Yvette Manessis Corporon

 3,5 Sterne bei 15 Bewertungen

Lebenslauf von Yvette Manessis Corporon

Yvette Manessis Corporon ist Drehbuchautorin, Redakteurin und derzeit Produzentin der prominenten Nachrichtenshow "Extra". Für ihre Arbeit wurde sie mehrfach mit renommierten Preisen – unter anderem einem Emmy Award - ausgezeichnet. Corporon ist mit dem Fotojournalisten David Corporon verheiratet. Das Paar hat zwei Kinder und lebt in New York.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Yvette Manessis Corporon

Cover des Buches Das Flüstern der Zypressen (ISBN: 9783453417663)

Das Flüstern der Zypressen

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Erschienen am 09.06.2014
Cover des Buches Das Flüstern der Zypressen (ISBN: 9783641136512)

Das Flüstern der Zypressen

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Erschienen am 09.06.2014
Cover des Buches When the Cypress Whispers (ISBN: 9780062318916)

When the Cypress Whispers

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Erschienen am 30.03.2015

Neue Rezensionen zu Yvette Manessis Corporon

Cover des Buches Das Wunder von Errikousa: Eine wahre Geschichte über Mut, Widerstand und Hoffnung (ISBN: 9783775159579)cho-ices avatar

Rezension zu "Das Wunder von Errikousa: Eine wahre Geschichte über Mut, Widerstand und Hoffnung" von Yvette Manessis Corporon

Leider gleichzeitig mehr und weniger, als ich erwartet hatte
cho-icevor 10 Monaten

Ich hatte mir von diesem Buch viel versprochen, da ich wenig bis gar nichts über die Aktivitäten der Nazis in Griechenland wusste und der Klappentext sich spannend las. Leider beschäftigt sich nur ein kleiner Teil des Buches mit dem, was während des Zweiten Weltkriegs und Dritten Reiches auf dem griechischen Festland und den griechischen Inseln Korfu und Errikousa geschah. 

Im Original heißt das Buch „Something Beautiful Happened“ (etwa „Dann geschah etwas Schönes“), was vom Inhalt her natürlich mehr Spielraum lässt. Die Autorin, eine griechisch-stämmige US-Amerikanerin, verbindet in diesem Buch die Geschichte ihrer Herkunftsfamilie aus der Nazizeit auf Errikousa mit einem antisemitisch motivierten Attentat, dem 2014 zwei Mitglieder ihrer Schwiegerfamilie zum Opfer fielen. Da sich dies während ihrer Suche und Recherche nach Holocaust-Überlebenden und ihren Nachfahren ereignet, hat es eine einschneidende Wirkung. Letztlich wurde für mich aber ein Zusammenhang hergestellt, der so gar nicht vorhanden war. 

An vielen Stellen liest sich das Buch wie eine (ausschweifende) Hommage an Corporons Familie und Schwiegerfamilie. Durchaus spannende Abschnitte und Kapitel wechseln sich ab mit ermüdenden Passagen und Kapiteln. Die eigentliche Geschichte des Buches – die Suche nach dem Verbleib versteckter Juden auf der Insel Errikousa nach dem Krieg – ist durchaus spannend, aber das Ende wird bereits in den ersten Kapiteln vorweggenommen, was für mich dem Konzept eines guten Buches widerspricht.

Gerade im letzten Drittel des Buches hätte man gut und gerne die Hälfte weglassen können. Die vielen Personen und Namen ermüden und an vielen Stellen hätte es der Autorin gutgetan, weniger über sich und ihre Gefühle zu schreiben. An der Übersetzung liegt es nicht, die ist gut gelungen, wie so oft bei Silvia Lutz. Das Buch an sich ist nicht rund. 

Was ich außerdem schade fand: Die Bezüge zum christlichen Glauben fallen eher spärlich aus; es wird vielmehr darauf hingewiesen, dass es gut ist, einen Glauben zu haben – mir war das zu schwammig für eine Publikation im Hänssler-Verlag. 

Mein Fazit: Eine Geschichte, für die die Regel hätte gelten sollen „Weniger ist mehr“. Wer über die ausschweifenden Passagen hinweglesen kann und Geduld mitbringt, entdeckt trotz allem eine interessante Geschichte, die das Herz berühren kann. 

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„...Ihr Vater, Savvas, war Schneider. Er hatte alle seine Töchter Nähen gelehrt. Und sie haben es mir beigebracht. Sie waren meine Freundinnen...“


Es war Anfang der 80er Jahre, als Yvettes Großmutter das erste Mal diese Geschichte erzählt, eine Geschichte von Mut und Menschlichkeit. Ein einschneidendes persönliches Erlebnis sorgt dafür, dass Yvette sich Jahre später nochmals damit beschäftigt.

Es fällt mir nicht leicht, das Buch zu rezensieren. Das liegt nicht nur daran, dass ich eigentlich was anderes erwartet habe. Das Wunder von Errikousa macht nicht einmal ein Viertel der Geschichte aus. Ansonsten bewegt sich die Autorin in mehreren Zeitebenen. Stellenweise fehlt mir ein roter Faden.

Ausgangspunkt der Geschichte ist ein Geschehen im Jahre 2014. Yvettes Neffe Reat und dessen Großvater Bill werden vor einem jüdischen Gemeindezentrum erschossen. Das nimmt die Autorin als Aufhänger, um Parallelen zwischen Gegenwart und Vergangenheit aufzuzeigen.

Yvettes Familie hat griechische Wurzeln. Erst nach dem Krieg ist die Mutter mit den Kindern dem Vater nach Amerika gefolgt. Die ältere Generation lebte dort in einer griechischen Gemeinde. Auch in der neuen Heimat wurden die alten Traditionen fortgesetzt.

Im Buch erfahre ich einiges über das Leben auf Errikousa im Krieg und die Schwierigkeiten des Neubeginns in Amerika.


„...Fest entschlossen, ihre Kultur und ihre Bräuche zu erhalten, verließen Yiayia und die anderen Frauen nur selten den geschützten Kreis aus Griechisch sprechenden Bekannten und Verwandten...“


Gleichzeitig berichtet die Autorin über das Leben der Juden auf Korfu und ihre Vernichtung kurz vor Kriegsende. Savvas und seiner Familie war es gelungen, auf Errikousa zu fliehen. Dort konnten sie sich verbergen.

Einen weiten Raum im Buch nimmt die Suche nach Savvas Töchtern und deren Nachkommen ein.


„...Alle wussten, dass Savvas auf Errikousa gestorben und beerdigt worden war. Aber es gab keine übereinstimmenden Aussage darüber, was nach dem Krieg aus den Mädchen geworden war...“


Häufig werden verschiedene Dinge unter anderen Blickwinkel neu erzählt oder wiederholt. Das gibt der Geschichte eine gewisse Zähigkeit. Auch das Einbeziehen weiterer Lebensgeschichten lenkt vom Thema des Buches ab.

Die Autorin verliert sich in Details. Dadurch steht weniger das Geschehen in Errikousa im Mittelpunkt, sondern mehr ihre eigene Familiengeschichte und die gegenwärtigen Erlebnisse.

In Glaubensfragen bleibt einiges offen, vor allem, was ihr Tante Mindy angeht, deren Sohn Reat war. Es ist für mich weder logisch noch nachvollziehbar, dass sie kurzzeitig mit dem Gedanken spielt, zum Judentum zu konvertieren.

Für mich sieht es so aus, als wolle die Autorin mit ihrem Buch den Mut derjenigen hervorheben, die sich in schwieriger Zeit für andere eingesetzt haben und dazu aufrufen, das Schweigen über die dunkle Vergangenheit zu brechen. Mit der Gestaltung des Buches und ihrer Erzählweise ist ihr das aber nur bedingt gelungen.

Auch die Gleichstellung von persönlichen Hassattacken und staatlich sanktioniertem Hass gehe ich nicht mit.

Eine straffere Erzählweise und eine klare Abgrenzung der unterschiedlichen Themen hätte dem Buch gut getan.

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Cover des Buches Das Wunder von Errikousa: Eine wahre Geschichte über Mut, Widerstand und Hoffnung (ISBN: 9783775159579)peedees avatar

Rezension zu "Das Wunder von Errikousa: Eine wahre Geschichte über Mut, Widerstand und Hoffnung" von Yvette Manessis Corporon

Für mich leider nicht stimmig, schade
peedeevor einem Jahr

1940er-Jahre auf Errikousa, Griechenland: Die Inselbewohner stehen zusammen, um die jüdische Familie von Savvas Israel vor dem KZ zu bewahren. Eine davon war die Grossmutter der Autorin, die ihr Jahre später davon erzählte. Nach ihrem Tod will Yvette unbedingt die Geschichte aufarbeiten – auch die Beziehung zu ihrer eigenen Grossmutter – und herausfinden, wie es für die Familie von Savvas weitergegangen ist. 2014 scheinen sich gewisse Schrecken der Vergangenheit zu wiederholen.

Erster Eindruck: Das Cover des Schutzumschlages mit dem Bild der sympathischen Autorin und der griechischen Naturkulisse gefällt mir gut (obwohl ich kein Fan von Schutzumschlägen bin), aber ich bin unsicher, ob es auch wirklich zum Buch passt. Beim hinteren Umschlag, wo die Autorin vorgestellt wird, endet die Beschreibung einfach abrupt mit dem Satzfragment „Das Paar“. Schade, dass das übersehen wurde.

Ein heftiger Einstieg im 2014: der 14-jährige Neffe der Autorin und dessen Grossvater wurden umgebracht. Ein Neonazi wollte wissen, wie es sich anfühlte, Juden zu töten! Diese Tat und die Aussage sind schrecklich und sinnlos – Menschen deshalb töten zu wollen, weil sie einer bestimmten Religion angehören; die beiden Verwandten gehörten nicht einmal zu dem avisierten Kreis des Täters. So etwas macht mich sprachlos und wütend. Die Erzählung um die Ermordung von Reat und Bill ist wirklich tragisch. Mindy, Reats Mutter, ist in der ganzen Tragödie über sich hinausgewachsen – Hut ab!
Die Autorin lässt den Leser durch verschiedene Länder (Griechenland, USA, Israel) und Jahrzehnte reisen. Diverse Sprünge in den Jahreszahlen waren manchmal etwas schwierig: 2014, dann 1981, 1944, 1943, 1984, 1950er- bis 1990er-Jahre.
Die Erzählung über die 1‘800 korfiotischen Juden war sehr traurig: nur 121 davon haben überlebt! Auch auf der Insel Errikousa wurde es immer schwieriger für die Juden. Die Geschichte des Schneiders Savvas und seinen Töchtern war sehr bewegend, denn dass die Christen sich unter Lebensgefahr so für ihre jüdischen Freunde einsetzten, war wohl nicht selbstverständlich. Bischof Damaskinos hat geholfen, Juden zu verstecken. Als ihm gedroht wurde, dass er erschossen würde, wenn er nicht aufhörte, hat er doch tatsächlich geantwortet, dass Geistliche seiner Kirche erhängt und nicht erschossen würden, man möge doch bitte die Traditionen respektieren! Wow!
Die Suche nach Savvas bzw. seinen Töchtern zieht sich über Jahre hin und muss ziemlich frustrierend gewesen sein, da es ausser der mündlichen Überlieferung gar keine „Beweise“ für die Existenz der Frauen gab. Mehrere der Überlebenden von Katastrophen sind von der Überlebensschuld gequält. Das ist gut nachvollziehbar, dass sie nach Antworten suchen, wieso gerade sie überlebt haben, und die anderen nicht.

Es fällt mir schwer, das Gelesene einzuordnen, ich habe auch viel länger für die Lektüre gebraucht als gewohnt. Irgendwie habe ich erwartet, dass es viel mehr um die Savvas-Familie und dem Finden der Nachkommen ginge. Selbstverständlich ging es auch darum, aber andere Dinge haben viel mehr Platz eingenommen, so dass die Hauptgeschichte für mich etwas unterging. Es ist nicht einfach, hier die richtigen Worte zu finden. Die Geschichten sollen zweifellos erzählt werden und es sind auch tragische und beeindruckende Dinge geschehen, doch für mich ist das Ganze in der präsentierten Form leider nicht stimmig – schade. Ich nehme für mich mit, dass das Schreckliche, der Hass, niemals gewinnen darf, sondern stets das Gute, die Hoffnung, die Liebe.

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Gespräche aus der Community

Siebzig Jahre nachdem ihre Großmutter während des Zweiten Weltkriegs geholfen hatte, eine jüdische Familie auf einer griechischen Insel zu verstecken, macht sich Yvette Manessis Corporon auf die Suche nach deren Nachkommen - und entdeckt einen neuen Weg, Tragödie, Vergebung und die Kraft der Güte zu verstehen.

Liest du gerne wahre Geschichten ? Dann ist dieses Buch genau das Richtige für dich !


https://t09900bd6.emailsys1a.net/c/185/3098429/748/0/1658024/351/148023/556fb81bcd.html

Yvette Manessis Corporon wuchs mit den Geschichten ihrer Großmutter auf, die erzählte, wie die Menschen auf der kleinen griechischen Insel Errikousa während des Zweiten Weltkriegs eine jüdische Familie – einen Schneider namens Savvas und seine Töchter – vor den Nazis versteckten. Fast 2.000 Juden aus dieser Gegend starben in den Konzentrationslagern, obwohl jeder auf Errikousa wusste, dass Savvas und seine Familie sich auf der Insel versteckten, wurden sie nicht verraten, und die Familie überlebte den Krieg.

Jahre später konnte Yvette die Geschichte des jüdischen Schneiders nicht mehr aus dem Kopf bekommen. Sie beschloss, die Nachkommen des Mannes ausfindig zu machen – und fand sie schließlich in Israel. Ihre tränenreiche Begegnung war für sie der Beweis, dass das Böse nicht immer siegt. Doch nur wenige Tage, nachdem Yvette die Verbindung hergestellt hatte, wurde das Kind ihres Cousins auf einem Parkplatz in Kansas erschossen, als Opfer eines Neonazis, der darauf aus war, so viel Leid wie möglich anzurichten. Trotz ihrer größten Hoffnungen war sie gezwungen, sich der Tatsache zu stellen, dass siebzig Jahre nach der Niederlage der Nazis dies auch heute noch geschah.

Während Yvette und ihre Familie mit der Tragödie in ihrem eigenen Leben rangen, halfen ihr die Lehren, die sie von den Überlebenden des Holocaust gelernt hatte, der Gegenwart ins Auge zu sehen und ihr einen Sinn zu geben.

In wunderschön erzählten, ineinander verwobenen Handlungssträngen treffen Vergangenheit und Gegenwart in einer nuancierten, von Herzen kommenden Geschichte über die Kraft des Glaubens aufeinander. Das Buch ist sowohl ein fesselnder Einblick in ein wenig bekanntes Kapitel des Zweiten Weltkriegs als auch die erschütternde Geschichte einer Familie, die die verlorenen Stücke ihrer eigenen Geschichte wiederfindet.



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