Yvonne Hofstetter Sie wissen alles

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Inhaltsangabe zu „Sie wissen alles“ von Yvonne Hofstetter

Die schöne neue Welt des allseits optimierten Homo oeconomicus zieht am Horizont herauf. Es drohen Überwachung und Kontrolle, eine Welt ohne Geheimnisse und Privatheit. Und damit verbunden die schrankenlose Herrschaft von Internetgiganten und Technologiekonzernen. Der freie Mensch – ein Auslaufmodell? Yvonne Hofstetter, eine intime Kennerin von Big Data, schärft das Bewusstsein für die Behauptung unserer Menschenwürde inmitten einer alles verschlingenden Welt der Algorithmen, über die der Mensch die Kontrolle zu verlieren droht, und weist Lösungswege für den verantwortungsvollen Umgang mit einer Risikotechnologie auf.

Sprachstil & viele Wiederholungen haben das Buch für mich schwer lesbar gemacht. Das Thema ist hochinterssant, die Darstellung aber holprig.

— Anja_Lev

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    Sie wissen alles

    LisbethR

    10. November 2016 um 00:14

    Untertitel: Wie intelligente Maschinen in unser Leben eindringen und warum wir für unsere Freiheit kämpfen müssen. „Die schöne neue Welt des allseits optimierten Homo oeconomicus …“ heißt es auf dem Buchumschlag und weiter: „… die schrankenlose Herrschaft von Internetgiganten und Technologiekonzernen.“ Das sind die Zutaten der spannenden Geschichte von Yvonne Hofstetter. Was ich erwartete, macht den zweiten Teil des Buches mit den Kapiteln Diktatur und Aufbruch aus. Doch oft ist das Unerwartete besonders interessant. In diesem Fall war das für mich die Historie von Big Data, Datenfusion und künstlicher Intelligenz. Ursprünglich vom Militär entwickelt, laufen sie in der Finanzindustrie Amok. Auch wenn ich nicht jedes technologische Detail verstanden habe, finde ich das Thema insgesamt sehr anschaulich und gut verständlich dargestellt. Der zunehmenden Selbstorganisation und Selbstoptimierung der Maschinen folgt die ständige Selbstoptimierung des Menschen. Bequemlichkeit ist das Lockmittel, des realen Informationskapitalismus, der unseren Alltag durchdringt. Und das funktioniert ausgezeichnet. Womit wir beim zweiten Teil des Buches angekommen wären. Nach dem Messen und Bewerten kommt das Beeinflussen. Es gibt nichts umsonst, es geht immer um Profit. Wir verweilen länger auf einer ausgewählten Plattform, wir nutzen kostenlose Apps mit kostenpflichtigen Zusatzfunktionen, wir kaufen die Produkte, die ganz oben auf der Liste stehen und erhalten speziell für uns ausgewählte Nachrichten. Wissen ist Macht. Wer weiß was über uns? Auch wenn – vielleicht dem Marketing geschuldet – die Risiken auf den ersten Blick hervortreten, geht es der Autorin ebenso um die Chancen von KI. Es geht darum, aus der Analyse die richtigen Schlüsse zu ziehen. Wie wollen wir unsere vernetzte Zukunft gestalten? Wie soll unsere Gesellschaft im Zeitalter der Digitalisierung aussehen? Was soll künstliche Intelligenz tun und was nicht? Wer trifft die Entscheidung, zu wessen Nutzen, welche Algorithmen eingesetzt werden? Ich freue mich schon auf das neue Buch von Yvonne Hofstetter.

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  • "Wie intelligente Maschinen in unser Leben eindringen und warum wir für unsere Freiheit kämpfen müss

    Sie wissen alles

    kvel

    16. October 2014 um 23:33

    Die Autorin schildert die "Geschichte" von BigData von Beginn an: dass BigData ursprünglich aus dem militärischen Bereich kommt und von dort den hoheitlichen Bereich verlassen hat, um dann in den privatwirtschaftlichen Bereich zu wechseln und den Bankensektor inklusive dem von intelligenten Algorithmen gesteuerten Börsenhandel zu "erobern". Ich finde es erstaunlich und für mich als Leser sehr erfreulich, mit welchem Erfahrungsschatz, enormen fachlichem Wissen und auch von was für Beispielen aus der Realität die Autorin zu berichten weiß; Beispielen, die an mir "Normalsterblichen" vorübergegangen sind, weil sie nicht über die Main-Stream-Nachrichten verbreitet wurden. Natürlich warnt sie, zu recht, für die Zukunft, dass Computer mit künstlicher Intelligenz und selbstlernenden Algorithmen kaufmännische und administrative Berufe der gebildeten Mittelschicht übernehmen und somit zerstören würden; und dass somit eine Verschiebung von Geldflüssen weg von der Arbeit der Menschen hin zum Kapital stattfinden werde. Auch erläutert sie anschaulich wie durch Überwachung das Solidarprinzip unserer Gesellschaft ausgehebelt werde: Wenn beispielsweise Versicherungen das Angebot unterbreiten würden, dass der Kunde für seine KFZ-Versicherung weniger bezahlen müsste, wenn er sich, sein Auto und seine Fahrweise überwachen liese (und bestimmt wären viele Personen dazu bereit - nach dem Motto: Wenn ich nichts zu verbergen habe, dann kann ich meine Daten ja auch hergeben), dass dieser vermeintliche Vorteil durch den günstigeren Versicherungstarif nur kurzfristig gedacht sei; denn dies würde daraus hinaus laufen, dass sich die Versicherer nur noch die "guten Kunden" aussuchen würden, um ihren eigenen Profit zu maximieren; aber die Zahl der Nicht-Versicherten würde steigen, entweder weil sie durch das Raster fallen würden oder die Überwachung ablehnen und ihre persönlichen Daten nicht preis geben wollen, was dann die Kosten zu Lasten der Allgemeinheit abwälzen würde. Als nachdenkenswert erachte ich auf jeden Fall ihren Ansatz, dass persönliche Daten eine gerechte Gegenleistung erhalten sollten - so wie menschliche Arbeit ja auch bezahlt werde - und nicht, dass dieser "Rohstoff der Zukunft" von der Privatwirtschaft durch erschlichene Einverständnisse einverleibt werde - denn statt Kontrolle herrsche derzeit Täuschung und Versprechen von Privatheit würden zwar gemacht, aber nicht eingehalten. Die Autorin hat sogar eine Vorlage für das "Grundrecht" ausgearbeitet, in der sie beschreibt, wie private Daten und der Mensch als Persönlichkeit geschützt und als wertvoll erachtet werden sollten. Ich finde, es wäre wichtig, wenn Politiker und andere Entscheidungsträger dieses Sachbuch lesen würden. Denn es sollte die Aufgabe des Staates sein, jetzt die Grundlagen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen festzulegen, so dass dieser aktuelle, rechtlich nicht geklärte, Zustand, des "Absaugens" privater Daten von Unternehmen incl. deren Gewinnmaximierungsbestreben zu regeln. Ein sprachlich und inhaltlich anspruchsvolles Buch. Ich denke, dass es von Vorteil ist, wenn der Leser eine gewisse Affinität zur Mathematik bzw. zu Algorithmen und zu Software-Architekturen mitbringt. Fazit: Ein sehr wichtiges Sachbuch, das mir als Leser so einige, bisher ungestellte, Fragen beantwortet hat und mir Einblick in die Welt hinter dem Bildschirm ermöglicht hat.

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  • Die Herrschaft der Maschinen

    Sie wissen alles

    michael_lehmann-pape

    07. October 2014 um 14:11

    Die Herrschaft der Maschinen An den Börsen ist es schon längst Realität, zumindest in wichtigen Teilen. Algorithmen treffen die wichtigen Entscheidungen. Kaufen und Verkaufen in Bruchteilen von Sekunden. Genau zu verstehen kaum noch von jemanden, selbst von den begabten Mathematikern der Investmenthäuser nur noch in Teilbereichen. Man könnte sagen, dass die Menschheit zumindest einen gewichtigen Teil ihrer Herrschaft über ein gewichtiges Element der sozialen Gemeinschaft, das „Tauschmittel Geld“ und damit die Vermögenswerte der Welt bereits in die „Hände der Maschinen“ überantwortet hat. Und Hofstetter sagt dies so auch. Folgt man aber genauer den, trotz des teils polemischen Tons, überzeugenden und fundierten Betrachtungen von Yvonne Hofstetter im Buch, dann könnte es nicht nur an der Börse, sondern auch in vielen anderen wichtigen Teilen des menschlichen Lebens, bald mit der eigenen „Kontrolle“ völlig vorbei sein. Alle relevanten „Informationen“ für eine solche „Herrschaft“ zumindest wurden bereits oder werden aktuell intensiv gesammelt. Da trifft das kleine Beispiel vom Beginn des Buches sehr gut. Dass man einem Fremden aus Fleisch und Blut nach jahrhundertelangem Kampf für die individuelle Freiheit und die Privatsphäre sensible Daten über Kreditkarten, Wohnorte, Lebensverhältnisse und das eigene Einkommen kaum anvertrauen würde. Wohl aber sehr offen und mit zu wenig Widerstand den „kleinen elektronischen Helfern“ jede Menge „intimen Materials“ in die Fänge gibt. „Unsere Gadgets lieben wir. Denn dem, den wir lieben, vertrauen wir alles an“. Freiwillig und wo es dann auch für gegenwärtige Begriffe zu sensibel werden könnte, da werden die Menschen eben heimlich abgehört. Wie sich das entwickelt hat, wie es sich aktuell darstellt und wohin es folgerichtig führen wird, wenn keine „analoge Wende“ durch den Menschen eintreten wird, das weist Hofstetter sehr beredt, flüssig im Ton und sehr strukturiert in diesem Buch auf. Auch wenn Hofstetter dabei versucht, differenziert im Blick zu bleiben und durchaus auf die Möglichkeiten und Chancen der digitalen Welt zu verweisen, Seite für Seite mehr wird doch ein Fanal, eine teils auch polemische Darstellung erkennbar. Durchaus aber da, wo es eben nicht um persönliche Daten von Menschen geht, sondern um automatisierte, industrielle Abläufe, gesteht die Autorin der digitalen Entwicklung durchaus hilfreiches Potential zu, sieht Hofstetter auch die Vorteile der digitalen Welt. Die aber „im Griff“ behalten werden muss, was das Private angeht. Nicht die „digitale Revolution“ an sich ist die Gefahr, sondern das Maß, welches die Datensammlungen annehmen, die fehlende Trennlinie zwischen „privater Freiheit und individuellem Intimraum“ und öffentlicher Bekanntheit. Und, Polemik hin oder her, hier trifft Hofstetter durchaus einen Kern aktueller Problematik. Sowohl in der Politik als auch im geltenden Recht als auch in der verbreiteten, privaten Haltung eines sich „gerne Hineingebens“. „Persönliche Daten sind der Konflikt des Jahrhunderts“, apostrophiert Hofstetter (und das nicht aus der hohlen Hand heraus). Bis dahin, dass tatsächlich „Herrschaftsverhältnisse“ sich generieren. Bei Monopolen (wie Google). Bei „Big Data Finance“, bei „schmutziger Mathematik“. Alles richtet sich aus auf System „künstlicher Intelligenz“, deren Entwicklung sprunghafte Fortschritte aufweist. Und, wenn man nicht aufpasst, bald eigenständig in großem Umfange Entscheidungen treffen wird Da ist es ein wichtiges Moment in all dem Geschehen, dass eine öffentliche Diskussion viel stärker erwächst und auch der einzelne seine Haltung reflektiert, seine Möglichkeiten erkennt und aktiv bereit ist, sich als private Person zu schützen. Momente, für die Hofstetter im letzten Kapitel ihres Buches „Handwerkszeug“ liefert, Ansätze, wichtige Möglichkeiten, sich zu wehren und es eben anders zu denken und, vor allem, zu machen. Auf politischer Ebene zudem, denn dort, wenn irgendwo, kann ein „gesunder“ Rahmen entschieden und umgesetzt werden, bevor die totale Überwachung lückenlos Realität sein wird. Trotz mancher Einseitigkeiten ein verständliches und wichtiges Buch zu einem drängenden Thema der Gegenwart und der kulturellen Entwicklung der nahen Zukunft. Gegen die Gefahren für Demokratie und soziale Marktwirtschaft, die Hofstetter nicht müde wird, zu beschreiben.

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