Yvonne Gees Elurius

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Inhaltsangabe zu „Elurius“ von Yvonne Gees

Tadeya Sleyvorn lebt bei ihrer Großmutter, ihre Eltern hat sie nie gekannt. Großmutter Elisa schmückt das gemeinsame Haus mit allerhand Tand aus dem Leben anderer Leute und vertuscht damit gekonnt die eigene Geschichte. Eines hat die alte Frau allerdings der Enkelin beigebracht: wie man einen anderen Menschen mit einem Fluch belegt. Die fragile Beziehung zwischen Enkelin und Großmutter bricht im Strudel der Ereignisse auseinander, als Tadeya erfährt, dass sie bereits als Kind an einen Hexenmeister verkauft wurde - und dieser sie nun holen kommt. Eine gewaltsame Entführung bewahrt sie davor, doch der Entführer meint es auch nicht gut mit ihr. Jesco macht sich auf die Suche nach der entführten Geliebten, sein starker Glaube an Gott scheint das einzige Unterpfand gegen die drohende Gefahr. Immerhin gesellt sich ein junger Mann an seine Seite, der die Dämonen sehen kann, die von jetzt an nicht nur ihn verfolgen. Doch der Dritte im Bunde, Robert Adlam, hält sich an keine Regeln, er macht aus ihrer gemeinsamen Reise einen Höllentrip. Wie weit werden diese unfreiwillig verbundenen Männer gehen, für das, was sie sich am meisten wünschen? Der Roman spielt im Deutschland des 19. Jahrhunderts und setzt sich durch den Einsatz von Fantasy-Elementen von der Realität ab. Es handelt sich um eine abgeschlossene Geschichte aus der Trilogie "Vater der Engel", die den Roman "Wer Blut sät" fortsetzt. Der dritte Band der Trilogie trägt den Titel "Vater der Engel".

Was man zu diesem Buch als erstes sagen kann, es ist keins, um es mal eben kurz vor dem Einschlafen im Bett zu lesen. Es fordert einen.

— schreibtischtaeter
schreibtischtaeter

Ich bin absolut begeistert von der Geschichte! Wer Dark Fantasy mag und etwas für komplexe Geschichten übrig hat, der wird dieses Buch liebe

— Conja
Conja

Ein Dark Fantasie Roman der sich von der Masse abhebt. Absolut Lesenswert!

— Drei-Lockenkoepfe
Drei-Lockenkoepfe

Sehr vielschichtige Story, die leider nicht meinen Geschmack trifft.

— buecherblogdani
buecherblogdani

Interessante, aber auch anspruchsvolle Lektüre, die für unterhaltsame Lesestunden sorgt!

— Talathiel
Talathiel

Dieses Buch HÄLT auf jeden Fall, was es verspricht!!!! Man darf es nur nicht im Eilzugtempo lesen sondern muss sich darauf einlassen!!!

— Lesesumm
Lesesumm

Interessante Geschichte, die aber mehr verspricht, als sie hält

— PMelittaM
PMelittaM

Eine spannende, düstere Geschichte, die in jedem Fall lesenswert ist.

— JannesC
JannesC

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  • Rezensionen
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  • Leserunde zu "Elurius (Vater der Engel)" von Yvonne Gees

    Elurius
    YvonneGees

    YvonneGees

    Liebe Freunde der Dark Fantasy, wer von euch liest gern Romane über schwarze Magie und gefallene Engel? Hier wartet ein dickes Buch mit vielen spannenden, teils düsteren Charakteren auf euch! Ich nehme heute zum ersten Mal eine Leserunde in Angriff und bin gespannt und aufgeregt. Ausgesucht habe ich zu diesem Zweck den zweiten Teil meiner Trilogie "Vater der Engel". Das Buch trägt den Titel "Elurius". Warum gerade den zweiten Teil? Die ersten beiden Teile der Trilogie bilden jeweils einen abgeschlossenen Roman. "Elurius" baut zwar auf "Wer Blut sät" auf, ist jedoch auch unabhängig davon zu lesen. Und hier kommt ihr ins Spiel: Findet mit mir gemeinsam heraus, wie unabhängig der zweite Teil tatsächlich ist. Zu Anfang müsst ihr euch sicherlich in das Geschehen einfinden. Ich wünsche mir von euch eine Rückmeldung darüber, wie ihr den Informationsfluss empfindet: Tröpfeln die Hintergrundinfos in der richtigen Dosis ins Spiel? .. und alles, was euch sonst noch ein- und auffällt! Besonders gespannt bin ich auf eure ganz persönlichen Gedanken während des Lesens. Vielleicht kann ich das Buch mit eurer Hilfe noch spannender gestalten, wer weiß? Ich stelle gern zusätzlich zu den Taschenbuchexemplaren einige E-Books bereit, falls es genügend Interessenten dafür gibt. Die Anmeldezeit endet gezielt nach Weihnachten, denn über die Festtage hinweg sollt ihr vor mir eure Ruhe haben ;-) Jetzt hoffe ich auf euch und eure rege Teilnahme, ihr Bücherwürmer und Leseratten! Yvonne Gees

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    • 2508
  • Rezension zu "Elurius"

    Elurius
    Zsadista

    Zsadista

    26. February 2015 um 13:40

    Tadeya Sleyvorn lebt bei ihrer Großmutter etwas abgelegen von den anderen Bewohnern. Sie gelten als etwas sonderlich und soweit will keiner etwas mit ihnen zu tun haben. Tadeya kann ganz vorzüglich andere Menschen verfluchen und da hält man sich nicht all zu gerne in ihrer Nähe auf. Doch dann wird Tadeya erfährt, dass ein Hexenmeister unterwegs ist, der Anspruch auf sie erhebt. Doch bevor er ankommt, wird Tadeya entführt. Jesco, der Tadeya liebt, macht sich auf die Suche nach ihr. Doch da ist er nicht alleine. Am Ende gehen drei Männer auf die Suche nach Tadeya und versuchen sie aus den Fängen des Entführers zu befreien. „Elurius“ ist der zweite Teil einer Trilogie. Der Teil ist zwar in sich abgeschlossen, ich hatte aber am Anfang einige Probleme den Inhalt zu verstehen. Ich wusste nicht so recht, wie die Protagonisten zueinander standen. Das hat sich dann aber mit der Zeit alles aufgelöst. Das Buch ist auch keine Story, die ich so nebenbei mal schnell gelesen hätte. Zum einen lag das an den eng beschriebenen Zeilen, zum anderen am Schreibstil der Autorin. Damit meine ich jetzt nicht, dass mir der Schreibstil nicht gefallen hat, sondern einfach nur, dass ich einfach langsam lesen musste, weil ich mir durch das Fehlen des ersten Teiles mehr Gedanken machen musste. Mir hat es gefallen, dass die Geschichte zwar im 19. Jahrhundert hier spielt, allerdings trotzdem mit Fantasy durchzogen war. Ein bisschen viel war mir der „Religionswahn“ von Jesco, ich hab es so gar nicht mit Religionen. Ansonsten fand ich „Elurius“ ein gelungenes Werk, das Lust auf mehr macht … also Teil 1 und 3. Schließlich braucht man ja auch Anfang und Ende einer Geschichte. 

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  • Ein Buch, dass erarbeitet werden will - und es ist Wert, gelesen zu werden!

    Elurius
    schreibtischtaeter

    schreibtischtaeter

    Elurius – Vater der Engel Was man zu diesem Buch als erstes sagen kann, es ist keins, um es schnell man zwischen Tür und Angel oder kurz vor dem Einschlafen im Bett zu lesen. Es ist für mich kein Buch wie andere, es fordert einen richtig dazu auf, es zu lesen und zu verstehen. Ich habe schon viele Bücher gelesen, aber eins wie dieses hatte ich bisher noch nicht. Es war schwer, hinein zu finden. Das Format mit einer engen Schrift, der Kursivsatz, der manchmal Wörter regelrecht zusammenklebt, das sind reine Äußerlichkeiten. Beim Ebook wird der Schrifttyp eh nicht relevant sein. Der Inhalt hat mich erst mal richtig Mühe gekostet. Der Schreibstil der Autorin ist ungewöhnlich, nicht leichtfüßig und flüssig, sondern eher ernst, etwas altmodisch gar in der Wortwahl, mit langen Sätzen, dafür sehr plastisch. Aber wo die Landschaften oder Tiere gut beschrieben werden, sind die Personen spärlicher ausgeführt. Erst nach und nach offenbaren sich hier im Laufe der Handlung Details, sodass sich der Leser am Anfang von den meisten Personen selbst ein Bild ausmalen muss. Was aber nicht sonderlich schlimm ist. Denn die Fantasie muss man schon bemühen in diesem Buch. Das ist vielleicht der Unterschied zu leichteren Büchern, man muss mehr mitdenken, sich Dinge zusammenreimen, sich Hinweise merken und in Erinnerung rufen. Auf der einen Seite nimmt einen das Buch mehr gefangen als andere, auf der anderen fordert es auch mehr Kraft, Aufmerksamkeit und Konzentration. Das alles hat mich Anfangs gestört, aber ab dem ersten Drittel wurde es besser, da ich mich  eingestellt hatte. Dazu kommt, dass es der zweite Teil einer Geschichte ist, die drei Teile braucht, um sich komplett zu entfalten. Wahrscheinlich wäre mir einiges leichter gefallen zu verstehen, wenn ich den ersten Teil gekannt hätte. Anfangs war ich auch etwas irritiert, da ich den Roman zeitlich nicht ganz verorten konnte. Man gerät anhand des historischen Hintergrunds „eines Deutschland ähnlich wie im 19.Jahrhundert“ in Versuchung, sich auch in einem historischen Roman zu wähnen und man sucht Orte, Namen oder Ereignisse, an denen man sich orientieren möchte. Das Setting ist aber rein fiktiv mit fremden Ortsnamen, von daher sollte man sich direkt zu Anfang klar machen: Dies ist Fantasy! Jetzt kann man sagen, warum warst du so blöd und hast nur den zweiten Teil aus einer Trilogie gelesen, du Depp? Im Rahmen der Leserunde bei Lovelybooks war es aber so vorgegeben. Und mit der richtigen Einstellung zum Buch kann man es durchaus auch einzeln lesen. Man muss sich klar sein, es ist Fantasy (siehe oben), es ist keine leichte Kost, man muss mitdenken und sich konzentrieren, es fehlen Informationen aus dem ersten Teil und man muss am Ball bleiben. Das Buch fordert es! Für mich persönlich war die gewählte Perspektive der Autorin nicht die optimale, es gibt keinen Erzähler, jedes Kapitel, das mit den Namen der handelnden Person benannt ist, nimmt die Perspektive des Protagonisten ein, jeder Wechsel zwingt mich, wieder zu einem neuen Kapitel mit einem neuen Protagonisten zu springen und so weiter. Man hüpft von einem zum anderen. Das ist natürlich auch wieder originell, ich fand es eher anstrengend und zwingt den Autor damit in ein Korsett, dass er auch genau einhalten muss und wenig Spielraum lässt. Aber wenn man es durchhalten kann und es einem liegt, warum nicht. Mein Fall ist es nicht, aber das ist reine Geschmackssache, die Autorin ist damit klar gekommen und es schien ihr zu liegen, auf diese Art zu schreiben. Mein Respekt dafür. Über die Handlung möchte ich nicht viel sagen, der Ton im Buch ist ehe düster, es geschehen einige Grausamkeiten, die man typisch auch erwarten darf. Das Buch ist schließlich keine Gute-Laune-Sommerurlaubsbuch. Wenn man die oberflächliche Handlung weg lässt, geht es um Dinge wie Hass und Vergebung, Gewalt, Verantwortung, Größenwahn und Anmaßung, es geht um böse Taten und ihre Rechtfertigung, die nie hinterfragt wird, es geht um Schicksale und um den Teufelskreis, in den man sich selbst gefangen nimmt und denn man zu verlassen sucht. Es geht um Tod und Wiedergeburt, um Glauben und Unglauben, um den ewigen Kampf von Gut und Böse und wer auf wessen Seite steht. Engel, Dämonen, Geister, die Menschen zu bösen oder guten Taten verleiten oder ist es anders herum? Wer hat angefangen und wer hat wen zuerst beeinflusst? „Geister, Engel und Teufel gibt es nicht, die wahren Dämonen trägt man immer in sich“, würde ich dazu sagen. Aber diese Wesen spielen in diesem Buch eine wichtige Rolle, wenn auch recht spät klar wird, welche eigentilich. Die Hauptprotagonisten, Robert Adlam, Elmor, Elisa Sleyvorn, sind anfangs relativ Stereotype Figuren, offenbaren gegen Ende aber, das mehr in ihnen steckt als man Anfangs vermutet. Jesco Fey entwickelt sich im Laufe des Romans im Kampf der Mächte zu einem Gegengewicht zu all dem dunklen und bösen. Er tritt zunehmend als Prophet eines Gottes auf und redet den Figuren ins Gewissen, dabei spricht er auch den Leser an, was durchaus polarisiert, zumal wir heutzutage eine reine missionarische Kraft nicht mehr Usus ist. Man baut sich heute seine Religion selber zusammen, aus allen Versatzstücken der Welt, tauscht aus oder ignoriert, was einem missfällt. Jesco ist da eher krass, für manchen Leser vielleicht zu krass, aber davon sollte sich jeder selber ein Bild machen. Das Thema Glauben und was er aus Menschen oder Wesen machen kann, finde ich sehr interessant und war für mich auch ein Grund, dieses Buch zu lesen. Aber Religion ist nur ein Aspekt, hier geht es nicht die ganze Zeit darum. Was das Leseereigniss ein wenig trübte, waren kleine Unstimmigkeiten oder fehlende bzw. nicht so verständliche Informationen, die sich auf Dinge aus dem ersten Buch bezogen, nicht so deutlich formuliert waren oder einer Kürzung zum Opfer gefallen sind. Auch die Gewichtung der Figuren war für mich ein wenig unrund, einige blieben auf der Stelle, andere Nebenfiguren hingegen entwickelten sich weiter, aber erst am Ende des Buches, was etwas verschenktes Potenzial ist. Vieles im Buch wird der Fantasie des Lesers überlassen, was nicht schlecht ist, man muss nur daran denken sie vorher einzuschalten. Es wird z. B. Magie angewendet, Geistwesen nehmen Einfluss oder verändern etwas, das wie wird aber nie erklärt. Man muss es hinnehmen, aber ein ausgeklügeltes Magiesystem, wie heute oft im Fantasygenre üblich, wäre hier auch fehl am Platz gewesen. Trotzdem kam mir an manchen Stellen der Gedanke, wie hat das denn jetzt funktioniert? Das Buch ist auch eine Art Heldenreise, zumindest die meisten Figuren sind am Ende verändert, Jesco und Adlam sogar sehr stark, man fragt sich aber lange, was ist das Ziel des Ganzen? Der Spannungsbogen ist eher flach, zieht im letzten Drittel hier und da etwas an, nimmt aber erst gegen Ende richtig fahrt auf. Leider bricht er dann auch schnell wieder ab, das Buch endet mit einem Kleinen Cliffhanger und leitet damit in Band drei über. Von der Konstellation der Figuren und wie sie sich verändert haben, denke ich, dass der dritte Band noch etwas spannender sein wird. Der Namensgeber des Romans und auch der Grund für die ganzen Konflikte taucht leider erst ganz am Ende auf, hier finde ich das Balancing überlegenswert. Alles in allem hat die Autorin Yvonne Gees mit diesem Buch und einer Geschichte, die sich sehr vielschichtig und überlegt über drei Bücher verteilt, ein sehr beachtliches Werk abgeliefert, dass es Wert ist, gelesen zu werden. Es ist kein einfaches Buch, es ist ein hartes Buch, es enthält viele sehr schöne Zitate, einige bemerkenswerte Figuren und eine düstere Atmosphäre, die nicht Mainstream ist und sich - wie das Buch und die ganze Reihe -  von der Masse wohltuend abhebt. Wer sich auf eine ungewöhnliche Geschichte mit einem ungewöhnlichen Thema (Nephilim…Bücher zu diesem Thema gibt es nicht viele) einlassen und sich ein Buch erarbeiten möchte statt sich nur berieseln zu lassen, der kann hier zugreifen. Ich würde aber die richtige Reihenfolge empfehlen, zuerst Band 1 Wer Blut sät (nein, dies ist kein Buch über grätschende Linksverteidiger im Fußball) lesen, dann den Rest. Und den Dritten bitte auch, wir wollen ja mal nicht so sein. Zur Leserunde auf LB möchte ich noch sagen, ich habe vollen Respekt vor einem Autor, der seine ganze Kraft, Kritikfähigkeit, Geduld, Freizeit und geistige Gesundheit in dieser Leserunde einbringt und es dabei so souverän gemeistert hat wie Yvonne Gees. Wir haben es ihr nicht einfach gemacht – he warum auch -  aber sie hat von Kritik bis Lob alles super weggesteckt, hat unsere ausufernden Diskussionen, bohrende Fragen und gelegentliche Abschweifungen in völlig andere Themen (es hängt bestimmt ein Bild mit einem kleinen Ritter bei ihr, mit 20 Dartpfeilen darin)  nicht nur ertragen sondern auch immer passend und sympathisch mit viel Witz (und Galgenhumor) kommentiert und so viel zu unserem Lese – und Diskussionsvergnügen beigetragen. Wahrscheinlich haben wir ihr viele graue Haare beschert, aber vielleicht auch einige Anregungen, die dieses Werk noch besser machen können. Denn wirklich zu Ende geschrieben ist ein Buch nie. Diese LR wird mir auf jeden Fall im Gedächtnis bleiben, vielen Dank Yvonne. “Sollte ein Mensch jemals die Kraft eines Engels erkannt und ihn besiegt haben?” (Elurius)

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    • 4
  • Geschmackssache

    Elurius
    Primrose24

    Primrose24

    Tadeya Sleyvorn lebt mit ihrer Großmutter Elisa in einem kleinen Dorf. Dort gelten sie bekanntermaßen als Außenseiter und stehen in dem Ruf Flüche sprechen zu können. Dieses bis dahin doch ruhige Leben wird unterbrochen, als in der der Nähe des Dorfes ein neuer Bewohner in eine alte Hütte am Meer einkehrt, ein sogenannter Robert Adlam. Etwas Mysteriöses und Gefährliches umgibt diesen neuen Bewohner, wie auch Jesco, Tadeyas heimlicher Freund, schnell erkennt. Alte Familiengeheimnisse des Hauses Sleyvorn kommen ans Licht und ein vor langer Zeit geschlossener Handel soll neue Opfer fordern. Tadeya schwebt in großer Gefahr. Welche Geheimnisse umgeben ihre Familie und welche Rolle spielt Robert Adlam dabei? Bei „Elurius“ handelt es sich um den zweiten Teil der Reihe „Vater der Engel“, wobei die Teile unabhängig voneinander sind und es damit nicht nötig ist den ersten Teil zu kennen, um die Geschichte zu verstehen. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven der Protagonisten erzählt und liefert damit Einblicke in verschiedene Personen, deren Motivationen und Hintergründe. Der Schreibstil der Autorin ist sehr bildlich und es fällt somit leicht sich vor allem die Handlungsorte sehr detailgenau vorstellen zu können. Sehr vorteilhaft für die Fortführung der Handlung finde ich auch die Ausschnitte aus dem Tagebuch des sogenannten Schwarzen Priesters, die in eigenen Kapiteln zwischen der momentanen Handlung eingebracht werden und weitere Hintergründe der Personen liefern. Leider muss ich persönlich eingestehen, dass ich, unabhängig von der guten Erzählweise, mit der Geschichte und ihren Figuren an sich über den Verlauf des Buches nicht richtig warm geworden bin. Die Geschichte hat einen starken Fokus auf Gott und Religion, welchen ich ehrlich gesagt bei der Lektüre des Klappentextes nicht so ausgeprägt erwartet hatte, obwohl ich natürlich wusste, dass es um Engel in der Geschichte geht, und was mir auch nicht gefiel. Gerade im Mittelteil fand ich die Handlung zudem nur noch sehr zäh voran schreitend. Das Umherreisen der einzelnen Personen teilweise ohne wirkliches Ziel war auf Dauer doch etwas ermüdend. Auch Tadeyas Rolle, die am Anfang der Geschichte doch sehr stark präsent war, nahm im Verlauf so rasant ab, dass ich sie am Ende fast nur noch als Statist bezeichnen konnte. Dies fand ich sehr schade, da ich fand sie hätte, als meine anfängliche Lieblingsfigur, durchaus mehr Potenzial gehabt zur Handlung beizutragen.  Das Ende finde ich wieder ganz gut gelungen, da ich gerade Robert und seine Handlungen bis zum Schluss nicht einschätzen konnte. Damit blieb der Ausgang der Geschichte bis zum Ende ungewiss und spannend, auch wenn ich mir selbst ein schöneres Ende gewünscht hätte. Zusammenfassend muss ich sagen, dass das Buch meinen Geschmack einfach nicht getroffen hat. Vor allem der religiöse Einfluss und Gottgedanke haben für mich eine zu starke Position eingenommen und auch die Figuren konnten mich nicht vollständig überzeugen. So werde ich auch die anderen Teile der Reihe nicht weiter verfolgen. Auch anhand anderer Rezensionen kann man aber sehen, wie unterschiedlich doch die Meinungen zu diesem Buch aussehen. So sollte jeder selbst entscheiden, ob er sich an dieses Buch heranwagen möchte oder nicht.

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    • 3
  • „Wir sind eine Familie mit Tradition. Wir sammeln Absonderlichkeiten.“

    Elurius
    Talathiel

    Talathiel

    Tadeya Sleyvorn lebt mit ihrer Großmutter Elisa in einem kleinen Dorf im Deutschland des 19. Jahrhunderts. Dort ist ihre Großmutter auch gemeinhin als Hexe bekannt, und als gute Hexe hat Elisa vor allem eine Sache ihrer Enkelin beigebracht: andere Menschen zu verfluchen. Doch legt sich ein Schatten über Tadeya und Elisa, denn Tadeya wurde bereits als kleines Kind an den Schwarzen Priester verkauft, der sie nun einfordern will. Doch bevor der Schwarze Priester dazu kommt, wird Tadeya entführt und Jesco, der Tadeya liebt, begibt sich auf die Suche nach ihr. Dabei erhält er neben seinem starken Glauben an Gott auch Hilfe von zwei weiteren Unbekannten: Robin Dungslear, der Geister sehen kann, und Robert Adlam, der sich seine eigenen Regeln macht… „Elurius“ von Yvonne Gees ist der zweite Teil der Dark-Fantasy Reihe „Vater der Engel“. Dieser kann jedoch auch ohne Wissen des ersten Teils „Wer Blut sät“ gelesen werden. Yvonne Gees nimmt den Leser mit auf eine Reise in das Deutschland des 19. Jahrhundert, die sich jedoch durch Fantasy-Elemente abhebt. Ihr gewählter Schreibstil ist dabei sehr angenehm zu lesen, aber unterscheidet sich auch deutlich von vielen anderen Autoren. So gefiel es mir auch sehr gut, dass einzelne Abschnitte immer wieder aus der Sicht einer Person geschrieben wurden, denn man erhielt immer ein bisschen mehr Einblick in die Gedanken der doch teils sehr schrägen Charaktere. Ihre Charaktere hätten wohl unterschiedlicher nicht sein können. Entgegen dem anfänglichen Eindruck ist aber Tadeya nicht die Hauptfigur die Geschichte, sondern viel mehr wird sie zum Dreh- und Angelpunkt. Mitunter gerät sie in der Mitte der Handlung sogar völlig in den Hintergrund. Dafür stehen die anderen Charaktere aber umso mehr im Vordergrund. So konnte Robert Adlam zum Beispiel sofort meine Sympathie gewinnen. Mit Elisa hingegen tat ich mich hingegen anfangs schwer, und ihre Motive waren erst später für mich vollständig ersichtlich. Wer mir allerdings so richtig auf die Nerven ging, war Jesco, der im Grunde alles, was er tut, mit Gott rechtfertigt und sich von ihm „leiten“ lässt. Dennoch wäre ohne diesen exzentrischen Kerl die Geschichte wohl vollkommen anders verlaufen und seien wir einmal ehrlich: Jede gute Geschichte braucht einen „Nervfaktor“. Die Geschichte ist allerdings sehr komplex und ist eben nicht einfach mal so zwischendurch zu lesen, weshalb man aufmerksam lesen muss, dass man alle Nuancen der Handlung mitbekommt und so verstehen kann. Erst gegen Ende verlaufen dann alle Stränge in eine Richtung und bilden ein großes Ganzes und die Erkenntnis trifft einen dann mit einem Schlag. Vielleicht wäre einiges mit dem Vorwissen vom ersten Band schneller ersichtlich gewesen, das kann ich nicht so genau beurteilen, da ich den ersten Band nicht gelesen habe. Es bleibt aber das Gefühl, dass es vielleicht leichter zu verstehen gewesen wäre. Dennoch kann man den zweiten Band auch ohne den ersten Band lesen. Es ist einfach etwas anspruchsvoller und das gefällt mir. Es ist kein Buch, was ich mal so nebenbei in der Bahn lesen möchte, sondern ein Buch, das ich zu Hause gemütlich auf dem Sofa lesen mag und sich die Zeit nehmen will und auch muss, einmal darüber nachzudenken, was man gerade gelesen hat. „Elurius“ von Yvonne Gees ist anspruchsvolle Dark Fantasy, die mich überzeugt hat. Wer nun selbst auf anspruchsvollere Geschichten steht, dem kann ich Elurius nur weiterempfehlen. Ob man nun vorher den ersten Teil liest oder nicht, bleibt einem aber selbst überlassen. Ich für meinen Teil werde aber sicher noch die Vorgeschichte in „Wer Blut sät“ lesen, aber auch das Lesen des dritten Bands „Vater der Engel“ ist in absehbarer Zeit geplant. Wer allerdings nach leichter Lektüre sucht, sollte vielleicht eher zu einem anderen Buch greifen.

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    • 3
  • Ein Dark Fantasie Roman der sich von der Masse abhebt. Absolut Lesenswert!

    Elurius
    Drei-Lockenkoepfe

    Drei-Lockenkoepfe

    Ich habe mit dem zweiten Band begonnen. Den ersten Band nicht zu kennen ist kein Nachteil. Dies ist ein abgeschlossener Roman. Natürlich schadet es nicht den ersten Band zu kennen, schon allein um die Vergangenheit der Protagonisten zu erleben.  Der Einstieg in das Buch fiel mir schwer, da es anfangs sehr viele unbekannte Personen sind die wechselnd in ihrer Perspektive Erzählen. Man springt in jedem Kapitel zu einer neuen/anderen Person. Dies verwirrt nur die ersten paar Kapitel, bis die Geschichte ein Fundament hat. Da die Autorin nicht im 0815 Schreibstil arbeitet, ist es kein runterlesen des Buches. Man muss Kapitel für Kapitel in Ruhe und langsam lesen und so die Geschichte wirken lassen.  Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven erzählt. Diese sind sehr gut zu erkennen, auch ohne die Angaben der Namen in der Titel Überschrift. Der Meister wird Schriftbildlich vom Rest der Geschichte durch eine Kursivschrift abgehoben. Die Autorin Yvonne Gees inszeniert eine spannende und fantasiereiche Geschichte.  Oft enden die Aktionen blutig, allerdings nicht übertrieben dargestellt. So das auch Jugendliche Spass an diesem Roman haben könnten.  Dieses Buch bietet eine Bandbreite an Unterhaltung. Von Mystisch, Spannung, Fantasie, Horror über Magie, Hexerei und Zauber ist alles vertreten. Die Charaktere sind unterschiedlich bearbeitet. Manche sind bis ins kleinste Detail erarbeitet und haben eine ausgeprägte Persönlichkeit bekommen, andere dagegen sind sehr schwammig. Ab uns zu habe ich mir etwas mehr von einer Person erwartet und auch gewünscht.  Tadeya gerät sehr in den Hintergrund, wobei sie als eine der Hauptfiguren eine wichtige Rolle spielt.  Robert Adlam hat mich dagegen von beginn in seinen Bann gezogen. Er ist sehr geheimnisvoll und zurückhaltend. Hat aber auch eine andere Seite. Seine Geschichte macht ihn mir nicht unsympathischer, ich kann viele seiner Handlungen dadurch verstehen. Einige der Protagonisten waren Mystisch, Geheimnisvoll, beängstigend aber auch Liebevoll und Charmant.  Jesco ist mir besonders aufgefallen, da er sehr Gottbezogen ist. Da der Roman irgendwann Anfang des 19 Jahrhunderts spielt, ist die Zugehörigkeit zur Kirche sicherlich eine andere als in der heutigen Zeit. Jesco wird aber genau aus dem Grund eine wichtige Rolle spielen und ich finde es passt. Denn zum Bösen sollte es ein Gutes gegenüber geben.  Während des lesens wird immer Offensichtlicher das die Autorin ein Pferdenarr ist. Die Beschreibung der Tiere ist sehr detailliert und in vielen Szenen werden Pferde, wenn auch nur am Rande, erwähnt. Leider ist "Elurius" nicht mit einem Happy End gesegnet wie wir es kennen. Da es einen dritten Teil gibt, bleiben auch einige Möglichkeiten offen. Wer weiss ob sich nicht das traurige Ende doch noch wandelt? Ich bin begeistert von diesem zweiten Band und werde mich demnächst in den ersten „Wer Blut sät“ stürzen. Der Dritte „Vater der Engel“ ist im Oktober 2014 erscheinen und steht auch schon auf meiner Liste. Ein Buch, das mich gut unterhalten hat. Sehr empfehlenswert! Für ihr Erstlingswerk hat Yvonne Gees eine hat hier eine schöne, spannende und aussergewöhnliche Serie geschrieben. Sie wird nicht jedem gefallen. Aber wie sagt die Autorin selber: Ich möchte mich von der Masse abheben.  Das ist hiermit definitiv gelungen. Besucht doch die Homepage von Yvonne Gees und holt euch mehr Informationen zu der Buchserie: Vater der Engel.

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    • 4
    AmberStClair

    AmberStClair

    11. February 2015 um 09:58
    Drei-Lockenkoepfe schreibt Liebe Yvonne Wir hatten eine außergewöhnliche leserunde. Es hat mir sehr großen Spaß gemacht. Deine Antwort hier lässt mich leicht rot werden ☺️ Ich hoffe wir sehen uns in irgendeiner Leserunde ...

    Da schließe ich mich an.

  • Grandiose Geschichte für Fantasyfans

    Elurius
    Conja

    Conja

    Ich habe am Anfang ein bisschen gebraucht, um in das Buch reinzukommen. Das lag nicht an den eng beschriebenen Seiten, da ich das Buch als eBook hatte, sondern das lag daran, dass ich mich erst einmal ein bisschen mit den Personen und allem zurechtfinden musste. Das Buch ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, diese werden aber sehr deutlich gekennzeichnet, da über jedem Abschnitt steht aus wessen Sicht er gerade ist. Am Anfang sagen einem diese Personennamen natürlich noch nicht so viel, mit der Zeit dann aber schon. Zwischendurch ist es mir auch passiert, dass ich mit einigen Personen ein bisschen durcheinander gekommen bin, da es doch recht viele wichtige Charaktere gibt. Bis zum Ende des Buches hatte sich das aber alles aufgeklärt. Bei diesem Buch ist es mir allerdings mehr als einmal passiert, dass ich ein wenig bedauert habe, dass ich nur das eBook und keine Printausgabe hatte. Es ist kein Buch, das man mal eben nebenher konsumiert, sondern man muss sich darauf einlassen, mitdenken und mitfühlen. Dabei kann durchaus der Wunsch aufkommen auch mal schnell ein wenig zurückzublättern, was im eBook einfach umständlicher ist, als bei einem gedruckten Buch mit echten Seiten. Die Charaktere im Buch sind sehr gut ausgearbeitet und haben mehr, als nur ein paar Ecken und Macken. Es handelt sich auf gar keinen Fall um 0815-Schablonen. Jeder einzelne hat seine Fehler, seine nervigen Angewohnheiten und seine Abgründe. Aber auch teils unmenschliche erscheinende Entscheidungen der Charaktere lassen sich doch nachvollziehen. Nicht immer sofort, aber am Ende, wenn man die gesamte Geschichte kennt dann doch. Überhaupt lebt das Buch auch davon, dass man nicht alles sofort erfährt, sondern viele Informationen erst nach und nach bekommt. Zum Teil habe ich gedacht, dass man das eine oder andere womöglich direkt etwas besser verstehen würde, wenn man den ersten Teil der Trilogie schon gelesen hat, aber auch ohne das erste Buch gelesen zu haben, wird einem letztlich doch klar worum es geht und warum die Personen so handeln, wie sie das tun.  Fazit Wer düstere Fantasy mit Substanz mag, wird dieses Buch sicher ebenso lieben wie ich. Es ist wie gesagt kein Buch, das man mal nebenher liest, man muss sich Zeit nehmen, nicht nur weil es ein dicker Wälzer ist, sondern auch, weil man hin und wieder auch kleinere Andeutungen im Hinterkopf behalten muss, weil man sie im späteren Verlauf der Geschichte noch braucht. Ich vermute, dass man, wenn man den ersten Teil gelesen hat, ein wenig schneller in die Geschichte reinkommt, da einem einige der Charaktere inklusive ihrer Vorgeschichten schon bekannt sind. Auch ohne dieses Vorwissen kann man das Buch aber sehr gut lesen, wenn man nicht erwartet nur seicht unterhalten zu werden.  Grundsätzlich würde ich wohl empfehlen mit dem ersten Band der Trilogie „Wer Blut sät“ anzufangen, das liegt aber nicht daran, dass man den zweiten Teil alleine nicht versteht, sondern daran, dass man dann noch länger etwas von der wirklich mitreißenden Geschichte hat.  Ich vergebe 5 Punkte. Ich würde 6 vergeben, wenn ich könnte.

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    • 4
    AmberStClair

    AmberStClair

    11. February 2015 um 09:56
  • Enttäuschend

    Elurius
    PMelittaM

    PMelittaM

    Tadeya Sleyvorn wurde von ihrer Großmutter, die als Hexe verschrien wird, großgezogen. Dann wird Tadeya entführt und erfährt vom Geheimnis ihrer Herkunft. Der Roman ist der zweite Teil einer Trilogie, ist allerdings auch unabhängig vom ersten Teil zu lesen. Nur gegen Ende gibt es eine Entwicklung, die man wahrscheinlich besser verstehen kann, wenn man diesen gelesen hat. Yvonne Gees hat einen schönen, sehr anschaulichen Erzählstil, auch die Sprache gefällt mir gut. Die Geschichte ist interessant, vor allem die Hintergrundgeschichte, die nach und nach aufgedeckt und in kursiver Schrift vom restlichen Geschehen abgesetzt wird. Leider wird oft sehr ausschweifend erzählt, eine Straffung hier und da hätte der Geschichte sicher gut getan. Leider konnte mich der Roman nicht wirklich überzeugen. Zu Anfang fand ich mehrere Charaktere sehr interessant, geblieben sind am Ende zwei. Leider ist es der Autorin nicht gelungen, mir die anderen Charaktere wirklich nahe zu bringen, oft konnte ich weder ihre Handlungen (die hin und wieder offenbar von dem geleitet werden, was für die kommende Handlung notwendig ist und leider manchmal völlig sinnlos und nicht zum Charakter passend wirken…) noch ihre Emotionen nachvollziehen. Tadeya z. B. berührte mich überhaupt nicht, so dass mir letztlich auch ihr Schicksal ziemlich egal blieb, ich konnte nicht um sie bangen, was der Geschichte natürlich ein gut Teil Spannung gekostet hat. Spannend finde ich den Roman im Übrigen von Anfang bis Ende nicht, im Grunde schon ein K.O.-Kriterium bei einem Fantasy-Roman. Im Laufe des Romans erschien mir immer weniger schlüssig zu sein, manches hat sich in meinen Augen auch widersprochen. An einer Stelle wird z. B. Afrika erwähnt, was, wenn man den Zusammenhang kennt (der sich erst später ergibt) offenkundig nicht passt, für mich ein Zeichen, dass es an einer ernstzunehmenden Recherche mangelt (was man auch an anderen Stellen erkennt). Der Roman soll in Deutschland des 19. Jahrhunderts spielen, leider findet sich das im Roman so gut wie gar nicht wieder. Wenn schon solche Angaben gemacht werden, die eigentlich gar nicht nötig sind, dann sollten sie auch eine Bedeutung bekommen. Tatsächlich habe ich mich beim Lesen am ehesten in einer fiktiven Welt gefühlt, anhand einiger Randbemerkungen könnte man am ehesten eine Parallelwelt vermuten. Ein weiteres Problem für mich ist, dass ich auch nicht erkennen konnte, wie die Geschehnisse zeitlich und örtlich zu einander stehen. Sind Stunden vergangen, Tage oder gar Monate? War die Reise, die einige Charaktere unternahmen, wenige Kilometer oder viele hundert Kilometer lang? Hier hätte ich eine Karte schön gefunden sowie Zeitangaben. Stattdessen setzt die Autorin auf die völlig unnötige Angabe des Namens des jeweiligen Charakters, aus dessen Perspektive gerade erzählt wurde, obwohl sowohl die Perspektivewechsel als auch der entsprechende Charakter sehr gut zu erkennen sind. Was ich persönlich gar nicht gut finde, ist, dass Yvonne Gees die christliche Religion in einer so zunehmend aufdringlichen Form einfließen lässt, dass mich das einfach nur abgestoßen hat, abgesehen, dass das für mich nicht in einen Fantasyroman passt, hätte man das sicher auch in einer anderen Form machen können. Da ich aus der Leseprobe zum Nachfolgeband entnehmen konnte, dass dies offenbar weitergeführt wird, werde ich darauf verzichten, diesen zu lesen. Mich hat der Roman insgesamt enttäuscht, ich vergebe 2,5 Sterne, die ich auf 3 aufrunde, vor allem deshalb, weil mir die Sprache und der anschauliche Erzählstil gut gefallen. Ansonsten handelt es sich hier um einen Roman, den man, meiner Meinung nach, nicht gelesen haben muss, weswegen ich auch keine Empfehlung ausspreche.

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    • 8
  • Ambitionierte Geschichte, die mich leider nicht begeistern konnte

    Elurius
    buecherblogdani

    buecherblogdani

    27. January 2015 um 16:30

    "Elurius" von Yvonne Gees, zweiter Teil einer Trilogie, ist für mich ein zwiespältiges Thema. Einerseits erkenne ich die vielschichtige Geschichte, deren Plot genau durchdacht ist und bei der ein großes Figurenensemble zusammenspielt. Andererseits ... hat es mich einfach nicht beeindruckt. Die Geschichte fängt an mit der jungen Tadeya, die von ihrer Großmutter großgezogen wurde und Leute verfluchen kann. Sie und ihr Freund Jesco treffen bald auf den mysteriösen Robert Adlam, der in einen Konflikt mit einem alten Magier verwickelt ist. Der wiederum scheint eine Verbindung zu Tadeyas Großmutter zu haben ... So, das war eine sehr kurze Zusammenfassung des Inhalts (oder der ersten Kapitel ...). Auf 500 Seiten gibt es natürlich viel mehr zu lesen ^^. Die Geschichte ist aber nicht nur lang, sondern auch sehr komplex. Es gibt viele Charaktere, die in den unterschiedlichsten Verbindungen untereinander stehen und alle müssen irgendeine Rolle spielen. Das gelingt leider nicht immer, so kommt z. B. Tadeya viel zu kurz. Ihr Freund Jesco dagegen ... Mann, den Typ kann ich nicht leiden. Das kann aber auch an mir liegen, weil ich mit seiner militant-religiösen Art nicht zurecht komme. Die (angeblichen und echten) Bösewichter sind mir da schon lieber, auch wenn Ihre Entwicklungen nicht immer nachvollziehbar sind. Und dann kommen noch die übernatürlichen Figuren ins Spiel, aber erst spät. Manche auch zu spät, denn die Geschichte nimmt keine richtige Fahrt auf. Man erfährt anfangs viel und es werden jede Menge Erzählstränge kombiniert. Die werden auch nach und nach zusammengeführt, aber nicht alles wird erklärt. Einiges habe ich erraten können, anderes blieb unklar. Ich fand auch den Schreibstil gewöhnungsbedürftig. Der ist sehr umständlich, da musste ich mich erstmal reinfinden. Später ging das Lesen flüssiger, aber man merkt doch das fehlende Lektorat. Fazit: "Elurius" war einfach nicht meins. Ich denke aber, dass die Geschichte bei anderen mehr Begeisterung hervorrufen kann. Ein Blick ins Buch schadet auf keinen Fall.

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  • Dunkle Fantasie, aber schön

    Elurius
    AmberStClair

    AmberStClair

    Klappentext: 2. Teil der Trilogie "Vater der Engel", lesbar unabhängig vom 1. Teil Tadeya Sleyvorn lebt bei ihrer Großmutter, ihre Eltern hat sie nie gekannt. Großmutter Elisa schmückt das gemeinsame Haus mit allerhand Tand aus dem Leben anderer Leute und vertuscht damit gekonnt die eigene Geschichte. Eines hat die alte Frau allerdings der Enkelin beigebracht: wie man einen anderen Menschen mit einem Fluch belegt. Die fragile Beziehung zwischen Enkelin und Großmutter bricht im Strudel der Ereignisse auseinander, als Tadeya erfährt, dass sie bereits als Kind an einen Hexenmeister verkauft wurde - und dieser sie nun holen kommt. Eine gewaltsame Entführung bewahrt sie davor, doch der Entführer meint es auch nicht gut mit ihr. Jesco macht sich auf die Suche nach der entführten Geliebten, sein starker Glaube an Gott scheint das einzige Unterpfand gegen die drohende Gefahr. Immerhin gesellt sich ein junger Mann an seine Seite, der die Dämonen sehen kann, die von jetzt an nicht nur ihn verfolgen. Doch der Dritte im Bunde, Robert Adlam, hält sich an keine Regeln, er macht aus ihrer gemeinsamen Reise einen Höllentrip. Wie weit werden diese unfreiwillig verbundenen Männer gehen, für das, was sie sich am meisten wünschen? „Mehr als alles, was man sonst bewahrt, behüte dein Herz! Denn in ihm entspringt die Quelle des Lebens.“ (Sprüche 4, 23) Der Roman spielt im Deutschland des 19. Jahrhunderts und setzt sich durch den Einsatz von Fantasy-Elementen von der Realität ab. Es handelt sich um eine abgeschlossene Geschichte aus der Trilogie "Vater der Engel", die den Roman "Wer Blut sät" fortsetzt. Meine Meinung: Dieses Buch ist der zweite Teil einer Trilogie. Man konnte das Buch durchaus, ohne das man den ersten Teil gelesen hatte lesen, da nach und nach alle Fragen beantwortet wurden, so wie die Autorin das versprochen hatte. Aber trotz alledem werde ich auf einem späteren Zeitpunkt den ersten Teil, sowie auch den dritten Teil lesen weil ich doch neugierig bin wie alles begann und alles endet. Und ich bin der Meinung das man eine Trilogie im ganzen lesen muß oder sollte. Das Buch hat mir unwahrscheinlich sehr gut gefallen. Im Anfang kam ich zwar nicht so ganz dahinter und mußte Kapitel für Kapitel ganz in Ruhe und langsam lesen, so das ich die Geschichte in mir aufnehmen konnte. Aber allmählich kam ich dahinter um was es ging und war einfach nur begeistert und überwältigt, das man so eine schöne Fantasie haben kann, das daraus ein wundervolles Buch entstehen kann. Die Autorin hat die einzelnen Abschnitte hervorragend zusammengefügt. In meinen Augen ist die Geschichte von „Elurius“ ein rundum gelungenes Werk. Die Hauptpersonen kamen sehr gut herüber und man konnte sich diese sehr gut vorstellen. Einige von ihnen waren geheimnisvoll, mystisch und sofort sympathisch. Andere mochte ich erst überhaupt nicht leiden aber zum Schluß erhielten sie von mir meine Sympathie doch noch. Leider kann das Ende nicht immer gut ausgehen. Aber ich fand es trotzdem sehr passend für den zweiten Teil. Denn es steht ja noch alles offen. Am Rande noch bemerkt ein sehr guter flüssiger Schreibstil, der sich flott lesen läßt. Fesselnde Geschichte die bis zum Schluß sehr spannend war. Ich kann dieses Buch sehr empfehlen! Ich bedanke mich bei der Autorin Yvonne Gees für das Freiexemplar und das sie in der Leserunde uns so gut begleitet hat, mit viel Geduld und vielen Kritiken, die sie über sich ergehen lassen mußte.

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