Yvonne Richter Casting

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Inhaltsangabe zu „Casting“ von Yvonne Richter

Ringel ist ein Siegertyp. Geschickt bewegt er sich in der schillernden Spielewelt, deren Gesetze längst in sämtlichen Bereichen des Lebens gelten. Eine Clique von selbstverliebten Juroren hält das Karussel der Castings und Contests in Gang. Sie sorgen mit drastischen Methoden dafür, dass niemand aus der Reihe tanzt. Als Ringel sich mit Jo anfreundet, beginnt er am Sinn der strengen Regeln zu zweifeln. Das Mädchen und er gehen auf gefährliche Touren. Was sie dabei hinter den Kulissen der Vergnügungsmaschinerie entdecken, stellt alles Gewohnte infrage. Mit einigen Gleichgesinnten finden sie Zuflucht in einer alten Manufaktur und proben den Widerstand. Aber Detektive sind ihnen bereits auf der Spur. Wird es den Ausreißern gelingen, sich gegen das übermächtige System zu behaupten und ihren eigenen Ideen zu folgen?

spannend, aber zu sehr auf lustig getrimmt

— Anneja
Anneja

Ein Kinder- und Jugendbuch, das eindrucksvoll zeigt, wie Zusammenhalt und Einsatzbereitschaft zu großen Zielen führen können

— jutscha
jutscha

Einstiegsbuch für Kinder in Dystopien, fünf Freunde finden sich.

— Bücherfüllhorn-Blog
Bücherfüllhorn-Blog

Aktuelle Themen in dystopischer Kulisse altersgerecht für junge Leser aufgearbeitet

— HappySteffi
HappySteffi

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  • Castings die dein Leben bestimmen

    Casting
    Anneja

    Anneja

    27. December 2016 um 17:08

    Wenn man heutzutage das Wort "Dystopie" hört, weiß man sofort was gemeint ist. Und doch bin ich immer wieder überrascht was für abenteuerliche Ideen sich Autoren einfallen lassen können. In diesem Buch geht es hauptsächlich um Lovis welcher sich, wie viele andere auch, durch Castings der verschiedenen Art kämpfen muss um Nahrung, eine Wohnung oder gar Schulbildung zu bekommen. Doch es kommt wie es kommt, die Kandidaten , im Buch Castidaten genannt, wollen sich nicht mehr bloss stellen nur um für 3 Monate eine Wohnung zu bekommen und so beginnt der Kampf um Freiheit.Wir können die Sichtweisen aus mehreren Perspektiven verfolgen und wissen so was gerade bei den Juroren und den leitenden Personen passiert aber auch was die Castidaten oder die Ausgecasteten im Schilde führen. Die Wechsel sind dabei toll getroffen und lassen einen gerade genug erfahren um auf dem laufenden zu bleiben. Was schnell auffällt sind die Namen der Personen. Da für mich Dystopien immer ein ernstes Thema sind, fand ich diese manchmal zwanghaft auf lustig gemacht. Da man aber bedenken muss das es ein Buch für Jugendliche ist und diese das als durchaus lustig ersehen, hatte ich wider rum Verständnis dafür. Denn Namen wie Quassel Strippe und Kain Maleins sind doch sehr außergewöhnlich.Die Personen selbst könnten verschiedener nicht sein, aber lassen sich klar unterscheiden. Jede Person hat seine Merkmale und Eigenschaften. Teilweise werden diese mit dem Namen verbunden. Die Schreibweise fand ich sehr gelungen. Man merkte zwar dass das Buch für Jugendliche gemacht ist. Aber für ein bisschen leichte Lektüre zwischendurch bin ich immer zu haben. Auch fand ich den Ideenreichtum von Frau Richter sehr bemerkenswert. Denn ich fände es garnicht so leicht  böse Pläne für die Juroren zu schmieden und gleichzeitig den armen Castidaten das Leben zu verbessern. Für mich ist das Buch weder Top noch ein Flop. Die Geschichte war gut, die Charaktere auch, nur die Namen störten zwischendurch.Trotzdem hätte man die Geschichte mit mehr Details vielleicht sogar auf ein weiteres Buch verteilen können. Denn gerade die Darstellung der Castings war für mich manchmal doch zu wenig. Auf Grund dessen würde es mich sehr interessieren wie eine Dystopie oder anderes für Erwachsene bei der Autorin klingen würde.Ein tolle Einsteiger-Dystopie, gerade für Jugendliche und verspielte Erwachsene.

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  • Trotz einer tollen Grundidee konnte mich das Buch leider nicht überzeugen

    Casting
    Line1984

    Line1984

    21. December 2016 um 07:47

    Entdeckt habe ich dieses Buch nur durch Zufall, der Klappentext und auch das Cover überzeugten mich schnell.Doch nun nach dem lesen bin ich etwas geteilter Meinung.Zum einen ist die Grundidee des Buches wirklich etwas völlig neues und einfach klasse, doch leider konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen.Das Buch spielt in der sogenannten Castingindustrie, in der Verlierer nichts zu suchen haben.Wer nicht mit halten kann, wer verliert der wird gnadenlos aussortiert.Durch den großen Druck immer zu gewinnen und nie zu scheitern wurden schon Familien auseinander gerissen und Freundschaften blieben auf der Strecke.Was mich hier störte war unter anderen der Schreibstil, ich kam mit diesem einfach nicht zurecht.Er wirkte auf mich abgehackt und ziemlich kindisch.Die Charaktere an sich sind authentisch gezeichnet und gefielen mir auch gut.Doch alles andere wie beispielsweise die Handlungsorte und ähnliches blieben auf der Strecke, denn es wurde nicht genauer darauf eingegangen, die Beschreibung dieser Orte war flach und überzeugte mich kaum.Auch einige Szenen wirkten auf mich oberflächlich, andere Dinge wurden nur kurz angeschnitten und dann wieder verworfen.Viele Fragen bleiben offen.Mit dieser Rezension tat ich mir schwer, denn dieses Buch hatte so viel Potenzial und enttäuschte dennoch, was schade ist.Fazit:Mit "Casting - Spiel ums Leben" konnte mich die Autorin nicht überzeugen, trotz einer grandiosen Grundidee blieb die Umsetzung auf der Strecke.Dieses Buch bekommt von mir 3 Punkte!

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  • Eine Geschichte, die für die jüngere Zielgruppe sicher gut geeignet ist, aber den erwachsenen Leser,

    Casting
    Buechertina

    Buechertina

    20. December 2016 um 17:34

    Zum Inhalt:…will ich gar nicht viel schreiben, denn sonst nehme ich euch die Spannung…Meine Meinung:Begeistert von dem ansprechenden Klappentext, habe ich mich auf die Geschichte gestürzt, doch leider traf sie meinen Geschmack bzw. meine Erwartungen nicht ganz. Der Schreibstil überzeugte mich leider nicht. Die Sätze wirkten kurz und abgehackt, wie eine Aufzählung von den Geschehnissen, so dass ich mich nicht richtig in die Geschichte hineinversetzen konnte. Es fehlte mich das gewisse Etwas, um Emotionen aufzubauen. Erwartet hatte ich eine spannende Dystopie für Teenager bzw. junge Erwachsene, doch handelt es sich hier doch eher um ein dystopisches Kinderbuch. Durch die kurzen und einfachen Sätze, ist die Geschichte für Kinder leicht verständlich und gut zu lesen. Beim Lesen bin ich immer wieder über Begriffe, wie zum Beispiel Sacket (Rucksack?), Kaltfrisch (Kühlschrank?) und noch viele mehr gestolpert, mit denen ich im ersten Moment gar nichts anfangen konnte. Kids, die selber gerne in der virtuellen Spielewelt unterwegs sind, kommen sicher besser mit solch ausgefallenen Begriffen klar. Die Grundidee fand ich sehr ansprechend und ich lese auch unheimlich gerne Kinderbücher, doch hier hat mich der Schreibstil einfach nicht überzeugen können. Fazit: Eine Geschichte, die für die jüngere Zielgruppe sicher gut geeignet ist, aber den erwachsenen Leser, vielleicht weniger mitreißt. 

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  • Ein Roman mit Schwächen.

    Casting
    Buechertraeume

    Buechertraeume

    24. November 2016 um 06:34

    Meine Meinung zum Buch: Das Cover ist kein alltägliches Cover und ich hätte im Buchhandel nicht nach dem Buch gegriffen, denn das einzige was mir am Cover gefällt ist der Schriftzug "Casting". Hier wurde sich Mühe gegeben etwas zu machen, was nicht 0815 ist. Im Klappentext lese ich sehr große Spannung raus, welche mich ans Buch fesselt und mich gefangen nimmt. Leider war dies nicht immer der Fall. Der Klappentext klingt echt toll und super und genau das ist das Buch auch aber sehr viele Schwachstellen über die ich nicht hinwegsehen kann Der Schreibstil hingegen war sehr flüssig und durchweg positiv. Dadurch kam ich relativ schnell durchs Buch und konnte es schneller als gedacht beenden. Was wieder durchauch positiv war, waren die Charaktere im Buch. Sie sind wunderbar durchdacht und jeder hat seine Rolle die er super umgesetzt hatte. Am besten haben mir die Protagonisten Lovis und Jo gefallen. Beide Charaktere haben schnell meine Sympathie für sich gewonnen, denn sie waren beide einfach richtig toll durchdacht und haben sich bewiesen.Die Story und die Handlung hatte einen super guten Ansatz aber die Umsetzung war leider nicht so gelungen wie ich erhofft habe. Stellenweise war es einfach zu langatmig und das Resultat war, dass die Spannung durch Langeweile ersetzt wurde. Die Handlung selbst war nachvollziehbar und ich kam gut damit zurecht aber auch diese hatte Schwachstellen mit denen ich nicht klargekommen bin. Mein Fazit zum Buch: Das Buch konnte mich nicht vollkommen von sich überzeugen, da es für mich persönlich, zu viele Schwachstellen hat, über die ich nicht hinwegsehen kann. Die Idee und der Grundgedanke waren da und haben mich voller Erwartungen auf das Buch stürzen lassen aber die Enttäuschung danach war groß. Für mich ist das Buch ein perfektes Buch um eine Leseflaute zu überwinden, für Kinder ab 10 Jahre bis max. 14 Jahre, denn ab 10 ist das Buch und dafür passt es sehr gut. Aus diesen Gründen gebe ich dem Buch 3 von 5 Bücher.

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  • Gute Ansätze, leider schlechte Umsetzung....

    Casting
    Samy86

    Samy86

    21. November 2016 um 16:34

    Inhalt: Lovis und Jo verbindet etwas, dass für andere ein Kraus, aber für sie etwas Seltenes darstellt. Gemeinsam leben sie in einer Welt, die von einer Clique bestimmt wird, die ein grausames Spiel ins Leben gerufen und mit drastischen Methoden beherrscht wird – Casting! In dieser Spielewelt sind die Regeln längst zum täglichen Lebensziel mutiert und wer sich dagegen sträubt wird zur Not mit Gewalt in die rechte Bahn zurückgelenkt. Ringel ist ein Gewinnertyp, der sich der Regeln zu trotz gegen die Machenschaften versucht aufzulegen und gemeinsam mit Jo geht er auf gefährliche Touren. Genau solch eine Tour öffnet ihnen die Augen – Sie stellen das Gewohnte in Frage und beginnen an den strengen Regeln zu zweifeln! Schnell befinden sie sich in Lebensgefahr, den ihr Widerstand soll der gerechten Strafe zugeführt werden und das System ist ihnen längst auf den Fersen um dieses umzusetzen! Meine Meinung: Zurzeit sprießen Bücher deren Inhalt sich mit der virtuellen Spielewelt auseinandersetzten, förmlich in Mengen aus dem Erdboden. Es ist immer wieder interessant in solch eine Welt abzutauchen, dass Unmögliche zum Möglichen zu wandeln und den Gefahren zu strotzen, denen man sich sonst nicht stellen würde. So war es sehr interessant aus der Sicht von Autorin Yvonne Richter in solch eine Welt abzutauchen, da sie in Gegensatz zu den anderen sich in der Realität abspielt und nicht im World wide Web. Mit der Rezension zu diesem Buch habe ich mir ehrlich gesagt etwas schwergetan. Insgesamt ist das Buch recht gutgeschrieben und hat schon etwas Vorstellbares an sich, wenn man die Entwicklung der Technik beachtet. Schnell vermischt sich so das reale Leben und die Welt der Spiele. Sie nehmen mittlerweile schon einen gewissen Bestandteil in der heutigen Zeit ein. So konnte ich mir sehr gut vorstellen, dass es so auch in Wahrheit laufen könnte, wenn man für solche Dinge empfänglich ist. Die Charaktere sind greifbar und auch authentisch geschildert, so dass man sich sehr gut in sie und ihre Geschichte hineinversetzen und sich in sie einfühlen kann. Am besten gefiel mir den Zusammenhalt der einzelnen Charaktere und die Freundschaften, die daraus resultieren. Ganz nach dem Motto: „Gemeinsam sind wir stark!“ stellen sie sich den Gefahren und Herausforderungen, und animieren so den Leser ihrer Geschichte zu lauschen. Dass sich das Ganze auf einer Art „Spielshow“ abspielt ist es recht interessant zu welchen Taten und Dingen die Menschen bereit sind um ihr Leben auf positivem Wege zu beeinflussen. Kommen wir nun jedoch zu dem Aber, dass leider in vielerlei Hinsicht überwiegte. Leider sprach mich der Schreibstil absolut nicht an. Es kam mir zu kindisch geschrieben herüber und machte dieses Buch eher zu einem ausführlichen Kinderbuch ohne Bilder, als zu einem abenteuerlichen Jugendbuch mit spannenden Elementen. Die Umsetzung der Handlung erschien mir jedoch nicht zu 100% ausgereift, es bleiben viele offene Punkte, denen man eventuell mehr Augenmerk hätte zuwenden können und sie so in dem Vordergrund zu rücken, da sie sehr interessant sind und leider zu wenig thematisiert wurden. So kamen mir etliche Szenen eher oberflächig abgearbeitet vor, statt den gewünschten Tiefgang zu erhalten. Aber was mich sehr enttäuschte war das trostlose beschreiben der Handlungsorte. Vielleicht bin ich da etwas zu kritisch, aber ich muss mich in die Schauorte reinleben, sie mit Fantasy ausmalen und mir vorstellen können, selbst das gelesene genau an diesem Ort zu erleben. Schade, dass die Autorin erst gegen Ende hin mit einer bildgewaltigen Darstellung dieser auffährt. Das Cover finde ich jedoch toll gewählt. Hat es etwas von einem endlos leeren Tunnel, der durch erreichen seiner Ziele mit Leben gefüllt wird und dies kann nur geschehen, wenn man eben als Gewinner aus diesem Spiel hervorgeht. Fazit: Leider konnte mich dieses Buch nicht wirklich von seinem Inhalt überzeugen. Zu oberflächig abgearbeitet, trostlos wirkende Schauorte und ein kindlicher Schreibstil machten das Wohlfühlen und Erleben der Handlung fast unmöglich. Einzig die Charaktere konnten mit ihrer liebevollen und starken Art überzeugen. Kann man lesen, aber wenn nicht, dann verpasst man auch nichts…

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  • Nieder mit den Castings!

    Casting
    Kerry

    Kerry

    31. October 2016 um 21:51

    In der Welt der Zukunft wird das Leben  der Menschen durch Castings bestimmt. Es gibt die privilegierte Gesellschaft, die dem Konsum von Castingshows im Fernsehen frönt und es gibt die "normalen" Menschen, die ihren Lebensunterhalt durch Castings bestreiten. Wohnanspruch, Nahrung, Bildung - all das muss ercastet werden, denn einen Anspruch auf solche Luxusgüter hat niemand. Von klein auf wird  die Gesellschaft in Castings gedrillt, angefangen mit Baby-Castings bis hin zu dem Lebensabschnitt, in dem man ausgecastet wird. Menschen, die körperlich oder geistig nicht mehr in der Lage sind, an Castings teilzunehmen, werden zur Zwangsarbeit in Fabriken gesteckt, wo sie für den Rest ihres Lebens für Nahrung und Unterkunft die Gewinne der Castingshows herstellen müssen. Das System hat sich bewährt, niemand zweifelt an diesem, denn ist es nicht immer schon so gewesen? Lovis ist ein Teenager und bestreitet erfolgreich diverse Castings. Immerhin hat er derzeit einen 3-monatigen Wohnanspruch gewonnen, was viel wert ist, müsste er doch sonst in einem Park übernachten. Derzeit nimmt er an einem Casting teil, in dem es ein großes Essenspaket zu gewinnen gibt - und sich endlich mal wieder richtig satt zu essen, das wäre wundervoll. Jovis ist auf sich allein gestellt, denn seine Mutter wurde bereits vor einiger Zeit ausgecastet. Die Castings sind jedoch nicht kostenlos - nein, die Teilnehmer müssen eine Gebühr bezahlen, um an diesen teilnehmen zu können. Tatsächlich verhält es sich für Lovis so, dass er bei diesem bewussten Casting zwar ins Finale kommt, jedoch von einem Mädchen namens Jo besiegt wird. Dieser Sieg soll Lovis jedoch in Erinnerung bleiben, denn dieses ihm unbekannte Mädchen bietet ihm an, ihren Gewinn mit ihm zu teilen. Schnell schließen die beiden Freundschaft und Lovis lässt Jo heimlich bei sich übernachten (was auf gar keinen Fall gestattet ist) und fortan treten sie zusammen zu Castings an. Während eines weiteren Castings (wo auch sonst) lernen die beiden ein Mädchen namens Schlawine kennen, die mit allen Wassern gewaschen ist und mit unter auch mal mogelt, um zu gewinnen. Die drei verstehen sich auf Anhieb, ebenso mit Quecke, einem weiteren Mädchen, dass sie durch ein Casting kennenlernen. Die vier treffen immer aufeinander, sind sie doch in derselben Tretmühle gefangen. Zwischen ihnen spinnt sich eine Freundschaft, die weit über Casting-Gefährten hinausgeht. Als die vier bei einem weiteren Casting einen Jungen namens Admiral Kahlo kennenlernen, ist die Gruppe komplett, doch ehrlich - sie haben sowas von die Nase voll von Castings, alle fünf. Immer wieder müssen sie kämpfen, immer wieder sich beweisen, nur um ihre Grundbedürfnisse zu erfüllen und wenn sie es mal nicht schaffen, werden sie fallengelassen - und alles nur, um die Zuschauer an den Fernsehgeräten zu unterhalten. Die fünf beschließen, etwas Unruhe in die geordnete Castingwelt zu bringen und machen dabei eine überaus interessante Entdeckung - es gibt noch ein Leben außerhalb der Castings ... Nieder mit den Castings! Der Plot wurde  abwechslungsreich erarbeitet. Ich fand die Welt, die in diesem Buch erarbeitet wurde, ausgesprochen faszinierend, denn so etwas wie Familienverbände oder Gemeinschaften, gibt es nicht mehr und anstelle zu Arbeiten und damit die Wirtschaft voranzubringen, müssen die Menschen immer wieder gegeneinander antreten, um ihre Grundbedürfnisse zu stillen. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Besonders beeindruckt hat mich hier die Figur der Jo, die von sich aus den ersten Schritt getan hat und bereit war, ihr hart erkämpftes Essen mit einem Unterlegenen zu teilen, den sie bis dato überhaupt nicht kannte. Trotz all der widrigen Umstände, in denen sie lebt (und sie sind wirklich widrig), hat sie sich ein gutes Herz bewahrt. Besonders schön fand ich auch die Namen der Figuren, so zum Beispiel ein gewisser Herr Kon To oder eine gewisse Kami Katze. Den Schreibstil kann ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.

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  • die Geschichte ist ausbaufähig

    Casting
    kleeblatt2012

    kleeblatt2012

    27. October 2016 um 21:15

    Lovis und Jo leben in einer Welt, die von Castings beherrscht wird. Wenn man das Casting gewinnt, erhält man einen guten Preis. Essen, Wohnung oder Schule, alles kann gewonnen werden. Doch man muss dafür einiges tun. Es geht klassisch, wie z. B. singen, kochen oder mit seinen Talenten angeben. Aber je höher der Einsatz, umso besser auch der Gewinn. Die Welt besteht nur noch daraus, zu bestehen oder gnadenlos unterzugehen. Wer nichts kann, wird ausgemustert. Lovis und Jo wollen ausbrechen und versuchen einen Weg zu finden, sich aus dem System zu befreien und trotzdem ein gutes Leben zu führen. Für diese Rezension muss ich etwas weiter ausholen. Zuerst war ich überrascht, mit welch "kindlicher" Sprache die Geschichte doch erzählt wird. Nach Beendigung des Buches kann ich deutlich sagen, dass es sich eher um ein dystopisches Kinderbuch handelt. Erwartet hatte ich jedoch eine Dystopie für Teenager bzw. junge Erwachsene. Und mit etwas mehr Härte, Brutalität und "Düsternis".In kurzen, einfachen Sätzen wird die Story erzählt. Hierbei wird allerdings nicht viel Wert auf die Beschreibung der Umgebung oder der Orte gelegt (außer in der zweiten Hälfte des Buches, aber auch nicht so ausgeprägt wie gewünscht), sondern eher auf das Miteinander der einzelnen Charaktere bzw. die Castings. Lovis und Jo sind zwei Jugendliche, die sich mit eben diesen Castings über Wasser halten. Diese Castings scheinen allerdings eher Spielshows zu sein, bei denen der Gewinner eben einen Preis erhält, der es ihm möglich macht, seine Zukunft oder seinen Unterhalt zu gestalten. Gewinne sind z. B. eine Wohnung (für einen begrenzten Zeitraum), Essen, Kleidung oder auch ein Schulbesuch. Je "intensiver" das Casting, umso höher auch der Preis. Lovis hat schon einiges gewinnen können, doch zusammen mit Jo, die er bei einem Casting kennenlernt, bei dem es Essen zu gewinnen gibt, versucht er nun, aus dem System auszubrechen und einen Weg zu finden, ein Leben zu führen, ohne ständig an irgendwelchen Spielen teilnehmen zu müssen.Die Grundidee fand ich sehr ansprechend, nur leider hat es in meinen Augen nicht so mit der Umsetzung geklappt. Dies lag teilweise auch daran, dass das Buch eben sehr kindgerecht gehalten wurde. Auch der Zusatz "Spiel ums Leben" ist für mich falsch gewählt. Denn eigentlich geht es zu keiner Zeit darum, dass jemand sein Leben gefährdet. Gewinnt man nicht, geht man eben leer aus und probiert es bei einer anderen Show.Lovis und Jo blieben mir auch etwas fremd. Sie sind zwar sehr forsch und auch clever, stürzen sich in Abenteuer und versuchen, ihre Interessen mit allen Mitteln durchzusetzen, doch konnte ich keinen Bezug zu ihnen herstellen. Sie bleiben blass. Ihr Verhalten war für mich teilweise nicht nachvollziehbar. Auch war es mir unklar, warum die Erwachsenen sich so sehr von den Kindern bevormunden lassen. Wenn Lovis, Jo und deren Freunde eine Idee hatten, wurde diese von den Erwachsenen anstandslos angenommenen und umgesetzt. Die Autorität wurde dadurch untergraben und es kam mir am Ende so vor, als wären die Erwachsenen die "Dummen", die keine Ahnung hätten und auf die Jugendlichen angewiesen sind.Auch die Entwicklung dieser dystopischen Welt ist mir etwas zu "schnelllebig". Lovis z. B. kann sich noch erinnern, mit seiner Mutter in einem Haus mit Garten gewohnt zu haben. Aber als die Castings überhand nahmen, wurde alles umgekrempelt und Lovis Mutter arbeitet nun in einer Fabrik, hat ein kleines Kämmerchen für sich zum Schlafen und ihr Sohn pendelt munter von einem Casting zum nächsten, um sich über Wasser zu halten. Aber auch bei den anderen Kindern, die nach und nach auftauchen, ist dies so. Viele haben keine Eltern mehr (warum, wird nie erwähnt). Auch sie schlagen sich mehr schlecht als recht durchs Leben. Wer keine Wohnung hat, muss im Park schlafen. Wer kein Essen hat, muss es sich erbetteln oder stehlen. Und irgendwie scheint alles so einfach gestrickt, jeder nimmt dies wortlos hin. Dass es aber vor kurzem (ich denke in etwa 10 Jahre) noch normal war, dass jeder ein geregeltes Leben mit Dach über dem Kopf und Job hat, ist wie aus dem Gedächtnis gelöscht.Wie gesagt, die Grundidee ist gut, die Details sind jedoch nicht ausgereift. Als Kind würde ich wahrscheinlich gar nicht so viel Sachen in Frage stellen, weshalb ich das Buch - wie oben schon geschrieben - eher als Kinderbuch ansehen würde. Als Erwachsener fehlen mir jedoch die Tiefe, die Ursache sowie weitreichende Erklärungen zu dem Wieso und dem Weshalb.Die gewählten Namen der Charaktere waren ebenfalls sehr gewöhnungsbedürftig. Allen voran schon "Lovis", der Name des Hauptcharakters. Aber auch die Castingmenschen hatten Namen, bei denen ich mehrmals den Kopf schütteln musste. Kami Katze, QuasselnStrippe oder gar Herr Kon To waren dann doch zuviel des Guten und ich werte das Buch nun endgültig als eine Kindergeschichte ab.Die Aufmachung des Buches muss ich jedoch wieder positiv bewerten. Alles ist lilafarben gehalten und der Schnitt ist ebenfalls sehenswert. Er ist in rosa gehalten und so wirkt das Buch von außen her sehr edel aufgemacht. Das Ende war dann doch etwas überraschend, jedoch viel zu schnell. Auch hier hätte ich mir gerne etwas mehr Erklärung gewünscht.Fazit:Schade, dass die Idee nicht so gut mit der Umsetzung harmoniert. 

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  • Casting als Überlebensgarantie

    Casting
    Hiki

    Hiki

    23. October 2016 um 01:13

    „Casting“ war mein erstes Buch von Yvonne Richter und hat mir wirklich gut gefallen. Das Cover ist meiner Meinung nach recht einfach gehalten, aber dennoch fällt es ins Auge. Die hervorgehobene Schrift und vor allem der Farbschnitt machen das Buch zum Eyecatcher. In Kombination mit dem Bordeaux auf der Innenseite und dem Lesebändchen macht es für mich optisch einen sehr guten Eindruck. Den Einstieg fand ich interessant. Man findet sich direkt im Geschehen wieder. Lovis ist beim Casting und möchte sich eine Essensration „ercasten“. Denn in dieser Welt ist Casting nicht nur zum Vergnügen da, sondern zum Überleben. Die Namen der Aufgaben sind nett, die Aufgaben an sich weniger. Immer weniger Menschen sind den Aufgaben gewachsen und können schon bald nicht mehr daran teilnehmen. Diese sogenannten „Ausgecasteten“ leben unter härtesten Lebensbedingungen. Unsere Helden entdecken eines dieser Lager und beschließen zu Handeln. Der Schreibstil ist einfach gehalten; man merkt, dass das Buch an ein jüngeres Publikum gerichtet ist; dafür aber sehr präzise. Den Wortschatz finde ich umso interessanter: Fersengeld, Klauzeck etc. Obwohl die Sprache eigensinnig und gewöhnungsbedürftig ist, empfinde ich sie dennoch als sehr erfrischend. Man fliegt durch die Seiten. Einfach toll. Auch wenn ich die Jugendsprache etwas ungehobelt finde, ist sie wohl angebracht. Es ist schön, wie die Autorin mit Sprechweisen, Dialekten usw. spielt. Vor allem die Frau ohne Dffähne. Das Tempo der Geschichte ist auch sehr gut gewählt. Auch wenn das Thema bzw. die Idee hinter dieser Geschichte nicht „neu“ ist, hat Frau Richter eine interessante Welt und ein spannendes Abenteuer geschaffen, die nicht nur Kinder begeistern wird; zum Glück sie nicht wirklich blutig, wie so manche Genreverwandte. Meine kleinen Highlights waren Fluidor und Herr Scherzinger. Fazit: Ein herrliches und bezauberndes Kinder- bzw. Jugendbuch, welches mich begeistern konnte. Ich bedanke mich herzlich beim Verlag für das bereitgestellte Exemplar.

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    • 2
  • Leserunde zu "Casting: Spiel ums Leben" von Yvonne Richter

    Casting
    Yvri

    Yvri

    Liebe Lovelybooksleserinnen und -leser,  Ende August erschien mein neuer Roman "Casting" im Fabulus-Verlag, den ich nun sehr gerne gemeinsam mit euch lesen würde! Dafür stehen 15 Printexemplare zur Verfügung, damit es eine tolle und vielfältige Leserunde wird. :-) Worum geht es? Lovis ist ein Siegertyp. Geschickt bewegt er sich in der schillernden Spielewelt, deren Gesetze längst in sämtlichen Bereichen des Lebens gelten. Eine Clique von selbstverliebten Juroren hält das Karussell der Castings und Contests in Gang. Sie sorgen mit drastischen Methoden dafür, dass niemand aus der Reihe tanzt. Als Lovis sich mit Jo anfreundet, beginnt er am Sinn der strengen Regeln zu zweifeln. Das Mädchen und er gehen auf gefährliche Touren. Was sie dabei hinter den Kulissen der Vergnügungsmaschinerie entdecken, stellt alles Gewohnte infrage. Mit einigen Gleichgesinnten finden sie Zuflucht in einer alten Manufaktur und proben den Widerstand. Aber Detektive sind ihnen bereits auf der Spur. Wird es den Ausreißern gelingen, sich gegen das übermächtige System zu behaupten und ihren eigenen Ideen zu folgen?Einen ersten Eindruck der Geschichte könnt ihr euch mit der Leseprobe verschaffen: https://www.literaturtest.de/newsletter/pm/pdf/Casting_Yvonne%20Richter_Leseprobe.pdfBitte teilt mir in der Bewerbung mit, warum ihr an der Leserunde teilnehmen möchtet.   Ich freue mich auf eine tolle Leserunde! Eure Yvonne Richter

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    • 160
  • Ein Kinder- und Jugendbuch, das eindrucksvoll zeigt, wie Zusammenhalt zu großen Zielen führen kann

    Casting
    jutscha

    jutscha

    19. October 2016 um 18:14

    Bei dem Roman handelt es sich eigentlich um ein Kinder- und Jugendbuch für die Zielgruppe ab 10. Das war mir zunächst nicht bewusst, sondern ich habe erst im Laufe der Geschichte gemerkt, dass diese nicht für Erwachsene geschrieben wurde. Somit passe ich mit meinen 50 Jahren ganz und gar nicht in die Zielgruppe.Dennoch habe ich die Geschichte genossen. Die Protagonisten Lovis und Jo habe ich schnell in mein Herz geschlossen. Auch die anderen Kids, die nach und nach dazu stoßen, mag ich ausnahmslos. Die Geschichte spielt, wenn ich richtig gerechnet habe, so um 2035 – 2040, also gar nicht mehr allzu weit weg in der Zukunft. So, wie sich die Welt im Roman in diesen rd. 20 Jahren - von heute an gerechnet – entwickelt hat, ist nicht erstrebenswert. Für alle Güter gibt es Castings, selbst ein Grundbedürfnis wie essen oder auch Bildung muss sich erst durch einen Sieg erspielt werden. Dabei werden die Spiele immer sadistischer. Eine große Menge kämpft ums Überleben, während einige wenige daran verdienen und sich über Unfälle und Missgeschicke der Kämpfenden freuen. Die Protagonisten Lovis und Jo haben langsam genug von diesem ständigen Kampf ums Überleben und den sich daraus ergebenden Lebensumständen. Sie sehnen sich nach einem selbstbestimmten Leben in einer Gemeinschaft, die jeder nach seinen Möglichkeiten mitgestalten kann. Doch damit werden sie zu einer Gefahr für die Macher der Castings, die mit allen Mitteln versuchen, den Aufstand zu verhindern.Werden Lovis und Jo es schaffen, andere von ihrer Idee zu überzeugen? Wie wollen sie der ständigen Überwachung entkommen? Und wie wollen sie ihr Leben gestalten, wenn alle Güter, die man zum Leben braucht, nur durch Castings zu gewinnen sind?Die Autorin jongliert gerne mit Wörtern, was man sehr gut an den Namen im Roman sehen kann. Da gibt es z.B. Kon-To, eine Art Finanzier (in der Geschichte Finanzör genannt), oder Quassel Strippe, die Chefin des Castings Toptext. Als ich noch nicht wusste, dass es sich um ein Kinder- und Jugendbuch handelt, hat mich das etwas genervt, doch für Kinder ist das sicherlich klasse.Dass ich eine ganze Zeit lang nicht gemerkt habe, dass es sich um ein Kinderbuch handelt, spricht für sich. Als Erwachsenenroman hätte ich der Geschichte 3 – 4 Sterne als Bewertung gegeben, aber als Kinderlektüre muss ich das revidieren und ganz klar mit 5 Sternen bewertet. Es handelt sich um eine Art Dystopie für Kinder, die jedoch ganz klar den Standpunkt vertritt, dass es sich lohnt, gemeinsam für eine Sache zu kämpfen, auch wenn es zunächst aussichtslos erscheint.Ich kann diese Geschichte Kindern und Jugendlichen ganz klar empfehlen und spreche auch eine Leseempfehlung für Erwachsene aus. Ich zumindest hatte meinen Spaß daran!

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  • Casting

    Casting
    Wurm200

    Wurm200

    17. October 2016 um 17:14

    Yvonne Richter Casting Fabulus - Verlag Autor: Jahrgang 1956, baute nach dem Kunststudium in München und einer Station als Kunsterzieherin das erste mobile Kindermuseum in Deutschland mit auf. Sie war als Figurentheaterspielerin und Performancekünstlerin unterwegs und arbeitet beim Kinder- & Jugendmuseum Nürnberg. In ihren Geschichten verbindet sich die Lust am Fabulieren mit hintergründigem Humor und Toleranz. (Foto: Rudi Ott) (Quelle: Fabulus - Verlag) Lovis tut alles um sein Casting zu gewinnen, schließlich hat er einen solchen Hunger und kann den Lebensmittelgewinn gut gebrauchen. Doch anstatt ihm gewinnt Jo das Casting. Nach dem Casting, in der Abenddämmerung kommt Jo zu Lovis und fragt diesen, ob sie sich Ihren Gewinn nicht teilen möchten. Dieses Angebot macht Lovis sprachlos, der es dankend annimmt und Jo zu sich nach Hause einlädt. Dies sollte der Beginn eines neuen Lebens für beide sein. Das Buch besteht aus 28 Kapiteln, die alle eine eigene Überschrift bekommen haben. Diese befindet sich, dick gedruckt immer am Anfang eines jeden Kapitels.Außerdem finden wir ein weiteres Kapitel, in dem alle Juroren aufgelistet stehen. An dieser Stelle hätte ich mir jedoch eher ein Überblick über alle Charaktere gewünscht, anstatt allein über die Juroren. Außerdem fällt beim Blick auf die Namen sofort auf, dass hier nicht sonderlich viel Kreativität zum Einsatz kam, denn so finden wir den Namen “Quassel Strippe” als Juror für Toptext wieder. Allgemein ist die Kreativität an einigen Punkten auf Dauer eher etwas nervend, denn der Autor hat versucht, den Titel des Buches in möglichst viele Wörter einzufügen. Gibt das Wort Castidaten noch einen Sinn, so stolpert man etwas weiter über das Wort Castiener, dass weniger vorteilhaft ist. Solche Wörter findet der Leser im Laufe des Buches häufiger, hier wäre weniger definitiv mehr gewesen. Die Story ist nichts neues und kommt einen sehr bekannt vor, jedoch wird sie sehr solide umgesetzt. Außerdem nimmt sie einen Anstoß an unsere Realität, denn auch diese fördert immer mehr Castings ans Licht. So wird dem Leser ein kleiner Spiegel vorgehalten. Außerdem ist positiv anzumerken, dass die Charaktere sehr gut zu Ihren Rollen passen und jeder einen eigenen Charakter besitzt. Bei einem geht es sogar so weit, dass dieser mit Akzent spricht, der auch so geschrieben steht, der Leser aber als Fußnote, die Text nochmals ohne Akzent nachlesen kann. Leider wird die Story dann am Ende etwas schnell abgehandelt und hätte gerne etwas länger sein dürfen. Cover: Das Hardcover ist mit Dunkelrot bis hin zu schwarz, recht dunkel gehalten (auch beim Aufschlagen des Buches, finden wir das Dunkelrot wieder. Die Seiten von außen sind nicht einfach weiß, sondern haben eine Pfirsichfärbung. Der Titel ist nicht einfach nur gedruckt, sondern lässt sich haptisch ertasten. Wir sehen auf der Vorderseite, dass das Cover wie eine Art Vorhang geöffnet wird. Im Licht steht eine Person. Dies erinnert stark an die Szene einer Person, die vor einem Publikum auftritt, was auch zu dem Titel und dem Inhalt des Buches passen würde. Außerdem finden wir an dem Buch ein Lesebändchen, das ebenfalls in dem Dunkelrot gehalten ist. Fazit: Die Story des Buches wirkt sehr bekannt und kommt nur im anderen Gewand daher. Es lässt sich gut und leicht lesen und ist daher gut für Kinder geeignet, was nicht heißen soll, dass Erwachsene nicht auf ihre Kosten kommen können. Am Ende komme ich leider nicht über 3/5 Sterne. Klappentext: Lovis ist ein Siegertyp. Geschickt bewegt er sich in der schillernden Spielewelt, deren Gesetze längst in sämtlichen Bereichen des Lebens gelten. Eine Clique von selbstverliebten Juroren hält das Karussell der Castings und Contests in Gang. Sie sorgen mit drastischen Methoden dafür, dass niemand aus der Reihe tanzt. Als Lovis sich mit Jo anfreundet, beginnt er am Sinn der strengen Regeln zu zweifeln. Das Mädchen und er gehen auf gefährliche Touren. Was sie dabei hinter den Kulissen der Vergnügungsmaschinerie entdecken, stellt alles Gewohnte infrage. Mit einigen Gleichgesinnten finden sie Zuflucht in einer alten Manufaktur und proben den Widerstand. Aber Detektive sind ihnen bereits auf der Spur. Wird es den Ausreißern gelingen, sich gegen das übermächtige System zu behaupten und ihren eigenen Ideen zu folgen? (Quelle: Fabulus - Verlag) Autor: Yvonne Richter Titel: Casting Verlag: Fabulus - Verlag Genre: Zukunftsroman Seiten: 295 Preis: 16,95 ISBN: 978-3-944788-28-9http://wurm200.blogspot.de/

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  • Kindgerechte Dystopie mit einigen Schwächen

    Casting
    Pharo72

    Pharo72

    16. October 2016 um 10:19

    Es ist nicht leicht, in der Welt der Castingindustrie zu überleben. Neben Geld muss sogar Wohnraum, Nahrung und Kleidung in teilweise hirnrissigen Castings erspielt werden. Lovis findet in Jo und einigen anderen Jugendlichen Gleichgesinnte, die dem System den Kampf ansagen wollen. Nach und nach gelingt es ihnen, das Räderwerk ein wenig ins Stocken zu bringen. Mit weiteren Freunden und auch erwachsenen Helfern gründen sie eine Gemeinschaft, die sie unabhängig vom Castingrummel machen soll. Doch man ist ihnen bereits dicht auf den Fersen. Meine Meinung: Als großer Fan der Panem-Trilogie hat mich der Klappentext von „Casting“ sehr angesprochen, da mir diese dystopische Welt, betrachtet man die unzähligen Casting-Formate im TV, gar nicht mal so unrealistisch erschien. Leider konnte mich Yvonne Richter mit ihrem Buch nicht wirklich überzeugen. Die Grundidee ist sehr originell, wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass dieses System tatsächlich funktionieren würde. Allerdings ist das Buch auf eine Leserschaft ab 10 Jahren ausgelegt, die sich über die Hintergrunde und Zusammenhänge wahrscheinlich nicht detailliert den Kopf zerbricht. Ich persönlich hätte mir auch ein paar Informationen erhofft, wie es dazu kommen konnte. Größtes Manko des Buches ist für mich allerdings die Sprache. Zwar gewöhnt man sich nach einer Weile an die ungewöhnlichen Namen, aber gerade bei den Juroren – u. a. Kroko Flanell, Kami Katze oder Quassel Strippe – ist mir das einfach zu gewollt komisch. Dann gibt es noch weitere Wortfindungen wie Kaltfrisch (Kühlschrank), Redfon (vermutlich Telefon/Handy) und die ganzen Verbindungen mit Cast wie Castidaten, Castrolleure, Castiener u. v. m. Wenn man wie ich die deutsche Sprache liebt, dann rollen sich da wirklich die Fußnägel auf, und auf Dauer nervt es einfach. Die jugendlichen Leser könnten das durchaus witzig finden, bleibt zu hoffen, dass sie es nicht in ihren Sprachgebrauch übernehmen. Die Figuren sind nicht schlecht gestaltet, eine wirkliche Nähe zu ihnen bekommt man jedoch nicht. Auch komisch, dass sich in dieser Ellenbogengesellschaft, wo jeder ums eigene Überleben kämpfen muss, plötzlich so viele Gleichgesinnte finden und kein Verräter drunter ist. Großgeschrieben wird hier jedoch die Freundschaft, gegenseitige Unterstützung und der Gemeinschaftssinn, was sicher positiv zu bewerten ist. Es gibt während der Castings ein paar spannende Momente und auch auf das Ende zu, aber insgesamt plätschert die Story eher so vor sich hin. Zu guter Letzt finde ich es auch relativ unrealistisch, dass ein offenbar seit Jahrzehnten etabliertes System durch ein paar kleine Streiche, die fast ausnahmslos gelingen, ins Wanken und schließlich von heut auf morgen aus den Fugen gerät. Die Mitwirkenden der Casting-Industrie wirken allesamt ein wenig trottelig, was es dann schon wieder nachvollziehbar macht, allerdings nicht, wie es so weit kommen konnte. Ich schwanke bei diesem Buch wirklich sehr bei der Bewertung, da es mich persönlich nicht begeistern konnte. Allerdings für die jungen Leser der Zielgruppe dürfte dieses Abenteuer einer Gruppe enger Freunde mit der einfach zu lesenden Sprache durchaus eine nette Abwechslung sein, daher vergebe ich drei Sterne.

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  • Fünf Freunde unter dystopischen Bedingungen / Einstiegsbuch für Kinder in Dystopien

    Casting
    Bücherfüllhorn-Blog

    Bücherfüllhorn-Blog

    10. October 2016 um 20:45

    Die Inhaltsangabe hat mich gleich angesprochen, da ich sofort an eine Dystopie denken musste und ich Geschichten aus diesem Genre sehr gerne lese. Castings-Shows schaue ich mir in der Regel nicht an, außer eine: GNTM. Ich weiß, „Schande über mein Haupt“.   Die Einstiegs-Szene gleich am Anfang hat mich kurz an die „Arena“ von „Die Tribute von Panem“ erinnert. Vielleicht ist es ähnlich, dennoch wechseln hier die Arenen ständig. Denn in der Welt von Lovis und Jo verdient man sich seinen Lebensunterhalt wie Nahrung und Wohnung durch Casting Shows. Wer nicht fähig dafür ist, wir outgecastet und verschwindet in Fabriken zum tumben arbeiten. Lovis Mutter ist dort, und er kann sie nur sehr selten besuchen.   Natürlich gibt es auch die bessere Gesellschaft, die Reichen, die in einem wunderschönen Seitental ruhig leben, ohne sich casten zu müssen.   In einem Casting lernt der lockige Lovis die stoppel-kurzhaarige Jo kennen. Sie tun sich zusammen, was die Castings anbelangt, und teilen die Gewinne. Gefühlsmäßig beginnt diese Freundschaft sehr schnell, mich wundert es, dass sie sich in dieser Welt gleich vertrauten. Aber vielleicht ist das unter Kinder/Jugendlichen so? Auch als sich Schlawine (sie heißt tatsächlich so!) und Admiral anschließen, geschieht dies von einem Moment auf den anderen, ohne dass sich vorher eine für den Leser nachvollziehe Beziehung aufbauen konnte. Im Laufe der Geschichte kommt noch eine andere Protagonistin dazu, genannt Quecke, und eine Art „Fünf-Freunde-Geschichte“ unter dystopischen Bedingungen entsteht. Unter widrigsten Bedingungen beginnt ein Widerstand gegen das System. Die kleine Gruppe streut Sand ins Getriebe der Mächtigen. Am Schluss gibt es eine überraschende Wendung, die ich nicht voraus gesehen habe, die aber so passend für ein gutes Ende sorgen konnte.   Der Erzählton ist leicht, dennoch gab es manche „Übersetzungen“ die mir nicht gefielen. So wird zum Beispiel ein Kühlschrank ein „Kaltfrisch“, eine Brille „Augenglas“ und Handys „Redfone“ genannt. Das erschien mir doch sehr angestrengt. Die Juroren haben auch sehr prägnante Namen: Kroko Flanell, Quassel Strippe, Folta Kräh und ähnliche. Für Kinder mag das anders, vielleicht witzig, klingen, mich haben diese Ausdrücke aber eher gestört, als dass ich sie in die Geschichte einfließen lassen konnte.   Ich weiß nicht, wie es anderen geht, aber ich empfinde das Cover auch eher auf eine ältere Zielgruppe ausgerichtet.   Fazit: Das Buch lässt sich schnell und einfach lesen, auch wenn ich über die besonderen Namen der Juroren, der Protagonisten und mancher Gegenstände ständig „gestolpert“ bin. Natürlich passen diese Ausdrücke schon zum Thema „Casting-Shows“, sie sind schon fast ein wenig provokativ überspitzt. Kindern wird das wahrscheinlich gefallen, vielleicht finden sie es auch witzig. Der Erzählton ist der Zielgruppe angepasst und für diese empfinde ich die Geschichte auch sehr gelungen. Für  mich als Erwachsene war sie zu einfach „gestrickt“. Es gab aber auch spannende Stellen, so dass ich mit den Freunden um ihre Entdeckung bangte. Es gibt kein Love-Interest unter den Hauptprotagonisten, das war aber auch nicht nötig.   Alles in allem: Für Mädchen und vor allem für Jungen eine etwas andere Geschichte, die sich mit dem Thema Castings-Shows in einer dystopischen Welt befasst. Ein einfaches Einstiegsbuch für Kinder in das  Genre der Dystopien.  

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  • Oh schöne Castingwelt

    Casting
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. October 2016 um 17:56

    Lovis lebt in einer Welt des Castings. Egal, ob es ums Essen, um Kleidung oder um eine Wohnung geht, für alles muss er sich gegen andere durchsetzen, Aufgaben erfüllen und vom Publikum geliebt werden. Mit Jo, einem kämpferischen Mädchen, findet er eine Verbündete gegen das System. Doch wie sollen sie gegen eine Welt des Wettkampfs ankommen? „Casting – Spiel ums Leben“ von Yvonne Richter hat mich aufgrund seiner Thematik neugierig gemacht. In Zeiten, in denen auf jedem Sender gefühlt 10 Castingsshows zu allem möglichen und unmöglichen laufen, ist der Gedanke „Was wäre, wenn das ganze Leben ein einziges Casting ist?“ sehr verlockend und beängstigend. So gespannt ich auf das Werk war, so traurig habe ich es auch wieder zur Seite gelegt. Die Geschichte wird von einem auktorialen Erzähler berichtet. Man folgt hier aber zum Großteil Lovis und Jo auf ihrem Weg durch den komplett durchgecasteten Alltag. Gleich zu Beginn wirft die Autorin ihre Leser mitten in ein Casting, ohne dass man weiß, was los ist. Solche Einstiege liebe ich, da sie mich direkt mitreißen. Oder mitreißen würden. Denn Yvonne Richter verwendet für ihr Buch eine sehr einfache, schon flache Sprache. Ja, das Buch ist für Jugendliche geschrieben, aber die Sprache ist schon kindhaft einfach. Zudem erfindet die Autorin für ihre Castingwelt eine Menge neue Begriffe. Manche davon sind kreativ, die meisten wirken auf mich aber wie das Fantasiegebrabbel von ABC-Schützen. Und das passte für mich gar nicht. Es störte meinen Lesefluss, ich konnte die wohl spannende Geschichte nicht verfolgen und ärgerte mich Seite um Seite immer mehr. Ich mag es sehr, wenn ein Autor kreativ ist und für seine Welt auch neue Wortschöpfungen erschafft. Dies nahm hier aber überhand und war zudem nicht mehr aus dem Kontext nachvollziehbar. So funktioniert es leider nicht. Daher legte ich das Buch nach gut 80 Seiten zur Seite. Ich hätte gern gewusst, wie sich Lovis und Jo schlagen, wie sie ihre Träume umsetzen und wie die Castingwelt da mitzieht. Doch wenn die Sprache sich auf Grundschulniveau bewegt, kann ich einfach nicht genießen. So bleibt als Fazit nur, dass die Idee klasse ist, die Umsetzung aber ein Graus. Sehr schade!

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  • Toller Klappentext, mittelmäßige Umsetzung

    Casting
    101Elena101

    101Elena101

    10. October 2016 um 14:30

    Inhalt: In dieser Welt ist nur noch Platz für Gewinner: Zum allgemeinen Überleben müssen die Menschen Castings besuchen, bei denen sie alles Nötige gewinnen können. Wer mit den Anforderungen der Castings nicht mehr mithalten kann, wird ausgemustert und ist für diese Industrie nicht mehr zu gebrauchen. Gnadenlos werden die Teilnehmer durch die Aufgaben gepeitscht, Familien getrennt und Streitigkeiten unter Freunden entfacht. Lovis und Jo erleben dies Tag für Tag, doch sie haben den ständigen Kampf ums Überleben satt. Als sich ihnen eine Möglichkeit bietet, ergreifen sie die Chance auf ein freies Leben... Meine Meinung:Als ich den Klappentext des Buches gelesen habe, war ich Feuer und Flamme für dieses Buch. Die sehr interessante Idee der Autorin eine Welt zu erschaffen, die überwiegend aus Castings besteht, die die Privilegierten anschauen können und die Armen bewältigen müssen um zu überleben, hat mich in ihren Bann gezogen. Allerdings habe ich schnell gemerkt, dass nicht allzu viel Spannendes passiert. Die Autorin hat in diesem Buch einen eher einfachen Schreibstil und lässt die Charaktere in einfachen Sätzen sprechen. Das würde mich nicht stören, wenn es da nicht gehäuft eigenartige Ausdrücke gäbe, die für Kinder bis 11/12 Jahre vielleicht witzig zu lesen sind, für mich allerdings nicht passend zur dystopischen Thematik waren. Auch die Namensgebung ist teilweise witzig, teilweise skurril, denn zusammen mit dem Verhalten der Charaktere waren diese doch ein wenig seltsam... Durch den einfachen Stil lässt sich das Buch sehr schnell durchlesen und das Design mit dem eingefärbten Buchschnitt sieht gut aus.Die Thematik ist dennoch aktuell, da es heutzutage viele Castings gibt, die man sich im Fernsehen anschauen kann und alles was dahinter steckt auch mal kritisch betrachtet werden sollte. Trotzdem finde ich, dass das Buch eher etwas für Kinder und sehr junge Jugendliche ist, denn mich als Erwachsenen konnte es leider nicht überzeugen. Fazit:Eine gute Idee, deren Umsetzung ich persönlich nicht so gut finde, wie der Klappentext versprechen lässt.

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