Yuval Noah Harari Homo Deus

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Inhaltsangabe zu „Homo Deus“ von Yuval Noah Harari

In seinem Kultbuch Eine kurze Geschichte der Menschheit erklärte Yuval Noah Harari, wie unsere Spezies die Erde erobern konnte. In „Homo Deus“ stößt er vor in eine noch verborgene Welt: die Zukunft. Was wird mit uns und unserem Planeten passieren, wenn die neuen Technologien dem Menschen gottgleiche Fähigkeiten verleihen – schöpferische wie zerstörerische – und das Leben selbst auf eine völlig neue Stufe der Evolution heben? Wie wird es dem Homo Sapiens ergehen, wenn er einen technikverstärkten Homo Deus erschafft, der sich vom heutigen Menschen deutlicher unterscheidet als dieser vom Neandertaler? Was bleibt von uns und der modernen Religion des Humanismus, wenn wir Maschinen konstruieren, die alles besser können als wir? In unserer Gier nach Gesundheit, Glück und Macht könnten wir uns ganz allmählich so weit verändern, bis wir schließlich keine Menschen mehr sind.

Schwieriges Thema, kurzweilig und ansprechend verpackt, der provokante Stil des Buches regt zum Nachdenken an

— ech
ech

Hat mir mindestens so gut gefallen wie "Eine kurze Geschichte der Menschheit" Schonungslos, radikal, Augen öffnend!

— Bibliomania
Bibliomania

Sehr interessante, aber auch düstere Version der Zukunft mit vielen stichhaltigen Erklärungen aus Vergangenheit und Gegenwart.

— Cleo15
Cleo15

Intelligent, unvoreingenommen, notwendig! Die düstere Zukunftsvision Hararis regt zum Nachdenken an. Unterhaltung auf hohem Niveau!

— Talathiel
Talathiel

Krasser Scheiß. Unbedingt lesen. Ich war ständig zwischen Gänsehaut und Bewunderung hin und her gerissen.

— goldenefliege
goldenefliege

Der Autor spannt einen Rahmen von der Vergangenheit bis in die Zukunft. Sein Menschenbild ist gewöhnungsbedürftig.

— mabuerele
mabuerele

Hararis Buch polarisiert, regt zum Nachdenken an und lässt kaum jemanden kalt.

— Bellis-Perennis
Bellis-Perennis

Bestes Buch in den letzten Monate. Wie entwickelt sich der Mensch?

— prueher
prueher

Wie könnte die Zukunft mit Hilfe des heutigen Wissens aussehen? - Hier wird man dazu aufgefordert sich darüber Gedanken zu machen.

— c_awards_ya_sin
c_awards_ya_sin

Eine interessante Art zu denken.

— Yogamama
Yogamama

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  • Die Gestaltung unserer Zukunft hängt davon ab, wem wir die Verantwortung dafür überlassen.

    Homo Deus
    fasersprosse

    fasersprosse

    14. September 2017 um 20:59

    Gestern – heute – morgen. Die Entwicklung des Menschen vom aufrechten Gang hin zu einem Homo Deus, der sich über alles erhebt, nach seinen Maßstäben gottgleich in die Natur eingreift, sie bis zum Kollaps plündert, Gene verändert und sich selbst optimiert. Harakiri schaut genau hin und zeigt ein breites Spektrum von desolaten Möglichkeiten und Visionen auf, wie unsere Zukunft gestaltet sein kann. Dazu greift er in die Schatzkammern der Geschichte, der Wissenschaften und Ideologien und verdeutlicht den Ablauf mit stark akzentuierten Beispielen.Zum Bewusstmachen ergründet er relevante Themenbereiche. Unter anderem: Seele, Bewusstsein, Freier Wille, Geist, Emotionen, Empfindungen, Wertewandel, Biotechnologie, Cyborg, nicht organische Lebewesen, Wissen, Religionen, Ideologien, politische Systeme, Humanismus, Dataismus.Was erwartet uns? Den Kampf gegen Hunger, Krankheit und Krieg hat die Menschheit dahingehend gewonnen, dass diese nicht mehr ausschließlich das Leben auf der Erde bestimmen. Aus diesem Fortschritt heraus erfolgt nun ein Streben hin zur Unsterblichkeit, zum Glück, zu einer Existenz, die der Göttlichkeit gleichkommt. Die Ressourcen werden nun zum upgraden des Menschen eingesetzt, zu einem „höherwertigem menschlichen Modell mit optimierten körperlichen und geistigen Fähigkeiten“. Algorithmen durchdringen alle Lebensbereiche und steuern unsere Emotionen und Wünsche. Die Macht verschiebt sich zu den Kräften des Marktes.Welchen Preis zahlen wir dafür, wenn sich die Maßstäbe, die wir selbst entwickelt haben, über uns erhöhen und wir die Kontrolle abgegeben haben? Wir machen uns dadurch selbst überflüssig.Hararis Monumentalwerk beginnt mit einer umfangreichen Einleitung und ist anschließend in drei Teile gegliedert. Es ist vollbepackt mit Informationen, die seine Betrachtungen belegen. Seine Darstellung fordert heraus, löst Bestürzung und Empörung aus und appelliert, sich die dringlichsten Fragen zu stellen und zu beantworten.Ich bin beeindruckt von seinem Werk. Einiges war mir bekannt, einiges neu, doch es hat in seiner Gesamtheit dazu beigetragen, dass ich mir von den Dimensionen ein profundes Bild machen konnte. Seine Herangehensweise fand ich vielschichtig und seine urteilsfreie, mit einer gelegentlichen Prise Humor unterlegte Kontroverse hat dazu beigetragen, dass dieser Sachbuch-Wälzer ein kurzweiliger Lesegenuss war. Die Übersetzung fand ich hervorragend. Meiner Meinung nach ist seine Publikation ein wichtiger und wesentlicher Beitrag dazu, die Vorgänge zu erkennen und entsprechend zu handeln, so dass keine seiner vorgestellten beklemmenden Möglichkeiten unsere reale Zukunft wird.

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  • Schwieriges Thema, ansprechend verpackt, der provokante Stil des Buches regt zum Nachdenken an

    Homo Deus
    ech

    ech

    11. September 2017 um 15:15

    Der Geschichtsprofessor Yuval Noah Harari wagt sich in diesem Buch an ein schwieriges, aber zugleich wichtiges Thema: die Zukunft des Homo Sapiens.Der immer weiter fortschreitende technische Fortschritt ist Fluch und Segen zugleich. Sind wir Menschen überhaupt in der Lage, mit dieser rasanten Entwicklung Schritt zu halten ? Entwickeln wir uns immer mehr vom Homo Sapiens zum Homo Deus und nehmen dabei gottähnliche Züge und Fähigkeiten an ? Oder schaufeln wir uns gerade unser eigenes Grab und schaffen die Grundlagen für unseren Untergang, weil wir irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft im Sinne der Evolution schlicht und einfach überflüssig sind ?  Harai verpackt seine Ausführungen und provokanten Thesen (insbesondere zum Thema Glaube und Religion, auf das er sich zwischenzeitlich schon ziemlich einschießt) zu diesem komplexen Sachverhalt und die zugehörigen Zukunftsprognosen in eine ansprechende und fast schon populär-wissenschaftliche Form, die zum Nachdenken und vor allem auch zum Diskutieren anregt. In einem zuweilen lockeren Plauderton haut er seinen Lesern unangenehme Wahrheiten um die Ohren und konfrontiert uns mit beunruhigenden Zukunftsaussichten. Die gut gewählten Beispiele und Berichte zu sowohl praktischen als auch eher abstrakten Experimenten, Statistiken und Untersuchungen unterstreichen seine Ausführungen auf gelungene Art und Weise und tragen wesentlich zum Verständnis bei.Dabei sind seine Argumente alles andere als neu, vieles von dem, was Harai hier ausführt, ist nur allzu bekannt und schon oft benannt und beschrieben worden. Der hier gewählte globale Zusammenhang und vor allem die Verknüpfung der einzelnen Teilbereiche miteinander, wirft aber oftmals einen ganz neuen Blick auf diese Sachverhalte und lässt einen vieles davon mit völlig anderen Augen sehen.  Ein wichtiges Buch und vor allem ein gelungener Diskussionsbeitrag zu einem Thema, das uns alle angeht und daher auch nicht kalt lassen sollte.

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  • Leserunde zu "Homo Deus" von Yuval Noah Harari

    Homo Deus
    Wedma

    Wedma

    Einige Teilnehmer der Sachbücherchallenge haben beschlossen, Homo Deus von Harari in einer Leserunde gemeinsam zu lesen und den Stoff auszudiskutieren. Es gibt ein Exemplar zu gewinnen -> Es wurden dann aber 8! Dank der freundlichen Unterstützung von C. H. Beck Verlag 👍 Bewerben kann man sich bis einschl. 11. July. Das Exemplar wird am 12. July verschickt. Ab 15. July geht es mit der Diskussion los--> Verschoben auf 22.07, da die zusätzlichen Exemplare noch ankommen müssen. Wer möchte, kann mit eigenem Exemplar zu uns stoßen, auch wenn er bei unserer Challenge nicht angemeldet ist. Ich wünsche viel Spaß und bis bald in unserer Leserunde!

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    • 582
    Wedma

    Wedma

    09. September 2017 um 07:35
    Bellis-Perennis schreibt Das find' ich echt cool! Das wäre doch ein neues Auswahlkriterium für Personalisten: Gib den Kandidaten eine unbekannte Adresse und lass sie dort hinfahren.

    Der Witz ist: jedem wurde am Tel. erklärt, wie man mit öffentlichen Mitteln dorthin kommt: Sie nehmen U-Bahn sowieso und steigen an der Station sowieso aus. Diese Adresse war also recht zentral, ...

  • Die Fehler der Menschheit

    Homo Deus
    Bibliomania

    Bibliomania

    07. September 2017 um 23:14

    In Yuval Noah Hararis zweitem Buch geht der Autor mit der Menschheit hart ins Gericht. Immer mal wieder nimmt er Bezug zu seinem ersten Buch, geht jedoch viel weiter in die Zukunft. Harari zeigt auf, was möglicherweise passieren kann, wenn wir weiter so handeln, denken, oder eher nicht denken, wie wir es bisher tun. Nach wie vor stellen wir das Leben der Tiere unter unseres, lassen unser Leben immer weiter von Maschinen, Computern und Algorithmen bestimmen und sind eigentlich nur noch Gefangene unseres Körpers. Zwar haben wir Hunger, Seuchen und Krieg weitestgehend eingedämmt, doch strebt der Mensch nach immer mehr. Es reicht nicht technischen Fortschritt zu erleben, die Menschheit möchte sich zum Homo Deus aufschwingen und unsterblich werden. Solange es Fortschritt gibt, wird es immer Menschen geben, die nach Macht, Geld, oder Ansehen gieren und den Fortschritt missbrauchen. Eine rein positive An- und Verwendung wird wohl niemals möglich sein. Da der Mensch seine Bedürfnisse, sein Leben, seine Empfindungen über die der Tiere stellt, werden auch Tierversuche wohl nie aufhören. Dabei scheint nach Harari ausschließlich die flexible Kooperation des Menschen der Unterschied zu anderen Tieren zu sein. Teamwork wird heute immer wichtiger und in dem Maße, in dem es der Mensch betreibt, ist er das einzige Tier, das es kann. Leider ist es genau das, was die Menschheit am Ende vielleicht zu Grunde richten wird. Insbesondere dadurch, dass die eigenen Entscheidungen im Dataismus abgegeben werden. Harari schreibt radikal, provozierend, Augen öffnend. Teilweise schwingt seine eigene Wut im Subtext mit. Er greift seine eigene Spezies an, um sie wachzurütteln. Bei mir jedenfalls hat es funktioniert. Harari schreibt wie kein Zweiter wunderbar lehrreich, informativ und wie ein Geschichtenerzähler. Den nächsten Harari werde ich definitiv auch lesen!

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  • Glück, Unsterblichkeit, Göttlichkeit

    Homo Deus
    Cleo15

    Cleo15

    04. September 2017 um 07:53

    Was hält die Zukunft für uns bereit? Für die Menschen, für die Welt, für das Leben? Wenn man sich diese Fragen stellt, sollte man zu dem Buch Homo Deus von Yuval Noah Harari greifen. Allerdings sollte man sich vorher überlegen, ob man eine hochtechnisierte, in wenige weit auseinander klaffende Kasten unterteilte Menschheit und düstere Vorausschauen verträgt. Inhalt: Der Mensch unterscheidet sich heute grundlegend von dem vor 500 Jahren- zumindest was den Glauben und das Miteinander angeht. Denn das Gebilde Homo Sapiens an sich ist gleich geblieben. Doch wie kommt das? Und was unterscheidet uns von anderen Lebewesen? Und über allem steht die Frage: Wie wird es mit uns weitergehen? Wie wird die Welt am Ende des 21. Jahrhunderts aussehen? Mit diesen Fragen hat sich der Autor Harari beschäftigt. Dabei zieht er immer einen Bogen von der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft. Denn ohne einen Blick in die Vergangenheit kann man die zukünftigen Entwicklungen nicht verstehen. Harari zeichnet ein düsteres Bild des Menschen. Vor allem die „Funktionsweise“ des Menschen hat mich sehr erstaunt. Die Existenz einer Seele hatte ich schon stark bezweifelt, aber das wirklich alles nur von Algorithmen bestimmt sein soll… Für mich war das schwer vorstellbar, aber seine Beweise und auch die Beispiele haben mich davon überzeugt. Der Autor stellt viele Thesen auf, die er mit Beispielen unterlegt, um sie besser verständlich zu machen. Das hat mir gut gefallen und mich öfters auch staunen lassen. Sehr interessant war auch das Thema über die Höherstellung von Menschen gegenüber Tieren beschrieben. Und was das für die Zukunft bedeutet. Hinten im Buch ist ein ausführliches Quellenverzeichnis und mir ist durchaus bewusst, dass niemand die Zukunft vorhersehen kann. Trotzdem erschienen mir die im Buch vorgeschlagenen Versionen etwas zu düster. Vielleicht liegt es auch daran, dass man sich das beschriebene Leben gar nicht richtig vorstellen kann. Fazit: Das Buch war sehr interessant und ich habe viel über das Leben und den Menschen gelernt. So richtig überzeugt haben mich die Zukunftsvisionen allerdings nicht, daher vergebe ich 4 Sterne.

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  • Leserunde zu "Das Universum, das Ich und der liebe Gott" von Philipp Wehrli

    Das Universum, das Ich und der liebe Gott
    PhilippWehrli

    PhilippWehrli

    Mit dieser Leserunde möchte ich erstens auf mein neues Buch 'Das Universum, das Ich und der liebe Gott' aufmerksam machen. Und zweitens erhoffe ich mir eine inspirierende und kontroverse Diskussion zu den Fragen, die ich für die spannendsten der Naturwissenschaften halte: Was sind Raum und Zeit? Weshalb gibt es etwas und nicht nichts? Wie entstanden die Lebewesen und die Arten? Wie entsteht Bewusstsein? Gibt es eine unsterbliche Seele?Zu diesen und ähnlichen Fragen habe ich in meinem Buch die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse zusammen getragen und wie ich hoffe allgemeinverständlich zusammen gefasst. Ich gestehe es: Beim Sammeln bin ich wohl zum überzeugtesten Atheisten geworden, den man sich vorstellen kann. Ich mag Religionen und im Allgemeinen mag ich auch religiöse Menschen. Aber Hand auf's Herz: Wenn ich nach Erklärungen suche, passt bei den üblichen Vorstellung zumindest des christlich-jüdisch-islamischen Glaubens nun einfach gar nichts zusammen!Ich will niemanden bekehren. Das Buch richtet sich nicht an Kreationisten, die die Bibel wörtlich nehmen. Vielmehr wende ich mich an Atheisten, Agnostiker und aufgeschlossene Gläubige, die Freude an Naturwissenschaften haben und sich dafür interessieren, wie die Welt wirklich ist. Mit solchen Leuten möchte ich diskutieren.Wenn ich mir also eine kontroverse Diskussion erhoffe, dann nicht darüber, ob das Universum 6'000 oder 13.5 Milliarden Jahre alt ist. Wir wollen voraussetzen, dass die Naturwissenschaften im grossen und ganzen funktionieren und dass da keine Verschwörung von Wissenschaftlern im Gang ist. Wir können gerne darüber diskutieren, wo die Wissenschaften an Grenzen stossen, wie man sie verbessern könnte und ob es nicht andere Werte gibt, die dem naturwissenschaftlichen Denken entgegen stehen.Vor allem aber interessieren mich Reaktionen auf meine These, wir können unser Dasein vollständig verstehen. Ja, ich denke, wir können verstehen, weshalb es überhaupt eine Welt gibt, weshalb die Naturgesetze so sind wie sie sind, weshalb es bewusst denkende Lebewesen gibt und was Bewusstsein ist.Damit ich für die Diskussionsrunde eine gute Mischung finden kann, bitte ich dich, dein Vorwissen zu den möglichen Themen der Diskussion zu umschreiben. Mit welchen der folgenden Themen hast du dich bereits intensiver befasst (z. B. ein Buch oder mehrere Artikel gelesen)? Bei welchen Themen bezeichnest du dich als Experten (z. B. (Selbst-)Studium der Physik, Biologie, Medizin, Philosophie, Theologie, ...):- Urknalltheorie- Entstehung des Lebens- Evolutionstheorie- Gehirnforschung- Christentum- BibelFasse bitte deine Haltung zum Thema Religion und Naturwissenschaften kurz zusammen.Die Teilnehmer der Leserunde werden zehn signierte Exemplare verlost.Hier kannst du das Inhaltsverzeichnis und die ersten paar Seiten herunterladen. Du musst allerdings EUR 0.- dafür zahlen und falls du in der Schweiz wohnst, noch EUR 0.- Mehrwertsteuer. Nicht erschrecken: Es kostet wirklich nichts. Die vom Verlag sagen, das sei aus technischen Gründen nötig.

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    • 119
  • Der Mensch von morgen: Leben in einem düsteren Technologiezeitalter?

    Homo Deus
    Talathiel

    Talathiel

    27. August 2017 um 14:04

    In seinem neuen Buch „Homo Deus“ beschäftigt sich Yuval Noah Harari mit der Zukunft, genauer gesagt mit einer möglichen Menschheit der Zukunft. Hunger, Krankheit und Krieg gehören in dieser Zukunftsvision der Vergangenheit an, Homo Sapiens steht an einer Grenze und wann wir er den Homo Deus erschaffen, einen durch Technik verbesserten Menschen? Einen Homo Deus, der sich vom Homo Sapiens deutlich mehr unterscheidet als dieser vom Neandertaler. Harari fragt sich, was dann aus der Menschheit wird, aus dem Humanismus, wenn Maschinen geschaffen werden, die in allerlei Hinsicht besser sind als wir. Was ist, wenn wir uns in unserem Streben nach Gesundheit, Glück und Macht soweit von dem Entfernen, was wir Menschen nennen? Sind wir dann überhaupt noch Menschen?»Die Menschen haben üblicherweise Angst vor Veränderungen, weil sie das Unbekannte fürchten. Doch die größte Konstante der Geschichte ist die, dass sich alles verändert.» (S. 97)Yuval Noah Harari, geboren 1976 in Haifa, Israel, promovierte 2002 an der Oxford University. Der Historiker lehrt seit 2005 Geschichte an der Hebrew University in Jerusalem. Er beschäftigt sich derzeit mit Weltgeschichte und makrohistorischen Prozessen. Seine populärwissenschaftliche Monographie „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ wurde zum Weltbestseller und in fast 40 Sprachen übersetzt. Harari schafft es, mit seinem anschaulichen, kurzweiligen Schreibstil, die Leser mitzunehmen. Manchmal mag er gar zu übertreiben in seinen Anschauungen, was andererseits aber auch wieder dazu führt, dass man darüber nachdenkt, was er da schreibt. Kann das wirklich so sein bzw. werden? Wieviel Wahrheit steckt darin? Und wenn es eine mögliche Option ist, was kann ich dafür oder dagegen unternehmen? Ganz klar schafft es Harari, dass man über das, was er schreibt, nachdenkt und eine Diskussion sucht, mit sich selbst oder mit anderen. Denn das Thema des Buches verlangt es einfach, dass man sich damit auseinandersetzt. Der Aufbau des Buches besteht aus einer knapp 100 Seiten langen Einleitung, der neuen menschlichen Agenda sowie drei Teilen (Homo sapiens erobert die Welt, Homo sapiens gibt der Welt einen Sinn, Homo sapiens verliert die Kontrolle).Während er sich in der Einleitung noch damit beschäftigt, wie aus dem Jäger und Sammler der heutige Homo sapiens werden konnte, der viele Ursachen für Tode zu früheren Zeiten – Hunger, Krankheit, Krieg – dezimiert hat, so schafft er es in den nächsten Teilen einen Bogen zu schlagen von der Entwicklung, wie der Mensch seine Umwelt beeinflusst hat, wie sich der Humanismus entwickelt hat bis schließlich zum jetzigen Zeitpunkt und darüber hinaus. Während homo sapiens in den ersten beiden Teilen noch an Kontrolle gewinnt, so verliert er im letzten Teil zunehmend die Kontrolle, denn wenn alle Prozesse automatisiert werden, wo bleibt hier die Kontrolle? Entscheidungen werden Algorithmen überlassen und eine Datenreligion, der Dataismus, löst zunehmend humanistische Werte wie Individualismus, Seele und den freien Willen ab.»Doch sobald die Menschen ihre funktionale Bedeutung für das Netzwerk verlieren, werden sie erkennen, dass sie gar nicht die Krone der Schöpfung sind. […] Rückblickend betrachtet, wird die Menschheit nichts weiter gewesen sein als ein leichtes Kräuseln im großen kosmischen Datenstrom.« (S.534)„Homo Deus“ ist intelligent, unvoreingenommen und notwendig. So düster die Zukunftsvision von Harari auch sein mag, so sehr regt sie zum Nachdenken an. Dennoch kann das Buch auf hohem Niveau unterhalten!

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    • 3
  • Blick in die Zukunft

    Homo Deus
    mabuerele

    mabuerele

    „...Vor 20000 Jahren verfügte der durchschnittliche Sapiens vermutlich über eine höhere Intelligenz und bessere Fertigkeiten beim Werkzeugbau als der durchschnittliche Sapiens von heute...“ Das Buch gliedert sich in vier Teile. In der umfangreichen Einleitung beschäftigt sich der Autor mit der menschlichen Agenta. Darin belegt er mit Zahlen, wie wir zunehmend Hunger, Krieg und Krankheit in den Griff bekommen. Als Ziele des 21. Jahrhunderts prognostiziert der Autor den Kampf gegen den Tod und für das persönliche Glück. Dabei geht er davon aus, dass es der Biotechnologie gelingen wird, den menschlichen Körper zu optimieren. Schon in diesem Abschnitt finden sich eine Reihe provozierender Thesen. Damit bin ich als Leser gezwungen, mich mit den Themen auseinanderzusetzen, sie im Licht der eigenen Erfahrung zu beleuchten und ihre Realisierbarkeit abzuschätzen. Letztendlich läuft es auf die Frage hinaus, inwieweit ich bereit wäre, diese Entwicklung mit zu gehen und wo ich Möglichkeiten sehe, dem entgegen zu wirken. Im nächsten Abschnitt beschäftigt sich der Autor mit der Frage, was den Menschen vom Tier unterscheidet und woran es liegt, dass wir zu Leistungen fähig waren, die Tiere nie erreicht haben. Kritisch beleuchtet er unseren Umgang mit Tieren. Überzeugend ist er immer dann, wenn er Entwicklungsstadien der Menschheit analysiert und in Beziehung zur Gegenwart stellt. Zu obigen Zitat wird sich jeder Leser die eigene Meinung bilden. Andererseits bricht er den Rückgriff auf Ursachen immer dann ab, wenn er die Frage nach dem „Woher“ nicht rational beantworten kann. Das menschliche Handeln wird als Folge biochemischer Algorithmen dargestellt. Auch Gefühle sind nichts anderes als Algorithmen. Im nächsten Kapitel geht es darum, welchen Sinn der Mensch dem Leben gibt oder im Leben sieht. Die meisten Religionen legt er sofort al menschliche Phantasiegebilde zur Seite. Sie werden bestenfalls kurz gestreift. Der Humanismus, seine Entstehung und sein zu erwartender Niedergang werden allerdings ausführlich analysiert. Die letzten Seiten wenden sich der Zukunft zu. Datenströme und hochintelligent Maschinen sind das wesentliche Thema dabei. Der Schriftstil verlangt ein konzentriertes Lesen. Fachbegriffe werden erstaunlich weit gefasst. Der Begriff des Algorithmus wurde anschaulich erläutert, wichtige Eigenschaft aber hat der Autor ignoriert. Auch hätte ich den Kommunismus nie als Religion betrachtet und den Nationalsozialismus nicht in die Kategorie Humanismus eingeordnet. Von einem Fachbuch erwarte ich, dass Begriffe eindeutig und klar definiert werden. Hier bleibt der Autor an vielen Stellen schwammig und begnügt sich mit Beispielen. Deutlich sagt er, was er ablehnt, hat aber dann Probleme, seine Begrifflichkeiten klar davon abzugrenzen. Er reduziert den Menschen auf einen biochemischen Algorithmus ohne eigenen Willen und Individualität, spricht aber vom inneren Selbst, ohne zu erklären, was er darunter versteht. Menschliche Entscheidungen sind seiner Meinung nach deterministisch oder zufällig. Wann was warum zutrifft, erklärt er nicht. Sehr gelungen finde ich allerdings die sarkastische Betrachtung der momentanen politischen Lage, wie das folgende Zitat zeigt. "...Noch nie in der Geschichte wusste eine Regierung so viel über das, was auf der Welt vorgeht - doch wenige Imperien habe auf so dämliche Weise Mist gebaut wie die Vereinigten Staaten. Sie sind wie ein Pokerspieler, der genau weiß, welche Karten seine Gegner in der Hand haben und es trotzdem schafft, jede Runde zu verlieren..." Die häufige Wiederholung seiner Thesen hätte ich nicht gebraucht. Es mag zwar ein Stilmittel sein, um Wichtiges hervorzuheben, kann aber mit der Zeit nerven. Am Ende weist er darauf hin, dass all seine Prognosen nur ein Spiel mit Möglichkeiten sind und dass alles auch ganz anders kommen kann. Vielfältiges Bildmaterial veranschaulicht die Ausführungen. Eine Danksagung, vielfältige Anmerkungen und ein Register vervollständigen das Buch. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Es hat mich stellenweise intellektuell gefordert, auch wenn ich in grundlegenden Fragen mit der Meinung des Autors nicht konform gehe, da ich ein anderes Welt- und Menschenbild habe. Mit einem Blick des Autors in die Zukunft möchte ich meine Rezension abschließen: "...Als das Auto die Pferdekutsche ersetzte, haben wir die Pferde nicht optimiert - Wir haben sie in den Ruhestand geschickt. Vielleicht ist es Zeit, das Gleiche mit Homo sapiens zu tun..."

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    • 9
  • Eine düstere Vision

    Homo Deus
    Kopf-Kino

    Kopf-Kino

    In 'Homo Deus' stellt der Historiker Yuval Noah Harari eine schwindelerregende Prognose auf: Nachdem der Homo Sapiens globale Risiken wie Naturkatastrophen, Hunger und Kriege, quasi die Plagen der Vergangenheit, unter Kontrolle brachte, steht ihm eine gottgleiche Zukunft im Technologiezeitalter bevor – oder etwa doch nicht? Um die neuen Ziele der Menschheit zu erreichen, wird, laut Harari, alles niedergerissen, bis nur noch die Quintessenz des Homo Deus erhalten bleibt: der 'Dataismus', das Glaubenssystem der Algorithmen. Selten fiel es mir so schwer, meinen Leseeindruck in Worte zu fassen. Voranstellen möchte ich, dass 'Homo Deus' reine Nahrung zum Nach- und Weiterdenken und zahlreiche Anregungen für Diskussionen bietet, weshalb ich eine klare Leseempfehlung aussprechen möchte. Gleichzeitig möchte ich jedem Leser empfehlen, Hararis Thesen kritisch zu hinterfragen und gegebenenfalls zu überprüfen. Mit einem leicht zugänglichen Schreibstil, der manchmal mit einem flapsigen Tonfall und einer guten Portion Humor einhergeht, argumentiert sich Harari durch die Geschichte und Gegenwart der Menschheit, was ca. Dreiviertel des Buches ausmacht. Mithilfe dieser Vorgehensweise, die notwendig ist, um Hararis abschließenden Prämissen folgen zu können, holt der Autor zunächst einmal weit aus und skizziert erst im letzten Drittel des Buches, welche Entwicklungsstufe die Menschheit als nächstes erklimmen könnte. Hierbei greift der Autor große Themen der Neurologie, Psychologie, Evolutionstheorie, Philosophie und Theologie auf, nimmt kluge Positionen ein, indem er beispielsweise die Gegenwart aus der Sicht des historischen Kontextes betrachtet und mit Gegenüberstellungen arbeitet, und mixt ein interessantes Potpourri aus Fakten, Statistiken und Analysen. Hierbei konnte ich einiges Wissenswertes und mir bislang Unbekanntes entnehmen, wie beispielsweise die Geschichte des gepflegten Rasens oder welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen einer Vampirfledermaus und einem Bankier bestehen. Indem Harari eigene Definitionen von Begriffen, wie 'Religion' und 'Humanismus', konstruiert und diese dementsprechend konsequent weiterspinnt, hat das Buch großes Potenzial, um zu provozieren, obgleich diese Vorgehensweise letztlich legitim ist, sofern keine allgemein gültigen Definitionen vorliegen. Natürlich legt der Autor diese so aus, damit sie in seine Argumentationsreihe passen und darauf aufbauend seine Schlussfolgerungen ergeben, zwinker. Kritisch anmerken möchte ich, dass Hararis Ausführungen manchmal aus Zusammenfassungen bestehen, die (leider) Ungenauigkeiten mit sich bringen. Trotz der einen oder anderen steilen und streitbaren These folgte ich dem Gedankenexperiment sehr gerne, was unter anderem an der Schreibart, komplizierte Sachverhalte anschaulich zu vermitteln, lag. Auch Hararis Gedankenschärfe ist in einigen Sätzen vorzufinden, was ich sehr beeindruckend fand. Des Weiteren spricht das Buch unbequeme Wahrheiten der Gegenwart an, die zwar bekannt sein dürften, aber ob der komprimierten Härte, da Harari knallhart Fakten präsentiert, umso erschreckender wirken. Obgleich das Buch ohne effektheischenden Alarmismus auskommt, verfehlt es nicht seine Wirkung, die meiner Meinung nach beängstigend, aber wichtig ist, da sich letztlich die Frage aufbäumt, wie wir leben wollen (?). Was soll ich abschließend noch sagen? - Lest es, stets kritisch, aber lest es, sofern eure Neugierde geweckt wurde. Kleine Randbemerkung: Angesichts des Informationsdschungels, durch den Harari seinen Leser lotst, war es vermutlich nicht vermeidbar, dieses und jenes abermals zu wiederholen. Um ehrlich zu sein: Mich nervte es mit der Zeit, aber das ist wohl Geschmackssache.

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    • 7
  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht
    GrOtEsQuE

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 18.08.2017: _Jassi                                           ---  73 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   208,5 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   81 Punkte Bellis-Perennis                          ---  564 Punkte Beust                                          ---   260 Punkte Bibliomania                               ---   184 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  350 Punkte ChattysBuecherblog                --- 210 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   103,5 Punkte Code-between-lines                ---  127 Punkte eilatan123                                 ---   46 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   109 Punkte Frenx51                                     ---  72,5 Punkte glanzente                                  ---   75 Punkte GrOtEsQuE                               ---   78 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   135 Punkte Hortensia13                             ---   113 Punkte Igelchen                                    ---   21 Punkte Igelmanu66                              ---  151 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    79 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   105 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   77 Punkte Katykate                                  ---   94 Punkte Kerdie                                      ---   190 Punkte Kleine1984                              ---   130 Punkte Kuhni77                                   ---   105 Punkte KymLuca                                  ---   100 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   211 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   190 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   82 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  52 Punkte mistellor                                   ---   149 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  115 Punkte Nelebooks                               ---  183 Punkte niknak                                       ----  268 Punkte nordfrau                                   ---   97 Punkte PMelittaM                                 ---   180 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   93 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   48 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 57 PunkteSandkuchen                              ---   172 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   153 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   245 Punkte SomeBody                                ---   157,5 Punkte Sommerleser                           ---   168 Punkte StefanieFreigericht                  ---   190,5 Punkte tlow                                            ---   135 Punkte Veritas666                                 ---   117 Punkteverruecktnachbuechern         ---   34 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   64 Punkte Wolly                                          ---   163 Punkte Yolande                                       --   150 Punkte

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  • „Heute ist morgen gestern“

    Homo Deus
    Bellis-Perennis

    Bellis-Perennis

    17. August 2017 um 15:37

    In seinem zweiten Buch (nach “Eine kurze Geschichte der Menschheit“) führt uns Yuval Noah Harari in elf, unterschiedlich langen Kapiteln in neue, teilweise verstörend wirkende Hypothesen ein.Zu Beginn erzählt er die „Erfolgsgeschichte“ des Homo Sapiens, der sich vom einfachen Jäger und Sammler über feudale Herrschaftsstrukturen zu heute aktuellen Zusammenlebensformen entwickelt hat.Viele der ehemaligen Bedrohungen wie Seuchen oder Kriege sind (beinahe) ad acta gelegt. Auch, wenn es an manchen Orten der Welt zu Kriegen und/oder Ausbruch von Krankheiten kommt, ist Homo Sapiens eigentlich recht sicher.Allerdings hat er es selbst in der Hand, diese Pseudoidylle wieder zu zerstören. Wir sind auf dem besten Weg dazu, wenn wir so weiter machen wie bisher.Hararis Hypothesen klammern Gefühle und Religion aus. Es zählen für ihn nur nackte Tatsachen und harte Fakten. Die interessante These, dass er auch den Kommunismus zu den Religionen zählt, ist angesichts des Personenkults um Lenin, Stalin, Mao, Castro etc. nicht von der Hand zu weisen. Den Gläubigen wirft er Nietzsches „Gott ist tot“ an den Kopf und die Humanisten schaffen sich, seiner Meinung nach, gleich selbst ab.Interessant (und gleichzeitig erschreckend) finde ich seine Hinweise zur „Maschinenwelt“, in der Cyborgs den Menschen zum Großteil ersetzen (können und werden). Das ist nun nicht ferne Zukunft à la Science Fiction sondern teilweise schon Wirklichkeit. Die Wandlung von Dienstleistung, die von Menschen erbracht wird/wurde und nun von einer Maschine verrichtet/erledigt wird, ist schon längst eingezogen. Man denke nur an eine Bankdienstleitung. Früher (vor weinigen Jahren) ist man noch mit einem Zahlschein zum Schalter gelatscht und der physische Mitarbeiter hat die Überweisung erledigt. Heute, im Zeitalter von Smartphone macht der „Kunde“ alles selbst (und wird trotzdem zur Kasse gebeten).Das Buch ist sehr sachlich geschrieben. Harari provoziert mit einem Großteil seiner Thesen, regt aber auch zum Nachdenken an. Manchmal blitzt ein etwas schräger Humor durch. Da habe ich den Eindruck, er verschaukelt sich selbst und seine Leser. Hin und wieder sind seine Mantra-artigen Wiederholungen mühsam bis lästig. Da bin ich schon versucht zu sagen, „Ja, hallo, ich hab’s schon gelesen und kapiert“Ich glaube, dass keines dieser Szenarien in der angesprochenen, extremen Form eintreten wird. Das eine oder andere Segment ist bereits oder wird demnächst Wirklichkeit sein. Wir müssen in Zukunft in kleineren Zeitdimensionen rechnen – 10 Jahre sind eine extrem kurze oder lange Zeitspanne.Ob aus dem „Homo Sapiens“ wirklich ein „Homo Deus“ wird, wage ich zu bezweifeln. Herrenmenschenallmachtsfantasien haben die Menschheit schon mehrmals an den Rand des Abgrunds gedrängt. Hoffen wir, dass nicht ausgerechnet der „Homo Deus“ einen Schritt weitergeht.Fazit:Auch wenn ich nicht mit allen Aussagen von Harari d’accord gehe, gebe ich diesem Werk fünf Sterne. Vor allem deshalb, weil man über den Inhalt trefflich diskutieren und auch streiten kann.

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  • Vom Jäger und Sammler zum göttlichen Menschen?

    Homo Deus
    Filzblume

    Filzblume

    16. August 2017 um 15:18

    Homo Deus Das Gelesene in Worte zu fassen ist schwierig und leicht. Ich kann nur sagen: Lesen! Ein Sachbuch das bisher seines Gleichen sucht. Hochintelligent, sensibel, provokant, informativ, wissenschaftlich, modern, historisch, philosophisch...und nicht immer leicht zu lesen. Der Autor spricht von der Geschichte des Menschen, dem Homo Sapiens, von Humanismus, Kommunismus, Liberalismus, Dataismus. Er stützt sich auf Studien, auf neuste wissenschaftliche Erkenntnisse, seine Erfahrungen, schreckt nicht zurück anzuecken mit seinen Äußerungen zu Hitlers Kriegserlebnissen. Er möchte provozieren und informieren, dem Sapiens zum Denken anregen. Ich denke, das Leser teils unterschiedlicher Auffassung zu den verschiedenen Themen sind. Eines, so meine ich, haben sie gemeinsam, nachdem sie das Buch gelesen haben -  blicken wir in die Zukunft, und der Homo Sapiens, wie wir ihn jetzt kennen, wird aufhören zu existieren. Wie Homo Deus- also der göttliche Mensch, den Sapiens ablöst, wann und wie kann dieses Buch nur bedingt beantworten, will es und soll es auch nicht. Es zeigt uns den Weg vom Jäger und Sammler zum modernen und optimierten Menschen mit einer ungewissen Zukunft. Es regt zum Nachdenken an und ist für mich trotz einiger Wiederholungen zu Beginn ein wichtiges Buch das geschrieben werden musste auch wenn ich nicht immer mit dem Autor im Einklang war. Es ist eben "Eine Geschichte von morgen", die nicht, noch nicht, vorauszusehen ist. Ein Lieblingszitat: ...Die liberale Demokratie kroch aus dem Mülleimer der Geschichte, klopfte sich den Schmutz aus den Kleidern und eroberte die Welt." S.360

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  • Von der Erfolgsgeschichte des Homo Sapiens und was folgen könnte

    Homo Deus
    c_awards_ya_sin

    c_awards_ya_sin

    12. August 2017 um 12:45

    Harari führt uns in seinem Neuen Buch als erstes die Erfolgsgeschichte des Homo Sapiens vor Augen. Von Jägern und Sammlern zu ökonomischen Gemeinschaften. Von Bedrohungen durch Pest und Cholera zu Impfungen und Organtransplantationen. Die Liste ist lang. Viele Bedrohungen fallen weg, auch wenn lokal vereinzelt noch eine Seuche oder ein Krieg ausbricht, die Zahlen sind im Vergleich zu früher recht gering. Das klingt hart, aber genau so führt uns Harari in das Thema hinein. Keine Gefühle sondern nur die Fakten bestimmen dieses Sachbuch bis zur Jetztzeit. Danach weißt er uns Möglichkeiten auf wie die Geschichte von Morgen aussehen könnte. Auf diesem Weg greift er alles und jeden an. Den Kommunisten, den er als religiös (Glaube an den Kommunismus) bezeichnet, den Gläubigen dem er mit Nitzsche vor den Kopf wirft 'Gott ist tot' oder den Humanisten, der sich droht selbst abzuschaffen. Aus diesem Grund, weil es so sachlich ist und jeder einen Spiegel vorgehalten bekommt, fühlte ich mich in meiner Meinung nie persönlich angegriffen oder verletz, lediglich dazu angehalten mir Gedanken zu machen. Über andere Ansichten, über meine eigenen, darüber was für Folgen dieses und jenes Handeln hat und ob am Ende wirklich ein Homo Deus steht. Ich denke keine der gezeigten Zukunftsszenarien wird eintreten, denn es sind die Extreme. Doch sicher wir das ein oder andere Realität werden und wir tuen gut daran in einer Zeit, wo Fortschritt rasant verläuft, schon vorher darüber nachzudenken. Mir hat dieses Sachbuch jedenfalls sehr zugesagt.

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    • 3
  • Homo Deus

    Homo Deus
    Yogamama

    Yogamama

    30. July 2017 um 15:52

    Auf dieses Buch bin ich zufällig gestoßen (und nicht im Ex-Libri). Er erklärt die Erfolgsgeschichte der Menschheit, es ist faszinierend, sich mit seinen Ausführungen auseinanderzusetzen. 

  • Sehr empfehlenswerte Lektüre mit Bezug zum aktuellen Stand der Technologien

    Homo Deus
    kristallreibe

    kristallreibe

    26. July 2017 um 16:32

    Yuval Noah Harari schildert wie der "Homo Sapiens" die Grundprobleme die ihn seit seiner Entstehung plagen - Hunger, Krankheit, Tod - weitgehend in den Griff bekommen hat und gibt einen Ausblick in die Nahe Zukunft in denen diese Probleme sogar komplett überwunden werden könnten. Er proklamiert, dass durch Bio-Engineering oder Silikon-basierte Lebensformen eine neue Spezies, der "Homo Deus" entstehen wird, der dem "Homo Sapiens" in jeder Hinsicht überlegen sein wird. Die Sammlung und Auswertung von möglichst vielen Daten wird die nächsten Jahrzehnte der Menschheitsgeschichte dominieren und die Spezies, die am besten auf diese neuen Bedingungen vorbereitet ist wird die Welt dominieren (eben genannter "Homo Deus"). Immer wieder bringt er Hinweise auf den aktuellen Stand der Technik und der Leser ist am Anfang der Schilderung geneigt zu glauben, dass die genannten Möglichkeiten 10 Jahre in der Zukunft liegen, doch dann kommt das Aha-Erlebnis: es gibt die Technologie schon seit 10 Jahren. Der Schreibstil des Autors führt sehr spannend durch seine Thesen und man mag das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Der Grundtenor des Buches ist recht dystopisch, sprechen wir doch von einer drohenden Oligarchie von Super-Wesen, und regt stark zum Nachdenken an wie wir als "Homo Sapiens" mit diesen neuen Bedingungen umgehen wollen die uns voraussichtlich in den nächsten 10-30 Jahren erwarten.

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