Das Buch enthält insgesamt 14 Kurzgeschichten über wahre Verbrechen, die in Österreich stattgefunden haben. Für echte True Crime Fans ist das Buch ein Muss! Es geht aber auch um die Opfer-Täter-Frage, um Schuld, nicht nur eine Schilderung der Verbrechen selbst. Einige der Fälle waren mir bekannt, haben aber eine zusätzliche Perspektive bekommen, das finde ich gelungen, andere Fälle waren mir wiederum völlig unbekannt und neu, aber nicht minder interessant dargestellt. Bei manchen Fällen hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht, das war leider aufgrund des Umfang des Buches nicht möglich.
Yvonne Widler
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Yvonne Widler
True Crime Österreich
Sie sagt, er sagt
Heimat bist du toter Töchter
True Crime Schweiz
Neue Rezensionen zu Yvonne Widler
Österreich hat ein Femizidproblem. In den letzten Jahren immer mehr. Kaum vergehen mehrere Wochen, ohne dass nicht wieder medial von einer Frau berichtet wird, die von ihrem (Ex-)Partner ermordet wurde.
In "Heimat bist du toter Töchter" (den treffenden Bezug dieses Buchtitels auf die Diskussion zur österreichischen Bundeshymne hat schon eine andere Person in ihrer Rezension treffend beschrieben) hat die Journalistin Yvonne Widler Kontakt zu den Hinterbliebenen der ermordeten Frauen aufgenommen und erzählt ihre Geschichten. Macht damit den unglaublichen Verlust der Leben dieser Frauen noch einmal auf einer stärkeren Ebene spürbar. Gibt ihnen ihren Raum und ihre Stimme zurück, und macht gleichzeitig darauf aufmerksam, wie sehr sowohl in den Medienberichten als auch vor Gericht die Stimme des (meist noch lebenden) Täters gehört wird, während die Stimme (und damit Perspektive) der ermordeten Frau für immer verstummt ist.
Insgesamt sind es etwa fünf größere Fallgeschichten, die Yvonne Widler detailliert recherchiert hat, ergänzt um viele kleinere und um Gespräche mit Sozialarbeiter*innen, Polizist*innen usw. und Analysen der momentanen gesellschaftlichen Entwicklungen in Österreich. Dabei wird deutlich, wie viel Handlungsbedarf besteht, um Frauen noch besser zu schützen, bevor es zu solchen Gewalttaten kommt.
Ganz besonders mag ich an dem Buch, dass Yvonne Widler die Täter auch sprachlich klar in die Verantwortung nimmt. Statt der sonst medial oft gelesenen passiven Ausdrucksweise "Frau wurde ermordet", die die Täterschaft beschleiert, verwendet Yvonne Widler bewusst die aktive Formulierung "Er hat...", wie z.B. "Er hat Kornelia erstochen und mit der Axt erschlagen".
Ein tolles Buch zu einem dunklen, aber wichtigen Thema, von einer mutigen Frau! Empfehlung!
Ein Buch voller wahren Geschichten und huiii, wie es hier abgeht. Es sind alles wahre Fälle die sich in den Schweiz ereignet haben. Mehrmals wird betont, dass man es sich in der idyllischen, kleinen Schweiz gar nicht vorstellen könnte. Viele Fälle waren mir schon bekannt, einige total unbekannt. Eins kann ich sagen: es fährt total ein, wenn man erfährt, was für Menschen so um einen Leben, bei denen es man nie vermuten würde, die dann einfach aus Spass jemanden umbringen möchten.
Es ist eine Sammlung an 12 wahren Fällen, und bei einigen muss ich sagen, gab es mir zuwenig Text und Erklärung. Dafür gab es zwei Fälle die wirklich sehr, sehr alt wahren. Auf diese hätte ich gerne verzichtet, dafür ein bisschen mehr Infos zu anderen Fällen gehabt. Ansonsten ist die Erzählweise sehr spannend und man fliegt nur so durch die Seiten. Für alle Schweizer und True Crime Fans ein muss.
Gespräche aus der Community
Es werden 50 Hörbücher verlost. Im Gewinnfall erhältst du einen Downloadcode mit dem es dir möglich ist das Hörbuch im MP3 Format herunter zu laden.
Bist du dabei? Dann mach dich gefasst: True Crime ist nichts für schwache Nerven. Es geht um wahre Verbrechen.
Ein Hörbuch, dass gerade wegen seiner sachlich neutralen Schilderung so unter die Haut geht. Die grausamsten Geschichten schreibt das Leben.
Mir war klar, dass der Fall Kampusch auch in diesem Werk stattfinden muss und wird! Er macht mich immer noch fassungslos und ich finde es absolut grausam was Natascha damals und über so viele Jahre erleiden musste!
Man hat zwar nichts neues erfahren können, aber der Fall wurde vom Autoren Adrian Langenscheid wirklich gut erzählt.
"Bleiben wir bei der Wahrheit. Unsere gemeinsamen Interessen sind so minimal, die brauchst du nicht einmal aufschreiben für das Buch."
Worum gehts?
Die Liebe. Ach! Zu kaum einem Thema wird mehr publiziert. Die Journalistin Yvonne Widler traut sich trotzdem. Warum? Weil sie neugierig ist. Weil sie scharf beobachtet. Weil sie wissen möchte: Was bedeuten Liebe und Beziehung heutzutage tatsächlich noch? Einerseits findet gerade die „Tinderisierung“ des Datingverhaltens statt. Auf der anderen Seite leben wir in einer Gesellschaft, die die treue, langanhaltende Liebe auf ein romantisches Podest stellt. Wie verträgt sich das? Anhand von persönlichen Gesprächen, in denen Menschen jeglichen Alters intimen Einblick in ihre Paarbeziehungen geben, sowie ExpertInnen- Interviews (u.a. Caroline Erb, Elisabeth Oberzaucher, Dominik Borde), Studien und privaten Anekdoten, nähert sich Yvonne Widler den Antworten auf die brennenden Liebesfragen unserer Zeit. Vielleicht erkennen Sie sich in der einen oder anderen Geschichte wieder? Und übrigens: Dies ist kein Beziehungsratgeber.
> Informationen zum Buch
> Leseprobe
Yvonne Widler ist Journalistin und lebt in Wien. Nach ihrem Wirtschaftsundanschließenden Journalismus-Studium gründete sie mit KollegInnen das mehrmals preisgekrönte Webmagazin paroli und fungierte als dessen Chefredakteurin.Zwei Jahre lang war sie beim Fachmedium Horizont, wo sie über die Medienbranche berichtete und das Agenturressort verantwortete. 2014 wechselte sie als Ressortleiterin für gesellschaftspolitische Themen in das Gründungsteam von NZZ.at. . Seit 2016 ist sie Redakteurin beim Kurier. Widlerwurde u.a. mit dem „Journalismuspreis von unten“ und dem „Prälat-Leopold-Ungar-Preis“ ausgezeichnet. Außerdem gewann sie 2018 den renommierten Dr. Karl-Renner-Publizistikpreis.
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