Yuval Noah Harari

 4.3 Sterne bei 201 Bewertungen
Autor von Eine kurze Geschichte der Menschheit, Homo Deus und weiteren Büchern.
Yuval Noah Harari

Lebenslauf von Yuval Noah Harari

Weltgeschichte und Wissen spannend verpackt: Der israelische Historiker und Autor Yuval Noah Harari wird 1976 als Sohn libanesischer Eltern in Haifa geboren. Von 1993 bis 1998 studiert er an der Hebräischen Universität Jerusalem Geschichte und spezialisierte sich vor allem auf die Geschichte des Militärs im Mittelalter. 2002 erhält er seinen Doktortitel von der Universität Oxford. Seit 2005 ist er als Dozent für Geschichte wieder an der Universität in Jerusalem, seine Forschungsschwerpunkte umfassen Weltgeschichte, Mediävistik und Militärgeschichte. 2012 wird er zu einem der Mitglieder der neugegründeten jungen israelischen Akademie der Wissenschaften gewählt. Sein Buch „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ macht Harari innerhalb kürzester Zeit weltbekannt und wird in beinahe 30 Sprachen übersetzt. Der Autor wird mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter mehrfach der Polonsky Preis für Kreativität und Originalität. Der Veganer Yuval Noah Harari lebt mit seinem Ehemann heute westlich von Jerusalem.

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21 Lektionen für das 21. Jahrhundert
 (1)
Neu erschienen am 18.09.2018 als Hardcover bei C.H.Beck.
21 Lektionen für das 21. Jahrhundert
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Neu erschienen am 31.08.2018 als Hardcover bei C.H.Beck.

Alle Bücher von Yuval Noah Harari

Yuval Noah HarariEine kurze Geschichte der Menschheit
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Eine kurze Geschichte der Menschheit
Eine kurze Geschichte der Menschheit
 (115)
Erschienen am 20.02.2015
Yuval Noah HarariHomo Deus
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Homo Deus
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 (57)
Erschienen am 31.08.2018
Yuval Noah Harari21 Lektionen für das 21. Jahrhundert
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21 Lektionen für das 21. Jahrhundert
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Erschienen am 18.09.2018
Yuval Noah HarariEine kurze Geschichte der Menschheit
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Eine kurze Geschichte der Menschheit
Eine kurze Geschichte der Menschheit
 (10)
Erschienen am 09.09.2013
Yuval Noah HarariHomo Deus
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Homo Deus
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Erschienen am 27.02.2017
Yuval Noah Harari21 Lektionen für das 21. Jahrhundert
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21 Lektionen für das 21. Jahrhundert
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Erschienen am 18.09.2018
Yuval Noah HarariHomo Deus
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Homo Deus
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Erschienen am 23.03.2017
Yuval Noah HarariSapiens
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Erschienen am 22.07.2015

Neue Rezensionen zu Yuval Noah Harari

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anderswoundhiers avatar

Rezension zu "Eine kurze Geschichte der Menschheit" von Yuval Noah Harari

Treffend, klug, unterhaltsam, anschaulich und ein klein wenig beängstigend.
anderswoundhiervor 10 Tagen

Treffend, klug, unterhaltsam, anschaulich und ein klein wenig beängstigend. Sollte JEDER (wirklich JEDER) lesen.

Das Buch verdeutlicht Entwicklung und Zusammenhänge in klaren Worten. Warum wir sind wie und wo wir hier sind, hat Harari brilliant erklärt.

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Wedmas avatar

Rezension zu "21 Lektionen für das 21. Jahrhundert" von Yuval Noah Harari

Lässt viel zu wünschen übrig.
Wedmavor 20 Tagen

Harari hat mich mit den 21 Lektionen schon sehr enttäuscht. Einerseits bringt er kaum Neues, v.a. wenn man die Vorgänger kennt. Er verwurstet größtenteils die Inhalte aus Homo Deus, andererseits missbraucht er sein Buch, um krude Glaubensätze, Ansichten politischer und anderer, nicht minder bedeutenden Natur, unter die Leser zu bringen.

Das einzig Neue ist, dass Harari unter Demagogen gegangen ist. Dabei stellt er sich halbwegs geschickt an. Wer aber die Griffe und Tricks aus der Mottenkiste der Meinungsmacher kennt, kann das Treiben des werten Autors problemlos durchschauen.

Erst schafft er Vertrauensbasis, sagt so etwas wie: Man sollte sich Gedanken machen, was Menschsein bedeutet, man sollte Sachbücher lesen, etc. So weit so gut. Schon allein das ständige „wir“ zeugt davon, dass er sich bei den Lesern einschmeicheln und ins Vertrauen gezogen werden will. Er bringt paar hellere Momente hier und dort rein, max. 10% des Ganzen, frei nach dem Motto: Die beste Lüge ist die, die auch ein Quäntchen Wahrheit in sich trägt. Dann, wenn sich der Leser soweit entspannt und zu ihm eine Art Vertrauen gefasst hat, geht der werte Autor dazu über, den arglosen Lesern seine kruden Ansichten ins Gehirn einzupflanzen.

Er bringt dann so etwas wie: Religion, egal welche, ist eh nichts, braucht man auch nicht. Ungeachtet dessen, dass sie mehreren Millionen Menschen über Jahrhunderte hinweg Halt im Leben gegeben hatte und immer noch gibt. Aber nun wurde man endlich vom fortschrittlichen Prof aufgeklärt. Nun weiß der dumme Leser Bescheid, was man über Religion und ihre Rolle im Leben der Menschen denken soll.

Oder auch: Menschen werden unter Bedeutungslosigkeiten leiden. Das gibt es schon lange. Es gibt gar einen festen Begriff für Menschen dieser Art: white trash, was dafür spricht, dass es als Phänomen seit paar Jahrzehnten gibt. Also wieder nichts Neues.

Oder bringt er auch: Die Welt ist leer, nur der Mensch selbst gibt allem einen Sinn. Mag schon sein. Das gab es schon in anderen Quellen. Insofern wieder nichts Neues. Meine Frage ist hier aber: Welchen Sinn kann der Mensch der Welt geben, wenn er sich als eine Ansammlung von biochemischen Prozessen begreift, die zu einer Konsum- und Leistungsmaschine zusammengefügt worden sind? Denn in diesem Erzählrahmen ist der Mensch genau das: Eine Art oft fehlerhaft funktionierender Mechanismus auf Kohlenstoffbasis. Freier Wille? Fehlanzeige. DA müsste man bloß nur wissen, auf welche Knöpfe man drücken muss, schon bringt dieser das gewünschte Resultat. Und die Konzerne wären gerade dabei, die Codes, nach denen diese Zombies funktionieren, zu entziffern.

Wenn sich mehrere Menschen eines Tages so begreifen und sich in diese allzu enge Klamotte zwingen, die eines Menschen unwürdig ist, dann sind Hopfen und Malz verloren. Die Zeit und Mühe der Aufklärung, humanistische Erziehung - alles passé, im Eimer. Bloß wenn ein hohler Zombie in die Welt schaut, kann er ihr auch nur entsprechend „viel“ Sinn geben. Notabene: Dieses aufs Äußerste reduzierte Selbstverständnis der breiten Masse der Menschen wäre sehr zupass für die Eliten. Gut möglich, dass dieses Hirngespinst aus einen der vom Establishment finanzierten Thinktanks auch stammt. Harari ist bloß der Verkäufer, der diesen Schmarrn der breiten Masse schmackhaft machen, ihr das als etwas Gutes verkaufen soll.

Der andere große Punkt ist Hararis an Paranoia grenzende Russophobie. Russland-Bashing und Putin-Dämonisierung betreibt er in diesem Buch wie in keinem anderen, dazu benutzt er paar Meinungsmachetricks.

Dem werten Autor war es so wichtig, Feindbild Russland ins Gehirn der Leser zu pflanzen, dass er auf dieses Thema am Anfang, in der Mitte und zum Ende hin mehrmals zu sprechen kommt, frei nach dem Motto: Was sich wiederholt, prägt sich auch besser ein. Da wollte er auf Nummer sicher gehen. Und nach dem Prinzip „Steter Tropfen höhlt den Stein“ funktioniert es auch, irgendwann, so die Intention. Dabei bringt er wieder nichts Neues. Man hat das alles schon vor paar Jahren gehabt, hpts. in Leitmedien, wofür sie von vielen Lesern scharf kritisiert wurden. Am Ende des Debakels wurde z.T. eingeräumt, dass die Darstellung der Ukraine-Krise fragmentiert und einseitig ausgefallen war. Also holt der werte Herr diese alten Kamelle hervor und reitet sie mit Inbrunst der Überzeugung vor Augen der Leser nochmals, achtet dabei sorgfältig darauf, dass seine Darstellung stark fragmentiert bleibt, die wahren Ursachen und Hintergründe auslassend: Kein Wort von NATO Osterweiterung, kein Wort davon, dass Russland seit  Jahren sagt, lasst uns Probleme gemeinsam, auf einer Augenhöhe am Verhandlungstisch besprechen, wir finden bestimmt eine gute Lösung, etc.

All dies wurde feinsäuberlich abgeschnitten, damit Russland in Augen weniger informierter Leser als Aggressor dasteht. (Über den eigentlichen Aggressor lesen Sie in „Illegale Kriege“ von Daniele Ganser und anderen u.g. Büchern.) Dabei ging es nicht ohne Kuriositäten aus: Unter anderem schreibt der werte Autor, Putins Ziel wäre, „das alte Zarenreich zu neuem Leben zu erwecken“. Das liest man u.a. am Ende der E-book Leseprobe. Die Quelle, worauf sich diese steile These stützt, fehlt. Also ist dies eine bloße Unterstellung, wie so viele anderen steilen Thesen in diesem Machwerk. Mit Verlaub, dort ist niemand so verklärt-romantisch veranlagt. Diese krude Idee ist hpts. auf die Paranoia ihrer Urheber zurückzuführen.

Oder auch beschuldigt der werte Autor den rus. Präsidenten, dass er keine Ideologie hätte, die Intellektuellen in Europa etwas bieten könnte. Frage: Und warum sollte dies der Fall sein?

Weitere steile These: Nach Russland wolle niemand auswandern, zumindest kenne der werte Autor niemanden, der das will. Und diese Art der Argumentation muss man sich bieten lassen! Jesses… Zur Info: Russland ist ein Einwanderungsland. Der russische Pass ist begehrt, nicht nur bei den zahlreichen Einwanderungswilligen aus den ehem. Sowjetrepubliken, auch nicht wenige Chinesen, Japaner, Koreaner, auch Europäer leben und arbeiten in Russland. Ich habe mit eigenen Augen riesige Schlangen vor Einwanderungsbehörde gesehen. Und das war eine Stadt, mittlerweile eine Millionen-/Studentenstadt, im tiefsten Sibirien.

Es gibt auch einfach viel hohes Blabla, was nur dazu da ist, bei den Lesern, die einfacher gestrickt sind, Eindruck zu schinden. Davon wird das Ganze nicht besser, zeugt bloß nur davon, dass die Leser als ungebildet, unfähig selbst und kritisch zu denken antizipiert wurden. Traurig. Daher rührt das dürftige Resultat.

Zu oft musste ich denken: a) Diese Art zu argumentieren ist nicht nur eines Profs unwürdig, die treibt jeden logisch, systematisch und klar denkenden Menschen in den Wahnsinn; b) Quellen fehlen zu oft an nötigen Stellen; c) Viel Werbung für google, FB &Co. Grassiernder Dataismus, denn Daten sind laut Harari eine Art neuer Gott der Menschen von Morgen.

Wenn Sie der Meinung sind, sie müssen das Buch unbedingt lesen, bitte mit Vorsicht „genießen“. Hinterfragen Sie, was Ihnen aufgetischt wird, achten Sie auf Unstimmigkeiten. Es gibt viele Stellen, bei denen sich der werte Autor selbst wiederspricht. Erst setzt er das eine gleich null, um im späteren Kapitel genau das Phänomen aufzugreifen und auf dieser Basis die Ausführungen fortzusetzen, a lá „was kümmert mich mein Geschwätz von gestern“.

Eine bessere Alternative, bevor Sie sich dieser Hirnwäsche unterziehen oder manches gar, Gott bewahre, zum Teil Ihres Weltbildes werden lassen, denn für so manch wenig geübten Leser mag er auch so überzeugend rüberkommen: Lesen Sie lieber folgende Bücher, s.u. Es sind Werke, die man gelesen haben MUSS. Sie sind sehr gut, sehr zugänglich geschrieben. Keine Sorge: Auch Ungeübte werden sie leicht lesen können. Nach dieser Lektüre werden Sie nicht nur meine Meinung zu diesem schizophren-paranoiden, menschenverachtenden Pamphlet nachvollziehen können. Was viel wichtiger ist: Sie werden adäquatere Vorstellungen zu vielen wichtigen Themengebieten haben. Es gibt andere Autoren, die sich mit den Themen, die Harari zu seinen Zwecken missbraucht, bereits befasst und wirklich Lesenswertes gebracht haben.

„Supermacht Wissenschaft: Unsere Zukunft zwischen Himmel und Hölle“ und

„Wissenschaft und Spiritualität: Universum, Leben, Geist – Zwei Wege zu den großen Geheimnissen“ von Lars Jaeger,

„Eiszeit“ von Gabriele Krone-Schmalz,

„Feindbild Russland. Geschichte einer Dämonisierung“ von Hannes Hofbauer,

„Wir sind die Guten“ von Mathias Broeckers und Paul Schreyer,

„Putin Interviews“ von Oliver Stone,

„Plot to scapegoat Russia“ von Dan Kovalik,

„Illegale Kriege“ von Daniele Ganser,

„Schwarze Flaggen: Der Aufstieg des IS und die USA“ von Joby Warrick,

„Nur wenn du allein kommst“ von Souad Mekhennet,

 „Der Fluch der Bösen Tat“ von Peter Scholl-Latour,

„Armageddon im Orient“ und „Die den Sturm ernten“ von Michael Lüders,

„Angst der Eliten“ von Paul Schreyer,

„Die abgehobenen“ von Michael Hartmann,

 „Fassadendemokratie und Tiefer Staat“ von Ullrich Mies und Jens Wernicke,

„Lügen die Medien?“ von Jens Wernicke,

„Psychologie der Massen“ von Gustave Le Bon,

Werke von Noam Chomsky.

 

Dieses Buch habe ich gehört. (Und Print wegen Quellen &Co. zu Rate gezogen.)

Jürgen Holdorf hat sehr gut gelesen. Eine angenehme, wohlerzogene Stimme eines Profi-Vorlesers. Ihm konnte ich gut zuhören, obwohl manchmal hörte es sich wie der Wahrheit letzter Schlag an, wenngleich auch etwas weniger als bei Homo Deus.

Am Anfang hat sich auch der werte Autor noch bemüht, seine Ausführungen als eine Möglichkeit von vielen darzulegen. Was auch richtig war. Aber nach und nach, in etwa nach dem ersten Drittel fällt er in die gewohnten Verhaltensmuster zurück und verkündet wieder mal „der Wahrheit letzten Schlag“, was sich auch in der Darbietung des Vorlesers wiederspiegelt. Aber er kann nichts für, dass der Text so ist, wie er ist. Kopfschütteln ruft er trotzdem oft genug hervor.  

 

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M

Rezension zu "Homo Deus" von Yuval Noah Harari

Aufstieg und Untergang des Humanismus
michael_lehmann-papevor einem Monat

Aufstieg und Untergang des Humanismus

War es Kennzeichnung des Humanismus (laut Harari), den Menschen auch zur Reflexion seiner selbst anzuleiten und damit die eigenen Beschränkungen gewahr werden zu lassen (nach Harari, Kennzeichen des „liberalen Humanismus“), so ist in einer anderen Strömung des Humanismus („evolutionärer Humanismus“) bereits das Saatgut für den Untergang des Humanismus (von Harari als „Religion“ gesetzt) gelegt.

Was im Übrigen mit einer doch steilen These zu Adolf Hitler einhergeht, vor allem aber darauf verweist, dass der Mensch der Moderne vor allem digital, technisch, data-basiert eine „neue Zukunft“ im Gesamten aufzuschlagen bereit zu sein scheint.

Während die Vergangenheit gleichbleibend von drei Kernfragen geprägt war: Hunger, Krankheit und Krieg, kann nun, laut Harari, ein durchaus anderes, vielleicht freieres, Leben angehen.

Durch Technologie und weltweite Vernetzung postuliert HArari eine Welt, die sich nicht mehr um diese jahrtausendealte Kernfragen dreht (die Harari zudem als Quellen der transzendenten Religionen ausmacht), sondern in der der Mensch (zunächst natürlich nur die Reichen) gar die Sterblichkeit weitgehend verbannen (wenn vielleicht auch nicht ganz aufheben können) und damit der Mensch an die traditionell Stelle Gottes rückt (homo deus statt homo sapiens).

„..wacht die Menschheit auf und macht eine erstaunliche Feststellung. Die meisten Menschen denken selten daran, doch in den letzten Jahrzehnten ist es uns gelungen, Hunger, Krankheit und Krieg im Zaum zu halten. Natürlich sind diese Probleme nicht vollständig gelöst, aber was einmal unbegreifliche und unkontrollierbare Kräfte der Natur waren, sind jetzt Herausforderungen, die sich bewältigen lassen“.

Eine steile These, der man so nicht durchgehend zustimmen kann (vielleicht war es nur der Schock des 2. Weltkrieges, der für ein paar Jahrzehnte relative Ruhe gesorgt hat, vielleicht werden Krankheiten besiegt, doch neue Gefährdungen tauchen auf wie Aids, Krebs, resistente Keime, die Natur geht aus dem Gelichgewicht etc.. Alles Gedanken, die zur Lektüre dazu gedacht werden sollten, ohne Hararis Kerngedanken unbedingt schmälern zu wollen). Die aber der Tendenz des Werkes entspricht, das „große Ganze“ in den Blick zu nehmen (durchaus mit bedenkenswerten Ideen und Wendungen) und sich nicht im „klein-klein“ zu erschöpfen.

Harari weist durchaus im ersten Teil seines Werkes ja nach, wie er seine Aussagen meint und welche Indizien für diese Thesen sprechen, bei allen Einwänden, die möglich sind.

Vor allem aber die Grundidee, die Harari durchaus fundiert vor Augen führt, lässt aufhorchen und ahnen, dass tatsächlich eine „Zeitenwende der besonderen Art“ bevorsteht. Ist der Mensch bereits durch Geräte inzwischen „vernetzt“ und dadurch Teil einer radikalen Revolution der globalen sozialen Entwicklungen (mit allen Vorteilen und Nachteilen), so steht einerseits durch die KI und andererseits vor allem durch weitere Biotechnologie der „technikverstärkte Mensch“ vor der Tür der Geschichte der Zukunft.

Eine Entwicklung, die sich vollziehen wird, eine Kraft des technischen Fortschritts, der sich die Menschheit nicht entziehen kann. Und bei der sich die Frage stellt, wie das ausgehen könnte.

Dazu legt Harari vielfache Gedanken vor, die allesamt kühn, aber durchaus erwägenswert formuliert werden. Als Möglichkeiten, wohlgemerkt, nicht als Postulate im Buch zu verstehen.

Was eine wichtige Lektüre trotz mancher fehlender Differenzierung und mancher einfach behaupteter und nicht unbedingt belegter Thesen darstellt, denn eine solche Zukunft mit solchen Möglichkeiten, aber auch Gefahren, sich an die Maschinen oder gar in den Maschinen zu verlieren bedarf einer klaren Haltung, um diese gestalten zu können.

Ein Entwurf einer möglichen Utopie, der nicht allzu weit von dem entfernt ist, was jetzt schon denkbar und möglich ist, der nicht in allem restlos überzeugt, aber genügend und vielfache Impulse in sich trägt, um die Komplexität der Zukunft zu erfassen.

Das ganze in ruhiger, klarer Sprache und sehr verständlich aufgearbeitet, ergibt am Ende einen umfassenden Blick auf die bisherigen sozialen und kulturellen Regeln der Menschheit und dem, was diesen Regeln an gravierenden Veränderungen bevorsteht, Die Harari ohne weiteres in ihren Vorboten sehr klar in der Gegenwart bereits benennt.

„Der Dataismus droht somit, homo sapiens das anzutun, was homo sapiens allen anderen Tieren angetan hat“.

Wenn nicht mit klarer Haltung Dieser Fortschritt aktiv zugunsten des Menschen geformt wird. Wonach es aktuell nicht unbedingt aussieht.

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Gespräche aus der Community

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Daniliesings avatar

Über die drängenden Fragen der Gegenwart

Nach "Eine kurze Geschichte der Menschheit" und "Homo Deus" erscheint am 18. September das neue Buch von Historiker und Weltstar Yuval Noah Harari bei C.H.Beck. In "21 Lektionen für das 21. Jahrhundert" beschäftigt er sich mit dem Hier und Jetzt und den drängenden Fragen unserer Zeit.

Das wollen wir als Anlass nutzen, im Rahmen einer Diskussionsrunde vom 17.9. - 23.9. eine Woche lang über ausgewählte Themen aus dem Buch zu diskutieren. Im Anschluss daran lesen wir gemeinsam das Buch und tauschen uns in einer Leserunde darüber aus.

Mehr zum Buch:
Wie unterscheiden wir Wahrheit und Fiktion im Zeitalter der Fake News? Was sollen wir unseren Kindern beibringen? Wie können wir in unserer unübersichtlichen Welt moralisch handeln? Wie bewahren wir Freiheit und Gleichheit im 21. Jahrhundert? Seit Jahrtausenden hat die Menschheit über den Fragen gebrütet, wer wir sind und was wir mit unserem Leben anfangen sollen. Doch jetzt setzen uns die heraufziehende ökologische Krise, die wachsende Bedrohung durch Massenvernichtungswaffen und der Aufstieg neuer disruptiver Technologien unter Zeitdruck. Bald schon wird irgendjemand darüber entscheiden müssen, wie wir die Macht nutzen, die künstliche Intelligenz und Biotechnologie bereit halten. Dieses Buch will möglichst viele Menschen dazu anregen, sich an den großen Debatten unserer Zeit zu beteiligen, damit die Antworten nicht von den blinden Kräften des Marktes gegeben werden.


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Jetzt bist du neugierig geworden, was Hararis 21. Lektionen für das 21. Jahrhundert alles für uns bereithalten? Dann bist du herzlich zu unserer Diskussionsrunde eingeladen!

Wenn du dich regelmäßig an unseren Diskussionsfragen beteiligst und uns außerdem bis zum 23.9.2018 mit Klick auf "Jetzt bewerben" verrätst, wieso du das Buch unbedingt lesen möchtest, hast du die Chance auf tolle Buchgewinne. Zusammen mit C.H.Beck vergeben wir für eine anschließende Leserunde 30 Exemplare von "21 Lektionen für das 21. Jahrhundert" sowie 3 Buchpakete, die zusätzlich zu Yuval Noah Hararis neuem Buch noch ein Exemplar von "Homo Deus" enthalten. Bitte gib bei deiner Bewerbung mit an, ob du die anderen Bücher des Autors schon kennst oder ob du sie auch gern noch lesen möchtest.

Ich freue mich auf einen interessanten Austausch!

Bitte beachte für deine Bewerbung unsere Richtlinien für Leserunden!
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Knigaljubs avatar
Dies ist eine Leserunde OHNE Verlosung von Büchern. Wir wollen uns nur gemeinsam an das Buch wagen und uns darüber austauschen.
Die Runde startet am 17.05.2018 und jeder Interessierte ist herzlich eingeladen, mit seinem eigenen Buch (oder Hörbuch) mitzumachen.

Zur Leserunde
Wedmas avatar

Einige Teilnehmer der Sachbücherchallenge haben beschlossen, Homo Deus von Harari in einer Leserunde gemeinsam zu lesen und den Stoff auszudiskutieren.

Es gibt ein Exemplar zu gewinnen -> Es wurden dann aber 8! Dank der freundlichen Unterstützung von C. H. Beck Verlag 👍

Bewerben kann man sich bis einschl. 11. July. Das Exemplar wird am 12. July verschickt.

Ab 15. July geht es mit der Diskussion los--> Verschoben auf 22.07, da die zusätzlichen Exemplare noch ankommen müssen.

Wer möchte, kann mit eigenem Exemplar zu uns stoßen, auch wenn er bei unserer Challenge nicht angemeldet ist.

Ich wünsche viel Spaß und bis bald in unserer Leserunde!

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Zusätzliche Informationen

Yuval Noah Harari wurde am 24. Februar 1976 in Haifa (Israel) geboren.

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