Yvonne Jarré

 4.4 Sterne bei 17 Bewertungen

Alle Bücher von Yvonne Jarré

Ein kleines Stück Paris

Ein kleines Stück Paris

 (11)
Erschienen am 01.09.2016
Rosenwein und Apfeltarte

Rosenwein und Apfeltarte

 (6)
Erschienen am 01.06.2018

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Rezension zu "Rosenwein und Apfeltarte" von Yvonne Jarré

"Das Leben ist zu kurz, um auch nur eine Minute Liebe zu verschwenden."
RoRezeptevor 4 Monaten

Was machst du, wenn du deine große Liebe und deine Kinder ihren Papa verlieren? Ich denke... "immer weiter" trifft es gut. Und genauso versucht es Alexandra jeden Tag: arbeiten, sich um die Kinder kümmern, nicht an Arne denken, weitermachen, überleben. Nun ist Alexandra mir ihren Kindern nach Südfrankreich geflogen, um in dem Haus von Bekannten das erste Mal wieder Urlaub zu machen. Runter kommen, abschalten und entspannen, doch das ist leichter gesagt als getan. Als Leser ist man unmittelbar nah an der Protagonistin und ich konnte mich sehr gut in ihr innerliches Chaos hineinversetzen. Als ihr alter Schulfreund Nick mit seinen Kindern wortwörtlich in den Pool platzt, scheint sie langsam den Weg zurück in die reale Welt zu finden. Aber das Öffnen ihres Inneren, das Überwinden der Ängste, Schuld und Sorge ist kein leichter Weg und ein ganz zartes Pflänzchen, welches schnell und für immer niedergetrampelt werden könnte.

"Il y a que la vérite qui blesse - nur die Wahrheit verletzt."

Yvonne Jarré schreibt mit Rosenwein und Apfeltarte ein schönes und vor allem emotionales Buch mit einem unerwarteten Tiefgang. Besonders feinsinnig finde ich die Einbindung der Kinder in das Verlustthema, mit einem gegenseitigen Umgang, den man sich nur wünschen kann, aber nicht unbedingt der Realität entspricht.

"»Jonas hat mir erzählt, dass sein Papa tot ist. Er meinte, dass ist eigentlich nicht so schlimm, weil sein Papa sehr krank war, obwohl er ihn vermisst und manchmal deswegen traurig ist. Aber jetzt ist er ja im Himmel, und da geht es ihm bestimmt besser, weil er keine Schmerzen mehr haben muss. Und auch keine Angst vor dem Krankenhaus. Aber seine Mama ist immer so traurig. Und er kann gar nichts tun, damit sie wieder lacht und fröhlich ist. Nur heute, da hat sie gelacht. Sie hat sich bekleckert, weißt du.« [...]"

Wunderbare Nebenprotagonisten stellen Cécile Bonnet mit ihrem Mann Patrice dar, welche diesem Roman seine besondere tiefgängige Bedeutung gibt. Das Ehepaar ist warmherzig, liebevoll und obwohl Patrice an Demenz leidet, genießen sie die ihnen verbleibende gemeinsame Zeit. Hier wird nicht nur Alexandra zum Nachdenken angeregt, sondern auch der Leser selbst. Auch die Bedeutung des Titels Rosenwein und Apfeltarte erklärt sich hier. Die schönen Erinnerungen an eine behütete Kindheit, sowie das Nichtvergessen und Beibehalten von "Sonnenschein und Wärme und Geborgenheit".

"Das Leben ist zu kurz, um auch nur eine Minute Liebe zu verschwenden."

1A Buchempfehlung gibt es von mir! Rosenwein und Apfeltarte muss leider unbedingt in euer Bücherregal!

Die Rezepte aus Rosenwein und Apfeltarte findet ihr unter www.rorezepte.com & http://rorezepte.com/rosenwein-und-apfeltarte-yvonne-jarre

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zauberblumes avatar

Rezension zu "Rosenwein und Apfeltarte" von Yvonne Jarré

Eine absolute Wohlfühllektüre
zauberblumevor 5 Monaten

"Rosenwein und Apfeltarte" ist der erste Roman, den ich von der Autorin Yvonne Jarré gelesen habe. Und ich war und bin total begeistert. In ihrer zu Herzen gehenden Geschichte entführt sie uns nach Frankreich. Und hier dürfen wir einige Traumtage im Languedoc verbringen. Wir lernen wunderbare Menschen und ihre Geschichte kennen.

Die 37jährige Alexandra ist seit einem Jahr Witwe. Sie hat ihr Leben fest im Griff, ebenso ihre Gefühle. Zum ersten Mal fährt sie mit ihren Kindern allein in Urlaub. Doch auch das traumhafte Ferienhaus kann an ihrer Stimmung nichts ändern. Durch Zufall verschlägt es den Biker Nick mit seinen Kindern in ihren Garten. Alexandra ist überhaupt nicht begeistert. Doch Nick entpuppt sich als ein alter Schulfreund und schön langsam bröckelt Alexandras Fassade. Sie genießt die Grillpartys und ihre Motorradausflüge mit Nick. Alexandra gewinnt etwas von ihrer früheren Leichtigkeit zurück. Doch dieses Gefühl hält nicht lange, des eines morgens sind die Kinder verschwunden und Alexandra gibt Nick die Schuld ......

Eine wunderbare gefühlvolle Geschichte, die einem zu Herzen geht. Den Schreibstil der Autorin fand ich einfach klasse. Wenn ich die Augen schließe, habe ich das Gefühl in Südfrankreich zu sein. Das Ferienhaus ist ja ein absoluter Traum. Auch sind alle Charaktere so bildlich beschrieben, so daß ich mir jeden einzelnen wunderbar vorstellen kann. Allen voran Alexandra. Mutig von ihr mit den Kindern nach Südfrankreich zu fahren. Sie lebt strickt nach ihren Regeln und hat sich einen wahren Schutzpanzer um sich aufgebaut. Sie hat vergessen selbst zu leben. Gerne hätte ich sie mal in den Arm genommen. Wie habe ich mich gefreut, als es Nick gelungen ist, diesen Schutzwall etwas zum Einsturz zu bringen. Man hat förmlich gespürt, wie Alex aufgetaut ist. Sicher hat sie einen schweren Schicksalschlag erlitten, da hilft auch nicht das Sprichwort: Die Zeit heilt Wunden. Es gelingt ihr vielleicht irgendwann mit dem Schmerz leichter umzugehen. Schön war es aber die Kinder zu beobachten. Sie haben ihre Ferien in Südfrankreich wirklich genossen. Und dann war dieses Knistern zwischen Nick und Alex zu spüren. Doch ist Alex bereit, sich einer neuen Herausforderung zu stellen?

Ein absolutes Sommer-Sonne-Gute-Laune-Buch, das mir unterhaltsame und vergnügliche Lesestunden beschert hat. Ich war von der ersten bis zur letzten Seite total begeistert. Und dann gibt es ja im Anhang noch so wunderbare Rezepte, die zum Nachkochen einladen. Das Cover ist ein echter Hingucker. Man bekommt sofort Lust auf Apfeltarte. Dazu passt diese Lektüre, für die ich gerne 5 Sterne vergebe, einfach perfekt.

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Eva_Maria_Nielsens avatar

Rezension zu "Rosenwein und Apfeltarte" von Yvonne Jarré

Warmherzige Sommerlektüre mit Bikerfeeling!
Eva_Maria_Nielsenvor 5 Monaten

Alexandra fährt zum ersten Mal nach dem viel zu frühen Tod ihres Mannes Arne mit den Kindern in den Urlaub, und dort, in Südfrankreich, trifft sie durch Zufall Nick, einen ehemaligen Schulkameraden, der mit seinem Motorrad Touren abfährt, um Artikel für Bikerzeitschriften zu verfassen. Nick zeltet mit seinen Kindern im Garten bei Freunden. 


Alexandra und Nick tragen beide ihr Päckchen, er mit einem schweren sozialen Erbe, von dem kaum jemand etwas weiß, und sie ist mit den Bürden eines High-Society-Kindes aus der Hamburger Schickeria geplagt. Beide haben Sehnsucht nach einem anderen Leben, sind alleinerziehende Eltern. Wie schon in der Schule sieht es nicht so aus, als wenn sich etwas zwischen Nick und Alexandra anbahnen könnte, auch weil Alexandra immer noch um Arne trauert. Aber das Leben schlägt manchmal Purzelbäume, und dann erhält man Geschenke, die man fast nicht mehr erwartet hat.

Mehr will ich nicht erzählen, um nicht zu spoilern. Aber der Roman und die Schicksale haben mich sehr berührt. Vor allem die Lebensweisheit, die aus den Seiten hervorspringt ohne sich anzubiedern, die südländische Wärme und das mediterrane Lebensgefühl, die dem Leser auf jeder Seite begleiten.
Es ist ein Buch, das Lust auf Frankreich macht, auf das langsame und bewusste Leben, das den Traum von der Kraft der Liebe beschwört.
Und das natürlich auch die Freiheit auf dem Motorrad und die Welt der Biker heraufbeschwört, so wie die Autorin es fast in allen anderen Büchern macht. Es ist ein Wohlfühlbuch der gehobenen Klasse, mit Tiefe, Witz und Optimismus und ganz wunderbaren, warmen Menschen.

Besonders schön finde ich die Rezepte im Anhang und das Wiedersehen mit den alten Freunden Christina Marten und Duke aus Fördehaie, Fördewölfe und Death Game unter dem Pseudonym der Autorin: Yvonne Asmussen.


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