Homo Deus

von Yuval Noah Harari 
4,1 Sterne bei9 Bewertungen
Homo Deus
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Der Autor versteht es, mit seinen Behauptungen/Thesen zu "Entertainen" und erreicht sein Ziel, die Gedanken anzuregen.

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Inhaltsangabe zu "Homo Deus"

Die nächste Stufe der Evolution
Über das letzte Jahrhundert hinweg hat sich die Menschheit erfolgreich Hunger, Seuchen und Kriegen gestellt. Aus Erfolg wird Ehrgeiz: Als nächstes stehen Unsterblichkeit, grenzenloses Glück und gottgleiche Schöpfungskräfte auf der To-Do-Liste. Die Verfolgung dieser Ziele wird die meisten Menschen allerdings überflüssig machen. Also bleiben Fragen: Wohin führt unser Weg? Wie können wir unsere Zukunft bestmöglich beeinflussen? Schließlich kann man den Lauf der Dinge nicht aufhalten, aber die Richtung bestimmen.
Gelesen von Jürgen Holdorf.
(2 mp3-CDs, Laufzeit: 15h 8)

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783844524550
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Sonstiges Audio-Format
Umfang:0 Seiten
Verlag:Der Hörverlag
Erscheinungsdatum:27.02.2017
Das aktuelle Buch ist am 23.03.2017 bei Vintage erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Ro_Kes avatar
    Ro_Kevor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Der Autor versteht es, mit seinen Behauptungen/Thesen zu "Entertainen" und erreicht sein Ziel, die Gedanken anzuregen.
    Zwischen Faszination und Furcht

    Klappentext (Lovelybooks):

    Die nächste Stufe der Evolution

    Über das letzte Jahrhundert hinweg hat sich die Menschheit erfolgreich Hunger, Seuchen und Kriegen gestellt. Aus Erfolg wird Ehrgeiz: Als nächstes stehen Unsterblichkeit, grenzenloses Glück und gottgleiche Schöpfungskräfte auf der To-Do-Liste. Die Verfolgung dieser Ziele wird die meisten Menschen allerdings überflüssig machen. Also bleiben Fragen: Wohin führt unser Weg? Wie können wir unsere Zukunft bestmöglich beeinflussen? Schließlich kann man den Lauf der Dinge nicht aufhalten, aber die Richtung bestimmen.

    Meine Meinung:

    Ich habe in letzter Zeit einige fiktive Geschichten zum Thema „Transhumanismus“ oder auch „Künstliche Intelligenz“ gelesen und so war es für mich sehr reizvoll, zu diesem Sachbuch zu greifen, in dem sich Yuval Noah Harari mit Fragen zum nächsten Schritt der menschlichen Evolutionsgeschichte auseinandersetzt.

    Bevor der Autor jedoch den Blick in die Zukunft wagt, gibt er einen sehr umfassenden wissenschaftlichen/geschichtlichen Einblick in den Prozess, der aus uns den Menschen gemacht hat, an dessen Entwicklungsstand er sich gerade befindet und seine späteren Zukunftsvisionen sind insbesondere geprägt von einem sehr ausgereiften Technizismus. 

    Dies vollzieht sich mitunter sehr ausschweifend und thematisch oft sprunghaft, so dass es für mich nicht leicht war, bei all seinen Behauptungen/Thesen, einen stimmigen roten Faden zu erkennen. 

    Jedoch, so erklärt es der Autor am Ende selbst, ist es sein primäres Ziel gewesen, spannende Gedankenimpulse bei seinen Lesern auszulösen und das ist ihm durch seine teils provokanten Ausführungen, die Möglichkeiten der menschlichen Evolution aufzeigen, sehr gut gelungen und konnte dadurch bei mir gleichzeitig Faszination und Furcht auslösen. 

    Die Vertonung durch Sprecher Jürgen Holdorf kann ich sehr empfehlen, denn seine Stimme verleiht dem Buch das passende Entertainment, welches in ihm steckt. 

    Fazit:

    Der Autor versteht es, mit seinen Behauptungen/Thesen zu "Entertainen" und erreicht sein Ziel, die Gedanken anzuregen.

    Kommentare: 1
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    black_horses avatar
    black_horsevor 3 Monaten
    Wann wird Mensch zu Gott?

    Nachdem Harari in seinem Buch "Eine kurze Geschichte der Menschheit" die vergangene Entwicklung der Menschheit in den Fokus genommen hat, wagt er sich nun an Zukunftsvisionen.

    Aufbauend auf einer Vielzahl aktueller menschlischer und technischer Entwicklungen, entwirft er populärwissenschaftlich ein Bild der Zukunft. Ein Bild, das erschreckt, aufrüttelt, zum Nachdenken anregt.
    Ins Zentrum seiner Überlegungen stellt er die These, dass Menschen keinen freien Willen haben und in Zukunft von der Technik in weiten Bereichen übertrumpft werden. Was ist der Mensch dann noch wert?

    Im Hörbuchformat "rauscht" eine Unmenge an Informationen und Gedanken am Hörer vorbei, nicht wirklich greifbar, nicht wirklich geordnet. Harari will provozieren, er zwingt den Hörer ungeliebte Wahrheiten aufzunehmen und weiterzudenken. Oft mit Schlussfolgerungen, die man nicht hören will.

    Der Sprecher macht seine Sache gut, aber natürlich ist es im Hörbuchformat gerade bei dichten Sachbüchern nicht einfach, alle Informationen aufzunehmen.

    Mich hat das Hörbuch gut unterhalten und zum Nachdenken angeregt. Mich hat aber auch bei diesem Buch, wieder die "Unordung" der Gedanken gestört. Es fehlt so der rote Faden, der alle Überlegungen verknüpft.

    Kommentare: 1
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    Wedmas avatar
    Wedmavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Gehört sollte man das!
    Ein must hear!

    Das Buch habe ich auch gehört. Jürgen Holdorf hat sehr gut gelesen. Gut geübte, wohlklingende Profi-Stimme, die er effektvoll einzusetzen weiß und die zu der Geschichte insg. ganz gut passt. Ich hatte keine Probleme, stundenlang zuzuhören. Seine Art vorzutragen hat die Wirkung des Harari Werkes  gut verstärkt, sodass die Zukunftsvisionen &Co. so bestimmt klangen, als ob sie im Stein gemeißelt wären. Vllt war es auch eine gezielte Wirkung, die dann auch sehr gut gelungen ist.

    Der Rest ist meine Rezi zum gedruckten Buch, Hardcover, C.H. Beck Verlag.

    Homo Deus von Harari sticht deutlich aus der Reihe von Sachbüchern hervor, die man zum Thema Zukunft der Menschheit heute lesen kann. Auf jeden Fall ist es ein Buch, das man gelesen/gehört haben muss.

    Zweifelsohne ist es kein Wohlfühlbuch. Ganz im Gegenteil. Harari hat gezielt darauf angelegt, die Leser zu provozieren, sie aus der Komfortzone zu locken, über den Tellerrand eigener Überzeugungen und Vorstellungen von Gut und Böse zu schauen, uvm. Bei vielen seiner Ausführungen lässt er bewusst einige wichtige Aspekte des Menschseins aus und hebt ganz andere hervor. So dargestellt stehen Menschen eher wie ferngesteuerte Zombies da und man fragt sich, ob das nur Hirngespinste eines „verrückten“ Professors sind oder ist da mehr dran, bzw. ob das insg. angehen kann.

    Harari serviert seine Sicht der Dinge durchaus so, dass einem, je nach Gemüt und seelischer Verfassung, die Haare zu Berge stehen, man ggf. einen dicken Hals kriegt und evtl. gute Lust bekommt, das Ganze in die hinterste Ecke zu pfeffern. Aber das ist Teil seiner Show, da liegt u.a. das Geheimnis seines Erfolges. Durch gezielt provozierende Äußerungen bekommt er seine Leser aus der (antizipierten) Egal-Haltung heraus und, was noch wichtiger ist, überhaupt dazu, über solche Themen nachzudenken und sich solche Fragen zu stellen, die man sich nicht unbedingt jeden Tag stellt, wie: Was heißt es eigentlich, Mensch zu sein? Was gehört dazu? Und was nicht? Und warum? Wo geht das alles hin? Warum unbedingt so und nicht anders? Wollen wir es überhaupt? Und was ist mit ethischen Aspekten solcher Entwicklungen? Können wir uns nicht einen anderen Ausweg überlegen, andere Zukunftsvisionen entwickeln, die vllt nicht so brutal ausfallen, und uns daran machen, diese auch umsetzen? uvm. In der Hinsicht liest sich Hararis Werk wie eine düstere Dystopie.

    Von der Infoseite her liefert er nicht wirklich viel Neues, vielmehr größtenteils gutes altes, bloß unter etwas anderem Blickwinkel betrachtet und recht reißerisch dargeboten. Infotainmenteinlagen gibt es reichlich, man kennt den Stoff aber auch schon von woanders, wenn man paar Sachbücher zu dem oder auch verwandten Themen gelesen hat. Das Spannendste war für mich das Wie des Erzählten.

    Seine Art zu argumentieren erschien mir reichlich fragwürdig, so gar nicht professorlike. Steile Thesen wurden in den Raum geworfen und wenig bis nicht begründet dagelassen, aber immerhin eindrucksvoll zur Sprache gebracht. Zudem wiederholte er sich recht oft, er wiedersprach sich selbst auch oft genug. Aus diesem Blickwinkel betrachtet ist er eher ein passionierter Entertainer, ein Showman, dem die Stringenz seiner Logik, die Unerschütterlichkeit seiner Beweise nicht so wichtig erscheinen, dafür aber der Eindruck, den er mit seinem Auftritt hinterlässt, der Grad der Aufrüttelung, der Anteilnahme seiner Leser/Zuhörer und dergleichen. Polemisieren war wohl eher sein Ziel, was er auch erreicht hat.

    Die Frage, die oft auftauchte, war: Was will Harari mit seinen Ausführungen insg. erreichen? Dass sich seine Intentionen auf pures Infotainment beschränkten, fiel mir gewissermaßen schwer zu glauben. In der Hinsicht drängte sich: Ist es schon alles, weshalb er die ganze Arbeit geleistet hat?  Oder sieht er vielmehr die Menschheit am Rand des Abgrunds, es ist in etwa fünf vor zwölf,  und er will aufwecken und zum Umdenken, zu grundsätzlich anderem Handeln anregen? Fragen über Fragen.

    So oder so: Harari schafft es, seinen Lesern genug Stoff zum Nachdenken und Diskutieren zu bieten. Darin sehe ich seinen Verdienst.

    Bei Homo Deus muss man nicht zu allem Ja und Amen sagen, um das Buch gut zu finden, bzw. es in vollem Umfang zu schätzen wissen, aber gelesen und darüber nachgedacht haben, sollte man es.

    Hörbuch, Spieldauer 17 Stunden und 13 Minuten, ungekürzte Ausgabe.

     

     

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    Anja_Levs avatar
    Anja_Levvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Für mich war es mehr gestern als morgen und leider muss ich feststellen, dass ich für ein Sachbuch nicht konzentriert genug zuhöre.
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    forgetfuls avatar
    forgetfulvor 2 Monaten
    HutschLs avatar
    HutschLvor 8 Monaten
    N
    nini_pagavor einem Jahr
    Pixelmeshs avatar
    Pixelmeshvor einem Jahr
    docetens avatar
    docetenvor einem Jahr

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