Yvonne Prekop

 4,7 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor*in von Waldbaden mit Hund.

Lebenslauf

Yvonne Prekop ist in Deutschland eine Pionierin des Waldbadens mit Hund und veröffentlichte zu diesem Thema das erste deutschsprachige Buch. Sie setzt sich ehrenamtlich für Tier - und Naturschutz ein und ist Initiatorin neuer tiergestützter Workshops. Als IHK-zertifizierte Waldbademeisterin gibt sie ihr Wissen in Seminaren und Vorträgen weiter. Sie leitet ihre eigene Eventagentur in Kaufungen, Nordhessen, www.kreatyv.de; weitere Infos unter: www.waldbaden-mit-hund.de.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Yvonne Prekop

Cover des Buches Fox & Crime / Blüten aus Babylon (ISBN: 9783741802928)

Fox & Crime / Blüten aus Babylon

(4)
Erschienen am 12.04.2016
Cover des Buches Waldbaden mit Hund (ISBN: 9783965550896)

Waldbaden mit Hund

(1)
Erschienen am 01.12.2023

Neue Rezensionen zu Yvonne Prekop

Cover des Buches Fox & Crime / Blüten aus Babylon (ISBN: 9783741802928)
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Rezension zu "Fox & Crime / Blüten aus Babylon" von Günther Klößinger

MartinaSchein
Krimi und Familie miteinander verwoben


Durchgängiges Thema dieses Buches ist wie bereits im ersten, das eigentlich das zweite ist, die Suche nach Wahrheit und Gerechtigkeit. Auch die Punkte Liebe, Familie und Freundschaft nehmen wieder einen großen Raum ein.
Und ebenso, wie besagter erster Titel hat mich auch dieser erneut begeistert und völlig in den Bann gezogen.

Im Gegensatz zu »Schnee von gestern ... und vorgestern« werden einem die Zusammenhänge, da es diesmal nur zwei statt drei Erzählstränge gibt, etwas schneller deutlich. Dennoch erfährt man erst ziemlich zum Schluss des Werkes, wer die wirklich Bösen sind. Zunächst scheinen es nämlich ganz andere zu sein.
Die beiden Handlungsstränge bestehen aus dem eigentlichen Kriminalfall und Pancocks Tochter Jasmin, die von daheim abhaut, weil sie sich total unbeachtet fühlt - werden am Ende des Buches zu einem stimmigen Ganzen zusammengeführt.

Das Buch gewinnt erneut durch den flüssigen Schreibstil des Autors, aber auch durch sehr viel Stimmung und atmosphärisches Gefühl (Beispiele: Jasmin in der Hütte im Wald sowie einige sehr anschauliche und plastische Schilderungen des Lebens der Asketen). 

Die Erzählweise aus dem Blickwinkel des jeweiligen Handlungsträgers macht die Geschichte sehr lebendig. Zwar war ich in diesem Alter ein völlig anderer Typ Mädchen, doch ich kann mir gut vorstellen, dass Jasmin sich im Dunkeln in der Hütte vor den vielen unbekannten Geräuschen des Waldes gefürchtet hat.
Auch die Einblicke in die Sichtweise der Bösewichte tragen zum guten Gesamtpaket bei.

Bei den Szenen zwischen Jasmin und ihrem Märchenprinzen musste ich doch glatt ein paar Mal schniefen. Auf der anderen Seite hätte ich sie ob ihrer Naivität am liebsten so manches Mal geschüttelt.

Natürlich kommt auch Spannung und Action wieder nicht zu kurz - ganz im Gegenteil. Oftmals hatte ich auch das Gefühl, ich stehe direkt neben Pranke, schaue ihm bei seinen Ermittlungen über die Schulter und fiebere mit ihm mit.

Weiterhin hat Günthers Ausdrucksweise in mir wieder so etliche Lachsalven erzeugt. Sein hintergründiger Humor ließ mich ein ums andere Mal schmunzeln.
Prancocks Sprüche und die häufig spaßigen Dialoge schließen quasi nahtlos an das oben genannte Buch an und machen »Fox & Crime« in meinen Augen unvergleichlich.
Ein Beispiel, das für viele solcher Redewendungen steht:
»»»Gegen ihn lagen so viele internationale Haftbefehle vor, dass er auf Tournee durch die Gefängnisse der Welt gehen könnte.«««


Die Tatsache, dass er ›Garry Button‹ wieder eine kleine Nebenrolle gegönnt hat, gefiel mir sehr gut. Wer »Schnee von gestern ... und vorgestern« gelesen hat weiß, dass diese Figur nicht fehlen darf.

Die Protagonisten sind wiederum sehr authentisch und ausführlich geschildert und kommen zudem absolut sympathisch rüber. Ferner wirken sie absolut lebendig - vielleicht auch durch ihre speziellen Eigenheiten. Gerade das Chaotische der Familie Prancock sowie deren Freunde macht diese Figuren so wahnsinnig liebenswert.

Der arme Inspektor konnte einem zuweilen schon richtig leid tun. Gleichzeitig einen Kriminalfall zu lösen und nach der verschwundenen Tochter zu suchen - sich dabei auch noch mit seiner Ex auseinander zu setzen - ist alles andere als einfach. Dass die Gefühle in so einem Fall auch öfter mal mit einem durchgehen, verwundert nicht. 

Was hat der Bund der Asketen, deren Zweck des Daseins nur aus Verzicht zu bestehen scheint, mit einem Toten auf dem Dachboden zu tun? Und wie passen Askese und Völlerei zusammen?
Wie vielschichtig dieser Kriminalfall ist, zeigt sich erst im Laufe der Geschichte.

Die Suche nach der Tochter, bei der auch die Reporterin Ilka tatkräftig mithilft, führt Pranke letztendlich nicht nur zu seiner Tochter, sondern auch zur Lösung des Kriminalfalls.

Das Ende empfand ich als durchaus überraschend. Durch die ausführlichen, abschließenden Erläuterungen der Zusammenhänge wurde das Buch dann jedoch wieder absolut stimmig.

Auftakt zu einer Krimireihe der ganz besonderen Art

Eine derartig lange Lesezeit hatte ich in den letzten Jahren bei keinem Buch. Zusammengerechnet habe ich fast 17 Stunden mit diesem packenden und fesselnden mit über 600 Seiten in der Printversion (Amazon) angegeben Krimi verbracht.

Durch die verschiedenen Handlungsstränge mit vielen agierenden Personen muss man sich beim Lesen sehr konzentrieren. Dieses Buch eignet sich nicht zum einfach mal eben weglesen, sondern bedarf entschieden größerer Aufmerksamkeit. Nicht umsonst hat der Autor auch nach dem Vorwort und einem Ortstermin die wichtigsten Handlungsträger aufgelistet, so dass man sie schon im Vorfeld etwas kennenlernt.

 

Die einzelnen Stränge reichen in der Vergangenheit bis zu Kriegsverbrechen in Nazi-Deutschland über einen 30 Jahre zurückliegenden Mord und wieder retour in die Gegenwart. Hier konzentriert sich das Geschehen auf eine deutsche Kleinstadt sowie deren Umgebung.

Eine Jugendband mit ihren Freunden, Asylanten, eine gemeinnützige Organisation, der Bürgermeister, eine illegale Einwanderin, Neo-Nazis sowie die für die Lokalzeitung recherchierende Else und die Privatdetektivin Penny geben sich hier szenenmäßig die Klinke in die Hand. Ein Überfall auf Jeannie und ihren Hof ist nur die erste Handlungsspitze.

Politisches Kalkül und Gier spielen vielleicht nicht die erste Geige, dafür jedoch eine große Rolle.

Verschwörungen und Deutschtümelei ziehen sich von besagter Vergangenheit bis ins hier und jetzt.

 

Ein weiterer Handlungsstrang spielt in Frankreich, wo Geheimdienste mit allen Mitteln verhindern wollen, dass ein vor Jahren gescheiterter Atomversuch auf dem Mururoa-Atoll, der viele militärische und zivile Opfer gefordert hat, ans Licht gelangt. Natürlich wurde das Ganze vertuscht und alle Leute, die tiefer graben wollten oder auch nur den Anschein erweckten, etwas zu wissen, eliminiert.

Fox und Ilka stechen hier ungewollt mitten in ein Hornissennest, dabei wollten sie doch nur Urlaub machen. Ilka zieht zudem zwei junge Leute ungewollt mit hinein.

Welche Rollen spielen die Departements C und F, ein von Mönchen geleitetes Hospital und ganz besonders die undurchsichtige Äbtissin der »Schwestern der heiligen Berge«, die absolut nicht der gängigen Vorstellung einer Nonne entspricht?

 

Dieses Buch ist zwar als Kriminalroman deklariert, liest sich in großen Teilen jedoch wie ein Agententhriller. Aber auch die Gefühle und der Humor kommen nicht zu kurz.

Den im Buch öfter auftauchenden Romanhelden Garry Button, erkennen bestimmt viele von uns. Sowohl Prancock als auch sein Kollege Steffens lesen die Hefte. Als Teenager habe ich das ebenfalls getan.

 

Nicht nur ein oder zwei, sondern viele der zahlreichen Protagonisten sind mir ausgesprochen sympathisch – vollkommen unabhängig vom Geschlecht, Alter, Beruf oder der Glaubensrichtung. Auch die weniger sympathischen Handlungsträger kommen in diesem Buch nicht zu kurz. In den Szenenwechseln erscheinen sie immer wieder aufs Neue.

 

Zuweilen fragt man sich, was die unrühmliche deutsche Vergangenheit mit der Vertuschung des fehlgeschlagenen Atomtests auf dem Mururoa-Atoll zu tun hat, doch auch hier gibt es eine bestimmte Person als gemeinsamen Nenner.

Der fulminante Showdown findet auf einem alten Gehöft statt und zu Beginn sieht es so aus, als käme keiner der Partyteilnehmer mit dem Leben davon.

 

Die bis zum Schluss stattfindenden häufigen Szenenwechsel ließen zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkommen, sondern hielten die Spannung beständig auf einem hohen Level.

Der Autor hat es zudem wunderbar verstanden, durch eine sehr plastische und bildhafte Sprache verbunden mit flapsigen Sprüchen und Vergleichen unter anderem aus dem PC-Bereich das Buch trotz der zahlreichen Verbrechen nicht zu hart erscheinen zu lassen. Mehrfach musste ich nicht nur schmunzeln, sondern teilweise herzhaft lachen.

Die Fälle des Inspektor Prancocks

Ein Inspektor, der genug um die Ohren hat, um einen Fall zu lösen und gleichzeitig noch seine Tochter suchen muss. Es gibt nichts anstrengenderes zur gleichen Zeit - aber was, wenn beides zusammenhängt? Auf irgendeine Art und Weise? Als wäre es nicht schon verstrickt genug, hat Inspektor Prancock und seine Exfrau Else, welche ebenso Kriminalbeamtin war, allerhand zu tun damit. Wie er allem gerecht wird, erzählt der Autor Günther Klößinger in seinem Krimi "Blüten aus Babylon".

Prancock muss sich einem Fall des "Bund der Asketen" annehmen. Auf dem Dachboden von Mitgliedern findet sich eine Leiche. Gleichzeitig ist auch Prancocks Tochter verschwunden, schickt ihre Eltern auf Schnitzeljagd. Der Tote auf dem Dachboden war ein Mitglied des Bundes, welcher Verzucht und Bescheidenheit predigt. Es stellt sich heraus, dass das Opfer vor seinem Tod noch Gänsebraten gegessen hat, was ja gar nicht zusammenpasst. In seinen Nachforschungen erfährt Prancock noch mehr Ungereimtheiten und gerät in Gefahr. Seine Tochter derweil hat genug von ihren Eltern, immer nur die zweite Geige zu spielen, daher haut sie ab. Sie gibt ihren Eltern ein Krimirätsel auf, nach welchem sie sie finden sollten. Doch sie befördert sich damit selbst in Lebensgefahr. Die Familie hat also allerhand zu tun, es geht hierbei um Leben und Tod. Ganz nebenbei muss Prancock sich noch entscheiden, ob ihm Familie oder Karriere wichtiger ist.

Zwar ist der zweite Teil der Reihe vor dem ersten erschienen und steht bereits im Regal, glücklicherweise habe ich ihn aber noch nicht gelesen und habe so den ersten davor lesen können. Die Personen, allen voran Prancock, sind so detailgetreu gezeichnet, dass man sie direkt vor Augen hat und das Gefühl lässt einen nicht los, mittendrin im Geschehen zu sein. Man versteht sie alle - Prancock, der gehetzt durch den Job geht, da er eine Beförderung anstrebt, aber mit seinem Partner konkurrieren muss. Else, die sich ganz zurückgezogen hat, sich ein neues Leben aufgebaut hat - ausgerechnet mit dem Mathelehrer der Tochter Jasmin! Und auch Jasmin, die die Schnauze voll hat und den Eltern mal eine Lektion erteilt mithilfe ihres Freundes - sie haut ab und führt ihre Eltern in die Irre. Prancock hat bei der Suche Unterstützung der netten Reporterin Ilka Trebes, die beiden scheinen auf gleicher Wellenlänge zu sein und aus dem Rüpel Prancock wird ein schüchterner Gentleman. Gemeinsam mit der Ex und anderen machen sie sich auf die Suche nach der Tochter und auch gleichzeitig an die Lösung des Falles.

Was mir hier so wunderbar aufgefallen ist und mir sehr gefallen hat, ist die alltägliche Sprache der Charaktere, welche der Autor gewählt hat. Nicht hochgestochen, nicht abgedriftet und auch nicht "geschichtlich" - sondern einfach stinknormal, als wären wir unter uns. Findet man nicht so oft und liest sich super.

Auch der Humor, welcher immer wieder zwischen den Zeilen durchblitzt und wie er seine Figuren darstellt, herrlich! Der Schreibstil lässt einen nahtlos weiterlesen, die Spannung hält sich und das macht einen guten Roman aus meiner Meinung. Die Figuren sind einem nah und man kann sich richtig in sie hineinfühlen.

Alles in Allem gibt es hier rein gar nichts zu meckern und ich freue mich schon auf den zweiten Band, welcher bereits im Regal ist! Empfehlenswert an die Krimileser unter uns, die auch gerne mal ins Alltägliche eines Inspektors abtauchen möchten und offen für Neues sind!

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