Yvonne Pioch

(28)

Lovelybooks Bewertung

  • 61 Bibliotheken
  • 7 Follower
  • 1 Leser
  • 20 Rezensionen
(19)
(7)
(1)
(1)
(0)

Interview mit Yvonne Pioch

Wie lange schreibst Du schon und wie und wann kam es zur Veröffentlichung Deines ersten Buches?

Da ich Journalistin bin, schreibe ich professionell seit zehn Jahren. Literarisches Schreiben ist für mich aber eher neu. Mit 17 gab es einen ersten Versuch, einen Zeitreise-Roman im Stil von Diana Gabaldons „Feuer und Stein“ zu verfassen, der aber über die ersten drei Kapitel nicht hinausgekommen ist. Zwischen 20 und 25 folgten zahlreiche Gedichte, die ich aber niemals veröffentlichen wollte. 2009 hatte ich eine berufliche Umorientierungsphase, als deren Folge ich mich selbstständig gemacht habe. Im Juni desselben Jahres begann ich, „Altraterra“ zu schreiben und im Dezember war Band 1 meines Fantasy-Romans fertig. Ich war darüber selbst verblüfft, da ich eher gedacht hätte, ich würde mal ein Sachbuch schreiben. Nach intensiver Überarbeitung im Jahr 2010 habe ich es nun im Januar 2011 bei lulu.com veröffentlicht.

Welcher Autor inspiriert und beeindruckt Dich selbst?

Da ist in erster Linie Michael Ende zu nennen. Er versteht es wie kein anderer, Fantasie und wahres Leben zu verknüpfen. In der „Unendlichen Geschichte“ schickt er seinen Helden Bastian ins Reich der Fantasie, nach „Phantasien“ und gibt ihm das Auryn, mit dem er laut Inschrift „Tun (kann), was er will“. Also erfüllt sich Bastian lauter oberflächliche Wünsche wie stark, schön und beliebt zu sein und erfährt erst sehr spät, dass er für jeden Wunsch eine Erinnerung an sein wahres Leben verliert und es in Wirklichkeit nur darum geht, seinen wahren Willen zu finden. Knapp schafft er es, mit seinem nun gefundenen wahren Wunsch „zu lieben“, in die Realität zurückzukehren. Nicht allein Fantasy zu schreiben, sondern in einer anderen Welt etwas zu vermitteln, das man im wahren Leben anwenden kann – das war mein Gedanke beim Schreiben von „Altraterra“. Darüber hinaus ist wohl inzwischen jeder Fantasy-Schreiber von Joanne K. Rowling beeinflusst, die einfach ein herrliches Stück Literatur geschrieben und die Spannung bis zum letzten Band aufrechterhalten hat.

Woher bekommst Du die Ideen für Deine Bücher?

Wie oben schon verraten: aus dem wahren Leben. „Altraterra“ begann mit der Idee einer Liebesgeschichte zwischen Partnern mit großem Altersunterschied. Die Grundidee für die Fantasiegeschichte kam, als ich diesen Gedanken in einer schlaflosen Nacht im Kopf hin- und her gewälzt habe. Am nächsten Morgen habe ich das erste Kapitel geschrieben. Nach und nach gelangten weitere Themen in die Geschichte. Die Frage nach dem eigenen Weg, die mich damals selbst beschäftigt hat. Aber auch der Geschwisterkonflikt (ich bin Einzelkind), die Mobbing-Thematik und die Machtkämpfe zwischen Patriarchat und Matriarchat. Selbst einzelne Szenen haben sich durch reale Erlebnisse ergeben, beispielsweise Annes Besuch in einem Wirtshaus, in dem Bestellungen durch Magie selbst an die Tische fliegen. Diese Idee kam mir nach dem Besuch in einem Café, als eine Freundin und ich ewig auf die Bedienung warten mussten.