrt doch ziemlich. Eine Fortsetzung wäre hier auf jeden Fall wünschenswert. Fazit: „Nr. 799“ von Yuna Stern ist ein recht ansprechendes Werk der jungen Autorin. Die neuartige interessante Idee und ein paar doch gewöhnungsbedürftige Charaktere bescheren dem Leser recht spannende Lesestunden, auch wenn nicht unbedingt alles wirklich schlüssig ist. Trotzdem, man sollte diesem Buch eine Chance geben und sich, trotz kleinerer Schwächen, auf die Geschichte einlassen. Gar nicht mal so schlecht!

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  • Das skurille Leben nach dem Tode

    Nr. 799
    MikkaG

    MikkaG

    02. December 2013 um 20:59

    Pro: Das Cover springt ins Auge, und der Kontrast zwischen dem verträumten Mädchengesicht und der nüchternen, sterilen Zahl macht neugierig auf die Geschichte, die dahinter steht. Und die ist definitiv keine 08/15-Geschichte, die man in Variationen schon hundertmal gelesen hat! Hannah - denn so hieß Nr. 799 vor ihrem verfrühten Tod -, findet sich weder im Himmel noch in der Hölle wieder, sondern an einem seltsamen, fremdartigen, befremdlichen Ort. Wie eine verwirrte und oft sture und rebellische Alice läuft sie durch ein steriles Wunderland voller absurder Charaktere. Ihr wird gesagt, sie sei etwas Besonderes, sie sei dazu ausersehen, die Seelen der Toten ins Licht zu bringen... Das klingt ja erstmal wie etwas Wunderbares, aber in der Anstalt stimmt etwas nicht, das spürt Hannah einfach. Viele der anderen Schüler sind apathisch und teilnahmslos, und wer sich an zuviel aus seinem früheren Leben erinnert, gilt als krank und muss "geheilt" werden... Für Originalität gibt es definitiv die volle Punktzahl, und die Geschichte bietet auch viel Potential für Fragen nach dem Sinn des Lebens. Leider hat mich die Umsetzung nicht überzeugt. (s. "Kontra") Der Schreibstil ist allerdings ansprechend, bildreich und flüssig zu lesen, und er vermittelt gut die (alb)traumhafte Atmosphäre, die in diesem Buch vorherrscht. Kontra: Die Geschichte war mir oft zu skurril, wie ein mal knallbunter, mal düsterer Tim-Burton-Film - aber für mich leider weniger unterhaltsam. Die Charaktere wirkten auf mich zum Teil einfach nicht echt, sondern mehr wie Karikaturen ihrer selbst. Zwar ist das sicher auch gewollt, um zu zeigen, wie die Anstalt die Menschen in eine bestimmte Form presst und ihre Persönlichkeiten verzerrt, aber trotzdem machte es mir das schwer, mit den Charakteren wirklich mitzufühlen. Dabei bietet die Geschichte durchaus viel Potential für Spannung, die aber meiner Meinung nach oft in verwirrter Ratlosigkeit verpufft! Das Tempo krankt ebenfalls an verworrenen Handlungssträngen. Ich wollte zwar wissen, wie es mit Hannah weitergeht, aber ich habe dennoch viele Lesepausen eingelegt, weil das Buch mich nicht fesseln konnte. Die Protagonistin kann einem Leid tun, aber irgendwie konnte sie mich nicht vollends für sich gewinnen. Ich konnte ihren Wunsch, mehr über ihr Leben zu erfahren und die unheimliche Anstalt zu verlassen, zwar nachvollziehen, aber ich bekam leider kein Gefühl dafür, wer sie im tiefsten Inneren wirklich ist. Am sympathischsten war sie mir in den Szenen, in denen sie sich um die verängstigte kleine Mia kümmert, die auch Insassin der Anstalt ist, aber die machen nur einen kleinen Teil des Buches aus. Gestört hat mich auch, dass Hannah für die banalsten Dinge geradezu mit Lob überschüttet wird. So sagt sie zum Beispiel dem Arzt der Anstalt, dass ihr Psychologen noch nie geheuer waren, und er findet das so wahnsinnig amüsant, dass er ihr versichert, sie habe ihm den ganzen Tag gerettet. Direkt zwei Lehrer loben sie, nachdem sie eine relativ naheliegende Frage stellt, wie klug sie doch ist. Im Laufe des Buches errät sie auch mal gerade eben so eine sechsstellige Codenummer! Das kam mir einfach nicht glaubwürdig vor. David blieb für mich sogar noch blasser. Rückblickend erinnere ich mich eigentlich nur daran, dass er ein gutaussehender Rebell ist, der gar nicht so rebellisch auftritt. Es gab relativ wenig Interaktion zwischen ihm und Hannah, und dabei war sie am Anfang eher unfreundlich und abweisend. So kam die Liebesgeschichte für mich etwas überraschend und wenig überzeugend. Manches erschien mir nicht 100%ig plausibel und schlüssig, wie z.B. die Tatsache, dass die Insassen der Anstalt sich auf keinen Fall an ihr Leben erinnern sollen, aber andererseits direkt nach ihrem ersten Aufwachen in der Anstalt viel über ihr Leben erzählt bekommen. Warum? Bei einer Unterrichtsstunde bekommen sie ein umfangreiches Ritual gezeigt, das sie angeblich benötigen, um Seelen anzulocken - und später stellt sich dann heraus, dass das Ritual gar nicht nötig ist. Warum? Und auch die Erklärung, dass die Menschen in der Anstalt besonders sind, weil ihre Seelen nicht von den Magnetstrahlen der Erdatmosphäre festgehalten werden... Etwas seltsam! Die endgültige Auflösung am Schluss hat mich wirklich ratlos zurückgelassen - ich bin mir nicht sicher, ob ich das Ganze verstanden habe, und ich frage mich, ob da vielleicht noch ein zweiter Teil kommt. Zusammenfassung: Eine tolle Idee, originelle Einfälle, ein guter Schreibstil, aber leider auch gravierende Schwächen, die das Buch für mich zu einem eher zähen Vergnügen gemacht haben.

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  • kein überzeugendes Debüt

    Nr. 799
    Buechersalat_de

    Buechersalat_de

    30. November 2013 um 09:10

    Autor/in Yuna Stern wurde 1990 geboren und ist Psychologiestudentin in Nordrhein-Westfalen. Sie schreibt und  erfindet schon Geschichten seit ihrer Kindheit. Zur Zeit arbeitet sie an ihrem nächsten Romanprojekt. Inhalt Nr. 799 alias Hanna hatte einen Autounfall und starb dabei. Sie ist in die Anstalt gekommen. Die Anstalt ist eine Einrichtung für Überführer. Überführer sind zuständig Seelen in das Licht zu befördern. Allerdings ist nur jemand ein richtiger Überführer, der sich an sein früheres Leben nicht erinnern kann. Und bei Hanna ist genau dass das Problem. Sie kann sich in Fetzen an ihr Leben erinnern und als sie Nr. 800 trifft erinnert sie sich auch wieder an die Liebe... Erster Satz Ich blinzelte. Meine Meinung Ich fand sowohl das Cover als auch den Klappentext ansprechend. Leider muss ich sagen, ich war sowohl beim Lesen als auch nach dem Ende etwas verwirrt. Der Schreibstil ist schon flüssig, er besteht aus einfachen Worten. Aber ich fand den Schreibstil etwas verwirrend. Das gehörte wohl in die Story, aber ich fand es super anstrengend in die Story zu kommen, weil einem als Leser ständig unklar ist worum es eigentlich geht. Man stolpert von Kapitel zu Kapitel, aber so richtig den Durchblick hat man nicht. Die Geschichte von Hanna und David, vor allem die Gefühle waren ziemlich platt. Nach und nach kommt ja die Vorgeschichte raus, dann versteht man einiges, aber ab einem gewissen Punkt, ich sag mal ab der 100sten Seite wird die Story vorhersehbar. Zumindest für mich. Ich finde die Grundidee der Story gut, da kann man nichts sagen, aber die Umsetzung ist, finde ich zumindest ist gar nicht gelungen. Als Leser ist man verwirrt und am Ende überhaupt nicht zufrieden mit der Story. Vor allem weil das Ende so, hach wie soll ich es sagen. Es gibt da eine große Erkenntnis am Ende, doch irgendwie sind immer noch viele Fragen offen. Wirklich sehr schade. Fazit Dieses Debüt konnte mich gar nicht überzeugen.

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  • Sehr befremdlich und irgendwie steif

    Nr. 799
    janina_schulz

    janina_schulz

    18. November 2013 um 15:36

    Erster Satz Ich blinzelte. Meine Meinung Der Klappentext zu „#799“ lässt auf eine spannungsreiche Dystopie schließen. Dementsprechend waren auch meine Erwartungen an diese Geschichte. Leider war es ganz anders als ich gehofft hatte. Der Schreibstil der Autorin sagt mir eher weniger zu. Die typische Stimmung einer guten Dystopie wollte sich einfach nicht einstellen und mit der Zeit zog sich die Geschichte für meinen Geschmack viel zu lange hin. Von der gewünschten Spannung war leider auch nicht viel zu erkennen. Es gab zu viele Ungereimtheiten, die den Leser nur verwirren und sich bis zum Schluss auch nicht aufklären, sodass ich ziemlich enttäuscht aus der Geschichte entlassen wurde. Zudem fand ich den Schauplatz der Story äußerst befremdlich. Wenn ich es richtig verstehe, ist die Protagonistin, die die Nummer 799 zugewiesen bekommen hat, tot und soll zur Überführerin anderer Seelen ausgebildet werden. Das erste was mir in den Sinn kam, war, dass sich dieses Mädchen ja nun irgendwie in einer Art Himmel oder so ähnlich befinden muss. Sie scheint eine spezielle Fähigkeit zu besitzen anderen Seelen zu helfen, den Weg ins so genannte „Licht“ zu finden. Dabei steht ihr dieser Weg nicht offen. Stattdessen findet sich Nr. 799 in einer Anstalt wieder. „Anstalt“ trifft es in dem Sinne ganz gut, denn man bekommt bei weitem nicht das Gefühl, das hier ein „göttlicher Auftrag“ ausgeführt wird. Ärzte und Psychologen begutachten die Entwicklung der Auszubildenden und alle scheinen irgendwie selbst ein wenig irre zu sein. Sie wollen, dass sich niemand an sein vorheriges Leben erinnern kann, erzählen ihnen aber gleichzeitig wie sie früher hießen, wie sie so gelebt haben und woran sie gestorben sind. Dies ist schon mal ein Aspekt von vielen, die nicht zusammen passen wollen und die ich nicht nachvollziehen kann. Und so zieht es sich durch die gesamte Geschichte. Ich konnte mich in diese Geschichte leider gar nicht einfühlen und auch mit unter den Sinn dahinter nicht nachvollziehen. Das Ende lässt sehr viele Fragen offen, die mich enttäuscht zurück gelassen haben. Für den Leser fehlen zum Verständnis einige Informationen, die man eventuell durch eine Vorgeschichte hätte einbringen müssen Es lassen sich nur sehr schwer gewisse Zusammenhänge ausmachen. Fazit & Bewertung Sehr befremdlich und irgendwie steif 1*

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